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Nützliches Wissen II - Geld

<562>||XLI| Wenn die Empfindungen, Leidenschaften etc. des Menschen nicht nur anthropologische Bestimmungen im [engeren] Sinn, sondern wahrhaft ontologische Wesens-(Natur-)bejahungen sind – und wenn sie nur dadurch wirklich sich bejahen, daß ihr Gegenstand sinnlich für sie ist, so versteht sich, 1. daß die Weise ihrer Bejahung durchaus nicht eine und <563>dieselbe ist, sondern vielmehr die unterschiedne Weise der Bejahung die Eigentümlichkeit ihres Daseins, ihres Lebens bildet; die Weise, wie der Gegenstand für sie, ist die eigentümliche Weise ihres Genusses; 2. da, wo die sinnliche Bejahung unmittelbares Aufheben des Gegenstandes in seiner selbständigen Form ist (Essen, Trinken, Bearbeiten des Gegenstandes etc.), ist dies die Bejahung des Gegenstandes; 3. insofern der Mensch menschlich, also auch seine Empfindung etc. menschlich ist, ist die Bejahung des Gegenstandes durch einen andren, ebenfalls sein eigner Genuß; 4. erst durch die entwickelte Industrie, i.e. durch die Vermittlung des Privateigentums, wird des ontologische Wesen der menschlichen Leidenschaft sowohl in seiner Totalität als in seiner Menschlichkeit; die Wissenschaft vom Menschen ist also selbst ein Produkt der praktischen Selbstbetätigung des Menschen; 5. der Sinn des Privateigentums – losgelöst von seiner Entfremdung – ist das Dasein der wesentlichen Gegenstände für den Menschen, sowohl als Gegenstand des Genusses wie der Tätigkeit. –

Des Geld, indem es die Eigenschaft besitzt, alles zu kaufen, indem es die Eigenschaft besitzt, alle Gegenstände sich anzueignen, ist also der Gegenstand im eminenten Besitz. Die Universalität seiner Eigenschaft ist die Allmacht seines Wesens; es gilt daher als allmächtiges Wesen … Das Geld ist der Kuppler zwischen dem Bedürfnis und dem Gegenstand, zwischen dem Leben und dem Lebensmittel des Menschen. Was mir aber mein Leben vermittelt, das vermittelt mir auch das Dasein der andren Menschen für mich. Das ist für mich der andre Mensch.

"Was Henker! Freilich Händ’ und Füße
Und Kopf und Hintre, die sind dein!
Doch alles, was ich frisch genieße,
Ist des drum weniger mein?
Wenn ich sechs Hengste zahlen kann
Sind ihre Kräfte nicht die meine?
Ich renne zu und bin ein rechter Mann
Als hätt’ ich vierundzwanzig Beine."
Goethe, Faust (Mephisto) [33]

Shakespeare im Timon von Athen:

"Gold? Kostbar, flimmernd, rotes Gold? Nein, Götter!
Nicht eitel ficht’ ich.
So viel hievon macht schwarz weiß, häßlich schön;
Schlecht gut, alt jung, feig tapfer, niedrig edel.
Dies lockt … den Priester vom Altar;
Reißt Halbgenesnen weg das Schlumrnerkissen:
<564>Ja, dieser rote Sklave lost und bindet
Geweihte Bande; segnet den Verfluchten;
Er macht den Aussatz lieblich, ehrt den Dieb
Und gibt ihm Rang, gebeugtes Knie und Einfluß
Im Rat der Senatoren; dieser führt
Der überjähr’gen Witwe Freier zu;
Sie, von Spital und Wunden giftig eiternd,
Mit Ekel fortgeschickt, verjüngt balsamisch
Zu Maienjugend dies. Verdammt Metall,
Gemeine Hure du der Menschen, die
Die Völker tört"

Und weiter unten:

"Du süßer Königsmörder, edle Scheidung
Des Sohns und Vaters! glänzender Besudler
Von Hymens reinstem Lager! tapfrer Mars!
Du ewig blüh’nder, zartgeliebter Freier,
Des roter Schein den heil’gen Schnee zerschmelzt
Auf Dianas reinem Schoß! sichtbare Gottheit,
Die du Unmöglichkeiten eng verbrüderst,
Zum Kuß sie zwingst! du sprichst in jeder Sprache,
||XLII| Zu jedem Zweck! o du, der Herzen Prüfstein!
Denk, es empört dein Sklave sich, der Mensch!
Vernichte deine Kraft sie all verwirrend,
Daß Tieren wird die Herrschaft dieser Welt!" [34]

Shakespeare schildert das Wesen des Geldes trefflich. Um ihn zu verstehn, beginnen wir zunächst mit der Auslegung der goethischen Stelle.

