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re: to roll with the punches [fig.] [idiom] : Waren hier Wahlen?

Koalition: Einigkeit und Export
Jamaika ist kein erzwungenes Bündnis. Es wächst vielmehr zusammen, was zusammengehört. Die AfD kann sich freuen (…) Durch die Ansage, die SPD werde Opposition sein und nichts als Opposition, schien er CDU, CSU, FDP und Grüne zu einer Notgemeinschaft zu zwingen, um dann deren Widersprüche und Krach, vielleicht sogar deren Scheitern schadenfroh von außen verfolgen zu können. In Wirklichkeit wächst jetzt zusammen, was schon lange zusammengehört und zueinanderstrebt. Das hat nichts mit Selbstverleugnung der Partner, Machtstreben und Machterhalt allein zu tun, sondern mit dem weiteren Wandel des Bürgerlichen und der Sozialstruktur Deutschlands. (…) Der AfD kann dies alles gefallen. Sie teilt die von Lindner forcierten und von Union und Grünen vertretenen marktradikalen Prinzipien. Zugleich ist sie Opposition auf dem Feld sogenannter weicher Themen, agitiert etwa gegen den Feminismus. Solange die Grünen in der Regierung sind und diese den bisherigen Kurs der sozialen Spaltung fortsetzt, kann die AfD auf Zulauf von kulturell Konservativen und materiell Benachteiligten hoffen. Das Reservoir ist noch nicht ausgeschöpft. Die Grünen sind zur Scharnierpartei geworden wie einst die FDP. Ob künftig die Union oder – nach einer etwaigen Erholung – die SPD eine Regierung anführt, hängt von ihnen ab. Auch das ist eine Chance für die AfD. Um sie könnte in einer ferneren Zukunft, falls etwa die Grünen nicht mehr gebraucht werden oder nicht mehr wollen sollten, der Bürgerblock nach rechts hin erweitert werden.
Quelle: Georg Fülberth im Freitag


- to roll with the punches [fig.] [idiom] : Waren hier Wahlen?
- Autoritärer Kapitalismus - Desintegration - Merkelianismus und die autoritär-nationalradikale Revolte

Zugabe: Ein schöner Kommentar von Oskar Welzl (hier aus der twoday-Nachbarschaft) zum österreichischen Wahlergebnis:
    ... Trotz allem ist nicht die Person Kurz das Entsetzliche am Phänomen Kurz. Es sind seine Wähler. Es sind die Menschen, die die seit 30 Jahren regierende ÖVP wählen, weil sie eine Veränderung an der Regierung wollen. Es sind die Menschen, die Kurz bei seiner Forderung nach einer "Trendwende in der Wirtschaftspolitik" applaudieren und ihm diese zutrauen - obwohl das Wirtschaftsressort seit 1987 durchgehend in schwarzer Hand ist. Es sind die Menschen, die in Kurz "etwas Neues" sehen, obwohl er seit 2011 zunächst als Staatssekretär, dann als Minister zum Personal der „alten“ Koalition gehört. (Entschuldigend kann man den VP-Wählern in diesem Punkt zugute halten: In all den Jahren hat Kurz zwar viele Interviews gegeben, ansonsten aber kaum etwas getan. Vielleicht wird das das Neue: Kurz macht mal was.)

    Man müßte die Kurz-Wähler mal niederbrüllen wie frühpubertierende Kinder, die gerade die teure Wohnzimmereinrichtung mit Bier, Kotze und Pizza überzogen haben. Man müßte sie an den Ohren (haha!) durch die Wohnung schleifen und sie mit sich vor Wut überschlagender Stimme fragen, ob sie sich eigentlich ir-gend-was dabei gedacht haben. Oder ob sie einfach nur übermütig waren, weils ihnen zu gut geht und weil sie eh nie irgendwelche Konsequenzen ausbaden müssen. Man müßte. Man tuts aber nicht. Weil man nur stumpfe Blicke ernten wird.
https://cdn.kurier.at/img/100/014/890/deix.jpg

Deix!

re: Qualitätsmedien - Journalisten malen sich Elke-Twesten-Abgang im ZDF aus

Sehr gut recherchiert: Stefan Niggemeier analysiert eine Berichterstattung, in der gemeldet wird, dass irgendwer gemeldet habe, dass etwas geschehen oder gesagt worden sei (und dass das ein Echo auf Twitter o.ä. ausgelöst habe) ...
Mir fällt das auch in Rundfunknachrichten auf: Nach Informationen der Funke-Medien-Gruppe ...

Es gibt sicher größere und folgenreichere journalistische Fehlleistungen, als diese kleine Situation falsch darzustellen und ein bisschen zu skandalisieren. Aber wenn es Medien nicht einmal gelingt, einen Vorgang richtig darzustellen, der sich vor aller Augen, vor Kameras, im Fernsehen, abgespielt hat – wie wollen sie richtig über Dinge berichten, die weniger gut dokumentiert sind?
... Das ist Online-Journalismus 2017: Festhalten, dass „einige Nutzer“ (von was auch immer) etwas „goutierten“. Notieren, was irgendein @plumpiquatschi irgendwo zu irgendwas gesagt hat...



Die GBlogSuche nach »Qualitätsmedien« hat 14 Resultate geliefert.

Archäologie (DCXXXVIII) : Rita Pavone: In der Bundesrepublik machen alle gern Musik (1971) + Punkalarm beim Ministerpräsidenten

Ich finde es toll, dass es einen Schlager gibt, in dem dieses Land hier "Bundesrepublik" heißt. Der Text ist von Georg Buschor, einem der wichtigsten Schlagertexter der - na?! - Bundesrepublik:
Zwei kleine Italiener Conny 1962 1.
Schuld war nur der Bossa Nova Manuela 1963 1.
Liebeskummer lohnt sich nicht Siw Malmkvist 1964 1.
Heute male ich dein Bild Drafi Deutscher 1965
Cinderella-Baby Drafi Deutscher


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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0b/WP_Aktuelle_Schaubude_Logo.jpg/320px-WP_Aktuelle_Schaubude_Logo.jpg

Gefällt mir wesentlich besser als die Familie von Ministerpräsident Albrecht, die in der Aktuellen Schaubude (welch ein wunderbarer Titel für eine Sendung!) einen Canon singt, feat. Ursula (von der Leyen). Der damals neunjährige Barthold hat später mal die Toten Hosen zu seiner Geburtstagsparty eingeladen: Punkalarm beim Ministerpräsidenten


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Dietmar Dath/Thomas Weber: "Nie mehr warten" - Sprech-, Sing- und Musikdrama zu den russischen Revolutionen von 1917

Klingt ja sehr spannend: "Nie mehr warten", ein von Dietmar Dath und Thomas Weber für den SWR produziertes Sprech-, Sing- und Musikdrama über die beiden russischen Revolutionen von 1917 steht zum Download bereit.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8c/Lenin_Tauride_Palace.jpg/510px-Lenin_Tauride_Palace.jpg

Die Beschreibung:

A, B und C - eine Stimme für den Umsturz, eine dagegen und eine, die sich nicht entscheiden will: Das Stück bildet den Moment ab, in dem Lenin aus dem Exil zurückkehrt und deutlich macht, dass die Revolution, die das Regime des Zaren gestürzt hat, ihm nicht genügt. Der Umsturz, der nach seinem alten russischen Kalenderzeitraum "Februarrevolution" heißt, war für ihn nur das Vorspiel einer Umwälzung hin zum Sozialismus. Das Szenario ist ein dreiseitiger Konflikt: Ja, nein, vielleicht.

Alle drei Standpunkte, die während des Dramas in Bewegung geraten, sind in einer Krise und wissen das: Stimme A will nie mehr warten, bis die Gelegenheit zum Versuch da ist, eine völlig neue Gesellschaftsgeschichte zu beginnen, Stimme B will nie mehr warten, bis endlich das friedliche und gesetzmäßige, ruhige und freie Leben beginnt, also die Zeit von Krieg und Aufstand vorbei ist, und Stimme C will nie mehr auf den Moment warten, an dem sich zeigt, welche der beiden anderen Haltungen die unbezweifelbar richtige ist.

