Archäologie (CDLXIV): Nathan ben Moses Hannover: "Jawen Mezula : Schilderung des polnisch-kosakischen Krieges und der Leiden der Juden in Polen während der Jahre 1648 - 1653", das Linienschiff MS St. Louis im Hafen von Havanna 1939 - und Herrn Schäubles widerliches Spiel mit der "Flüchtlingslawine" [Nachtrag zum 9. November]
Nathan ben Moses Hannover, auch Nathan Nata oder Neta, hebräisch נתן נטע הנובר, (* um 1610; † 1683) war ein jüdischer Gelehrter und Historiker, der vor den verheerenden Pogromen im Rahmen des Chmelnyzkyj-Aufstands der ukrainischen Kosaken und Landbevölkerung gegen die polnische Herrschaft aus Polen floh und Chronist dieser Pogrome wurde.
Möglicherweise wurde er in Krakau geboren. Hannover lebte mit seiner Ehefrau in Isjaslaw (Wolhynien) als Talmud-Lehrer, als sein Dorf im Rahmen des Chmelnyzkyj-Aufstandes 1648 wie hunderte andere jüdische Gemeinden zerstört wurde, wobei die meisten Einwohner ermordet wurden. Auch zahlreiche Polen und katholische Geistliche wurden getötet, insgesamt wurden über 100.000 Menschen ermordet. Obwohl sich der Aufstand gegen die polnische Herrschaft richtete, fanden ausgedehnte Pogrome an Juden statt (motiviert durch die Verwaltungsposten, die viele Juden bei den Polen hatten, und ihre Rolle im Handel und als Steuerpächter der polnischen Adligen). Das Pogrom war für die Juden Osteuropas von einschneidender Bedeutung (siehe Geschichte der Juden in Polen). Die überlebenden Juden der Gegend flohen in großer Zahl aus Polen nach West- und Mitteleuropa. Hannover floh über Prag, Deutschland und die Niederlande nach Venedig, wo er sich dem Studium der Kabbala bei Ḥayyim Cohen, Moses Zacuto und Samuel Aboab widmete. 1662 wurde er Rabbi in Iași (Jassy). Nach einigen Angaben lebte er zuletzt in Italien und starb dort. Nach anderen Angaben war er Richter (Dajan) in Ungarisch-Brod, wo er infolge des Krieges zwischen dem Habsburgerreich und der Türkei durch türkische Soldaten starb.
Bekannt wurde er durch sein Buch über das von ihm erlebte Pogrom, Jawen Mezulah (Yeven Mezulah), erschienen in hebräisch in Venedig 1653, nach einer von J. Lelewel durchges. franz. Übers. ins Deutsche übersetzt von Meyer Kayserling, hrsg. von I. J. Benjamin, Hannover : Selbstverl. des Hrsg., 1863

Lesebefehl!!

Was die vernichtende Niederlage der Polen in der Schlacht bei Korsun (es gab da übrigens noch eine!) für die jüdische Bevölkerung bedeutete, beschreibt Nathan Hannover im Folgenden (Sie können das auch hier online lesen oder am besten komplett hier herunterladen [38,72 mb]):




Wer nicht floh oder nicht fliehen konnte, der hatte selbst sein Leben verwirkt.
Die Schilderung des Grauens, des Grades der Perversion und des Sadismus ist auch 360 Jahre später verstörend, weil so nah; - wo doch hier (!!) seit 1648 eigentlich Friede herrscht, und zwar westfälischer (- als historischer Beitrag zu einer europäischen Friedensordnung gleichberechtigter Staaten und als Beitrag zum friedlichen Miteinander der Konfessionen; - wikipedia)! Nur neuerdings gestört durch Eindringlinge, die 1648 und die Aufklärung nicht mitgekriegt haben. Schon das ist geeignet, den Leser in Verzweiflung zu stürzen.
Interessant ist im Übrigen der Unterschied in der Behandlung der Juden durch die Griechisch-Katholischen und die Tartaren: es ist der zwischen fundamentalistischen Killern (nothing new under the sun: ISIS) und einer Mischung aus Killern und geschäftstüchtigen Geiselnehmern.
290 Jahre später: Wer nicht floh oder nicht fliehen konnte, der hatte selbst sein Leben verwirkt.

