Archäologie (DXIV): Aus dem Archiv des Auswärtigen Amtes - Die "angebliche" Indianerverfolgung in Paraguay - Fatale Allianz
Ein Deutschlandfunk-Feature von Gaby Weber (via Fefe)
In Paraguay putschte sich 1954 der deutschstämmige Diktator Alfredo Stroessner an die Macht. 35 Jahre lang ließ er Widersacher unterdrücken: landlose Bauern, Kommunisten und demokratische Parteien. 1972 rüttelte ein deutscher Ethnologe die Weltöffentlichkeit auf und berichtete von Menschenjagden auf die Aché-Indianer. Weltweite Proteste von Menschenrechtsorganisationen halfen wenig, deutsche Diplomaten stellten sich auf die Seite des Stroessner-Regimes und sprachen von einem "Störfall" und "angeblicher" Indianerverfolgung. Heute steht fest, dass die Aché-Indianer systematisch verfolgt und versklavt worden sind. Nur noch wenige sind am Leben. Inzwischen hat das Auswärtige Amt seine Akten aus dem Archiv freigegeben.
Sie können das Feature hier anhören und hier nachlesen. Empfohlen!!
Lehrreich im Hinblick auf die Geschichte deutscher Außenpolitik aka Verfolgung deutscher Interessen im Ausland.
In Paraguay putschte sich 1954 der deutschstämmige Diktator Alfredo Stroessner an die Macht. 35 Jahre lang ließ er Widersacher unterdrücken: landlose Bauern, Kommunisten und demokratische Parteien. 1972 rüttelte ein deutscher Ethnologe die Weltöffentlichkeit auf und berichtete von Menschenjagden auf die Aché-Indianer. Weltweite Proteste von Menschenrechtsorganisationen halfen wenig, deutsche Diplomaten stellten sich auf die Seite des Stroessner-Regimes und sprachen von einem "Störfall" und "angeblicher" Indianerverfolgung. Heute steht fest, dass die Aché-Indianer systematisch verfolgt und versklavt worden sind. Nur noch wenige sind am Leben. Inzwischen hat das Auswärtige Amt seine Akten aus dem Archiv freigegeben.
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Lehrreich im Hinblick auf die Geschichte deutscher Außenpolitik aka Verfolgung deutscher Interessen im Ausland.
- As leader of the Colorado Party, Stroessner exercised nearly complete control over the nation's political scene. Although opposition parties were nominally permitted after 1962 (the Colorado Party had been the only legal party in the country since 1947), Paraguay remained for all intents and purposes a one-party state. Elections were so heavily rigged in favor of the Colorados that the opposition had no realistic chance of winning, and opposition figures were subjected to varying degrees of harassment. Furthermore, Stroessner's Paraguay became a haven for Nazi war criminals, including Josef Mengele, and non communist peaceful opposition was crushed...
Paraguay was a leading participant in Operation Condor, a campaign of state terror and security operations officially implemented in 1975 which were jointly conducted by the military governments of six Latin American countries (Chile, Argentina, Bolivia, Paraguay, Uruguay and Brazil) with the support of the United States...
Stroessner wurde vom bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel (CSU) 1973 der Bayerische Verdienstorden verliehen. (en.wikipedia - de.wikipedia weiß von Mengele nichts und über Condor nichts Genaues!)
gebattmer - 2016/05/02 18:31
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