Alle drei erleben die historische Situation »zwischen Februar und Oktober« 1917 als eine ungeheure Anstrengung, in der zwar alles auf eine Entscheidung hindrängt, die aber eben noch nicht gefallen ist. So wird die Gegenwart ständig von Rückblicken und Visionen heimgesucht.

Eine besondere, geheimnisvolle Rolle spielen Briefe Lenins an seine Geliebte Inessa Armand, deren verborgener zweiter Text zwischen den Zeilen sich im Drama »Nie mehr warten« als eine Art Song herausstellt.

adresscomptoir

Dazu noch eine Empfehlung:
Mit der offenen Beta-Version der ARD Audiothek kommt das Beste aus den Radioprogrammen der ARD und des Deutschlandradios auf Ihr Smartphone und Tablet.
Hören Sie, was Sie wollen, wann Sie es wollen: Dokumentationen, Hörspiele, Interviews und Comedy. Entdecken Sie neue Sendungen und hören Sie, was die Redaktion Ihnen empfiehlt.
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- zum Download bereitgestellte Audios offline nutzen
- Sendungen über externe Geräte abspielen

Archäologie (DCXXXVII) : Stairway To Heaven (1946)

Ein fanstatischer Film heute Abend bei ARTE:


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Völlig abgefahrene Bilder:

http://www.midnightonly.com/wp-content/uploads/2014/12/matter-9.jpg

https://onceuponascreen.files.wordpress.com/2016/01/filming-a-matter-of-life-and-death-a-k-a-stairway-to-heaven-1946.jpg?w=462&h=620

Toller Soundtrack dazu:


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... eigentlich schöner als dieser:


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ARTE empfiehlt auch:

Ich war neunzehn
Es ist Konrad Wolfs eigene Geschichte, die erzählt wird. Als Kind mit seinen Eltern in die Sowjetunion geflohen, kehrt Gregor Hecker im April 1945 mit den russischen Truppen zurück, als ein Soldat unter vielen - und doch ist er nicht wie die anderen. Er ist Sieger, der auch zu den Verlierern gehört und nun versucht, die Deutschen zu verstehen, denen er begegnet.

Splitter: -Parteien (XXII): Wahlen in Zeiten der Postdemokratie: Der niedersächsische Merkel bleibt

https://www.welt.de/img/politik/deutschland/mobile169665716/5341628657-ci23x11-w780/DWO-IP-Nds-EhrlichesWahlergebnis-cw-jpg.jpg

Splitter: -Parteien : Wahlen in Zeiten der Postdemokratie ...

Der niedersächsische Merkel bleibt und die Linke scheitert an den Heckenschützen aus den eigenen Reihen
... Besonders dramatisch: Der Last-Minute-Absturz der Linken. Konnte die Partei bei den Bundestagswahlen vor wenigen Wochen in Niedersachsen noch 323.000 Wähler für sich begeistern, so machten gestern nur noch 177.000 Wähler ihr Kreuz bei der Linken. Wenn man in wenigen Tagen fast jede zweite Stimme verliert, so hat dies natürlich einen Grund. Maßgeblich verantwortlich für die Niederlage der Linken dürfte das Intrigantenstadl rund um die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sein, die pünktlich zur heißen Wahlkampfphase in Niedersachsen nichts Besseres zu tun hatten, als zum Krieg gegen die populäre Fraktionsvorsitzende Wagenknecht zu blasen. Offenbar war die Niederlage der niedersächsischen Linken nicht nur ein „Kollateralschaden“, sondern genau so gewollt, um die inhaltlich orientierten, progressiven Landesverbände zu schwächen. Von Jens Berger.

Das kommt hier gar nicht vor:
Horst Kahrs: Die Wahl zum 18. Niedersächsischen Landtag am 15. Oktober 2017 - Wahlnachtbericht und erste Analyse (RLS)

Backpfeifengesicht(er)


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Metal Hammer
:
    Wer sich schon immer gefragt hat, ob die Herren Abasi, Reyes und Garstka noch alle Latten am Zaun haben, bekommt mit dem Titel des vierten Albums quasi einen Wink mit dem Zaunpfahl.

    Der kollektive Wahnsinn, also – das kommt hin. Denn ganz abgesehen davon, dass man ein echter Meister seines Fachs sein muss, um solche Musik überhaupt spielen zu können – welche kranken Hirne denken sich diesen Kram auch noch aus? Diese Frage muss angesichts solch abge-fahrener Kompositionen wie dem Opener ‘Arithmophobia’ (ein menschen-verachtendes, polyrhythmisches Monstrum, das selbst Meshuggah-Freaks Anerkennung abringen wird) oder dem fast schon beklemmend tighten ‘Inner Assassins’ definitiv erlaubt sein.

    Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, hatte sich das Trio diesmal dazu entschlossen, alles komplett in Eigenregie durchzuziehen – ohne einen Produzenten, der auch mal hinterfragt oder reflektiert. Dies bereitete als Ankündigung definitiv Angst, ist im Endresultat jedoch der musikalische Hirnfick des Jahres. Wer das einmal übersteht, wird direkt süchtig und ergötzt sich an kleinen Details wie dem Hupen-Sound in ‘Ectogenesis’ oder dem packend groovenden und im Gesamtkontext leichtgängigen ‘Backpfeifengesicht’.
Sehr treffend!

ANIMALS AS LEADERS

Notice of Closure: If Charlie Parker Was a Gunslinger, There'd Be a Whole Lot of Dead Copycats Containing Multitudes Since 2004

Sehr schade!

Notice of Closure

As some regular visitors to this blog -- those who dig, and dig deep, into our archives -- may have noticed, a significant, bordering on vast amount of our past content is no longer visible. There is a reason for this. Between 2006 and 2009, roughly, thousands of images on this blog were initially uploaded to Photobucket. It seemed like a good idea at the time and, indeed, the images were preserved and hosted well. I had no complaints.

Very recently, however, Photobucket has drastically changed its policy with respect to 3rd Party hosting. Where before they hosted images gratis, or for a very small monthly fee, now they seek the sum of $400 per year for this service. And until such time as payment is made, we learn, none of the uploaded images will be visible anywhere they were meant to be seen. This has caused something of a controversy among existing Photobucket users. Words of condemnation and great censure have positively filled the air in some quarters. I will not argue with them (indeed, I could probably add a few).

A few years ago, I toyed with closing this blog, since its visitor stats were dwindling and its days of glory (such as they ever were) were fading in the rear view mirror. A few of you might remember that I actually announced such a closure at one time. I couldn't do it. Whatever the lack of new content and however low the stats had fallen, I found I couldn't bring myself to remove this blog from a blogosphere it had occupied, to some acclaim, since 2004; largely because I felt that its archive of images represent, in the aggregate, a somewhat valuable survey of mass culture of the past.

That's how I felt then; it's how I feel now. Sue me.

In any event, I realize now that I would have kept this blog going forever, even if not one further image had been posted by anyone. Just for the archives; no other reason. Unfortunately, Photobucket's decision to take their uploaded images hostage is forcing my hand in a manner I did not ever expect to encounter. I don't have $400 a year to give to these cannibals; not now, nor at any other time. So it is with the deepest regret in the world that I am closing this blog as of now.

In a few days I will post a link to a new blog I'm starting, somewhat (hopefully not too much) along the lines of this one. I'm calling it Facsimile: 'Gunslinger' in Exile, and it's going to be a mix of old and new material (images, podcasts, whatever else comes to mind; the old material repurposed and born anew). It is my hope that visitors to this blog will find something worthy of their time and attention at that one. I'll have it up and running within a couple of weeks. You will be the first to know when it goes live.