Die Flüchtlinge aus Deutschland im Hafen von Havanna
Einer der beschämendsten Vorfälle in der Geschichte Kubas ereignete sich in der Woche von 27. Mai bis 3. Juni 1939. Das Linienschiff MS St. Louis, das zwei Wochen zuvor mit 937 europäischen Juden an Bord Hamburg verlassen hatte, lag im Hafen Havannas vor Anker. Die Tragödie bestand darin, dass man den Passagieren trotz ihrer in der kubanischen Botschaft Berlins erworbenen Visa verweigerte, an Land zu gehen. Nachdem ihnen auch die Regierungen der Vereinigten Staaten und Kanadas die Einreise verweigerten, mussten sie nach Europa zurückfahren. Diese Episode wurde von der Historikerin Margalit Bejarano, Professorin der Hebräischen Universität Jerusalems, als »das endgültige Zuschlagen der Tür vor den deutschen Juden, drei Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs« bezeichnet.
... schreibt Leonardo Padura in den Anmerkungen zu seinem großartigen Roman Ketzer - Wie Ketzer entstand - (von dem ich das alles hier habe).
... dann änderte der damalige kubanische Diktator Federico Laredo Brú, aufgrund antisemitischer Ressentiments in der kubanischen Bevölkerung, aus innenpolitischen Kalkül seine Meinung bezüglich den aufzunehmenden jüdischen Flüchtlingen… verweigert dem Dampfer an einem Pier anzulegen… Die MS St. Louis kreuzte anschließend einiger Tage vor der Küste Floridas, spielte auf Zeit, versuchte mittels diplomatischen Geschick eine Lösung für die Flüchtlinge zu finden, als am 06. Juni ein Telegramm alle Hoffnungen der Passagiere zunichte machte; der Dampfer wurde von der Reederei HAPAG (heute TUI) in den Hafen Hamburg zurückbeordert.
Der neutralen Staaten auf dem Weg zurück in die Nazi-Tyrannei verweigerten Verpflegung, Frischwasser und Treibstoff, wobei der drei Güter an Bord knapp wurden; als endlich….eine erlösende Nachricht aus Paris den Dampfer erreichte….Belgien, Holland, Frankreich und England wollten sich der Flüchtlinge annehmen….und am 17. Juni 1939 legte der Dampfer im belgischen Antwerpen am Pier an; Belgien nahm 214 Flüchtlinge; Holland 181 Flüchtlinge, 224 Flüchtlinge nahm Frankreich und 287 Flüchtlinge nahm Großbritannien.
Jene Flüchtlinge, welche in England Schutz fanden, überlebten den 2.Weltkrieg, von jenen auf dem Festland endete die Hälfte kurze Zeit später wieder der deutschen NaziTyrannei; den Konzentrationslagern, wobei 254 jener MS St. Louis Flüchtlinge ebendort ermordet wurden. (Ander`s Blog)
In den Akten der United States Coast Guard beim U.S. Department of Homeland Security findet sich ein interessantes Dokument dazu:
What was the Coast Guard's role in the SS St. Louis affair, often referred to as "The Voyage of the Damned"?. Dort wird u.a. verlinkt auf historische Dokumente wie dieses Transcript of telephone conversation between Henry Morgenthau, Jr., Secretary of the Treasury, and Cordell Hull, Secretary of State, on June 5, 1939.3:17 PM:
For many of the passengers on St. Louis, unfortunately, refuge in France, Belgium, and the Netherlands provided only temporary relief from the Nazis. Within a year German armies invaded and conquered most of Western Europe. Many who had seemingly escaped the Nazis found themselves deported to concentration camps and ghettos in Eastern Europe. Most would perish in the Holocaust.
Vgl. Archäologie (CDXXXVIII): Ἱκέτιδες - Vom Empfang Schutzflehender und die Schutzbefohlener. Die Quote 1938 - 2015
Wie gesagt, die meisten Quellen dieses Beitrags gehen auf Leonardo Padura zurück (vgl. die Präsentation des Romans beim Unionsverlag - mit vielen interessanten Links!)
Wenn Sie Padura noch nicht gelesen haben, empfehle ich als Einstieg Adiós Hemingway und unbedingt Das Havanna-Quartett!


