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Bildung

Mythen - Michael Köhlmeier erzählt Sagen des klassischen Altertums

In Zeiten, in denen Bildung(-spolitik) im Wirtschaftsteil der FAZ verhandelt wird (Norbert Häring: Unsere Kinder sind mehr als ein Wirtschaftsfaktor), gilt es die Inhalte vor den Kompetenzen und Qualifikationen zu retten.

Sehr empfehlenswert:
Michael Köhlmeier fesselt und fasziniert mit seiner Kunst, die Sagen in freier und ganz persönlicher Interpretation zu erzählen. Und er macht dies voller Lust, mit profunder Kenntnis und hinreißendem Witz. "Die Faszination", so Köhlmeier, "liegt in der Mischung aus Extremen, aus ungeheurer Heiterkeit und ungeheurer Brutalität, zwischen Tod und Sexualität. Es ist alles ganz hell angestrahlt von dieser südlichen Sonne, die Konturen sind sehr scharf. Und die Geschichten sind einfach großartig."
80-teilige Sendereihe von BR-alpha. Hier zu sehen und hier als Podcasts runterzuladen. Machen Sie Ihren Kindern resp. Enkeln die Freude! Oder - wenn Sie keine haben - sich selbst!

Teaser: Die Giganten


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c6/Michael_K%C3%B6hlmeier%2C_Literaturhaus_Hamburg_2016.jpg/571px-Michael_K%C3%B6hlmeier%2C_Literaturhaus_Hamburg_2016.jpg

Ganz großartig auch:

http://www.br-online.de/podcast/kopfbilder/koehlmeiers-maerchen.jpeg
Gerade wieder bei ARD-alpha oder hier als Podcasts zum Herunterladen.

Auch hier ein Teaser: Die Bremer Stadtmusikanten


Leseempfehlungen:

- Ein sympathisches Monster
Michael Köhlmeier: "Die Abenteuer des Joel Spazierer", Hanser Verlag
Joel Spazierer kennt keine Gesetze - er ist Stricher, Mörder und Blender und dabei aber kein schlechter Kerl. Deshalb wird Michael Köhlmeiers opulenter Roman zu einer grundsätzlichen und vergnüglichen Auseinandersetzung mit der Wahrheit. (deutschlandradio.de)

+ Michael Köhlmeier - Lesung: »Die Abenteuer des Joel Spazierer«

- Aktuell:
Michael Köhlmeier: "Der Mann, der Verlorenes wiederfindet" - Antonius und die Frage, warum Gott den Teufel erschaffen hat
Von Jörg Magenau (deutschlandradio.de)
- Leseprobe hier.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/media/thumbs/f/f7f9fa5e980e5e01c8f99f91a0d01fe1v1_max_635x357_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg?key=8b0b9b

Das Böse durch Erzählen bannen -Michael Köhlmeier im Gespräch mit Andrea Gerk (deutschlandradio.de)


Köhlmeier kann auch Musik:


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Noch'n Mythos.

Kompetenzkatastrophe (X) : March for Science = Dead Men Walking

    In den NATO-Demokratien werden Angehörige von Universitäten und Hochschulen am 22. April auf die Straße geschickt, um für Wissenschaft und gegen die bösen „alternativen Fakten“ zu demonstrieren. Vorneweg die große Prominenz von Nobelpreisträgern und Verbandsspitzen.
    Was auf den ersten Blick als Bekenntnis zur Freiheit der Wissenschaft und zur Idee einer Wahrheit unabhängig von Ideologien und Interessen erscheint, ist nichts anderes als ein letzter akademischer Totentanz. Wo waren die Marschierer und Empörten als im Namen von Bologna, Drittmittelsteuerung, unternehmerischer Hochschule und Exzellenz die Universitäten und Hochschulen abgewickelt wurden? Als der Anspruch auf Erkenntnis und Bildung zu „junk-science“ und Bulimie-Lernen herabgestuft wurden? Als die Hochschulräte die Managertypen zu Rektoren und Präsidenten machten? Als die zarten Pflänzchen der Hochschuldemokratie ausgerissen wurden und das Führerprinzip als Anglizismus im Leadership seine Auferstehung feierte? Als eine Generation von Nachwuchswissenschaftlerinnen prekarisiert und auf befristeten und geteilten Stellen verheizt wurde? Als Geheimverträge mit Pharmaunternehmen geschlossen wurden? Als Forschung sich zur Vorbereitung und Ausführung von Kriegen angedient hat? Als Kennziffern die Urteilskraft ersetzt haben? ...
Nach dem dem Pulse of Europe Spektakel eine weitere Choreographie politischer Verlogenheit: der March for Science!
Von Matthias Burchardt - Rubikon 22. April 2017


Vgl. auch: G8 als Baustein eines Reformputsches gegen die humanistische Bildungskultur
Von Matthias Burchardt

- Eine präzise Analyse, die Antworten gibt auf Fragen, die Thomas Steinfeld (in der Süddeutschen, 23. April 2017) richtig stellt, aber eigentlich nicht beantwortet:
Wenns um Bildung geht, wollen alle immer mehr. Aber selten werden die Forderungen so konkret, dass man über deren Inhalte verhandeln könnte. Was also wollen wir eigentlich?

Ich empfehle alle drei Texte zu lesen. Das ergibt ein einigermaßen klares Bild des Problems: Als Kennziffern die Urteilskraft ersetzt haben ...

Die GBlogSuche nach »Falsch Gm8« hat 19 Resultate geliefert.
Die GBlogSuche nach »Kompetenzkatastrophe« hat 15 Resultate geliefert.


Cyanide, Uranium, and Ammonium Nitrate:
When Kids Really Had Fun With Science

By Lisa Hix — Collectors Weekly July 20th, 2011


http://www.collectorsweekly.com/articles/wp-content/uploads/2011/07/science5.jpg

In 1951, Gilbert released an “Atomic Energy Lab,” which contained three “very low-level” radioactive sources (alpha, beta, and gamma particles), a U-239 Geiger counter, a Wilson cloud chamber, a spinthariscope, four samples of uranium-bearing ores, and an electroscope to measure radioactivity.
Fortunately, this expensive kit—in today’s dollars, it would cost the equivalent of $350—was not a big hit for Christmas that year, and production ended in 1952. Back in the day, some may have naively believed radiation to be harmless or beneficial, but we now know exposure to the U-238 isotope is linked to cancer, leukemia, lymphoma, and even Gulf War syndrome...