Unlike this venture, Facsimile will not be a collaborative enterprise. Other words, I'm flying solo on that one. Therefore, I want to extend my greatest thanks to my co-conspirators: anyone who at any time contributed images to this blog. I also want to thank everyone who ever visited us over the last 12 years, even those of you who hated it. Whatever you thought, you at least saw the images. That's all that matters.

Archäologie (DCXXXVI) : Gedrängte Wochenübersicht - Das Beste aus 4 Jahrtausenden

Jochen Malmsheimer, vielfach ausgezeichneter Kabarettist und öfter mal zu Besuch in Neues aus der Anstalt, wird seinen selbst gestellten hohen Ansprüchen gerecht. Mit leidenschaftlichem Vortrag hebt er die Grenzen zwischen Unsinn und Poesie, Literatur und Kabarett auf und macht selbst vor den ungewöhnlichsten literarischen Höhen nicht Halt. Malmsheimer stellt sich engagiert der Barbarei wie auch der Dummheit in den Weg, um ein Machtwort zu sprechen - mit Subjekt, Prädikat und Objekt, also in ganzen Sätzen. 3sat zeigt eine Aufzeichnung von Jochen Malmsheimer: Gedrängte Wochenübersicht - Das Beste aus 4 Jahrtausenden aus dem Mainzer Forum-Theater unterhaus. Deutschland, 2013

... So ein Standard-Text halt. Ansehen aber dringend empfohlen: Lange nicht mehr so herrlich befreiend abgelacht.
Befreiend ablachen: Kennen Sie doch auch, oder? Schönes Gefühl ...


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Re: Autoritärer Kapitalismus - Desintegration - Separatismus und die Sehnsucht nach dem homogenen Kleinstaat : "Stämme unter sich" oder "Prüfstein der Demokratie"

Interessanter Nachtrag; - gut, dass mal einer diesen Zusammenhang herstellt:

Die Schuld der Euro-Krisenmanager
Was gerade in Katalonien passiert, wirkt wie ein rein innerspanischer Streit um Sprache und Geld. Tatsächlich ist der Konflikt auch eine Folge der globalen Finanzkrise - und des deutschen Euro-Krisenmanagements.
Eine SPON-Kolumne von Thomas Fricke



Autoritärer Kapitalismus - Desintegration - Separatismus und die Sehnsucht nach dem homogenen Kleinstaat : "Stämme unter sich" oder "Prüfstein der Demokratie"

Archäologie (DCXXXV) : Georg Danzer - Traurig aber wahr

Georg Danzer (* 7. Oktober 1946; † 21. Juni 2007)


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... die Sehnsucht nach dem homogenen Kleinstaat - 3 (gleichermaßen schmierige) Varianten im Angebot:

http://static.kleinezeitung.at/images/uploads_520/b/e/a/5299178/62935366-CBCD-4BFF-A864-B51594926112_v0_h.jpg

Ein hilfloser Vorzeige-Sozi, ein konservativer Youngster und ein Rechtspopulist mit Nazi-Kontakten ... - da haben wir in Niedersachsen ja ganz andere Kaliber zur Auswahl.

ps: fefe: Österreich hat auch einen Christian Lindner, und er wird wohl der nächste Bundeskanzler. Ich muss immer nach Koksresten unter der Nase gucken, wenn ich den reden sehe. Der wirkt immer, als hielte er sich für einen Aristokraten, der seine Position von seinen Eltern geerbt hat, und sich nur widerwillig mit ungewaschenem Pöbel wie uns abgibt.

Archäologie (DCXXXIV) : Yusuf / Cat Stevens - Blackness Of The Night : “It’s got a lot of relativity to the situation of many refugee kids today, lost and abandoned, finding themselves separated from their families and homes in a hostile world,” Yusuf says.

Ich liebe dieses Lied und packe diese LP, die ich mir 1967 (oder 68) gekauft habe, wohl mindestens alle zwei Monate einmal aus:


Cat Stevens ‎– New Masters
Label: Deram ‎– SML 1018
Veröffentlicht: 1967


Jetzt neu: Yusuf / Cat Stevens: "The Laughing Apple"
Koproduzent Paul Samwell-Smith, welcher schon Cat Stevens 1970er-Erfolgsalbum “Tea For The Tillerman“ produziert hatte, sowie der walisische Gitarrist Alun Davis, der in der 70er-Jahren den typischen Cat-Stevens-Sound entscheidend prägte, haben an dieser musikalischen Rückbesinnung ihren Anteil.
Yusuf/Cat Stevens taps classic sound in new 'The Laughing Apple' album
Yusuf’s 2017 version of the cut eschews the original’s orchestral strings and woodwinds for a warm mix of acoustic guitar, mellow keyboard, and reserved drums — an arrangement inspired by Procol Harum, one of his “all-time favorite bands.” But he didn’t just want to release a new version of the track for instrumental purposes. “It’s got a lot of relativity to the situation of many refugee kids today, lost and abandoned, finding themselves separated from their families and homes in a hostile world,” Yusuf says.


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Zur Kritik der kulturalistischen Linken

Mir fehlte da immer etwas in meiner Begründung der Ablehnung der hilflosen Hoffnung, wenn der Mensch sich ändere (vegan wird, seinen Feind liebt uswusf), würden sich auch die Verhältnisse ändern. Gefunden in einer lesenswerten Würdigung bei AISTHESIS: Marxens „Kapital“:
    „Der Kritiker bildet sich … ein, daß seine moralische Forderung an die Menschen, ihr Bewusstsein zu verändern, dies veränderte Bewußtsein zustande bringen werde, und er sieht in den durch veränderte empirische Verhältnisse veränderte Menschen, die nun auch natürlich ein anderes Bewußtsein haben, nichts Anderes, als ein verändertes Bewußtsein. … Diese ganze Trennung des Bewußtseins von den ihm zugrunde liegenden Individuen und ihren wirklichen Verhältnissen … ist nur eine alte Philosophenmarotte.“ (Marx, Deutsche Ideologie)

Archäologie (DCXXXIII) : Bein' Green - Abgesang


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Zugabe für meine Debbie-Harry-Sammlung:


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Und noch eine Zugabe für meine Debbie-Harry-Sammlung:



Und noch eine Zugabe für meine Francoise Hardy & Bob Dylan Sammlung :

https://2.bp.blogspot.com/--5fhkXVAnV0/Wd87Qgy9EwI/AAAAAAAAEGU/WWJkBCR_9oUx0FIWMYmXqzzyHo-jCMgOgCLcBGAs/s400/Fran%25C3%25A7oise%2BHardy%2B%2526%2BBob%2BDylan.jpg

Françoise Hardy - Die Diskrete (ARTE)

Content Leadership (III) : "Moralkeule mit Mutterwitz"

Meine "Lieblings-HAZ" ist oder war mal das Flaggschiff der Madsack-Gruppe (an der die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (Medienbeteiligungsgesellschaft der SPD) einen Anteil von 23,1 % hält. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) ist eine tolle Sache; - es sorgt dafür, dass ich, wo ich auch bin, immer die gleiche Grütze zu lesen kriege - versorgt werden sowohl MADSACK-Titel und -Beteiligungen (u.a. Leipziger Volkszeitung, Hannoversche Allgemeine, Märkische Allgemeine) sowie externe Partner (z.B. Kieler Nachrichten, Hildesheimer Allgemeine).

Was früher in Qualitätsmedien das Feuilleton war, heißt dort seit dem relaunch "Kultur und Leben". Heute berichtet dort Karim Saab (früher taz, jetzt Märkische Allgemeine, s.o.) über die Entscheidung, Robert Menasse für seinen Roman "Die Hauptstadt" den Deutschen Buchpreis zu verleihen und bespricht diesen bei der Gelegenheit auch gleich. Dabei unterläuft ihm diese Formulierung:

Als Autor mit jüdischem Hintergrund hat er dem Buch auch die Erfahrung des Holocaust eingeschrieben. Die Moralkeule wird bei ihm aber mit Mutterwitz geschwungen...

