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Archäologie (DXCXIV): Was der israelische Premierminister Menachem Begin 1981 dem deutschen Kanzler (Schmidt, SPD) ausrichten ließ

Kürzlich musste ich hier - Aus aktuellem Anlass - mal was klarstellen:
Dass der israelische Ministerpräsident den deutschen Außenminister (Gabriel, SPD) nicht empfangen will, gilt den hiesigen Medien als Skandal. Deutschland, das sich seine moralische Überlegenheit mit Holocaust und anschließender Erinnerungskultur hart erarbeitet hat, muss sich wohl kaum von einem Juden sagen lassen, mit welchem israelkritischen Verein es Beziehungen pflegen darf. Und so wird der deutsche Außenminister in allen Blättern dafür gefeiert, dass er einem wie "Wladimir Tayyip Netanjahu" ("Süddeutsche Zeitung"), der aus der Shoah anscheinend nichts über Demokratie und Menschenrechte gelernt hat, die Stirn bietet.
Von welchem Schlag nun die "Akteure der Zivilgesellschaft", mit denen sich Sigmar Gabriel während seines Israel-Besuchs getroffen hat, eigentlich sind, interessiert da am wenigsten. In konkret 1/14 schrieb Alex Feuerherdt über die angeblich uneigennützigen und hilfsbereiten NGO, die in Israel und den palästinensischen Gebieten keineswegs aus purer Menschenfreundlichkeit agieren.

Jetzt habe ich die Vorgeschichte dazu gefunden:

Weil Helmut Schmidt als Offizier an der Belagerung Lenigrads teilgenommen und sich wiederholt „kritisch“ gegenüber der israelischen Politik geäußert hat, ließ der israelische Premierminister Menachem Begin 1981 dem deutschen Kanzler ausrichten, „wer als Offizier am Vernichtungskrieg an der Ostfront teil­genommen hat, sollte zu den Problemen im Nahen Osten ein für allemal den Mund halten“. Das scheint beim ehemaligen Oberleutnant der Wehrmacht aber auf taube Ohren gestoßen zu sein, da der „beliebteste deutsche Politiker der jüngeren Geschichte“ mit 26 europäischen Ex-Politikern Ende 2010 mit einem Aufruf Israel diktieren wollte, wie es sich beim Siedlungsbau und bei der Verhin­derung der weiteren Aufrüstung im Gaza-Streifen zu verhalten habe. Helmut Schmidt, der gegen seine Partei den sogenannten Nato-Doppelbeschluss durchsetze, was in Deutschland die Stationierung atomar bestückter Mittelstreckenraketen gegen die Sowjetunion zur Folge hatte, war der Meinung, dass Deutschland keine Verantwortung für Israel habe* und deshalb plädierte er mit seinem ehemaligen Leningrad-Kameraden Richard von Weizsäcker sowie diversen SPD-Spitzenpolitikern für „Sanktionen“ und „konkrete Maßnahmen“ – nicht etwa gegen das iranische Regime oder seine Verbündeten Hamas und Hisbollah, die Israel vernichten wollen, sondern gegen den jüdischen Staat.
[* Dreßler sah das übrigens immer anders: Die gesicherte Existenz Israels – Teil der deutschen Staatsraison. Von Rudolf Dressler, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel. Haaretz, 5. Dezember 2004]

