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Archäologie XLIX: 27. Januar 1944

Es muss für die Bevölkerung Leningrads ein kaum vorstellbares Gefühl der Erleichterung gewesen sein, als sowjetische Truppen nach 900 Tagen den deutschen Belagerungsring um die Stadt endlich gesprengt hatten. Vor 65 Jahren, am 27. Januar 1944, endete damit die wohl größte Katastrophe, die eine Stadt im Zweiten Weltkrieg erleiden musste. Mindestens 800.000 und vielleicht bis zu 1,2 Millionen der drei Millionen Einwohner waren während der Belagerung verhungert. Dass der Wehrmacht in zweieinhalb Jahren die Einnahme der Stadt nicht gelang, wird in der Geschichtsschreibung häufig als Scheitern der deutschen Angriffspläne interpretiert. Doch hinter dem deutschen Vorgehen stand kein militärisches Unvermögen: Das heutige St. Petersburg sollte ebenso wie andere sowjetische Städte ausgehungert werden. Hitler und die Heeresführung wollten das Land nicht nur erobern, sondern die Bevölkerung teilweise vernichten.
weiter hier: Alex J. Kay, Hungertod nach Plan



Aus diesem Anlass ein älterer Beitrag teilweise recyled und aktualisiert:

180px-Gedenkst_tte_belagerungMeine erste Begegnung: Schostakowitschs 7. Sinfonie lief damals (1978) an der Gedenkstätte für die Opfer der Belagerung in Leningrad leise, unaufdringlich, aber eindringlich vom Band .
Der Besuch der Gedenkstätte war zu diesem Zeitpunkt noch obligatorischer Bestandteil der Stadtrundfahrten für Westtouristen. Später musste man selbst mit dem Taxi hinfahren (Rücksicht auf Befindlichkeiten im Rahmen der Entspannungspolitik – Heute würde ich empfehlen, den Besuch wieder obligatorisch zu machen; - aber das geht wohl in einer Marktwirtschaft nicht!).

SchostakDiese 7-LP-Box - für 9 Rubel 40 Kopeken damals dort gekauft - , eine Aufnahme, dirigiert von Kyril Kondraschin, bleibt verbunden mit der Erfahrung des Besuchs der Gedenkstätte - sie ist gerade bei amazon für 200 € zu haben!

Die 7. Symphonie entstand während der 900tägigen Blockade Leningrads durch deutsche Truppen. Zur Uraufführung am 5. März 1942 mussten Musiker von der Front abberufen werden. Am 9. August 1942 wurde die Sinfonie unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Leningrad aufgeführt.
Filmkopien der Partitur gelangten bereits 1942 nach England und in die USA, wo Sir Henry Wood und Arturo Toscanini sie im gleichen Jahr zur westeuropäischen und amerikanischen Erstaufführung brachten.
"Die 'Leningrader Sinfonie' ist Symbol des Sieges der besten menschlichen Eigenschaften. Geschrieben in Leningrad, ist sie bis zu den Ausmaßen eines Meisterwerkes von Weltrang gewachsen; man versteht sie auf jedem Längen- und Breitengrad, denn sie schildert die Wahrheit über den Menschen in einem ungewöhnlichen Augenblick seines Unglücks und seiner Erfahrung."
(Alexej Tolstoi)

In der Zeit der Leningrader Blockade vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944, in der die Wehrmacht auf Befehl Hitlers keine Eroberung Leningrads versuchte, sondern stattdessen die Stadt systematisch von jeglicher Versorgung abschnitt, starben über eine Million Zivilisten. Eine geheime Weisung des Oberkommandos der Wehrmacht vom 23. September 1941 lautete: Der Führer ist entschlossen, die Stadt Petersburg vom Erdboden verschwinden zu lassen. Es besteht nach der Niederwerfung Sowjetrusslands keinerlei Interesse am Fortbestand dieser Großsiedlung. Ausdrücklich mit eingeschlossen war damit der Genozid an den etwa drei Millionen Einwohnern, sie hätten in dem gemäß dem Generalplan Ost neu zu schaffenden deutsch besiedelten Ingermanland keinen Platz mehr gehabt.
Nahrungsmittel zur Versorgung der Millionenstadt konnten nur unter großen Gefahren per Flugzeug oder im Winter über den vereisten Ladogasee per Bahn und LKW nach Leningrad gebracht werden. Die Route über den See lag im Schussfeld der Wehrmacht, im Schnitt kam von drei gestarteten LKW einer in Leningrad an. Besonders dramatisch war die Situation im Jahr 1941. Durch Luftangriffe wurde ein Großteil der Nahrungsmittelvorräte vernichtet, zudem brach der Winter ungewöhnlich früh ein. Der Abwurf gefälschter Lebensmittelbezugsscheine aus Flugzeugen der Wehrmacht tat ein übriges. Die Rationen sanken im Oktober auf 400 Gramm Brot für Arbeiter, 200 Gramm für Kinder und Frauen. Am 20. November 1941 wurden sie auf 250 Gramm, respektive 125 Gramm reduziert. Zudem herrschten Temperaturen von bis zu –40 Grad Celsius in einer Stadt, in der Heizmaterial äußerst knapp war. Allein im Dezember 1941 starben circa 53.000 Menschen, viele von ihnen fielen einfach vor Entkräftung auf der Straße um.
Während der Belagerung wurden etwa 150.000 Artilleriegeschosse auf die Stadt abgeschossen, etwa 100.000 Fliegerbomben fielen.
Bei Versuchen der Roten Armee die Belagerung zu sprengen, kamen dazu etwa 500.000 sowjetische Soldaten ums Leben. Versuche 1941 und 1942 scheiterten; die Offensive, die die Stadt befreien sollte, begann am 14. Januar 1944 und konnte am 27. Januar 1944 zum Abschluss gebracht werden.
(Quelle)

Schostakowitsch Bonus




4. Allegro non troppo (10:55) aus der 5. Sinfonie in d-Moll op. 47 von Dmitri Schostakowitsch

Ein ungeheuerliches Werk, das ganz gehört werden muss! Der Ausschnitt zeigt Evgenij Mravinskij 1979 bei einer Schallplattenaufnahme. Mravinskij dirigierte schon die Uraufführung am 21.November 1937 mit der Leningrader Philharmonie.

