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Ekelhafte Kriegspropaganda II

Verehrte Trauergemeinde. Nach den Gefechten vom 15. April und vom Karfreitag ist deutlich geworden, was wir vielleicht zu lange nicht wahr haben wollten. Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze geworden. Und sie werden es auch in den nächsten Jahren sein. Wohl nicht nur in Afghanistan...
Die Frage nach dem Sinn bleibt zurück. Die Antwort hat auch mit uns selbst zu tun – einer Gesellschaft, in der auch bequemes Beiseitestehen verbreitet ist, einer Gesellschaft, in der für Viele Worte wie „Dienen“, „Dienst“ oder „Tapferkeit“ für überkommene, altmodische Begriffe gelten. Was müsste es für ein Gefühl sein, unter steter Lebensgefahr einem Land zu dienen und dienen zu wollen, das diesen Dienst allenfalls freundlich-distanziert zur Kenntnis nimmt.
Was muss das für ein Gefühl sein, wenn Staatsbürger und Staatsbürger in Uniform nur aneinander vorbei lebten und der Ruf nach Hilfe nur einseitig Gehör findet. Gottlob ist es nicht so. Und trotzdem müssen wir hierauf achten. Es mögen im 21. Jahrhundert immer noch Viele nicht hören, aber es stimmt: Dass in Afghanistan für unser Land, für dessen Menschen, also für jeden von uns, gekämpft und gestorben wird...


biglebowski
Count me out! Für mich wird da nicht gestorben ...

Der Tod ist ein denkbarer Abschluss eines soldatischen Arbeitstages; Soldaten sind Mörder, Lords Of War und Ostdeutsche sind häufiger im Kampfeinsatz (Überdurchschnittlich viele Soldaten aus den neuen Ländern leisten Auslandsdienste. Der Historiker Michael Wolffsohn sieht einen Zusammenhang mit der ökonomischen Situation in Ostdeutschland und spricht von einer "Ossifizierung" der Bundeswehr. Zudem sei die deutsche Armee eine "Unterschichtenarmee".) Und: Schon mischen sich in die Einübung militaristischer Begräbnisrituale Drohungen an die Adresse der Kriegsgegner. Der Bundeswehr-Professor Wolffsohn unterstellt, sie würden "unfreiwillig" die Taliban unterstützen, wenn sie in der deutschen Öffentlichkeit die Zunahme von Soldaten-Opfern in Afghanistan thematisierten. Denn die Taliban betrachteten den Widerstand gegen den Krieg in den Krieg führenden Ländern als wichtiges Element ihrer eigenen Kriegführung. Von dieser Behauptung bis zur Rede vom Dolchstoß der intellektuellen Landesverräter in der Heimat gegen die kämpfende Truppe ist es nur ein Schritt. ( CHRISTIAN SEMLER taz)

Nachtrag:
Rudolf Walther: Wir brauchen keine Helden
Bei Trauerfeiern für deutsche Kriegsopfer in Afghanistan sollte den politischen Auftraggebern des dortigen Bundeswehreinsatzes ein striktes Redeverbot erteilt werden

War Enhancer II: Dritter Opiumkrieg

Volker Bräutigam in Ossietzky 8/2010

afgh_studie2... Mehr als 90 Prozent des weltweit produzierten Opiums, Rohstoff für Morphium und Heroin, kommen aus Afghanistan. Anno 2008 waren es 8300 Tonnen. 95 Prozent des afghanischen Opiums werden weiterverarbeitet und ergeben 80 Tonnen hochreines Heroin, berichten die Vereinten Nationen. Fast die Hälfte, mehr als 35 Tonnen, werden laut übereinstimmenden Angaben der UNO und der russischen Drogenpolizei nach Rußland geschmuggelt; ein erheblicher Teil davon wandert vermutlich weiter in die urbanen Zentren Chinas.