Und schon wieder gilt den hiesigen Medien etwas als Skandal, dass nämlich ein Bild des „beliebtesten deutschen Politikers der jüngeren Geschichte“ abgehängt wurde - an der Bundeswehruniversität!
Stellvertretend Cicero:
    Geradezu absurd ist, dass an der Bundeswehruniversität ein Bild von Helmut Schmidt abgehängt wurde – Helmut Schmidt, dessen Verdienste als Verteidigungsminister und Bundeskanzler unbestritten sind, den dieser Staat mit einem Staatsakt geehrt hat. Weshalb? Er war in Wehrmachtsuniform abgebildet.
    Tyrannen verordnen eine „Verdammnis des Andenkens“ (damnatio memoriae). Josef Stalin verfuhr so mit Leo Trotzki. Wollen wir jetzt mit unserer eigenen Geschichte auch so verfahren? Die historischen Fakten ändern sich nicht, wenn sie ignoriert werden. Im Gegenteil: Verordnete Blindheit macht nur anfällig. Jede Generation sollte in offener diskursiver Auseinandersetzung Leistung und Belastung der Wehrmacht begreifen lernen.
Die Leistung der Wehrmacht - unter Mitwirkung eines Offiziers der 1. Panzer-Division, der für seinen Einsatz mit dem Eisernen Kreuz dekoriert wurde - ist in der Tat beeindruckend:
    Vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 wurde die sowjetische Stadt Leningrad von den deutschen Soldaten der Heeresgruppe Nord belagert, von seinen maritimen Nachschubwegen abgeschnitten und einer totalen Seeblockade unterworfen. Am 8. September 1941 schloss sich der deutsche Belagerungsring um die Stadt. Das ab Oktober 1941 einsetzende Massensterben der Leningrader war erklärtes Hauptziel der Belagerung. Das Ziel der Deutschen war die Leningrader Bevölkerung systematisch verhungern zu lassen. Wer aus der belagerten Stadt auszubrechen versuchte, wurde erschossen. Es wurden Minengürtel gelegt. Die Bevölkerung sollte durch Bombenangriffe und Artilleriefeuer zermürbt werden. Gezielt schossen die Deutschen auf Lebensmittellager, Fabriken, Krankenhäuser, Versorgungsunternehmen und Wasserwerke...
    Während der 900-tägigen Belagerung kamen etwa 1.100.000 LenigraderInnen ums Leben, die meisten starben an Unterernährung und Unterkühlung. Über zwei Millionen sowjetische Soldaten starben in der längsten Schlacht des zweiten Weltkriegs und retteten Leningrad und seine Menschen vor der Vernichtung. (Die Belagerung Leningrads)
Ich halte es da mit Menachem Begin: Wer als Offizier am Vernichtungskrieg an der Ostfront teil­genommen hat, dessen Bild sollte abgehängt werden.
Wenn das stalinistisch ist, - meinetwegen. Das historische Faktum, dass Herr Schmidt als Offizier am Vernichtungskrieg an der Ostfront teil­genommen hat, wird ja gerade nicht ignoriert, wenn sein Bild abgehängt wird.
Ziemlich billiger rhetorischer Trick eigentlich (aber gern gebraucht zur Zeit) : Die Verdienste sind unbestreitbar und Die historischen Fakten ändern sich nicht ...

Was bitte sagt uns das? - Fuck me running ...

Archäologie (DXCXIII): Der letzte Sozialdemokrat

MONITOR-Interview mit Rudolf Dreßler, SPD
Rudolf Dreßler über das Wahldesaster seiner Partei, die Nachwirkungen der Agenda-Politik und warum Arbeiter und Arbeitslose AfD wählen. (WDR)



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Das ist wohl so!
Ich frage mich dann allerdings immer, was Leute wie Dreßler und zB. Matthias Miersch in dem Laden hält!

Collateral damage: Luftangriff trifft Wohngebiet. Oder: History's Winners and Losers

Die Meldung vom 15.05. ist schwer zu finden im www: SPON hatte was (Nachrichten>Politik>Ausland>Bürgerkrieg in Syrien>Syrien: Dutzende Zivilisten bei Angriff auf IS getötet); in der Süddeutschen von heute in der Randspalte "Nachrichten" (S. 5)
    Luftangriff trifft Wohngebiet
    Beirut - Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz IS sind in Syrien nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Zivilisten getötet worden. ... traf der Angriff die Stadt Albu Kamal an der Grenze zum Irak. Es sei ein Wohngebiet getroffen worden, die Opferzahl sei so hoch, weil die Menschen geschlafen hätten, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle. Die Dschihadistenmiliz habe Wohnungen als örtliches Hauptquartier genutzt.
Wie gesagt, eine kleine Meldung am Rande. War ja kein mutmaßlich syrisches Giftgas. Warum schlafen die auch? Und dann noch in Wohnungen, die von der örtlichen Dschihadistenmiliz als Quartier benutzt werden ... Und möglicherweise waren es ja wieder Deutsche Tornados, die die Informationen für die tödlichen Luftangriffe lieferten (wie damals im März: DW: Allem Anschein nach haben deutsche Aufklärungsflugzeuge eine wesentliche Rolle beim Angriff auf eine Schule in Al-Mansoura bei Rakka in Syrien gespielt. Dabei wurden nach deutschen Medienberichten mindestens 33 Zivilisten getötet, darunter Frauen und Kinder.

collateral damage
Euphemism used by the US military during the second Persian Gulf War (August 2, 1990 - March 3, 1991) as a casual description of civilian deaths caused by the Allied forces bombings. It was widely quoted as an example of insensitive doublespeak because of the underlying callous assumption that a killing called by another name is not a killing. It gained greater notoriety when the US terrorist Timothy McVeigh* used it to brush aside the death of 19 young children by his bomb on April 19, 1995 in Oklahoma City in which 149 adults were also killed.