Was durch das Geld für mich ist, was ich zahlen, d. h., was das Geld kaufen kann, das bin ich, der Besitzer des Geldes selbst. So groß die Kraft des Geldes, so groß ist meine Kraft. Die Eigenschaften des Geldes sind meine – seines Besitzers – Eigenschaften und Wesenskräfte. Das, was ich bin und vermag, ist also keineswegs durch meine Individualität bestimmt. Ich bin häßlich, aber ich kann mir die schönste Frau kaufen. Also bin ich nicht häßlich, denn die Wirkung der Häßlichkeit, ihre abschreckende Kraft ist durch das Geld vernichtet. Ich – meiner Individualität nach – bin lahm, aber das Geld verschafft mir 24 Füße; ich bin also nicht lahm; ich bin ein schlechter, unehrlicher, gewissenloser, geistloser Mensch, aber das Geld ist geehrt, also auch sein Besitzer. Das Geld ist das höchste Gut, also ist sein Besitzer gut, das Geld überhebt mich überdem der Mühe, unehrlich zu sein; ich werde also als ehrlich präsumiert; ich bin geistlos, aber das Geld ist der wirkliche Geist aller Dinge, wie sollte sein Besitzer geistlos sein? Zudem <565>kann er sich die geistreichen Leute kaufen, und wer die Macht über die Geistreichen hat [1*], ist der nicht geistreicher als der Geistreiche? Ich, der durch das Geld alles, wonach ein menschliches Herz sich sehnt, vermag, besitze ich nicht alle menschlichen Vermögen? Verwandelt also mein Geld nicht alle meine Unvermögen in ihr Gegenteil?

Wenn das Geld das Band ist, das mich an das menschliche Leben, das mir die Gesellschaft, das mich mit der Natur und den Menschen verbindet, ist das Geld nicht das Band aller Bande? Kann es nicht alle Bande lösen und binden? Ist es darum nicht auch das allgemeine Scheidungsmittel? Es ist die wahre Scheidemünze, wie das wahre Bindungsmittel, die […] [2*] chemische Kraft der Gesellschaft.

Shakespeare hebt an dem Geld besonders 2 Eigenschaften heraus:

1. Es ist die sichtbare Gottheit, die Verwandlung aller menschlichen und natürlichen Eigenschaften in ihr Gegenteil, die allgemeine Verwechslung und Verkehrung der Dinge; es verbrüdert Unmöglichkeiten;

2. Es ist die allgemeine Hure, der allgemeine Kuppler der Menschen und Völker.

Die Verkehrung und Verwechslung aller menschlichen und natürlichen Qualitäten, die Verbrüderung der Unmöglichkeiten – die göttliche Kraft –des Geldes liegt in seinem Wesen als dem entfremdeten, entäußernden und sich veräußernden Gattungswesen der Menschen. Es ist das entäußerte Vermögen der Menschheit.

Was ich qua Mensch nicht vermag, was also alle meine individuellen Wesenskräfte nicht vermögen, das vermag ich durch das Geld. Das Geld macht also jede dieser Wesenskräfte zu etwas, was sie an sich nicht ist, d. h. zu ihrem Gegenteil.

Wenn ich mich nach einer Speise sehne oder den Postwagen brauchen will, weil ich nicht stark genug bin, den Weg zu Fuß zu machen, so verschafft mir das Geld die Speise und den Postwagen, d.h., es verwandelt meine Wünsche aus Wesen der Vorstellung, es übersetzt sie aus ihrem gedachten, vorgestellten, gewollten Dasein in ihr sinnliches, wirkliches Dasein, aus der Vorstellung in das Leben, aus dem vorgestellten Sein in das wirkliche Sein. Als diese Vermittlung ist das [Geld] die wahrhaft schöpferische Kraft.

Die demande [3*] existiert wohl auch für den, der kein Geld hat, aber seine demande ist ein bloßes Wesen der Vorstellung, das auf mich, auf den 3ten, <566>auf die [anderen] ||XLIII| keine Wirkung, keine Existenz hat, also für mich selbst unwirklich, gegenstandlos bleibt. Der Unterschied der effektiven, auf das Geld basierten und der effektlosen, auf mein Bedürfnis, meine Leidenschaft, meinen Wunsch etc. basierten demande ist der Unterschied zwischen Sein und Denken, zwischen der bloßen in mir existierenden Vorstellung und der Vorstellung, wie sie als wirklicher Gegenstand außer mir für mich ist.

Ich, wenn ich kein Geld zum Reisen habe, habe kein Bedürfnis, d.h. kein wirkliches und sich verwirklichendes Bedürfnis zum Reisen. Ich, wenn ich Beruf zum Studieren, aber kein Geld dazu habe, habe keinen Beruf zum Studieren, d.h. keinen wirksamen, keinen wahren Beruf. Dagegen ich, wenn ich wirklich keinen Beruf zum Studieren habe, aber den Willen und das Geld, habe einen wirksamen Beruf dazu. Das Geld – als das äußere, nicht aus dem Menschen als Menschen und nicht von der menschlichen Gesellschaft als Gesellschaft herkommende allgemeine – Mittel und Vermögen, die Vorstellung in die Wirklichkeit und die Wirklichkeit zu einer bloßen Vorstellung zu machen, verwandelt ebensosehr die wirklichen menschlichen und natürlichen Wesenskräfte in bloß abstrakte Vorstellungen und darum Unvollkommenheiten, qualvolle Hirngespinste, wie es andrerseits die wirklichen Unvollkommenheiten und Hirngespinste, die wirklich ohnmächtigen, nur in der Einbildung des Individuums existierenden Wesenskräfte desselben zu wirklichen Wesenskräften und Vermögen verwandelt. Schon dieser Bestimmung nach ist es also schon die allgemeine Verkehrung der Individualitäten, die sie in ihr Gegenteil umkehrt und ihren Eigenschaften widersprechende Eigenschaften beilegt.

Als diese verkehrende Macht erscheint es dann auch gegen das Individuum und gegen die gesellschaftlichen etc. Bande, die für sich Wesen zu sein behaupten. Es verwandelt die Treue in Untreue, die Liebe in Haß, den Haß in Liebe, die Tugend in Laster, das Laster in Tugend, den Knecht in den Herrn, den Herrn in den Knecht, den Blödsinn in Verstand, den Verstand in Blödsinn.

