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Mikis Theodorakis - Grammata Apo Ti Germania / Letters From Germany - Und MIKIS THEODORAKIS ZUR KRISE UND ZUM REFERENDUM

http://www.athenscollectibles.com/images/products/music/greek/theodorakis/MUS-GRK-THE-1004/germania_front.jpg

On the occasion of Mikis Theodorakis's 90th birthday at the end of the month:
    These political songs in an original, satirical style were written by Mikis Theodorakis with lyrics of Fontas Ladis in 1966 and banned by censorship for ten years.
    After the WWII and a destructive and painful civil war, a great number of Greeks emigrated to Germany as heavy industry and mine workers.* These songs are dedicated to the problems and the pain of all the emigrants worldwide, through the letters they send to their beloved. Beautiful music by Theodorakis, arranged and directed by the great composer and orchestrator Thanos Mikroutsikos. The songs are interpreted by the expressive voices of Afroditi Manou, Antonis Kalogiannis and Yiannis Siris...
    (Zero G Sound)


MIKIS THEODORAKIS ZUR KRISE UND ZUM REFERENDUM

    ...Heute stehen wir vor einem Referendum. Nach fünf Monaten andauernder "Verhandlungen" mit den "Institutionen" -Troika im Rahmen der Vereinbarung, die SYRIZA nicht gewagt hat, mit dem "Ersten Gesetz, das die Regierung vor das Hohe Haus bringen würde", abzuschaffen, wie es der jetzige Premierminister vor den Wahlen versprochen hatte, und schließlich warfen sie uns zu Boden und fragten uns, ob wir mit den letzten Vorschlägen der "Institutionen" einverstanden seien, die uns eine halbe Milliarde zusätzlich zu den Maßnahmen in Höhe von 8 Mrd. kosten, und die von der griechischen Regierung angenommen worden sind, mit der Unterschrift des Ministerpräsidenten höchstpersönlich.

    Selbstverständlich ist es unmöglich, für die Vereinbarung mit den Kreditgebern zu stimmen. Aber der Stimmzettel der NEIN-Wähler heisst ein NEIN zu allen lästigen und belastenden Verträgen mit den "Institutionen", NEIN zu alle Verträgen, die den Menschen noch mehr Beschwerden aufbürden, die zur völligen Verelendung, zum Abtöten und zur Beraubung der nationalen Integrität, Unabhängigkeit und Souveränität führen. Und man sollte nicht denken, diese Antwort gelte als Vertrauensabstimmung für die Regierung; dies umso weniger, als deren Konsens zum Vorschlag von 8 Milliarden besteht, der schließlich auch dem Vorschlag der Gläubiger entspricht.

    Am wichtigsten aber ist, was am Tag nach dem Referendum geschieht. Nach dem vollständigen Versagen der Gesamtheit unserer politischen Welt, die das Land an den Rand einer nationalen Prüfung geführt hat, wie ich schon erwähnt habe, möchte ich wünschen, es gäbe einen Weg, eine Regierung der "nationalen Rettung" zu bilden, um das Land aus der derzeitigen Sackgasse herauszubringen, heraus aus den schrecklichen Bedingungen und Problemen, mit denen die Menschen und das Land in den letzten Jahrzehnten und vor allem während der Zeit des Memoranden geführt wurden.

    Da dies jedoch nicht möglich ist, bleibt wiederum noch als einzige Waffe die Einigkeit des griechischen Volkes. Nur vereint wie eine Faust können wir uns noch bemühen, gegen den tödlichen Krebs, der uns bedroht, anzugehen. Das griechische Volk muss Gelassenheit, Reife und Verantwortung zeigen, um in jedem Fall zu führenden Verteidiger der Rechte und Freiheiten zu werden.