Die heutigen Bewertungen schwanken zwischen “Unterwerfung unter den sozialistischen Realismus“ und satirischer Entlarvung desselben in der Musik bzw. fundamentaler Kritik:
Und wo bleibt die Monumentalität? Sie kommt im Laufe des Satzes durchaus noch zu ihrem Recht, aber in welcher Form! Das beschriebene zarte Thema der ersten Violinen wird zum grotesken, lärmenden Marsch entstellt; und der ätherische Gesang des Seitenthemas kehrt in dröhnenden Blechbläserintonationen wieder. Mit anderen Worten: Diesen Themen wird auf furchtbarste, ihre Individualität zerstörende Weise Gewalt angetan, und wenn dieser Satz Monumentalität zelebriert, dann als Erscheinungsform des Brutalen, Niederschmetternden: „Überwältigend“ wäre dafür der richtige, doppeldeutige Ausdruck. Seine Symphonie behandle das „Werden der Persönlichkeit“, hatte Schostakowitsch in jener offiziellen Verlautbarung erklärt. Und in der Tat gibt seine Musik eine unmissverständliche Antwort auf die Frage, was aus der einzelnen, schutzlosen Persönlichkeit werde unter den Bedingungen einer Diktatur, deren Allmachtsanspruch keine Grenzen des Privaten respektiert. (Festspielfreunde.at)

Das ist wohl zu einfach: unmissverständlich ist die Musik nicht: die Widersprüche zwischen der ungeheuren Dynamik der gesellschaftlichen Entwicklung, der in nur zwei Jahrzehnten vollzogenen Transformation einer rückständigen Agrar- in eine Industriegesellschaft mit immerhin sozialistischem Anspruch – und den Möglichkeiten, die darin zu sehen waren – und der Verschärfung der Repression auf der anderen Seite, - diese Widersprüche prägen vielmehr diese Musik, sie stellt sie aus, die macht sie kathartisch wahrnehmbar.

Widersprüche des Systems : Die Krise der Automobilindustrie

Wenn man ein Problem hat und es lösen will, ist es hilfreich zunächst das Problem zu analysieren. Wenn man feststellen muss, dass ein System ein Problem hat (oder mehrere) ist es hilfreich, sich zunächst zu vergewissern, was eigentlich ein System ist:

Luhmann: "Es geht immer um die Differenz von System und Umwelt. Wie reagiert eine Einheit auf alles andere, welche Grenzen werden gebildet und wie filtern Grenzen die Information aus der Umwelt, die im System als Information erlebt und verarbeitet werden. Man hat also mit jedem System sozusagen die ganze Welt im Blick, aber immer gespalten durch die Differenz von System und Umwelt."

Systeme kann man in erster Näherung als einen Zusammenhang von Elementen beschreiben, deren Beziehungen untereinander quantitativ intensiver und qualitativ produktiver sind als ihre Beziehungen zu anderen Elementen. Ihr internes Zusammenwirken bildet die Charakteristik des Systems. Systeme sind füreinander Umwelt.

-> Theorie dynamischer Systeme, d.h. solcher Systeme, die zu Anpassung und
Höherentwicklung fähig sind; d.h. die zu einer neuen Funktion eine optimale Struktur hervorbringen können (structure follows function).
Def. Struktur: die Menge der die Elemente des Systems miteinander verknüpfenden Relationen.

... angewendet auf Gesellschaften (eben als Systeme begriffen), wäre zu fragen, welche Strukturen grundlegend sind, um die Elemente des Systems (hier also die Mitglieder der Gesellschaft) durch Relationen miteinander zu verknüpfen:
  • wirtschaftliche Strukturen:
    Eigentumsverhältnisse, Verfügungsgewalt; Arbeitskräfte, Produktionsmittel
    (Stand der Qualifikation, Innovation, Produktivität usw.)
    soziale Strukturen:
    soziale Beziehungen der Klassen/Schichten/sozialen Gruppen usw.
    politische Strukturen:
    Macht/Herrschaft, Institutionen, Parteien, Interessenverbände etc;
    Ideologische Strukturen:
    Legitimation des Systems/Hegemonie; "Weltanschauungen", Normen, Werte, Moral, Religion usw.
Fragen:
Was muß ein dynamisches gesellschaftliches System leisten, wenn es eine neue Funktion erfüllen soll?
Was geschieht, wenn das System die notwendigen Strukturen nicht hervorbringen kann?
-> Krisen:
- eine Strukturkrise:
Neue Funktionen erfordern neue Strukturen im Rahmen des gegebenen Systems.
- eine Systemkrise:
Das System kann die erforderlichen Strukturen nicht hervorbringen, alle Krisenlösungsversuche wirken als neue Krisenverursacher.
(... soweit ein Auszug aus meinem Arbeitsblatt für Politikunterricht Jg 12 ...)
Problem-sucht-Loesung

Selten werden die Dimensionen eines Problem so deutlich wie bei der Krise der Atomobilindustrie (schöner Verschreiber - bleibt stehen!); selten werden sie so undeutlich wahrgenommen im öffentlichen Diskurs und selten schön werden alle möglichen Widersprüche so herrlich deutlich:

Im neueren nationalkeynsianischen Diskurs baut der Ami seit Jahren doofe Autos und der Deutsche gute. Das stimmt von vorn bis hinten nicht; - um nur ein Beispiel zu nennen: Die Riesenanzeigen von BMW von heute, wie wenig CO2 die BMWs und Minis in die Luft blasen, sind ein Hohn auf die Selbstverpflichtung der deutschen Automobilindustrie von 1998. Dieser Diskurs hat deutlich den Unterton anklingen lassen, es wäre ja nicht schade, wenn jedenfalls die amerikanischen Mütter pleite gingen (aber nicht die deutschen Töchter!), dann gäbe es ja weniger Spieler auf dem Automobilweltmarkt und wir könnten das ja eben besser (also Autos bauen). Doof ist es, wenn auch die kritischen Ökonomen darauf hereinfallen. Gern wird die Krise mit der Krise erklärt, die daher kommt, dass der Ami Häuser und Autos verkauft hat an Leute, die eigentlich kein Geld hatten, und die faulen Kredite dann verbrieft hat.
Könnte es ein, dass der Deutsche es genauso gemacht hat, nur ein bisschen trickreicher, aber mit den gleichen Folgen für das System?

