GBlog&search

 

GBlog&count



GBlog&listen


Jeff Beck
Loud Hailer


Van Morrison
Keep Me Singing



The Divine Comedy
Foreverland


Andrea Schroeder
Void



Daniel Hope
Escape to Paradise


Daniel Hope
Spheres


Jonathan Rudess
Explorations


Animals As Leaders
The Joy Of Motion


Colosseum
Valentyne Suite


Jack Bruce
Harmony Row


Spooky Tooth
Spooky Two



Utopia
Ra


Richie Havens
Nobody Left to Crown




Dimitri Schostakowitsch, Mariss Jansons
Sinfonien 1-15


Moondog & the London Saxophoni
Sax Pax for a Sax

GBlog&read - Nutzen Sie die Hinweise zur Orientierung und kaufen Sie dann beim Buchhändler um die Ecke




Heinrich Detering
Die Stimmen aus der Unterwelt



Christian Geissler
Wird Zeit, dass wir leben


Steffen Kopetzky
Risiko


José Saramago
Kain


Eva Menasse
Quasikristalle


Roberto Bolaño
2666


Tschingis Aitmatow
Der erste Lehrer


Uwe Timm
Rot


Leonardo Padura
Adiós Hemingway


Antonio Skarmeta
Mit brennender Geduld


Jose Saramago
Die Stadt der Blinden


Edgar Hilsenrath
Nacht: Roman



Rolf Dubs
Lehrerverhalten


Ron Ritchhart
Making Thinking Visible

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Archäologie (DLXV) : Zum In- und Auseinanderfallen von Dingen, Ereignissen und Zeiten - Pink Floyd

https://4.bp.blogspot.com/-h2JBaq4ZOJM/WELRgNhTQHI/AAAAAAAACDA/qx7uTB-pFaI-Hr7iC1b1Mt40HyBDaNFbACLcB/s640/giphy.gif

Pink Floyd ‎– Cre/ation - The Early Years 1967 - 1972


View on YouTube


Re: Archäologie CCXCIII : Zum In- und Auseinanderfallen von Dingen, Ereignissen und Zeiten: Pink Floyd feat. Stéphane Grapelli

Musikgeschichtlich sehr interessant: In den credits für Pink Floyds Wish You Were Here - immerhin No. 324 on Rolling Stone's list of the 500 Greatest Songs of All Time - fehlt Stéphane Grappelli - violin . There is a brief piece of violin playing at the end of the track which was subsequently all but drowned out by the addition of the wind effects, although if you listen closely or turn the volume up louder, starting at the 5:21 mark, the barely-audible violin can be heard. Grappelli was recording in a downstairs studio, and Gilmour had suggested that there be a little "country fiddle" at the end of the song. Grappelli duly obliged, although because his contribution is barely audible, the band decided not to credit him for it in the sleeve notes. According to Waters, he received the agreed fee of £300, however.(*)



Unter den jetzt veröffentlichten Unreleased Alternate Studio Versions (ich bin nicht sicher, ob das legale Veröffentlichungen sind!) findet sich diese Aufnahme, in der ab 3:08 Grapellis Violine wunderbar zu hören ist.
Fantastisch, - ein so noch nicht gehörtes, neues Stück!



Ich empfehle, diese Version zur gültigen Fassung von "Wish You Were Here" zu erklären und Stéphane Grapelli endlich die verdienten Credits zukommen zu lassen.
___________________________
(*) Blake, Mark (2008). "Riding the Gravy Train". Comfortably Numb: The Inside Story of Pink Floyd. Cambridge, Massachusetts: Thunder's Mouth Press. p. 230. ISBN 978-1-56858-383-9. "Roy Harper wasn't the only special guest, or old friend to drop by the sessions. When it was discovered that classical violinists Yehudi Menuhin and Stéphane Grappelli were recording a duet at Abbey Road, [David] Gilmour suggested Grappelli come in and play a final violin coda to the song 'Wish You Were Here'. Grappelli haggled over his fee but finally settled at £300. In the end, his playing is virtually inaudible on the final mix. 'It was terrific fun, though,' recalled Gilmour. 'Avoiding his wandering hands.'"

Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan (XXXVIII): Auf dem Weg zu einem neuen Machtblock

Trump: Auf dem Weg zu einem neuen Machtblock. Von Rainer Rilling (LuXemburgOnline, November 2016) - Unbedingt lesenswerte Analyse!!

Ich zitierte seinerzeit Tomasz Konicz' kluge Analyse der komplementären Krisenverlaufssymptomatik (Mitgefangen, mitgehangen. Von wegen neuer Kalter Krieg: Russland und China sind Bestandteil des Weltkapitals. Erschienen in KONKRET 05/14) :

Die mit der Krise des Kapitals immer stärker um sich greifende Barbarisierung könnte somit den Zivilisationsprozess zwischen zwei Mühlsteinen, die bereits jetzt oft genug in Wechselwirkung treten, zermalmen: dem verwildernden Leviathan und dem blindwütig um sich schlagenden Racket.

Die Herrschaft der Banden hat Konicz an anderer Stelle (TP 15. Juni 2014) so definiert:
    ... Ohne eine emanzipatorische Perspektive schlagen die Aufstände gegen die Elendsverwaltung in der Dritten Welt in die Anomie, in eine chaotische Willkürherrschaft um. Die zentrale Machtstruktur der Anomie - die in den Massenmedien zumeist fälschlich als "Anarchie" bezeichnet wird - stellt die Bande, das Racket, dar. Hierbei handelt es sich um die Urform der Herrschaft, die sich immer in Zusammenbruchsstadien eines untergehenden Gesellschaftssystems herausbildet: Es ist ein aus den zerfallenden Machtstrukturen hervorgehender Männerbund, der die totale Loyalität und Unterwerfung nach innen mit dem totalen Krieg nach außen kombiniert.

    Die perspektivlosen Jugendlichen, die gegen die Herrschaft der Seilschaften und Clans aufbegehren, die den verwilderten Staatapparat usurpierten, finden sich im Laufe des Kampfes selber organisiert in Banden wieder. Ausgehend von den lokalen Gegebenheiten usurpiert das Racket die Macht in einer bestimmten Region, es praktiziert eine Art Plünderungsökonomie, oder es tritt gegebenenfalls als eine willkürlich handelnde "Ordnungskraft" auf lokaler Ebene auf, während es zugleich die Ressourcen und sonstigen Einkommensquellen in den gegebenen Zusammenbruchsregionen zu monopolisieren versucht....
Es spricht einiges dafür, das auf dem Weg zu einem neuen Machtblock beide Phänomene ineinander fallen. Konicz' treffende Definition des rackets trifft doch wohl auf das zu, was in den USA aktuell den verwilderten Staatapparat usurpiert; - mutatis mutandis: Ersetze perspektivlose Jugendliche durch „rechtskonservatives, zutiefst reaktionäres Milliardärsnetzwerk“ ...

Die GBlogSuche nach »Trump« hat 46 Resultate geliefert.

Die GBlogSuche nach »Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan« hat 42 Resultate geliefert.


View on YouTube

Niedrig gilt das Geld auf dieser Erden
Und doch ist sie, wenn es mangelt, kalt
Und sie kann sehr gastlich werden
Plötzlich durch des Gelds Gewalt.
Eben war noch alles voll Beschwerden
Jetzt ist alles golden überhaucht
Was gefroren hat, das sonnt sich
Jeder hat das, was er braucht!
Rosig färbt der Horizont sich
Blicket hinan: der Schornstein raucht!
Ja, da schaut sich alles gleich ganz anders an.
Voller schlägt das Herz. Der Blick wird weiter.
Reichlich ist das Mahl. Flott sind die Kleider.
Und der Mann ist jetzt ein andrer Mann.

Ach, sie gehen alle in die Irre
Die da glauben, daß am Geld nichts liegt
Aus der Fruchtbarkeit wird Dürre
Wenn der gute Strom versiegt.
Jeder schreit nach was und nimmt es, wo er's kriegt.
Wer nicht gerade Hunger hat, verträgt sich
Jetzt ist alles herz- und liebeleer.
Vater, Mutter, Brüder: alles schlägt sich!
Sehet: der Schornstein, er raucht nicht mehr!
Überall dicke Luft, die uns gar nicht gefällt.
Alles voller Haß und voller Neider.
Keiner will mehr Pferd sein, jeder Reiter.
Und die Welt ist eine kalte Welt.

So ist's auch mit allem Guten und Großen
Es verkümmert rasch in dieser Welt.
Denn mit leerem Magen und mit bloßen
Füßen ist man nicht auf Größe eingestellt.
Man will nicht das Gute, sondern Geld
Und man ist von Kleinmut angehaucht.
Aber wenn der Gute etwas Geld hat
Hat er, was er doch zum Gutsein braucht.
Wer sich schon auf Untat eingestellt hat
Blicke hinan: der Schornstein raucht!
Ja, da glaubt man wieder an das menschliche Geschlecht.
Edel sei der Mensch, gut und so weiter.
Die Gesinnung wächst. Sie war geschwächt.
Fester wird das Herz. Der Blick wird breiter.
Man erkennt, was Pferd ist und was Reiter.
Und so wird das Recht erst wieder Recht.


