Weihnachten 2006 revisited
Endlich ist auf der Mitternachtsspitzen-Seite (Texte vom 23. Dezember 2006) Wilfried Schmicklers Wahnsinnstext zum Fest erschienen (man muss ihn natürlich in seiner atemlosen, kurz vor dem Infarkt vorgetragenen Rotzigkeit vor Augen haben) :
Aufhören, Herr Becker, aufhören. Mensch Becker, es ist Weihnachtszeit, da wollen die Menschen nicht ihre hohlen Sprüche, da dürstet es die Menschen nach geistiger Vollwert- Nahrung und seelischer Erbauung.Advent, Advent, ein Kaufhaus brennt.Erst eins, dann zwei, dann drei -Dann ist der Spuk auch bald vorbei. Dann ist er aus der Traum vom süßen Glöcklein klingeling, dann haben sie endgültig ausgezimbelt die von Gier und Habsucht schwer verstimmten Harfen, denn dann endlich tauet er, der Himmel, den Gerechten. Oh komm, oh komm, Emanuel - wir irren hier in Trug und Wahn, oh führ uns auf des Lichtes Bahn.Und wahrlich, wahrlich ich sage Euch: die Stunde ist jetzt da, vom Schlafe aufzuwachen. Lasst uns die käuflichen Werke der vollklimatisierten Finsternis ablegen und anlegen die Waffen des Lichts. Und dann lasst uns ehrbar wandeln, nicht in Schmausereien und Trinkgelagen, nicht in Wollust und Ausschweifungen, nicht in Streitereien und Eifersüchten und vor allem pflegt das Fleisch nicht so, dass es lüstern wird.Und wenn ihr jetzt denkt, beim heiligen Rudi und seiner versoffenen Rotnase, jetzt sind ihm die Synapsen komplett durchgebraten, dann zeigt das nur einmal mehr, welch hohlen Himbeergeistes Heidenkinder ihr doch seid! Denn all diese mahnenden Worte, die euch soeben ungebremst zum einen Ohr rein und zum anderen raus geflossen sind, diese Worte kamen dereinst aus dem geweihten Mund des heiligen Apostels Paulus. Und eh ihr jetzt fragt, nein, Apostel ist keine Hautkrankheit und Paulus war auch nicht des Teufels General, sondern Paulus hat die Briefe an die Römer geschrieben und die kamen auch nicht mit der Post, sondern die stehen in der Bibel - ach was red ich da überhaupt. Es hat eh keinen Zweck. Bei euch sind eh biblischer Malz und neutestamentarischer Hopfen längst verloren.Und deshalb frage ich euch allen Ernstes: warum feiert ihr überhaupt Weihnachten, wenn ihr nicht den leisesten Hauch einer Ahnung habt, worum es bei diesem Weihnachten überhaupt geht. Ich mein ihr feiert doch auch kein Ramadan und kein Laubhüttenfest. Und warum nicht? Weil ihr eben weder Muslime noch Juden seid. Aber was seid ihr dann? Seid
ihr fromme Christenmenschen, die voller Vorfreude auf die Menschwerdung des Erlösers warten, so wie sie in der Bibel seit Jahrtausenden wieder und wieder geweissagt wird? Nein,
die Bibel habt ihr das letzte mal gesehen, als ihr auf der Suche nach irgendwelchen vom Vormieter vergessenen Wertsachen in irgendeinem Hotelzimmer die Nachttischschubladen
durchwühlt habt. Fromme Christenmenschen? Nein, das seid ihr nicht, ihr seid einfach nur noch gar nichts. Und deshalb gibt es für Euch auch gar nichts zu feiern. Vielleicht euren Geburtstag, oder wegen mir auch Karneval, aber von Weihnachten da solltet ihr Eure
heidnischen Finger lassen. Denn wie heißt es so schön in einem dieser schmalzigen Weihnachtsdudel-gesänge: Freue, Dich, oh freue Dich, du Christenheit. Vom ungläubigen Rest, ist da nirgends die Rede!Aber damit jetzt nicht so völlig leer ausgeht, erzähle ich euch