Da das Geld als der existierende und sich betätigende Begriff des Wertes alle Dinge verwechselt, vertauscht, so ist es die allgemeine Verwechslung und Vertauschung aller Dinge, also die verkehrte Welt, die Verwechslung und Vertauschung aller natürlichen und menschlichen Qualitäten.

Wer die Tapferkeit kaufen kann, der ist tapfer, wenn er auch feig ist. Da das Geld nicht gegen eine bestimmte Qualität, gegen ein bestimmtes Ding, menschliche Wesenskräfte, sondern gegen die ganze menschliche und <567>natürliche gegenständliche Welt sich austauscht, so tauscht es also – vom Standpunkt seines Besitzers angesehn – jede Eigenschaft gegen jede – auch ihr widersprechende Eigenschaft und Gegenstand – aus; es ist die Verbrüderung der Unmöglichkeiten, es zwingt das sich Widersprechende zum Kuß.

Setze den Menschen als Menschen und sein Verhältnis zur Welt als ein menschliches voraus, so kannst du Liebe nur gegen Liebe austauschen, Vertrauen nur gegen Vertrauen etc. Wenn du die Kunst genießen willst, mußt du ein künstlerisch gebildeter Mensch sein; wenn du Einfluß auf andre Menschen ausüben willst, mußt du ein wirklich anregend und fördernd auf andere Menschen wirkender Mensch sein. Jedes deiner Verhältnisse zum Menschen – und zu der Natur – muß eine bestimmte, dem Gegenstand deines Willens entsprechende Äußrung deines wirklichen individuellen Lebens sein. Wenn du liebst, ohne Gegenliebe hervorzurufen, d. h., wenn dein Lieben als Lieben nicht die Gegenliebe produziert, wenn du durch deine Lebensäußrung als liebender Mensch dich nicht zum geliebten Menschen machst, so ist deine Liebe ohnmächtig, ein Unglück. |XLIII|| Ökonomisch-philosophische Manuskripte
marx
marx1











Eine der schönsten Passagen in seinem Werk ... Man bedenke:
Jedes deiner Verhältnisse zum Menschen – und zu der Natur – muß eine bestimmte, dem Gegenstand deines Willens entsprechende Äußrung deines wirklichen individuellen Lebens sein. - und frage nach den Bedingungen, unter denen wirklich individuelles Leben in diesem Sinne denkbar ist ...


Im Sinne der Verbreitung nützlichen Wissens hier nochmal der Hinweis auf die OnlineMEW.
Oder auch hier nochmal ...

Update 2010:
dctp.tv: Philosophie des Geldes

Das Bürgertum zerfällt

Mehr als ein Jahrhundert unterstützten die akademischen Eliten verlässlich zunächst liberale, dann konservative Parteien. Der säkulare Wechsel der politischen Einstellung in dieser Klasse kultureller Deuter, die den Zeitgeist prägt, ist eine der folgenreichsten Zäsuren in der Geschichte des deutschen Bürgertums. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass zunächst rot-grüne Mehrheiten entstanden und nun Rot-Rot-Grün eine (mindestens) arithmetische Majorität besitzt. Zugleich hat die politische Neuorientierung eines Teils des Bürgertums wesentlich zum Zerfall des altbürgerlichen Lagers beigetragen.
Auch die Landtagswahlen des Jahres 2008 sind von dem Zerfall des Bürgertums geprägt. In Hessen, Niedersachsen und Hamburg fiel die Distanz zur „bürgerlichen“ CDU in keiner anderen Gruppe derart signifikant groß aus wie bei den Wählern mit Abitur und Hochschulabschluss, vor allem bei solchen weiblichen Geschlechts. Da es sich hier um wesentliche Fermente der Wissensgesellschaft handelt, ist diese Entwicklung für die CDU sehr gefährlich...


Nicht zuletzt deshalb scheint das altbürgerliche Lager aus CDU/CSU und FDP seit einiger Zeit und auf mittlere Sicht - trotz einer leicht besseren Resonanz in der Generation der in den siebziger Jahren Geborenen - auf der nationalen Ebene strukturell mehrheitsunfähig zu sein. Darin mag es begründet sein, dass die Themen dieser Monate nicht aus dem Erzählungsrepertoire der Unionsparteien stammen.
Die Republik diskutiert über den Mindestlohn und die Verlängerung des Arbeitslosengeldes für die Älteren, wettert über die Schere bei den Einkommen, zu hohe Gehälter für Manager und deren Steuerhinterziehung. Ein bürgerlicher Diskurs ist das nicht. Und es fällt schon ins Auge, wie wenig Bundeskanzlerin Merkel, die noch vor vier Jahren mit dem Anspruch durch das Land zog, Werte und Einstellungen prägen zu wollen, in der Lage ist, einer genuin christlich-demokratischen Interpretation des gesellschaftlichen Handlungsbedarfs den Weg zu bahnen. Doch wozu braucht man dann die CDU? Die Antwort kann gewiss nicht allein koalitionspolitisch ausfallen.

Professor Dr. Franz Walter lehrt Politikwissenschaft an der Universität Göttingen, hier via faz.net

- eine der intelligenteren Analysen des status praesens des bundesrepublikanischen Parteiensystems! Lesenswert!