Mag sein, dass ich da übersensibel bin. aber ich lese in dieser Formulierung einen Subtext, der mich verstört:

Schon klar, der Jude muss auch beim aktuellen Thema Europa auch noch den Holocaust unterbringen; er kann's halt nicht lassen, der alte Moralkeulenschwinger. Aber wenigstens mit Mutterwitz. Moralkeule ohne Mutterwitz geht gar nicht.

- Wie schon 1998 Martin Walser feststellte: "Auschwitz eignet sich nicht dafür, Drohroutine zu werden, jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel oder Moralkeule oder auch nur Pflichtübung. Was durch solche Ritualisierung zustande kommt, ist von der Qualität eines Lippengebets."
Das Idiom des von allen Seiten verfolgten Märtyrers ist bei Walser zentral. Von einer ganzen Armee von 'Meinungssoldaten', die ihn, den Schriftsteller, 'mit vorgehaltener Moralpistole in den Meinungsdienst nötigen' und Auschwitz als 'jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel oder Moralkeule' missbrauchen, fühlt Walser sich bedroht. Die folgende, so genannte Walser-Bubis-Debatte hat gezeigt, wie brüchig der vermeintliche Konsens in der deutschen Gedächtniskulturwar und ist.

Was mich an Karim Saabs Formulierung also (ver-)stört: Dass einer (der ja ausweislich seiner Biografie kein unpolitischer Döllmer ist) nicht merkt, dass zwischen Erfahrung des Holocaust und Moralkeule - verstärkt noch durch das folgende aber - Walsers Provokation von '98 zwischen den beiden Sätzen unausgesprochen (mit-)geteilt wird. Es kann natürlich auch sein, dass das so gemeint ist. *

Aber wie gesagt: Möglicherweise wittere ich immer Subtexte, wo gar keine sind.
Immerhin: Zum "jüdischen Hintergrund" (sagt man wohl heute so) der Menasses:
Eva Menasse: Vienna
_____________________________________________
* Brillante Analyse von Frau M.:
Freunde oder Feinde... die Lust der Differenz ... einer der Theologie und Wirtschaftswissenschaft studierte... herrje ein Döllmer ist er

Autoritärer Kapitalismus - Desintegration - Separatismus und die Sehnsucht nach dem homogenen Kleinstaat : "Stämme unter sich" oder "Prüfstein der Demokratie"


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Anregend-lesenswert heute in der Süddeutschen:
Gustav Seibt
Stämme unter sich - Selbstbestimmung lädt zur Diktatur ein
    Nach dem katalanischen Referendum soll es in zwei Wochen ein lombardo-venezianisches geben, bei dem der Norden Italiens über seine Selbständigkeit abstimmt. Wie in Spanien sind die Gründe vorwiegend ökonomisch. Wirtschaftlich starke Regionen wollen nicht weiter für ärmere Teile des Landes zahlen, mit denen sie in Nationalstaaten zusammenleben...
So ist das wohl. Damit ist schonmal klar, was ein zentrales Motiv der Sezessionisten ist und dass es nicht primär um Volkstänze und anderes Brauchtum geht.
Im Hinblick auf die demokratietheoretische Seite des Problems erscheint mir Seibts Rekurs auf Dahrendorf ("Europa der Regionen?", Merkur, August 1991) sehr hilfreich zu sein; - zumal hier, wo Teile der Linken seit langem dazu neigen, jede separatistische Revolte als von bedrohten Völkern (sic!) unternommen und damit per se legitim und fortschrittlich, also unterstützungswürdig anzusehen.
    Schon 1991, am Beginn der jugoslawischen Krise, warnte der liberale Denker Ralf Dahrendorf in visionären Aufsätzen vor dieser Tendenz zur Rückkehr in kleine historische Einheiten, vor der neuen Sehnsucht nach Homogenität in einer "Stammesexistenz": "Menschen können oder wollen das Leben in heterogenen Gemeinschaften nicht ertragen; sie suchen ihresgleichen und möglichst nur ihresgleichen", schrieb Dahrendorf 1991 in der Zeitschrift Merkur unter dem Titel "Europa der Regionen?". In einer kurz zuvor gehaltenen Rede entwickelte Dahrendorf die inneren Widersprüche des völkerrechtlichen Konzepts der "Selbstbestimmung": Es würde immer im Namen von anderen in Anspruch genommen, die im Zweifelsfall gar nicht gefragt würden. "Selbstbestimmung lädt zur Diktatur ein", so Dahrendorf.

    Die Begriffe "Stammesgesellschaft", "Stammesexistenz" wählte er dabei mit Bedacht. Sie sind im politischen Denken Karl Poppers, eines der liberalen Lehrer Dahrendorfs, das Gegenüber von "offenen Gesellschaften", in denen Verschiedene mit gleichen Rechten zusammenleben. Den heterogenen Nationalstaat nannte Ralf Dahrendorf in seinem Merkur-Beitrag "größte Errungenschaft der politischen Zivilisation". Denn das sind die europäischen Nationalstaaten: heterogen, innerlich voller Verschiedenheiten, historische Regionen, unterschiedliche Konfessionen und Dialekte überwölbend, mit Mehr- und Minderheiten.

    Den homogenen Nationalstaat, das Phantasma vieler Nationalisten, kann es nur auf kleinstem Raum geben, wo das Volk als Großfamilie, als Clan-Verband, eben als "Stamm" begriffen wird, nicht als historisch gewachsene Rechtsgemeinschaft von Bürgern, die sich als Gleiche anerkennen. Alle Versuche, in großen Nationen Homogenität, Einförmigkeit von Volk oder Kultur herzustellen, endeten in brutaler Unterdrückung, oft mit ethnischen Säuberungen, gar Massenmorden.

    Doch die Lösung, die Einheiten so zu stückeln, dass nur noch homogene Kleinststaaten zurückbleiben - also ein "Europa der Regionen" - erschien dem Liberalen Dahrendorf keineswegs wünschenswert. Denn die Homogenität unterlaufe die "Idee von Bürgerschaft". Diese besteht darin, dass sie ein Leben mit Unterschieden erlaubt. Und diese Unterschiede betreffen eben nicht nur Sprache oder Herkunft, sondern auch alle anderen Aspekte, in denen Bürgerindividuen sich unterscheiden können, Religion, weltanschauliche und politische Überzeugung, sexuelle Orientierung. Je kleiner und homogener ein Ländchen ist, umso geringer wird ganz allgemein seine Verschiedenheitstoleranz, und die demokratische Idee der Gleichheit droht sich auf ethnische Gleichförmigkeit zu verengen. Aus dem politischen Demos, dem Souverän der Demokratie, wird das völkische Ethnos, der Stamm, die Gemeinschaft.
Den Merkur-Aufsatz gibt es hier für 2 €, - ein Jahr später argumentiert Dahrendorf ähnlich hier:
Die EG - Modell und Wirklichkeit
Europa im Herbst 1992 - Betrachtungen über das Projekt Europa.