Am o2.12.2016 verstarb im Alter von 92 jahren die Sängerin Gisela May ... 2016 - Year Of The Reaper

Archäologie (DLXV) : 2016 - Year Of The Reaper

https://2.bp.blogspot.com/-8H4TejTnBmA/WD1Lud21fMI/AAAAAAABcR8/VGvWxWJQc8wSROeeP4UBFeg-Q48Gu66IACLcB/s1600/15219575_10153507164103039_4377707218779530034_n.jpg
Via the fevered imagination of exilestreet

New band of the week: Pavo Pavo - Young Narrator In The Breakers


New band of the week: Pavo Pavo

Archäologie (DLXIV) : GUITARIST OF THE WEEK

https://1.bp.blogspot.com/-1JwrCBPBMF0/WDwUZWQsM-I/AAAAAAAAGWU/4_UXJgdbbe4FgwmaOdMyO7mfuyvow_82gCLcB/s1600/Jimmy%2BCagney%2Bplays%2Ba%2BMartin.jpg

Interestingly enough here, Jimmy Cagney appears, from his hand position on the fret board and his right hand strum or picking position to know what he is doing around an acoustic guitar. Not least the fact he is holding a vintage 'Martin', I wonder . . . . . . . . . .
Via the blog nobody reads

Aleppo und Mossul - Die Guten und die Bösen // Fake News

Märchen: Eine einseitig ausgerichtete Presse prägt die Deutung der Schlachten von Aleppo und Mossul: Ein Essay von Daniela Dahn
Wunderbar zornig heute im FREITAG. Nur Print. Kaufen! Lesen!

Daniela Dahn verweist u.a. auf dies:
    27.000 festangstellte Vollzeittrolle beschäftigt allein das Pentagon.
    In Neusprech "PR-Berater". Das wurde sogar dem Chef von AP
    (Associated Press) zuviel.
    "... Tom Curley, Chef der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, kann
    dazu nicht mehr länger schweigen. Am Wochenende referierte er an der
    Universität von Kansas vor Journalisten über den Druck des
    US-Verteidigungsministeriums auf seine Berichterstatter in
    Kriegsgebieten wie Irak oder Afghanistan. Sein Fazit: «Es wird
    langsam unerträglich.» Hohe Generäle hätten gedroht, dass man die AP
    und ihn ruinieren werde, wenn die Reporter weiterhin auf ihren
    journalistischen Prinzipien beharren würden. Seit 2003 wurden bereits
    elf Journalisten der AP im Irak für mehr als 24 Stunden verhaftet.
    ..."
    "27'000 PR-Berater kassieren 4,7 Milliarden Dollar
    Das US-Militär hat seine Propagandaabteilung gewaltig ausgebaut.
    Nichts wird unversucht gelassen, um die öffentliche Meinung zu
    beeinflussen. Laut AP-Recherchen verfügt das Pentagon über 27'000
    Personen, die ausschliesslich für die Öffentlichkeitsarbeit (PR,
    Werbung, Rekrutierung) zuständig sind."

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513

Und das sind doch wohl Fakten, oder?!


Sehr hilfreich auf der Suche nach Klärung (um nicht zu sagen: Aufklärung):
Ein Begriff geht um in Deutschland: Postfaktisch (Baums Notizen aus der Unterwelt. 28. November 2016)
Beachten Sie bitte auch den sehr lesenswerten Kommentar von oblomow!

+ Political correctness: how the right invented a phantom enemy
For 25 years, invoking this vague and ever-shifting nemesis has been a favourite tactic of the right – and Donald Trump’s victory is its greatest triumph. (Moira Weigel, the guardian, Wednesday 30 November)

Rückkehr der Rechten - Klasse, Scham und die Linken

Rückkehr der Rechten
Klasse, Scham und die Linken. Luxemburg Lecture von Didier Eribon

Mittwoch, 30.11.2016 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Die Veranstaltung wird auch wurde im LIVESTREAM übertragen und ist dort oder bei Youtube nachzusehen. Vgl. auch:
- Eribon: »Die Linke ist schuld am Aufstieg der Rechten«. Der französische Soziologe Didier Eribon über das Verschwinden der Arbeiterklasse in der öffentlichen Debatte (nd, 01.12.2016)
- Deutsche Leitkultur (IX) / Dispositiv (IX): Wieso Jürgen von Manger schon 1967 erklären konnte, warum auch die Arbeiterklasse zuweilen rechts wählt


„Autoritärer Populismus“ vs. „Populare Demokratie“

Den aktuellen Debatten anlässlich der Erfolge der sog. Populisten fehlt - darauf weist Christina Kaindl hin - das Gedächtnis bzw. schlicht das Wissen von dem, was sozialwissenschaftliche Theorie dazu bereits vorgelegt hat: ZB Stuart Hall und die Cultural Studies. Halls kritische Analyse des Thatcherismus und von New Labour zB als Analyse sich verschiebender Kräfteverhältnisse.
    Eine solche Verschiebung werde in einer Situation möglich, wo „das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann“, so Hall mit einem Zitat von Antonio Gramsci. Der Thatcher-Regierung sei „die ideologische Transformation im Feld des praktischen Alltagsverstands“ gelungen, indem erstens das Feld popularer Moral um Themen wie Verbrechen und soziale Ordnung re-artikuliert worden sei und es zweitens gelungen sei, sich als die Partei des kleinen Mannes darzustellen, „die archetypische kleinbürgerliche ‚Ladenbesitzer-Figur‘“ als Subjekt anzurufen. Das Instrumentarium der Analyse stammt, wie der Kundige bemerken wird, außer von Gramsci von Louis Althusser und Ernesto Laclau. Das Thatcher-Regime charakterisiert Hall als „autoritären Populismus“ mit einer spezifischen Verbindung von Zwang und Zustimmung im Unterschied zu „popularer Demokratie“. Dem Thatcherismus sei das Kunststück gelungen, sich in der ideologischen Selbstdarstellung anti-staatlich zu geben und zugleich dirigistisch zu verfahren... (Rezension zu: Stuart Hall: Populismus, Hegemonie, Globalisierung, socialnet)
Man könnte das auch noch unterfüttern mit Nicos Poulantzas' Staatstheorie und seiner These des autoritären Etatismus... : John Kannankulam: Autoritärer Etatismus und Populismus der Neuen Mitte:
    In der mittlerweile kaum noch zu überschauenden Literatur, die sich dem Phänomen des seit Ende der achtziger Jahre mehrenden Erfolgs rechtsextremer/-populistischer Parteien und Gruppierungen widmet, scheint relativ einhellig die Meinung vorzuherrschen, dass dieses Phänomen in einem engen Zusammenhang mit den Globalisierungsprozessen seit jener Zeit steht. Genauer noch: es wird ein kausaler Zusammenhang gesehen mit der neoliberalen Form der Globalisierung, ihrer Staatskritik, dem Abbau wohlfahrtsstaatlicher Leistungen, ihrer sozialdarwinistischen Leistungsideologie, verknüpft mit der Forderung nach gesellschaftlicher Ungleichheit als Notwendigkeit (Hayek 1981, 38) und, damit verbunden, der zunehmenden Prekarisierung des Lebens für immer größere Gesellschaftsschichten bei gleichzeitiger Häufung ökonomischer Krisen in immer kürzeren Abständen.

    Festgestellt wird weiterhin, dass in diesem Prozess die Parteien die ihnen zugedachte Aufgabe der politischen Willensbildung und Interessenvermittlung in immer geringerem Maße erfüllen können. Die Verlagerung politischer Entscheidungsbildungsprozesse auf inter- oder subnationale Gremien lassen sie und die nationalstaatlichen Parlamente immer machtloser erscheinen.

    Auf diese Entwicklungen, so die These, ist es eine nur zu verständliche Reaktion, dass die partei- und politikverdrossenen WählerInnen rechtspopulistische Parteien wählen, die mit ihrer Kritik an "denen da oben", verbunden mit der Mobilisierung rassistischer und wohlstandschauvinistischer Ressentiments, das Legitimätsdefizit der herrschenden Parteien effektiv für sich zu nutzen wissen.

    Was in dieser Debatte jedoch auffällt ist, dass i.d.R. so getan wird, als ob der Neoliberalismus gleichsam tabula rasa mit den fordistischen Demokratien gemacht habe. Der neoliberale Umbau der ehemaligen fordistisch-keynesianischen Wohlfahrtsstaaten unter dem Verdikt der Verschlankung und Effizienz, gegen das Kartell der Besitzstandswahrer scheint mit den fordistischen Staaten radikal gebrochen zu haben.

    Entgegen dieser These möchte ich unter Rückgriff auf Analysen Nicos Poulantzas', die dieser Ende der siebziger Jahre entwickelte, herausstellen, dass es einen institutionellen Übergang in der autoritären, entdemokratisierenden Entwicklung vom Fordismus hin zum (neoliberalen) Postfordismus gibt, wovon die aktuelle Konjunktur rechtspopulistischer Bewegungen zeugt. Im Fordismus selbst und in der Art und Weise wie die fordistischen Sicherheitsstaaten auf die Krise reagierten, wurde gleichsam das Fundament gelegt für diese autoritären Entwicklungen. Das aktuell beklagte Legitimitätsdefizit der Parteien und Parlamente findet hier seine (besondere) Grundlage.
[Autoritärer Populismus/Etatismus: Möglicherweise auch ein Erklärungsansatz für Woher Erdogans Rückhalt stammt (Murat Cakir, nd, 01.12.2016)]

Vieles davon scheint mir wert aufgegriffen zu werden. Weiter zu verfolgen zB hier:
Alex Demirović (Hrsg.): Transformation der Demokratie – demokratische Transformation (zum Download hier)

In diesem Zusammenhang noch ein wichtiger Gedanke - von Jens Berger: Modernisierungsverlierer? Globalisierungsverlierer? Die Politik verhöhnt ihre Opfer (NDS 01.12.16)
    „Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt“. (Gerhard Schröder, Davos 2005)
    ... Wer Niedriglöhne sucht, der findet sie ... im Dienstleistungsbereich: In der Alten- und Krankenpflege, im Sicherheitsgewerbe, bei den Raumpflegerinnen, im Einzelhandel und in der Gastronomie sind schlechte Löhne bekanntlich alles andere als selten. Aber die Altenpflegerin aus Wuppertal steht ja gerade eben nicht mit ihrer Kollegin aus Sofia im Wettbewerb. Der Wachmann aus Passau kann nicht durch einen kostengünstigen Ersatz aus Thailand ausgetauscht werden, die Raumpflegerin und die Kassiererin nicht nach Mexiko ausgelagert und der Kellner gegen einen effizienteren Chinesen ersetzt werden. Die niedrigen Löhne dieser Menschen haben nichts mit der Globalisierung zu tun!