Allein nach Rußland gelangt demnach fast dreimal so viel Heroin wie in die USA, nach Kanada und Westeuropa zusammen. Victor Ivanov, Leiter des Föderalen Dienstes für Drogenkontrolle, erklärte im NATO-Rußland-Rat am 23. März in Brüssel, der Drogenzustrom aus Afghanistan sprenge alle Vorstellungen. Eine Million Menschen seien seit 2001, dem Jahr des Kriegsbeginns und der Besetzung Afghanistans durch US- und NATO-Truppen, schon an den Opiaten vom Hindukusch gestorben...

pg-16-Heroin-Alamy_146165t Ivanov schlug dem NATO-Rußland-Rat vor, mindestens 25 Prozent der afghanischen Mohnanbaufläche zerstören zu lassen. Die NATO lehnte jedoch ab. NATO-Sprecher James Appathurai äußerte vor Journalisten zynisch: »Wir können nicht die einzige Einkommensquelle für Menschen versiegeln, die im zweitärmsten Land der Welt leben, wenn wir ihnen keine Alternative zu bieten haben.« Als ob die Besatzer aus sozialen Motiven die Opiumproduktion schützten.

Vor dem Krieg, unter dem Taliban-Regime, war Mohnanbau in Afghanistan streng kontrolliert, Mohn war nur als Lebensmittel erlaubt. Auf Drogenherstellung und -vertrieb stand die Todesstrafe. Im vorigen Jahr wurde auf dem afghanischen Markt Mohn für 3,4 Milliarden US-Dollar umgeschlagen (Quelle: Julien Mercille, Universität Dublin). 21 Prozent davon verblieben den Bauern, 75 Prozent strichen die korrupten Verbündeten der USA und der NATO ein: Regierungsbeamte, lokale Polizei, regionale Händler und Spediteure. Vier Prozent fielen für die Taliban ab, geduldet von der NATO. Denn der Gegner muß erhalten werden – im Interesse ständiger US-Präsenz. Mache sich jeder seinen Reim drauf...







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Bei DocumentaryHeaven finden Sie:
Afghanistan: Drugs, Guns and Money

timthumb-phpNarrated by Colin Friels and produced by Chris Hilton, Afghanistan: Drugs, Guns and Money asks these difficult questions by following the journey of this years opium crops, tracing the drug trafficking routes heading north from Afghanistan through the nations of the Old Silk Road on its way to Europe.

The film examines who are the winners and losers as the crop finds its way to market. The awesome beauty of the landscape provides a powerful backdrop for the treachery uncovered each step of the way.

Like a cancer, the heroin trade has spread its tentacles through almost every level of society. In Afghanistan there is mass local addiction, local HIV epidemics, an unending cycle of violence and crime, and the corruption of state institutions.

With the war on terror raging, the war on drugs has slipped down the priority list of the current US administration. But, in the crucial frontline states of Central Asia, these two wars are inextricably linked… a fact all too often ignored.

The business is booming. Afghanistan and its near neighbors still supply around 80 per cent of the heroin sold in Western Europe. Yesterday’s drug lords are today’s cabinet ministers. How much of a problem is it for America (and the West) that many of its newest allies are implicated in one of the most lucrative drug routes in the world?

Marktwirtschaft: G8 steigert die Nachfrage nach Nachhilfe

In einer explorativen Studie der unabhängigen Beratungsgesellschaft FiBS Consulting zur Entwicklung des Nachhilfemarktes zeigt sich, dass 58 Prozent der institutionellen Anbieter in Deutschland in den vergangenen Jahren eine steigende Nachhilfe verzeichnen können. Der Anstieg wird von den Anbietern auf die sukzessive Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums zurückgeführt. Auch für die Zukunft wird ein Wachstum des Nachhilfemarktes erwartet.
Zentrale Entwicklungen im Nachhilfemarkt stehen im Vordergrund der Umfrage unter institutionellen Nachhilfeanbietern, die die FiBS Consulting soeben abgeschlossen hat. Danach ist die Einführung des achtjährigen Gymnasiums ein maßgeblicher Treiber für steigende Schülerzahlen bei der Nachhilfe. Bundesweit sagen knapp 58 Prozent der Anbieter, dass die Nachfrage in den vergangenen fünf Jahren sprunghaft oder stetig gestiegen sei. Fast 70 Prozent aller Anbieter sehen die Ursache in der stufenweisen Einführung der verkürzten Schulzeit (G8) und rechnen aus diesem Grund auch in Zukunft mit einer steigenden Nachfrage. Nur 15 Prozent der Anbieter im gesamten Bundesgebiet berichten über sinkende Schülerzahlen.