Kompetenzkatastrophe (IX): "Digitales Lernen" (??) Thorsten meint, der größte Hemmschuh der digitalen Bildung seien die Lehrer ... Freedom of Speech

Meine Lieblings-HAZ hat heute (22.03. - Print S. 19) wieder Alles auf dem Schirm
Zur Cebit ist ein Streit um Computer im Unterricht entbrannt. Der Vorwurf: Lehrer sind der Hemmschuh der Digitalisierung. Aber stimmt das wirklich? Oder sind die neuen Medien nicht längst Standard im Klassenzimmer? Ein Unterrichtsbesuch.

Was war geschehen?
Thorsten Dirks, ... der Präsident des Digitalverbandes Bitcom, hatte bei der Cebit-Eröffnung moniert, der größte Hemmschuh der digitalen Bildung seien die Lehrer.

Naja, - wenn das einer sagt, der von Oktober 2014 bis Dezember 2016 Chief Executive Officer (CEO) der Telefónica Deutschland Holding AG war, muss man dem schonmal nachgehen. Zuvor war Dirks sieben Jahre Vorsitzender der Geschäftsführung der E-Plus Gruppe, die heute Teil von Telefónica Deutschland ist und die damals den großartigen Slogan "Freedom of Speech" rausgehauen hat. Ein ausgewiesener Didaktiker also. Und meine Lieblings-HAZ meldet vorauseilenden Gehorsam:

An Deutschlands Schulen steht die digitale Revolution auf der Schwelle zu den Klassenzimmern. In der 8c ist sie schon einen Schritt weiter. „Meldet euch bitte bei Quizlet an“, sagt Englischlehrer XY zu Beginn der Stunde. Und die Achtklässler der Humboldtschule greifen so selbstverständlich zu ihren iPads, wie ihre Urgroßeltern einst zur Schiefertafel griffen.
Vorne auf dem Whiteboard, der interaktiven Tafel, ploppen die Namen der Schüler auf, die sich anmelden. Tom. Anna. Frank. Dann setzen diese sich in Gruppen zusammen und klicken sich durch ein Vokabellernspiel. In Echtzeit erscheint auf der Tafel, welches Team gerade führt....


Na Klasse: digitalisierte behavioristische Lückentexte oder Multiple-Choice-Textverstehensabfragen von Schulbuchverlagen, die wegen der Punkte, die man damit sammeln kann, und der Levels, die man damit erreichen kann, zum Lernen anspornen sollen, - wie ich bereits bemerkte. Lerntheoretisch welcome back to the fifties! ... Die iPads haben die Kids übrigens mit Unterstützung des Madsack Media Stores (Meine "Lieblings-HAZ" ist oder war mal das Flaggschiff der Madsack-Gruppe ... - jetzt ist sie ein Anzeigenblatt, in dem man zwischen Anzeigen-Specials etwas redaktionellen Text suchen muss!).
Die Schüler der iPad-Klasse jedenfalls schwärmen vom praktischen Nutzen der Tablets: „Jetzt müssen wir nicht mehr so viele schwere Bücher schleppen“, sagt der 14-jährige Chigo. „Und beim Tippen von Texten bekommt man keinen Schreibkrampf“, ergänzt sein Mitschüler Matty.

Immerhin: Frau Döhner interviewt auch einen sehr geschätzten Kollegen:
    Herr Gieseke, Sie haben manchmal lieber ein Buch in der Hand, als im Internet zu lesen. Hemmen Lehrer wie Sie die digitale Bildung in den Schulen, wie der Präsident des Bitcom-Verbandes gesagt hat?

    Schüler können aus Büchern eine andere Art der Informationsentnahme lernen. Exzerpieren statt Kopieren macht eine Verlangsamung nötig und kann dadurch eine größere Durchdringung des Inhalts möglich machen. Für wissenschaftliches Arbeiten ist es oft auch sinnvoll, mehr Bücher aufzuschlagen, in ihnen zu blättern und Informationen parallel verfügbar zu haben. Grundsätzlich löst ein Buch auch eine andere Lesestimmung aus als ein Tablet. Digitale Medien können unterstützen, aber die pädagogische Verantwortung will ich als Lehrer nicht aus der Hand geben.

    Haben Sie sich über die Äußerung des Bitcom-Chefs geärgert?

    Bitcom ist ja ein Interessenverband, der andere Interessen verfolgt als ein pädagogisch-didaktisch ausgerichtetes Konzept von Lernen. Konventionellen Unterricht, der nur noch mit Büchern arbeitet, gibt es ja auch gar nicht mehr. Eine Verordnung eines digitalen Klassenzimmers wird nicht funktionieren, da auch dann für manche Lernphasen auf konventionelle Medien und Methoden zurückgegriffen werden muss. Insofern kann mich nur die Ignoranz ärgern, mit der sich Nicht-Pädagogen aus zum Teil finanziellen Interessen in die Bildungsdiskussion einmischen.

    Ist ein Tablet für Schüler aber nicht reizvoller als herkömmlicher Unterricht?

    Elektronische Medien üben in der Schule zunächst einen Reiz aus, da sie dort noch eher unüblich sind. Wenn Schüler aber täglich mit elektronischen Medien zu tun haben, ebbt der Reiz schnell ab. Bildung geschieht vor allem durch Interaktion.

Meine Anmerkungen zum Schwachsinn des "digitalen Lernens" : Kompetenzkatastrophe (VII): "Digitales Lernen" (??) = "System der Schülerbeobachtung" - Oder auch: „Social Media, Data Mining, Data Matching“ + „Micro-Targeting“

Die GBlogSuche nach »Kompetenzkatastrophe« hat Resultate geliefert.


Noch einmal:

Die neuen Zeitalter beginnen nicht auf einmal.
Mein Großvater lebte schon in der neuen Zeit
Mein Enkel wird wohl noch in der alten leben.

Das neue Fleisch wird mit den alten Gabeln gegessen.

Die selbstfahrenden Fahrzeuge waren es nicht
Noch die Tanks
Die Flugzeuge über unsern Dächern waren es nicht
Noch die Bomber

Von den neuen Atennen kamen die alten Dummheiten.
Die Weisheit wurde von Mund zu Mund weitergegeben.