Archäologie XV

Photobucket
Ein schönes Foto von Iggy Pop and David Bowie (keine Pose, keine Selbst-/Inszenierung) - via if charlie parker ...'s series: They Were Collaborators. Daraus auch dies:
Terry Gilliam, Neil Innes, Eric Idle and Terry Jones:
gilinnidljon

Nachtrag: Auf der wunderbaren Seite von tom sutpen, stephen cooke, richard gibson and kimberly lindbergs findet sich einleitend the quote (the quote I always forgot to quote):

"And, of course, that is what all of this is - all of this: the one song, ever changing, ever reincarnated, that speaks somehow from and to and for that which is ineffable within us and without us, that is both prayer and deliverance, folly and wisdom, that inspires us to dance or smile or simply to go on, senselessly, incomprehensibly, beatifically, in the face of mortality and the truth that our lives are more ill-writ, ill-rhymed and fleeting than any song, except perhaps those songs - that song, endlesly reincarnated - born of that truth, be it the moon and June of that truth, or the wordless blue moan, or the rotgut or the elegant poetry of it. That nameless black-hulled ship of Ulysses, that long black train, that Terraplane, that mystery train, that Rocket '88', that Buick 6 - same journey, same miracle, same end and endlessness."
-- Nick Tosches, Where Dead Voices Gather


Ergänzung später März:
bowieburroughs

Archäologie XIV

brel
The Present Day Composer #56

Réver un impossible rêve
Porter le chagrin des départs
Brûler d'une possible fièvre
Partir où personne ne part
Aimer jusqu'à la déchirure
Aimer, même trop, même mal,
Tenter, sans force et sans armure,
D'atteindre l'inaccessible étoile
Telle est ma quête,
Suivre l'étoile
Peu m'importent mes chances
Peu m'importe le temps
Ou ma désespérance
Et puis lutter toujours
Sans questions ni repos
Se damner
Pour l'or d'un mot d'amour
Je ne sais si je serai ce héros
Mais mon coeur serait tranquille
Et les villes s'éclabousseraient de bleu
Parce qu'un malheureux
Brûle encore, bien qu'ayant tout brûlé
Brûle encore, même trop, même mal
Pour atteindre à s'en écarteler
Pour atteindre l'inaccessible étoile.

------------------------------
Oder "Amsterdam" by Bowie, Cale and Scott Walker

The FineArt of Playing the Guitar - & Bass! (VII)

Der Meister - hier mit Tal Wilkenfeld bei CROSSROADS 2007:



Tal Wilkenfeld Home
Und hier die wunderschöne Version des Meisters von A Day In The Life

Botschaft des Comandante en Jefe

080219granma
„Es ist meine tiefste Überzeugung, dass die Antworten auf die heutigen Probleme der kubanischen Gesellschaft, die ein durchschnittliches Bildungsniveau von 12 Schuljahren, knapp eine Million Hochschulabgänger und die reale Studienmöglichkeit für alle seine Bürger ohne jegliche Diskriminierung aufweist, mehr Antwortvarianten für jedes konkrete Problem benötigen, als die auf einem Schachbrett enthaltenen. Kein einzelnes Detail kann unberücksichtigt bleiben und es ist kein leichter Weg, wenn die Intelligenz des menschlichen Wesens in einer revolutionären Gesellschaft über seine Instinkte herrschen soll.“

„Es ist meine elementare Pflicht, mich nicht an Ämter zu klammern, und erst recht nicht den Weg für jüngere Menschen zu versperren, sondern Erfahrungen und Ideen beizutragen, dessen bescheidener Wert aus dem außerordentlichen Zeitabschnitt stammen, der meinem Leben entsprach.“
Der vollständige Text hier.
Fidelyoung

Der Springerpresse fiel zur Ankündigung Fidel Castros, von allem Ämtern zurückzutreten, keine sachlichere Schlagzeile ein als "Der brutale Mann aus Kuba" (Welt, 20.2.2008). In KONKRET 08/2006 wagte Sarah Wagenknecht bereits vor Castros Erkrankung ganz nüchtern einen Ausblick auf die Post-Castro-Ära (KONKRET 08/2006).
Aktuell * Hugo Velarde: Erbe eines Mythos - Wollte die kubanische Revolution eine Zukunft haben, müsste sie sich von ihren sakralen Elementen befreien

Propaganda - jetzt: Wahrnehmungsmanagement

"Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwenden, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag. Sowie man diesen Grundsatz opfert und vielseitig werden will, wird man die Wirkung zum Zerflattern bringen, da die Menge den gebotenen Stoff weder zu verdauen noch zu behalten vermag." - Adolf Hitler, „Mein Kampf“ 1943, 851.-855. Aufl., S. 198

Nicht dass ich Frau Wegner und ihre Einlassungen mag, aber wie die Hinrichtung inszeniert wird, ist schon interessant. Man schaue sich den Panorama-Spot genauer an:


... oder wie man von Zumwinkel zum roten Winkel kommt...

Billig ... - in jeder Hinsicht ...

Eine klare Analyse von Georg Fülberth in Konkret 3/08:
Neues Deutschland? - Was die Wahlerfolge der Linkspartei bewirken
.

