K(l)assenjustiz: - 6,5 Milliarden = + 50 Millionen/104
Tagesschau aktuell:
Die Commerzbank muss ehemaligen Londoner Investmentbankern der Dresdner Kleinwort nachträglich umstrittene Boni in Höhe von insgesamt rund 50 Millionen Euro zahlen. Das hat ein Gericht in London entschieden. 104 ehemalige Beschäftigte der Dresdner Kleinwort hatten auf die Auszahlung der Boni geklagt. Die Commerzbank, die im Spätsommer 2008 die Dresdner Bank übernommen hatte, ist Rechtsnachfolger der inzwischen liquidierten Investmentbank...
Der damalige Dresdner-Kleinwort-Chef Stefan Jentzsch hatte seinen Investmentbankern im August 2008 einen Bonus-Pool von 400 Millionen Euro versprochen. Die Frage vor Gericht war unter anderem gewesen, ob dies rechtlich bindend oder nur mündlich in Aussicht gestellt war. Dresdner Kleinwort hatte im Jahr 2008 einen Verlust von 6,5 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Commerzbank selbst musste 18,2 Milliarden Euro Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen.
Der Richter sagte, er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kläger ein Anrecht auf Auszahlung der Boni hätten, die ihnen angekündigt worden seien..
Nicht schlecht: 50 Mio durch 104 für 6,5 Milliarden Miese! Ich meine, da hat der Judge mal Recht gesprochen: angekündigt ist angekündigt! Kassenjustiz.
Da wird sogar Brechts berühmte Frage obsolet: Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Anstellung eines Mannes?" - [Die Dreigroschenoper, Druckfassung 1931, Szene 9; Textstelle ursprünglich aus dem Stück "Happy End" von Elisabeth Hauptmann, 1929] - Vielleicht wird man heute eher im Tatort fündig: Die Ballade von Cenk und Valerie:

Und wie jeder Zocker weiß: am Ende gewinnt immer ...

So ungefähr stell ich mir die ehemaligen Londoner Piraten der Dresdner Kleinwort vor ...
... und empfehle dazu den "Mountain Song" von der Lokomotive Kreuzberg feat. Wolfgang Dauner und Ack van Rooyen:
Die Commerzbank muss ehemaligen Londoner Investmentbankern der Dresdner Kleinwort nachträglich umstrittene Boni in Höhe von insgesamt rund 50 Millionen Euro zahlen. Das hat ein Gericht in London entschieden. 104 ehemalige Beschäftigte der Dresdner Kleinwort hatten auf die Auszahlung der Boni geklagt. Die Commerzbank, die im Spätsommer 2008 die Dresdner Bank übernommen hatte, ist Rechtsnachfolger der inzwischen liquidierten Investmentbank...
Der damalige Dresdner-Kleinwort-Chef Stefan Jentzsch hatte seinen Investmentbankern im August 2008 einen Bonus-Pool von 400 Millionen Euro versprochen. Die Frage vor Gericht war unter anderem gewesen, ob dies rechtlich bindend oder nur mündlich in Aussicht gestellt war. Dresdner Kleinwort hatte im Jahr 2008 einen Verlust von 6,5 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Commerzbank selbst musste 18,2 Milliarden Euro Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen.
Der Richter sagte, er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kläger ein Anrecht auf Auszahlung der Boni hätten, die ihnen angekündigt worden seien..
Nicht schlecht: 50 Mio durch 104 für 6,5 Milliarden Miese! Ich meine, da hat der Judge mal Recht gesprochen: angekündigt ist angekündigt! Kassenjustiz.
Da wird sogar Brechts berühmte Frage obsolet: Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Anstellung eines Mannes?" - [Die Dreigroschenoper, Druckfassung 1931, Szene 9; Textstelle ursprünglich aus dem Stück "Happy End" von Elisabeth Hauptmann, 1929] - Vielleicht wird man heute eher im Tatort fündig: Die Ballade von Cenk und Valerie:

Und wie jeder Zocker weiß: am Ende gewinnt immer ...

So ungefähr stell ich mir die ehemaligen Londoner Piraten der Dresdner Kleinwort vor ...
... und empfehle dazu den "Mountain Song" von der Lokomotive Kreuzberg feat. Wolfgang Dauner und Ack van Rooyen:
gebattmer - 2012/05/09 19:22
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