Brecht - Die neuen Zeitalter

Kompetenzkatastrophe (VIII): Donald Trump nominiert Betsy DeVos als Bildungsministerin: Academi, Charter Schools & Vouchers

„Betsy DeVos ist eine brillante und passionierte Verfechterin von Bildung“, sagte Trump über seine Nominierung. „Unter ihrer Leitung werden wir das amerikanische Bildungssystem reformieren und mit der Bürokratie brechen, die unsere Kinder zurückhält, sodass wir allen Familien ein Weltklasse-Unterricht und Schulangebot anbieten können“, so der künftige Präsident.
Die Republikanerin war eine der Hauptsponsoren für Trumps Präsidentschaftswahlkampf. Über die amerikanische Bildungspolitik sagte die vierfache Mutter: „Der Status Quo in Bildung ist inakzeptabel. Zusammen können wir einen Wandel schaffen, der jedem Student in Amerika die Möglichkeit zusichert, sein oder ihr höchstes Potential auszuschöpfen.“ DeVos tritt seit Jahren für eine Reform des Schulsystems ein. Sie fordert Gelder dafür, dass Eltern über die öffentlichen Schulen hinaus entscheiden können, in welche Einrichtung sie ihr Kind schicken.
(FAZ, 23.11.2016)

Lily Eskelsen García, president of the National Education Association, said: “Her efforts over the years have done more to undermine public education than support students. She has lobbied for failed schemes, like vouchers – which take away funding and local control from our public schools – to fund private schools at taxpayers’ expense. These schemes do nothing to help our most vulnerable students while they ignore or exacerbate glaring opportunity gaps.
“She has consistently pushed a corporate agenda to privatize, de-professionalize and impose cookie-cutter solutions to public education. By nominating Betsy DeVos, the Trump administration has demonstrated just how out of touch it is with what works best for students, parents, educators and communities.”
(theguardian, 23 November 2016)

Wie das dann aussieht, kann man sehen aB Detroit — where DeVos has been active — :
Detroit's Educational Catastrophe (The Atlantic, May 10, 2016) Via The Risk with Betsy DeVos (NYT, David Leonhardt, NOV. 24, 2016)
Expect deregulation to be a priority.
According to Chalkbeat, DeVos’s family poured $1.45 million into an effort to prevent Michigan from adding oversight for charter schools. That effort ultimately failed. DeVos and her husband have been supporters of charter schools for decades and longtime opponents of regulation. And according to Chalkbeat, around 80 percent of the state’s charter schools are run by private companies. The lack of oversight has prompted concern from the Obama administration that some bad charters were being allowed to operate without improving or being forced to close. Civil-rights groups like the NAACP have also expressed concern that low-income children and children of color suffer when oversight is scaled back. (5 Things to Know About Betsy DeVos, Trump's Pick for Education Secretary - The Atlantic, Nov 23, 2016)
    Nebenbei: Her brother is Erik Prince, the founder of Blackwater, a private security contractor, which is now called Academi.
    A bunch of sexy, badass patriots Civilian Warriors: The Inside Story of Blackwater and the Unsung Heroes of the War on Terror, by Erik Prince. (Reviewed by Pepe Escobar):
      Erik Prince's "My Way" ... is the inside story of how Blackwater turned into "something resembling its own branch of the military" and "the ultimate tool in the war on terror". In the manner of Audi extolling the merits of Vorsprung Durch Technik, Prince hails it as a "proud tale of performance excellence and driven entrepreneurialism" - , with the obligatory pious references to a "life's mission" to "serve God, family and the United States" .... (!).
      Im Übrigen:
      Additionally, as reported by The Intercept, Prince became the subject of a Department of Justice investigation earlier this year for money laundering and attempting to sell mercenary services in Libya, a violation of U.S. defense export regulations. Moreover, Prince has funded several anti-LGBTQ ballot measures over the years and wants to criminalize abortion, according the The Intercept.Prince, an avowed Mike Pence supporter, is an enemy to LGBTQ and women's rights ... (Bustle: Who Is Erik Prince?)
      Und zur Rolle des Bruders im Wahlkampf:
      On Wednesday’s Breitbart News Daily with SiriusXM host Alex Marlow, former Navy SEAL and Blackwater CEO Erik Prince talked about how Hillary Clinton’s leaked emails “truly indicates that everything is for sale for the Democrats, that it really is pay-to-play – and if you don’t pay them, they crush you.”
http://images-cdn.9gag.com/photo/29441_700b.jpg

Zurück zur Bildungspolitik - zusammengefasst: Der Auftrag lautet: (weitere) Privatisierung und Deregulierung des Bildungswesens!

Vgl. dazu auch: Kompetenzkatastrophe (VII): "Digitales Lernen" (??) = "System der Schülerbeobachtung" - Oder auch: „Social Media, Data Mining, Data Matching“ + „Micro-Targeting“
+ ∫ Kompetenzkatastrophe + Postdemokratie + Micro-Targeting = Das Destruktive in der Normalität


Charter schools are privately run, publicly funded, and irregularly regulated. John Oliver explores why they aren’t at all like pizzerias.


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Das ist nicht lustig! Sehen Sie sich mal die Werbung von White Hat Managment an (Oliver erwähnt die Firma)!!

Das ist vor allem auch deshalb nicht lustig
, weil die charter (also die Verträge zwischen dem Schulmanagement und der Schulbehörde - Vertragsschulen erhalten per Vertrag Befreiung von den meisten staatlichen Verordnungen und Vorschriften!) das gleiche
Kompetenzgehirnwäsche-Individualisierungs-Arschdenk enthalten wie viele hiesige sich fortschrittlich gebende pädagogische Diskurse:



Andererseits: Nun mal vorsichtig mit der Kritik der Individualisierungspädagogik. Man muss da sehr wohl trennen zwischen einer seriösen Didaktik, die das lernende Individuum im Blick hat, und einer Silicon-Valley-Education Technology-EdTec-getriebenen Betsy-Bertelsmann-Bildungsreform. Die Trump-Freunde von der AfD jedenfalls sind da noch bei der alten CDU - und man muss aufpassen, dass man sich nicht im Programm für Deutschland | Schule, Hochschule und Forschung der AfD wiederfindet:
    8.2.1 Die Einheitsschule führt zu Qualitätsverlust
    Ständig sinkende Anforderungen haben dazu geführt, dass
    Schüler nicht mehr die Grundkenntnisse besitzen, die in der
    Berufsausbildung oder im Studium benötigt werden.
    Ebenfalls fehlt es an der erforderlichen Allgemeinbildung, die zur
    verantwortungsvollen Wahrnehmung der staatsbürgerlichen
    Rechte und Pflichten notwendig ist. Es ist falsch, Eltern und
    Jugendlichen einzureden, nur derjenige Bildungsweg sei
    erfolgreich, der zu einer Hochschule führe. Ein gegliedertes
    Schulsystem muss die Begabungen und Stärken von Schülern
    erkennen und fördern.
    8.2.2 Wissensvermittlung muss zentrales Anliegen bleiben
    Die Bildungsstandards in allen Schulformen müssen sich
    an den höchsten in Deutschland ausrichten, um unseren
    Schulabgängern die besten Chancen in Ausbildung und
    Studium zu sichern. Die Wissensvermittlung (Kenntnisse,
    Fähigkeiten, Fertigkeiten, Lernstrategien) muss zentrales
    Anliegen der Schule bleiben. Wir wollen uns dafür einsetzen,
    dass an den Oberschulen wieder Bildungsinhalte im
    Mittelpunkt eines vom Fachlehrer geleiteten Unterrichts
    stehen und Kompetenzen ihnen untergeordnet bleiben.
    Leistungsanforderungen und Notengebung müssen bundesweit
    vergleichbar sein. Zugangsvoraussetzung für das Gymnasium
    dürfen allein landesweit verbindliche Leistungskriterien
    sein. Das Abitur muss wieder eine Hochschulreifeprüfung
    werden.
That all should give us to think, as we say in german .... Unübersichtliches Gelände.