    Auch mit Angela Merkels „Modernisierung“ haben die niedrigen Löhne nichts zu tun. Mir wäre zumindest nicht bekannt, dass unsere Altenpflegerin so wenig bekommt, weil sie sonst gegen einen Pflegeroboter eingetauscht würde oder unser Wachmann im Wettbewerb mit einem Telearbeiter aus Bangalore steht, der dank der IT-Revolution nun in Passau Streife gehen kann. Putzroboter mag es ja geben; dass eine Raumpflegerin gegen einen Roboter ausgetauscht wurde, habe ich aber noch nicht gehört und auch unser Kellner steht nun nicht eben im Verdacht, ein Opfer der Modernisierung zu sein. Leider sind unsere Medien doch bereits so denkfaul, dass sie derlei Dummheiten unkommentiert durchgehen lassen.

    Und auch in anderen Bereichen sieht es so aus: Ist die Verödung der ostdeutschen Regionen eine Folge der Modernisierung? Umgekehrt wird ein Schuh draus! Dank IT und dank der Möglichkeit, über einen „Telearbeitsplatz“ auch aus der brandenburgischen Pampa heraus in vielen modernen Jobs gut arbeiten zu können, haben diese Regionen wieder einen Lichtstreif am Horizont.

    Die politisch gewollte Zerstörung der gesetzlichen Rente hat doch auch nichts, aber auch gar nichts, mit der Globalisierung zu tun. Oder stehen unsere Rentner jetzt schon im Wettbewerb mit alten Indern, die schon für viel weniger Geld in Rente gehen würden? Ist an der katastrophalen Bildungspolitik etwa das Internet schuld? Sind Pisa und Bologna also direkte Folgen der Modernisierung? Aber nicht doch. Ist der steigende wirtschaftliche Erfolg der Tigerstaaten in Südostasien dafür verantwortlich, dass die deutschen Landesregierungen keinen ordentlichen sozialen Wohnungsbau mehr unternehmen und die Bestände an Heuschrecken verscherbeln, die gleich erst mal die Mieten erhöhen? ...

Weiter zum Thema mit ExKurs ...

Archäologie (DLXIII) : ExKurs - Fakten sind Terror ... Eine notwendige Klarstellung zur floriernden These, die Linke sei schuld am Post-Faktischen

Das folgende großartige Post-Punk-NDW-Fundstück beweist: Postfaktizismus (oder wie das jetzt heißt) ist ein alter Hut; ExKurs (aus Berlin, über die nicht mehr viel rauszukriegen ist) haben die Kritik des sog. Faktischen im Jahre 1981 schon differenzierter vorgetragen:

- Via Lisa Sinder!!!


Als Zugabe eher doofe Wortspiele und ein großartiges Lied:

Wenn Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn (DHL) mitteilen, das Paket habe nicht zugestellt werden können und befinde sich in der Post-Filiale Sowienochstraße, dann ist das vermutlich sowohl post-faktisch als auch post-logistisch, weil es da auch nicht ist.

Logistik ist Terror
, wenn in jeder Wohn- und Durchgangsstraße die Lieferwagen von DHL und Konsorten in der zweiten Reihe halten, um den Amazon- und Konsorten-Kram abzuladen, der am nächten Tag wieder zurückgeschickt wird. Post-Logismus bzw. wenn man genauer drüber nachdenkt: Meta-Post-Fakt-Logizismus ...

Wenn Donald Trump vor der Wahl mitteilt, er werde das Ergebnis akzeptieren – wenn er gewinnt - und anschließend kritisiert, dass die grüne Präsidentschaftskandidatin Jill Stein, die nicht gewonnen hat, die Neuauszählung der Stimmen im Bundesstaat Wisconsin beantragt hat, - also das tut, was er angekündigt hat für den Fall, dass er nicht gewinnt, und wenn er dann noch selbst das Wahlergebnis anzweifelt (Millionen von Menschen hätten "illegal" ihre Stimme abgegeben ...Beweise für seine Behauptungen legte Trump nicht vor), dann ist das post-logisch.


Gut gemachtes Video von Clara Ro, offensidchtlich in Anlehung an das legendäre Like-A-Rolling-Stone-Video von Dylan (in dem der auch immer die Textzettel wegschmeist, das ich im Netz aber nicht finde). ...


Nachtrag:

The surprising origins of ‘post-truth’ – and how it was spawned by the liberal left (The Conversation, November 18)
    More than 30 years ago, academics started to discredit “truth” as one of the “grand narratives” which clever people could no longer bring themselves to believe in. Instead of “the truth”, which was to be rejected as naïve and/or repressive, a new intellectual orthodoxy permitted only “truths” – always plural, frequently personalised, inevitably relativised.

    Under the terms of this outlook, all claims on truth are relative to the particular person making them; there is no position outside our own particulars from which to establish universal truth. This was one of the key tenets of postmodernism, a concept which first caught on in the 1980s after publication of Jean-Francois Lyotard’s The Postmodern Condition: A Report On Knowledge in 1979. In this respect, for as long as we have been postmodern, we have been setting the scene for a “post-truth” era.
Eine notwendige Klarstellung zur floriernden These, die Linke sei schuld am Post-Faktischen:
Wenn ich das richtig sehe, dann sind mit liberal left eher die Schröder-Blair-Sozialdemokratie und die Pastor*innen-Bündnis-Grünen gemeint, in welcher Erscheinungsform die weltweit immer erscheinen mögen - incl. der sie umschwirrenden intellektuellen Bohème-Milieus, die sich in der Tat seit 30 Jahren in Postmoderne und Konstruktivismus verloren hat ...
Siehe unten: Lutz Herden zum Tod von Fidel Castro:
    ... Die staats- und gesellschaftstragende Linke in Westeuropa, besonders die im wiedervereinten Deutschland, das jede Solidarität mit Kuba verweigerte, zu der die DDR bis 1989 stets bereit war, achtete streng darauf, Kuba nach dem Epochenbruch von 1990 im Stich zu lassen. Es war nicht mehr opportun, Castro und seinem unvollendeten Sozialismus gerecht zu werden. Die Haltung wurde zum Offenbarungseid eines Zynismus, der Marxismus und Internationalismus, den Mut zum energischen Widerstand gegen einen gesellschaftlichen Status quo als Kinderkrankheiten ablegte, deren man sich schämte, indem man bestritt, sie gehabt zu haben. Ein Kuba, das sich nicht hin zum Kapitalismus reformierte ließ – sprich: die Heimkehr verweigerte – wurde als große Enttäuschung gescholten und als Provokation für eigene Etabliertheit empfunden....
Vgl. auch:
Liberaler Katzenjammer - Minderheitenrechte dürfen nicht gegen die soziale Frage ausgespielt werden. Wer das versucht, um mehrheitsfähig zu sein, hat in der Auseinandersetzung mit den Populisten schon verloren. Essay von Lothar Müller, Süddeutsche 30.11.2016)



Christina Kaindl: "Wenn man unten ist, weiß man, dass es Klassen gibt."

...

FIDEL CASTRO 1926-2016 Adieu aux armes

Lutz Herden: Bis zur letzten Sekunde - Aus den Verdiensten Fidel Castros für die Revolution und die Würde Kubas wird nun ein Vermächtnis (27.11.2016 | FREITAG)

Gabriel García Márquez: Fidel Castro, wie ich ihn kenne
Zum 90. Geburtstag von Fidel Castro dokumentierte amerika21 einen Text von Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez (1927-2014) über Kubas Revolutionsführer

Kompetenzkatastrophe (VIII): Donald Trump nominiert Betsy DeVos als Bildungsministerin: Academi, Charter Schools & Vouchers

„Betsy DeVos ist eine brillante und passionierte Verfechterin von Bildung“, sagte Trump über seine Nominierung. „Unter ihrer Leitung werden wir das amerikanische Bildungssystem reformieren und mit der Bürokratie brechen, die unsere Kinder zurückhält, sodass wir allen Familien ein Weltklasse-Unterricht und Schulangebot anbieten können“, so der künftige Präsident.
Die Republikanerin war eine der Hauptsponsoren für Trumps Präsidentschaftswahlkampf. Über die amerikanische Bildungspolitik sagte die vierfache Mutter: „Der Status Quo in Bildung ist inakzeptabel. Zusammen können wir einen Wandel schaffen, der jedem Student in Amerika die Möglichkeit zusichert, sein oder ihr höchstes Potential auszuschöpfen.“ DeVos tritt seit Jahren für eine Reform des Schulsystems ein. Sie fordert Gelder dafür, dass Eltern über die öffentlichen Schulen hinaus entscheiden können, in welche Einrichtung sie ihr Kind schicken.
(FAZ, 23.11.2016)

