Raider heißt jetzt Twix
Haider heißt jetzt Wix,
so heißt die Europäische Verfassung jetzt "Grundlagenvertrag"!
Der Ablauf der Geschehnisse war ein Musterbeispiel für ein perfektes Ablenkungsmanöver: Die Berichterstattung konzentrierte sich auf das banale, auf "Human Interest". Zeitungsartikel und Fernsehberichte wirkten wie eine Soap oder ein Fernsehspiel - mit allem was dazu gehört: von den [extern] osteuropäischen "Bösewichten" bis zum Friday-Night-Cliffhanger. Am Samstag früh, nicht um 5 Uhr 45, sondern um 4 Uhr 24, kam schließlich die "Erfolgsmeldung", dass sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf den "Kompromissvorschlag" der Ratspräsidentin Angela Merkel geeinigt hätten, der vorsieht, eine Regierungskonferenz einzuberufen. Mit ihr soll der vom Volk abgelehnte Verfassungsvertrag doch noch oktroyiert werden.
Mühlbauer bei tp - - - Dort auch das niedliche Video der polnischen Zwillinge.
A propos Polen:
1. Wenn ich Pole wäre, würde ich mir auch Gedanken machen über die deutsche Rolle im europäischen Großraum.
2. Als ich vor Ostern gefragt wurde, was ich in den Osterferien machen würde, und darauf antwortete, dass ich nach Polen fahren wolle, gab es durchgängig zwei erstaunte Nachfragen - und zwar nicht von Unterschichtsendernutzern:
1. Nach Polen? Was willst du denn da?
2. Mit dem Auto?
Das zu der Frage, wie leicht man hier - auf übeltief verankerten Vorurteilen und Denkbarrieren - mit den tumben Twins eine üble Propaganda aufsetzen kann; - während alle trotz des betrunkenen Kärchers weiterhin die französische Lebensart schätzen.
Meine Empfehlung: Mal nach Krakau fahren:

Dort findet man in der ul. Florianska 3 ''U Muniaka'', - eine typische Kraukauer Kellerkneipe. Der Besitzer Janusz Muniak ist ein international renommierter Saxophonist und hat mit vielen Jazzgrößen gespielt. Dass er von der Musik nie leben konnte, ist typisch für Krakauer Künstler seiner Generation. Muniak lebt von den Touristen, die den Club besuchen. Am Wochenende steht er dann persönlich auf der Bühne. Wenn er mit dem genialen Pianisten Paweł Kaczmarczyk auftritt, wird es Jazz vom feinsten - wie es ihn sonst nicht oft gibt!Und einer der besten Italiener in Europa ist die Trattoria Soprano.
Update:
Etliche Haus- und Hofbesitzer in der polnischen Wojowodschaft Warmia i Masury, dem ehemaligen Ostpreußen, plagt derzeit wieder die polnische Urangst vor dem deutschen "Drang nach Osten". Die deutschen Vorbesitzer ihrer Grundstücke und Immobilien gehen in letzter Zeit dazu über, ihr ehemaliges Eigentum vor polnischen Gerichten einzuklagen – und sie erhalten recht. Im polnischen Dörfchen Narty müssen die ersten polnischen Familien ihre Häuser verlassen, weil ein Gericht den vormaligen Besitzern die Immobilien wieder übertrug. Inzwischen sind fünf Familien akut von einer Hausräumung bedroht.
Tomasz Konicz tp 09.07.2007
Wie deutsche Spätaussiedler um ihre ehemaligen Grundstücke in Mausren kämpfen und damit der extremen polnischen Rechten zuarbeiten
Update 19.07.07
Die deutsch-polnischen Beziehungen werden durch Vorurteile über den bösen Nachbarn und der Verstärkung in den Medien aufgeheizt
Die deutsch-polnische politisch-mediale Soap Opera geht in die nächste Runde. Doch das Schmierentheater vernebelt mehr oder weniger absichtlich die wahren Hintergründe eines politischen Machtkampfes. Sensationslüsterne Medien und rechtsnationale Scharfmacher auf beiden Seiten reiben sich die Hände. Doch was hat Kanzlerin Merkel und der ewige Hitler damit zu tun?
Was haben Merkel und Hitler gemeinsam?





























































Wie aber steht es heute um Beschämung und Scham? Viele glauben, wir lebten in "schamlosen Zeiten". Diese Ansicht hat zum Beispiel der Ethnologe Hans-Peter Duerr in seiner Kritik an Norbert Elias (Der Mythos vom Zivilisationsprozess) vertreten, und ein Blick ins Fernsehprogramm, etwa in den Big-Brother-Container, scheint ihm recht zu geben. Es ist offenkundig, dass in der modernen westlichen Gesellschaft die Sexualscham von der Statusscham fast völlig verdrängt worden ist. Noch für Freud war die Scham ein Damm gegen sexuell motivierte Schaulust. In einer Zeit indes, in der Jugendliche sich auf dem Schulhof via Handy Sex- und Gewaltdarstellungen betrachten können, leben wir offenkundig unter anderen Bedingungen als einst in der viktorianischen Ära. Natürlich hat es auch früher Statusscham gegeben, aber sie bezog sich auf den Ehrenkodex privilegierter Schichten, etwa der homerischen Helden. Heute ist die Statusscham demokratisiert und infolgedessen allgegenwärtig; sie heftet sich vor allem auf die Verfügbarkeit über Gebrauchsgüter und Verhaltensoptionen. Ein Freund wurde etwa von seiner pubertierenden Tochter erbost zur Rede gestellt, weil er während des Schulfestes telefoniert hatte: "Wie kannst du mich nur so blamieren! Mit so einem alten Handy!" Das Wort "peinlich" fällt nicht ohne Grund in der Jugendsprache äußerst häufig. Die Scham ist der Unfähigkeit geschuldet, Dockers-Schuhe und Diesel-Jeans zu tragen. Die Bedeutung der visuellen Sphäre ist deutlich: Man schämt sich jetzt wie einst für den Anblick, den man bietet - aber nicht nackt und bloß, sondern uncool und ohne Markenware.


schon 2003 starb 








In einem Vortragssaal war Julian Dawson im Gespräch mit Ian Edwards - wie man heute sagt: einem Zeitzeugen: dem Chef von 