Schaut man sich die Informationen des KBA genauer an, so findet man:
Der Privatkunde kauft "gebraucht"
Private Fahrzeughalter treten am Neuzulassungsmarkt 2007 immer weiter in den Hintergrund. 1996 waren sie noch mit 60,7 Prozent klar in der Überzahl. Heute bilden sie mit 38,1 Prozent den deutlich kleineren Anteil. Bei den gewerblichen Pkw-Neuzulassungen dominieren zunehmend die Wirtschaftszweige „Kfz-Handel“ (24,3 %) und „Kfz-Vermietung“ (10,3 %). Als so genannte Tageszulassungen und Flottenfahrzeuge werden die Autos dann „neuwertig“ auf dem Gebrauchtmarkt angeboten. Im Gegensatz zu den Neuzulassungen liegt der Privat-Anteil dort bei 94,5 Prozent.
2007__n__halter__k1__gif-property-default
Flensburg, 02.12.2008. Die Pkw-Neuzulassungen sanken im November 17,7 Prozent unter das Vorjahresniveau. Der Anteil der privaten Halter an den 233.772 fabrikneuen Pkw beträgt 38,7 Prozent. Ein Monat vor Jahresfrist liegen die Zulassungen bei insgesamt 2,86 Mio. Pkw, das ist ein Minus von 1,5 Prozent zum Vorjahr.
Fast alle Automobilhersteller sind von der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung betroffen. Deutliche Einbußen gab es bei Opel (-35,9 %), BMW (-20,8 %) und VW (-18,6 %). Beim Sportwagenhersteller Porsche gingen die Zulassungen ebenfalls stark zurück (-21,4 %). Bei insgesamt zunehmender Nachfrage im Mini-Segment ist der Rückgang bei Smart (-45,7 %) auffällig. Auch bei den Importmarken ist die Lage eingetrübt. Das Führungsquartett Renault (-13,4 %), Skoda (-23,9 %), Toyota (-38,8 %) und Peugeot (-11,0 %) fährt mit angezogener Handbremse dem Jahreswechsel entgegen. Die wenigen Lichtblicke auf dem Automobilmarkt fallen umso deutlicher auf. Gegen den Trend entwickelten sich insbesondere Hyundai mit einem Plus von 74,5 Prozent und Lancia mit 119,4 Prozent.
Bereits 13 Prozent der Pkw weisen 4 Monate nach der Einführung von Euro 5 die hohen Emissionsanforderungen auf. Der durchschnittliche CO2-Wert lag im November bei 163 g/km.


Was folgt nun aus der Tatsache, dass nur noch etwas mehr als ein Drittel ( bei Opel nur noch ca. ein Viertel!) der in Deutschland verkauften Autos auf private Halter zugelassen wird (wo sowieso nur etwa ein Fünftel der hier produzierten Autos auch hier verkauft wird) für die Nachfrage-Frage, die den Nationalkeynsianern der Schlüssel zur Lösung des Problems zu sein scheint?? - In der öffentlichen Debatte - soweit ich sie wahrnehme -: nichts! Selbst Robert Kurz in seiner intelligenten Analyse im Freitag übersieht diesen wichtigen Zusammenhang, dass nämlich die die Binnennachfrage künstlich dadurch hochgehalten wurde, dass die Autokonzerne sich ihre Autos selbst abgekauft haben, um sie über ihre eigenen Händlernetze (in Konkurrenz zu freien Händlern) als Gebrauchtwagen zu verscherbeln oder sie über ihre Leasingfirmen Firmenflotten zu überlassen, um dann Probleme mit der Kalkulation der Restwerte zu bekommen. So erklärt sich auch, warum man so viele relativ neue schwarze Passat und A4-Kombi auf den Autobahnen sieht, in denen Männer in gebügelten Hemden sitzen, die das Sakko hinten auf einem Bügel hängen haben (...aber das hat mehr mit der just-in-time-Ökonomie von AXA und Schlecker zu tun ...). Ich vermute, dass der Rückgang des Anteils der privaten Zulassungen von 60,7% im Jahr 1996 auf gegenwärtig stabil 38% mit einer langfristigen Marktsättigung und mit der massiven Absenkung der Masseneinkommen in eben diesem Zeitraum zu tun hat.
... es handelt sich bei Autos doch schlicht um Produkte, die sich normale Menschen kaum noch leisten können. Schon 2007 kostete ein Neuwagen im Durchschnitt 24.953 Euro. Gleichzeitig lag das Bruttojahreseinkommen von Arbeitnehmern bei durchschnittlich 27.083 Euro. Wie soll das gehen? Genau: Gar nicht.
Tatsächlich sind längst über 60 Prozent der neu zugelassenen Autos Firmenwagen. Die hutzeligen Vernunftautos, die Polos und Puntos, die werden noch ab und zu neu von Privatmenschen gekauft. Aber in der Klasse ab 200 PS werden nach Berechnungen von Greenpeace 70 Prozent der Neuwagen von Firmen angeschafft, einige Modelle sogar zu 100 Prozent. Und wieso können die sich das leisten? Weil die Steuerzahler dafür blechen. Unternehmen und Freiberufler dürfen sämtliche Fahrzeugkosten von der Steuer absetzen...
(Der Blog von Adriane Seliger beim - neuen - Freitag)
Der Rückweg aber ist verbaut:
Schon hat VW für seine Autobank Staatsgarantien aus dem Rettungsfonds beantragt. Nicht nur die anderen Autobauer werden folgen, sondern auch die Banken der übrigen Industriekonzerne und der großen Handelsketten, sobald der Dominoeffekt der Krise durchschlägt. Umso mehr stellt sich die Frage, woher der Staat das Geld dafür nehmen soll, wenn der Absatz mit bloßen Bilanzhilfen nicht zu retten ist. Die Autoindustrie ist ins Zentrum einer Systemkrise gerückt, die keinem klassischen Konjunkturzyklus mehr folgt und auch nicht als bloßer Strukturwandel bezeichnet werden kann. (s.o. Kurz)