Von Ralf Dahrendorf (NZZ Folio)

Lesenswert!
Zur weiteren theoretischen Grundlegung sei empfohlen:
Hauke Brunkhorst: Staatsbürgeruniversalismus contra Nationalstaat (1993) - mit diesem weitsichtigen Ausblick:
    Ein Festungsblock gegen die 'fundamentalistische' Immigranten- und
    Asylantenflut und all die Armut der Welt würde beispielsweise Europa in
    einen wohlstandschauvenistisch unf besitzindividualistisch homogenisierten
    Nationalstaat zurückverwandeln. Das ist keine abstrakte Möglichkeit. Es ist
    die sehr reale Alternative der Europäischen Gemeinschaft, ein »Block unter
    Blöcken« zu werden, das »das alte Trauerspiel der Nationen mit neuen Akteuren
    und Kulissen« fortführte - oder doch noch einen entschlossenen »Schritt auf
    dem Weg zur Weltbürgergesellschaft« zu tun.16
    Auch die europäische Einigung kann zu einem Rückfall unter das zivilisatorische
    Niveau des Nationalstaats der Französischen Revolution führen. Diese Gefahr
    ist sehr real und höchst aktuell, - seit der, bislang glücklicherweise weitgehend
    Semantik gebliebenen, Wiederkehr des reaktionären »Primats der Außenpolitik«
    im Golf-Krieg und seit der neuen westeuropäischen Fremdenfeindlichkeit.
    Unter ungünstigen wirtschaftlichen und weltpolitischen Konstellationen könnte
    das leicht zum Durchbruch eines aggressiv eurozentrischen und ethnoeuropäischen
    Kollektivbewußtseins führen.
    Es gibt also eine Möglichkeit des Rückfalls vom heterogenen Nationalstaat in
    ein besitzindividualistisches Europa des Geldes und der Macht. Weil sie damit
    nicht rechnet, hat Ralf Dahrendorf die wolkige Rede vom Europa der Regionen
    mit Recht kritisiert. »Der heterogene Nationalstaat«, schreibt er, »war die
    größte Errungenschaft der politischen Zivilisation. In ihm kamen Bürgerrechte
    wirksam zum Geltung, nämlich als gleiche Grundrechte für Menschen
    unterschiedlicher Zugehörigkeiten. Zu diesen Grundrechten gehörte immer
    auch das auf geschützte Entfaltung der kulturellen, religiösen, ethnischen
    Besonderheiten. Zusammen mit den Grundrechten des Einzelnen wurden solche
    Rechte durch Verfassungen garantiert. Der Rechtsstaat ermöglichte den Rekurs
    auf Instanzen der Erzwingung; er schaffte den gemeinsamen Grund, auf dem
    die Vielfalt der menschlichen Interessen und Bedürfnisse gedeihen konnte.«17
    Vor Nationalstaatsillusionen ist indes zu warnen. Denn wenn der vorlaufende
    europäische Schritt zur Weltbürgergesellschaft am Wohlstandschauvinismus,
    an der Macht legitimationsfreier Entscheidungsinstanzen und an den Interessen
    des Kapitals scheitert, wird auch von den in die alten Nationalstaaten
    zurückgedrängten »Inseln der Freiheit« (Dahrendorf) nicht viel bleiben.
    Sie
    werden von der Flutwelle fortgespült werden, mit der der europäische
    Festungsblock in die aufgewühlte See der Weltgesellschaft plumpst...
So ist es denn wohl gekommen: Die neoliberale Deformation Europas, und so ist auch verständlich, dass DiEM25 zu einer ganz anderen Einschätzung kommt:
    Sie ergreifen damit die Partei schlechthin des Staates, die Partei der um (fast) jeden Preis zu sichernden Einheit des Staates und folglich der Staatsgewalt. Daran ändert sich nichts, wenn die Staatsbejahung nicht in nationalen, sondern in sozialen Kategorien begründet wird: um Mehrheitsentscheidungen geht es in beiden Fällen. Das ist es, dem wir uns prinzipiell widersetzen.

    Aus demselben Grund ist die katalanische Frage für uns keine nationale und damit auch keine Frage eines nationalen Staates, sondern eine Demokratiefrage. Sie stellt sich nicht nur in jeder real existierenden, sie stellt sich auch in jeder möglichen Demokratie, sie ist die Demokratiefrage schlechthin, die unvermeidliche Selbst-Infragestellung jeder Demokratie. Sie stellt sich, solange die Demokratie staatlich verfasst sein wird, und sie stellt sich, solange die Demokratie sich in Mehrheitsverhältnissen feststellt. Sie artikuliert das Selbstverteidigungsrecht der Minderheiten, und sie konkretisiert dieses Recht als Recht auf Separation und Sezession. Der letzte Schritt ist essenziell, weil das das Selbstverteidigungsrecht der Minderheit erst als Recht auf Separation oder Sezession praktisch wird. Das Recht auf Separation oder Sezession wird deshalb augenblicklich auch und gerade in einem katalanischen, kurdischen, korsischen, irischen, schottischen, palästinensischen, tamilischen Staat oder in einem Staat der Rohingya zum essenziellen Recht seiner Minderheiten und damit zum Prüfstein der Demokratie...

    (Katalonien: Demokratie und Sezession -Thomas Seibert -Okt 5, 2017)
Was allerdings von Varoufakis (Zwischen Piketty und Macron) zu halten ist, weiß ich auch nicht mehr so genau ...

Hilfreicher scheinen mir - von Fefe empfohlen - diese Erläuterungen von Hans-Ingo Radatz:
    Es stellt sich nämlich raus, dass diese Länderfinanzausgleich-Geschichte gar nicht, wie viele Beobachter (inklusive meiner Wenigkeit) spontan angenommen haben, der Kern der Problematik ist, sondern eher so ein "das sollten wir bei der Gelegenheit auch gleich mal klären"-Ding. Und dass der Verhandlungstisch keine so attraktive Option ist, wie man als Beobachter annehmen könnte, der verpennt hat, dass die da seit Jahren verhandelt haben. Ergebnis:
    Diese Vorschläge lassen sich als eine hypothetische Ausformulierung dessen lesen, was besonnene Kommentatoren der katalanischen Seite als Alternative zu ihrem Unabhängigkeitskurs vorzuschlagen scheinen. Das Problem dabei ist nun, dass all diese Verhandlungen längst stattgefunden haben und gescheitert sind.
    Es gab erfolgreiche Verhandlungen und die Sache war schon so gut wie vom Tisch.
    All diese Initiativen sind mittlerweile am Widerstand Rajoys und seiner Partei gescheitert. Es ist zudem offensichtlich, dass dieses Scheitern kein Zwischenergebnis ist, über das noch nachverhandelt werden könnte, denn die Argumente des spanischen Ministerpräsidenten erlauben keine Dialektik. Seine rotunde Zurückweisung der katalanischen Forderungen begründet Rajoy damit, dass Spanien eben keine „nación de naciones“ sei; vielmehr gebe es „nur eine Nation, die spanische!“
    Der Präsident stellt sich quer. Es sind nicht die unnachgiebigen, rebellischen Katalanen, die hier das Problem sind, sondern die unnachgiebige Repressionspolitik des Präsidenten. ...
Ähnlich sieht das Pepe Escobar (Asia Times) : Fascist Franco may have been dead for more than four decades, but Spain is still encumbered with his dictatorial corpse. A new paradigm has been coined right inside the lofty European Union, self-described home/patronizing dispenser of human rights to lesser regions across the planet: “In the name of democracy, refrain from voting, or else.” Call it democracy nano-Franco style.


Nachtrag:
Separatismus als Flucht vor der Krise
Telepolis, 16. Oktober 2017, Tomasz Konicz
    .. Sozioökonomisch gibt es einen großen gemeinsamen Nenner, auf den man den Europäischen Separatismus bringen kann: Nahezu alle derzeit im Aufschwung befindlichen separatistischen Bewegungen Europas werden - aller identitären und demokratischen Rhetorik zum Trotz - maßgeblich durch ökonomische Prozesse und Faktoren befeuert.

    Bemerkenswert an dieser europaweiten Welle des Separatismus ist vor allem der Umstand, dass sie zumeist durch wohlhabende und sozioökonomisch avancierte Regionen getragen wird: durch Katalonien in Spanien, Südtirol und Norditalien ("Pandanien") in Italien oder Flandern in Belgien. All diesen Fällen ist die krisenbedingte Tendenz gemein, sich durch eine Abspaltung von den ärmeren - und im Gefolge von Eurokrise und deutschem Spardiktat besonders hart getroffenen - Landesteilen abzukoppeln.

    Obwohl sie auf mitunter uralten, historisch grundierten regionalen Differenzen und Animositäten gründen, sind die gegenwärtigen sezessionistischen Konflikte somit vor allem durch eine ökonomistische Wirtschaftsstandortideologie determiniert: Durch die Abtrennung vom - krisengeschüttelten - Staatsverbund möchten die Separatisten eine Verbesserung ihrer sozioökonomischen Lage erreichen.