Kompetenzkatastrophe (VII): "Digitales Lernen" (??) = "System der Schülerbeobachtung" - Oder auch: „Social Media, Data Mining, Data Matching“ + „Micro-Targeting“

Heute in meiner Lieblings-HAZ (print S. 12):
Thema des tages
Hannover setzt auf digitales Lernen
In einem Jahr sollen 1280 Kinder an sechs Schulen mit Tablets ausgestattet sein / Stadt hofft auf Bundesmittel
Von Andreas Schinkel


Die Schüler treffen sich und besprechen, wie die komplizierte Matheaufgabe zu lösen ist. Jeder schlägt einen Lösungsweg vor, gemeinsam tüfteln sie an den Gleichungen. Das alles aber passiert im virtuellen Raum – tatsächlich sitzen die Schüler verstreut an verschiedenen Orten, der eine in der Schulmensa, der andere im Freizeitraum. So oder ähnlich könnte bald das digitale Lernen an Hannovers Schulen aussehen. ..

Ist ja nicht zu fassen: verstreut an verschiedenen Orten , die gesamte Schule als „Lernraum“ !?
Der Mehrwert der Verlegung des Treffens und Tüftelns in den virtuellen Raum ist, was Schule angeht, nicht unmittelbar ersichtlich, finde ich:
Na gut: „... Der soziale Raum wäre dann nicht mehr durch geographische Aspekte (Anordnungsmuster der Standorte von Menschen und Artefakten) bestimmt, sondern primär als ein Koordinatensystem von sozialen Handlungen bzw. sozialen Positionen (Bourdieu) oder als ein Netzwerk von Kommunikation (Luhmann), das sich von seinen geographischen Voraussetzungen weitgehend befreit hat.“
Das steht ja auch dringend an: die Befreiung von seinen geographischen Voraussetzungen. Auch 'ne Art Emanzipation.
Und wenn sich eh schon alle da treffen, im virtuellen Raum: Dann eben digitales Lernen! Milliarden-Programm für digitale Bildung an Schulen (Wanka)!

di·gi·ta̱l
Adjektiv [nicht steig.]
1.
techn.
so, dass es in Ziffern dargestellt ist.
2.
so, dass es im binären System erfolgt.

Im Binärsystem stehen zwei Ziffern zur Verfügung, die 0 und die 1.

Digitales Lernen? Digitale Bildung??
Können sich die Marketing-Abteilungen in den bertelsmannisierten Kultusministerien nicht wenigstens intelligentere Begriffe ausdenken? Andererseits sind diese Begriffskoppelungen ja auch verräterisch, weil denn doch treffend:

Am 10.01.2016 berichtete Inge Kloepfer für die FAZ aus dem Silicon Valley:
Digitales Lernen - Revolution im Klassenzimmer
Im Silicon Valley entwickeln kluge Köpfe gerade die Schule von morgen: Das digitale Lernen wird den Unterricht radikal verändern.


Intro: Die Investoren und die mit den Geschäftsmodellen ( - klingt so'n bisschen nach VOX-Maschmeyer-Thelen-Trash-TV)
    Es ist derzeit eines der heißesten Themen aus dem Silicon Valley: Education Technology, kurz EdTec. So jedenfalls nennen die Amerikaner das neue Feld des digitalen Lernens, für das sich auch viele Investoren brennend interessieren. In neue, außergewöhnliche Bildungsplattformen haben sie mehr als zwei Milliarden Dollar investiert - eine Steigerung um 45 Prozent binnen fünf Jahren. Und der Hype hat gerade erst begonnen.
    Jeder, der ein gutes Geschäftsmodell dafür entwickelt, wie möglichst viele Menschen ihrem Interesse und ihren Fähigkeiten nach lernen können, kann im Valley derzeit eine Menge Geld in Finanzierungsrunden einsammeln....
Bang!!: In der neuen Lernwelt wird jeder individuell gefördert
    Die Neurowissenschaftlerin Vivienne Ming gehört zu den Vorreitern der Bewegung - sie glaubt an eine wunderbare Zukunft dank der Digitalisierung. Eine ganz neue Lernwelt sei möglich, sagt sie. In dieser Welt spielen Klassenarbeiten und Tests keine Rolle mehr und jeder kann sein Potential frei entfalten, weil er individuell gefördert wird. Digitales Lernen und die Daten, die sich beim Lernen generieren lassen, machen es möglich....