Update:
Wahrnehmungsmanagement bei Nemeticos Politblog
via Opablog

The FineArt of Playing the Guitar (VI)



'Irish Tour '74'
was taken from several live concerts all over Ireland in 1974. Rory and Co. played in Belfast, Dublin and Cork. (Back On My) Stomping Ground was taken from a jam session recorded during the tour on the Lane Mobile Unit.
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Taste it: <a href="">

Blister On The Moon

Bonus Track:
Cuby & The Blizzards - Live 1968

Wirklichkeit II

C_Idols

Wirklichkeit

Dialogfetzen aus einem TV-Film, eben bei 3SAT, - so oder so ähnlich:

... das Typische an einer paranoiden Störung: Ungereimtheiten ... Sie haken nach ... und irgendwann wird die Wirklichkeit zu einer einzigen Bedrohung ...

Was, wenn die Wirklichkeit eine einzige Bedrohung wäre .../ ist ...?

(Ratten-) Hirnforschung stellt Kinderpsychologie auf den Kopf (?!)

Angst wird von ganz kleinen Kindern höchstwahrscheinlich ganz anders im Gedächtnis abgespeichert als von älteren - aber überraschenderweise auch ganz anders, als sich die Kinderpsychologie das bisher vorstellte. Dies legte eine Studie nahe,
die in der aktuellen Ausgabe des Journal of Neuroscience veröffentlicht wird.

Der Annahme liegt eine Vergleichbarkeit neuronaler Prozesse zwischen Ratten und Menschen zugrunde. Wissenschaftler der psychologischen Fakultät der University of New South Wales
in Sidney, Jee Hyun Kim und Rick Richardson, testeten das Verhalten von Razten, denen zunächst beigebracht wurde, dass einem bestimmtes Geräusch ein "milder Schock" auf dem Fuß folgte. Später
hörten sie nur das Geräusch, ohne Folgen. Dabei verlernten
sie die Angst wieder.

Das Auslöschen von Gedächnisinhalten, die mit der erlernten Angst verknüpft werden, wird einer bestimmten Gehirnregion zugewiesen, der Amygdala (Mandelkern).


In einer weiteren Runde wurde den Ratten erneut Angst gelehrt, dem Geräusch folgte wieder ein Schock. Danach sollten die Ratten die Angst wieder verlernen. Die beiden Forscher Jee Hyun Kim und Rick Richardson betäubten diesmal aber die Amygdala der Ratten. Es stellte sich heraus, dass nur die mindestens 23 Tage alten Ratten dazu imstande waren, ihre Furcht zu vergessen. Die jüngeren Ratten konnten ihre Angst nur mithilfe des Mandelkerns verlernen.

Kim und Richardson folgerten, dass der Prozess der Angstbewältigung ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr von
der Amygdala, sondern von anderen Mechanismen übernommen wird. Im Gegensatz zur bisher in der Kinderpsychologie herrschenden Meinung heisst dies aber nicht, dass Ängste von kleinen Kindern zu
hartnäckigen Traumatisierungen führen müssen, weil der
Löschvorgang über die Amygdala nach Ansicht der beiden
Wissenschaftler im Gegensatz zu dem über die später erlernten
Mechanismen bei den Ratten "vollständiger" zu sein schien.


08.02.2008

http://www.lern-psychologie.de/grafik/mietzel_entw/129.gif
Was macht denn der Onkel da?
Ich fänd ja besser:
Kinderpsychologe stellt Hirnforscher auf den Kopf
An dem Text ist dreierlei bemerkenswert:
1. Entweder ist das Forschungsergebnis windig oder die Zusammenfassung schlecht:
2. Der Hypothese/Vermutung ("höchstwahrscheinlich") liegt die Annahme einer Vergleichbarkeit neuronaler Prozesse zwischen Ratten und Menschen zugrunde, oder ?
3. Die Schlussfolgerung, Ängste von kleinen Kindern müssten nicht zu ... Traumatisierungen führen, weil der Löschvorgang über die Amygdala nach Ansicht der beiden Wissenschaftler ... bei den Ratten vollständiger zu sein schien..., ist so zwingend, dass man gefahrlos gleich anfangen kann, "ganz kleine Kinder" (auch ein schöner Begriff im wissenschaftsjournalismus) zu treten.

Vermutlich ist ja schon das doofe Konditionierungsmodell völlig untauglich, die Entstehung von Angst beim Menschen zu erforschen, - un d vermutlich unterschätzt es auch die Psyche der Ratte! Andererseits: Wenn ich "Hirnforschung" lese, kriege ich neuerdings immer Angst!




Menschlichkeit in Zeiten der Cholera




Ein Dokument des allseitigen Versagens, des herrschenden Zynismus und bunzdummer Presse:
Was melden wir denn hier? Dass einer "so einige Ideen" hat? Dass einer gerade noch mit
LTW2008_Grossflaechen_Bildung
eigentlich Verantwortung übernommen hat - für die größte Bratze, die bildungspoltiisch jemals in einer Legislaturperiode in Niedersachsen veranstaltet wurde. Hat man das nicht alles vorher wissen können? Was soll die Rede von Lehrplänen, eines angesichts der KMK-Bildungsstandards und der selbst zu verantwortenden, mit heißer Nadel hingelegten und in jeder Hinsicht unzulänglichen CuVo obsoleten Begriffs (der andererseits die Praxis dessen, was man in den Schulen angerichtet hat, gut beschreibt)? Was soll der anbiedernede, gleichzeitig erbarmungslos deutlich das eigene Unwissen offenbarende Hinweis auf "neue Lernformen", - eine Sau, die bereits jeder durch das Dorf geritten hat ...?

Noch unerträglicher ist der Kommentar eines Herrn Kallmeyer, der das alles hochschreibt. Man müsste ihm das Archiv der HAZ um die Ohren hauen, in dem zu lesen ist, wie er das abfeierte, was er heute als vom gleichen Personal schwer bedenkenswert empfunden wiederum feiert - nur andersrum. Eine Wortkotze ohnegleichen ...:
Der dilettantische Start in das achtjährige Gymnasium sollte eine Lehre sein: Bildung hat zwar viel mit Zahlen zu tun, Erfolg in der Bildung lässt sich aber nicht mit mathematischen Gleichungen erzielen. Erschreckender als die Klage, dass die Kinder im Unterricht überfordert werden, ist die Frage von Eltern, wo zwischen Deutsch, Englisch, Physik und Förderstunden denn die Kindheit bleibe. Kinder müssen jenseits von Klassenzimmern Erfahrungen sammeln können – beim Sport, in Cliquen oder eben auch beim „Rumhängen“ mit Altersgenossen.

Rumhängen mit Altersgenossen kann leicht zu schweren Verletzungen bei Angehörigen des Prekariats führen: aber "voll schwul" ist ja bei Bertelsmann als Stigmatisierung von Losern inzwischen akzeptabel:
7006_Du_bist_Deutschland
Schon egal!! Finden wir "dufte"!

Interessante Anmerkungen zum sozialen Hintergrund der neuen Kampagne zum Diebstahl der Kindheit a. B. Hessen von Frank Hoffmann: Bildung als Hausaufgabe:
Auszug:
... Seit in den zum Abitur führenden Schulen in Hessen flächendeckend die Matura nach 12 und nicht mehr nach 13 Schuljahren abgelegt werden muss, sind Kinder wie Eltern überfordert und verzweifelt. Die zunächst von gar nicht so wenigen Eltern begrüßte verkürzte Schulzeit sorgt in allen Bundesländern, in denen sie eingeführt wurde (so etwa im Bayerischen), für erhebliche Verwerfungen. Wegen jener gerade von Konservativen gepflegten deutschen Ideologie, die Familie sei der Hort der Persönlichkeitsentwicklung, wird die Freizeit der Jugendlichen privat im Familienkreis und in den Vereinen organisiert. Das geht von der Ballettschule bis zu den Roten Falken, vom Sportverein bis zu den Pfadfindern, von den Reitstunden bis zum Konfirmandenunterricht, von der Jugendmusikschule bis zu abendlichem Sprayen von Graffitis. Die oftmals persönlichkeitsprägenden außerschulischen Aktivitäten, die in zivilisierten Ländern wie etwa England oder Frankreich zu einem großen Teil von den Schulen, die dort Ganztagsschulen sind, abgedeckt werden, entfallen nun zugunsten eines beschleunigten Lernens von praxisorientiertem und beruflich verwertbarem Wissen.

In Hessen ist dieses Projekt dermaßen schlampig und überstürzt umgesetzt worden, dass die Wut in der Mitte der Gesellschaft angelangt ist. Eltern, die für ihre Kinder einen ähnlichen Schulabschluss wie den ihren erwartet hatten, müssen plötzlich die Abende mit dem Pauken der in der Schule nur vorgestellten Lernstoffe verbringen. Bei weitem nicht in jeder weiterführenden Schule wird ein finanzierbares Essen angeboten, das diesen Namen verdiente, teure Klaviere bleiben unbespielt, das Ballettröckchen hängt nur noch im Schrank. Kurz: Das Handtuch brennt im hessischen Reihenhäuschen.

Die Verantwortung, Lernziele auch zu erreichen, bleibt bei den Familien. Ganz im Sinne der oben erwähnten deutschen Ideologie. Es sind nicht die Schulen, die dafür zu sorgen haben, dass das von ihnen geforderte Programm auch erfüllt wird, sondern die Eltern und Familien. Und da Familien in den hessischen Großstädten inzwischen eine eher verschwindende Minderheit sind, liegt diese neue Verantwortung für einen höheren Bildungsabschluss vor allem bei der allein erziehenden Frau. Dass sie das verstanden haben, ließen vor allem die weiblichen Wähler die Kultusministerin wissen.

Die Niedersächsin braucht da etwas länger, so kann sich hier der Ministerpräsident selbst an die Spitze der Bewegung stellen, bevor ihm die Klientel der bildungsnahen Modernisierungsgewinner wegläuft, weil sie merkt, dass für eigenen Kinder nicht mehr viel drin ist. Wann merken die, dass nur die wenigsten derer, die jetzt zum Abitur getreten werden, nach dem Bachelor nicht auch noch den Master machen dürfen ... Auch dazu: Frank Hoffmann im Freitag!

Archäologie XIII - 1. Februar

Image:Nguyen.jpg

Nguyen Ngoc Loan executes Viet Cong Captain Nguyen Van Lem: February 1, 1968. This Associated Press photograph, "General Nguyen Ngoc Loan executing a Viet Cong prisoner in Saigon," won a 1969 Pulitzer prize for its photographer Eddie Adams. Film also exists of this event, but owing to the more graphic nature of the film, the photograph is more widely known.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/in_pictures/3672428.stm

via Echoes in the Wind



Byrds - Mr Spaceman

... weiter hier

Wahl-Mathematik

Ein Vergleich der Ergebnisse der bisher üblichen Zählweise mit denen auf der Grundlage aller Wahl-Berechtigten, also auch der Nichtwahlwilligen oder -fähigen (in Klammern die offiziellen, amtlichen Zahlen):

Hessen:
CDU 23,7 (36,8); SPD 23,6 (36,7); FDP 6,1 (9,4); Grüne 4,8 (7,5); Linke 3,3 (5,1); Sonstige 2,8 (4,4); Nichtwähler 35,7 (0,0) Prozent.

Niedersachsen:
CDU 24,2 (42,5); SPD 17,3 (30,3); FDP 4,7 (8,2); Grüne 4,6 (8,0); Linke 4,0 (7,1); Sonstige 2,2 (3,9); Nichtwähler 43,0 (0,0) Prozent.


NachDenkSeiten

Auch farbig zu haben:
niedersachsen_2008
Interessante Zeiten!

Die Woche vor 40 Jahren

JANUARY 21
George
and Pattie (Boyd) Harrison receive flowers sent to them by members of
U.S. based Official George Harrison Fan Club for their second wedding
anniversary.

JANUARY 22

During the bands first Australian tour The Who played the first of two
nights at Sydney Stadium with The Small Faces and Paul Jones.

JANUARY 27
The Bee Gees made their live debut in the US when they played at the Anaheim Centre, California.

via rato


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Guten Tag

Hier ein paar Informationen über "Rußland". Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

Gert Meyer

Rußland: Ergebnisse der gesellschaftlichen Transformation. 30 Tabellen

via Georg Fülberth in KONKRET 2/2008

Erkenntnisproblem V / Archäologie XIII

Evelyn Roll (die Juan Moreno nicht ersetzen kann, aber auch richtig gut sein kann) in ihrer Kolumne am letzten Samstag zur interessanten Frage der Wahrnehmung von Alter:

"Es ist eine Frage der subjektiven Wahrnehmung, der Gewöhnung an unser allmorgendliches Spiegelbild und der grandiosen Verdrängung des eigenen Verfalls. Ich dachte eigentlich auch, dass ich mich in den letzten Jahren praktisch überhaupt gar nicht verändert habe. Bis ich mir Weihnachten die alten Fotos von meiner Abiturklasse angesehen habe."
Und. dann erzählte Georg, warum er diese Fotos noch einmal hervorgekramt hatte. Er war über Weihnachten in München bei seinen Eltern und musste dort zum Zahnarzt gehen, weil der blöde Backenzahn wieder zickte. Eine beeindruckende Praxis sei das gewesen: Wartezimmer mit eigener Multimediaabteilung, teure Materialien, edle Hölzer, moderne Skulpturen, weinroter Lack, die Türen in einem Türkisgrün, das sich nicht nur in den Lacoste-Hemden, sondern auch in der Augenfarbe der Sprechstundenhilfe spektakulär wiederholte. Der Zahnarzt, ein freundlicher, vertrauenerweckender älterer Herr mit Halbglatze und Bauch, hatte die Spritze gesetzt und Georg für ein paar Minuten allein gelassen im Behandlungszimmer. An der Wand gegenüber hing auf Palisanderholz in Silberrahmen ein Diplom: Dr. med. Dr. med. dent. Martin Engert, Master of Science Implantologie.
Martin Engert, dachte Georg, als er den Namen auf der Urkunde vor sich sah. Der Martin Engert? Das konnte doch wohl nicht wahr sein, dass dieser alte, bis auf seinen lächerlichen zauselgrauen Haarkranz komplett glatzköpfige Mann, dessen Arztkittel sich über einem beachtlichen Bauch zum Aufplatzen spannte, tatsächlich Martin Engert sein sollte, der athletische Frauenaufreißer und Basketball-Star aus Georgs Schulzeit. Unmöglich.
Als der Doppeldoktor und Implantologiemeister zurückkam ins Sprechzimmer, fragte Georg mit anästhesierter Backe vorsichtig: "Sagen Sie mal, sind Sie hier in Pasing zur Schule gegangen, aufs Karlsgymnasium?" Der Zahnarzt antwortete: "KGP. Ja, genau" "Wann haben Sie Abitur gemacht?"
„1980", antwortete der Zahnarzt, "warum fragen Sie?" "Weil Sie in meiner Klasse waren", sagte Georg. .
Der Zahnarzt schaute Georg eine Weile ungläubig an, als suche auch eroffenbar vergeblich - ein Wiedererkennungszeichen in Georgs Gesicht, und fragte: "Was haben Sie unterrichtet?"


Myrna Loy, ganz jung:
myrna_loy18

Robustest möglicher Schwachsinn // geändert in: Pack

FAZ-Mitherausgeber
Schirrmacher: Jugendkriminalität und muslimischer Fundamentalismus
sei potentiell wie Nationalsozialismus

Die feine,
großbürgerliche FAZ begibt sich auf BILD-Niveau und
schürt Ängste und Agressionen gegen Ausländer. Unter der
Überschrift „Junge Männer auf Feindfahrt“
attackiert Frank Schirrmacher die „deutschfeindlichen
Äußerungen“ ausländischer Schläger und baut
feuilletonistisch ziseliert selbst ein unglaubliches Feindbild auf: Er
stellt „Jugendkriminalität mit muslimischem Fundamentalismus
vermischt“ auf eine Stufe mit dem staatlich organisierten
Massenmord Hitlers.
Mehr…

via nachdenkseiten


Update 23.01.:
Dazu sehr schön Herr Gremliza im Februar-Heft von konkret:
... Wer kein Rassist im engeren Sinn ist und also die Türken nicht prinzipiell für einen Volksstamm hält, dessen Blagen sich die Zeit am liebsten mit Totschlägerei vertreiben, sah sich vor die Frage gestellt, wo anders die Ursache der Gewalttaten von Jugendlichen »mit migrantischem Hintergrund« liegen könnte. Die allzu beliebte Übung, dieses Übel wie alle auf den Islam zu schieben, kollidierte leider mit der Nachricht, daß in Istanbul die Jugendkriminalität weit geringer ausfallt als in New York, London, Paris oder Berlin. Oft zwar leistet, hier wie dort, zu diesem und jenem, Religion ihren unseligen Beitrag, der Grund allein aber ist sie für so gut wie gar nichts. Marx behält recht mit dem Satz vom bestimmten Bewußtsein (das seinerseits auf das Sein zurückwirkt, wenn das arme Schwein Trost in einer Religion sucht, die ihn zur krummen Sau weiterbildet, korrekt?).
Vergessen wir mal eben Allah und die Seinen und schauen statt auf den türkischen Deutschen auf den amerikanischen Schwarzen. In den Gefängnissen der USA saßen im letzten Jahr 2.385.213 Menschen. Nur vierzig Prozent von ihnen waren Weiße. Von 100.000 männlichen Weißen waren 487 in Haft, von 100.000 Schwarzen 3.042. Wer nun die Ansicht, daß der Neger eben nicht nur gern »schnackselt« (Gloria von Thum und Taxis), sondern auch gern mördelt, nicht teilen mag, wird sich die Verhältnisse ansehen, unter denen Schwarze in ihren Gettos aufwachsen, arbeits-, obdach-, bildungs-, hoffnungslos, direkt vis-a- vis einem ebenso ungeheueren wie für immer unerreichbaren Reichtum. Was anfangen mit einem Leben, in dem schon mit vierzehn Jahren nichts drin ist außer materieller Erbärmlichkeit und psychischer Erniedrigung? Elvis hat nicht nur besser gesungen als ein Parteienforscher*.
Tatsächlich hat es der damalige New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani geschafft, die Kosten, die bei der Verwertung von Kapital anfallen: Raub, Mord und Totschlag, von 1993 bis 2004 um die Hälfte zu reduzieren. Gerhard Schröder, dem Piech die Optimierung der Verwertungsbedingungen des deutschen Kapitals aufgetragen hatte, ist damals zur Konkurrenz nach New York geflogen, um zu studieren, was man mit dem Menschenmüll, der bei seiner »Agenda 2010« anfallen würde, am besten an- finge, und war von seinem Freund Rudy, der einfach jeden zehnten schwarzen New Yorker einsperren ließ, im Wiederholungsfall af immer, ganz begeistert, wollte es aber noch besser machen: Warum alle einsperren, wenn man die Hälfte auch aussperren kann. Im Wahlkampf 1998 hetzte er hinzu: „Wer das Gastrecht missbraucht, für den gibt’s nur eins: raus, aber schnell.“
...
  • And his hunger burns
    so he starts to roam the streets at night
    and he learns how to steal
    and he learns how to fight
    In the ghetto

    Then one night in desperation
    a young man breaks away
    He buys a gun, steals a car,
    tries to run, but he don't get far

Archäologie XII

James Cagney tries on some different makeup:
cagneymakeuptest

The Mave In the Mood ... (<-- klick it!! The Ravin' Maven Of Classic Film!!!)
Oder auch hier!

Beispiel

für einen unglaublich blöden Ankündigungstext. Aber: Die Wochenschau ist wunderbar: es ist nämlich alles noch viel schlimmer!

NDR Info - Die Wochenschau
Die Wochenschau spiegelt die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Woche in der Aufmachung der 50er und 60er Jahre wieder. Die Themen von heute im akustischen Kleid der Wirtschaftswunderzeit. Da schauen schon mal - rein atmosphärisch - Konrad Adenauer oder Ludwig Erhardt um die Ecke und treffen auf Angela Merkel. Die Autoren Tom Beinlich und Stephan Fritzsche mischen - unterhaltsam und satirisch - den Charme der 50er und 60er mit der "harten" Realität von heute und vermitteln so das Gefühl, dass alles vielleicht doch nicht ganz so schlimm ist. Im Radio auf NDR Info: freitags um 15:55 und um 17:55 Uhr.
18.01.08 - Die Wochenschau
Woche für Woche mit den aktuellen Nachrichten im Kleid der 50er- und 60er-Jahre.
11.01.08 - Die Wochenschau
Woche für Woche mit den aktuellen Nachrichten im Kleid der 50er- und 60er-Jahre.
04.01.08 - Die Wochenschau
Woche für Woche mit den aktuellen Nachrichten im Kleid der 50er- und 60er-Jahre.


Besonders empfohlen sei die Wochenschau vom 18.01.: "Deutsche, kauft nicht beim Finnen!"

Sehr empfehlenswert im Übrigen der NDR Info Nachtclub täglich ab 00.05. Sonntags immer mit Paul Baskerville!

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

Haftungsausschluss

The music featured on this blog is, of course, for evaluation and promotion purposes only. If you like what you hear then go out and try and buy the original recordings or go to a concert... or give money to a down on his luck musician, or sponsor a good busker, it may be the start of something beautiful. If your music is on this blog and you wish it removed, tell us and it shall be removed.

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