Und während das auf den Politik- und Wirtschaftseiten mehr oder weniger klar gesehen wird, tobt auf den Motor-Seiten wunderbar der UnderAssistantPromoMan der Süddeutschen, den2009-Cadillac-CTS-V-6
Cadillac CTS-V zu bewerben - mit göttlichen Formulierungen wie diesen:
... Der Cadillac mag etwas weniger solide verarbeitet und etwas auffälliger eingekleidet sein, doch bei den Fahrleistungen ist er das Maß der Dinge. Dafür sorgt vor allem der 6,2-Liter-V8-Kompressormotor, der bei 6100/min 564 PS leistet und bei 3800/min ein maximales Drehmoment von 747 Nm anbietet. Das reicht, um in vier Sekunden glatt von null auf 100 km/h zu spurten. Während die Wettbewerber nur gegen Aufpreis die Höchstgeschwindigkeit auf 305 km/h (BMW) beziehungsweise 300 km/h (Mercedes) anheben, läuft der CTS-V mit Schaltgetriebe serienmäßig 308 km/h Spitze. Der Automat stößt aber wegen zu kurzer Übersetzung schon bei 282 km/h an den Begrenzer. Die Tremec-Schaltbox - bekannt und berüchtigt aus Viper und Shelby Mustang - kommt mit dem Jumbo-Drehmoment der Corvette V8 besser klar als erwartet....
Wie in der Corvette sorgt auch im CTS-V die Dämpferverstellung Magnetic Ride für Zucht und Ordnung unter der markant-kantigen Karosserie. Es gibt zwei Stellungen: Touring und Sport, hart und sehr hart. Dieses System behandelt nicht alle Bodenwellen gleich, sondern arbeitet radselektiv und unter Berücksichtigung von Lenkwinkel, Gierrate, Tempo, Gaspedalbewegung, Getriebeposition sowie von Quer- und Längsbeschleunigung....
Gegen den Viersitzer mit dem bösen Xenon-Blick spricht eigentlich nur die Wirtschaftlichkeitsrechnung mit hohen laufenden Kosten (Testverbrauch 15,2 l/ 100 km) und völlig unkalkulierbarem Wiederverkaufswert. Und dass Hochleistung inzwischen generell nur noch schwer vermittelbar ist. Georg Kacher


Der letzte Satz ist widerlich; - spielt er doch im Subtext auf den Sozialneid-Diskurs an! Soll Herr Kacher doch den Hochleistern den Kauf eines CTS-V empfehlen; - was den Wiederverkaufswert angeht kann man nur daran erinnern, dass immer noch gut dasteht, wer heute noch eine Borgward Isabella oder gar einen P 100 hat ...
borgward_isabella_ts_creme_1961
Ob der Cadillac-Dino in vierzig Jahren noch fährt, ist allerdings fraglich ...


Update:
Schön ist auch der Zirkus um die Abwrackprämie: Es ist kein Zufall, dass das Durchschnittsalter der in Deutschland zugelassenen Autos inzwischen bei 8,5 Jahren liegt. Mehr als jeder zehnte Wagen ist sogar so alt, dass er nur die Abgasnorm Euro eins schafft – oder noch nicht einmal das. (s. o. Seliger)
Also ist es doch nicht völlig blöd, wenn Autohändler jetzt Autos für 5929,- € oder so anbieten ("Incl. staatlicher Umweltprämie") ...

Schön weggeduckt



Ich weiß, wer das war: Schuman!
... aus Barry Levinsons wunderbarem Film "Wag The Dog":

ANGLE, ON THE TV, WHERE WE SEE THE PRESIDENT, WEARING AN OLD SHOE BUTTON.


PRESIDENT
...a proclamation of a Day of National Rejoining...

THE TELEVISICN GOES ALL FUZZY, THEN CONKS OUT.
...a day of Humility, a day of Pride...in the Return
of...

SCHUMANN
N'ybody gotta Beer...?

THE LIGHTS IN THE PLANE FLICKER, AND THEN COME ON, WE SEE THE LIGHTENING
FLASHING OUT OF THE WINDOW, THE CO-PILOT COMES BACK INTO THE CABIN...

BREAN
(ON THE PHONE)
Just....do what I ...look: get me a ...hello...?
Hel...? I'm going to need an ambulance, we take him,
the last moment, right from the Pl...no, we land, we
puttem in the ambulance. Air force jet lands, we take
somebody else off that jet...what the fuck do I care?
Somebody in a Hospital gown. And we need a
......hello? Hello...?

THE LINE GOES DEAD.

BREAN
Cause I don't think this dog is gonna hunt....

MOSS
He's going to be fine, aren't you boy...?

BREAN
Yeah, well, perhaps...
(TO PHONE)
Speaking of which: I have a prescription here, I'm
going to give you the number, I need you standing by
with a crate of the stuff.... it's ... what is it?

MOSS
An anti-psychotic...

BREAN
(TO TELEPHONE)
It's an anti-psychotic, the num... the
number...hello...hello...

BEAT. THE BUFFETING STOPS. THE CO-PILOT ENTERS.

CO-PILOT
We have been experiencing some buffeting, but I think
from here on out, it's going to be fine.

HE RETURNS TO THE COCKPIT. BREAN TRIES TO REDIAL THE TELEPHONE.

SCHUMANN
Long's I git back for my Beans.

MOSS
This is nothing, Wait'll you've worked with a movie
star, one time, this is nothing, we keep him shot-up
and happy -- the Old Days, I used to think I was a
pharmacist, the kind of stuff I had to do. One time...

SCHUMANN
Cause the beans, y'know, y'can tell if they're puttin
stuff in it.