    Wie geht das nun konkret? Bei Studenten analysieren Mings Algorithmen die Beiträge aus Chat-Foren, auf denen sich zum Beispiel Biologiestudenten über ihr Fach austauschen. Bei Schülern gewinnt sie Datenmaterial aus dem ganz normalen Alltag, wenn sie beispielsweise in den Klassenräumen Unterrichtsstunden aufnimmt. „Wir haben ein System der Schülerbeobachtung aufgebaut, das aus dem, was es über den einzelnen Schüler weiß, genaue Prognosen über dessen Fortschritte machen kann.“ Sie weiß aus ihren Daten auch genau, welcher Schüler welche Stärken und Schwächen hat, und schafft damit die Grundvoraussetzung für den Einsatz digitaler Lernmethoden.
... Und das sind dann digitalisierte behavioristische Lückentexte oder Multiple-Choice-Textverstehensabfragen von Schulbuchverlagen, die wegen der Punkte, die man damit sammeln kann, und der Levels, die man damit erreichen kann, zum Lernen anspornen sollen; - wie eine Margarete Hucht meint, die ihre - bedauernswerte - Tochter im DRadioKultur gegen Spitzer und Kraus in Stellung bringt (13.10.2016- Das Märchen von der digitalen Bildungskatastrophe).
... Wobei Spitzer und Kraus auch den Schuss nicht gehört haben:

Nochmal Bang!!: - Datenmaterial aus dem normalen Alltag analysieren
    Bei Studenten analysieren Mings Algorithmen die Beiträge aus Chat-Foren, auf denen sich zum Beispiel Biologiestudenten über ihr Fach austauschen. Bei Schülern gewinnt sie Datenmaterial aus dem ganz normalen Alltag, wenn sie beispielsweise in den Klassenräumen Unterrichtsstunden aufnimmt. „Wir haben ein System der Schülerbeobachtung aufgebaut, das aus dem, was es über den einzelnen Schüler weiß, genaue Prognosen über dessen Fortschritte machen kann.“ Sie weiß aus ihren Daten auch genau, welcher Schüler welche Stärken und Schwächen hat, und schafft damit die Grundvoraussetzung für den Einsatz digitaler Lernmethoden.
Ich hatte vor drei Jahren unter dem Titel Die Kompetenzkatastrophe (I) - Oder: Machtausübung durch Individualisierung: Pastoralmacht relaunched die Neuformatierung des noch so genannten "Bildungs"systems in den Blick zu nehmen versucht, und ich muss leider feststellen, dass das, was seinerzeit in den kritischen Bestandsaufnahmen befürchtet wurde, inzwischen Big-Data-EdTec-mäßig in der Tür steht, wenn nicht schon im (Klassen-)Raum angekommen ist - „Micro-Targeting“. Es spricht einiges dafür, dass diese Insemination dem Eskalationsmuster folgt, das Heitmeyer für die Ausbreitung Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit erkannt hat: Provokationsgewinne - Raumgewinne - Räumungsgewinne - Normalisierungsgewinne! (s.u.)

For more information please reread! Kompetenzgehirnwäsche: Machtausübung durch Individualisierung ...

Und die Investoren sind brennend interessiert! (TTIP als nächste Etappe bei der Transformation des Bildungswesens zum Bildungsweltmarkt, auf dem heute schon rund zwei Billionen Dollar jährlich umgesetzt würden und weitere Rendite lockten, gelänge es, die staatliche Dominanz zu brechen und internationalen Bildungsunternehmen durch gelockerte Auflagen den Boden zu bereiten - FAZ, 02.06.2015)

Die GBlogSuche nach »Kompetenzkatastrophe« hat 12 Resultate geliefert.

Aktuelle Leseempfehlungen zu Bildung und Erziehung:
+ Konkret 10/2016
- Kälte. Anmerkungen zu Pädagogik und Bildung 50 Jahre nach Theordor W. Adornos Vortrag "Erziehung nach Auschwitz". Von Roger Behrens
- Genese der Dummheit. Rezension zu Christoph Türcke: Lehrerdämmerung. Von Roger Behrens
+ NachDenkSeiten: 17. Oktober 2016 | Bessere Bildung? Mehr Ungleichheit!

The villany you teach me, I will execute, and it shall go hard but I will better the instruction.

    To bait fish withal: if it will feed nothing else, it will feed my revenge. He hath disgraced me, and hindered me half a million; laughed at my losses, mocked at my gains, scorned my nation, thwarted my bargains, cooled my friends, heated mine enemies; and what's his reason? I am a Jew. Hath not a Jew eyes? hath not a Jew hands, organs, dimensions, senses, affections, passions? fed with the same food, hurt with the same weapons, subject to the same diseases, healed by the same means, warmed and cooled by the same winter and summer, as a Christian is? If you prick us, do we not bleed? if you tickle us, do we not laugh? if you poison us, do we not die? and if you wrong us, shall we not revenge? If we are like you in the rest, we will resemble you in that. If a Jew wrong a Christian, what is his humility? Revenge. If a Christian wrong a Jew, what should his sufferance be by Christian example? Why, revenge. The villany you teach me, I will execute, and it shall go hard but I will better the instruction.

Morgen werde ich eine Unterrichtsstunde miterleben dürfen, in der es (in einem Englisch-Kurs) um Shylocks Monolog in Shakespeares The Merchant of Venice - im Kontext der Frage nach Shakespeares Antisemitismus - gehen wird, - angeregt durch Al Pacinos (großartige) Interpretation in Michael Radfords Verfilmung von 2004. Sehr gespannt, wie die Schülerinnen und Schüler damit umgehen werden.


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Interessant wäre ein Vergleich mit dem so ganz anders angelegten Shylock, den Orson Welles gab (von dem es heißt er habe, besessen von der Figur, sechs unterschiedliche Shylocks ausprobiert):


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... und mit Fritz Kortners Shylock (ab 1:30)


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Alle drei auf unterschiedliche Weise großartig. Und was kann uns der Vergleich helfen zu verstehen? Den Irr-Sinn zu entschlüsseln, dass - bis heute - aus einer Erklärung universeller Menschenrechte die Schlussfolgerung lautet: Rache, Gewalt ... and it shall go hard!?


Vgl. auch:

The MIT Global Shakespeares Video & Performance Archive
und
Visions of Realitiy - The Mediation Between Inner Reality and the Outside World: Edward Hopper
Morgen werde ich eine Unterrichtsstunde miterleben dürfen
, in der es (in einem Kunst-Kurs) um Edward Hopper's Morning Sun von 1952 gehen wird, - genauer: um die Beziehung von Raum und Figur. Sehr gespannt, wie die Schülerinnen und Schüler damit umgehen werden...


And now for something completely different:
John Cleese Despises Christianity.- Antitheist atheist
The Life of Monty Python - Complete Blasphemy - Antitheist Atheist

Denkbrühe (I): Safranski - Zwischentöne im Deutschlandfunk - : O Gott! was ich gerochen!

Gestern hörte ich mal wieder - was zuweilen lohnend ist - die Zwischentöne imDeutschlandfunk:
Der Schriftsteller Rüdiger Safranski im Gespräch mit Joachim Scholl
[Sonntag, 22. November 2015 13:30 - Hören bis: 30.05.2016 14:30 -> Direkter Link zur Audiodatei] In der Ankündigung heißt es:
Der deutsche Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski. Er ist geistreich und gehört zu den klügsten Köpfen in Deutschland: der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Rüdiger Safranski. Geboren 1945, hat er sich mit zahlreichen Büchern über Geistesgrößen ersten Ranges profiliert, von Nietzsche über Heidegger bis zu Goethe.