Mehr als jede fünfte Einrichtung berichtet zudem von merklich steigender Nachfrage durch Gymnasiasten und ein Viertel von steigenden Anteilen bei den Grundschüler/innen, wenn es um die Verteilung der Nachhilfeschüler/innen auf die verschiedenen Schulformen geht. Die Studie ermittelt, dass aktuell 40 Prozent der Nachhilfe-Schüler/innen das Gymnasium, knapp 25 Prozent die Realschule und 17 Prozent die Grundschule besuchen. Die übrigen Kinder und Jugendlichen kommen vor allem von Hauptschulen (8 Prozent) und Gesamtschulen (6 Prozent).


Quelle: idw


Update:
In der FAZ rebellieren die bildungsahen Stände gegen Koch:
Christian Geyer: Der Schwarzmarkt der Bildung
... Der Nachhilfemarkt ist das am besten beschwiegene Forum der Schulpolitik. Immer mehr Eltern buchen die Nachhilfe prophylaktisch, wie eine kürzlich von der Bertelsmann-Stiftung erstellte Studie ergab. Das bedeutet, es geht bei der Inanspruchnahme von Nachhilfe nicht länger nur darum, von einer fünf herunterzukommen oder die gefährdete Versetzung zu schaffen. Es geht vielmehr immer öfter darum, noch besser zu werden, obwohl man schon gut ist. Anders gesagt: Mit der Investition in Nachhilfe tragen immer mehr Eltern, die es sich leisten können, vorsorglich ihren eigenen schwachen Nerven Rechnung (jährlich 1,5 Milliarden Euro beträgt dieses private Rettungspaket).

Wie an der Börse ist auch im Bildungssystem Psychologie keine weiche, sondern eine harte Währung. Wenn die Nerven der Eltern flattern, dann stürzen die Kurse der Bildungspolitik. Weil alle Grundschüler ins Gymnasium stürzen? So einfach kann es sich die Sparpolitik nicht machen. In Zeiten eines überstürzt ins Werk gesetzten „Turbo-Abiturs“ (G 8) wird man die Konjunktur der Nachhilfe kaum auf die Hysterie elterlicher Ehrgeizlinge beschränken können.

Warum wirkt auch die jüngste Bildungsdebatte Merkel contra Koch wie eine Gespensterdebatte? Weil sie die Nachhilfemärkte ignoriert, von denen sie getrieben wird. Vor aller Augen vollzieht sich eine bildungspolitische Revolution, ohne dass die Bildungspolitik sie zur Kenntnis nimmt. Zur Kenntnis zu nehmen wäre in der Tat eine Neuerung: Das System der Nachhilfe, sei es von Privatlehrern oder Instituten, ist im Begriff, sich als Schulsystem im Schulsystem zu verselbständigen. Als eine Art Schwarzmarkt der Bildung, der sich in Deutschland „zu einem etablierten privaten Unterstützungssystem neben dem öffentlichen Schulsystem entwickelt hat“ ...

"Der Tod ist ein denkbarer Abschluss eines soldatischen Arbeitstages" - Oder: War Enhancer

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Oberstlt. Sanftleben - aka Georg Schramm: Kommentar zur Trauerfeier und Ansprache (ab 2:30):
"Ich würde sagen ..."


(... in der Anstalt am 13.04.)


- kurz und schmerzvoll - der große Moralist Schramm!

Auf der anderen Seite der Barrikade:

Von Biggles goes bombing with the RAF

WATCH out, skipper, there’s a Jerry behind you. A navigator from the Luftwaffe has become the first member of his country’s air force to fly into combat with the RAF...

The RAF pilot, from 31 Squadron, normally based at RAF Marham in Norfolk, flew a Tornado GR4 ground attack aircraft out of Kandahar airbase in southern Afghanistan with the German navigator seated behind him.
The pair flew about 18 missions together over a six-week period in December and January, providing air support for troops on the ground.

The aircraft was armed with 500lb laser-guided Paveway IV bombs, Brimstone air-to-ground missiles and a 27mm cannon.

The Luftwaffe navigator’s role was specifically requested by Karl-Theodor zu Guttenberg, the German defence minister, as part of an effort to enhance the country’s involvement in the Afghan war.

...
The Sunday Times April 4, 2010

Aufartung für die Freiheit

Gunnar Heinsohn ist "Autor der Freiheit" im Monat März
Gunnar Heinsohn – so heißt der "Autor der Freiheit" im Monat März. Sein in der WELT erschienener und viel diskutierter Beitrag mit dem Titel "Wie man mit viel Geld Armut vermehrt" erhielt 54 Prozent der Stimmen.

