Lords Of War
Für die Novemberausgabe 1966, zur Zeit der Studentenbewegung, schrieb der Schriftsteller Peter O. Chotjewitz einen seiner ersten Texte für KONKRET: eine Textcollage über den Vietnamkrieg. Man könnte heute an die Stellen, wo "Vietnam" steht, Irak, Somalia, Afghanistan setzen. Andererseits: Warum kann man über die Kriege in diesen Ländern heute keinen solchen Text mehr schreiben? Chotjewitz' Antwort: Weil über sie keine Romane geschrieben werden wie "The green baretts" und weil dort keine Scholl-Latours eingebettet werden. Weil wir alle irgendwie einsehen, daß im Irak auch unsere Freiheit verteidigt wird. Nicht wie in Vietnam, wo sie ebenfalls verteidigt wurde, aber erst 30 Jahre später.
Andererseits: Offenbar kann man – in den USA(!) – Filme darüber drehen wie
Lord Of War

jetzt erst gesehen - und empfohlen!
Nicolas Cage spielt Juri Orlov, einen Waffendealer, einen jener Funktionäre der Globalisierung. Gut ist der Film, weil er analysiert und nicht moralisiert. Man hat hinterher einen Begriff davon, was Blutdiamanten sind, was ein Warlord ist und was Bürgerkriegsökonomien sind. Und man hat Bilder dazu im Kopf.
Und: Der Gute siegt nicht
... Ziemlich genial, wie Cage-Orlov Hawke-Valentine, der sagt, was wir denken und für richtig halten, ins Leere laufen lässt. Klassischer Fall asymmetrischer Kommunikation.
Yuri Orlov: There are over 550 million firearms in worldwide circulation. That's one firearm for every twelve people on the planet. The only question is: How do we arm the other 11?
Andre Baptiste Sr.: They say that I am the lord of war, but perhaps it is you.
Yuri Orlov: I believe it's "warlord."
Andre Baptiste Sr.: Thank you, but I prefer it my way.
Yuri Orlov: Enjoy it.
Jack Valentine: What?
Yuri Orlov: This. Tell me I'm everything you despise. That I'm the personification of evil. That I'm what- responsible for the breakdown of the fabric of society and world order. I'm a one-man genocide. Say everything you want to say to me now. Because you don't have long.
Nachtrag:
Vgl. Under Fire
Vgl. Wag The Dog --> das Script hier!
Vgl. Ememy of the State
Vgl.

























































Jetzt bin ich plötzlich 



LA MARSEILLAISE – Grand Quotidien regional de la democracie – sprich : die Zeitung der KPF der Region Languedoc vom Samstag, 15. September 1973, bringt auf der Seite 5 – Lokalseite Béziers – u.a. ein Foto von der Demonstration vom Vortag. Ich kann mich bis heute auf dem Foto erkennen (wer sie kannte, mag auch HP B.- der schon lange tot ist- und Johanna erkennen; die anderen, die dabei waren – Paul und Gabi , Hans -der auch schon lange tot ist- und Kathrin – finde ich auch bei größter Auflösung nicht).
Here is the 1971 John Lennon interview for Rolling Stone magazine:
Als Architekt hat der Bruder ein Leben lang gearbeitet, bevor er "auffällig" wird. Er fälscht Urkunden, überzieht Gerichte mit Klagen, veruntreut Gelder und vertreibt Gerichtsvollzieher mit dem Jagdgewehr. Und weder Banken, Versicherungen, Gläubiger und Behörden noch Richter und Staatsanwälte entnehmen seiner Post die einfache Botschaft, nämlich, dass er längst den Verstand verloren hat. Im Gegenteil, die Regeln, nach denen sie den Fall verwalten, tragen selbst Züge des Wahnsinns. Aus einem halben Dutzend Pappkisten mit Briefschaften rekonstruiert der Erzähler die letzten Lebensjahre des Mannes, der von Kindheit an ein glühender Verehrer Friedrichs des Großen von Preußen gewesen ist und bis zuletzt hofft, etwas Rettendes wie das "Mirakel des Hauses Brandenburg" von 1763 könne auch ihm widerfahren. Der Bruder stirbt an Alzheimer. Seine letzten Klagen gelten dem Staat, dem "kommunistischen" Pfleger, der Forstwirtschaft. In einem fremden Land lebt der Erzähler weiter. Hier ist Arbeit "Mangelware", und in hohem Ansehen steht, wer sie "schafft". Eine Architektin entscheidet sich für ein besseres Leben: als Taxifahrerin. Eine Liebe geht zu Ende und lässt den Erzähler verwüstet zurück. In einem Dorf im Süden freundet er sich mit einer geisteskranken Frau an. Es ist Sommer und Nacht, als auch er das Pferd umarmt. In der einen Welt kommt nur, wer Geld hat, überall hin, aber nicht mehr raus.
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