Da hatte ich schon meine Zweifel, aber ich fand den Gedanken, an dem er sich gerade abmühte, als ich einschaltete, recht interessant. Es ging da um Gleichzeitigkeit (sein gerade erschienenes Buch trägt den Titel Zeit, was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen) und zwar am Ende des 18. Jahrhunderts, als die Erfahrung von Gleichzeitigkeit noch auf den unmittelbaren Sinneskreis beschränkt und die zwischen raumentfernten Punkten noch nicht möglich war. Dort war das Feld der Verspätung. Was wir heute Globalisierung nennen, so Safranski, war abstrakt.
Nun ja, dachte ich, vielleicht etwas holzschnittartig gedacht und verquast formuliert, - ist aber wohl was dran.
Dann kommt Schiller ins Spiel: Wenn Schiller sagt Seid umschlungen, Millionen, dann war das ein erhabener Gedanke. Heute in der Zeit der wirklichen Globalisierung nähmen wir Millionen/Milliarden und ihre Schicksale in Echtzeit wahr.
Was will uns der Schriftsteller-Philosoph damit sagen? Dass der erhabene Gedanke - immerhin via Beethoven Teil des Textes der Hymne der Europäischen Union - sich vor der Wirklichkeit der Globalisierung als naiv blamiert, weil auf fehlender Konkretion der Wahrnehmug raumentfernter Punkte beruhend? Ich mache mal den Versuch einer Übersetzung: Wenn der Schiller, hätte es schon Telekommunikation gegeben, gewusst hätte, mit wem er sich da konkret verbrüdert, hätte er das wohl gelassen! Alle Menschen werden Brüder?

Eine solche und die folgenden Schlussfolgerungen aus dem unvollständigen - das immerhin mag man ihm nachsehen bei einem Live-Gepräch - Gedankengang drängen sich auf, fügt man seine Sonntagsrede hier zusammen mit Äußerungen, die Matthias Matussek zitiert (in einem Artikel in der WELT vom 28.09.15 -als der da noch nicht rausgeflogen war und in dem er davon berichtet, wie er Safranski angeblich beim Denken zugesehen hat):
  • "Gemessen an unserem ökonomischen und vor allem demokratischen Lebensstandard wäre weit über die Hälfte der Weltbevölkerung bei uns asylberechtigt. Man wird also das Thema Asyl neu durchdenken müssen."
    Safranski-ueber-Asylkrise-DIE-WELT
Man darf also annehmen, dass der erhabene Gedanke Schillers in der Idylle des norddeutschen Hersbttags im Angesicht des fruchtbaren Ackerlands verabschiedet wurde! - Und weiter geht's in den Zwischentönen, die jetzt eigentlich keine mehr sind, mit der Telekommunikation als Wahrnehmungsprothese , Entfernung wird ent-fernt (- ein an sich schönes Wort-Spiel) und der qualitatitve Sprung der virtuell hergestellten Gleichzeitigkeit hat auch politische Folgen:
Die jetzigen Flüchtlingsströme (!) sind einerseits Folge dieser entsetzlichen Geschichten da im Nahen Osten ... aber auch mit initiiert durch die Bilder, also d.h. wir erscheinen den Menschen dort ja durch die Bilder, die medial erzeugt werden. Die finden sich ja schon halb zuhause hier, das ist wie ein Paradies gegenwärtig. Das ist Gleichzeitigkeit und so entstehen Wanderungsbewegungen, das was wir Völkerwanderungen nennen. Das wäre so nicht möglich, wenn es nicht diese kommunikative Anwesenheit derer in der Ferne hier und wir hier in der Ferne. (ziemlich wörtlich, vgl. hier ab ca 0:34:00) ... Eine Verbindung, die jetzt auch physische Formen annimmt.

Man muss das nachhören und auch geschrieben sehen; - beim ersten Anhören kann man nur mal stutzen, aber keinem schrägen Gedanken genauer auf die Spur kommen:
Von Finessen des Denkens, die ihm das Feuilleton der FAZ zum 70sten andichtete, ist hier nichts zu bemerken:
Das ist Arschdenk, billiges Zitat aller gängigen Denkmuster - um nicht zu sagen: Stammtisch - , hochgejazzt mit Anspielungen auf mehr oder weniger aktuelle, aber nicht begriffene Diskurse und einige eigentlich unverständliche - der neue Bildungsbürger mag es für Philosophie halten - Wortspiele à la kommunikative Anwesenheit derer in der Ferne hier und wir hier in der Ferne:
= Phrasenauswurf und Wortkotze, syntaktisch hemmungslos und mit schwach verankerten Sinngeländern.

Micha Brumlik hat im Übrigen schon in seiner Rezension zu Safranskis Das Böse oder das Drama der Freiheit (in der ZEIT vom 19. September 1997) all die Schludrigkeiten, Denkfehler und Anmaßungen nachgewiesen, die sich - offensichtlich - auch heute noch in Safranskis Auswurf finden.
Bleibt nur noch die Frage, wie einer, der eigentlich eine typische Karriere eines ehemaligen Gründungsmitglieds der Kommunistischen Partei Deutschlands/Aufbauorganisation (KPD/AO) hingelegt hat - wissenschaftlicher Assistent, Promotion mit Studien zur Entwicklung der Arbeiterliteratur in der Bundesrepublik, Mitherausgeber und Redakteur, Dozent in der Erwachsenenbildung ... - es schaffen konnte, zu einem der Meisterdenker der neuen Republik zu werden. Das sagt vermutlich mehr über diese Republik aus als über ihn selbst.
Er ist geistreich und gehört zu den klügsten Köpfen in Deutschland ???? - Fuck me running!