BREAN
Uh huh...

SCHUMANN
So you don't have to fear it.

BREAN
Uh huh...

MOSS
Mmm.

BREAN
What kind of stuff?
(TO PHONE)
Hello...?

SCHUMANN
(PAUSE. SCHUMANN LOOKS AT THEM WARILY)
What do you mean, "What kind of stuff?"

AMES
No, no, he didn't mean anything at all...

BREAN
(TO MOSS)
Give'em another pill...

AMES
No. No. He didn't mean anything by it at all...

BREAN
(TO PHONE)
Hello? No, operator...

MOSS ADMINISTERS A PILL TO SCHUMANN.

SCHUMANN
What the fuck did you mean, "What kind of stuff?"?

MOSS
(TO BREAN)
...this is nothing. This is nothing. D'you ever shoot
in Italy? Try three Italian starlets on Benzedrine,
this is a walk in the park...

SCHUMANN
(AS IF COMING TO)
...who are you?
(PAUSE)
Who are you sonofabitches...
(HE LOOKS AROUND WILDLY)




Schönes Update via LieblingsHAZ:
Schuhwurf macht Fabrikanten reich
«Istanbul» (afp). Seit dem Schuhwurf auf US-Präsident George W. Bush wird der Istanbuler Produzent der Schuhe von Bestellungen überflutet. „Seit dem Tag des Zwischenfalls haben wird bis heute Mittag Bestellungen für 370 000 Paar erhalten“, sagte Verkaufsleiter Serkan Türk von der Firma Baydan am Montag. Für gewöhnlich habe das Unternehmen einen Jahresabsatz von 15 000 Paar Schuhen. „Wir haben hundert zusätzliche Arbeiter eingestellt, um den Bedarf zu decken“, sagte Türk. Die Bestellungen gehen laut Türk aus allen möglichen Ländern ein, vor allem aus dem Irak, wo der Fernsehjournalist Muntadar al-Zaidi seine Schuhe am 14. Dezember in Richtung des US-Präsidenten geworfen hatte. Baydan liefert die Schuhe für knapp 20 Euro aus.
23.12.2008 / HAZ Seite 10 Ressort: WISP


Auf der selben Seite ("Welt im Spiegel") findet sich auch diese Meldung:
Der Schauspieler «Ben Kingsley» (64) lebt nicht nur mit einer 20 Jahre jüngeren Brasilianerin zusammen, sondern auch mit einem Huhn. Dem Fernsehsender „Tele 5“ sagte Kingsley: „Ich mag einfach das Geräusch eines Huhns. Ethel hat Persönlichkeit, ist ein putziges Tierchen. Sie freut sich regelrecht, wenn ich sie aufsuche, dann springt sie jedes Mal wie wild hin und her“. Wenn er nicht dreht, entspannt sich der 2000 in den Adelstand erhobene Schauspieler mit seiner Frau Daniela (35) und Henne Ethel am liebsten im Garten seines Landsitzes im englischen Oxfordshire. v
23.12.2008 / HAZ Seite 10 Ressort: WISP


(20 Jahre jüngere) Brasilianerin und Huhn im Haus: Ethel hat Persönlichkeit, Daniela, die Brasilianerin, ist nur 20 Jahre jünger und springt nicht mal wie wild hin und her, wenn er sie aufsucht: Ist das - wenn man es so hinschreibt - Rassimus, Männlichkeitswahn oder was?? Oder nur blöd???

CRISIS , WHAT CRISIS ? (II)

Heute Griechenland:
modern-greek-pottery... Die wütenden Demonstrationen in einem halben Dutzend griechischer Städte sind nicht einfach die Fortsetzung der Protestrituale eines harten Kerns selbst ernannter Anarchisten, die seit einigen Jahren in Athen und Thessaloniki auch ohne besonderen Anlass auf die Straße gingen. Die große Beteiligung von "normalen" Jugendlichen, wie beim Streik an den Schulen, zeigt vielmehr, dass die griechische Gesellschaft eine ganze Generation zu verlieren droht. Die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen ist die höchste aller EU-Mitgliedsländer. Und wer nach dem Examen einen Job ergattert, wird so schlecht bezahlt, dass er oder sie noch viele Jahre von den Eltern abhängig bleibt. Doch auch die Subventionskraft der Familie nimmt beständig ab...
Aus dieser Sicht sind die Demonstrationen dieser Woche auch die Fortsetzung eines Jugendprotests, der sich seit Jahren an den geplanten Bildungsreformen entzündet. Kein vernünftiger Mensch in Griechenland leugnet die Krise der Schulen und Universitäten...

NIELS KADRITZKE in der taz; vgl. auch Harald Neuber bei tp oder Rudolf Walther: Im Frust vereint - FREITAG 50/08:
... Die Gewalt erfasste in Griechenland nicht die Vorstädte wie in Frankreich, sie breitete sich direkt in der Hauptstadt aus, vorzugsweise im Stadtteil Exarchiab. Das Opfer stammt nicht aus einer armen Einwandererfamilie, sondern aus einem gut situierten Milieu. Im Herbst 2005 hatten die Jugendlichen aus den französischen Randbezirken größtenteils nicht einmal das Geld, zumindest kein legal erworbenes, um überhaupt bis in ein Stadtzentrum zu kommen. Versuchten es gar Gruppen, wurden die erst recht von der Gendarmerie abgefangen und zurückgeschickt. In Frankreich zündeten die Aufrührer Autos und öffentliche Einrichtungen an - in Athen hingegen wurden Geschäfte geplündert, was bekanntlich einige tun, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, und die Staatsgewalt auf dem Rückzug ist. ..

