Ende 2014 waren 59,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Im Vergleich dazu waren es ein Jahr zuvor 51,2 Millionen Menschen, vor zehn Jahren 37,5 Millionen Menschen. Die Steigerung von 2013 auf 2014 war die höchste, die jemals im Laufe eines Jahres von UNHCR dokumentiert wurde...
„Wir werden aktuell Zeugen eines Paradigmenwechsels. Wir geraten in eine Epoche, in der das Ausmaß der globalen Flucht und Vertreibung sowie die zu deren Bewältigung notwendigen Reaktionen alles davor Gewesene in den Schatten stellen“, so UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. „Es ist erschreckend zu beobachten, dass jene straflos bleiben, die Konflikte auslösen. Gleichzeitig scheint die internationale Gemeinschaft unfähig zur Zusammenarbeit, um Kriege zu beenden sowie Frieden zu schaffen und sichern.“
Rainer Rilling veröffentlichte kürzlich in seinem Blog 'on the left side…' - Danke! - aus naheliegendem Anlaß und als Erinnerung einen kleinen Text von Wolfgang Abendroth - „Partisanenprofessor im Lande der Mitläufer”, wie Jürgen Habermas ihn nannte -, der seinerzeit, als noch der Widerstand gegen den Faschismus erforscht wurde, in den Informationen 2 / 1979 des „Studienkreises zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933-1945″ publiziert worden ist.
Abendroths Text finden Sie hier als pdf... - Mal ein anderes Narrativ, wie das Post- oder Neo-?-mäßig jetzt wohl heißt ...
All the dots on this image are white, but some appear black. No matter how hard you try, you won’t be able to look directly at the black dots that appear in the circles. Aus: 35 Insane Optical Illusions That Will Make You Question Your Sanity
Our brains have developed incredible tactics and coping mechanisms to help us make sense of the complex world around us. But some parts of our highly adaptive minds aren't perfect and can be exposed through carefully crafted illusions. (distractify via Burk's Blog)
Optical illusions --> illusions -->disillusion / dissolution:
To disillusion someone is to rid her of an illusion, like lifting up the curtain to show that the wizard is just a man. Dissolution, on the other hand, is when everything falls apart. Both are disappointing.
... Schon klar: Our brains have developed incredible tactics and coping mechanisms to help us make sense of the complex world around us. But some parts of our highly adaptive minds aren't perfect and can be exposed through carefully crafted illusions.
Was nicht-optische, also zB politisch-ideologische Täuschungen angeht, sind die Regionen unserer highly adaptive minds that can be exposed through illusions nicht so leicht auszumachen und es reicht häufig nicht aus zu zeigen, dass der König nackt ist! ... - wie die große Marlene Dietrich schon 1948 in Billy Wilders 'A Foreign Affair' erklärte:
Interessant bleibt ja, dass das Mindset-Management offenbar nicht durchgängig funktioniert, wie die Statistik des Tages: Would you be willing to fight for your country? zeigt.
[weiter zu bearbeiten: Mindset ???]
Erster Eindruck nach flüchtiger Recherche: Das Kunstwort und seine Bearbeitung durch zB Young Global Leaders führt zu MindMapmäßiger Verwirrung und zu sonst gar nichts ... Allenfalls zu einer Ahnung vom drohenden breakdown of social systems, - wenn das denn gemeint ist ....
- 70% of people worldwide say they are happy with their life up from 60% last year, although just 42% believe that next year will be one of economic prosperity for their country;
- Fiji is the happiest country in the world (93%) while Iraq is the least happy (31%);
- Africa (75%) and Asia (63%) are the most confident that 2015 will be better than 2014;
- Just 12% of Western Europeans believe that 2015 will be a year of economic prosperity;
- Three out of five people globally would go to war for their country, with MENA (77%) in stark contrast to Western Europe (25%).
Im FAZ-Magazin gab es früher einen schönen Fragebogen. Harry Rowohlt , der am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben ist, hat ihn im Mai 1992 ausgefüllt (als pdf hier zu sehen).
...
Ihr Traum vom Glück?
In einem Italo-Western mitgespielt zu haben und sagen zu können: „Kuck mal, der 18. von links -: Das bin ich.“
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Wenn es Gott gäbe.
...
Ich habe mich so an das Leben gewöhnt, daß ich bestimmt unsterblich bin.
Eine tolle Bebilderung der - i.Ü. großartigen - Interpretation des Liedes von Nina Simone mit privaten Photos des Uploaders: Baltimore through my lens around 1969. The photos of the police on E. Chase Street were taken the day after MLK's assassination. They were sent to protect us from us. Of course this was long before the riverfront revitilization. That is why you see a few pictures of drunks and beggars. don't think that exists downtown anymore ... Faszinierend: Bei jedem Photo hat man das Gefühl, es müsste etwas erzählt werden. Hier und da deutet sich beim Betrachten eine mögliche Erzählung an. Das Bedürfnis, etwas erzählt zu bekommen, wird immer drängender. Aber die Geschichte muss verborgen bleiben, weil sie nur erzählt werden könnte von denen, die abgebildet sind, oder von dem, der die Bilder gemacht hat. Der aber, als er sie gemacht hat, vermutlich auch keine Erzählung bebildert hat, sondern nur Augenblicke festgehalten hat. Dennoch entsteht so etwas wie ein Roman im Kopf ... (CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXXXVI_reload): Baltimore = Tottenham revisited? Desintegration und Unruhezyklen)
Das Bild ist das, was dem Blick widersteht. Das Bild, in dem ich gefangen bin, gegen das Bild, das mich befreit.