    > Athen, 29.06.2015
    > Mikis Theodorakis


Letter To Germany: Stephan Schulmeister: Der Weg in die Depression

    Viele meinen, Griechenland hätte nie in die Währungsunion aufgenommen werden dürfen, da zu rückständig und auf Abwertungen angewiesen. Stimmt so nicht: Zwischen 1950 und 1971 gab es feste Wechselkurse, der Rückstand Griechenlands war viel größer, und es holte dennoch stetig auf. Allerdings: Damals herrschten keynesianisch-realkapitalistische Rahmenbedingungen (feste Wechselkurse, niedrige Zinssätze, schlafende Aktienbörsen, aktive Wirtschaftspolitik), die das Gewinnstreben auf unternehmerische Aktivitäten lenkten. Der Euro wurde hingegen unter neoliberal-finanzkapitalistischen Spielbedingungen geschaffen („Mehr privat, weniger Staat“ plus „Lassen wir unser Geld arbeiten!“). Daraus resultiert ein fataler Widerspruch: Inhaltlich ist die Währungsunion ein anti-neoliberales Projekt (endgültige Überwindung der Devisenspekulation), die Regeln seiner Umsetzung sind aber neoliberal pur (Geldwert vor Beschäftigung; Sparpolitik und Sozialabbau; Finanz-Alchemie).
    Etappe 1: ...
    (profil.at, 04.07.)
“In 43 Jahren als Wirtschaftsforscher habe ich noch nie ein solches Konzentrat an blanken Lügen wahrgenommen wie in Bezug auf Griechenland (die Regierung habe keine Konzepte geliefert etc. etc.). Die meisten Journalisten haben das einfach abgeschrieben.” - Stephan Schulmeister
[Anm.: Was der Schulmeister im Profil macht, weiß ich allerdings nicht: Das Wochenmagazin Profil unter Chefredakteur Christian Rainer bemüht sich schließlich weiterhin redlich, im Niveaulimbo die Bild-Zeitung zu unterbieten. - Nach dem „Oxi“: Die 5 ekelhaftesten Medien Österreichs. Natascha Strobl bei Mosaik]

______________________________________________
* Gastarbeiter in der Bundesrepublik Deutschland
    Ab Mitte der 1950er Jahre wuchs in Westdeutschland der Arbeitskräftebedarf. Die Bundesregierung schloss daher zwischen 1955 und 1973 Anwerbeabkommen mit Italien, Spanien, Griechenland, der Türkei, Marokko, Portugal, Tunesien, Jugoslawien und Südkorea.
    Die „Gastarbeiter“ arbeiteten meist als Ungelernte in der Industrie. Für sie war die Arbeit in Deutschland finanziell attraktiv. Bis Anfang der 1970er Jahre lebten die meisten von ihnen in Baracken und Wohnheimen mit strengen Regeln.
    Anfang der 1970er Jahre geriet die Wirtschaft in eine Krise, viele verloren ihre Arbeit. Die „Gastarbeiter“ wurden oft als Erste entlassen. 1973 wurde ein Anwerbestopp erlassen.
Die Bundesregierung - Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration - Geschichte
Sie sind hier: Gastarbeiter in der Bundesrepublik Deutschland
Steht da so! Echt! Wie damals im SPIEGEL 41/1964:
    ... Die Arbeitswilligen kommen auf vielerlei Wegen. Etwa die Hälfte läßt sich durch Werbekommissionen der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung anheuern, die mit insgesamt 222 Beschäftigten in Verona und Neapel, Athen und Saloniki, Istanbul und Ankara sowie in Lissabon und Madrid tätig sind.
    Andere werden von fliegenden Rekrutierungskolonnen der Industrie angemustert, vertrauen sich privaten Vermittlungsstellen an oder reisen auf eigene Faust gen Norden.
    Sie wollen alle "per moneta", wegen des Geldes, nach Deutschland, und jeder Trick ist ihnen recht, einen Arbeitsvertrag zu ergattern. In Neapel nahmen Bewerber spielend die Hürde, die die Nürnberger Kommission vor Analphabeten aufgebaut hatte: Die fünf Worte "Cinema", "Teatro", "Correre", "Fermarsi" und "Attenzione" in den Schulheften der Deutschen konnten bald alle Arbeitskandidaten auswendig.
    Viele Südländer legen gleich mehrere Berufszeugnisse vor. Wer zum Beispiel einmal ein Schweißgerät in der Hand gehalten hat, präsentiert sich als gelernter Schweißer. Gerhard Ahl, stellvertretender Leiter des Arbeitsamts Dortmund, hat die Erfahrung gemacht, daß es unter den Spaniern drei Arten von Maurern gibt: "Solche, die tatsächlich den Beruf ausgeübt haben, solche, die einmal einen Ziegelstein bewegt haben, und solche, die Maurer werden möchten."
    Wer beim besten Willen keine gewerblichen Fähigkeiten nachweisen kann, hat dennoch eine Chance auf Westdeutschlands menschenhungrigem Arbeitsmarkt. Unter den türkischen Hilfsarbeitern des Hüttenwerks Salzgitter finden sich unter anderen ein Kirchendiener, ein Offizier, ein Militärpolizist, ein Gefängniswärter, ein Priester und zwei Religionslehrer...

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Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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