Was ist da eigentlich so anders als hier?
Ein Beispiel:
Deregulierung, Privatisierung und Entprofessionalisierung einhergehend mit einem sozialen Kahlschlag sind die Kennzeichen der Regierung Koch in Hessen: Abkassieren bei den sozial Benachteiligten, bei Studierenden und bei den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst. Dem Gehaltsabbau und der Arbeitszeitverlängerung für die Landesbediensteten folgten der Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, die Zunahme deregulierter Beschäftigungsverhältnisse gepaart mit dem Abbau professioneller Standards und staatlicher Verantwortung bei öffentlichen Dienstleistungen. Entstaatlichung ging Hand in Hand mit größer werdender sozialer Ungleichheit und Selektion vor allem im Bildungswesen.
Mehr…

Schon im jungen Alter in der Falle der Langzeitarbeitslosigkeit
Viele 18- bis 29-Jährige schaffen in Deutschland schon vor der Finanzkrise nicht den Weg aus Arbeitslosigkeit
...
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berichtete Ende November, dass nicht nur alte Menschen, sondern auch junge keine guten Chancen haben, der Arbeitslosigkeit zu entrinnen. Viele stecken in der Arbeitslosigkeit fest. "Rund 40 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren, die im Januar 2005 Arbeitslosengeld II bezogen", berichtet das IAB, "waren bis Ende 2006 durchgehend auf diese Leistung angewiesen."
Zwar konnten 60 Prozent der jungen Arbeitslosengeld-II-Bezieher einen Arbeitsplatz finden, aber oft nur vorübergehen. Fast die Hälfte musste zumindest vorübergehend wieder Arbeitslosengeld II in Anspruch nehmen: "Nur rund ein Drittel der jungen Erwachsenen hat in den zwei Jahren den Ausstieg aus der Hilfebedürftigkeit dauerhaft geschafft." Bei zwei Dritteln besteht also die Gefahr, dass sich die Arbeitslosigkeit verfestigen könnte.


Gefunden bei musictraveller:
La Haine (Hatred) - Sometimes life imitates art in the most chilling way... The "only" difference is that the 16-year old Greek is dead rather than 'severely beaten'.

Deutsche Unternehmer: Heute: Willi und Fritz, Adolph, Ludwig, Philipp und Jutta

In Zeiten der Krise hört man des Öfteren, dass der gerade von Freunden neoliberalen Denkens eher tot gesagte Rheinische Kapitalismus doch nicht so schlecht sei; vor allem wegen der Überlegenheit des deutschen Unternehmers und seiner Kultur – sozusagen als Vertreter des schaffenden Kapitals - gegenüber dem amerikanischen, der ja mehr für das raffende steht (und daher auch oft Jude ist. Das sagt man nicht so deutlich, aber das Unangenehme an Krisen in Deutschland ist immer, dass der Antisemitismus dann auch in den gebildeten Ständen aus den Ritzen kriecht und unangenehm zu riechen beginnt).
0-1020-1305149-00
Heute schon mal zwei schöne Beispiele deutschen Unternehmertums
1. Willi und Fritz Opel
Schöne Auszüge aus der Wikipedia (muss ein echter Opel-Afficionado geschrieben haben):
Adam Opel war ältester Sohn des Schlossermeisters Philipp Wilhelm Opel in Rüsselsheim. Nach der Lehre im väterlichen Betrieb ging Opel 1857 auf die Gesellenwanderschaft, die ihn über Lüttich, Brüssel und England nach Paris führte. Zunächst arbeitete er dort in einer Tresorfabrik, dann mit seinem Bruder Georg Opel in der Nähmaschinenfabrik von Journaux & Leblond. Anfang 1862 wechselten sie in die Nähmaschinenfabrik von Huguenin & Reimann. Im Herbst 1862 kehrte Adam Opel nach Rüsselsheim zurück und begann in der väterlichen Werkstatt mit dem Bau der ersten Opel-Nähmaschine…
Opels Söhne Carl, Wilhelm, Heinrich, Fritz und Ludwig begeisterten den Vater von der Idee des Fahrrades. Dank ihrer Hartnäckigkeit ließ sich der Vater überzeugen; 1886 verließ das erste Opel-Fahrrad die Fabrik an der Trasse der Mainbahn. Im Jahr 1898 stellten 1200 Beschäftigte fast 25.000 Nähmaschinen und 15.000 Fahrräder her…
1898, drei Jahre nach dem Tode des Firmengründers, der nie Autos produzieren wollte, begannen seine Söhne mit dem Automobilbau. Sie kauften die Firma des Dessauer Hofschlossermeisters, Automobilpioniers und Konstrukteurs Friedrich Lutzmann, machten ihn zum Direktor und bauten den Opel-Patentmotorwagen System Lutzmann. Dieser war vorher von Lutzmann auf der ersten IAA 1897 ausgestellt worden….
1924 wurde das Opelwerk in Rüsselsheim als erstes in Deutschland mit Fließbändern ausgestattet, um für breitere Schichten preisgünstiger zu produzieren. Das Erfolgsmodell Opel Laubfrosch konnte in Großproduktion gebaut werden. Zeitweilig war Opel der größte deutsche Automobilhersteller. Fritz von Opel, der sich bereits als Testfahrer einen Ruf erarbeitet hatte, experimentierte unterdessen an Autos mit Raketenantrieb und erreichte 1928 auf der AVUS mit seinem Modell RAK 2 die Rekordgeschwindigkeit von 220 km/h…
1928 war Opel mit 44 Prozent aller in Deutschland produzierten Kraftfahrzeuge größter Fahrzeughersteller Deutschlands. Am 3. Dezember 1928 erfolgte die Änderung der Rechtsform des Unternehmens von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft. Das Grundkapital betrug 60 Millionen Reichsmark. Am 17. März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich Opel 80 Prozent der Unternehmensanteile an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors. 1931 gaben sie das Unternehmen endgültig aus der Hand der Familie Opel. Hauptgrund war die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise. Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 33,352 Millionen Dollar bzw. 154 Millionen Reichsmark. Die Opel-Brüder konnten dabei durchsetzen, dass sie Mitglieder des Aufsichtsrates blieben und Fritz von Opel den Vorstand leitete. Außerdem blieb der Name Opel und eine eigenständige Modellpolitik erhalten. Im Jahr 1930 erwirtschaftete das Unternehmen eine Verlust von knapp 14 Millionen Reichsmark, 1931 gab es nur noch 5892 Beschäftigte und die Jahresproduktion aller Kraftfahrzeuge ging 1932 auf 20.928 zurück….

