Grisis: (II): Wie ein Staat durch Privatisierung Einnahmen generieren kann: Visatermine gegen Geld - Wie rund um deutsche Botschaften ein Schwarzmarkt für syrische Flüchtlinge entstanden ist ... making them beneficial to the publick
- Nach Recherchen der Huffington Post verkaufen Händler illegal Termine für die Vergabe von Visa in den Botschaften auf dem Schwarzmarkt
Es handelt sich dabei um die Botschaften und Konsulate in der Türkei und im Libanon
Das Auswärtige Amt in Berlin ist seit 2014 darüber informiert
Der Verdacht liegt nahe, dass Botschaftsmitarbeiter in die Geschäfte verwickelt sind
Das könnte man doch in ein neues Hilfspaket für Griechenland aufnehmen. Der Grieche hat doch schon aufgrund seiner geografischen Lage da einen Standortvorteil! Müsste nur aufpassen, dass er nicht mit den deutschen Rackets in Konflikte gerät ...
Oder auch - “Diesmal ist Berlin richtig zornig” -, sollte gar nichts mehr helfen:
Ein bescheidener Vorschlag im Sinne von Nationalökonomen, wie Kinder armer Leute zum Wohle des Staates am Besten benutzt werden können
- Spaziergänger in unserer großen Stadt Dublin oder Reisende auf dem Lande müssen leider oft den traurigen Anblick genießen, daß sie die Straßen, Häfen u. s. w. von Bettlerinnen gefüllt sehen, denen drei, vier oder sechs zerlumpte Kinder folgen, um jeden Reisenden mit Almosenbitten zu belästigen. Diese Mütter werden, anstatt daß sie für ihren Lebensunterhalt arbeiten können, gewissermaßen zur Herumstreiferei gezwungen, damit sie Nahrung für ihre hülflosen Kinder erlangen. Letztere aber werden Diebe, sobald sie größer sind, weil ihnen Arbeit fehlt, oder sie nehmen fremde Kriegsdienste, vielleicht zum Schaden Englands, oder verkaufen sich als Taglöhner nach den Kolonien.
Wie ich glaube, sind alle Parteien darüber einstimmig, daß diese ungeheure Zahl von Kindern auf den Armen, auf dem Rücken oder hinter den Fersen ihrer Mütter und oft ihrer Väter, bei den jetzigen beklagenswerthen Zeiten und bei dem Zustande des Königreichs eine Hauptbeschwerde neben vielen andern bildet. Wer also eine zweckmäßige, wohlfeile und leichte Methode ausfindig machen kann, diese Kinder zu gesunden und nützlichen Gliedern des Staates umzubilden, wird sich ein so hohes Verdienst um das Publikum erwerben, daß man ihm mit Recht eine Statue als Retter der Nation aufstellen könnte.
Mein Plan ist weit davon entfernt, sich allein auf die Kinder der Bettler von Profession anwenden zu lassen; er ist von weit größerer Ausdehnung, und wird alle Kinder von gewissem Alter umfassen, deren Eltern zur Ernährung derselben eben so wenig befähigt sind, wie die Bettler in den Straßen.
Was mich betrifft, so habe ich viele Jahre lang diesen höchst wichtigen Gegenstand im Kopfe herumgetrieben und verschiedene Entwürfe von Projektenmachern reiflich erwogen, aber auch immer gefunden, daß Letztere sich in ihren Berechnungen gröblichst täuschten. Allerdings kann ein so eben geworfenes Kind mit Milch ein ganzes Jahr lang, bei wenig anderem Futter, ernährt werden; jene andere Nahrung würde höchstens 2 Schillinge kosten und die Mutter kann dieselben entweder im Abfall aus Küchen, oder durch ihr eigenes rechtmäßiges Gewerbe, durch Betteln, sich zusammenbringen; allein gerade in Alter von einem Jahre werde ich durch meinen Vorschlag für die Kinder in solcher Weise sorgen, daß dieselben anstatt ihren Eltern oder der Armenkasse zur Last zu fallen, oder Nahrung und Kleider ihr ganzes Leben lang zu entbehren, im Gegentheil zur Ernährung und theilweise auch zur Kleidung vieler Tausende beitragen werden...
Die Seelenzahl in Irland wird jetzt (1722) auf anderthalb Millionen berechnet; unter diesen mag es ungefähr 200,000 Paare geben, wovon die Weiber Kinder werfen oder zur Zucht dienen; von dieser Zahl muß ich wohl 30,000 Paar abziehen, die ihre Kinder selbst ernähren können; ich besorge jedoch, daß die Zahl nicht so beträchtlich sein wird, denn die Noth ist gar zu groß; wird mir dies zugestanden, so bleiben 170,000 Paare zur Zucht übrig. 50,000 will ich auch noch für diejenigen Weiber abziehen, welche das Unglück einer Fehlgeburt erlitten, oder deren Kinder in Zeit eines Jahres durch Zufall oder Krankheit sterben sollten, alsdann würde die Summe der jährlich von armen Eltern geborenen Kinder 120,000 betragen. Nun ist aber die Frage, wie sollen dieselben aufgezogen und versorgt werden? Wie ich schon sagte, ist dies bei den gegenwärtigen schlimmen Zeiten mit den bis jetzt vorgeschlagenen Methoden durchaus unmöglich. Wir können sie weder in den Gewerben noch im Ackerbau beschäftigen; wir bauen keine Häuser (ich meine auf dem Lande), noch machen wir Ländereien urbar; die Kinder können selten einen Lebensunterhalt durch Stehlen sich hin und wieder erwerben, bis sie das sechste Jahr erreichen, ausgenommen, wenn das eine oder andere besondere Anlagen zeigt, ob ich gleich eingestehen muß, daß sie die Anfangsgründe dieses Gewerbes noch früher zu erlernen pflegen; während jener Zeit können sie aber höchstens als Anfänger zur Probe betrachtet werden, denn, wie mir ein sehr angesehener Herr bestimmt erklärte, findet man kaum ein bis [32] zwei Diebe unter sechs Jahren, sogar in demjenigen Theile des Königreichs, welcher den größten Ruhm in der schnellsten Erlernung dieser Kunst erreicht.
