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Archäologie (DLXXXIII) : The Secret World of Serge Gainsbourg




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The Secret World of Serge Gainsbourg - From the fevered imagination of exilestreet

Karte und Gebiet - The Map Is Not The Territory

... oder: Die Welt unter der Narrenkappe

nosce-te-ipsum

Die einschlägigigen Blogs kümmern sich gestern und heute u.a. um eine Karte der deutsche Medienlandschaft, die ein sog. politischer „think tank“ namens „polisphere“ am Dienstagmorgen veröffentlicht hat.
http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2017/02/medienlandschaft.jpg
Ruhrbarone und Salonkolumnisten nehmen nun Anstoß daran, dass eine ehemalige Mitarbeiterin des „Tagesspiegel“-Verlages dieses Ranking zur Seriösität der deutschen Medienlandschaft erstellt hat: Auf Platz eins: Der „Tagesspiegel“.

Die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Karte bleibt dünn, - so auf der Ebene der Verfasserin:
„Unsere Übersicht ist selbstverständlich nur eine Diskussionsgrundlage und keine wissenschaftliche Ausarbeitung, beruht auf persönlichen Einschätzungen (nicht nur des polisphere-Teams) und ist natürlich nicht abschließend.“

Was mich langsam aus der Welt fallen lässt, ist das offenbar konsensfähige Koordinatensystem als solches - und natürlich auch die Verortung einzelner Marken in demselben. Wieso die persönlichen Einschätzungen so ausfallen, wie sie ausfallen, ist nachvollziehbar, wenn man sich das team von polisphere e.V. – Verein zur Förderung der politischen Kommunikation – ansieht:
Die Generation der Enddreißiger, die meint sich so verkaufen zu müssen:
    ... ist Executive Consultant von Ole von Beust Consulting, sowie Geschäftsführer der CAIDAO Beratungsgesellschaft mbH, Berlin. Inhaltlich leitet ... Projekte an der Schnittstelle von Personal- und Organisationsentwicklung sowie Strategie- und Kommunikationsberatung. Berufserfahrung konnte ... zuvor als Berliner Niederlassungsleiter der Unternehmensberatung ISA CONSULT, als Berater der internationalen Management Consultancy Corporate Value Associates sowie als ausgebildeter Wirtschafts- und Politikredakteur der Axel Springer AG sammeln. ... ist Magister Artium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin und Latvian Academy of Culture in Riga. Er ist Alumnus der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Karrierenetzwerks e-fellows.net.
Die Eltern sind bestimmt sehr stolz (wahrscheinlich ehemalige oder immer noch SPD-Wähler, die sich den Arsch abgearbeitet haben, um dem Kind das BWL-Studium zu ermöglichen).

Fuck me running. Wer nach solchen Karten navigiert, kann nur an der Wand landen.
Vgl. Archäologie (DXXI): War Games 1956 / 2016

Archäologie (DLXXXII) : I’ve got Mick Jagger’s lost memoir

It’s a little masterpiece, a 75,000-word time capsule. But you may never see it - John Blake © 2017 The Spectator


via the fevered imagination of exilestreet at 10:54

Re: Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan - Staatsattrappen, Rackets, Regime und Badass Jihadis (XXXIV) / Cold Turkey (II) : Lücken in der Berichterstattung zum Fall Ypsilon/Deniz Yücel

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d5/Deniz_Y%C3%BCcel.jpg/640px-Deniz_Y%C3%BCcel.jpg

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert - am 17.02.2017 - die türkischen Behörden auf, den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel sofort einem Untersuchungsrichter vorzuführen. Der Türkei-Korrespondent der Welt befindet sich nach Angaben des Verlags in Polizeigewahrsam. Yücel wurde im Zusammenhang mit Berichten über eine Hacker-Attacke auf das E-Mail-Konto des türkischen Energieministers gesucht. Die Behörden werfen ihm unter anderem Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Terrorpropaganda vor. Yücel habe sich am Dienstag in das Polizeipräsidium in Istanbul begeben, um sich Fragen der Ermittler zu stellen, berichtet die Welt online.

Soeben (20. Februar 2017, 17:04 Uhr) berichtet die Süddeutsche Zeitung: Deniz Yücel bleibt in Polizeigewahrsam

Interessant ist, was die Süddeutsche nicht berichtet, wohl aber die FAZ: Bei der Verhaftung des Korrespondenten Deniz Yücel geht es nicht nur um Journalismus. Auch auf politischer Ebene steht Einiges auf dem Spiel im Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland. (20.02.2017, von Michael Martens, Athen/Istanbul), - nämlich von wo aus sich Yücel, von dem es offenbar seit dem 25.12.2016 keinen Artikel und keinen Tweet mehr gab (!), am Dienstag in das Polizeipräsidium in Istanbul begeben hat:
    Soweit bisher bekannt, hat Yücel am oder bald nach dem 25. Dezember vergangenen Jahres auf dem Gelände der Kulturakademie in Tarabya Zuflucht gesucht und gefunden. Die Akademie liegt auf dem Gelände der Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Istanbul. Dort war Yücel vor dem Zugriff der türkischen Behörden sicher – und gefangen.