Jahre später: Wer nicht floh oder nicht fliehen konnte, der hatte selbst sein Leben verwirkt.
Die Erklärung von Finanzminister Schäuble zur "Lawine"im O-Ton:
http://www.mdr.de/nachrichten/video309344.html .. ist verschwunden!
Daher geredeter Phrasenauswurf und Wortkotze - syntaktisch hemmungslos und mit schwach verankerten Sinngeländern. Aber in der aktuellen Situation taktisch geschickt: Alles nochmal ein Stück in Richtung Pegida verschieben (vgl. die Kommentare zur Tageschau-Meldung!). Die Zuwanderung sei ein "Rendezvous unserer Gesellschaft mit der Globalisierung"?? - Das Rendezvous hat doch jeder am Leib - ob er/sie nun eine Moncler - Stepp-Daunenjacke Armoise mit Fellkragen für 1.195,00 € oder eine KiK-Steppjacke-Stehkragen für 15,99 € trägt! Unterschiedlich verteilt, aber in den selben sweatshops hergestellt. Still, gehorsam und unerbittlich fleißig. Wovon redet der Mann eigentlich?
Fuck me running!! - Russian soldiers create avalanche by firing artillery
Wie lässt uns das alles zurück? Ratlos. Die Katakomben der Geschichte des 20. Jahrhunderts und einige stinkende Schweineställe des 21. Jahrhunderts ...
Möglicherweise wurde er in Krakau geboren. Hannover lebte mit seiner Ehefrau in Isjaslaw (Wolhynien) als Talmud-Lehrer, als sein Dorf im Rahmen des Chmelnyzkyj-Aufstandes 1648 wie hunderte andere jüdische Gemeinden zerstört wurde, wobei die meisten Einwohner ermordet wurden. Auch zahlreiche Polen und katholische Geistliche wurden getötet, insgesamt wurden über 100.000 Menschen ermordet. Obwohl sich der Aufstand gegen die polnische Herrschaft richtete, fanden ausgedehnte Pogrome an Juden statt (motiviert durch die Verwaltungsposten, die viele Juden bei den Polen hatten, und ihre Rolle im Handel und als Steuerpächter der polnischen Adligen). Das Pogrom war für die Juden Osteuropas von einschneidender Bedeutung (siehe Geschichte der Juden in Polen). Die überlebenden Juden der Gegend flohen in großer Zahl aus Polen nach West- und Mitteleuropa. Hannover floh über Prag, Deutschland und die Niederlande nach Venedig, wo er sich dem Studium der Kabbala bei Ḥayyim Cohen, Moses Zacuto und Samuel Aboab widmete. 1662 wurde er Rabbi in Iași (Jassy). Nach einigen Angaben lebte er zuletzt in Italien und starb dort. Nach anderen Angaben war er Richter (Dajan) in Ungarisch-Brod, wo er infolge des Krieges zwischen dem Habsburgerreich und der Türkei durch türkische Soldaten starb.
Bekannt wurde er durch sein Buch über das von ihm erlebte Pogrom, Jawen Mezulah (Yeven Mezulah), erschienen in hebräisch in Venedig 1653, nach einer von J. Lelewel durchges. franz. Übers. ins Deutsche übersetzt von Meyer Kayserling, hrsg. von I. J. Benjamin, Hannover : Selbstverl. des Hrsg., 1863

Lesebefehl!!

Was die vernichtende Niederlage der Polen in der Schlacht bei Korsun (es gab da übrigens noch eine!) für die jüdische Bevölkerung bedeutete, beschreibt Nathan Hannover im Folgenden (Sie können das auch hier online lesen oder am besten komplett hier herunterladen [38,72 mb]):