    Es ist dieselbe Krisenlogik, die bei den meisten dieser separatistischen Auseinandersetzungen greift: Die ökonomisch abgeschlagenen Regionen werden von den avancierten Regionen als "Schmarotzer" wahrgenommen, die in der Krise zu einer unzumutbaren Belastung würden. Diese Sichtweise - die in einer allgemeinen Tendenz zur Exklusion der Krisenverlierer aufgeht - gewinnt in Katalonien, Flandern, Bayern und Norditalien an Boden...

    Der Identitätswahn, der den Aufstieg der Neuen Rechten begleitet, verweist letztendlich auf eine unverarbeitete Zukunftsangst in weiten Bevölkerungsteilen, die sich hierdurch in eine imaginierte heile Vergangenheit flüchten wollen. Mit der forcierten Rückbesinnung auf nationale oder ethnische Identitäten, die ohnehin einen krisenbedingten Wandel erfahren, wird letztendlich ein Festhalten am Gegebenen intendiert, an den sozialen Strukturen, die eben diese Identitäten ausformen.

    Die eigene Identität - die ja ohnehin ein Produkt der sich wandelnden Sozialisation ist - wird als eine unveränderliche, rassisch oder kulturell bedingte Eigenschaft des Subjekts imaginiert. Sie erscheint als ein Anker, als ein Orientierungspunkt in einer von chaotischen Umbrüchen verheerten Welt. Die Identität erscheint in der Krise somit als etwas, das kein Umbruch, das kein sozialer Wandel dem Subjekt nehmen kann.

    Und gerade dies ist die größte Lüge des europäischen Neonationalismus, wie ein Blick auf die Wandlungen allein der deutschen Identität offenbart. Obwohl die Neue Rechte zurück in die Vergangenheit will, leistet sie somit objektiv der drohenden krisenbedingten Barbarisierung Vorschub.

Science-Fiction-Filme erzählen nie von der Zukunft, sondern immer von ihrer Gegenwart

Georg Seeßlen über "Blade Runner 2049"
Porträt eines selbstmörderischen Rebellen

Der neue "Blade Runner" hat großen Schauwert. Vor allem fragt er jedoch, ob es gegen einen Diktatur und Religion gewordenen Kapitalismus noch wirksame Auflehnung gibt.

Autoritärer Kapitalismus - Desintegration - Merkelianismus und die autoritär-nationalradikale Revolte

Wichtig: Weil Heitmeyer seit langem darauf hinweist, dass Integration kein Flüchtlingsproblem ist!!

Was der Kapitalismus mit dem Wahlerfolg der AfD zu tun hat - und warum ihre Anhänger einen "autoritären Nationalradikalismus" vertreten. Ein Gespräch mit dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer.
(Interview von Markus C. Schulte von Drach in der Süddeutschen vom 4. Oktober 2017)
Wilhelm Heitmeyer, 72, war bis 2013 Direktor des Institus für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld. Seit den 80er Jahren untersuchte er Rechtsextremismus, von 2002 bis 2012 lief seine Langzeitstudie zur "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit". --> Heitmeyer bei GBlog!
    ... Ich habe bereits 2001 vor einer Entwicklung gewarnt, deren Gewinner ein rabiater Rechtspopulismus sein würde. Unsere These war damals: Mit Hilfe der Globalisierung breitet sich ein autoritärer Kapitalismus aus, der einen erheblichen Kontrollgewinn über die Gesellschaft erzielt. Zugleich führt er zu einem Verlust der Kontrolle nationalstaatlicher Politik.

    In Teilen der Bevölkerung wird es außerdem so wahrgenommen, dass sie auch selbst Kontrolle verlieren - über die eigene Biografie, und auch über die Politik. Das führt bei ihnen zu einer Demokratie-Entleerung und zu Desintegration. Dadurch wächst die Gefahr, dass diese Menschen ihr Heil bei den Rechten suchen, die ihnen versprechen, ihnen die Kontrolle zurückzugeben.

    Integriert sein bedeutet, dass Menschen Zugang zu den Institutionen der Gesellschaft wie dem Arbeitsmarkt, dem kulturellen und politischen Leben haben, und auch - das ist sehr wichtig - dass sie sich als anerkannt wahrnehmen. Das Wahrgenommenwerden und die Anerkennung sind für viele aber nicht gewährleistet. Das gilt nicht nur für Zugewanderte und Flüchtlinge, sondern auch für Einheimische, vor allem für viele Menschen im Osten. Nach der Wiedervereinigung wurde bei vielen die Leistung eines ganzen Lebens entwertet. Ganze Landstriche sind dort desintegriert.

    Menschen haben das Gefühl, dass sie oder die Gruppe, der sie sich zugehörig fühlen, in der Politik keine Stimme haben, dass sie überhaupt nicht wahrgenommen werden. Und bekanntlich ist der, der nicht wahrgenommen wird, ein Nichts. Das wiederum schwächt den Glauben an die Demokratie. Sie verliert an Bedeutung. Es kommt zu einer Demokratie-Entleerung. Das heißt, der Apparat läuft zwar wie geschmiert, aber die notwendige Substanz des Vertrauens verflüchtigt sich.

    Das geschieht schleichend schon seit langem. Bereits 2002 konnten wir feststellen, dass etwa 20 Prozent der Bevölkerung rechtpopulistisch eingestellt sind. Ein Teil war wahlpolitisch gesehen bei anderen Parteien unterwegs oder ausgeklinkt. Oder sie sind in ihrer Hoffnungslosigkeit und ihrem Unterlegenheitsgefühl in eine wutgetränkte Apathie verfallen. Bei Pegida und der AfD haben dann viele offenbar das Gefühl gehabt, hier gebe es einen Ort, wo sie sich endlich Gehör verschaffen können.
    ...
    Für mich steht die(se) Partei ... für einen neuen Typus eines autoritären Nationalradikalismus. Eben weil es in erster Linie um die autoritäre Wiederherstellung von Kontrolle geht - über das eigene Leben, über die sozialen Verhältnisse, über die Grenzen. Und auch über die herrschende Politik, die sie nach rechts treiben will...
Lesebefehl!!


Zur Ost-West-Differenzierung noch diese Information:

(BIAJ) Nahezu 68 Prozent der AfD-Wähler und -Wählerinnen lebt in Westdeutschland - nach vorläufigen amtlichen Endergebnissen erhielt die AfD bei den Bundestagswahlen am 24. September 2017 in Westdeutschland 3,970 Millionen ihrer insgesamt 5,877 Millionen gültigen Zweitstimmen (67,6 Prozent). Dies wird unter Überschriften wie "Der typische AfD-Wähler - Arbeiter, männlich, ostdeutsch" vergessen bzw. verdrängt. Trotz der i.d.R. weit überdurchschnittichen AfD-Stimmanteile in den ostdeutschen Wahlkreisen (siehe PDF_BIAJ20170930) hätten die ostdeutschen AfD-Stimmen allein nicht zum Einzug in den Deutschen Bundestag gereicht. 4,1 Prozentpunkte des AfD-Wahlergebnisses (12,6 Prozent der gültigen Zweitstimmen) kamen aus Ostdeutschland, 8,5 Prozentpunkte aus Westdeutschland.

AfD-Waehler_-Nahezu-68-Prozent-lebt-in-Westdeutschland


Im Anschluss an Heitmeyer korrigiere ich meine These von neulich
(Es ist der Merkelianismus selbst, der die faschistoide Revolte hervorbringt) dahingehend, dass ich faschistoide Revolte ersetze durch Heitmeyers Begriff der autoritären nationalradikalen Revolte.
Die These lautet also nun:

      Merkelianismus besteht aus einfachen Grundzutaten: Erzeugung eines Nebels von Harmonie, egal wie erkauft, gelogen, geträumt. Darunter: Stärkung der staatlichen Gewalt, Polizei, Überwachung, Militär, Geheimdienst. Darunter: Abbau des Staates als fürsorgendes und beschützendes Instrument der Gemeinschaft, Übereignung des Geschehens an die großen Spieler des Marktes. Darunter (und da schließt sich der Kreis): Erzeugung eines neuen Wir-Gefühls, in dem die Politik des Neoliberalismus als Schicksal angesehen wird, dem gegenüber nur familiäre Wärme und gleichzeitig Härte helfen kann.

      Seeßlens vorzügliche Definition zuletzt zitiert hier: Fake News 4.0 : Merkel an Trump: "Nichts wird uns aufhalten"

    Es ist der Merkelianismus selbst, der die autoritär-nationalradikale Revolte hervorbringt.

In dieser Fassung wird deutlicher, dass diejenigen, die prollig-pöbelnd (eher Ost) bzw. aus der bürgerlichen Mitte heraus (eher West) AfD-wählend revoltieren, wohl wahrnehmen, dass der Nebel von Harmonie erkauft, gelogen, geträumt ist, dass der Staat als fürsorgendes und beschützendes Instrument der Gemeinschaftabgebaut wird, auch dass es eine Übereignung des Geschehens an die großen Spieler des Marktes gibt, wohl weniger, dass die gewünschte Stärkung der staatlichen Gewalt, Polizei, Überwachung, Militär, Geheimdienst ja längst stattfindet; - so dass sie sich dem neuen Wir-Gefühl, in dem die Politik des Neoliberalismus als Schicksal angesehen wird, verweigern, aber gleichzeitig darauf bestehen, dass dem gegenüber nur familiäre Wärme und gleichzeitig Härte helfen kann = s.o. die autoritäre Wiederherstellung von Kontrolle - im nach dem Muster der politischen Tugendgemeinschaft homogenisierten Nationalstaat. (Der ist aber etwas grundsätzlich Anderes als der heterogene Nationalstaat mit seinem Universalismus der Staatsbürgerschaft (s.o.).

Nicht verschwiegen werden darf, dass es auch ein Problem der (Schwäche der) Linken ist, wenn der Zusammenhang von autoritärem Kapitalismus, Desintegration und gescheitertem Merkelianismus nicht von größeren Teilen der Betroffenen durchschaut wird. Oder müsssen wir davon ausgehen, dass es eine genetische Konstante gibt, dass (zu allen Zeiten mindestens) 20 Prozent der deutschen Bevölkerung rechtspopulistisch-autoritär-faschistoid eingestellt sind? Ich bin da manchmal nicht so sicher. Gibt es so etwas wie einen Nationlacharakter?

https://gutezitate.com/zitate-bilder/zitat-volksfeste-freuen-mich-besonders-sie-sprechen-den-nationalcharakter-aus-der-sich-auf-kinder-und-ludwig-i-von-bayern-209386.jpg

Archäologie (DCXXXII) : "Kalter Bürgerkrieg"

Josef Foschepoth, bis 2013 Professor für Zeitgeschichte in Freiburg und ein profunder Kenner der KPD-Geschichte, hat den von ihm so genannten "Kalten Bürgerkrieg" der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte eindringlich, ungeschminkt und angesichts des komplizierten Themas auch für Nichtjuristen spannend beschrieben. Seine Hauptthese, dass das Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG), das mit einem Verbot der KPD endete, selbst verfassungswidrig war, belegt er mit zahlreichen bislang unveröffentlichten Dokumenten....
Erst im Jahr 1968, nachdem 6900 Kommunisten verurteilt worden waren (zum Vergleich: bis dahin gab es 961 NS-Prozesse), viele ihren Arbeitsplatz oder auch ihre Entschädigungszahlungen für Haftzeiten im "Dritten Reich" verloren hatten, kam die bundesrepublikanische Wende: Für alle bis dahin begangenen politischen Straftaten beschloss der Bundestag eine Amnestie, es wurde ein bis dahin nicht vorhandener zweiter Rechtsweg eingeführt, das Legalitätsprinzip wurde durch das Opportunitätsprinzip ersetzt. Dies bedeutete, leider viel zu spät, das Ende des deutschen Gesinnungsstrafrechts.

(Rezension in der Süddeutschen von Ralf Husemann)

Josef Foschepoth: Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017. 492 Seiten, 40 Euro. E-Book: 32,99 Euro.

Review:
    Ein schöner Artikel von Jürgen Theiner (Weserkurier, 06.08.2016)
    Opfer der Gesinnungsjustiz
    60 Jahre KPD-Verbot: Zeitzeugen erinnern sich

    Das Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) jährt sich in diesen Tagen zum sechzigsten Mal. Der Gröpelinger Willi Gerns erlebte den Tag hinter Gittern... Lesebefehl!!

    http://www.weser-kurier.de/cms_media/module_img/4271/2135973_1_dossierdetail_57a4fb290724d.jpg
    Heinrich Hannover (links) und Willi Gerns.

    Um die Jahrtausendwende, als in Berlin eine rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder amtierte, hielt Heinrich Hannover den Zeitpunkt für gekommen, eine Rehabilitierung der Opfer der antikommunistischen Gesinnungsjustiz in die Wege zu leiten. In einem Brief wandte er sich in diesem Sinne an Schröder, der vor seiner politischen Karriere selbst Anwalt war und den Hannover gut zu kennen glaubte.
    „Von Schröder habe ich allerdings keine Antwort bekommen“, bedauert Hannover. „Stattdessen schrieb mir ein Ministerialrat, dass in Westdeutschland immer alles rechtsstaatlich zugegangen sei. Dem habe ich dann zurückgeschrieben, er möge seinem Chef ausrichten, dass er sich schämen soll.“
    Archäologie (DXLI) : 60 Jahre KPD-Verbot

Das war und ist der autoritäre Staat, dem die autoritär-nationalradikale Revolte hündisch sich unterwirft, auf dass der noch autoritärer werde ... gegen die, die nicht Wir sind:

Der Faschist und die Faschistin müssen hassen, und das Objekt ihres Hasses muss das Schwache sein, weil sie die drei wesentlichen Ziele des Menschseins verfehlen mussten: Die Gestaltung des eigenen Lebens als Teil einer Verbesserung der Welt, die Identifikation des anderen nicht nur als Objekt des Begehrens, sondern als das geliebte Andere (durch das ich erst vollständig werde) und schließlich das Erlernen und Abwägen der Sprachen und Kulturen.
Georg Seeßlen - Tanz den Adolf Hitler

Archäologie (DCXXXI) : Cary Grant Digs Leonard Cohen


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Wenn ein Millionenheer von Flüchtlingen ... (XXX) : Bernard Lavilliers - Croisières Méditerranéennes


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Vgl. auch Anja Reschkes Anmoderation von gestern: Nachzug: Abschreckung statt Willkommenskultur | Panorama | NDR

Die GBlogSuche nach »Wenn ein Millionenheer von Flüchtlingen ..« hat 49 Resultate geliefert

Forms & Feelings (XXI) : Die Herbstin

Bild könnte enthalten: Natur

Gefunden bei Peter Glaser (Facebook)
Quelle: http://alliswall.com/funny/leaf-like-lips

... und ihr Freund / ihre Freundin


DSCI0865

Gefunden im Ultental.

Die GBlogSuche nach »Forms and Feelings« hat 20 Resultate geliefert.

Archäologie (DCXXX) : "BLOW-UP" & "SYMPATHY FOR THE DEVIL" - Der Film in 6:20 ... Und der notorische Verdacht aus dem Film Blow Up, dass man eine Leiche findet, wenn man die Bilder nur größer macht ...

Wiedergefunden:


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Archäologie CDLIII: Blow Up - Blowing Up The Photographs

Eine Art Lebensbuch: Uwe Timm - "Ikarien"

Um es vorwegzunehmen: Ich bin noch nicht durch, aber: nach oder noch vor "Rot" sein bester Roman!


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In seinem neuen Roman verbindet Uwe Timm eigene Erinnerungen mit der Geschichte der Eugenik.... Über 30 Jahre, berichtete er Cornelia Zetzsche im Gespräch, habe er an seinem neuen Roman "Ikarien" gearbeitet, eine Art Lebensbuch, in dem er an der Geschichte von Alfred Ploetz, dem Begründer der Rassenhygiene, vom Traum des makellosen Menschen erzählt und von philosophischen Ansätzen zu einer besseren Welt. (BR-radioTexte - Das offene Buch)

"Ikarien": Ulrich Noethen liest Uwe Timm (1/3)
(2/3)
(3/3)

[Ein Erzählen, das in der Sprache versucht, die Biographie der Wörter zu vergegenwärtigen - Uwe Timm (nachträglich) zum 75. Geburtstag]

Ich komme darauf zurück.

Zunächst mit diesem Link:
Der (Alp-)Traum von Reinheit und Gesundheit. Zu Uwe Timms Roman Ikarien.
Götz Eisenberg[ hat das Buch „Ikarien“ von Uwe Timm gelesen, für die NachDenkSeiten besprochen und zugleich ergänzt. Albrecht Müller.
Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Eine Art Lebensalbum: Van Morrison, Chris Farlowe, Georgie Fame, Jeff Beck and Paul Jones - "Roll With The Punches"


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Van Morrison and Chris Farlowe perform Transformation live at the Royal Albert Hall for Later… with Jools Holland’s 25th anniversary celebration.

Roll With The Punches is available now.


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Anytime you have the great Van Morrison covering strong material with excellent musicians you know you’re in for treat. Morrison follows 2016’s strong release Keep Me Singing with his 37th studio album, which he self-produced. The album contains ten covers of old blues and soul classics along with five songs written by Morrison. The album was produced by Morrison. Van’s voice is still an incredible instrument, and he brings passion to these blues songs, whether cover or original. Morrison has stated that from a very early age he connected with the blues. A strong group of collaborators join him on the album including Chris Farlowe, Georgie Fame, Jeff Beck (who contributes to seven of the songs), Paul Jones and Jason Rebello.

Unglaublich: All meine ganz Großen auf einem Album!


Van Morrison joined Paul Jones to talk about his new blues album "Roll With The Punches". The pair also discuss the complicated nature of fame, the iconic Last Waltz concert and, as Radio 2 turns 50, take a look back at what Van was 50 doing years ago...
The Blues Show with Paul Jones
Broadcast Monday 25th September, 2017
22 days left to listen
Anhörbefehl!!

to roll with the punches [fig.] [idiom] : Waren hier Wahlen?

Was die sog. Qualitätsmedien veranstalten, seit es seit der Wahl eigentlich nichts zu berichten gibt, ist grotesk. Ich mag das nicht kommentieren.

Von mir nur diese Information:

(BIAJ) Nahezu 68 Prozent der AfD-Wähler und -Wählerinnen lebt in Westdeutschland - nach vorläufigen amtlichen Endergebnissen erhielt die AfD bei den Bundestagswahlen am 24. September 2017 in Westdeutschland 3,970 Millionen ihrer insgesamt 5,877 Millionen gültigen Zweitstimmen (67,6 Prozent). Dies wird unter Überschriften wie "Der typische AfD-Wähler - Arbeiter, männlich, ostdeutsch" vergessen bzw. verdrängt. Trotz der i.d.R. weit überdurchschnittichen AfD-Stimmanteile in den ostdeutschen Wahlkreisen (siehe PDF_BIAJ20170930) hätten die ostdeutschen AfD-Stimmen allein nicht zum Einzug in den Deutschen Bundestag gereicht. 4,1 Prozentpunkte des AfD-Wahlergebnisses (12,6 Prozent der gültigen Zweitstimmen) kamen aus Ostdeutschland, 8,5 Prozentpunkte aus Westdeutschland.

AfD-Waehler_-Nahezu-68-Prozent-lebt-in-Westdeutschland

...



Vorm Wandern hat GBlog noch ein Querfront-Meme versucht!

GBlog hat gewählt ... und geht Wandern

... und erwartet sowas (nothing new under the sun):


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http://www.sagen.at/fotos/data/863/medium/St_Gertraud_Ulten.jpg

# Wirtschaftskompetenz


Deutschland im Jahre 2000 (Tagesspiegel, 27.11.2004):
Christian Lindner ... sitzt seit 2000 für die Liberalen im Düsseldorfer Landtag.
Die Politik hat ihn damals offenbar nicht ausgefüllt: eine von Lindner geführte Firma hat in der Rekordzeit von 18 Monaten fast zwei Millionen Euro aus dem Topf der Kreditanstalt für Wiederaufbau verbrannt; eine zweite Kölner Firma wurde ebenfalls mangels Aufträgen liquidiert. „Da gab es Licht und Schatten“, sagt Lindner, „ohne Risiko geht es nicht“. Jetzt habe er aus Fehlern gelernt und seine Aktivitäten neu verteilt. „Ich konzentriere mich jetzt auf das Mandat, ich mache da eine Portfolio-Bereinigung“, sagt er. Die Geschichte mit der Moomax GmbH hält er für abgeschlossen. Mit seinem Bekannten Hartmut Knüppel hatte er am 29. Mai 2000 – kurz nach seinem Landtagseinzug – die Firma gegründet. 30 000 Euro Stammkapital sollten reichen, um während des Internetbooms reich zu werden. 20 IT-Spezialisten, Psychologen, Texter, Journalisten und Drehbuchautoren wollten anderen Firmen so genannte Avatare verkaufen – kleine Figuren, die Einkäufe im Internet erleichtern.
Nach knapp einem Jahr mussten Lindner und Knüppel gehen – „zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit des Unternehmens“, wie Moomax schrieb. Neuer Besitzer war eine Investmentfirma namens Enjoyventure. Wenig später war Moomax pleite: die KfW hatte laut Enjoyventure 1,2 Millionen verloren, die beteiligte Bank war mit einem sechsstelligen Betrag beteiligt, und gegen sonstige Forderungen von 172 338 Euro standen nur noch Vermögenswerte von 15 339 Euro.



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Warum uns mit Merkels Praktikant die Krise droht
Die FDP bekommt für die angebliche Eitelkeit ihres Spitzenkandidaten viel Spott ab. Wichtiger wäre es, sich ernsthaft mit dem auseinanderzusetzen, was die Partei im Programm hat. Keine guten Aussichten für unsere Zukunft. - Eine SPON-Kolumne von Thomas Fricke


Christian Lindner blickt traurig und desillusioniert von seinen Wahlplakaten. Er lehnt hemdsärmelig wie die billige Kopie von James Dean am Plakatrand. Seine politische Masche baut auf die Inszenierung der antiheldischen Melancholie. Ein anderer Antiheld machts jetzt ohne seinen Doktor. ( 15. September 2017, Roberto J. De Lapuente)

http://fdp-porta.de/FDP/wp-content/uploads/2014/02/1.png

Digitales Geräteturnen
Es ist Zeit, dem reflexhaften Ruf nach der digitalen Schule eine pädagogische Reflexion entgegenzusetzen. Warum? Damit die Schulen nicht zur nächsten Reform verdonnert werden, die dann die heute zu kurzsichtige Politik irgendwann wieder zurücknehmen muss.

Von Susanne Klein (Süddeutsche, 15. September 2017)
Lesebefehl!!

...
http://unimut.stura.uni-heidelberg.de/features/wahlkrampf04/wahl29.jpg

Was ist eigentlich aus Dr. Silvana Koch-Mehrin geworden?
Im November 2014 hat die PR- und Kommunikationsfirma gplus europe Koch-Mehrin als politische Beraterin (Senior Policy Advisor) mit Sitz in Brüssel eingestellt. gplus Kunden sind sehr an TTIP und Handelspolitik interessiert. (Für Hannoveraner_*innen: Da finden Sie auch Rita Pawelski wieder!)

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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