Man könnte ja sogar dem einen oder anderen Gedanken folgen - wenn er z.B. auf Heine sich bezieht -, aber auch dieser potentiell kluge Gedanke versinkt in der Denkbrühe von Safranski & Matussek

Safranski-ueber-Asylkrise-DIE-WELT2

Abgesehen davon, dass man nicht genau weiß, was des Autors und was des Zitierten Position ist (aber das ist bei Safranskis Texten genauso!) : Ein Assimilations-Kurzschluss, Heinrich Heine schwer missbraucht als Portalfigur (??) deutscher Leitkultur , die Angst des ehemaigen Maoisten wie des ehemaligen Jesuisten vor der negativen Dialektik und die wirre Verbindung mit dem Islamismus, - so widerlich-blöde wie Matusseks Smiley . Wie ich schon häufiger feststellen musste:

Denkbrühe, Phrasenauswurf und Wortkotze, syntaktisch hemmungslos und mit schwach verankerten Sinngeländern


Heinrich Heine zur Denkbrühe von Safranski & Matussek:

Das ist ein Zauberkessel, worin
Die magischen Kräfte brauen,
Und steckst du in die Ründung den Kopf,
So wirst du die Zukunft schauen –

Die Zukunft Deutschlands erblickst du hier,
Gleich wogenden Phantasmen,
Doch schaudre nicht, wenn aus dem Wust
Aufsteigen die Miasmen!«

Sie sprach's und lachte sonderbar,
Ich aber ließ mich nicht schrecken,
Neugierig eilte ich, den Kopf
In die furchtbare Ründung zu stecken.

Was ich gesehn, verrate ich nicht,
Ich habe zu schweigen versprochen,
Erlaubt ist mir zu sagen kaum,
O Gott! was ich gerochen! – – –

Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen - Kapitel 27

Grammatik einer Geburt: Ein Königshaus fabriziert einen Satz. Oder: Making Thinking Visible: Semantische Rolle und syntaktische Funktion.

    Her Royal Highness The Duchess of Cambridge was safely delivered of a daughter at 8.34am. [Pressemeldung des Britischen Königshauses, auch per Twitter]
Die Passivkonstruktion "was delivered of a daughter" klingt gediegen altmodisch und damit very royal – und sie hat den Vorteil, dass ihre ex-bürgerliche königliche Hoheit, die Gräfin von Cambridge, als eher unbeteiligt an der ganzen Sache dargestellt wird. Sie hat kein Kind zur Welt gebracht, sondern sie ist (wörtlich übersetzt) „von einem Kind befreit worden“. Das passt erstens gut dazu, dass die eingeheiratete (und im Fall der Fälle jederzeit entsorgbare) Gräfin ja eigentlich nur als vorübergehendes Gefäß für das waschechte, in der Thronfolge immerhin an vierter Stelle stehende Königskind gedient hat, und zweitens dazu, dass Frauen sich bei Geburten sowieso nicht immer so in den Vordergrund drängen sollen.
Im Englischen ist das Verb deliver im Geburtszusammenhang perfekt dazu geeignet, die Gebärende in den Hintergrund zu stellen.
Dazu eine kleine Grammatikstunde:
Im Sprachlog
____________

Aber zunächst lade ich zu einem Umweg ein: Ich durfte heute eine Englisch-Stunde in Klasse 7 beobachten, in der die Lehrerin (34!!) Schülerinnen und Schülern im Sinne entdeckenden Lernens die Möglichkeit eröffnete, an Beispielen die Unterschiede in den Modes of Agency wahrzunehmen, zu beschreiben und sogar selbständig als Regeln zu formulieren.
Es war (wieder einmal) sehr spannend zu beobachten, wie Schüler/innen Denkwege (welche?) auswählen, ausprobieren, beschreiten ... und zu welch interessanten Ergebnissen sie dabei kommen. Was sie entdeckten und wie sie das begrifflich zu fassen versuchten, rechtfertigt unbedingt das Zutrauen in ihre Fähigkeiten, das die Lehrerin mit diesem Lernarrangement vermittelt hat.
Fruchtbarer noch war zu versuchen, der von den Schüler/innen nicht selbst zu überwindenden Barriere, die zur Lösung des Problems überwunden werden muss, auf die Spur zu kommen. Sehr schön wird diese Herausforderung in diesem Beitrag einer Schülerin zu dem Beispielsatz deutlich:
    A doctor examined the car driver and his passenger. / The car driver and his passenger were examined by a doctor.
    S: In the active sentence the subject is in front of the verb and in the passive sentence the subject is behind of the verb.
Im ersten, schnellen Zugriff könnte L klarstellen: Falsch! SPO!! ... Das Subjekt wird zum ... na??

Faszinierend aber, was L damit zertreten hätte:

1. Die Schülerin formuliert ihre Erkenntnis in der Fremdsprache, weicht nicht ins Deutsche aus, und es gelingt ihr mit den ihr zur Verfügung stehenden Redemitteln das beobachtete Phänomen hinreichend präzise zu benennen.
2. Die Schülerin versucht in ihrer Deutung das Problem zu lösen, dass da etwas nicht passt: Das Subjekt ist nicht mehr Subjekt, bleibt aber Subjekt - so wie sie Subjekt versteht -, und sie löst das so, dass sie dessen- veränderte- Stellung im Satz benennt. Und zwar die Stellung des Handelnden, den sie sinnvoller Weise, weil ihr ein anderer Begriff dafür fehlt, weiterhin als Subjekt bezeichnet (obwohl da was nicht passt).
3. Der Schülerin kann ein Bewusstsein davon unterstellt werden, dass ein Subjekt sich dadurch auszeichnet, dass es handelt (handlungsfähig ist), und so besteht sie darauf, dass auch in der Passivkonstruktion die Person, die zwar erst nach dem Verb genannt wird, dennoch die handelnde bleibt.

Wo also war die Barriere = dass da etwas nicht passt, die die Schülerin (und die anderern 33 mit ihr) nicht selbst überwinden konnte, wofür sie also eine didaktische Hilfe zur Überwindung bräuchte (und eben nicht eine Richtigstellung!)??