Read more: http://www.businessdictionary.com/definition/collateral-damage.html


Reload: Wie Schröder, Scharping & Fischer einmal einen Angriffskrieg vorbereiteten und durchführten: "The cost to defeat an evil"

Der damalige NATO-Sprecher Jamie 'colateral damage' Shea described the civilians killed by the NATO bombing of Serbia in the effort to prevent the Serbs from retaining Kosovo as the "cost to defeat an evil"
____________________________________
* McVeigh begründete das Attentat vor Gericht unter anderem als Racheakt für die Geschehnisse in Waco. Er zeigte keine Reue, behauptete jedoch, zum Tatzeitpunkt nicht gewusst zu haben, dass im Gebäude auch eine Kindertagesstätte untergebracht war und er ein anderes Ziel gewählt haben könnte, wenn ihm dies bekannt gewesen wäre.[7] Die getöteten Kinder bezeichnete er als „Kollateralschaden“ und rechtfertigte seine Tat mit Verweis darauf, dass die US-Regierung bei ihren militärischen Einsätzen ebenfalls den Tod von Kindern in Kauf nimmt.

Politisch bezeichnete sich McVeigh im Gefängnis als Libertärer. Bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1996 stimmte er für Harry Browne, den Präsidentschaftskandidaten der Libertären Partei. Er beschwerte sich über Behauptungen in den Medien, wonach er Rassist sei, weil er die Turner-Tagebücher** gelesen hat. Das Buch habe ihm wegen seiner regierungsfeindlichen Inhalte gefallen; den Rassismus des Buches lehne er dagegen ab. Religiös bezeichnete er sich als Agnostiker und gab an, dass die Wissenschaft seine Religion sei. Während seiner Haftzeit war er zeitweise im Bundesgefängnis ADX Florence im selben Zellenblock wie Ramzi Ahmed Yousef, einer der Drahtzieher des Bombenanschlags auf das World Trade Center 1993, untergebracht.

Nicht nur untergebracht: Life in Supermax's 'Bombers Row'.

** Alt History - How a self-published, racist novel changed white nationalism and inspired decades of violence (J.M. Berger, The Atlantic, Sep 16, 2016)
Before there was an alt-right, there was The Turner Diaries.

Interessant: Gibt man bei der großen Wahrheitsmaschine "the turner diaries steve" ein, ergänzt sie "bannon" und führt einen zu Fox News (!?!?), wo nach Verbindungen von Bannon und the National Alliance, actually founded by Pierce, the "Turner Diaries" author, zumindest gefragt wird.
Vgl. auch: Stephen Bannon’s Affinity for ‘The Turner Diaries’ of France. His worldview is one of hate

The new “long war” (Pentagon terminology) against “Islamofascism.”
Meine These:
Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan - Staatsattrappen, Rackets, Regime und Badass Jihadis (XLII) : "Der politische Rechtsruck folgt ein Stück weit derselben Logik wie die islamische religiöse Radikalisierung"

Der größere Zusammenhang:
- The Decline of the West Revisited. Ein interessanter politisch-philosophischer Reisebericht von Pepe Escobar (sputnik)
Europa, in Greek mythology, was a Phoenician princess abducted by Zeus and carried off to Crete. In time, Europe was meant to designate the western extreme of Eurasia. Europe, essentially, was the quite provincial Western seed that then sprouted an octopus: the global West...
- Age of Anger, by Pankaj Mishra. Eine Rezension von Pepe Escobar (Asia Times)
Think of this book as the ultimate (conceptual) lethal weapon in the hearts and minds of a rootless cosmopolitan Teenage Wasteland striving to find its true call as we slouch through the longest – the Pentagon would say infinite – of world wars ...
Mishra, a sterling product of East-meets-West, essentially argues it’s impossible to understand the present if we don’t acknowledge the subterranean homesick blues contradicting the ideal of cosmopolitan liberalism — the “universal commercial society of self-interested rational individuals” first conceptualized by the Enlightenment via Montesquieu, Adam Smith, Voltaire and Kant.
History’s winner ended up being a sanitized narrative of benevolent Enlightenment. The tradition of rationalism, humanism, universalism and liberal democracy was supposed to have always been the norm. It was “clearly too disconcerting,” Mishra writes, “to acknowledge that totalitarian politics crystallized the ideological currents (scientific racism, jingoistic rationalism, imperalism, technicism, aestheticized politics, utopianism, social engineering)” already convulsing Europe in the late 19th century...

_________________________________________

Losers & Winners

https://4.bp.blogspot.com/-hkvHJ9AJKEI/WRQxu23spMI/AAAAAAABdjg/6n0C9A-6H1shQ3BLEHfoznoSVyHYr8K6gCLcB/s400/trumpC_gT4DeXgAA1aOb.jpg
Via the fevered imagination of exilestreet

Geschichte des FBI
Der Staat im Staat
Wie ist das FBI eigentlich so mächtig geworden? Die Geschichte eines Geheimdienstes, der sogar Bertolt Brecht und Charlie Chaplin überwachte.