Nein, nicht in der JungenFreiheit, sondern hier:
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Keine Frage:
"Deutschlands Eliten haben sich radikalisiert"

Die Frage, ob Hartz-IV-Empfänger Sozialschmarotzer sind oder nicht, lenkt davon ab, was am anderen Ende der Gesellschaft passiert, meint Michael Hartmann. Der Soziologe spricht imTagesspiegel- Interview über die Hartz-IV-Debatten, Mittelschichten und die reicher werdenden Reichen.

Vgl. auch
Eliten I II und III

Torturing James Hetfield



Chumbawamba hat dem Sänger der Gruppe Metallica einen Song gewidmet. „Torturing James Hetfield“ heißt der federleichte Swing. In mehrstimmigem Gesang erzählen die Briten, wie sie „James, James, James“ dazu zwingen wollen, ihnen „Names, Names, Names“ zu verraten. Als er nicht redet, beschallen sie ihn mit lauter Musik, zunächst mit Simply Red und die Charts rauf und runter. Als James immer noch keine Names rausrückt, greifen seine Peiniger zum Äußersten: Sie foltern ihn mit den größten Hits von Chumbawamba. Hetfield fängt an zu weinen und packt aus. Das ist auch ohne Hintergrund eine kleine, skurrile Geschichte, aber bei dem britischen Politpopkollektiv ist nichts ohne Hintergrund. In diesem Fall geht es um ein 3sat-Interview, in dem Rocksänger Hetfield auf das Gefangenenlager Guantanamo angesprochen wird, in dem Häftlinge unter anderem per Dauerbeschallung mit Metallica-Musik gequält wurden. Er sei auch ein bisschen stolz, antwortet er, dass man unter anderem Songs seiner Metalband ausgesucht habe. Für diese Aussage wird er nun mit einem Ehrenplatz auf dem neuen Chumbawamba-Album „ABCDEFG“ geehrt. (heute in der HAZ-Rezension)

Ekelhafte Kriegspropaganda & Audi Panzerspahwagen

Beispiele via NDS

Afghanische Wahrheiten
Kommentar von Julian Reichelt
07.04.2010 – 00:22 UHR

Die schweren Kämpfe von Kunduz zwingen uns, den Wahrheiten des Afghanistan-Krieges ins Auge zu sehen. Wie gut sind unsere Soldaten ausgerüstet?

Erstens. Das Lehmhütten-Dorf, in dem am Karfreitag drei deutsche Soldaten fielen, wird noch in Jahrzehnten genauso arm und elendig aussehen wie vor fünf Tagen. Die Menschen dort wollen keine Fremden. Oft nicht einmal dann, wenn sie kommen, um zu helfen.

Zweitens. Der Tod im Krieg ist nur im Hollywood-Film glorreich und heldenhaft. Ein 25-Jähriger, der in Afghanistan fällt, stirbt unter grauenvollen Schmerzen, so einsam wie ein Mensch nur sterben kann. Weit weg von seiner Familie.

Drittens. Unsere Soldaten sind ihrem Feind hoffnungslos unterlegen. Die Taliban kämpfen in Dörfern, in denen sie aufgewachsen sind. Sie verstecken sich in Wassergräben, in denen sie als Kinder geplanscht haben. Sie kennen jeden Zweig und haben keine Angst zu sterben.
Wahr ist auch: Deutschland und die NATO haben das Terrornetzwerk al-Qaida in Afghanistan zerstört. Das ist ein herausragender Erfolg. Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass wir militärisch kaum mehr erreichen werden.