Was ihr offensichtlich fehlte, war die Denkmöglichkeit, logisches und grammatisches Subjekt, also semantische Rolle und syntaktische Funktion zu unterscheiden (was Schüler/innen dieser Alterstufe nicht können können - Piaget! - und also Hilfen benötigen):
    Das Agens (lat. agere „handeln“) bezeichnet in der Linguistik die semantische Rolle desjenigen Aktanten eines Satzes, der über die vom Verb des Satzes ausgedrückte Handlung Kontrolle ausübt bzw. sie verursacht. Der Gegensatz zum Agens ist das Patiens. Das Agens ist eine semantische Rolle, aber keine syntaktische Funktion, weshalb auch zwischen Agens und Subjekt klar unterschieden werden muss.
Das der Schülerin so zu sagen, wäre wenig hilfreich. In einem nächsten Schritt wäre also zu überlegen, wie die Analyse, dass eine Unterscheidung zwischen Agens und Subjekt hilfreich ist, überführt werden kann in eine Konzeption didaktischer Hilfen, die an den vorhandenen Denkwegen ansetzt und einen weiteren Denkschritt ermöglicht:
Dazu können wir zurückkommen auf die kleine Grammatikstunde im Sprachlog zur Grammatik einer Geburt:
    In aktiven Sätzen (z.B. Kate küsst William) ist das grammatische Subjekt (Kate) auch das logische Subjekt, also die handelnde Person, während William das grammatische Objekt (und das Objekt der Begierde) ist. In passiven Sätzen (William wird von Kate geküsst) ist William zwar das grammatische Subjekt, aber das logische Subjekt (die handelnde Person) ist immer noch Kate, obwohl sie nur noch am Rande vorkommt und sogar ganz weggelassen werden kann (William wird geküsst). Passive Sätze können so dazu dienen, den passiveren Beteiligten einer Handlung in die Subjektposition zu bringen (daher ja die Bezeichnung „passiver Satz“ oder „Passivsatz“), ohne diesem aber dadurch eine aktivere Rolle zuzugestehen (wenn William geküsst wird, heißt das nicht, dass er etwas dazu beiträgt).
Sehr schöne Ansätze, Schüler/innen Denkhilfen zu geben, liegen zuweilen sogar in den Begrifflichkeiten der Grammatiken selbst:
Im Englischen wird das im Deutschen mittels Präpositionalphrase ergänzte Agens (... von Kate geküsst) als by-agent bezeichnet. Das hat doch ein hohes Anschaulichkeits- und damit Merkpotenzial für Schüler/innen einer 7. Klasse:
The by-agent ist und bleibt der Handelnde, aber - betrachten wir den Satz als Satz - OOPS!: ist er nicht mehr das grammatische Subjekt!!
Die didaktische Herausforderung besteht dann wohl darin, das oops zu nutzen: Hier gibt es ja zwei Sichtweisen!
The Agent and the Sentence! (-ein fieser Link: The Signal and The Noise)

Eine solche Unterscheidung im Grammatikunterricht der Jahrgangsstufe 7 anzulegen, könnte helfen, die Denkmöglichkeiten zu erweitern (Ich spreche jetzt bewusst nicht von Kompetenzzuwachs!).

Denken und Denken lernen vs. Death by Worksheet

Archäologie (CCCXIX): 50 Jahre Verlag Klaus Wagenbach

Bei Allerlei Buntes aus Deutschland finden Sie ein liebevoll gemachtes Portrait des Wagenbach-Verlags.
http://allerleibuntesausdeutschland.files.wordpress.com/2014/07/beispiel02.jpg?w=594&h=471

Ym4xMTI41Für mich war in der Tat das 1968 erschienene "Lesebuch. Deutsche Literatur der 60er Jahre" eine Offenbarung, das Licht der Aufklärung im Dunkel des Literaurkanons des Gymnasiums der 60er Jahre, in dem es keinen Brecht, keine Exilliteratur und keinen auch nur ansatzweise aktuellen Text gab. In einem zeitgenössischen Roman des leider längst vergessenen Thomas Valentin, "Die Unberatenen" leidet der Protagonist genau darunter. Valentin selbst zum Roman:
Ein Sprecher, ein Stellvertreter des Autors, der zum guten Schluß doch alles wieder in Ordnung bringt, erscheint im Roman nicht mehr. Wie auch? Die Autoren mit dem olympischen Blick sterben aus. Der Autor sitzt heutzutage mitten unter den Unberatenen, putzt seinen beschlagenen Spiegel - und dreht ihn. Nach mehreren Seiten und mit skeptischer Hoffnung.
In diesem Sinne hat uns Klaus Wagenbach beraten, uns Möglichkeiten, Fragen an die jünger deutsch Literatur zu stellen eröffnet!

Die andere große Entdeckung, die ich Wagenbach zu verdanken habe, ist Boris Vian, dessen Erählung "Die Ameisen" - im Nachhinein betrachtet - wohl die Initialzündung für meine spätere Kriegsdienstverweigerung war.
Vgl. also auch „Il n’y a plus d’après …“ - Zuweilen ... über Boris Vian, dessen Erzählung "Die Ameisen" Sie unbedingt bestellen sollten:
Sie bekommen das Original-Wagenbach-Quartheft hier für 3 - 6 €!!). Und Thomas Valentins "Die Unberatenen" bekommen Sie da auch: für 0,25 bis 1,50 € - Bestellung und Lektüre dringend empfohlen!

Als Überleitung zum aktuellen Themenbereich "The Badass Jihadis in Black vs. Blackwater":
JL. Trintignant lit "Le déserteur" de Boris Vian...




... ich könnte versuchen, mich flach auf den Bauch zu werfen, aber ich habe Angst, dann vielleicht ohne Beine leben zu müssen. Ich habe nur mein Notizbuch und den Bleistift behalten. Ich werde sie wegwerfen, bevor ich mich auf das andere Bein stelle, und das muß ich, weil ich den Krieg satt habe und weil mir die Ameisen kommen ...

Zuweilen (XVII): Horst Tomayer

Zuweilen bemerkt man erst (wie ich schon häufiger feststellte), wenn man vom Tod eines Menschen erfährt, wie wichtig er einem war.
Horst Tomayer ist tot. Der Schriftsteller ist heute im Alter von 75 Jahren in einem Hamburger Krankenhaus an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.
Tomayer hatte als Kolumnist von KONKRET ("Tomayers ehrliches Tagebuch"), als Buchautor ("German Poems"), als Vortragskünstler ("Interessieren Sie sich für Sexualität"), im "Sehr gemischten Doppel" (zusammen mit dem KONKRET-Herausgeber Hermann L. Gremliza) sowie als Darsteller in Fernsehserien ("Ein Bayer auf Rügen", "Tierarzt Dr. Engel") und in den Otto-Filmen gearbeitet. Zu seinen Bewunderern gehör(t)en die Schriftsteller Peter Hacks, Dietmar Dath, Robert Gernhardt, Hermann Kant, F. W. Bernstein und viele andere. Ein letztes von der Redaktion zusammengestelltes „Ehrliches Tagebuch“ wird in der Januarausgabe von KONKRET erscheinen. Verlag und Redaktion der Zeitschrift KONKRET trauern um ihren Autor.

Nachrufe in FAZ und - wie Tomayers Freund Gremliza zu sagen pflegt - Kinder-faz und sehr schön Klaus Bittermann.

Bundespräsident Tomayer: Weihnachtsansprache 2011



Zugabe: DER SPIEGEL 38/1993 - Tomayer und der Kommissschriftsteller Jünger

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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