jetzt ein Weihnachtsmärchen:...Von draus vom Walde komm ich her,Ich muss Euch sagen, den gibt's gar nicht mehr!All überall auf vekarsteten FleckenSah ich traurige Krüppelkiefer verrecken.Und wie ich so ging durch den halbtoten Tann,Da sah ich ihn plötzlich den uralten Mann. Und er saß einfach nur da, ein erbärmliches Häuflein Elend, ein menschliches Wrack, das todtrauriges Jammerbild einer geschundenen und von allen Keulen des Schicksals
niedergeschmetterten Kreatur.Ihr könnt mir glauben, ich habe in mein Leben schon viele geprügelte Hunde gesehen, aber der, der da jetzt vor mir im modernden Laub wimmernd und lallend vor sich hin schlotterte, der gehörte gewiss zu den ärmsten aller armen Hunde dieser Welt. Gegen den war selbst Axel Schulz nach seinem letzten Kampf eine strahlende Lichtgestalt. Und als ich näher kam, da fuhr mir ein Schock durch die Glieder, wie ich ihn mordsmäßiger nur erlebt habe, als Reinhard Büttikofer zum Vorsitzenden der Grünen gewählt wurde.Denn dieser bedauernswerte Mann, der da wie ein nasser Abfallsack sternhagelvoll im Wald lag, war niemand anderes als der heilige Nikolaus. Und da lag er nun vor mir, der heilige Mann. Der Mantel beschmiert mit faulen Eiern, der Bart zersaust und besudelt und statt der stolzen Mitra trug er eine lächerliche Eselsmütze. Um seinen Hals hatte man ihm ein Pappschild gehängt mit der Aufschrift: „Ich bin der heilige Nikolaus, ich flieg aus jedem Laden raus!"Tja und dann habe ich einen fatalen Fehler gemacht. Ich habe mich nämlich runtergebeugt und ihn angesprochen mit: „Heh, hallo, Weihnachtsmann." Und in dem Moment fuhr er wie eine Furie hoch aus seinem Tran und brüllte, dass die Vögel des Waldes von den Ästen fielen: „Leck mich am Arsch mit dem Weihnachtsmann. Wer soll das sein?
Ein Homunkulus aus den Laboren der Coca-Cola-Giftküche, ein lächerlich kostümierter Packesel der Konsum-Terroristen, eine Witzfigur mit Wattebart und Gummistiefeln! In jedem Kaufhaus, auf jedem Weihnachtsmarkt, an jeder Häuserfassade Tausende und abertausende von diesen Plastikmänneken, Hohoho! Ich könnte in den Sack kotzen und zwar rot-weiß. Da singen die Kinder: „Nikolaus komm in unser Haus" und dann komm ich rein und dann heißt es: „Wer bist du denn?" - „Ich bin der Nikolaus, ich bring euch Nüsse und Äpfel!" - „Wir wollen keine Äpfel, du Doof, wir wollen Apple und zwar den I-Pod" und dann jagen sie mich aus dem Haus und singen: „Seht ihr wie die Nikoläuse laufen, einer tritt den andern auf den Sack, hört ihr wie die Nüsse knacken, Knack-knack-knack-knack-knack!" Und beim letzten „Knack-knack" da bäumte er sich noch einmal auf der verzweifelte Mann und rief flehend: „Christkind! Christkind" Doch oben aus dem Himmelstor, da trat kein Christkind mehr hervor. Und mit den Worten: „Das haben sie auch auf dem Gewissen" brach der heilige Mann zusammen und gab für alle Zeiten den Sack ab.Und wenn Sie daheim jetzt voller Panik fragen: Ja, wer bringt denn jetzt die Geschenke! Dann kann ich sie beruhigen. Die Geschenke bringt ab sofort die Müllabfuhr. Und die nimmt den ganzen Plunder dann auch gleich wieder mit.
Frohe Weihnachten!
+++++
Das müssen Sie sehen:
Jürgen Becker im Gespräch mit Fidel Castro und Jürgen Rüttgers (Dietmar Jakobsen und Elmar Brandt)!!