Lily Eskelsen García, president of the National Education Association, said: “Her efforts over the years have done more to undermine public education than support students. She has lobbied for failed schemes, like vouchers – which take away funding and local control from our public schools – to fund private schools at taxpayers’ expense. These schemes do nothing to help our most vulnerable students while they ignore or exacerbate glaring opportunity gaps.
“She has consistently pushed a corporate agenda to privatize, de-professionalize and impose cookie-cutter solutions to public education. By nominating Betsy DeVos, the Trump administration has demonstrated just how out of touch it is with what works best for students, parents, educators and communities.”
(theguardian, 23 November 2016)

Wie das dann aussieht, kann man sehen aB Detroit — where DeVos has been active — :
Detroit's Educational Catastrophe (The Atlantic, May 10, 2016) Via The Risk with Betsy DeVos (NYT, David Leonhardt, NOV. 24, 2016)
Expect deregulation to be a priority.
According to Chalkbeat, DeVos’s family poured $1.45 million into an effort to prevent Michigan from adding oversight for charter schools. That effort ultimately failed. DeVos and her husband have been supporters of charter schools for decades and longtime opponents of regulation. And according to Chalkbeat, around 80 percent of the state’s charter schools are run by private companies. The lack of oversight has prompted concern from the Obama administration that some bad charters were being allowed to operate without improving or being forced to close. Civil-rights groups like the NAACP have also expressed concern that low-income children and children of color suffer when oversight is scaled back. (5 Things to Know About Betsy DeVos, Trump's Pick for Education Secretary - The Atlantic, Nov 23, 2016)
    Nebenbei: Her brother is Erik Prince, the founder of Blackwater, a private security contractor, which is now called Academi.
    A bunch of sexy, badass patriots Civilian Warriors: The Inside Story of Blackwater and the Unsung Heroes of the War on Terror, by Erik Prince. (Reviewed by Pepe Escobar):
      Erik Prince's "My Way" ... is the inside story of how Blackwater turned into "something resembling its own branch of the military" and "the ultimate tool in the war on terror". In the manner of Audi extolling the merits of Vorsprung Durch Technik, Prince hails it as a "proud tale of performance excellence and driven entrepreneurialism" - , with the obligatory pious references to a "life's mission" to "serve God, family and the United States" .... (!).
      Im Übrigen:
      Additionally, as reported by The Intercept, Prince became the subject of a Department of Justice investigation earlier this year for money laundering and attempting to sell mercenary services in Libya, a violation of U.S. defense export regulations. Moreover, Prince has funded several anti-LGBTQ ballot measures over the years and wants to criminalize abortion, according the The Intercept.Prince, an avowed Mike Pence supporter, is an enemy to LGBTQ and women's rights ... (Bustle: Who Is Erik Prince?)
      Und zur Rolle des Bruders im Wahlkampf:
      On Wednesday’s Breitbart News Daily with SiriusXM host Alex Marlow, former Navy SEAL and Blackwater CEO Erik Prince talked about how Hillary Clinton’s leaked emails “truly indicates that everything is for sale for the Democrats, that it really is pay-to-play – and if you don’t pay them, they crush you.”
http://images-cdn.9gag.com/photo/29441_700b.jpg

Zurück zur Bildungspolitik - zusammengefasst: Der Auftrag lautet: (weitere) Privatisierung und Deregulierung des Bildungswesens!

Vgl. dazu auch: Kompetenzkatastrophe (VII): "Digitales Lernen" (??) = "System der Schülerbeobachtung" - Oder auch: „Social Media, Data Mining, Data Matching“ + „Micro-Targeting“
+ ∫ Kompetenzkatastrophe + Postdemokratie + Micro-Targeting = Das Destruktive in der Normalität


Charter schools are privately run, publicly funded, and irregularly regulated. John Oliver explores why they aren’t at all like pizzerias.


View on YouTube

Das ist nicht lustig! Sehen Sie sich mal die Werbung von White Hat Managment an (Oliver erwähnt die Firma)!!

Das ist vor allem auch deshalb nicht lustig
, weil die charter (also die Verträge zwischen dem Schulmanagement und der Schulbehörde - Vertragsschulen erhalten per Vertrag Befreiung von den meisten staatlichen Verordnungen und Vorschriften!) das gleiche
Kompetenzgehirnwäsche-Individualisierungs-Arschdenk enthalten wie viele hiesige sich fortschrittlich gebende pädagogische Diskurse:



Andererseits: Nun mal vorsichtig mit der Kritik der Individualisierungspädagogik. Man muss da sehr wohl trennen zwischen einer seriösen Didaktik, die das lernende Individuum im Blick hat, und einer Silicon-Valley-Education Technology-EdTec-getriebenen Betsy-Bertelsmann-Bildungsreform. Die Trump-Freunde von der AfD jedenfalls sind da noch bei der alten CDU - und man muss aufpassen, dass man sich nicht im Programm für Deutschland | Schule, Hochschule und Forschung der AfD wiederfindet:
    8.2.1 Die Einheitsschule führt zu Qualitätsverlust
    Ständig sinkende Anforderungen haben dazu geführt, dass
    Schüler nicht mehr die Grundkenntnisse besitzen, die in der
    Berufsausbildung oder im Studium benötigt werden.
    Ebenfalls fehlt es an der erforderlichen Allgemeinbildung, die zur
    verantwortungsvollen Wahrnehmung der staatsbürgerlichen
    Rechte und Pflichten notwendig ist. Es ist falsch, Eltern und
    Jugendlichen einzureden, nur derjenige Bildungsweg sei
    erfolgreich, der zu einer Hochschule führe. Ein gegliedertes
    Schulsystem muss die Begabungen und Stärken von Schülern
    erkennen und fördern.
    8.2.2 Wissensvermittlung muss zentrales Anliegen bleiben
    Die Bildungsstandards in allen Schulformen müssen sich
    an den höchsten in Deutschland ausrichten, um unseren
    Schulabgängern die besten Chancen in Ausbildung und
    Studium zu sichern. Die Wissensvermittlung (Kenntnisse,
    Fähigkeiten, Fertigkeiten, Lernstrategien) muss zentrales
    Anliegen der Schule bleiben. Wir wollen uns dafür einsetzen,
    dass an den Oberschulen wieder Bildungsinhalte im
    Mittelpunkt eines vom Fachlehrer geleiteten Unterrichts
    stehen und Kompetenzen ihnen untergeordnet bleiben.
    Leistungsanforderungen und Notengebung müssen bundesweit
    vergleichbar sein. Zugangsvoraussetzung für das Gymnasium
    dürfen allein landesweit verbindliche Leistungskriterien
    sein. Das Abitur muss wieder eine Hochschulreifeprüfung
    werden.
That all should give us to think, as we say in german .... Unübersichtliches Gelände.

ReRe: Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan (XXXVII): NATO goes to War - »For Counter-Daesh Operation only« (?) - Incirlik: Türkei hat Zugang zu Aufklärungsdaten der Bundeswehr-Tornados

Leistet die Bundesregierung Beihilfe für den Krieg der türkischen Regierung gegen die Kurden?
    Die Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion der Linken bestätigt Befürchtungen, über die Telepolis schon vor Monaten berichtete: Die Türkei - und nicht nur sie - hat den vollen Zugriff auf die Daten und Fotos der Aufklärungsflüge der deutschen Tornados im Kriegsgebiet Türkei-Nordsyrien-Nordirak...
    Auf die Frage, ob ausgeschlossen werden könne, dass die Türkei die Daten für die Bekämpfung der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die mit US-Unterstützung in Nordsyrien gegen den IS kämpft, benutzt werden, gab das Verteidigungsministerium eine erhellende Antwort:
      "Die Aufklärungsergebnisse werden mit dem Freigabevermerk "For Counter-Daesh Operation only" (nur für die Anti-IS-Operation, Einf. d.A.) versehen. Grundsätzlich wird im vertrauensvollen Miteinander mit den Partnernationen davon ausgegangen, dass diese sich an diese zweckgebundene Verwendung der Aufklärungsergebnisse halten."
(Telepolis, 22. November 2016 Elke Dangeleit)


Re: Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan (XXXVII): NATO goes to War - »For Counter-Daesh Operation only« (?) - Die Anstalt vom 01.11.2016 klärt auf: Freunde Syriens

Einfach schön: Maß und Maßlosigkeit - Tango Nuevo in Hannover

Ein alter Freund, Herr R., der lange nicht online war und nun mal wieder diese Seite besucht hat, meint, ich sei zu zornig geworden, verbittert geradezu. - Ich werde mich bemühen, Spuren von Maß und Schönheit wahrzunehmen und zu melden.