Quelle: BILD



Bild Kommentar von Ernst Elitz*
Deutschland trauert
07.04.2010 – 23:49 UHR

An den Särgen der gefallenen Soldaten weinen die Mütter, die Väter, Freunde und Kameraden.
Ihre Verzweiflung ist unsere Verzweiflung.
Ihr Schmerz erschüttert das ganze Land.
Die Kanzlerin, die Bundesregierung, der Bundestag haben entschieden, dass die Bundeswehr in Afghanistan gegen den Terror kämpft – an der Seite der Amerikaner, der Briten, der Franzosen, der Italiener …
Alle haben Opfer gebracht.
US-Präsident Obama hat vor den Särgen salutiert. Frankreichs Sarkozy hat sich vor den Toten verneigt. Berlusconi hat die Angehörigen umarmt und Tränen mit ihnen vergossen.
Stark muss sein, wer trauernde Angehörige in dieser Stunde tröstet.
Wenn nicht die Kanzlerin an der Trauerfeier teilnimmt, warum dann nicht wie in den USA und Frankreich das Staatsoberhaupt? Bundespräsident Horst Köhler steht für das ganze Volk.
Morgen an den Särgen von Nils B., Robert H. und Martin A., ist die Stunde, in der er mit den Müttern und Vätern trauern und den Soldaten der Bundeswehr zeigen kann:
Ich kenne Eure Verzweiflung. Ich bewundere Euren Mut. Ihr kämpft gegen den Terror.
Vor Euch verneigt sich das Land.


Quelle: BILD
*Prof. Ernst Elitz ist Gründungsintendant des Deutschlandradios (!!!)

... erinnert mich irgendwie an dies hier - aus irgendeinem Nachlass (wahrscheinlich aufbewahrt, damit es mich hier erinnert) ...

Soldatentod1

Soldatentod2

J. Engelhorns Nachf. - Stuttgart 1941

Besonders schmierig finde ich die Anspielungen auf die "mangelhafte Ausrüstung unserer Soldaten", die Dolchstoßlegende des Afghanistan-Krieges: „Was die deutsche Armee betrifft, so kann die allgemeine Ansicht in das Wort zusammengefasst werden: Sie wurde von der Zivilbevölkerung von hinten erdolcht.“
- Wieder einmal lehnt die Zivilbevölkerung den Krieg ab und die feigen Volksvertreter trauen sich nicht, das Notwendige zu tun: der OHL endlich Kampfpanzer und -hubschrauber zu bewilligen ...

Heute im Straßenverkehr unterwegs, hatte ich in Ansicht eines Q7 die Idee, ob es nicht sinnvoller wäre, unsere ISAF-Einheiten mit eben diesen auszurüsten. Das wäre so ein Mittelding zwischen shock-and-awe und Werbung für die Überlegenheit eines westlichen Konsummodells, auch und gerade im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit (was die Grünen ins Boot holen könnte) ... Wenn nicht der örtliche Warlord und/oder Heroingroßhändler schon einen hat ...
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Green Cars: Audi Panzerspahwagen highlights emerging technologies in an ecofriendly manner

Oder: Wie das Wesen des Q7 zur Erscheinung kommt ...

Nachtrag - von Feynsinn -:
Der künftige Wehrbeauftragte des Bundestages hat sich den Colt umgeschnallt und heizt den Taliban ein, denn er weiß:

Wer in das Kanonenrohr eines ´Leopard 2´ schaut, überlegt sich zwei Mal, ob er einen deutsche Patrouille angreift.

Das einnert sehr an den Tränenpatriotismus der Embedded Morons, die vom Einmarsch der USA in den Irak berichten durften. Das Rohr muß nur groß genug sein, dann trollt er sich, der Taliban. Jahrzehnte brutalen Krieges gegen Sowjets und West-Invasoren sind daran gescheitert, daß sie den Leopard nicht dabei hatten. Hätten sie doch bloß Hellmut Königshaus gefragt!


... s. o.: ginge auch mit Q7!

Nachtrag:
Waffen und Fahrzeuge der Bundeswehr in Afghanistan
Die Bundeswehr in Afghanistan rüstet auf. Rund 1000 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sind nach Angaben des Einsatzführungskommandos in Potsdam bereits im Einsatz. Nach den schweren Gefechten vom Karfreitag und dem 15. April, bei denen insgesamt sieben deutsche Soldaten starben, will Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nun weitere Schützenpanzer und Gefechtsfahrzeuge nach Afghanistan schicken. Außerdem sollen die Soldaten erstmals zwei Panzerhaubitzen erhalten. Damit verfügen sie unter anderem über die folgenden Waffen und Kampffahrzeuge ...


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Der neue Panzerwagen "Eagle IV" sieht im Vergleich zum Audi nicht gut aus ...