In der ARD sagte er, dass nicht nur die Zeit ablaufe, sondern in vielen Teilen Europas auch die Geduld zu Ende sei. Seiner Meinung nach sitzen in der griechischen Regierung Leute, die glaubten, dass die Angst vor einem Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Raum so groß sei, dass die EU alles mitmache. Der SPD-Parteichef sagte, dass man sich aber nicht erpressen lasse.
„Deshalb werden Europa und Deutschland sich nicht erpressen lassen. Und wir werden nicht die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen“, sagte der der SPD-Chef gegenüber BILD.
Ganz abgesehen davon, dass hier einer schlecht wortspielt mit Spieltheoretikern und Zockern, und davon, dass nationalisitsche Untertöne, die den deutschen Arbeiter (und seine Familie) bemühen, immer an einen anderen G. erinnern, muss man doch fragen, welcher Spindoctor ihm rät, den Bosbach zu machen, wo diese Rolle doch schon mehrfach besetzt ist [update 18.07.: "Das sind alte Kommunisten, die jetzt versuchen, den Bürgerkrieg von 1949 zu gewinnen", sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im EU-Parlament, Elmar Brok von der CDU. - t....online]
Im April, als G. die Griechen als "dumm" bezeichnet hatte, sprach Georg Diez ( S.P.O.N. - Der Kritiker: Besser stumm als dumm) von funktionaler Überflüssigkeit des SPD-Vorsitzenden:
Wer andere "dumm" nennt, der ist am Ende seiner Worte angekommen. Das war das Traurige an Sigmar Gabriels Aussage. Es gibt danach nicht mehr viel, was man sagen kann, die Argumente sind erschöpft....
Es war denn doch noch nicht das Ende seiner Worte. Hier war noch Material:
Wie schrieb doch seinerzeit Wiglaf Droste so treffend: Wer zu Kai Diekmann greift, kommt in BILD um.
... und ließ eine Verwünschung aus dem grandiosen Film "Eins Zwei Drei" von Billy Wilder folgen: In meiner Welt sitzen die alle im Zug nach Sibirien, und das Einzige, das sie wärmt, ist der heiße Atem der Kosaken.
(Wiglaf Droste, Kafkas Affe stampft den Blues, Reclam 2007, S. 123)
Zum Thema Spieltheorie, nationale Souveränität und was die Sozialdemokraten den deutschen Arbeiter so alles bezahlen lassen finden sich in den Nachrichten heute sehr schöne Möglichkeiten, Einsichten zu gewinnen:
1.Dobrindt: EU hat keine Maut-Kompetenz (ntv):
... Die Absenkung der Kfz-Steuer zur Mauteinführung sei "allein Sache der Bundesrepublik", weil die nationale Eigenständigkeit bei der Steuererhebung zu den Grundprinzipien der Europäischen Union gehöre.
= ein Beitrag hier vom 2011/03/05,
der erkennen lässt, dass die im SPIEGEL-Titel dieser Woche aufgemachten Connections schon länger bekannt sind. Man fragt sich immer, warum die wann was rauslassen, was man eigentlich schon längst wissen konnte. Und dass man zB hier mal nachfragen könnte, um Näheres zu erfahren, - was wahrscheinlich beim Spiegel und anderswo auch jeder weiß ...
Bundeskanzler Schröder ist am Donnerstag in der kasachischen Hauptstadt Astana von Präsident Nasarbajew empfangen worden. Er leitet damit eine Reihe von Besuchen von Staats- und Regierungschefs aus der Europäischen Union dorthin ein, die das europäische Interesse an dem Öl- und Gaslieferanten dokumentieren und Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur dort fördern sollen...
Der Zeitpunkt der Reise war aus Sicht der Schröder begleitenden Wirtschaftsdelegation geeignet. Bis 2015 wolle Nasarbajew das Bruttoinlandsprodukt von derzeit 24 Milliarden Dollar auf 64 Milliarden steigern. Der auf Öl- und Gaslieferungen konzentrierte Warenaustausch mit Kasachstan solle diversifiziert werden. Die wirtschaftlichen Aussichten des Landes werden mit Kuwait verglichen. Kasachstan gilt als ein zuverlässiger Schuldner. Erwartungen gibt es aber, das Land werde sein "Reformtempo" noch steigern, was sowohl die Modernisierung der Infrastruktur als auch die ökonomischen Rahmenbedingungen angeht. Die Privatisierung staatlicher Unternehmen könne rascher vorangetrieben werden, hieß es. Die Bundesregierung schätzt die wirtschaftliche Lage des - autoritär geführten - Landes als stabil ein...
Und dann: Deutsche Welle - dw.world.de: Der niedersächsische Unternehmer Günther Papenburg baut in dem Land eine Autobahn. 250 Kilometer soll sie lang werden.
- Ja, der Papenburg!