Unklar ist, warum Wilhelm von, während Friedrich popelig weiter Opel heißt, und warum ausgerechnet Fritz den Vorstand leitete: wahrscheinlich, weil er schon mal 220 gefahren war. Ich weiß auch nicht (und will es auch nicht wissen), ob es die Opels noch gibt, aber die Opel-Brüder könnten doch die Klitsche für die 154 Mio RM zurückkaufen; schließlich war es nicht gerade ein Zeichen nationaler Verantwortung, den Laden an die Ami-Heuschrecken zu verscherbeln. Vielleicht ist da auch noch mehr drin, wenn man bedenkt, dass General Motors seine Tochtergesellschaft Opel als Vermögenswert in Feindeshand 1942 finanztechnisch abgeschrieben hat! Dann gehört die denen sowieso nicht mehr, sondern uns, also Feindeshand! Wie auch immer: Hauptgrund für die Transaktion wäre wieder die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise und man könnte wie damals eine eigenständige Modellpolitik erhalten, die man schön am Opel Blitz entwickeln kann:
opelblitzWährend des Zweiten Weltkrieges stellte die Firma mit dem 3-Tonnen-Lkw Typ Blitz „S“ (Standard) den wichtigsten Lastwagen der Wehrmacht her. Neben der Blitz-Lkw-Produktion und der Motorenfertigung wurden in den Fabrikhallen von Opel in Rüsselsheim Teile für Raketen und Torpedos sowie Komponenten für die Junkers Ju 88 und Messerschmitt Me 262 hergestellt. Bis 1943 waren in Rüsselsheim über 18.500 Personen beschäftigt; im Juli und August 1944 wurden die Werke in Rüsselsheim und Brandenburg durch alliierte Luftangriffe stark beschädigt, im Januar 1945 erreichte im Zuge der katastrophalen Rohstofflage diese Zahl mit knapp 6000 Beschäftigten einen Tiefpunkt.
Das Engagement von General Motors beim späteren Kriegsgegner Deutschland wurde vom damaligen Geschäftsführer von GM mit den hohen Profiten gerechtfertigt, die wegen der Devisenbewirtschaftung in Deutschland allerdings bis 1941 nur eingeschränkt über die Schweiz in die USA transferiert werden konnten. 1942 konnte General Motors seine Tochtergesellschaft Opel als Vermögenswert in Feindeshand finanztechnisch abschreiben. Bis Kriegsende produzierte Opel 1,1 Millionen Fahrzeuge….

Opel-1
Für mich verbinden sich Vorstellungen vom 2. Weltkrieg immer mit Soldaten, die hinten auf einem Opel Blitz sitzen und losfahren (deshalb fand ich auch seinerzeit Fernsehberichte albern, in denen gezeigt wurde, wie Soldaten in modernen Reisebussen abgeholt wurden, um von irgendeinem Flughafen (anstatt nach Antalya) nach Afghanistan zu fliegen. Das ist für mich kein richtiger Krieg!). Wir haben also GM eigentlich viel zu verdanken; - eben dieses Bild vom deutschen Landser, der nicht zu Fuß nach Stalingrad (oder mit dem Ferienflieger nach Afghanistan) muss, und das Bild vom eigentlichen Auto, 1959-chevrolet-impala-sport-sedan
dem Chevrolet Impala ( der in Hannover bei Opel Rudhard im Schaufenster stand und neben dem die Opel Kapitäne immer nur aussahen wie geschrumpfte Clones …).
cadillac_600_getty-1227603296
  • So beginnt ein amerikanisches Leben noch heute mit einem Chevrolet. Ein "Chevy" war für junge Amerikaner traditionell der erste Schritt in die Unabhängigkeit. Und weil mit den ersten Schritten in die Freiheit auch die ersten erotischen Erfahrungen verbunden sind, die oft genug auf dem Rücksitz des ersten Autos gemacht werden, wurde keine Automarke so oft vom Pop verklärt wie der Chevrolet.
    Der Markenname findet sich in mehr als 150 Songtiteln und einigen Texten mehr. Wenn es etwa in Don McLeans "American Pie" heißt: "Drove my chevy to the levee, but the levee was dry", dann ist das Bild von der Fahrt zum ausgetrockneten Deich 1971 die perfekte Allegorie auf die Frustration ewig zurückgewiesener junger Männer.
    Nach einer Jugend im Chevrolet, so sah es die Markenwelt von General Motors vor, sollte sich der junge Mensch dann über den sportlichen Pontiac und den schon etwas teueren Oldsmobile zum komfortablen, familiengerechten Buick vorarbeiten. Jeder Autokauf wurde somit zum Initiationsritus in eine neue Phase des Lebens. Und wer es wirklich zu etwas gebracht hatte im Leben, der schaffte es in der hierarchischen Markenwelt von General Motors dann auch bis zur fünften Stufe: Der Cadillac galt über Jahrzehnte hinweg als Synonym für bürgerlichen Erfolg und Wohlstand, den man sich mit ehrlicher Arbeit verdiente.
    Wenn Lebenslinien knicken
    Eine ganze Lebenswelt wurde in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg um das Auto herum konstruiert. Vom komfortablen Leben in den Einfamilienhäusern der Suburbia über die emotionale Eroberung des eigenen Landes auf Urlaubsfahrten bis hin zu eben jener sichtbaren Definition der jeweiligen Station auf der aufsteigenden Lebenslinie: Das Leben basierte auf dem Auto.
    Was aber, wenn die Lebenslinie einen Knick bekommt? Was, wenn eine Wirtschaftskrise nicht nur eine, sondern viele Lebenslinien knickt? Für Krisen taugt die kapitalistische Sinnstiftung dann nicht viel....
OpelKapCoupeKL_preview
Insofern finde ich es undankbar, wenn man den Ami jetzt in der Not loswerden will , um Opel wieder zu einem rein deutschen Unternehmen zu machen!
Priol-General-Motors - Priol als der Führer: "Der General Motors ist gefallen!"
Zu warnen ist allerdings vor Finanzierungsinstrumenten bei der Ankurbelung des Absatzes von Automobilen, die sich schon einmal als fatal für Detschland (ein Tippfehler, den ich geneigt bin stehen zu lassen) erwiesen haben:

Eine der wenigen Hilter-Bearbeitungen, die ich wirklich gut finde; - Wittmann- Polts Verleger - fand's nicht so lustig!)