Was für ein Abend! Im Rahmen des Akkordeonfest Hannovers 2016 gestern Abend im Großen Sendesaal des NDR: Tango!
Wenn irgendwoirgendwann Sie Gelegenheit haben, eines dieser Stücke und einen dieser Musiker hörensehen zu können: Hingehen!
    Chick Corea, Arr.: Enrique Ugarte: ›Spain‹ | Orchester, Jazztrio, Akkordeon
    Astor Piazzolla: ›Aconcagua‹ | Konzert für Bandoneon, Perkussion und Streichorchester
    Chick Corea, Arr.: E. Ugarte: ›La Fiesta‹ | Orchester, Jazztrio, Akkordeon

    Camorra Tango Ensemble:
    Juan Jose Mosalini: ›Apretonados‹
    Astor Piazzolla: ›Otono Porteno‹ | ›Escuao‹

    Astor Piazzolla, Arr.: E. Ugarte: ›Oblivion‹ | für Orchester

    Tango sin palabras:
    Osvaldo Pugliese: ›La Beba‹
    Juan de Dios Filiberto: ›Quejas de Bandoneon‹
    Osvaldo Ruggiero: ›Bordoneo y 900‹
    Feliciano Brunelli: ›Illusión de mi Vida‹

    Juan José Mosalini, Goran Stevanovic, Konstantinos Raptis, Bandoneon: N.N. | Improvisation für drei Bandoneon

    Astor Piazzolla, Arr. E. Ugarte: ›Libertango‹ | für Streicher, Jazztrio, E. Ugarte, J.J. Mosalini

    Camorra Tango Ensemble: Goran Stevanovic, Bandoneon | Andrej Bielow, Violine | Felix Schilling, Kontrabass | Raul da Costa, Klavier | David Mohr, E-Gitarre

    Tango sin palabras: Konstantinos Raptis, Bandoneon | Uwe Fietkau, Violine | Silke Heuermann, Violine | Volker Link, Klavier | Uwe Boiko, Kontrabass

    Juan José Mosalini, Bandoneon
    NDR Radiophilharmonie
    Enrique Ugarte, Leitung
Unglaublich, wie diese Musik, diese Musiker einen erreichen können. Das waren Klänge, die Akkordeon und Bandoneon - so noch nicht gehört - hören lassen und Musiker wie Enrique Ugarte und vor allem Juan Jose Mosalini und eben diesen Tango Nuevo. Ich würde das gern selbst beschreiben, kann ich aber nicht - und die Wiki-Definition finde ich einigermaßen treffend:
    Zentral ist die kompositorische Erneuerung des Tangos zunächst mit Astor Piazzolla verknüpft: Seine Kompositionen eines Tango Nuevo, die ab 1955 nach seiner Rückkehr nach Argentinien entstanden, sind als Konzertmusik angelegt und somit „nicht tanzbar, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Sie fordern vielmehr zum konzentrierten Hören auf. Piazzolla entwickelte den Tango weiter und assimilierte für diesen Zweck höchst unterschiedliche Einflüsse.“[1] Anstelle der immer gleichen Wiederholung der vorhersehbaren rhythmischen Muster, dem Rückgriff auf das vertraute harmonische Vokabular und den einfachen Formen des traditionellen Tango modernisierte Piazzolla den Tango, indem er durch Rückgriff auf die europäische Kunstmusik, die argentinische Folklore und den Jazz seine Form veränderte und seine Rhythmen modifizierte. Er verwendete den Kontrapunkt und die Fugenform. Zudem griff er auf harmonische Neuerungen und die Tonsprache von Béla Bartók, Sergei Prokofjew, Igor Strawinsky und Heitor Villa-Lobos zurück, womit ihm Dissonanzen, kantige Melodien und fortschrittliche formelle Konzepte zur Verfügung standen. Unter Rückgriff auf den Progressive Jazz und den Third Stream entstanden auch Konzepte, um den Improvisationsanteil in seinen Kompositionen zu strukturieren (etwa auf dem Album Summit mit Gerry Mulligan). Ab 1974 wanderte sogar die Elektronische Musik in seine Kompositionen ein. Dennoch verlor Piazzollas Tango Nuevo nie das Romantische und die Leidenschaft, Dramatik, Erotik und Heftigkeit des traditionellen Tango, so dass stets der Tango spürbar bleibt.

View on YouTube

Und dann bemerkt man noch, dass man den einen schon einmal gesehen hat: Juan José Mosalini in der Schlussszene des großartigen Films "Der Verdingbub"


View on YouTube

Und immer nochmal hochgezogen:
Milonga de mis amores - Brigada Internazionale di Daniele Sepe

An der Schwelle zum autoritären Jahrhundert : Was ist Politik? bzw. Was hätte Politik sein können/ sein müssen? - Ralf Dahrendorf und Gil Scott-Heron erklären das mal

    Am Ende möchte ich noch einmal auf den Anfang zurückkommen. Mein Eindruck ist, dass vor allem die Tendenz zur Vermathematisierung und Ausrichtung der Politikwissenschaft auf empirisch-quantitative Methoden der Kontingenz des Politischen nicht gerecht werden kann. Die Fixierung auf Quantitäten entspringt nicht zufällig Anleihen aus der Wirtschaftswissenschaft, die mit ihren Modellen und Prognosen der Politik exakte Vorgaben für ihr Handeln an die Hand zu geben verspricht – wenngleich die Prognosen sich selten als richtig erweisen.

    Statistische Berechnungen und Zahlen spiegeln eine Scheinobjektivität vor, die sie niemals einlösen können. Sie konstruieren gesellschaftliche Realität nicht weniger oder mehr als politische Mythen, die gegebenenfalls sogar eine größere diskursive Wirkungsmacht entfalten können als Zahlen. Ja, letzten Endes ist der Anschein von Objektivität und wissenschaftlicher Exaktheit in solchen Berechnungen selber nur ein Mythos.

    Das Politische ist dagegen niemals widerspruchsfrei und die allem Sozialen innewohnenden Konflikte können nicht mit Zahlen und vermeintlich exakter Wissenschaft gebändigt bzw. aus der Welt geschafft werden.
Lothar Probst: Was ist Politik? Für eine Politikwissenschaft jenseits von Mathematik und Moralphilosophie.
(aus: »Blätter« 10/2016, Seite 105-114)


Ein schönes Beispiel - fast zwanzig Jahre alt - für eine Politikwissenschaft jenseits von Mathematik und Moralphilosophie, die die Widersprüche und die allem Sozialen innewohnenden Konflikte analysiert und sich - aus heutiger Sicht - als tragfähig erweist, - vorgelegt von einem Liberalen auf einem Niveau, das die heutige Linke vielfach nicht einmal mehr erreicht:

Die Globalisierung und ihre sozialen Folgen werden zur nächsten Herausforderung einer Politik der Freiheit
An der Schwelle zum autoritären Jahrhundert
Von Ralf Dahrendorf

14. November 1997 Quelle: (c) DIE ZEIT 1997
    ... Das ist ein düsteres Gemälde, bei dessen Anblick daran zu erinnern ist, daß Prozesse der Globalisierung Grenzen haben. Sie haben regionale, aber auch ökonomische und soziale Grenzen. Dennoch drängt der Schluß sich auf, daß die Entwicklungen zur Globalisierung und ihre sozialen Folgen eher autoritären als demokratischen Verfassungen Vorschub leisten. Autoritäre Verfassungen aber können dauern; sie sind weder so katastrophenträchtig noch so prekär wie totalitäre Diktaturen. Ein Jahrhundert des Autoritarismus ist keineswegs die unwahrscheinlichste Prognose für das 21. Jahrhundert.

    Für eine solche Prognose sprechen unter anderem diese Gründe:
    Die Internationalisierung des Wirtschaftens hat Folgen, denen sich einzelne nicht ohne weiteres entziehen können. Menschen sind Objekte, nicht Subjekte von Prozessen, deren Subjekte möglicherweise überhaupt nicht als Personen identifiziert werden können.
    Die einzige Alternative, die aggressive Regionalisierung oder der Fundamentalismus (Integrismus), ist fast strukturnotwendig von Führungsstrukturen geprägt, die man nur als autoritär beschreiben kann...
Lesebefehl!!

Wie der große GIL SCOTT-HERON seinerzeit (als Reagan gewählt wurde) sagte:
Well, the first thing I want to say is: Mandate my ass!

Archäologie (DLXII) : Für meine Debbie-Harry-Sammlung

http://cdn.newsapi.com.au/image/v1/0a02a49040e5a3442527c82cc7d2eb13?width=1024

Cyndi Lauper and Debbie Harry on ageism, Bowie, Prince and touring
Cameron Adams, National music writer, News Corp Australia Network
November 18, 2016


Tolles Photo!

Die GBlogSuche nach »Debbie Harry« hat Resultate geliefert.

Lessons of Qualitätsmedien: Die HAZ berichtet aus Forschung und Leere

Meine Lieblings-HAZ füllt heute ein Viertel der Seite 1 mit diesem Text:



Das nennt sich Content Leadership und wird von einer Volontärin aus diversen Quellen zusammengestückelt - ungenau und lückenhaft übersetzt -. Flüchtige Recherche in der Maschine ergibt als ursprüngliche Quelle das Radaublatt Daily Record (most-read news heute: Woman who had sex with pit bull filmed sickening acts to 'arouse her boyfriend'), wo man immerhin erfährt:
    Now the University of Glasgow is offering a short course entitled D’oh! The Simpsons Introduce Philosophy.
    Promotional material for the course, which costs £30, says: “The Simpsons is one of the modern world’s greatest cultural artefacts, partly because it is so full of philosophy. Aristotle, Kant, Marx, Camus, and many other great thinkers’ ideas are represented in what is arguably the purest of philosophical forms – the comic cartoon.
    “This day-school will explore philosophy’s most inspiring ideas as presented in Matt Groening’s monument to the absurdities of human existence ...
Das ist etwas anderes als die Simpsons demnächst philisophisch zu betrachten, und dass der eintägige Kurs nicht allen Interessierten offensteht, sondern schlappe £30 kostet, erfährt der HAZ-Leser, der schon kurz davor ist, einen Flug nach Glasgow zu buchen, auch nicht ...
Aber das bringt uns immerhin zu wirklich interessanten Einsichten über Prekarität im akademischen Milieu: Der zititierte Dozent, der an meheren Hochschulen in Glasgow als Convenor, Course Designer, Lecturer, Tutor arbeitet und dessen main research interests are in the philosophy of mind, particularly the metaphysics of mind: the problem of mental causation, the mind-body problem, and the prospects for materialist accounts of mental phenomena. I also take an interest in reductive versus non-reductive projects in science more generally, the development of the philosophy of mind in the twentieth century, defending intentionalism in the philosophy of art, and Hume's philosophy of religion, ist vermutlich dringend auf die £30 angewiesen ...