Aus alter Verbundenheit während seiner Ministerpräsidenten-Zeit in Hannover gratulierte Kanzler Schröder im Mai 1999, als Papenburg in der Kiesgrube Wedemark-Negenborn seinen 60. Geburtstag feierte. Schröders mittlerweile abgetretener Nachfolger als Landesregierungschef, Gerhard Glogowski (SPD), hatte zuvor dazu beigetragen, dass die Festfreude nicht getrübt wurde: "Glogos" Mitarbeiter sorgten dafür, dass ein Kamel, das Papenburg als Geburtstagsgeschenk vom Staatspräsidenten Kasachstans erhalten hatte, am Flughafen Hannover unter Polizeischutz gestellt wurde und so nicht wegen Maul- und Klauenseuchen-Verdachts der Giftspritze eines Veterinärs zum Opfer fiel.
Hinterher allerdings entpuppte sich die Geburtstagsparty als Tanz auf einem gigantischen Müllberg. In der Halde steckten rund 200 000 Tonnen unsortierter Bauschutt - Abfall, den Papenburgs Leute dort abgekippt hatten. Ähnliches vermutete die Staatsanwaltschaft Hannover auch in zwei anderen Gruben und klagte Papenburg deshalb wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen sowie unerlaubten Betreibens einer Abfallanlage an. Der Spiegel 27/2002: Tanz auf dem Müllberg
Die Testfahrt auf einen fertigen Autobahnabschnitt zeigt, dass es tatsächlich Unebenheiten gibt. Papenburg sagt, er werde nachbessern. Er will diesen Auftrag auf keinen Fall verlieren. Ihn zu bekommen, hat viel Zeit gekostet. Papenburg: "Ich bin viel gereist mit Ministern und Wirtschaftsdelegationen aus Deutschland, auch mit Gerhard Schroeder, der hier bestens bekannt ist und der hat uns eben auch bekanntgemacht, im Innenministerium, durch diese Reisen. So hat man als Unternehmer die Möglichkeit, diese Gespräche fortzuführen und sein Produkt zu verkaufen." Quelle s. o. dw
... oder auch: Die Sozialistische Internationale, die Hannover Connection und der Staatsmonopolistische Kapitalismus ...
In Babij Jar – einer Schlucht in der Umgebung Kiews – wurden am 29. und 30. September 1941, mehr als 33.000 Juden von deutschen Einheiten (des SD und der Wehrmacht) erschossen. In den folgenden Tagen wurde weitere 20.000 Juden umgebracht. Bis zur Einnahme Kiews durch die Rote Armee im November 1943 fanden weitere Massenerschießungen statt, bei denen sowjetische Kriegsgefangene und etliche Zivilisten unterschiedlicher Nationalitäten getötet wurden. Insgesamt betrug die Anzahl der Opfer unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen 150.000 bis 200.000 Tote.
Der Dichter Jewgeni Jewtuschenko wurde mit seinem 1961 in der Literaturnaya Gazeta erschienenen Gedicht Babij Jar auch im Westen bekannt. Das Gedicht Jewtuschenkos verarbeitete der Komponist Dmitiri Schostakowitsch in seiner 13. Sinfonie (13.sinfonie). Übersetzt wurde das Gedicht von Paul Celan. Paul Celan überlebte als einziger seiner Familie die deutsche Ausrottungspolitik und thematisierte als einer der ganz wenigen Autoren im Nachkriegsdeutschland die deutsche Vernichtungspolitik.
Unter der Leitung von Michael Sanderling hat die NDR Radiophilharmonie (heute und morgen)Dmitrij Schostakowitschs 13. Sinfonie im Programm. Den Solopart übernimmt der Bayreuth-erfahrene Bassist Günther Groissböck, ihm zur Seite steht der Nationale Männerchor aus der Chor-Republik Estland.
Das Konzert heute war großartig (das zweite Konzert am 12. Juni wird live auf NDR Kultur übertragen. Den Streamlink finden Sie vor Sendebeginn auf dieser Seite.)
Das Großartige an dieser 13. Sinfonie, das hier wieder aufschien, ist für mich, dass hier Musik nicht als "Programmmusik zum Massaker" gedacht/gemacht ist, sondern humanitären Werten einen würdigen, weil so vielschichtigen und auch widersprüchlichen Ausdruck verleiht, der vom Kampf gegen den Antisemitismus seinen Ausgang nimmt. Das Faszinierende an Jewtuschenkos Gedicht ist ja gerade, dass er nicht historisiert, sondern den Antisemitismus da ausmacht, wo er immer noch virulent ist. Wir würden aktuell - wie er 1961 - wohl sagen müssen: In der Mitte der Gesellschaft. Ich bin nicht sicher, ob die im Konzertsaal wohl mehrheitlich vertretene Mitte der Gesellschaft von der Musik so berührt wird, dass sie empfänglich wäre für die humanitären Werte, wenn es darum geht, die nicht nur als gefühlte zu genießen, sondern auch in alltäglicher Praxis zu leben. – Der Zuhörer könne Musik nicht bis ins Letzte verstehen, mit Worten gehe es eher, so Schostakowitsch. Das ist wohl so. Vertrauen wir also auf das Wort, hören und sehen Sie Jewgeni Jewtuschenkos - fasziniernd inszenierte - Rezitation seines Gesichts "Babi Yar" with music from Shostakovich Symphony No. 13:
Über Babij Jar, da steht keinerlei Denkmal.
Ein schroffer Hang – der eine, unbehauene Grabstein.
Mir ist angst.
Ich bin alt heute,
so alt wie das jüdische Volk.
Ich glaube, ich bin jetzt
ein Jude.
Wir ziehn aus Ägyptenland aus, ich zieh mit.