Update:
Die Bundeswehr rüstet sich für den Krieg
tp: Ralf Hess 23.04.2010

Die neue Bewaffnung der Bundeswehr zeigt, worauf sich die Truppe in den kommenden Monaten einstellt

"Geschröpfte Schweine"

Von Elmar Altvater - in der WOZ Auszug:

Halb Europa prügelt auf Griechenland und andere hochdefizitäre Staaten ein. Dabei können die Banken mit der Situation mehr als zufrieden sein...
pink_floyd_pig-197x300Die Verschuldung von Staaten ist für die grossen privaten Banken und ihren Tross aus Ratingagenturen, Beratern und Anwältinnen sehr lukrativ. Die Schuldtitel werden verbrieft, zu strukturierten Papieren gebündelt und auf globalen Märkten profitabel gehandelt. Die Ackermänner der globalen Finanzplätze vermelden Milliardengewinne. Und die normalen BürgerInnen fragen sich, woher der Geldsegen nach der verlustreichen Finanzkrise, die sie Hunderte von Milliarden Euro kostet, wohl stammen mag? Die Antwort ist: aus Griechenland, Dummerchen, wenn auch nicht nur aus Griechenland. Dazu wäre das Land mit gerade einmal 2,5 Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts eine Nummer zu klein.

Doch gibt es noch andere Schweinchen, die man schlachten kann, nämlich die (in offiziöser Sprachregelung) PIGS genannten Mittelmeerstaaten Portugal, Italien, Griechenland und Spanien und einige andere mehr in der Welt. Ohne deren Verschuldung könnte das profitable Geschäftsmodell der Banken gar nicht florieren. Die Wertpapiere der einen verlangen die Verschuldung der anderen. Das ist einfache Saldenmechanik. Damit die Wertpapiere ihren Wert behalten, müssen allerdings die Schulden ordentlich bedient werden. Sonst werden sie toxisch. Daher kommt Panik ins «Börsenspiel der modernen Bankokratie» (so Karl Marx vor 150 Jahren), wenn am reibungslosen Schuldendienst gezweifelt wird, und manche Medien werden hysterisch wie das Münchener Magazin «Fokus», das Griechenland seit 2000 Jahren im Niedergang sieht. Das ist jedoch das Stichwort für die privaten Ratingagenturen. Sie reduzieren das Rating, und nun können die Bankster auf die Zinsen der Staatsschuld einen Risikozuschlag, den «spread», aufschlagen. Mit dem Risiko steigen die Gewinne der Banken. Umgekehrt wird die Last der Staatsschulden immer grösser...


Vgl. dazu auch Heiner Flassbeck über die tiefer liegenden Gründe der Währungskrise, der von der These ausgeht, dass das eigentliche Problem die aufgrund des Lohndumpings niedrigen deutschen Arbeitskosten sind, die die Wettbewerbsfähigkeit zB der griechischen Ökonomie ruinieren!

Was kann Griechenland jetzt tun?

Gar nichts. Sie können sich jetzt nur weiter in die Krise wirtschaften, indem sie ihr Staatsdefizit mit Gewalt reduzieren. In einem Jahr wird man dann sehen, dass es so nicht geht, und dann bin ich gespannt, wie es politisch dort und hier weiter geht. Griechenland ist nicht bankrott. Aber den Haushalt herunterzufahren wird nicht funktionieren, weil sie mitten in der Rezession stecken. Und dann wird man in einem Jahr vor den Scherben dieser Politik stehen und sich die Frage stellen: Lässt man es jetzt auseinander brechen oder fängt man an, ernsthaft über die Probleme nachzudenken.


Schöne Ideen der jungen Wilden des Neolib-Arschdenk:
Der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsfraktion, Marco Wanderwitz, sagte der "Bild"-Zeitung, wenn die EU und damit auch Deutschland den Griechen Geld geben sollte, müsse Athen auch Sicherheiten geben. "Dabei kommen zum Beispiel auch einige griechische Inseln in Frage". Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, Josef Schlarmann. "Ein Bankrotteur muss alles, was er hat, zu Geld machen, um seine Gläubiger zu bedienen", sagte der CDU-Politiker. Auch der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler forderte Athen zum Verkauf von Staatseigentum auf: "Der griechische Staat muss sich radikal von Beteiligungen an Firmen trennen und auch Grundbesitz, zum Beispiel unbewohnte Inseln, verkaufen." n-tv

Nachtrag:
Griechen aller Länder, vereinigt euch!