Außerdem erfahren wir heute in der HAZ unter Kurz gemeldet noch:
    Studenten in Thailand lernen den Tod zu studieren
    Bangkok. „Schöner Tod“ – so heißt ein neues Seminar, das die renommierte thailändische Chulalongkorn-Universität in Bangkok im Januar auflegt. Studenten sollen lernen, sich auf den Tod vorzubereiten und keine Angst davor zu haben, wie Dozentin Aim-utcha Wattanaburanon am Donnerstag berichtete.
Auch da frage ich mich, wie man darauf kommt, sowas zu melden. Flüchtige Recherche in der Maschine ergibt auch hier eher seltsame Quellen, voran DER FARANG - Newsportal für Urlauber und Residenten in Thailand! - Stock News USA weiß allerdings mehr:
    ′The classroom activities will be designed to offer the students the opportunity to lament the loss of loved ones and to understand that it’s OK to cry′, said the ′beautiful death′ teacher, Aim-Utchim.
    The purpose of the course is to help the students to prepare for death, which should be seen as a natural event, and not be afraid of it. The professor added that this training should be both a mental and financial one.
Da kann man wenigstens ahnen, wie die Meldung ins Blatt kam: der news-robot merkte bei financial auf, verfasste den Text und setzte ihn unter Culture&Arts ab ... Wenn es noch verantwortungsvolle Redakteure gäbe, müssten die klarstellen:
Leonard Cohen Taught Us How to Die

Der Chief Content Officer der HAZ müsste mir mal erklären, was seine Auswahl von Nachrichten von der von Facebook unterscheidet, - abgesehen davon, dass Facebook individueller ansteuern kann, wo eine HAZ noch von der Idee eines ideellen Gesamtidioten als Adressaten ausgeht, - den man u.a. mit den täglichen Umfragen ausforscht - wo das Programm allerdings bemerkt, wenn man mehrfach abstimmen will. - Schade, ich hätte gern eine Filterblase gebastelt. (Vgl. Kölner hat mit einer 25 Cent-Pfandflasche knapp 45.000 Euro ergaunert (Business Insider -!!))


Gefangen in der Filterblase?
Im Internet sucht jeder nur Nachrichten, die seine Meinung bestätigen. So die allgemeine Auffassung. Eine neue Studie zeigt, dass es in Wahrheit noch viel schlimmer ist. (FAZ, 08.11.2016, von Boris Holzer)
    ... Es gibt also sowohl eine an politische Unterscheidungen angelehnte Differenzierung der Medienlandschaft als auch ein dementsprechendes, je nach Kanal unterschiedlich stark ausgeprägtes Rezeptionsverhalten. Der Unterschied zwischen „online“ und „offline“ ist aber nicht besonders groß.
    Wer besorgniserregende Ergebnisse sucht, findet sie im Kleingedruckten. So stand zwar ein Datensatz von insgesamt 1,2 Millionen Nutzern zur Verfügung, ausgewertet wurden aber nur die Daten von 50 000, weil lediglich vier Prozent des Samples das Kriterium „aktiver Nachrichtenkonsum“ erfüllen. Und dass die befürchtete Selektivität der sozialen Medien keine große Rolle spielt, hat auch damit zu tun, dass nur jeder dreihundertste Klick auf Facebook zu einer Nachrichtenseite geht. Katzenvideos und andere unterhaltende Inhalte haben wesentliche größere Bedeutung...
Ich fürchte, die Strategie des HAZ-Content-Managements, in Konkurrenz zu sog. sozialen Medien ebenfalls auf mehr Katzenvideos und andere unterhaltende Inhalte zu setzen führt direktemang in die Tonne: Warum soll ich dafür noch 1,70 € ausgeben?

Fuck the Bubble!

Lessons of Pop (II): Mehr sein vs. Total Control Racing

Ich schreib' keine Lieder mehr über Killefitz. Ich schreibe nur noch über Dinge, die mich wirklich berühren. (Maxim - laut.de-Biographie)
Electronic munt minimalist punk-hop rants for the working class: Die Sleaford Mods aus Nottingham pflegen etwas, das hierzulande seit langem verschwunden ist: Klassenbewusstsein (Sleaford Mods)

Nehmen wir die beiden Konzepte/Künstler/folgenden Videos mal metaphorisch für die akutelle Debatte: An Trumps Wahlerfolg seien vor allem linksliberale Intellektuelle schuld (Schöne Gegenrede von Katja Kullmann), - könnte man doch fragen, wo überhaupt das Problem ist: Lasst doch Kritik von allen Seiten blühen. Wir wollen das gern hören/sehen/lesen, wenn es gut durchdacht/gemacht ist. Wenn dann noch gute Ideen zum Handeln diskutiert würden ... Insofern: Ich finde diese Songs großartig:

Die Ärzte meinen, du hättest kürzer treten sollen
Du hattest eine Überdosis Glück
Bist wohl irgendwelchen Irrlichtern gefolgt
Und kamst nie wieder ganz zurück
Jetzt sitzt du da in deinem viel zu großen Hemd
Malst Comichefte aus
Auch wenn du's Ferien in der Nervenklinik nennst
Ist es halt doch ein Irrenhaus





I was supposed to be going out, that took ages
Kids are hardcore, aren't they?
They don't mess about
Madhouse, chit-chat, duties, more nappies
Then I manage to get out
The sharp night whistled around my coat, as I motioned up to the main road
The wails of your offspring behind ya, cracking window
It's hard, innit, when you plan to do something
But at that moment you realize it's not quite right
Not really something you should be doing tonight
Well before me a few hellos, expectant mums with blokes that I know
The bus whirred, three-fifty all-day ticket
But I knew deep down I wasn't going to use it later
TCR
Total Control Racing





Zugabe:

Archäologie (DLXI) : Mitch Ryder (1981) : Er ist nicht mein Präsident ...


View on YouTube - Lyrics hier - im übrigen war und ist Mitch Ryder eine der ganz großen Stimmen der Rock-Musik - Vgl. Ain't Nobody White (Can Sing The Blues) - Rockpalast 1979

"Er ist nicht mein Präsident"
Die Achse der Guten: Mitch Ryder aus Michigan und Boddi Bodag aus Ostberlin
Von Chr. Dieckmann (Die ZEIT, 23. Januar 2003)



... aber ich hätte da noch eine passende Frau für ihn

https://1.bp.blogspot.com/-OyB8ehZSy4w/WBf6x34gTII/AAAAAAAAMrU/IO7OaU7Fix8qHiQ0TxFkDvpOvgqXtf4UACLcB/s640/881ppsT.jpg
Via Mocholand
Vgl auch Georg Seeßlen: Zu Gast bei Donald, Melania und Barron: Was die Porträts der Familie Trump verraten. Und was nicht. (Jungle World Nr. 37, 15. September 2016)

Lessons of Democracy: Barack Hussein Obama II in Athens (Greece) - Κάδμος

Deutschlandfunk: Nachrichten vom 16.11.2016 - Obama: "Demokratie schafft Gerechtigkeit, Stabilität und Wohlstand"

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/38/Hendrick_Goltzius_Cadmus_Statens_Museum_for_Kunst_1183.jpg/600px-Hendrick_Goltzius_Cadmus_Statens_Museum_for_Kunst_1183.jpg

1. Der US-Präsident wird am Athener Flughafen von Verteidigungsminister Panos Kammenos empfangen.
(picture alliance / dpa / Pantelis Saitas)

Das ist insofern pikant
, als der zu den „Unabhängigen Hellenen“ (Anel) gehört:
    ... Der einzige Anel-Abgeordnete im Europaparlament sitzt mit der deutschen AfD und der polnischen PiS in einer Fraktion. Und der autoritäre Parteiführer Kammenos betont seine geistige Verwandtschaft mit Nigel Farage und den EU-Gegnern der britischen Ukip.
    Dabei verkörpert Kammenos eine sehr eigene griechische Melange, deren Grundsubstanz das Dogma einer „christlich-orthodoxen“ Identität der griechischen Nation ist. Das erklärt das Misstrauen gegen Muslime, Juden und jedwede „fremde“ Religion, die militante Homophobie, den Kampf gegen „Überfremdung“ und Einbürgerung von Migrantenkindern, aber auch eine chauvinistische Außenpolitik, die mit den serbischen und russischen Glaubensbrüdern eine „orthodoxe“ Achse schmieden will. Und das alles verquirlt mit einer neoliberalen Wirtschaftsdoktrin, die den meisten Syriza-Anhängern ein Gräuel ist. Der einzige Berührungspunkt zwischen beiden Koalitionspartnern ist der Widerstand gegen die Troika, den Kammenos allerdings als „nationalen Kampf“ gegen die deutschen Okkupanten sieht und nicht etwa als soziale Protestbewegung gegen die ungerechte Verteilung der Krisenlasten...
Niels Kadritzke: Griechenland auf dem Boden der Tatsachen (Le Monde diplomatique vom 12.02.2015)
Der Artikel ist nicht nur deshalb immer noch lesenswert, weil er erklärt, wieso für die Syriza-Führung ... die Anel ein peinlicher Bettgenosse, aber auch ein ziemlich bequemer ist, sondern weil man da noch einmal nachlesen kann, wie Syriza nach der vorgezogenen Parlamentswahl im Januar 2015 die Lage einschätzte und welche Pläne es gab! Wir wissen, was daraus geworden ist; wir wissen, dass es eine vorgezogene Neuwahl des griechischen Parlaments gab, die am 20. September 2015 stattfand, und wir wissen, welchen Willen der Souverän jeweils artikulierte (Regentschaft des Volkes!?! - Obama heute!).