Man schlägt mich ans Kreuz, ich komm um,
und da, da seht ihr sie noch: die Spuren der Nägel.
Dreyfus, auch er,
das bin ich.
Der Spießer
denunziert mich,
der Philister
spricht mir das Urteil.
Hinter Gittern bin ich.
Umstellt.
Müdgehetzt.
Und bespien.
Und verleumdet.
Und es kommen Dämchen daher, mit Brüsseler Spitzen,
und kreischen
und stechen mir ins Gesicht
mit Sonnenschirmchen.
Ich glaube, ich bin jetzt,
ein kleiner Junge in Bialystok.
Das Blut fließt über die Diele, in Bächen.
Gestank von Zwiebel und Wodka, die Herren
Stammtisch-Häuptlinge lassen sich gehn.
Ein Tritt mit dem Stiefel, ich lieg in der Ecke.
Ich fleh die Pogrombrüder an, ich flehe – umsonst.
«Hau den Juden, rette Rußland!» -:
der Mehlhändler hat meine Mutter erschlagen.
Meinrussisches Volk!
Internationalistisch
bist du, zuinnerst, ich weiß.
Dein Name ist fleckenlos, aber
oft in Hände geraten, die waren nicht rein;
ein Rasselwort in diesen Händen, das war er.
Meine Erde – ich kenne sie, sie ist gut, sie ist gütig.
Und sie, die Antisemiten, die niederträchtigen,
daßsie großtun mit diesem Namen:
«Bund des russischen Volks»!
Und nicht beben und zittern!
Ich glaube, ich bin jetzt sie:
Anne Frank.
Licht-durchwoben, ein Zweig
im April.
Ich liebe.
Und brauche nicht Worte und Phrasen.
Und brauche:
daß du mich anschaust, daß ich dich anschau.
Wenig Sichtbares noch,
wenig Greifbares!
Die Blätter – verboten.
Der Himmel – verboten.
Aber einander umarmen, leise,
das dürfen, das können wir noch.
Sie kommen?
Fürchte dich nicht, was da kommt, ist der Frühling.
Er ist so laut, er ist unterwegs, hierher.
Rück näher.
Mit deinen Lippen. Wart nicht.
Sie rennen die Tür ein?
Nicht sie. Was du hörst, ist der Eisgang,
die Schneeschmelze draußen.
Über Babij Jar, da redet der Wildwuchs, das Gras.
Streng, so sieht dich der Baum am,
mit Richter-Augen.
Das Schweigen rings schreit.
Ich nehme die Mütze vom Kopf, ich fühle,
ich werde grau.
Und bin – bin selbst
ein einziger Schrei ohne Stimme
über tausend und aber
tausend Begrabene hin.
Jeder hier erschossene Greis -:
ich.
Jedes hier erschossene Kind -:
ich.
Nichts, keine Faser in mir,
vergißt das je!
Die Internationale —
ertönen, erdröhnen soll sie,
wenn der letzte Antisemit, den sie trägt, diese Erde,
im Grab ist, für immer.
Ich habe kein jüdisches Blut in den Adern.
Aber verhaßt bin ich allen Antisemiten.
Mit wütigem, schwieligem Haß,
so hassen sie mich –
wie einen Juden.
Und deshalb bin ich
ein wirklicher Russe.
Jewgeni Jewtuschenko 1961 (Übersetzt von Paul Celan)
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“[27]
Ein in den 70er Jahren im Zusammenhang mit den Berufsverboten in der BRD häufig verwendetes Zitat, das - im übertragenen Sinne (hier wird zZ keiner der Genannten "geholt", wohl aber andere, wenn abgeschoben werden soll) - immer noch von Bedeutung ist.
Sehr aufschlussreich: Während die Niemöller-Stiftung diese Version als die „offizielle“ ausgibt, hat der Historiker Harold Marcuse dies in Frage gestellt. Harold Marcuse, "The Origin and Reception of Martin Niemöller's quotation 'First they came for the communists ...'," :
Indeed, there are numerous versions of this quotation in circulation today, some of them set in stone, with varying claims of legitimacy.
For example, visitors to the New England Holocaust Memorial on Boston's Freedom Trail find this version, inscribed in 1995:
They came first for the Communists,
But I didn't speak up because I wasn't a Communist.
Then they came for the Jews,
and I didn't speak up because I wasn't a Jew.
Then They came for the trade unionists,
and I didn't speak
up because I wasn't a trade unionist.
Then they came for the Catholics,
and I didn't speak up because I was a Protestant.
Then they came for me,
and by that time no one was left to speak up
...
Kontrast-Innenansicht: Couple doing the Lindy Hop, New York, 1937
Gegenstand der Normenkontrollanträge von sieben verbeamteten Gymnasiallehrkräften sowie zwei verbeamteten Leitern von Gymnasien gegen das Land Niedersachsen sind verschiedene Bestimmungen der von der Niedersächsischen Landesregierung erlassenen Verordnung zur Änderung der Niedersächsischen Verordnung über die Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten an öffentlichen Schulen vom 4. Juni 2014 (Nds. GVBl. S. 150).
Mit dieser Verordnung hat die Niedersächsische Landesregierung mit Wirkung vom 1. August 2014 die wöchentliche Regelstundenzahl der Lehrkräfte unter anderem an Gymnasien um eine Stunde von zuvor 23,5 auf nunmehr 24,5 Stunden erhöht....