Von Willi Winkler (Süddeutsche, 11.05.)

Verlierer und Gewinner (III): Trumpism: It’s Coming From the Suburbs

Das Gerede von den Abgehängten, die zur Gefahr für Fortschritt und Freiheit werden, ist menschenverachtend. Dieses Gerede zeugt von einem Triumph des Neoliberalismus

Von Karl-Markus Gauss
Lesen!!
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2017


Aktualisierung (11.05.): Trumpism: It’s Coming From the Suburbs
Racism, fascism, and working-class Americans.
By Jesse A. Myerson; The Nation, May 8, 2017
    ... scapegoating poor whites keeps the conversation away from fascism’s real base: the petite bourgeoisie. This is a piece of jargon used mostly by Marxists to denote small-property owners, whose nearest equivalents these days may be the “upper middle class” or “small-business owners.” FiveThirtyEight reported last May that “the median household income of a Trump voter so far in the primaries is about $72,000,” or roughly 130 percent of the national median. Trump’s real base, the actual backbone of fascism, isn’t poor and working-class voters, but middle-class and affluent whites. Often self-employed, possessed of a retirement account and a home as a nest egg, this is the stratum taken in by Horatio Alger stories. They can envision playing the market well enough to become the next Trump. They haven’t won “big-league,” but they’ve won enough to be invested in the hierarchy they aspire to climb. If only America were made great again, they could become the haute 
bourgeoisie—the storied “1 percent.”


    Trump’s most institutionally entrenched middle-class base
    includes police and Border Patrol unions, whom he promptly unleashed after his inauguration by allowing them free rein in enforcing his vague but terrifying immigration orders, and by appointing an attorney general who would call off investigations into troubled police departments. As wanton as their human-rights atrocities in the years leading up to the Trump era have been, law-enforcement agents are already making their earlier conduct look like a model of restraint. They are Trump’s most passionate supporters and make concrete his contempt for anyone not white, male, and rich.


    Always and everywhere, this sort of petit bourgeois constitutes the core of fascism. In The Mass Psychology of Fascism, his look at the German economy and ideology in the five years preceding Adolf Hitler’s rise to power, Wilhelm Reich argued that this was largely because of the petite bourgeoisie’s dependence on the patriarchal family unit, which he called the “central reactionary germ cell” of “the authoritarian state.” As the “heads” of their families, small-business-owning men often exploited their wives and children and enforced a patriarchal morality on them in the interest of protecting their somewhat vulnerable enterprises. This oriented the petite bourgeoisie structurally toward reactionary politics.
..
Via Burk's Leseempfehlungen (... Warum liest man solche klugen Artikel nicht in deutschen Medien?)

Zum Tage: Archäologie (DXCXI): 8. Mai 1945 - Поздравляем ветеранов

https://www.burks.de/burksblog/pix/2017/05/080517_1.jpg

Поздравляем ветеранов
Glückwunsch den jüdischen Veteranen der Sowjetarmee

04.05.2017 – von Michael Wuliger - Jüdische Allgemeine

Dort auch zu finden: Das Zitat der Woche
    »Die historisch bedingte Sonderbehandlung Israels stößt mit der Regierung Netanjahu an ihre Grenzen.«
    Aus einem »Morning Briefing« des »Spiegel«. Nach Protesten hat die Redaktion die Passage berichtigt und bedauert das Versehen.
... sowie ein interessantes Interview mit Robert Menasse über die Wahlen in Frankreich, die Krise der EU und den Siegeszug der Neuen Rechten:
»Die Spirale endet im Faschismus«
    .... Sehr bedrohlich ist etwas anderes, etwas Neues. ... Die Gefahr des importierten Antisemitismus, der durch den politischen Islam nach Europa gekommen ist. Zugleich wendet sich jetzt der »klassische« Antisemitismus strukturell auch gegen neue Feindbilder: Muslime und Flüchtlinge. Es ist derselbe Mechanismus zur Herstellung nationaler Wir-Gruppen, nur mobilisiert er jetzt nicht einen latenten Judenhass, sondern die virulente Islamophobie und Fremdenangst. Das müssen wir verstehen, und das ist zugleich die Falle: Wir müssen den Antisemitismus dort, wo er sich jetzt zeigt, bekämpfen, ohne die Islamophoben zu bestärken, und wir müssen den Rassismus in Gestalt des Antiislamismus bekämpfen, ohne Verharmloser des politischen Islam zu werden.
Zum 8. Mai 1945 vgl. auch: Archäologie (DXVII): Berliner Operation vom 16. April bis zum 8. Mai 1945 - Unwiederbringliche Verluste der sowjetischen Truppen einschließlich der Verluste der 1. und 2. Armee der Polnischen Volksarmee: 316 400 Mann