Wer nicht floh oder nicht fliehen konnte, der hatte selbst sein Leben verwirkt.
Die Schilderung des Grauens, des Grades der Perversion und des Sadismus ist auch 360 Jahre später verstörend, weil so nah; - wo doch hier (!!) seit 1648 eigentlich Friede herrscht, und zwar westfälischer (- als historischer Beitrag zu einer europäischen Friedensordnung gleichberechtigter Staaten und als Beitrag zum friedlichen Miteinander der Konfessionen; - wikipedia)! Nur neuerdings gestört durch Eindringlinge, die 1648 und die Aufklärung nicht mitgekriegt haben. Schon das ist geeignet, den Leser in Verzweiflung zu stürzen.
Interessant ist im Übrigen der Unterschied in der Behandlung der Juden durch die Griechisch-Katholischen und die Tartaren: es ist der zwischen fundamentalistischen Killern (nothing new under the sun: ISIS) und einer Mischung aus Killern und geschäftstüchtigen Geiselnehmern.
290 Jahre später: Wer nicht floh oder nicht fliehen konnte, der hatte selbst sein Leben verwirkt.

Die Flüchtlinge aus Deutschland im Hafen von Havanna
Einer der beschämendsten Vorfälle in der Geschichte Kubas ereignete sich in der Woche von 27. Mai bis 3. Juni 1939. Das Linienschiff MS St. Louis, das zwei Wochen zuvor mit 937 europäischen Juden an Bord Hamburg verlassen hatte, lag im Hafen Havannas vor Anker. Die Tragödie bestand darin, dass man den Passagieren trotz ihrer in der kubanischen Botschaft Berlins erworbenen Visa verweigerte, an Land zu gehen. Nachdem ihnen auch die Regierungen der Vereinigten Staaten und Kanadas die Einreise verweigerten, mussten sie nach Europa zurückfahren. Diese Episode wurde von der Historikerin Margalit Bejarano, Professorin der Hebräischen Universität Jerusalems, als »das endgültige Zuschlagen der Tür vor den deutschen Juden, drei Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs« bezeichnet.
... schreibt Leonardo Padura in den Anmerkungen zu seinem großartigen Roman Ketzer - Wie Ketzer entstand - (von dem ich das alles hier habe).
... dann änderte der damalige kubanische Diktator Federico Laredo Brú, aufgrund antisemitischer Ressentiments in der kubanischen Bevölkerung, aus innenpolitischen Kalkül seine Meinung bezüglich den aufzunehmenden jüdischen Flüchtlingen… verweigert dem Dampfer an einem Pier anzulegen… Die MS St. Louis kreuzte anschließend einiger Tage vor der Küste Floridas, spielte auf Zeit, versuchte mittels diplomatischen Geschick eine Lösung für die Flüchtlinge zu finden, als am 06. Juni ein Telegramm alle Hoffnungen der Passagiere zunichte machte; der Dampfer wurde von der Reederei HAPAG (heute TUI) in den Hafen Hamburg zurückbeordert.
Der neutralen Staaten auf dem Weg zurück in die Nazi-Tyrannei verweigerten Verpflegung, Frischwasser und Treibstoff, wobei der drei Güter an Bord knapp wurden; als endlich….eine erlösende Nachricht aus Paris den Dampfer erreichte….Belgien, Holland, Frankreich und England wollten sich der Flüchtlinge annehmen….und am 17. Juni 1939 legte der Dampfer im belgischen Antwerpen am Pier an; Belgien nahm 214 Flüchtlinge; Holland 181 Flüchtlinge, 224 Flüchtlinge nahm Frankreich und 287 Flüchtlinge nahm Großbritannien.
Jene Flüchtlinge, welche in England Schutz fanden, überlebten den 2.Weltkrieg, von jenen auf dem Festland endete die Hälfte kurze Zeit später wieder der deutschen NaziTyrannei; den Konzentrationslagern, wobei 254 jener MS St. Louis Flüchtlinge ebendort ermordet wurden. (Ander`s Blog)
In den Akten der United States Coast Guard beim U.S. Department of Homeland Security findet sich ein interessantes Dokument dazu:
What was the Coast Guard's role in the SS St. Louis affair, often referred to as "The Voyage of the Damned"?. Dort wird u.a. verlinkt auf historische Dokumente wie dieses Transcript of telephone conversation between Henry Morgenthau, Jr., Secretary of the Treasury, and Cordell Hull, Secretary of State, on June 5, 1939.3:17 PM:
- ...
HMJr: Cordell, some of my good friends in New York have called me about this terrible tragedy on this boat the St. Louis with those 900 refugees on it.
H: Yes.
HMJr: And there have been so many things back and forth as to what could or couldn't be done—I mean, as to…
H: Yeah.
HMJr: …guarantee money for them and so forth and so on. And they wondered if there is—if it's reached a stage where a Jewish organization could guarantee bonds or expenses or anything else.?
H: Yeah.
HMJr: Because if they knew it was down to that point, they'd be ready to do something.
H: Yes.
HMJr: You see?
H: Yes. Well, I talked with the Cuban Ambassador about an hour ago and talked with the President about twenty minutes ago…
HMJr: Yes.
H: …on this question.
HMJr: Yes.
H: And this morning I talked to old man, James M. Carson of New York, that big utility man who is in Savannah…
HMJr: Yes.
H: …in Havana.
HMJr: Yes.
H: He brought up the question of tourists' visas…
HMJr: Yes.
H: …so they might go out to the—islands—our islands down there. What the devil…
HMJr: Virgin Islands?
H: Yeah.
HMJr: Yeah.
H: And stay until proper arrangements could be made for them to go elsewhere.
HMJr: Yes.
H: Now, I took that up at once and found that under the law.
HMJr: Yeah.
H: …we couldn't—couldn't issue tourists' visas unless they had a definite home where they were coming from and in a situation to return to it.
HMJr: Yes.
H: So under the law we're—we're helpless in that respect.
HMJr: I see.
H: Then the Cuban Ambassador talked like the main thing was the financing. That he believed—he's telling me this not to be published now…
HMJr: Yes.
H: …that he believed it would be worked out.
HMJr: Uh-huh.
H: The problem of these people. He said they'd taken in a good many already.
HMJr: Yeah.
H: And I think that the Jewish organizations who are dealing with the money end of this have one or two representatives in Havana now keeping in touch with them on this.
HMJr: I'm not sure. There seems to be some confusion.
H: One of my men in here understood that. Now I think they—they will work it out if they can see the financial—financing will be made certain.
For many of the passengers on St. Louis, unfortunately, refuge in France, Belgium, and the Netherlands provided only temporary relief from the Nazis. Within a year German armies invaded and conquered most of Western Europe. Many who had seemingly escaped the Nazis found themselves deported to concentration camps and ghettos in Eastern Europe. Most would perish in the Holocaust.
Vgl. Archäologie (CDXXXVIII): Ἱκέτιδες - Vom Empfang Schutzflehender und die Schutzbefohlener. Die Quote 1938 - 2015
Wie gesagt, die meisten Quellen dieses Beitrags gehen auf Leonardo Padura zurück (vgl. die Präsentation des Romans beim Unionsverlag - mit vielen interessanten Links!)
Wenn Sie Padura noch nicht gelesen haben, empfehle ich als Einstieg Adiós Hemingway und unbedingt Das Havanna-Quartett!