Der 5. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom heutigen Tage mit sieben Urteilen (5 KN 148/14 und sechs andere) die Vorschrift über die Erhöhung der Regelstundenzahl für Lehrkräfte an Gymnasien wegen Verstoßes gegen höherrangiges Recht für unwirksam erklärt....
Der 5. Senat hat die Revision gegen seine neun Urteile nicht zugelassen.
Interessant ist die Argumentation der Urteilsbegründung, was die Verpflichtung des Verordnungsgebers angeht, die tatsächliche Arbeitsbelastung der Lehrkräfte - auch empirisch - zu ermitteln!
Auch steht dem Verordnungsgeber bei der Festsetzung des Verhältnisses zwischen der Arbeitszeit zur Erteilung von Unterrichtsstunden und der sich hieraus ergebenden Festsetzung der Arbeitszeit für die Erledigung außerunterrichtlicher Verpflichtungen ein weiter Gestaltungsspielraum zu, der gerichtlich nur eingeschränkt dahingehend überprüfbar ist, ob die Einschätzung des Verordnungsgebers offensichtlich fehlsam, insbesondere willkürlich ist. Der Verordnungsgeber ist jedoch gehalten, die tatsächlichen Grundlagen, die der Ausübung seiner Einschätzungsprärogative zugrunde liegen, in einem transparenten Verfahren sorgfältig zu ermitteln. Dieser - aus dem prozeduralen Aspekt des Art. 33 Abs. 5 GG folgenden - Obliegenheit ist der Verordnungsgeber vor dem Erlass der angegriffenen Vorschrift über die Erhöhung der Regelstundenzahl der verbeamteten Lehrkräfte an Gymnasien nicht hinreichend nachgekommen. Er hätte angesichts der neueren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur prozeduralen Absicherung des ebenfalls aus Art. 33 Abs. 5 GG folgenden Alimentationsprinzips (Urteil vom 14.2.2012 - 2 BvL 4/10 - zur Professorenbesoldung; Urteil vom 5.5.2015 - 2 BvL 17/09 und andere - zur Richterbesoldung), die auf die vorliegende Fallkonstellation übertragbar ist, Veranlassung gehabt, jedenfalls vor dem Erlass einer Vorschrift, die - wie hier - mit den Lehrkräften an Gymnasien nur eine bestimmte Gruppe von Lehrkräften herausgreift und deren Unterrichtsverpflichtung erhöht, im Rahmen einer auch empirischen Studie die tatsächliche Belastung der niedersächsischen Lehrkräfte an Gymnasien zu ermitteln. Veranlassung zu dahingehenden Ermittlungen hätte zudem auch mit Blick auf die zahlreichen Änderungen des niedersächsischen Schulsystems in den letzten zehn Jahren, etwa der Abschaffung der Orientierungsstufe, der Einführung des Abiturs nach 8 Jahren, der Einführung der sogenannten Eigenverantwortlichen Schule und der Inklusion, bestanden. Erst wenn die tatsächliche Arbeitsbelastung der Lehrkräfte an niedersächsischen Gymnasien in einem transparenten Verfahren aufgeklärt worden ist, lässt sich feststellen, ob die Einschätzung des Verordnungsgebers - es sei ein Rückgang der außerunterrichtlichen Verpflichtungen der niedersächsischen Gymnasiallehrkräfte erfolgt, so dass die entsprechend „frei" gewordene Arbeitszeit für die Erteilung von Unterricht genutzt werden könne, ohne die Gesamtarbeitszeit zu erhöhen - offensichtlich fehlsam, insbesondere willkürlich ist. Aus dem Vorstehenden folgt zugleich ein Verstoß gegen den in Art. 3 Abs. 1 GG geregelten Grundsatz der Gleichbehandlung, weil ein sachlicher Grund für die Ungleichbehandlung der Lehrkräfte an Gymnasien gegenüber den nicht von einer Erhöhung der Regelstundenzahl betroffenen übrigen verbeamteten Lehrkräften im niedersächsischen Schuldienst nicht feststellbar ist...
Anders sieht es bei der Neuregelung der Altersermäßigung aus. Da hatte das Land verfügt, dass die Unterrichtsverpflichtung erst ab 60 um eine Stunde gesenkt wird:
Es besteht kein hergebrachter Grundsatz des Berufsbeamtentums, dass der Umfang der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung einer Lehrkraft im Beamtenstatus aus Altersgründen ermäßigt werden muss. Vielmehr stellen derartige Ermäßigungsregelungen eine freiwillige Leistung des Dienstherrn dar, die aus haushaltsrechtlichen Erwägungen geändert werden kann.
Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft wurden zahlreiche Beamte
einer politischen Überprüfung unterzogen und ihrer Ämter enthoben. Mit der so
genannten „Entnazifizierung" sollte das Berufsbeamtentum grundlegend erneuert
werden. Doch die Existenzberechtigung des Berufsbeamtentums war stark umstritten.
Nach dem Willen der alliierten Siegermächte sollte für den öffentlichen
Dienst ein Dienstrecht auf der Grundlage arbeitsrechtlicher Normen geschaffen
werden. So sahen es auch die Verfassungen von Hessen, Groß-Berlin und
Bremen vor. Die Verfassungen aller süddeutschen Länder garantierten dagegen
das Berufsbeamtentum auch weiterhin. Trotz vielfacher Kritik entschied sich der
Parlamentarische Rat schließlich, am Berufsbeamtentum festzuhalten...
In der DDR gab es hingegen kein Berufsbeamtentum. Hier galt für alle Werktätigen
das Arbeitsgesetzbuch. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der staatlichen
Organe gab es darüber hinaus zusätzliche Vorschriften. Nach der Wiedervereinigung
sind die beamtenrechtlichen Vorschriften der alten Bundesländer im
Wesentlichen auch von den neuen Ländern übernommen worden...
Anyway: Wichtig ist das Urteil vor allem Hinblick auf die (zZ desolaten) Einstellungschancen an Gymnasien in Niedersachsen - bei gleichzeitigem fächerspezifischem Mangel an den Schulen. Der dürfte sich nun - wohl schon zum kommenden Schuljahr - signifikant erhöhen. Man darf gespannt sein, wie die Ministerin das in den kommenden Wochen zu regeln gedenkt.
Robert McNamara beim „Third Annual Report of the Secretaries of Defense“.
Am 1. Dezember 1989, drei Wochen nach Öffnung der Mauer, trafen sich in Nashville in den USA die früheren Verteidigungsminister der USA, Frank Carlucci (Verteidigungsminister unter Reagan), Melvin Laird (Nixon), Robert McNamara (Kennedy, Johnson), Donald Rumsfeld (Ford), James Schlesinger (Nixon, Ford) und Caspar Weinberger (Reagan) zum “3. Jahresbericht der Verteidigungsminister”
Die Diskussion ist als Video in englischer Sprache hier verfügbar. Die NachDenkSeiten fassen den Inhalt dieses äußerst aufschlussreichen Dokuments der Zeitgeschichte zusammen (hier als pdf). Und vgl. zur Bedeutung des Dokuments auch Fefe - Thu Feb 5 2015.
... Unnnötig zu erwähnen, dass McNamaras Position in der Runde nicht mehrheitsfähig war ... und es offensichtlich bis heute nicht ist.
McNamara plädierte iÜ für eine Wiederaufnahme der nach dem Zweiten Weltkrieg von Churchill und Roosevelt vorausgedachten Vision der UNO als eines Systems der Ordnung zwischenstaatlicher Beziehungen auf der Basis internationalen Rechts und kollektiver Sicherheit, welche durch Konfliktlösungsmechanismen und friedenssichernde Einsätze internationaler Organisationen gewährleistet werde. Er steht mit dieser Vorstellung unter seinen Amtsnachfolgern aber buchstäblich isoliert, auch wenn er den wesentlichen Grund für das bisherige Scheitern der Vision klar und unwidersprochen benennt: Den erklärten Unwillen der Supermächte, diese Mechanismen aufzubauen und mit den erforderlichen Mitteln auszustatten.
“… the UN. It was to be a world of relations among states based on the rule of law. A system of collective security, enforced by conflict resolution activities and peace-keeping forces of the international organizations. … the US and the Soviet Union for their own reasons, immediately after the formation of the UN, prevented it from developing the conflict resolution and the peace keeping capabilities that Roosevelt and Churchill intended it should have.”
Dabei beruht seine Analyse auf lessons learned in Vietnam ...
Sehenswert: Why Was the Vietnam War Fought? Robert McNamara on Lessons Learned, Mistakes (1995)
McNamara dürfte einer der intelligentesten US-amerikanischen Politiker des 20. Jahrhunderts gewesen sein, auch wenn er im Hinblick auf Nuklearstrategie, Schweinebucht und Vietnam als Falke begonnen hat: Wäre ich doch bloß nicht Kennedys Ruf in die Politik gefolgt und damit verantwortlich geworden für unzählige Tote in Vietnam. [9]
"Leadership is based on economic strength and social cohesion. And we have very very serious weakness in those areas in our society today. It’s based on moral leadership – we got a few problems there. “
Welch hilfreiche These zur Analyse der neueren deutschen Führungsrolle in Europa ...
B.B. was fond of saying that education is something no one can take away from you, and there is a vast population of under-served children in our area who need the message of hope. We take that to heart and have many programs in place, but we need ongoing support to keep those viable and continue to add engaging and inspirational messages ... http://www.bbking.com/
Letzten Freitag hat der bekannteste Seelsorger D-lands sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Und zwar mit einem einstündigen Best-Of der skurrilsten Domian-Stories (u.a. der legendäre Hackfleisch-Lover und der Rose-im-Penis-Typ).
Diesmal sitzt der nächtliche Hemdträger allerdings nicht alleine vor seinem Elch. Neben ihm ist nämlich auch noch der dünne blasse Junge vom Neomagazin. (Fernsehersatz)
Vorläufer 1: "Vier-Vier-Eins-Sieben-Sieben-Sieben"
Mit Walther von Hollander im NDR der 50er und frühen 60er Jahre bin ich aufgewachsen. Das war ein Ritual, am Samstag (es muss um 15.00 Uhr gewesen sein -Sendezeiten lassen sich leider nicht belegen, aber so rekonstruieren: samstags gab es bei uns kein Mittagessen. Das lag daran, dass meine Mutter früher eine Bäckerei hatte, und da war das halt so) gemeinsam Kaffee (für uns Kinder: Kakao) und Kuchen (ich erinnere mich gerade an wunderbare Quarktaschen) mit eben dieser Sendung zu zelebrieren. Ich kann mich auch erinnern, dass meine Mutter die Stimme des Dr. Walther von Hollander, der sich eben immer mit "Vier-Vier-Eins-Sieben-Sieben-Sieben" meldete, so sympathisch fand, und daran, dass je älter wir Kinder wurden, desto skurriler wir die Probleme der Anrufer fanden. Meine Mutter hat damals auch FDP gewählt, weil wir Mittelstand waren und wohl auch, weil Erich Mende so gut aussah. Später hat sie sich eher an McNamara's lessons learned in Vietnam orientiert (und das nicht, weil der auch so gut aussah) ...
1. Das Sturmgewehr G36 war schon vor seiner Einführung bei der Bundeswehr umstritten. Doch nach SPIEGEL-Informationen hatte Hersteller Heckler & Koch starke politische Fürsprache: Durch den heutigen CDU-Fraktionschef Kauder.
2. Noch einmal: Die häufig gestellte Frage, was die Griechenlandhilfe die deutschen Steuerzahler bisher gekostet hat, ist schnell beantwortet: Nichts. Deutschland hat bisher nur Bürgschaften gewährt, nämlich für 15,2 Milliarden, die im ersten Hilfspaket von der staatlichen KfW-Bankengruppe ausgezahlt wurden, und für 38,5 Milliarden Euro des zweiten Hilfspakets gegenüber dem Rettungsfonds EFSF. Unter dem Strich bürgt Deutschland also für knapp 54 Milliarden. Teuer wird es erst, wenn Griechenland pleitegeht und die Kredite nicht mehr bedienen kann. Bis dahin verdient der Bundesfinanzminister sogar an der Griechenlandrettung: Seit 2010 hat er aus Athen Zinsen in Höhe von 360 Millionen Euro bekommen.... (Die ZEIT, Gerd Höhler, Athen, 5. Juni 2015)
Laut dem Parteivorsitzenden der französischen “Neuen Antikapitalistischen Partei” (NPA), Olivier Besancenot, hat Frankreich seit 2010 ungefähr 2 Mrd. Euro aus den Zinsen der griechischen Verschuldung und den staatlichen Anleihen verdient.
Via Griechenland-Blog
Tom Appleton (tp 07.06.2015 ) legt nach:
Z.B. wenn Seymour Hersh, ein mit Preisen dekorierter amerikanischer Journalist, gewissermaßen ein mit Orden ausgezeichneter journalistischer Vier-oder-Fünf-Sterne-General, einen eminent wichtigen Artikel schreibt, der aber in den USA nicht veröffentlicht wird, z.B. nicht im New York Review of Books, sondern nur im London Review of Books, weit ab vor der Küste Amerikas, auf einer sicheren Insel. Besagter Artikel wird dann zwar in ganz Nord-und- Süd-Amerika dem Lesepublikum vorenthalten, aber doch wie einem Haufen Leseunkundiger aus zweiter Hand mitgeteilt und kommentiert. Das geschieht auch weltweit. Beispielsweise in der Zeit, in Hamburg.... Lesebefehl!
w/ David Essex, Ringo Starr, Keith Moon, Dave Edmunds
THAT’LL BE THE DAY (1973) Part one of the well done, two-film story of Jim McClain (David Essex) and his quest for music fame and fortune (and more birds) in 50s working class Britain. Also features Ringo Starr (reprising his early years as a teddy boy), Keith Moon and Billy Fury. More of a character study than a music film (though, it has some cool music), That’ll Be The Day covers McClain’s early years as a shit, routinely cheating on, then leaving his wife with a new-born baby. Producer David Puttnam told MOJO Magazine that his original idea for this film was based on Harry Nilsson’s semi-autobiographical song, “1941,” about a child abandoned by his father, only to grow up and abandon his own.
Auf einer Veranstaltung von Evolutionsbiologen in San Jose, auf der Kreationismus als Pseudowissenschaft besprochen wurde, haben US-Forscher auch über Deutschland gesprochen und dabei "Genderismus" als Form der kreationistischen Pseudowissenschaften betrachtet. Die Diskussion in San José führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen wie den damit geistesverwandten Kreationismus.
Ich blick da nicht durch, - die Angelegenheit ist aber interessant weiter zu verfolgen! ... Eine obskure Szene ist da zu entdecken: ZB auf der Seite der Frankfurter Erklärung - Erklärung zur Gleichstellungspolitik eines Günter Buchholz (Ökonom und emeritierter Professor für Allgemeine BWL und Consulting an der FH Hannover), der weiter verlinkt auf eine - auf den ersten Blick unerträgliche - Männerableiderseite wie Cuncti.
Insofern müsste der Herr Prof. Kutschera evtl. doch noch einmal prüfen, in wessen Gesellschaft er sich da begibt ...
::: Neoliberalismus würde sich auf den ersten Blick so zum Liberalismus verhalten, wie sich Postmoderne zur Moderne verhalten würde. Ein Projekt, das in einigen seiner Aspekte, meistens den formalen, weiter geführt wird, und in anderen, meist sehr essentiellen Aspekten, abgebrochen wurde. Ganz ähnlich verhält es sich mit einer „Postdemokratie“. Eine formale Fortsetzung bei innerem Abbruch.
Was wir mit einer gewissen Melancholie verabschieden, das nennen wir Post-. Was mit größerer materieller und linguistischer Wucht auftritt darf sich Neo- nennen. Postmoderne, Postrock, Postheroismus. Neofaschismus, Neomerkantilismus, Neo-, quatsch Neo-Neo-Konstruktivismus, und nun eben Neoliberalismus. Ob etwas Post- oder Neo ist, das ist eine Frage von Macht, Gewalt und Dummheit....
Da ich mich für Fußball so wenig interessiere wie für andere eher seltsame Formen des menschlichen Verkehrs (möglicherweise ein mittelschichtspezifisches Sozialisationsdefizit der 50/60er Jahre), kannte ich einen Herrn Blatter bisher nur dem Namen nach. Nun waren in der letzten Woche die Meldungen über sein Racket nicht zu übersehen und ich fand dazu bei [E.O.M.S.] diese schöne Ansprache dieses Herrn zur Frage how our persseptions of ze worrld are often shaped behind our contrroll at the Oxford Union in 2013 .
Der Redenschreiber hat zweifellos sein Bestes gegeben, was ein schönes Newspeak gambit angeht, aber der Redner fährt das so gegen die Wand, dass man sich fragt, wie sich eigentlich Eliten rekrutieren ...
Die GBlog-Suche nach »Newspeak gambit « hat 9 Resultate geliefert.
Die GBlog-Suche nach »Die anomische Herrschaft der Rackets« hat 31 Resultate geliefert.
A great pisstake on the "Batman" theme by ultimate pranksters The Liverpool Scene with lyrics about Vietnam and (in this live version) their fave football club, Liverpool. 'Nuff said.
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Via Anorak Thing May's Picks
The Liverpool Scene was the title of a poetry book in 1967, published in London and bringing to the public the works of Roger McGough, Brian Patten and Adrian Henry (nowadays better known as an artist).
These three poets had gathered a growing following in the early 60's by often reading their poems in places like Steates Coffee Bar, O'Connors' Tavern and the Everyman Theatre. When the nation got aware of the existence of Liverpool (by way of the Beatles) these poets started to sell their books in growing piles, especially since the aformentioned book was released with an LP. Allen Ginsberg had said, the Scene was the conscious center of the human universe.
The record became the link to pop. Much of this new poetry was influenced by popsongs and therefore it was a logical step, when the poets joined the musicians.
The first to do this was Roger McGough along with Scaffold. Next step was a penguin book (The Mersey Sound) featuring Henri, McGough and Patten. Roger McGough saw it this way:The kids didn't see this poetry with a capital p, they understood it as modern entertainment, as part of the pop-movement.
During the summer of love 1967 the nucleus of Liverpool Scene was Mike Evans (sax - formerly with the Clayton Squares), Mike Hart (g), who were without regular bands, Adrian Henry (voc.), who gave lessons at an art school, Brian Patten ( voc) and Andy Roberts (g), another member of the Clayton Squares. They lived just above O'Connor's Tavern, where they held their regular Tuesday-sessions. After an increasing importance of they were joined by Percy Jones (bs) and Brian Dodson (dr).
Liverpool dj John Peel (then with pirate radio station Radio London), became aware of the Liverpool Scene and started to support them. He produced the first LP in 1968, which didn't sell very well despite the promotion through John Peel...
+ A vintage video of OYSTERBAND's New York Girls shot in new York 1989 featuring The New York Ukranian Community Polka Club, Ira Bernstein step dancing, the crew of an ocean racer (later arrested), a stray dog and more...
Immer diese fürchterliche Aufregung um die mangelhafte Ausrüstung unserer Streitkräfte. Macht einen ganz kirre. Jetzt auch noch der Helm! Viele Meldungen dazu heute; meist Direkt aus dem dpa-Newskanal wie diese in der Süddeutschen Zeitung, die aber, was die sprachliche Wucht und die Schönheit der Metapher angeht, nicht an die Meldung in der Print-Ausgabe von heute (S. 6) rankommt, in der es heißt:
... Ein Teil der Gefechtshelme muss wegen einer mangelhaften Schraube zur Befestigung am Kopf aus dem Verkehr gezogen werden.
Schraube im Kopf auch hier: Bundeswehr und Freizeitshop (verlinke ich nicht!):
Produktbewertungen für BW Parade Gefechtshelm Kst. schwarz:
am kinn gut gepolstert,bequem zum tragen ...
eine noch bessere Produktbeschreibung und aus welchem Material wär schön
Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch:
NVA Stahlhelm m. Tarnnetz gebraucht
34,95 €
Ansonsten: Manchmal gibt es ja so seltsame "Verleser", die wahrscheinlich auf problematische Synapsen-Verbindungen, die zu denken geben sollten, zurückzuführen sind. Jedenfalls meinte ich heute gelesen zu haben:
Four Horsemen is a 2012 British film pamphlet directed by Ross Ashcroft. The film criticises the system of fractional reserve banking, debt-based economy and political lobbying by banks, which it regards as a serious threat to Western civilisation. It criticises the War on Terror, which it maintains is not fought to eliminate al-Qaeda and other militant organizations, but to create larger debt to the banks. As an alternative, the film promotes a return to classical economics and the gold standard. Among those interviewed are Joseph Stiglitz, former chief economist at the World Bank; Noam Chomsky, linguistics professor; John Perkins, author of Confessions of an Economic Hit Man; Herman Daly ...
"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt."
Charles Lewinsky, Der A-Quotient
Wise Man Says II
"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater."
Frank Zappa
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