G36 = nicht letales Material? Peschmerga mit G36 zufrieden! [Die anomische Herrschaft der Rackets und der verwilderte Leviathan (XV)]
Am 05/09/2014 konnten wir melden: Gelungener Tabubruch: Russisch-ukrainische Bundeswehrmaschine mit nicht tödlichen Ausrüstungsgegenständen erreicht Erbil.
Auf der Seite des Deutschen Bundestages kann man unter Waffenlieferungen an Peschmerga lesen:
Auswärtiges/Antwort - 23.02.2015
Berlin: (hib/AHE) Die Bundesregierung beabsichtigt, „anknüpfend an die bisher geleistete Unterstützung und synchronisiert mit der mandatierten Ausbildungsunterstützung“, weitere Waffen und Ausrüstung an die Regierung der Region Kurdistan-Irak für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ zu liefern. Wie es in einer Antwort (18/4028) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/3828) weiter heißt, werde eine erste Lieferung „nicht letalen Materials (das heißt keine Waffen und Munition)“ noch für Februar 2015 angestrebt. Weitere Lieferungen, einschließlich Waffen und Munition, seien beabsichtigt, die Termine für diese Lieferungen derzeit allerdings noch nicht festgelegt.
Zu den bisherigen deutschen Waffenlieferungen schreibt die Bundesregierung: „Die kurdische Regionalregierung hat sich verpflichtet, die gelieferten Güter nur im Einklang mit dem Völkerrecht und insbesondere dem humanitären Völkerrecht einzusetzen.“ Ferner habe sie erklärt, dass die von der Bundesregierung bereitgestellten Güter nur im Kampf gegen ISIS und zur Verteidigung der Zivilbevölkerung genutzt werden....
Ich verstehe da was nicht: Bisher war doch von der Lieferung nicht letalen Materials, andererseits ist von bisherigen und von weiteren Waffenlieferungen die Rede, - und die Bundeswehr hat schon am 01/09/2014 die Lieferung von Waffen und Munition (in den nächsten Tagen!) an die irakische Regierung und die kurdische Regionalregierung im Detail vorgestellt!!
... Darunter auch das Sturmgewehr G36: 8.000 (Munition: 4.000.000 Schuss)

Das Sturmgewehr G36: Knapp daneben ist auch vorbei (BlogRebellen, bereits am 3. September 2014)
.... Womit - abgesehen von dem Sprachregelungs-Durcheinander und davon, dass man nicht weiß, wo die Waffen eigentlich geblieben sind - eigentlich schon länger völlig klar ist:
Das Sturmgewehr G36 ist immer als nicht letales Material deklariert worden, so dass die aktuelle Aufregung darüber, dass das Ding nicht richtig trifft, völlig unverständlich ist.
Im Übrigen finde ich es immer besser, wenn Sturmgewehre nicht treffen. Die Bundeswehr fährt aber gerade diese "unser Equipment ist so im Arsch"-Kampagne, um mehr Kohle für den Verteidigungshaushalt klarzumachen, - wie Fefe schreibt und auch auf dies hinweist: Übrigens, ist euch aufgefallen, dass die Peschmerga-Kämpfer keine Probleme mit der G36 hatten?
Also besser: Produktrückruf für deutsche Kleinwaffen

Interessant:
+ Der Mann in Deckung - Der Kleinwaffenhersteller Heckler & Koch steckt in Schwierigkeiten. Zwar exportiert er Ware in alle Welt – doch macht er dabei Verluste. Welche Rolle spielt der Hauptinvestor Andreas Heeschen? von Hauke Friederichs, DIE ZEIT Nº 35/2013
+ Volker Kauder - Schutzpatron der Waffenfirma Heckler & Koch (Aktion Aufschrei), dort der Hinweis auf
+ Jürgen Grässlin, Sprecher der Aktion Aufschrei und Autor des „Schwarzbuch Waffenhandel“, beschreibt in einem Artikel in der Kontext:Wochenzeitung die Rolle von Volker Kauder als Lobbyist von Heckler & Koch und Co.
Auch interessant:
Kürzlich am Bodensee in einem sehr empfehlenswerten Gasthaus waren wir eines abends Zeugen eines netten Beisammenseins der Herren Tillich, Kauder und Lammert nebst ihrer Gattinnen. Man könnte davon bei den höflichen Paparazzi berichten, aber ... so dass ich nicht mehr sagen kann, als dass Herr K. das Gespräch doch schwer dominierte und die Damen kaum etwas beitragen konnten. Vielleicht noch dies: Beim Rauchen draußen traf ich einen Polizisten, der mich - auf meine Bemerkung hin, er sei wohl die Security - fragte, wieviel die Herrschaften denn noch in den Gläsern hätten. Ich musste ihm leider sagen, dass sie gerade noch eine Flasche bestellt hatten ... Lustig war noch, dass wir erst meinten, die 3 Herren, die am Tisch zwischen uns und der illustren Runde saßen, aufgrund ihres sächsischen Dialekts als Tillichs Leibgarde identifizieren zu können, um dann feststellen zu müssen, dass es sich um Monteure auf Dienstreise im Badischen handelte, die gekommen waren, Dächer zu decken. Es hätte mich nicht gewundert, wenn der Tillich von Tätowierten in T-Shirts bewacht würde, die ziemlich viel trinken ... Aber vielleicht war das ja doch nur Tarnung. Mehr darf ich nun wirklich nicht berichten; - ich hab's dem Harry Heine versprochen:
Noch interessanter:
Geheimer Geldgeber rettet deutschen Gewehrgiganten - Heckler & Koch hat ein doppeltes Problem: Die Waffenfirma ächzt unter einem Schuldenberg, zugleich ist die Bundesregierung zögerlicher bei Rüstungsexporten. Doch nun taucht ein anonymer Helfer auf. (Die WELT 12.02.15)
H&K scheint in der gleichen Lage zu sein wie Griechenland. Man hört aber wenig davon. ... Wenn der anonyme Helfer man nicht der Putin ist!!
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Auf der Seite des Deutschen Bundestages kann man unter Waffenlieferungen an Peschmerga lesen:
Auswärtiges/Antwort - 23.02.2015
Berlin: (hib/AHE) Die Bundesregierung beabsichtigt, „anknüpfend an die bisher geleistete Unterstützung und synchronisiert mit der mandatierten Ausbildungsunterstützung“, weitere Waffen und Ausrüstung an die Regierung der Region Kurdistan-Irak für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ zu liefern. Wie es in einer Antwort (18/4028) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/3828) weiter heißt, werde eine erste Lieferung „nicht letalen Materials (das heißt keine Waffen und Munition)“ noch für Februar 2015 angestrebt. Weitere Lieferungen, einschließlich Waffen und Munition, seien beabsichtigt, die Termine für diese Lieferungen derzeit allerdings noch nicht festgelegt.
Zu den bisherigen deutschen Waffenlieferungen schreibt die Bundesregierung: „Die kurdische Regionalregierung hat sich verpflichtet, die gelieferten Güter nur im Einklang mit dem Völkerrecht und insbesondere dem humanitären Völkerrecht einzusetzen.“ Ferner habe sie erklärt, dass die von der Bundesregierung bereitgestellten Güter nur im Kampf gegen ISIS und zur Verteidigung der Zivilbevölkerung genutzt werden....
Ich verstehe da was nicht: Bisher war doch von der Lieferung nicht letalen Materials, andererseits ist von bisherigen und von weiteren Waffenlieferungen die Rede, - und die Bundeswehr hat schon am 01/09/2014 die Lieferung von Waffen und Munition (in den nächsten Tagen!) an die irakische Regierung und die kurdische Regionalregierung im Detail vorgestellt!!
... Darunter auch das Sturmgewehr G36: 8.000 (Munition: 4.000.000 Schuss)

Das Sturmgewehr G36: Knapp daneben ist auch vorbei (BlogRebellen, bereits am 3. September 2014)
.... Womit - abgesehen von dem Sprachregelungs-Durcheinander und davon, dass man nicht weiß, wo die Waffen eigentlich geblieben sind - eigentlich schon länger völlig klar ist:
Das Sturmgewehr G36 ist immer als nicht letales Material deklariert worden, so dass die aktuelle Aufregung darüber, dass das Ding nicht richtig trifft, völlig unverständlich ist.
Im Übrigen finde ich es immer besser, wenn Sturmgewehre nicht treffen. Die Bundeswehr fährt aber gerade diese "unser Equipment ist so im Arsch"-Kampagne, um mehr Kohle für den Verteidigungshaushalt klarzumachen, - wie Fefe schreibt und auch auf dies hinweist: Übrigens, ist euch aufgefallen, dass die Peschmerga-Kämpfer keine Probleme mit der G36 hatten?
- Peschmerga mit G36 zufrieden
Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak erklärten indes, sie haben keine Probleme mit dem G36. "Bei uns hat es keinerlei technische Probleme mit dem G36 gegeben. Im Gegenteil: Die Waffe ist super", sagte der Peschmerga-Minister Mustafa Sajid Kadir der Deutschen Presse-Agentur. "Sie funktioniert einwandfrei. Wir hätten gerne mehr davon."
Die Bundeswehr hatte den Kurden im vergangenen Jahr zusammen mit anderen Waffen 8000 G36-Gewehre für ihren Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" geschenkt. (tagesschau.de, 19.04.2015)
Also besser: Produktrückruf für deutsche Kleinwaffen

Interessant:
+ Der Mann in Deckung - Der Kleinwaffenhersteller Heckler & Koch steckt in Schwierigkeiten. Zwar exportiert er Ware in alle Welt – doch macht er dabei Verluste. Welche Rolle spielt der Hauptinvestor Andreas Heeschen? von Hauke Friederichs, DIE ZEIT Nº 35/2013
+ Volker Kauder - Schutzpatron der Waffenfirma Heckler & Koch (Aktion Aufschrei), dort der Hinweis auf
+ Jürgen Grässlin, Sprecher der Aktion Aufschrei und Autor des „Schwarzbuch Waffenhandel“, beschreibt in einem Artikel in der Kontext:Wochenzeitung die Rolle von Volker Kauder als Lobbyist von Heckler & Koch und Co.
Auch interessant:
Kürzlich am Bodensee in einem sehr empfehlenswerten Gasthaus waren wir eines abends Zeugen eines netten Beisammenseins der Herren Tillich, Kauder und Lammert nebst ihrer Gattinnen. Man könnte davon bei den höflichen Paparazzi berichten, aber ... so dass ich nicht mehr sagen kann, als dass Herr K. das Gespräch doch schwer dominierte und die Damen kaum etwas beitragen konnten. Vielleicht noch dies: Beim Rauchen draußen traf ich einen Polizisten, der mich - auf meine Bemerkung hin, er sei wohl die Security - fragte, wieviel die Herrschaften denn noch in den Gläsern hätten. Ich musste ihm leider sagen, dass sie gerade noch eine Flasche bestellt hatten ... Lustig war noch, dass wir erst meinten, die 3 Herren, die am Tisch zwischen uns und der illustren Runde saßen, aufgrund ihres sächsischen Dialekts als Tillichs Leibgarde identifizieren zu können, um dann feststellen zu müssen, dass es sich um Monteure auf Dienstreise im Badischen handelte, die gekommen waren, Dächer zu decken. Es hätte mich nicht gewundert, wenn der Tillich von Tätowierten in T-Shirts bewacht würde, die ziemlich viel trinken ... Aber vielleicht war das ja doch nur Tarnung. Mehr darf ich nun wirklich nicht berichten; - ich hab's dem Harry Heine versprochen:
- Das ist ein Zauberkessel, worin
Die magischen Kräfte brauen,
Und steckst du in die Ründung den Kopf,
So wirst du die Zukunft schauen –
Die Zukunft Deutschlands erblickst du hier,
Gleich wogenden Phantasmen,
Doch schaudre nicht, wenn aus dem Wust
Aufsteigen die Miasmen!«
Sie sprach's und lachte sonderbar,
Ich aber ließ mich nicht schrecken,
Neugierig eilte ich, den Kopf
In die furchtbare Ründung zu stecken.
Was ich gesehn, verrate ich nicht,
Ich habe zu schweigen versprochen,
Erlaubt ist mir zu sagen kaum,
O Gott! was ich gerochen! – – –
Noch interessanter:
Geheimer Geldgeber rettet deutschen Gewehrgiganten - Heckler & Koch hat ein doppeltes Problem: Die Waffenfirma ächzt unter einem Schuldenberg, zugleich ist die Bundesregierung zögerlicher bei Rüstungsexporten. Doch nun taucht ein anonymer Helfer auf. (Die WELT 12.02.15)
H&K scheint in der gleichen Lage zu sein wie Griechenland. Man hört aber wenig davon. ... Wenn der anonyme Helfer man nicht der Putin ist!!
Die Suche nach »Die anomische Herrschaft der Rackets« bei GBlog hat 30 Resultate geliefert.
gebattmer - 2015/04/23 17:38
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