Jahre später: Wer nicht floh oder nicht fliehen konnte, der hatte selbst sein Leben verwirkt.
Die Erklärung von Finanzminister Schäuble zur "Lawine"
http://www.mdr.de/nachrichten/video309344.html .. ist verschwunden!
Daher geredeter Phrasenauswurf und Wortkotze - syntaktisch hemmungslos und mit schwach verankerten Sinngeländern. Aber in der aktuellen Situation taktisch geschickt: Alles nochmal ein Stück in Richtung Pegida verschieben (vgl. die Kommentare zur Tageschau-Meldung!). Die Zuwanderung sei ein "Rendezvous unserer Gesellschaft mit der Globalisierung"?? - Das Rendezvous hat doch jeder am Leib - ob er/sie nun eine Moncler - Stepp-Daunenjacke Armoise mit Fellkragen für 1.195,00 € oder eine KiK-Steppjacke-Stehkragen für 15,99 € trägt! Unterschiedlich verteilt, aber in den selben sweatshops hergestellt. Still, gehorsam und unerbittlich fleißig. Wovon redet der Mann eigentlich?
Fuck me running!! - Russian soldiers create avalanche by firing artillery
Wie lässt uns das alles zurück? Ratlos. Die Katakomben der Geschichte des 20. Jahrhunderts und einige stinkende Schweineställe des 21. Jahrhunderts ...
gebattmer - 2015/11/12 18:23
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