2. Und dann dies :
    In einem leidenschaftlichen Appell in Athen beschwor Obama Werte wie Religionsfreiheit, Gewaltenteilung und Menschenrechte. Die frühesten Formen der Demokratien seien nicht perfekt gewesen, dennoch sei die Regentschaft des Volkes unersetzbar, unterstrich Obama. Die Geschichte zeige, dass Länder mit demokratischer Führung gerechter, stabiler und erfolgreicher seien. Der US-Präsident räumte ein, der Fortschritt folge einem schwierigen Pfad, manchmal gebe es Rückschritte. Zugleich würdigte Obama die Europäische Union als eine der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Errungenschaften in der Welt....
    (s.o. Deutschlandfunk, mehr Zitate hier)
Na gut, einen Tritt vor Schäubles Schienenbein hat er untergebracht:
    Obama machte sich mit Blick auf die gewaltigen Staatsschulden Griechenlands erneut für Erleichterungen stark. „Eine Entlastung ist entscheidend“, sagte Obama. Das Land, das nach der Finanzkrise schmerzhafte Einschnitte hinter sich habe, müsse auf einen nachhaltigen Pfad zurückgeführt werden, die Jugend brauche Perspektiven. Mit seiner Forderung steht Obama im Widerspruch zur Bundesregierung. Finanzminister Wolfgang Schäuble hält Schuldenerleichterungen für Griechenland nicht für angebracht und liegt deswegen seit längerer Zeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Clinch...
Aber ansonsten: Wertegesülze, blanker Zynismus und Allgemeinplätze à la
"Die wichtigste Rolle in einem Land ist nicht die des Präsidenten oder des Ministerpräsidenten. Die wichtigste Rolle im Land ist die des Bürgers."


Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann Feind wird. Thomas Münzer (1490 - 1525 hingerichtet)


3. Wo wir - auf dem Weg ins Adlon (sehr schöner Null-Info-Herrschaftsinszenierungs-Liveblog (BZ)!)- gerade in Griechenland waren: Κάδμος

http://www.rosalux.de/fileadmin/_processed_/csm_Fisahn_Demokratie-Staat-Kapitalismus_1e60dd1df3.png
Andreas Fisahn untersucht in seinem Buch erstens den strukturellen Zusammenhang von kapitalistischer Ökonomie und bürgerlichem Staat. Er fragt, ob die Strukturen der bürgerlichen Gesellschaft eine Trennung von politischer und ökonomischer Herrschaft begünstigen. Im zweiten Schritt zeichnet er die historischen Entwicklungen nach, welche diese Trennung hervorbrachten, um drittens die Relation von parlamentarischer Demokratie und kapitalistischer Ökonomie als Folge dieser Trennung zu untersuchen. Dabei zeigt er, dass der Kapitalismus sich nur auf der Grundlage der spezifischen abendländischen Entwicklung durchsetzen konnte. Die Konkurrenz der Staaten in Europa war seine Voraussetzung. Diese konnten außerdem auf ein weit entwickeltes, römisches Rechtssystem zurückgreifen. So lässt sich die Trennung von ökonomischer und politischer Macht auch historisch nachvollziehen, was schließlich die Frage nach der parlamentarischen Vertretung der ökonomischen Macht im politischen Betrieb aufwirft. Der Mythos von Kadmos mit seinem unbeantworteten Verhältnis zur Gewalt versinnbildlicht für Fisahn die Staatsgründung treffender als der „Mythos“ vom Gesellschaftsvertrag und der einfach unterstellten Aufgabe von Gewalt.
Gedruckt erhältlich beim Verlag Westfälisches Dampfboot
Dieses Buch wird unter den Bedingungen einer Creative Commons License veröffentlicht: Creative Commons Attribution-Non- Commercial-NoDerivs 3.0 Germany License - Free download bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung!!

Dort auch: Zur Renaissance der europäischen Konservativen Revolution. Analysen von Volkmar Wölk
... Wenn Hajo Funke auf die Konservative Revolution als Quelle jener neuen rechten Bewegung verweist, auf jenen von Armin Mohler geprägten Begriff, jenen «Kunstgriff, der mit einigen gewagten Konstruktionen, Auslassungen und Legenden aufwartet», so trifft dies zweifellos ebenso zu wie die Warnung, es greife zu kurz, diese neue rechte Bewegung als faschistisch und rassistisch zu stigmatisieren. Letzterem Einwand ist selbst dann zuzustimmen, wenn wir berücksichtigen, dass Mohler selbst, nach seinem politischen Standort befragt, ein wenig kokett antwortete, er sei ein «Faschist im Sinne von José Antonio Primo de Rivera». Faschismus sei für ihn, «wenn enttäuschte Liberale und enttäuschte Sozialisten sich zu etwas Neuem zusammenfinden. Daraus entsteht, was man Konservative Revolution nennt.» Ein dergestalt definierter Faschismus umschifft in der Tat die Klippe «NS-Regime» als Erinnerungsort der extremen Rechten und stellt ihn in den Kontext eines Phänomens, das für die Gegenwart bevorzugt als «Querfrontstrategie» beschrieben wird.
Weiter lesen im PDF.
Und weitere Publikationen der RLS hier.

Lessons of Pop: James Newell Osterberg (aka Iggy Pop)

Nur noch 3 Tage in der ARTE-Mediathek. Unbedingt ansehen!

In "Lessons of Pop" präsentiert James Newell „Jim“ Osterberg in zehn Lektionen seine Sicht auf die Popkultur von heute und der vergangenen Tage. Provokant, selbstironisch, überraschend und mit garantiertem Aha!-Effekt. So erfährt man beispielsweise, was Miley Cyrus' Hinterteil mit der Benachteiligung der Schwarzen in Amerika zu tun hat, was Julius Caesar wohl über das Wacken-Festival in Schleswig-Holstein denken würde und warum "Eyes Wide Shut" trotz Tom Cruises Performance Stanley Kubricks bester Film ist.


http://www.radioacktiva.com/wp-content/uploads/2016/02/Iggy-Pop.png

Unbedingt ansehen; - wenn nicht mehr bei ARTE dann hier!!

Archäologie (DLX) : Das kalte Herz (1950) und die Versteinerung der Herzen heute - Lullaby

Die sich in immer mehr Lebensbereiche ausbreitende Logik des Kapitalismus schafft einen psychopathischen Sozialcharakter. Über den Ursprung und die Ausbreitung sozialer Kälte
Von Götz Eisenberg (junge welt, 12.11.2016)


    In der Süddeutschen Zeitung vom 29./30. Oktober 2016 stieß ich auf eine Meldung, die mich seit der Lektüre nicht mehr losgelassen hat. Am Nachmittag des 3. Oktober 2016, also am Tag der Deutschen Einheit, brach ein 82jähriger Mann im Foyer einer Essener Bank zusammen. Statt sich um ihn zu kümmern, stiegen in den folgenden 20 Minuten mehrere Kunden über den am Boden liegenden Mann hinweg oder machten einen großen Bogen um ihn. »Teilweise gingen sie nah an dem Sterbenden vorbei oder stiegen hinüber, um ihre eigenen Finanzgeschäfte durchzuführen«, heißt es von seiten der Ermittler. Anschließend hätten die Kunden den Vorraum wieder verlassen.
    Auf den Videoaufnahmen ist laut Polizei zu sehen, wie etwa fünf Minuten nach dem Zusammenbruch die erste Person den Vorraum betritt und den Mann ignoriert. Dieser habe mitten in dem Raum gelegen und sei gut gekleidet gewesen, sagte der Polizeisprecher. Erst der fünfte Kunde habe den Rettungsdienst alarmiert. Der Mann ist wenige Tage nach dem Zusammenbruch verstorben...

    Es ist sicher kein Zufall, dass dieser Tage eine Neuverfilmung des Wilhelm-Hauff-Märchens »Das kalte Herz« in die Kinos kommt. Es ist eine merkwürdige, aber hoch aktuelle Geschichte, die der große romantische Erzähler Hauff 1827 verfasst und in seinem »Märchenalmanach« veröffentlicht hat. Im Zentrum steht der arme Kohlenbrenner Peter Munk. Seine Heimat ist der Schwarzwald. Er lebt unter Menschen, die mit Holzfällen, dem Flößen von Baumstämmen, der Köhlerei, mit der Uhrenfabrikation oder der Glasbläserei ihr oft karges, aber aufrechtes Leben bestreiten. Sie stellen handfeste Gebrauchsdinge her, die zwar in Geld umsetzbar sind, nicht jedoch um des Geldes willen produziert werden. Die Menschen lebten natürlich nicht in einem »Goldenen Zeitalter«, sondern, wie der italienische Filmemacher und Schriftsteller Pier Paolo Pasolini schrieb, in einem »bitteren Zeitalter des Brotes«, das aber seine eigene Kultur und Würde besaß. Peters Armut und Not und der verschwenderisch-dumme Umgang mit den drei Wünschen, die das Glasmännlein ihm gewährt, treiben ihn dem Holländer-Michel, einem skrupellosen Geschäftsmann, in die Arme. Dieser eignet sich als Gegenleistung für seine Hilfe Peters lebendig-schlagendes Herz an und verpasst ihm statt dessen ein Herz aus Stein. Fortan verfügt Peter über die richtige Innenausstattung für das Geschäftemachen, ist geizig und habgierig. Aber er vermag weder zu lachen noch zu weinen, ist unfähig zur Liebe und Anteilnahme am Schicksal anderer. Er fühlt nichts mehr und geht für den geschäftlichen Erfolg über Leichen. Den Ausgang der Geschichte kann jeder selbst nachlesen.
Lesebefehl!!