ihr fromme Christenmenschen, die voller Vorfreude auf die Menschwerdung des Erlösers warten, so wie sie in der Bibel seit Jahrtausenden wieder und wieder geweissagt wird? Nein,
die Bibel habt ihr das letzte mal gesehen, als ihr auf der Suche nach irgendwelchen vom Vormieter vergessenen Wertsachen in irgendeinem Hotelzimmer die Nachttischschubladen
durchwühlt habt. Fromme Christenmenschen? Nein, das seid ihr nicht, ihr seid einfach nur noch gar nichts. Und deshalb gibt es für Euch auch gar nichts zu feiern. Vielleicht euren Geburtstag, oder wegen mir auch Karneval, aber von Weihnachten da solltet ihr Eure
heidnischen Finger lassen. Denn wie heißt es so schön in einem dieser schmalzigen Weihnachtsdudel-gesänge: Freue, Dich, oh freue Dich, du Christenheit. Vom ungläubigen Rest, ist da nirgends die Rede!Aber damit jetzt nicht so völlig leer ausgeht, erzähle ich euch
jetzt ein Weihnachtsmärchen:...Von draus vom Walde komm ich her,Ich muss Euch sagen, den gibt's gar nicht mehr!All überall auf vekarsteten FleckenSah ich traurige Krüppelkiefer verrecken.Und wie ich so ging durch den halbtoten Tann,Da sah ich ihn plötzlich den uralten Mann. Und er saß einfach nur da, ein erbärmliches Häuflein Elend, ein menschliches Wrack, das todtrauriges Jammerbild einer geschundenen und von allen Keulen des Schicksals
niedergeschmetterten Kreatur.Ihr könnt mir glauben, ich habe in mein Leben schon viele geprügelte Hunde gesehen, aber der, der da jetzt vor mir im modernden Laub wimmernd und lallend vor sich hin schlotterte, der gehörte gewiss zu den ärmsten aller armen Hunde dieser Welt. Gegen den war selbst Axel Schulz nach seinem letzten Kampf eine strahlende Lichtgestalt. Und als ich näher kam, da fuhr mir ein Schock durch die Glieder, wie ich ihn mordsmäßiger nur erlebt habe, als Reinhard Büttikofer zum Vorsitzenden der Grünen gewählt wurde.Denn dieser bedauernswerte Mann, der da wie ein nasser Abfallsack sternhagelvoll im Wald lag, war niemand anderes als der heilige Nikolaus. Und da lag er nun vor mir, der heilige Mann. Der Mantel beschmiert mit faulen Eiern, der Bart zersaust und besudelt und statt der stolzen Mitra trug er eine lächerliche Eselsmütze. Um seinen Hals hatte man ihm ein Pappschild gehängt mit der Aufschrift: „Ich bin der heilige Nikolaus, ich flieg aus jedem Laden raus!"Tja und dann habe ich einen fatalen Fehler gemacht. Ich habe mich nämlich runtergebeugt und ihn angesprochen mit: „Heh, hallo, Weihnachtsmann." Und in dem Moment fuhr er wie eine Furie hoch aus seinem Tran und brüllte, dass die Vögel des Waldes von den Ästen fielen: „Leck mich am Arsch mit dem Weihnachtsmann. Wer soll das sein?
Ein Homunkulus aus den Laboren der Coca-Cola-Giftküche, ein lächerlich kostümierter Packesel der Konsum-Terroristen, eine Witzfigur mit Wattebart und Gummistiefeln! In jedem Kaufhaus, auf jedem Weihnachtsmarkt, an jeder Häuserfassade Tausende und abertausende von diesen Plastikmänneken, Hohoho! Ich könnte in den Sack kotzen und zwar rot-weiß. Da singen die Kinder: „Nikolaus komm in unser Haus" und dann komm ich rein und dann heißt es: „Wer bist du denn?" - „Ich bin der Nikolaus, ich bring euch Nüsse und Äpfel!" - „Wir wollen keine Äpfel, du Doof, wir wollen Apple und zwar den I-Pod" und dann jagen sie mich aus dem Haus und singen: „Seht ihr wie die Nikoläuse laufen, einer tritt den andern auf den Sack, hört ihr wie die Nüsse knacken, Knack-knack-knack-knack-knack!" Und beim letzten „Knack-knack" da bäumte er sich noch einmal auf der verzweifelte Mann und rief flehend: „Christkind! Christkind" Doch oben aus dem Himmelstor, da trat kein Christkind mehr hervor. Und mit den Worten: „Das haben sie auch auf dem Gewissen" brach der heilige Mann zusammen und gab für alle Zeiten den Sack ab.Und wenn Sie daheim jetzt voller Panik fragen: Ja, wer bringt denn jetzt die Geschenke! Dann kann ich sie beruhigen. Die Geschenke bringt ab sofort die Müllabfuhr. Und die nimmt den ganzen Plunder dann auch gleich wieder mit.
Frohe Weihnachten!
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Das müssen Sie sehen:
Jürgen Becker im Gespräch mit Fidel Castro und Jürgen Rüttgers (Dietmar Jakobsen und Elmar Brandt)!!
gebattmer - 2007/01/11 22:39
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