Gewinner und Verlierer: Supply Chain Management - Hier kommt die Gurke. Oder: Die Log(ist)ik des Kapitals

Die Süddeutsche berichtet heute über den Start von Amazon Fresh:
    Das Essen kündigt sich mit einem Piepsen an. Fünf Minuten vor Ankunft meldet sich der Bote per SMS. Amazon hat dem DHL-Fahrer dafür eigens ein glänzend neues Smartphone in die Hand gedrückt. So kann der neugierige Hungrige vom Fenster aus beobachten, wie ein Mann in der gelb-roten Kluft des Paketdienstes zwei Kühltaschen über die Straße zur Haustüre trägt, die so gar nicht in das Bild passen: Statt des Kartonbrauns der üblichen Päckchen sind die Taschen im Grün von Amazon-Fresh gehalten. Und frisch ist die Ware dann auch.
    Von Eisbeuteln gekühlte Luft strömt aus den Papiertüten, die der Bote aus den Taschen hebt. Für die Menge an Bestelltem ist die Masse an Verpackung überdimensioniert. Der Fahrer sagt pflichtschuldig: "Ich soll fragen, ob ich schon Pfandflaschen mitnehmen kann."
Immerhin fragen die Autoren, ob das der Anfang vom Ende des klassischen Lebensmittelgeschäfts sei; ein Wendepunkt, an dem sich die Spielregeln ändern. Weg von der Fixierung auf Betriebs- und Investitionskosten, hin zur Prozessoptimierung.
    Oder anders ausgedrückt: Wie kann man die Menschen mit Obst, Gemüse, Fisch und Frischmilch versorgen, ohne dass sie in den Supermarkt oder Discounter gehen müssen? Die Antwort auf diese Frage ist: mit einer 100-prozentig optimierten Lieferkette, die zwei Bedingungen erfüllt: Erstens muss sie gewährleisten, dass der frische Salatkopf zu einem Preis beim Kunden ankommt, den er noch zu zahlen bereit ist. Und zweitens muss sich die Lieferung auch fürs Unternehmen lohnen.
Diese Antwort ist betriebswirtschaftlich/Supply-Chain-Management-mäßig sicherlich zutreffend, aber aus der Perspektive einer Politischen Ökonomie doch eher unterkomplex, - unterschlägt sie doch mindestens zwei wesentlich Zusammenhänge:
  • Die weitgehend digitalisierten Handelsfunktionen werden in diesem Zusammenhang auch immer deutlicher von der Lieferung der jeweiligen Produkte getrennt, d.h. der Lauf der Rechnung wird immer häufiger vom Lieferweg der Ware entkoppelt. So wird die Rechnung heute gerne in dem Land ausgestellt, das dafür die optimalen Bedingungen hinsichtlich Steuern und Abgaben bereitstellt.
    Die Ware selbst wird via Outsourcing über Logistiker, Fulfillment Centres und andere Dienstleister zum Kunden gebracht. Eingeführte landesspezifische Distributoren ersetzt man immer häufiger durch E-Tailer ersetzt, die Warenpositionen international dort aufkaufen, wo der Preis am günstigsten ist - und dort verkaufen, wo der höchste Preis erzielt wird. Die Online-Portale, über welche der Verkauf dann organisiert wird, benötigen dazu kein eigenes Warenlager und keine eigene Rechnungsstellung. Aufgrund der üblichen Vorkasse ist außerdem das Risiko des Zahlungsausfalls überschaubar.
    Kein Durchblick für die Marktüberwachung
    Welche Wege die Ware aus welchem Lager dann zum Kunden nimmt, ist nur auf den zentralen Servern der jeweiligen Handelssysteme gespeichert und durch Dritte nicht einsehbar.
    (Christoph Jehle: Strukturwandel im Handel macht die Marktüberwachung ziemlich zahnlos, Telepolis, 30. März 2014 )
  • Die 100-prozentig optimierten Lieferketten sind ja nur betriebswirtschaftlich 100-prozentig optimiert; gesamtwirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen basieren sie auf einer Externalisierung sozialer und ökologischer Kosten.
Sehr gut aufgearbeitet wurde dies a.B
Ärgernis Güterverkehr - Verstopfte Straßen, leere Gleise in einer Dokumentation des BR (Mittwoch, 03.05.2017 - zu sehen in der Mediathek)

http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/dokthema/gueterverkehr-schiene-strasse-150~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.png?version=e1d87
    Sie sind monatelang am Stück unterwegs, schlafen in der Fahrerkabine, kochen an Parkplätzen auf Gaskochern – und verdienen weit weniger als den Mindestlohn, teilweise gerade einmal ein paar Euro am Tag. Die Kennzeichen ihrer Lastwägen verraten: Immer mehr Lkw-Fahrer kommen aus der Slowakei, Polen, Ungarn oder Rumänien. Doch die meiste Zeit sind sie auf deutschen Straßen unterwegs und unterliegen, falls sie das Land nicht nur passieren, deutschem Recht. Wie etwa der Einhaltung des Mindestlohns. Eigentlich. Doch was schert das die Speditionen, für die sie arbeiten? Die deutschen Bußgelder werden von den Auftraggebern in Kauf genommen, ja teilweise sogar schon einkalkuliert. Die Strafen in Deutschland sind niedrig und die Kontrollen auf deutschen Straßen selten. Illegale Zustände also – mitten auf deutschen Autobahnen und Raststätten ... .... Führend: der deutsche Großlogistiker DB Schenker Logistik - eine Bundesbahntochter! Ansehbefehl!!
Der Film berichtet auch von Hauptinspektor Raymond Lausberg, Leiter der Autobahnpolizei in Battice (Belgien - einem failing state iÜ, der offentlichtlich durchsetzungsfähiger ist als die BRD).

http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/dokthema/gueterverkehr-schiene-strasse-100~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.png?version=3ad83

In Belgien gelingt es einem Mann, die Tricksereien der Spediteure effektiv zu verfolgen. Hauptinspekteur Raymond Lausberg hat erkannt, dass nicht nur Tempo- oder Ladungsüberschreitungen, sondern auch die Einhaltung der Sozialvorschriften wichtig sind für die Verkehrssicherheit. So überprüft er die Ausdrucke der digitalen Tachos und die Angaben der Fahrerkarte, stellt damit Lenk- und Ruhezeiten fest – inklusive Anreise. Er lässt kein Schlupfloch offen und kennt alle Tricks. Ihn ärgert, dass es zwar genügend EU-Verordnungen gibt, um Missstände zu unterbinden, jedoch die Mitgliederstaaten diese nicht zwingend kontrollieren müssen. In Belgien ist man strenger. Hier ist es mittlerweile auch strafbar, wenn der Fahrer seine wöchentliche Ruhezeit im Lkw verbringt. Damit soll das Nomadentum auf der Straße unterbunden werden.

Ich find den Hauptinspekteur toll: Raymond Lausberg sollte als Vorbild gelten, weil er dafür steht, dass der Rechtsstaat Gesetze zum Schutz der Schwachen durchsetzt, - und nicht moralische Verantwortung für Ausbeutung und Sklaverei beim Konsumenten ablädt (- wie es viele Wohlmeinende mit einer BWL-Professorin für "Supply Chain Management" gerne wollten: „Wie viele Sklaven halten Sie?“ von Evi Hartmann)


Supply-Chain-Kapitalismus

Bisher haben wir uns in der Sphäre der Distribution bewegt (was den LKW-Verkehr angeht allerdings wesentlich bereits in den komplexen transnationalen Produktionsnetzwerken und Wertschöpfungsketten).
Den Versuch einer Analyse des Supply-Chain-Kapitalismus unternehmen in Konkret 05/2017
Frederick Coulomb und Julian Stenmanns über die infrastrukturellen Voraussetzungen des Welthandels: Die Log(ist)ik des Kapitals

(Gibt's nicht online: Kaufen und lesen!!)
Frederick Coulomb und Julian Stenmanns' Schlussbemerkung:

Wo die Zirkulation von Gütern mittels Logistik immer reibungsloser funktioniert, bleibt dies einem Großteil der Menschen vorenthalten. Die Punkband Die Goldennen Zitronen hat es treffend formuliert:

Über euer Scheiß-Mittelmeer käm ich, wenn ich ein Turschuh wär!

Die goldenen Zitronen - Wenn ich ein Turnschuh wär

Aus der Echokammer der sog. Qualitätsmedien : Die Zukunft der Arbeit als Schicksal

Anzuzeigen ist eine unter mehreren Aspekten sehr aufschlussreiche
Studie zur Mediendarstellung von Arbeit
Welches Bild macht sich die Bundesrepublik von der Zukunft der Arbeit? Negative Entwicklungen werden "in einem Ton der Unabänderlichkeit" dargestellt, lautet das Ergebnis einer Studie über die Darstellung der "Zukunft der Arbeit" in der Presse. Alternative Ansätze fänden hingegen kaum Beachtung, kritisiert der Kommunikationswissenschaftler Hans-Jürgen Arlt, im Deutschlandfunk im Gespräch mit Brigitte Baetz (hier nachzuhören).

Wissenschaft kann, wenn sie nicht dressiert im akademischen Zirkus auftreten muss, ein Abenteuer sein. Zu analysieren, was sieben führende deutsche Tages- und vier Wochenzeitungen in 360 Artikeln mit rund 350.000 Wörtern zur Zukunft der Arbeit zu sagen haben, war aufregend. Ein Werkstattbericht von Hans-Jürgen Arlt bei OXI.
Sein Resümee:
    Vier Punkte seien hervorgehoben

    Die Zukunft der Arbeit wird weitgehend als unpolitisches Thema behandelt. Die Medien berichten durchaus und sogar ausführlich über Gefährdungen und Risiken des digitalen Umbruchs für die Arbeit, über stärkeren Konkurrenzdruck zwischen Arbeitsuchenden, schärfere Kontrollen der Arbeitsleistungen, die Entgrenzung der Arbeit, wachsende soziale Unsicherheiten für die Beschäftigten. Aber der Tenor ist, das wird schon nicht alle treffen, einigen wird es auch besser gehen, dagegen unternehmen kann man jedenfalls nichts.
    Die Digitalisierung erscheint als Schicksal. Gott und die Natur bauen keine Pflüge, auch keine Nähmaschinen und keine Backöfen, sie konstruieren weder Eisenbahnen noch Computer, das machen wir Menschen alles selbst. Aber die Zeitungen schreiben über die Digitalisierung, als handle es sich um eine Sturmflut, die über uns kommt. Die Geschichte, welche die Artikel in der Summe erzählen, lautet: Es war einmal die Digitalisierung, die zog über das Land und den ganzen Erdball. Ihr den Weg frei zu machen, war das Einzige, das wir Menschen machen konnten.
    An der Zukunft der Arbeit interessiert ihre wirtschaftliche Seite, sonst wenig bis nichts. In der Mediendarstellung hat die Digitalisierung erstens einen wirtschaftlichen Sinn und dann kommt lange nichts mehr. Kosten zu senken und Einnahmen zu erhöhen, diese unternehmerische Zielvorgabe ist Ausgangspunkt und konstante Größe. Andere Zwecke, Absichten und Wünsche, wie Vorstellungen von gutem Leben, Interessen der Beschäftigten, kulturelle Werte und Normen, politische Ambitionen, werden als Variablen behandelt, die sich dem ökonomischen Effizienzanspruch anzupassen haben.
    Es fehlt eine humane Fortschrittsidee. Die Vorstellung, dass mit den neuen technischen Potenzialen der Mensch von Arbeit stärker befreit werden könnte, hat so gut wie keinen Platz in der Berichterstattung. Alternative Ansätze, anders zu arbeiten und anders zu wirtschaften, die den Digitalisierungsprozess begleiten, bleiben weitgehend unbeachtet. Gemeinsam und auf Augenhöhe, bedarfsorientiert und ökologisch wie es in der Open-Source-Bewegung, in den Creative-Commons und im sogenannten Peer-to-Peer-Sektor zugeht, das sind Entwicklungen, die den Journalismus nicht wirklich interessieren.

    »Zurück bleibt der Eindruck von einer Republik, die jedenfalls in der großen Frage der Zukunft der Arbeit eher schlecht informiert ist über ihre eigene Vielgestaltigkeit und Vielstimmigkeit«, lautet mit Blick auf die Presseberichterstattung unser Schlusssatz.
Arlt, Hans-Jürgen/ Kempe, Martin/ Osterberg, Sven: Die Zukunft der Arbeit als öffentliches Thema. Presseberichterstattung zwischen Mainstream und blinden Flecken. OBS Arbeitsheft 90, Frankfurt/Main 2017, 110 Seiten. Kostenlos zu beziehen über www.otto-brenner-stiftung.de
Download- und Lesebefehl!!

https://www.otto-brenner-stiftung.de/uploads/pics/AH90_Header.jpg


Die Zukunft der Nicht-Arbeit: Hartz IV - Personen und Zahlungsansprüche - Bund und Länder 2010 bis 2016 (SGB II)

Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe
Wie entwickelte sich der Bestand der SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV) und Personen in diesen Bedarfsgemeinschaften im Bund und in den Ländern in den Jahren 2010 bis 2016 und wie deren Zahlungsansprüche? Wie veränderte sich in diesen Jahren die Verteilung auf die einzelnen Länder – im Vergleich zum Anteil der Länder an der Bevölkerung im entsprechenden Alter in der Bundesrepublik Deutschland?
Die Summe der Netto-Zahlungsansprüche („Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts" einschließlich Leistungen für Unterkunft und Heizung) der durchschnittlich 3,267 Millionen Bedarfsgemeinschaften mit 6,227 Millionen Personen, darunter 4,312 Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte, betrug 2016 insgesamt 29,8 Milliarden Euro – davon u.a. 27,99 Prozent in Nordrhein-Westfalen, 9,69 Prozent in Berlin und 1,60 Prozent im Land Bremen. (Tabelle 10 auf Seite 11 im PFD-Download). Die Netto-Zahlungsansprüche ohne Leistungen für Unterkunft und Heizung betrugen 2016 durchschnittlich 208,08 Euro, die Zahlungsansprüche für Unterkunft und Heizung durchschnittlich 190,52 Euro pro Person und Monat.
Die gesamten BIAJ-Materialien vom 28. April 2017 finden Sie hier: Download_BIAJ20170428
Download- und Lesebefehl!!

Es fehlt eine humane Fortschrittsidee. - Wohlgemerkt: ... in der Echokammer der sieben führenden deutschen Tages- und vier Wochenzeitungen in 360 Artikeln mit rund 350.000 Wörtern zur Zukunft der Arbeit, die analysiert wurden! Es gibt sie wohl, aber dort hat sie offensichtlich keine Platz.

Aus aktuellem Anlass:

Dass der israelische Ministerpräsident den deutschen Außenminister nicht empfangen will, gilt den hiesigen Medien als Skandal. Deutschland, das sich seine moralische Überlegenheit mit Holocaust und anschließender Erinnerungskultur hart erarbeitet hat, muss sich wohl kaum von einem Juden sagen lassen, mit welchem israelkritischen Verein es Beziehungen pflegen darf. Und so wird der deutsche Außenminister in allen Blättern dafür gefeiert, dass er einem wie "Wladimir Tayyip Netanjahu" ("Süddeutsche Zeitung"), der aus der Shoah anscheinend nichts über Demokratie und Menschenrechte gelernt hat, die Stirn bietet.
Von welchem Schlag nun die "Akteure der Zivilgesellschaft", mit denen sich Sigmar Gabriel während seines Israel-Besuchs getroffen hat, eigentlich sind, interessiert da am wenigsten. In konkret 1/14 schrieb Alex Feuerherdt über die angeblich uneigennützigen und hilfsbereiten NGO, die in Israel und den palästinensischen Gebieten keineswegs aus purer Menschenfreundlichkeit agieren.

Archäologie (DXCVI) : Am 26. April 1937 flog die deutsche Legion Condor einen verheerenden Luftangriff gegen die baskische Kleinstadt Guernica

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Archäologie (CCCLXIV)/Regionalgeschichte: Die langersehnte Landung des A400M in Wunstorf. Ein voller Erfolg der Luftwaffe ... Invocación, 1937


Testlauf für den Weltkrieg
Noch am heutigen 80. Jahrestag der Zerstörung der spanischen Stadt Guernica durch den Bombenterror der deutschen Legion Condor hält die Beihilfe der Bundeswehr für das ehrende Gedenken an Condor-Kampfpiloten an. Condor-Flieger hatten Guernica am 26. April 1937 vollständig in Schutt und Asche gelegt, um dem Faschisten Francisco Franco im Spanischen Bürgerkrieg zum Sieg zu verhelfen. Das Massaker, das mindestens 300, laut manchen Schätzungen sogar mehr als 1.000 Menschen das Leben kostete, diente zugleich als Testlauf und gelungenes Vorbild für spätere deutsche Luftangriffe auf Polen, die Niederlande, Jugoslawien und die Sowjetunion. Zur Erinnerung an den im NS-Reich populären Condor-Kampfpiloten Werner Mölders kann eine „Mölders-Vereinigung“ bis heute Gedenkveranstaltungen auf der Luftwaffenbasis Neuburg an der Donau durchführen. Auch erlaubt es ihr die Bundeswehr, in ihrer Neuburger Kaserne die Zeitschrift „Der Mölderianer“ zu erstellen, die – unter Mitwirkung aktiver Soldaten – Mölders‘ Angedenken ehrt. Deutsche Stellen kümmern sich darüber hinaus immer noch um spanische NS-Kollaborateure: Angehörige der División Azul, die in der Wehrmacht gegen die Sowjetunion kämpften, beziehen Versorgungsleistungen des deutschen Staates; sie beliefen sich in den vergangenen Jahren auf Millionensummen.
Quelle: German Foreign Policy

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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