Die legendäre DEFA-Verfilmung von Paul Verhoeven aus dem Jahr 1950 ( - ganz großartig Erwin Geschonneck als Holländer-Michel - ab 59:30):




Ich ziehe jetzt hier wieder einen meiner besten, weil anrührendsten Beiträge (vom 18.11.2012) hoch , der ja eigentlich nicht von mir, sondern von Mrs. Mop's Roten Schuhen ist (-ein Blog, der fehlt!).

Ich fürchte - und das macht wirklich Angst - , seit der Veröffentlichung dieses Beitrags 2012 ist es noch kälter geworden!

    CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXIV): Lullaby

    The filmmaker Victor Kossakovsky on homeless people sleeping near A.T.M.’s in a bank, a growing phenomenon in Europe. Published: November 14, 2012 by The New York Times

    WHEN I was editing my last film, in Berlin, I would usually work at night when no one would call or bother me. Sometimes, in the middle of the night, I would go out for a short walk around my block. I was surprised to find that homeless people were sleeping inside a bank, lying between A.T.M.’s. In my travels, I’ve noticed this seems to be a growing phenomenon throughout Europe, a result of the economic crisis. When the producers of the “Why Poverty?” project invited me to contribute, I decided to make a short film to show what happens in these banks — the sleeping homeless people and the various reactions of those who encounter them...



    So, one night in Berlin, I biked around my neighborhood and started filming. In one of my favorite moments, a woman opened a door leading to the A.T.M.’s and, when she realized that there were people sleeping inside, slowly closed the door and tiptoed away, saying, “Sleep well!”

    I decided the film needed a lullaby...


    Der kurze Film ist - wie Mrs. Mop in Die roten Schuhe schreibt - so subtil, so melancholisch, so berührend und so verstörend, dass man ihn immer wieder ansehen muss ...
    Die Frage Why Poverty? beantwortet der Film nicht; - kann er nicht, will er auch gar nicht, er stellt sie nicht einmal. Was er will - to emphasize the social distance between most people and the homeless people they encounter, wherever they are in the world - erreicht er mit nur fünf Einstellungen, wenigen Bewegungen im Bild und durch die gelungene Komposition von Bild, O-Ton (Tür, PIN-Eingabe, Straße) und dem Lied (gesungen von der udmurtischen Sängerin Nadezhda Utkina). Achten Sie mal drauf bei 1'45 ff. !!

Archäologie (DLIX) : There's A Sign Above The Door Sayin' There's No Way Out - I'd Rather Go Blind

Wenn Sie den demnächst scheidenden US-Präsidenten (der ja sooo toll war: die 55 besten Fotos des Fotografen des Weißen Haus ...) noch einmal sehen wollen: Er ist hier im Publikum zu finden: Led Zeppelin, Buddy Guy Praised at Kennedy Center Honors (12/2/2012 by Associated Press)



Ich berichtete bereits: Beth Hart am Donnerstag, den 18. Mai 2017 in Hannover, Theater am Aegi
Und: Sie hat ein neues Album: "Fire On The Floor"


View on YouTube

Beth Hart am Donnerstag, den 18. Mai 2017 in Hannover, Theater am Aegi

Archäologie (DLVIII) : "Rosebud" - Charles Foster Kane and Donald MacLeod Trump

Markus Kompa: Citizen Trump. Orson Welles verfilmte Trump bereits 1941 (Telepolis, 13. November 2016)
... Der visionäre Dramatiker Orson Welles griff Hearsts Leben auf und machte sich in "Citizen Kane" insbesondere über dessen Verhältnis mit der Schauspielerin Marion Davies lustig, der Hearst den Kosename "Rosenknospe" ("Rosebud") verehrt hatte, eine Anspielung auf deren Vagina...
Trump to Charles Foster Kane: Get yourself a different woman!


View on YouTube - Die Anmerkungen dort sind lesenswert: Rosebud - Holy Blood, Holy Grail -- Trump to Charles Foster Kane ...

Vgl. auch:

- Donald Trump is Citizen Kane. Video detailing the numerous similarities between Donald John Trump and Charles Foster Kane.
- The Battle Over Citizen Kane is a 1996 documentary about the clash between newspaper mogul William Randolph Hearst and actor/writer/director Orson Welles over Welles's 1941 motion picture Citizen Kane, which is widely regarded as one of the greatest films of all time.

Welles-Make-up

„Ich verstehe erst heute, warum Citizen Kane der Film ist, der er ist und was ihn einzigartig macht; es ist der einzige Erstling, bei dem ein Berühmter Regie führte. Seine Entstehung wurde mit solcher Begeisterung erwartet, dass er gezwungen war, nicht nur den Einstieg in die Filmbranche zu schaffen, sondern den Film zu drehen, der alle anderen zusammenfasst und vorwegnimmt. (…) Alles was im Kino nach 1940 Bedeutung hat, ist von Citizen Kane beeinflusst.“ – François Truffaut


Was uns noch gefehlt hat:
Ein schlechter Komiker, der - nuhr noch schlechter - sich der AfD/RTL-Klientel als ihr SprachRohrVerleger andient (... um auch mal ein unterirdisches Wortspiel abzulassen!).
Live vorm Trump-Tower: Mario Barth entlarvt die Lügenpresse
Stefan Niggemeier (ÜberMedien, 14. November 2016)
    1,2 Millionen Mal ist das Video laut Facebook angesehen worden. 23.000 positive Reaktionen hat es bekommen, und über 15.000 mal wurde es geteilt ... Auch Heinz-Christian Strache, Bundesobmann der FPÖ, teilt Mario Barths Video. Er tut es mit den Worten:
      Mario Barth zeigt auf, wie uns diverse Medien für dumm verkaufen wollen…… Es finden keine Massendemos vor dem Trump-Tower in New York statt.
    Nun ist der Tag, den sich Barth für seinen Besuch ausgesucht hat, ein besonderer Tag: Es ist Veterans Day. Die traditionelle Parade zieht an diesem Tag durch die Fifth Avenue, an der auch der Trump Tower liegt. Sie endet einige Straßenzüge weiter südlich und führte zu zahlreichen Straßensperrungen.
    Vor allem aber, wie gesagt: Die Proteste haben am Abend stattgefunden. Barth steht tagsüber dort....

Archäologie (DLVII) : Vor 150 Jahren erschien "Das Kapital"

Wenn es ... - 150 Jahre nach seinem Erscheinen - einen vitalen, aktuellen, nicht nur historischen Grund gibt, das "Kapital" zu lesen, dieses Buch, das den Anspruch erhebt, das "ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft" entdeckt zu haben - dann müsste das Buch den Test bestehen, dass man mit der Marxschen Brille immer noch etwas sehen kann, was man sonst nicht sieht, dann müssten die Marxschen Begriffe die Wirklichkeit, in der wir heute leben, anders aufschließen als andere. "Man prüft den Pudding, indem man ihn isst", pflegte der Fabrikant Friedrich Engels zu sagen. Fangen wir also an.
Im ersten Teil erläutert der Publizist Mathias Greffrath, der die Reihe im Deutschlandfunk kuratiert hat, wie die Marxsche Kategorie des Mehrwerts heute noch politische Brisanz entfalten kann.
RE: Das Kapital (1/6) Aktuelle Brisanz der Marxschen Kategorie

RE: Das Kapital (2/6) Das Verhältnis von Kapitalismus und Gewalt. Von Wolfgang Streeck

RE: Das Kapital (3/6) Entfremdung im Kapitalismus. Von Michael Quante

RE: Das Kapital (4/6) Der Niedergang des Kapitalismus. Von Paul Mason

RE: Das Kapital (5/6) Sahra Wagenknecht über das Ende des Kapitalimus.

RE: Das Kapital (6/6) Kooperation als Quelle des Reichtums. Von Robert Misik

http://i0.wp.com/www.gongband.net/wp-content/uploads/2016/07/cropped-Gong_Rejoice_bg1080-2.jpg?fit=512%2C512

+ Gong : Kapital
+ https://youtu.be/R0w9UNnKPr4?t=14m39s

Die GBlogSuche nach »Das Kapital« hat 228 Resultate geliefert.

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

Haftungsausschluss

The music featured on this blog is, of course, for evaluation and promotion purposes only. If you like what you hear then go out and try and buy the original recordings or go to a concert... or give money to a down on his luck musician, or sponsor a good busker, it may be the start of something beautiful. If your music is on this blog and you wish it removed, tell us and it shall be removed.

Archiv

Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
September 2009
August 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
Juli 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
August 2006
Juli 2006
Juni 2006
Mai 2006
April 2006
März 2006
Februar 2006
Januar 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


Aesthetik
Archäologie
Ästhetik des Widerstands
Aus der sozialen Überdruckkammer
Bildung
Kritische Psychologie
Lernen
Literatur unterrichten
Medial
Musik
Musikarchiv
Politik unterrichten
Trash
Unterrichten
Welterklaerung
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren