Becks Unterschichtenproblem
Wenn die Politik auf "Werte" setzt, wird es in den unteren Etagen der Sozialstruktur meist ungemütlich. Denn "Werte" - also Innerliches - sind dann der Ersatz für Reales - also Äußerliches - wie soziale Leistungen. Auch die jüngste Ermahnung (1) des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, den Unterschichten fehle es an sozialen Aufstiegswillen, passt in diesen Rahmen. Nicht an realen Arbeitsplätzen und sozialen Chancen mangele es, sondern eben am "Willen".
Soziologische Anmerkungen zu Kurt Becks Unterschichtenproblem
Rudolf Stumberger bei telepolis - 12.10.2006
Stumberger schlägt vor, statt eines untauglichen Unterschichtenbegriffs (der durch Harald Schmidts Gerede vom U-Fernsehen tatsächlich endgültig erledigt sein dürfte, was er i.Ü. wissenschaftlich schon Ende der 60er gewesen sein dürfte) Castels Zonenmodell zur Beschreibung der aktuellen gesellschaftlichen Spaltungsprozesse heranzuziehen. Mit dem Ansatz kommt man offenbar zumindest zu einer realistischeren Beschreibung, was unten los ist; - Machtverhältnisse blendet er aus.
Das andere Problem sind die sozialen Aufsteiger wie Schröder, Beck u.a., die der Macht ewig dankbar sind, dass sie was werden durften, und sich dann gern mit dem Bourgeois über den doofen Proleten lustig machen.
"Walking down the street do you stare at your feet
and never do you let your eyes meet the freaks,
The deadbeat addicts, social fanatics,
they're a dime a dozen and they carry guns
Halloween, every other day of the week
Living in a cage in the USA
Living in a cage in the USA
Holy smoke, somebody blew up the pope
Living in a cage in the USA
All around us the rules are changing
Taller walls and stronger cages
Nothing is sacred or too outrageous
Taller walls and stronger cages
What in the world is happening to the world?"
Adrian Belew
aus "Cage",
© 1994 King Crimson - VROOOM.
Soziologische Anmerkungen zu Kurt Becks Unterschichtenproblem
Rudolf Stumberger bei telepolis - 12.10.2006
Stumberger schlägt vor, statt eines untauglichen Unterschichtenbegriffs (der durch Harald Schmidts Gerede vom U-Fernsehen tatsächlich endgültig erledigt sein dürfte, was er i.Ü. wissenschaftlich schon Ende der 60er gewesen sein dürfte) Castels Zonenmodell zur Beschreibung der aktuellen gesellschaftlichen Spaltungsprozesse heranzuziehen. Mit dem Ansatz kommt man offenbar zumindest zu einer realistischeren Beschreibung, was unten los ist; - Machtverhältnisse blendet er aus.
Das andere Problem sind die sozialen Aufsteiger wie Schröder, Beck u.a., die der Macht ewig dankbar sind, dass sie was werden durften, und sich dann gern mit dem Bourgeois über den doofen Proleten lustig machen."Walking down the street do you stare at your feet
and never do you let your eyes meet the freaks,
The deadbeat addicts, social fanatics,
they're a dime a dozen and they carry guns
Halloween, every other day of the week
Living in a cage in the USA
Living in a cage in the USA
Holy smoke, somebody blew up the pope
Living in a cage in the USA
All around us the rules are changing
Taller walls and stronger cages
Nothing is sacred or too outrageous
Taller walls and stronger cages
What in the world is happening to the world?"
Adrian Belew
aus "Cage",
© 1994 King Crimson - VROOOM.
gebattmer - 2006/10/15 22:43


























































Mitch Ryder tritt, wenn er hier ist, mit
Hierher gehört eigentlich auch der Hinweis auf ein Lied, das ich schon vor langer Zeit auf GBlogmedia geladen habe:
soundsovielten Jahrestag der großen sozialistischen Oktoberrevolution. Thema in der Sektion Zoologie: Der Elefant. Preisverleihung in Anwesenheit des Generalsekretärs der KP der Grusinischen SSR.


Outcomes based education requires pre-defined endpoints. Our educational system defines endpoints as "passing" and "graduating." The epitome of cover your ass; as long as the kid passes he's out of MY hair. He's YOUR problem now. CYA.
Während nun ein paar Dutzend Studenten auf der Kreuzung sitzen, gehen einige ihrer Kommilitonen im gelben T-Shirt der Kampagne "Gegen Studiengebühren" durch die Schlangen der wartenden Fahrzeuge und verteilen die kleinen blau-gelben Flugblätter des Frankfurter Asta. "Argumente und Informationen" verspricht die Schlagzeile. Diese lauten dann so: "Durch Studiengebühren wird Bildung zu Ware. Bildung ist aber Menschenrecht und für unser Land der wichtigste Standortvorteil." Worin aber besteht ein ¸¸Standortvorteil", wenn nicht in der Funktionalisierung einer Ressource für den Erfolg der Nation auf dem Weltmarkt - in diesem Fall der Ressource "Bildung"? Im ersten Teil des Gedankens verwahren sich die Studenten gegen die Behandlung von Bildung als Ware, im zweiten Teil preisen sie selbst ihre zukünftige Bildung als Ware an.
Arbeitslosigkeit und der damit verbundene Geldmangel sind die großen Probleme unserer Tage. Die Verwahrlosung der Gesellschaft, der Manieren und der Ethik ist nicht die Folge von Krankheit oder Liebeskummer, sondern von Armut. Die Zahl der Eigentumsdelikte ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen, und nahezu unbemerkt wurde der Geiz, einst als Wurzel allen Übels geschmäht, - zur allgemein anerkannten Tugend. Geldmangel hat eine Verrohung der Sitten zur Folge, ein Absinken des Bildungsstandes, einen Verfall von Werten. Und es hat sich gezeigt, dass die großen "Menschheitslehrer" - von Jesus bis hin zu Ralph Waldo Emerson - dagegen kein Rezept wussten.