(T)ERROR: Ναὶ ναί, οὒ οὔ (II) · μέτοικος - Zur Metökisierung des Griechen durch den deutschen Minister der Finanzen (und die deutschen Medien)
Ein Metöke (griechisch μέτοικος métoikos ‚Ansiedler‘) war in der griechischen Antike, insbesondere in Athen, ein dauerhaft in der jeweiligen Stadt lebender Fremder, der kein Bürgerrecht (und damit keine politischen Mitwirkungsrechte) besaß, aber meist auch Grieche war. Die Metöken mussten in Athen eine spezielle Steuer (μετοίκιον metoikion, vermutlich eine Drachme im Monat) entrichten und standen dafür unter einem gewissen Schutz des Staates. Vor Gericht und bei Rechtsgeschäften mussten Metöken sich durch einen Bürger vertreten lassen. Sie durften in Athen keinen Grundbesitz erwerben und waren daher überwiegend in Handel und Gewerbe tätig, wurden aber wie die Bürger zum Kriegsdienst herangezogen. Metöken konnten das Bürgerrecht nur durch einen Beschluss der Volksversammlung aufgrund besonderer Verdienste erlangen. .
Das Wort lebt pejorativ im französischen métèque und nahe verwandten Sprachen (katalanisch: metec; okzitanisch: metèc) fort und bezeichnet einen ungeliebten Fremden. Besonders bekannt geworden im deutschsprachigen Bereich ist dieser französische Begriff durch das gleichnamige Chanson Le Métèque von Georges Moustaki.
Diese Definition scheint mir vorzüglich zuzutreffen auf das Bild, das Herr Schäuble vom Griechen in Europa hat:
Problematischer als der borniert-arrogante Umgang des Ministers mit dem Griechen, der ihn eigentlich nur selbst als ökonomisch und politisch unfähig entlarvt, ist, dass das hierzulande offenbar gar nicht mehr wahrgenommen werden kann:
Bei der nicht repräsentativen Umfrage* von t-online.de kommt dann sowas heraus:


* Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Online-Umfragen sind einem hohen technischen Missbrauchsrisiko ausgesetzt, die Ergebnisse dieser Umfrage könnten eventuell von Dritten manipuliert worden sein.
Dass Sie dennoch veröffentlicht wird, lässt darauf schließen, dass der Veröffentlichende als Vierter gern selbst manipuliert, maW gern irgendwie rumfingert, um das von den Blödmaschinen angeregte Griechenbashing weiter anzuheizen. Die Kommentare jedenfalls zeugen überwiegend von völliger Unkenntnis der komplexen Sachverhalte und entsprechen damit dem Standard der Gesamtredaktion (s.o.), womit zur Erscheinung kommt, was offenbar das Wesen der deutschen Qualitätsmedien ist:
Keine Ahnung, aber wird sind ja Charlie und dürfen alles in die Gegend blasen, was wir für eine Meinung halten ...
Ναὶ ναί, οὒ οὔ ... Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein - oder 1/0
Das Wort lebt pejorativ im französischen métèque und nahe verwandten Sprachen (katalanisch: metec; okzitanisch: metèc) fort und bezeichnet einen ungeliebten Fremden. Besonders bekannt geworden im deutschsprachigen Bereich ist dieser französische Begriff durch das gleichnamige Chanson Le Métèque von Georges Moustaki.
Diese Definition scheint mir vorzüglich zuzutreffen auf das Bild, das Herr Schäuble vom Griechen in Europa hat:
Problematischer als der borniert-arrogante Umgang des Ministers mit dem Griechen, der ihn eigentlich nur selbst als ökonomisch und politisch unfähig entlarvt, ist, dass das hierzulande offenbar gar nicht mehr wahrgenommen werden kann:
- Deutschlands Medien haben sich, von wenigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen, seit der Wahl der neuen griechischen Regierung in einen Kampfmodus hineingeschrieben, der seinesgleichen sucht. Da wird mit nicht einmal mehr verhohlener Diffamierungsabsicht von der “links-rechten Populistenregierung” geschrieben (SZ), mit erfundenen und aufgebauschten Vorwürfen gearbeitet. Es darf angenommen werden, dass dieses Bashing den beteiligten Journalisten nicht einmal mehr selbst auffällt. Man schreibt sich im Herdentrieb in einen Mainstream hinein und glaubt selbst noch, man würde die Realität objektiv abbilden. […]
Wagt man einen Blick in internationale Zeitungen wie den Guardian, den konservativen Telegraph, oder in die des Linksradikalismus völlig unverdächtige Financial Times und dem Wall Street Journal, dann bietet sich ein völlig anderes Bild: Nicht, dass diese Zeitungen durchgehend Syriza-freundlich berichten und kommentieren würden – aber es kommen eben unterschiedliche Stimmen zu Wort und die Mehrheit der Kommentatoren verschweigt nicht, dass die neue griechische Regierung grundsätzlich die makroökonomische Vernunft auf ihrer Seite hat: Austerität funktioniert nicht; das oktroyierte Sparprogramm hat den Krisenländern eine soziale Katastrophe beschert; die ganze Eurozone ist in eine Depression gestürzt und die Schulden könne man nie zurückzahlen, wenn man Länder wie Griechenland weiter stranguliere. In der New York Times wird gar mit der autoritativen Autorenzeile “By the Editorial Board” (was üblicherweise annonciert, dass es sich hierbei um die Meinung der Gesamtredaktion, nicht um die eines Journalisten handelt) gefordert: “Gebt Griechenland Raum zum Manövrieren.”
Von all dem bekommt der deutsche Leser nichts mit. Deutschland wird zum großem „Tal der Ahnungslosen“. (Robert Misik via Gegenblende via nds)
Bei der nicht repräsentativen Umfrage* von t-online.de kommt dann sowas heraus:


* Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Online-Umfragen sind einem hohen technischen Missbrauchsrisiko ausgesetzt, die Ergebnisse dieser Umfrage könnten eventuell von Dritten manipuliert worden sein.
Dass Sie dennoch veröffentlicht wird, lässt darauf schließen, dass der Veröffentlichende als Vierter gern selbst manipuliert, maW gern irgendwie rumfingert, um das von den Blödmaschinen angeregte Griechenbashing weiter anzuheizen. Die Kommentare jedenfalls zeugen überwiegend von völliger Unkenntnis der komplexen Sachverhalte und entsprechen damit dem Standard der Gesamtredaktion (s.o.), womit zur Erscheinung kommt, was offenbar das Wesen der deutschen Qualitätsmedien ist:
Keine Ahnung, aber wird sind ja Charlie und dürfen alles in die Gegend blasen, was wir für eine Meinung halten ...
Ναὶ ναί, οὒ οὔ ... Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein - oder 1/0
gebattmer - 2015/03/13 19:24
Trackback URL:
https://gebattmer.twoday.net/stories/1022406579/modTrackback