    Wer sich nach ihm erkundigte, bekam über Umwege aus dem Hause Springer sinngemäß zu hören, dass man über seinen Fall bitte keinesfalls berichten solle, um die Suche nach einer Lösung nicht zu gefährden. Selbstverständlich haben sich alle Informierten daran gehalten. Da alle Journalisten in der Türkei mit guten Gründen vermuten, dass sie abgehört werden, wurden Gespräche über den Fall stets nur in Umschreibungen geführt, sobald mindestens einer der Beteiligten über eine türkische Leitung sprach. Yücels Name wurde nicht genannt, es war stattdessen nur von „der Angelegenheit“ oder „dem Fall Ypsilon“ die Rede.

    Eingeweihte verstanden aber durchaus, was Angela Merkel meinte, als sie unlängst bei ihrem Besuch in Ankara sagte, sie habe mit Erdogan „sehr ausführlich“ gesprochen über Pressefreiheit, die Akkreditierung deutscher Journalisten und „verschiedene Fälle, wo wir uns auch durchaus Sorgen machen“. Die größte Sorge war der Fall Ypsilon... Ankara behauptet, es sei völkerrechtlich unzulässig, dass sich ein türkischer Staatsbürger dem Zugriff der einheimischen Justiz entziehe, indem er sich auf das Gelände einer Botschaft flüchte.
    ...
    „Uns ist bekannt, dass sich der Türkei-Korrespondent der ‚Welt‘, Deniz Yücel, seit Dienstag wegen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens in Istanbul in Polizeigewahrsam befindet“, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag vergangener Woche in Berlin mit.
Ich bin gespannt, ob in unseren No-Fake-News-Qualitäts-Medien in den nächsten Tagen noch geklärt werden kann, warum sich Deniz Yücel, der das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei in der WELT sehr kritisch begleitet hat (u.a. mit dieser hervorragenden Reportage: Türkische Migrantencamps Dieses Elend bleibt Merkel verborgen. Von Deniz Yücel, Torbali | Veröffentlicht am 23.04.2016) am letzten Dienstag in das Polizeipräsidium in Istanbul begeben hat

Ich hätte gerne eine Antwort auf die Frage
, ob er freiwillig gegangen ist, um sich Fragen der Ermittler zu stellen (WELT) - die türkische Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn offenbar, „Mitglied einer Terrorbande“ zu sein und „Terrorpropaganda“ sowie „Datenmissbrauch“ betrieben zu haben (FAZ) - und wie die Regierung der Bundesrepublik Deutschland vorher ihren Staatsbürger gegen Ankaras Behauptung, es sei völkerrechtlich unzulässig, dass sich ein türkischer Staatsbürger dem Zugriff der einheimischen Justiz entziehe, indem er sich auf das Gelände einer Botschaft flüchte, diplomatisch in Schutz genommen hat.

Ich halte es nicht für eine VT, wenn ich davon ausgehe, dass im Hause Springer in einer so wichtigen Angelegenheit nichts rausgeht, das nicht mit der Kanzlerin abgesprochen ist:
    „Welt“-Chefredakteur Ulf Poschardt sagte: „Unser Korrespondent Deniz Yücel leistet exzellente Arbeit. Die türkische Regierung weist immer wieder darauf hin, dass die Türkei ein Rechtsstaat ist. Darum vertrauen wir darauf, dass ein faires Verfahren seine Unschuld ergeben wird.“

    Poschardt appellierte zudem an die türkischen Behörden, keine Untersuchungshaft für seinen Korrespondenten zu verhängen. „Deniz Yücel hat seine Bereitschaft gezeigt, an einem rechtsstaatlichen Verfahren mitzuwirken. Das und die Würdigung der Pressefreiheit, wie sie in der türkischen Verfassung festgeschrieben ist, sollten in die Entscheidung einfließen.“
Das liest sich, wie vom AA in die Feder diktiert ...

Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan - Staatsattrappen, Rackets, Regime und Badass Jihadis (XXXIV): Der Putsch. Cold Turkey.

Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan (XL): Bullets of Justice

Vorbemerkung: Ich mag sowas eigentlich nicht, das mich schon soundtrackmäßig mit Herzinfarkt bedroht, aber in Zeiten, die offenbar Dystopien brauchen (Warum George Orwells "1984" die Bestseller-Liste stürmt) kann man sowas goutieren:
Ich würde dieses kasachische Projekt tatsächlich gern ganz sehen. Es gibt aber bisher nur einen Trailer:

"Bullets Of Justice"
During the Third World War, the American government initiates a secret project code named "Army Bacon" in order to create super soldier by inbreeding human beings with pigs.
25 years later a breed called "Muzzles" have occupied top of the food chain, eating and farming humans like animals.
Rob Justice is an ex-bounty hunter working for the last line of human resistance - a group of survivors hiding in a nuclear bunker deep underground. His mission is to find out how muzzles came to power and destroy them.

Vorsicht! Nicht so schön anzusehen, wie es ist, wenn die Nahrungskette umgedreht wird ...



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Soll irgendwie Ähnlichkeit haben mit Rage15

Real World News:
"First human-pig 'chimera' created in milestone study" (28 Jan 2017, The Guardian)

#LastNightInSweden : Wag The Dog ... "It's got nothing to do with the B-3 bomber"


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- Why is the president in China?
- Trade relations. - You're right.
- It's got nothing to do with the B-3 bomber.
- There is no B-3 bomber. - I just said that.
- I don't know why these rumors get started.
- There isn't a B-3 bomber.

Wag the Dog (1997)

Fake News bzw. Update Ukraine (XXXVIII): Дама с собачкой - Oder: Wag The Dog. Spätfolgen
Die GBlogSuche nach »Trump« hat 57 Resultate geliefert.

Archäologie (DLXXXI) : "Take 5" with Al Jarreau and Chick Corea


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Wie alles anfing: Al Jarreau 1976 -Take Five - from a German TV Broadcast + Your Song

French Jews will have to give up Israeli citizenship, says Le Pen

Marine Le Pen hat in einem Interview angesagt, dass französische Juden ihre israelische Staatsbürgerschaft aufgeben müssen.

Heilige Scheiße, das entgleist ja schnell. (fefe)

Humpty-Dumpty und die Trompeten des Trumpismus - Trump vs. Truth - In the Court of the Tangerine King

Humpty-Dumpty 2015: "Vorratsdatenspeicherung" heißt jetzt "Speicherpflicht und Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten" + The Killing of Osama bin Laden - written by Lewis Carroll

Lewis Carroll Alice hinter den Spiegeln:
    „Wenn ich ein Wort verwende“, erwiderte Humpty Dumpty ziemlich geringschätzig, „dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.“
    „Die Frage ist doch“, sagte Alice, „ob du den Worten einfach so viele verschiedene Bedeutungen geben kannst“.
    „Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – und das ist alles. […]“



? Was ist jetzt das Neue an den

Trompeten des Trumpismus - Ein Essay von Georg Seeßlen

Leute wie Donald Trump und Steve Bannon haben verstanden: Die Sprache ist die letzte verbliebene Waffe der Linken und Liberalen. Also setzen sie alles daran, sie zu vergiften. (SPIEGEL, 11.02.)

Trump vs. Truth: Last Week Tonight with John Oliver (HBO)

Klasse! Gut recherchiert und genau auf den Punkt. Keine billigen Gags wie beim unsäglichen Welke letzten Freitag. Vgl. Neulandrebellen: Trump und die verdrehte Welt der „heute show“ Und ein Beleg dafür, dass Willi Winklers scharfsinnige Kritik Dass es keine Kunst ist, dieses autoritäre Mediengeschöpf, diese Erfindung schlimmster amerikanischer Fernsehunterhaltung, doof zu finden, demonstrieren berufsmäßige Witzemacher in gekonnter Doofheit seit Jahr und Tag. Soll das im Ernst noch vier Jahre so weitergehen? (SZ, 12. Februar 2017) nicht alles trifft, - auch wenn ihm brillante Sätze wie dieser gelingen:

Im Fernblitzstudium haben nicht wenige Talkshow-Bewohner die Zusatzqualifikation Trump-Erklärer erworben, mit der sie sonn- und werktäglich apokalypsieren können. ... was John Oliver nun gar nicht trifft:


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John Oliver Doesn't Think He'll Get Deported, But He's Being Cautious

In the Court of the Tangerine King : Will Andrew Jackson Trump Embody the Bannon Doctrine?

Mal wieder ganz großartig: Pepe Escobar (Sputnik 09.02.2017)
Amidst the deep recesses of Trumpology – the new discipline crammed with “experts” trying to decode the new American presidency – it has become fashionable to deride Chief White House strategist Steve Bannon as a Jurassic Park-style sociopathic swamp creature, a “quasi-fascist” comparable to Islamofascists...
[Pepe Escobar bei GBlog]

In the Court of the Tangerine King : Bildungsministerin DeVos und die "Christian Right"
(dlf 13.02.)

A Short History of the Trump Family.
Sidney Blumenthal (London Review Of Books, Vol. 39 No. 4 · 16 February 2017)

AfD: When The Bullet Hits The Bone

Nachdenkseiten: Die Auseinandersetzung mit der AfD: meist hohl und damit ungenügend. Deshalb hier ein Versuch der inhaltlichen Auseinandersetzung.
Schöne Analyse und der Satz hier ist Gold: „Haben Sie zum Beispiel schon mal versucht, nüchtern den Kölner Rosenmontagszug zu erleben? Für das Maß an Überfremdung, das einen dabei überkommt, muss auch ein sehr fremder Flüchtling lange stricken.“

Die Bulletpoints:

1. Gesellschaftspolitik: Die AfD vertritt vorsintflutliche Vorstellungen, die auf einem verklärten Bild der Familie aus dem 19. Jahrhundert gründen. Sie betreibt die Spaltung der Bevölkerung und bietet als Heilung den Nationalismus an.
2. Sozialpolitik: Die AfD verneint jede soziale Verantwortung der Gesellschaft außer beim Schutz der Familie. Sie leugnet reale soziale Fragen.
3. Wirtschaftspolitik: Die AfD steht für Neoliberalismus pur und weitere Deregulierung. Wichtige wirtschaftspolitische Fragen stellt sie nicht einmal.
4. Europapolitik und Euro: Die AfD verkennt die Wichtigkeit des europäischen Miteinanders. Statt die konkreten Probleme zu benennen und anzugehen, empfiehlt sie pessimistisch den Rückzug auf den Nationalstaat. Grob falsch wird die Grenze zwischen Gewinnern und Verlierern des Euro entlang von Staatsgrenzen gezogen.
5. Außen- und Sicherheitspolitik: Den Vorstellungen der AfD auf diesem Gebiet wird man noch am ehesten zustimmen können, wenn sie denn ernst gemeint sind.
6. Finanz- und Steuerpolitik: Die AfD entlarvt sich als Sachverwalter der Wohlhabenden.

Das ernüchternde Fazit: Die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ ist bei näherem Hinsehen überhaupt keine Alternative, sondern in vieler Hinsicht lediglich eine Farbvariante der etablierten Parteien. Wer erwägt, die AfD zu wählen, kann vielleicht in einigen politischen Einzelfragen auf frischen Wind hoffen. Er muss aber bereit sein, in wichtigen Politikfeldern sein buchstäblich blaues Wunder zu erleben in Form einer drastischen Verschärfung der heutigen Verhältnisse. Insbesondere der Hang, soziale Schieflagen demagogisch umzudeuten zu kulturellen Konflikten und die dann nationalistisch lösen zu wollen, lässt einen angst und bange werden. (via nerdcore-RechtsLinks 9.2.2017)


William Shatner - Twilight Zone (Golden Earring cover)

Help I'm steppin' into the twilight zone
The place is a madhouse, feels like being cloned
My beacon's been moved under moon and star
Where am I to go, now that I've gone too far
Help I'm steppin' into the twilight zone
The place is a madhouse, feels like being cloned
My beacon's been moved under moon and star
Where am I to go, now that I've gone too far
Soon you will come to know, when the bullet hits the bone



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The Times They Are A-Changing Back (III): Ein Präsident als Abfall der Popkultur - M.A.M.O.N.


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Trump im GBlog ... jetzt ist aber auch mal schluss ....

Re: Individuelle Macht und kapitalistische Produktion: Piech / Volkswagen

Aus aktuellem Anlass: Menschen, die den Marxismus in ein vereinfachendes Schema pressen, behaupten oft, das Individuum spiele im Kapitalismus keine Rolle; alles laufe nach Gesetzmäßigkeiten ab. Das ist unrichtig. Individuen können – auf beiden Seiten der Klassenschranke – in der kapitalistischen Gesellschaft eine große, gelegentlich eine entscheidende Rolle spielen. Wie das Beispiel des VW-Konzerns und seiner Gründerfamilie Porsche-Piech zeigt. (lunapark21 · webtexte: individuelle macht & kapitalistische produktion: Die Familie Piech-Porsche und das VW-Imperium. Von Winfried Wolf)
Vgl. dazu auch hier und hier.

Yours truly im Volkswagen, ca. 1954

Archäologie (DLXXX) : Trio - Hearts Are TRUMP

Na, das passt doch jetzt. Wenn Stephan Remmler ein bisschen stärker pigmentiert wäre, könnte er glatt als Obama-Double durchgehen.
Kralle Krawinkel und Peter Behrens sind schon tot.


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Genialer Text (leicht verändert - Wo??):


I wake up in the morning find myself again alone
and then and then
I fix myself my breakfast in my kitchen on my own
and then and then
I take the coffee with me and start waiting by the phone
and then and then

And then you tweet
and I feel like I am floating
I feel my batteries reloading
Hearts are trump
And then you tweet
and I feeling like I'm a hero
I feel lifted up from zero
Hearts are trump


Read more: Trio - Hearts Are Trump Lyrics | MetroLyrics
Die Gruppe war irgendwie genial: Live Hamburg Markthalle 2. Feb. 1982

Archäologie (DLXXIX) : Bernard de Mandeville: Die Bienenfabel. Oder: Wie Reichtum und Armut zusammenhängen. Oder auch: »Die Utopie ist obsolet geworden, aber sie ist die einzige Tugend, die uns bleibt.«


Rudolf Walther erinnert (OXI Begriff des Tages, 09.02.2017) an Bernard Mandeville (1670–1733):
Der Autor der 300 Jahre alten »Bienenfabel« beeindruckte Karl Marx und Friedrich August von Hayek. Warum seine Beobachtungen noch immer aktuell sind.
    "Das einzige also, was den arbeitenden Mann fleißig machen kann, ist ein mäßiger Arbeitslohn. Ein zu geringer macht ihn je nach seinem Temperament kleinmütig oder verzweifelt, ein zu großer frech und faul." - The Fable of the Bees, 5. Auflage (1728), S. 213
    "Um die Gesellschaft (die natürlich aus den Nichtarbeitern besteht) glücklich und das Volk selbst in kümmerlichsten Zuständen zufrieden zu machen, ist es nötig, daß die große Mehrheit sowohl unwissend als arm bleibt. Kenntnisse erweitern und vervielfachen unsere Bedürfnisse, und je weniger ein Mann bedarf, desto leichter können seine Notwendigkeiten befriedigt werden." - The Fable of the Bees, 5. Auflage (1728), S. 328
Der murrende Bienenstock oder Wie Schurken redlich wurden (1705 anonym als Flugblatt erschienen)

Überleitung:
»Es ist doch süß, sich Staatsverfassungen auszudenken, die den Forderungen der Vernunft … entsprechen; aber vermessen, sie vorzuschlagen, und strafbar, das Volk zur Abschaffung der jetzt bestehenden aufzuwiegeln.« (I. Kant, Streit der Fakultäten, 2. Abs. 9, Anm.)

http://www.utopie-magazin.org/images/germanludd.jpg
    Der Utopie-Begriff des Thomas Morus ist nicht getragen von dem Gedanken an das, was künftig machbar wäre und wünschenswert. Er wird vielmehr bestimmt von dem, was notwendig ist, um Zukunft überhaupt zu garantieren. »Utopia« ist kein Fortschritt in die Zukunft, sondern ein Rücktritt von einem Denken, das die Zukunft in Frage stellt...
    Der von Morus definierte Inbegriff von Utopie zeigt Traditionslinien, die weit zurückreichen, bis hinein in die alttestamentliche Prophetie und die neutestamentliche Predigt von der Metanoia, von der Umkehr. Doch nicht schon das bloße Modell einer Stadt, eines Staates ist Utopie in des Wortes Bedeutung. Der Staatsroman als solcher muß nicht utopisch sein, auch wenn er sich durchweg an Idealem orientiert. Utopien beschreiben nicht das Ideale, sie modellieren Antithesen, die den Ausweg suchen.
    »Utopia« sieht nur einen Ausweg: das Ganze eines Staates muß verändert werden, und schon das Denken selbst bedarf der radikalen Korrektur...
    Fazit: Wer heute überhaupt noch von Utopie sprechen will, der muß sich fragen lassen, mit wem er es zu halten bereit und in der Lage ist. Und wer sich politisch bis zu Morus zurück – bzw. heraufarbeiten will, der muß damit rechnen, daß er sich im Sinne Kants strafbar macht. Aber ein anderer Utopie-Begriff als der in »Utopia« zur Welt gekommene macht heute ohnehin keinen Sinn mehr, er wäre, um Hacks das letzte Wort zu lassen, nichts als peinlich...

    (Utopie – Verständnis und Miß­verständnis einer verbogenen Kategorie. Dieter Kraft in: Utopie Magazin fuer Sinn & Verstand)
Die Zeitschrift »Utopie Magazin fuer Sinn & Verstand« wird unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht, entzieht sich der Marktlogik und ist Fest fürs Auge. Eine Lese- und Utopieempfehlung. (via OXI)

LTI (II) : "Bundesausreisezentrum"

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat den Begriff "Bundesausreisezentrum" in Umlauf gebracht. Das klingt ja auch viel serviceorientierter als "Bundesabschiebehaftanstalt", findet Florian Werner (DRadioKultur, 04.01.2017)
"Ich schlage vor, dass der Bund eine ergänzende Vollzugszuständigkeit bei der Aufenthaltsbeendigung erhält", so de Maiziére im besten Beamtendeutsch in der FAZ. ... De Maizière verlangt eine „nationale Kraftanstrengung“ bei der Abschiebung und „Rückführung ohne Asylsachprüfung, menschenwürdige Aufnahme am ,sicheren Ort‘ und legale Zugangswege.“

WÖRTER aus dem LTI-LEXIKON (das leider nicht mehr funktioniert): Adressat abgewandert ... anlaufen lassen ... Auffangstelle ... betrügerisch ... britischer Verrat an Europa ... Festung Europa ...
... Rückkehrmanagement

    „Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag.“ Den Satz schrieb Victor Klemperer, der in seinem Notizbuch eines Philologen die LTI, die Lingua Tertii Imperii oder Sprache des Nationalsozialismus erforscht und an ihr dessen Ziele offengelegt hat. George Orwell propagierte in seinem Buch 1984 gar die Möglichkeit, durch „Neusprech“, durch gezielte Wortschöpfungen, das Denken selbst zu beeinflussen. Und Joseph Pulitzer forderte: „Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.“
    [Über das Blog Neusprech - großartig: Kai Biermann und Martin Haases Seite!]

Archäologie (DLXXVIII) : Fresh Cream

Cream‘s 1966 debut album will celebrate its 50th anniversary a month late with a four-disc deluxe edition set for release in 2017.
The Fresh Cream reissue, which is due on Jan. 27, will include three CDs made up of mono and stereo mixes of the original LP, singles from the period, alternate takes, early EPs, outtakes and BBC sessions recorded around the time of the album’s original release in December 1966.


http://i91.fastpic.ru/big/2017/0207/02/0edf9aeea5e9fcb72615db7dc4983902.jpg

Der 2016-Remix von I feel free ist genial!
Unglaublich, dass das 50 Jahre her ist: BBC Fresh Cream 1966:



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Meine Lieblingslieder von der LP: Four Until Late (ab 07:05) und Wrapping Paper (ab 35:30) - dazu hier der unqualifizierte Kommentar des bösen Ginger Baker (BEWARE OF MR BAKER !)


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Trommeln konnte er, no doubt, aber nicht jeder, der trommeln kann, ist automatisch kein Arschloch!

Man könnte eine neue Rubrik aufmachen: Assholes of Rock
1. Vorschlag: Mike Love
2. Vorschlag: Ginger Baker
...
Ich bitte um weitere Vorschläge.

Charaktermasken (II) : Die Macht des Konsumismus

César Rendueles lehrt Soziologie an der Madrider Universität. Er hat einen Essay über den politischen Wandel im Zeitalter der digitalen Utopie geschrieben. Man kann ihn auf verschiedene Arten lesen und doch immer sein bitteres Vergnügen daran haben. Zumindest aber ermöglicht der Essay einen offenen und unverstellten Blick auf das, was wir haben und was wir vielleicht in der Lage sind, an der Welt, wie sie ist, zu ändern. OXI veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von edition suhrkamp einen Auszug.
Lesenswert!

The Times They Are A-Changing Back (III): La Mort et les masques - Charaktermasken - "I don't know whether he really gets it or not."

Im sog. Sprengel-Museum (für Nicht-Hannoveraner: das liegt am Maschsee und bietet u.a. die unten dokumentierten Ausblicke) fiel mir auf:
James Ensor, Crânes fleuris (Blumenstillleben mit Totenköpfen), 1909:



(Ich mach das jetzt auch mal so, wie ich es immer häufiger in der Qualitätspresse lese: Anschluss mit subjektlosem Halbsatz:)
Fiel mir deshalb auf, weil es - entstanden 1909 - wieder die mich umtreibende Frage stellt: Wie kann man als Zeitgenosse wissen, dass man gerade den Vorabend (einer Katastrophe, des Zusammenbrechens alter Ordnungen, des Hervorkommens neuer Ordnungen) erlebt?

James Ensor wusste ja 1909 nicht, dass 1914 ein Krieg beginnen würde, den man später - nach dem zweiten - als Ersten Weltkrieg zu bezeichnen sich einigte. Heute ist das anders; wir können wissen, was kommt: "In fünf bis zehn Jahren werden wir einen Krieg im Südchinesischen Meer führen."
Steve Bannon: 'We're going to war in the South China Sea ... no doubt' - Only months ago Donald Trump’s chief strategist predicted military involvement in east Asia and the Middle East in Breitbart radio shows (theguardian, 2 February 2017)

Wie James Ensor helfen kann, den dritten Weltkrieg zu verhindern


James Ensor wurde bekannt als der „Maler der Masken“.
    Although masks usually transform or conceal the wearer, these masks of Ensor’s seem instead to gather into themselves all the malignities of the beings they purport to disguise. Their grotesqueness seems a physical manifestation of a deformed human soul beneath.
Sehr schön und sehr aktuell hier zu sehen:

https://anneliesvanderveken.files.wordpress.com/2014/03/ensor1.jpg

    „Es handelt sich hier um die Personen nur, soweit sie die Personifikation ökonomischer Kategorien sind, Träger von bestimmten Klassenverhältnissen und Interessen“, für die es keinen Sinn hätte, „den einzelnen verantwortlich [zu] machen“ (MEW Bd. 23, S. 16). Die Menschen im Kapitalismus haben nach Marx zwar spezifische Rollen und Funktionen, die durch die Gesellschaft bestimmt werden. Grundsätzlich aber müssen sie immer als Kapitalisten bzw. Proletarier agieren, alles andere (z. B. professionelle Ethik) – auch „persönliche“ Eigenschaften (z. B. Großherzigkeit) – sind Masken, die fallen, wenn es Ernst wird.
    (Charaktermaske)

    Vgl. auch Faces - Ich wollte auch mal den Entwicklungsprozess aufzeigen (Herr G. aka Elvira Volland bei facebook)

Welles-Make-up

    Trump ist der Paradefall eines «two-spirit capitalist», wie wir ihn im Film «Citizen Kane» kennenlernen. Kane wird dort von einem Vertreter des Grosskapitals angegriffen, weil er eine Zeitung finanziert, die für die Rechte der Unterprivilegierten eintritt. Kane räumt den Widerspruch ein und erklärt die Logik seines Handelns.
    Er sei ein gefährlicher Schuft, sagt Kane von sich selber: Aber als Herausgeber des «Enquirer» sei es seine Pflicht, dafür zu sorgen, dass die anständigen Leute in dieser Stadt nicht von einer Gruppe geldgieriger Piraten ausgeraubt würden. Und er selber sei genau der Richtige, um das zu tun, denn er habe Geld und Besitz: «Wenn ich mich nicht für die Interessen der Zu-kurz-Gekommenen einsetze, tut es jemand anderer. Vielleicht jemand ohne Geld und Besitz – und das wäre tatsächlich schlecht.»
    Dieser Satz formuliert prägnant, was falsch daran ist, dass sich der Milliardär Donald Trump zum Wortführer der Enteigneten aufwirft: Seine Strategie lautet: verhindern, dass die Enteigneten sich selber für ihre Rechte wehren. Trump ist also weit davon entfernt, einfach widersprüchlich zu sein. Was als Widerspruch erscheint, ist der Kern seines Projekts...
Zukunft nach Trump - Mehr Selbstkritik, bitte! Von Slavoj Žižek, NZZ, 3.2.2017

Zu ergänzen wäre: "I don't know whether he really gets it or not." (Stephen Bannon über Donald Trump - Das Schwarze Haus . Von Hubert Wetzel, hinter der Süddeutschen paywall, 5. Februar 2017 - lesenswert, ggfs. mit Testzugang)
Immer mehr Leute fragen sich, wer eigentlich der wahre US-Präsident ist: Donald Trump oder der finstere Mann dahinter? Das Stephen-Bannon-Dossier.

Im Übrigen:
James Cagney hat die Trump-Charaktermaske schon 1961 besser gespielt als die aktuelle Besetzung: In Billy Wilders großartiger Screwball Comedy Eins, zwei, drei (One, Two, Three)


View on YouTube - C. R. MacNamara träumt im Kalten Krieg davon, Europa-Direktor von Coca-Cola zu werden. Dafür will er den Absatzmarkt seiner Firma von Berlin aus über den Eisernen Vorhang hinweg ausdehnen.

Auch ganz lustig, aber eher harmlos: Germany second | NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann - ZDFneo (Vgl. auch http://www.everysecondcounts.eu/)


Update 07.02.:

- Fefe berichtet: Dass Steve "Breitbart" Bannon jetzt im National Security Council sitzt, geht auf eine Executive Order von Donald Trump zurück, die der offenbar unterschrieben hat, ohne zu wissen, was er da genau unterschreibt. Bannon hat ihm den Text geschrieben und reingereicht und er hat das halt unterschrieben, und danach fiel dann auf, dass Bannon jetzt im National Security Council sitzt.
But for the moment, Mr. Bannon remains the president’s dominant adviser, despite Mr. Trump’s anger that he was not fully briefed on details of the executive order he signed giving his chief strategist a seat on the National Security Council, a greater source of frustration to the president than the fallout from the travel ban.
... Obviously he really didn't get it!
... Es spricht einiges dafür, dass der Mann schlicht weder lesen noch schreiben kann:
Trump Fails Basic Literacy Test / Embarrassing Trump Audio Exposes Him as Totally Clueless
[Via nerdcore-RechtsLinks 7.2.2017: Drei Busse in Dresden, Trump can't read und die visuelle Kampfansage der Rechten]

***

- Die deutsche Art des Nationalismus bröckelt: Leitmedien, die bisher Exportüberschuss-Propaganda betrieben, weisen nun auf die Gefahren hin. Ihr Motiv: Donald Trump, nicht eigenes Nachdenken. .... Schön, dass diese Denkbarriere endlich durchbrochen wird. Deprimierend, dass es eines Donald Trump bedarf. (OXI Blog)

Archäologie (DLXXVII) : Sonntagsausflug der Familie B. im Jahre 1922. Oder: Elektromobilität - Faktor 5 ... in 95 Jahren

Eine der Säue, die aktuell durchs globale Dorf des kapitalistischen Weltsystems* getrieben wird, ist die sog. E-Mobilität, die schimärenmäßig ähnlich daherkommt wie das sog. E-Learning und wohl im Wesentlichen dazu dient, die Illusion aufrecht zu erhalten, die Vorteile des Fordismus für die - früher hätte man gesagt - die lohnabhängigen Massen seien in Postfordismus und Postdemokratie hinüberzuretten.
Ein altes Photoalbum meines Vaters (*1918 † 1999) zeigt ihn im Alter von etwa vier Jahren mit seinen Eltern, also meinen Großeltern, in einem Hawa - dem Tesla der frühen 20er Jahre:





Vom Hawa 40 Volt Elektro-Kleinwagen wurden von der Hannoverschen Waggonfabrik (Hawa) von 1921 bis 1923 rund 2000 Exemplare hergestellt. Als Personenkraftwagen wurde er als „Tandem“-Zweisitzer ausgeliefert, der mit einem durch eine 40 Volt-Batterie angetriebenen Elektromotor vorgetrieben wurde. Das Fahrzeug wog 320 kg, war bei einem Radstand von 156,4 cm und einer Spurweite von 89 cm 242,3 cm lang und 115 cm breit. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 20 bis 24 km/h angegeben und die Reichweite mit 70 km. ... und - so wie mein Großvater ihn eingesetzt hat - offenbar auch ein echter SUV-Offroader!

Mal angemerkt: Ich finde die Innovationsgeschwindigkeit und also -kompetenz eines konkurrenz- und marktgetriebenen ökonomischen Systems jetzt nicht so überzeugend:
95 Jahre später sind wir bei einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h und einer realistischen Reichweite von 300 Kilometern (zB beim Renault Zoe).
= Knapp Faktor 5 ... in 95 Jahren?!
Sehr interessant: Achmed A. W. Khammas' Geschichte der Elektromobile und Hybridfahrzeuge (ab 1900)

Die hannöverschen - wie heißt das heute - "Autobauer" setzten dann erstmal - wie alle anderen - auf Verbrennungsmotoren. Hat ihnen nicht geholfen. Diesen Geschäftszweig haben dann die Porsches übernommen. Bis heute.

https://klassikerrundschauwetterau.files.wordpress.com/2016/01/hanomag_kommissbrot_cabrio_1928_galerie.jpg?w=584

Der von Karl Pollich und Fidelis Böhler entwickelte Hanomag 2/10 PS war der erste deutsche Kleinwagen, der ab 1925 in Fließbandfertigung entstand. Dieses revolutionäre, aber auch vielfach belächelte Auto hatte wegen seiner Form den Spitznamen „Kommissbrot“. Sein quer vor der Hinterachse eingebauter Einzylinder-Viertaktmotor mit 502 cm³ Hubraum (nach Steuerformel: 499 cm³) und 10 PS (7,35 kW) trieb über ein Dreiganggetriebe mit Kulissenschaltung und eine Kette das rechte Hinterrad an...
Mit einem Kraftstoffverbrauch von 4,0 Litern auf 100 Kilometer war er das sparsamste Großserienauto, das in der Zwischenkriegszeit produziert wurde.
Der zweisitzige Wagen wog nur 370 kg und erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h. Er hatte nur einen Scheinwerfer (erst ab 1931 schrieb eine Gesetzesänderung in Deutschland zwei Scheinwerfer vor). Die sonst üblichen Kotflügel und Trittbretter fehlten, um Platz für die Insassen zu gewinnen, wodurch der Hanomag 2/10 PS zum ersten bekannten Automobil der Welt mit Pontonform wurde. Um hohe Karosseriesteifheit zu erreichen, hatte das rechtsgelenkte Kommissbrot nur auf der linken Seite eine Tür. Der als Limousine, Cabriolet und Landaulet lieferbare Wagen kostete je nach Ausführung knapp unter 2000 bis 2500 Reichsmark. Bis 1928 wurden 15.775 Stück produziert.


Sah aus wie ein Mini heute, finden Sie nicht?! Von wegen Innovation ...

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* Lesens/hörenswert: Ökonomisches Weltsystem - Postkapitalistische Perspektiven
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben wir in einem echten Weltsystem: dem Kapitalismus. Er ist dabei, sich zu Tode zu siegen. Der Ausstieg aus der heißlaufenden Maschine Kapitalismus stellt eine gewaltige Herausforderung dar. Auf der Suche nach gesellschaftlichen Alternativen kommen wir um die Frage nach dem Gemeineigentum nicht herum.
Von Raul Zelik (Deutschlandfunk)

Forms & Feelings (XXI): Schon wieder am Maschsee - gestern und heute

.. zur gleichen Zeit ...







Intreresant: Nebel über Eis ist nicht Eisnebel!


Forms & Feelings (XX): Kürzlich an Tegern- und Maschsee. Heute in der Döhrener Masch.

New World Order (II): Ein Rückblick auf die EU im Jahr 2016

Wir (Audioarchiv kritischer Theorie & Praxis) dokumentieren im Folgenden ein Feature aus dem Hause Radio Corax, das sich mit den Verschiebungen auseinandersetzt, die sich im zurückliegenden Jahr innerhalb der EU ergeben haben. Es geht dabei um die Geschichte und die Bewertung der EU als supranationales Projekt, die Rolle der Staaten, die im Zuge der Osterweiterung 2004 beigetreten sind, die Debatte um die europäische Flüchtlingspolitik, den Brexit, den recht(sextrem)en Bezug auf Europa und eine linke Kritik der EU. Als Sprecher sind dabei zu hören: Uli Schuster (Simon-Dubnow-Institut Leipzig, Roter Salon), Rainer Trampert („Europa – Zwischen Weltmacht und Zerfall“), Thomas Konicz (Konkret, Streifzüge, „Aufstieg und Zerfall des Deutschen Europa“), Peter Schadt (keinort.de), Usama Taraben (Gegenstandpunkt), Georg Seeßlen (zusammen mit Markus Metz: „Hass und Hoffnung – Deutschland, Europa und die Flüchtlinge“), Jörg Kronauer (German Foreign Policy) und Andreas Peham (Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands).

Download: via AArchiv | via Mediafire (mp3; 172,95 MB; 1 h 48 min)

Amazing Imelda is back: LIFE. LOVE. FLESH. BLOOD


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Wieder dabei: Der Meister!
Imelda May - Black Tears - ft. Jeff Beck


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Zugabe:
Sinéad O'Connor & Imelda May - Every Night About This Time



Die GBlogSuche nach »Amazing Imelda« hat Resultate geliefert.

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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