Was ferner den Verkauf der Armen nach den Kolonien als Taglöhner betrifft, so haben mir unsere Kaufleute die Versicherung gegeben, daß ein Knabe oder Mädchen unter zehn Jahren keinen guten Handelsartikel bietet. Sogar wenn sie dies Alter erreichen, sind sie nicht über drei Pfund, oder höchstens drei Pfund eine halbe Krone auf der Börse werth; dieser Preis aber kann weder den Eltern noch dem Staate von Nutzen sein, denn sie haben wenigstens das Vierfache an Ernährung und Lumpen gekostet. Deßhalb will ich demüthigst meine eigenen Gedanken vorschlagen, welche, wie ich hoffe, auch nicht dem geringsten Einwurf unterworfen sein werden.
Ein sehr kenntnißreicher Amerikaner meiner Bekanntschaft, in London ansäßig, hat mir die Versicherung gegeben, daß ein junges, gesundes, wohlgenährtes Kind vom Alter eines Jahres ein höchst schmackhaftes Nahrungsmittel und eine gesunde Speise bietet, ob geschmort, gebraten, gebacken oder gekocht; und ich zweifle gar nicht, daß es ebenfalls als Fricassée oder Ragout sich wird anwenden lassen.
Deßhalb mache ich der Ueberlegung des Publikums den demüthigen Antrag, daß von den schon berechneten 120,000 Kindern 20,000 zur Zucht zurückbehalten werden, wovon ungefähr ein Viertel männlichen Geschlechts sein können; diese Zahl des letzteren ist größer als diejenige, welche wir für Schaf-, Rindvieh- und Schweinezucht bestimmen; da ohnehin diese Kinder selten die Früchte der Ehe sind, ein Umstand, der von den Wilden nicht sehr in Betracht gezogen wird, so kann ein männliches Kind für vier weibliche aufbewahrt werden. Die übrigen 100,000 mögen im Alter eines Jahres den Personen von Stand und Vermögen im Königreiche zum Verkauf angeboten werden; den Müttern muß man hiebei die Anweisung geben, das Kind im letzten Monat reichlich zu säugen, um es fleischig und fett für einen guten Tisch zu machen. Ein Kind kann bei einer Bewirthung von Freunden zwei Gerichte bilden: speist die Familie allein, so wird das Vor- oder Hinterviertel eine gute Schüssel abgeben und, mit Pfeffer und Salz gewürzt, sich noch am vierten Tage, besonders während des Winters, gut kochen lassen.
Ich habe im Durchschnitt berechnet, daß ein neugeborenes Kind 12 Pfund wiegt; in einem Jahre kann dies Gewicht bei gehöriger Säugung sich auf 28 Pfund vermehren.
Allerdings wird diese Speise auf einen ziemlich hohen Preis zu stehen kommen, ist aber desto besser geeignet für die Aristokratie der Grundeigenthümer; da diese schon den größten Theil der Eltern gewissermaßen verspeist haben, scheinen sie auch den besten Anspruch auf die Kinder zu besitzen.
Kinderfleisch wird zu jeder Zeit brauchbar, am meisten aber im März, etwas früher oder später, reichlich vorhanden sein. Denn ein sehr bemerkenswerther Schriftsteller, ein ausgezeichneter französischer Arzt, hat den Beweis geliefert, daß mehr Kinder in römisch-katholischen Ländern neun Monat nach der Fastenzeit, wie in irgend einem anderen Zeitraume geboren waren, da die Fische eine sehr fruchtbarmachende Speise bieten. Ein Jahr nach der Fastenzeit wird der Markt deßhalb mehr als gewöhnlich gefüllt sein, weil die Zahl der katholischen Kinder sich wenigstens wie drei zu eins im Königreich verhält. Somit wird auch noch ein anderer Nebenvortheil hinzukommen, da die Zahl der Katholiken allmälig sich dadurch bei uns vermindern muß.
Die Kosten, ein Bettlerkind zu ernähren (alle Afterpächter, Taglöhner, und sogar vier Fünftheil der Pächter sind hiemit einbegriffen), habe ich schon mit Inbegriff der Lumpen auf 2 Schilling jährlich berechnet. Wie ich glaube, wird kein Gutsbesitzer 10 Schillinge für den Leib eines guten fetten Kindes verweigern, welches, wie ich schon sagte, vier Schüsseln ausgezeichneten, nahrhaften Fleisches bieten wird, wenn er nur einige genauere Freunde oder nur seine Familie beim Mittagessen hat. Eben dadurch wird auch der Grundbesitzer ein gütiger Herr und bei seinen Pächtern populär werden, denn der Mutter bleiben ja 8 Schillinge reiner Nutzen und sie wird zur Arbeit geeignet sein, bis sie ein anderes Kind zur Welt bringt.
Diejenigen, welche etwas sparsam sind (eine Eigenschaft, welche die schlimmen Zeiten, wie ich gestehen muß, erheischen), mögen den geschlachteten Leib noch ohnedem schinden. Wird die Haut künstlich zubereitet, so lassen sich daraus bewundrungswürdige Damenhandschuhe und Sommerstiefeln für feine Herren verfertigen.... Weiterlesebefehl!!
gebattmer - 2015/07/07 19:34