Analyse. US-Banken, deutsche Konzerne und die EU tragen Mitverantwortung für die Verschuldung Griechenlands. Aber illegitime Verbindlichkeiten müssen und dürfen nicht zurückgezahlt werden. Argumente für den Widerstand
Von Werner Rügemer - bereits am 24.02. in der jungen welt (via redblog)

Etwas zu sagen: Energy for a Sustainable Future - Wolfgang Sachs

Wolfgang Sachs hat vor Jahren in einem Interview auf die Frage, welches kulturelle und ästhetische Maß unsere individuelle und gesellschaftliche Lebensführung haben sollte, geantwortet: "Es sollte ein Maß haben, und Maß hat in sich die Idee, daß bestimmte Bedürfnisse, Wünsche, Ansprüche nicht unendlich sind. Hat in sich die Idee, daß es eine gelungene Form geben könnte für das, was wir tun."
Ein kluger Satz, - ich hab ihn mir damals notiert und er fiel mir wieder ein, als es um Form und Inhalt des Quasselkaspers nicht-englischer Rede vor dem Zentrum des Kapitalismus ging [Sie sagen: (Alles oder) Nichts (?)].

Im heutigen Newsletter (unter den vielen überflüssigen ein interessanter!) des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie findet sich nun ein Hinweis auf

>>> Energy for a Sustainable Future - Vorträge online
Wolfgang Sachs sprach bei der Tagung des World Political Forum

Am 8. Oktober 2009 fand in Turin die Tagung "Energy for a Sustainable
Future" statt, organisiert durch das von Michail Gorbatschow
initiierte und geförderte World Political Forum (WPF). Bei dem Treffen
sprach neben dem Präsidenten des WPF und ehemaligen sowjetischen
Präsidenten Gorbatschow auch Wolfgang Sachs. In seinem Vortrag hob
Sachs unter anderem die Notwendigkeit hervor, in Zukunft nicht nur auf
Schadensvermeidung zu setzen, sondern Systeme zu etablieren, die sich
selbst regenerieren können. ...Die Tagung in Turin fand im
Rahmen der von der Region Piemont geförderten Initiative "Joining our
Energies" statt. Die Vorträge sind online unter:

http://www.youtube.com/worldpoliticalforum

Wenn man dem Hinweis folgt, findet man eine, wie ich finde, fesselnde Rede von Wolfgang Sachs, die u. a. deshalb in diesem Zusammenhang interessant ist, weil er auch nicht gerade ein brilliantes Englisch spricht, aber offenbar etwas zu sagen hat. Tiefe und Schärfe des Gedankens überzeugen, auch weil der Redner komplexe Zusammenhänge der kapitalistischen Verbrennungsökonomie klug didaktisch zu reduzieren weiß und Alternativen (- eine sehr differenzierte Sicht auf erneuerbare Energien: renewables are in the end finite as anything else!) durchaus mit Emphase vorträgt, - wo das Mietmaul vorgestanzte Neolibfloskeln absondert. Es muss etwas mit Wissen und Haltung, also Maß, zu tun haben; - wo nichts von beidem ist, kann es keine gelungene Form geben, sondern nur Redegesten als Selbstermächtigung (Seeßlen).

Ich empfehle diesen und auch die anderen Teile der Rede:

Deutsche Eliten II - Oder: Leistungsträger-Netzwerke

Heute: Schwerpunkt Hamburg
In Hamburg tobt derzeit der Kampf einer Gruppe aus dem Bürgertum: Sie wehrt sich mit mit viel Macht und Geld gegen die Ablösung des bestehenden dreigliedrigen Schulsystems, das sich nach Meinung vieler führender Wissenschaftler selbst überholt hat.
Online seit: 18.02.10
Quelle: NDR

SchulreformHH2
SchulreformHH

Ein interessanter Beitrag von Panorama zur Soziologie der Eliten und ihrer Netzwerke - oder wie ich neulich bemerkte:
... Vorteile, Möglichkeiten und Chancen: die eigene Brut auf dem Gymnasium endlich von denen zu befreien, die da eigentlich nicht hingehören .... Unter ästhetischen Gesichtspunkten finde ich es nett, weil ihr eigentliches Niveau zum Vorschein kommen lassend, wenn sie ihre Demos mit Knallchargen wie Herrn Caetano Neven DuMont schmücken, aber der geht als FDP-Mitglied wahrscheinlich auch als Leistungsträger durch ...

Siehe auch: Sarrazin-Slaughterhouse III - Oder Archäologie LXXVI: Deutsche Eliten - mit Schwerpunkt Frankfurt

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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