2. Adolph, Ludwig, Philipp und Jutta Merckle
Wie die Tagesschau gerade meldet, hat Adolph ungefähr eine Milliarde beim Wetten auf VW-Aktien versenkt und muss jetzt vielleicht Ratiopharm verkaufen, um HeidelCement zu stabilisieren. Man fragt sich auch, was jetzt aus der Pommerschen Provinzial Zuckersiederei Aktiengesellschaft wird – Sind hier Arbeitsplätze gefährdet, gibt es Landesbürgschaften, warum schweigt die pommersche Landesregierung??
0-1020-312260-00
Genaueres wissen Analysten nicht:

Ein Analyst sieht dadurch durchaus Potenzial für Kurssteigerungen bei HeidelCement. "Die Spekulationen über die finanzielle Lage der Merckle-Familie betreffen HeidelbergCement nicht direkt. Der Druck der Banken könnte zwar zu einer massiven Veränderung im Firmenportfolio der Familie sowie einer Änderung der Investmentstrategie führen." Für die Minderheitsaktionäre seien die Effekte dabei aber nicht absehbar. "Sie können sowohl negativ als auch positiv sein", sagte er.


Ein schönes Beispiel für Arschdenk: Interessant hier vor allem die zwar .. aber-Konstruktion: zwar Veränderung bei den einen, aber Efekte bei den anderen nicht absehbar! Das könnte eine klassische Win-Win-Situazion werden … - wie diese:
0916-lehmann-brothers_01
... aus dem Titanic-Startcartoon-Archiv.

Update von chefarztfrau:
Endlich bewiesen: Frauen können auch nicht besser mit Geld umgehen. Maria-Elisabeth Schaeffler und Madeleine Schickedanz sehen zwar nicht ganz* so Scheiße aus, wie die jüngsten Resultate ihrer Wirtschafttätigkeit, dafür fehlt jetzt das Geld für die dringend benötigten Bilanzkosmetika. (*Betonung) ...

Geld III



"Es ist Zeit, das Casino zu schließen!"

Change

...
Die kurze Debatte über die Goldman-Connection des US-Finanzministers war nur eine Episode während der viertägigen Mammut-Anhörung. Die Medien nahmen kaum Notiz, und Paulson dementierte umgehend die Unterstellung, dass er Lehman bewusst habe fallen lassen und bei AIG deshalb interveniert habe, weil dort für Goldman Sachs 20 Milliarden Dollar auf dem Spiel standen.
...
Dabei ist die Herkunft des noch bis Januar amtierenden US-Finanzministers lediglich Ausdruck eines seit Jahrzehnten eingespielten Systems. Auch Paulsons Vorvorgänger Robert Rubin war einst von Goldman Sachs gekommen, vertrat dann im Kabinett von Bill Clinton die Interessen der Wall Street und besetzt bis heute einen mit 17 Millionen Dollar jährlich dotierten Posten bei der Citibank.
...
Parallel dazu sind zahlreiche führende Politiker beider Parteien abhängig von den Wahlkampfspenden aus der Geldwirtschaft. So stellten Finanzfirmen aller Art neun der zehn größten Sammelstellen für die Kampagne zur Wiederwahl von George Bush im Jahr 2004. Und der demokratische Senator Christopher Dodd, der dem mächtigen Bankenausschuss des Senats vorsitzt, finanzierte 2006 seinen Wahlkampf mit Spenden, die zu 75 Prozent von Hedgefonds, Banken und Versicherungen kamen.

Größter Beitragszahler des „Obama Victory Funds“ war Goldman Sachs

Daran hat sich auch 2008 nichts geändert. Barack Obama ging auch als Kandidat der Wall Street ins Rennen. Zwei seiner eifrigsten Geldsammler waren Eric Mindich, Chef des Hedgefonds Eton Park, und James Rubin, der Sohn des Ex-Goldman-Ministers und Manager eines Private Equity Funds. Größter Beitragszahler des „Obama Victory Funds“ war erneut Goldman Sachs. Insgesamt steuerte die Finanzbranche gut 20 Millionen Dollar zu Obamas Wahlkampf bei.
...
In der von Merkel berufenen Expertenkommission übernahm Otmar Issing, der frühere Chefökonom der Europäischen Zentralbank, den Vorsitz. Auch die EU-Kommission berief ihn als Reformexperten. Die schwache Regulierung war zwar nie sein Thema. Aber dafür kann Issing auf die Zuarbeit von Top-Experten bauen. Seit Januar 2007 steht er bei Goldman Sachs als Berater unter Vertrag.


Die Unscharfmacher
Sie kommen von Banken, und sie kehren wieder dahin zurück. In der Zwischenzeit haben sie politische Ämter inne – und arbeiten dort an der Entfesselung des Finanzmarktes. Gestern, heute und morgen. Ein Report von Harald Schumann und Klaus C. Engelen (via nds)

Change – was sonst?

Schlamasselvisualisierung

via Interessante Zeiten:
Vgl. auch Subprime in a nutshell

Oder ohne Visualisierung (via amazonas.the dot) auch hier:
Das isw München bietet ein aktuelles Argumentationspapier zur Finanzkrise zum Download an:
Leo Mayer
Ursachen und Folgen der Finanzkrise
Konzept und Fakten für Referate und Veröffentlichungen (PDF 204k)

“Die Gründe für oder gegen ein Studium sind vielschichtig,

Studiengebühren spielen dabei eine untergeordnete Rolle.” (BMBF)
HIS

Archäologie XXXIX - pensée Tietmeyer (Oktober 1996)

Zur Frage, was man wissen kann/konnte:
bourdieu
"Das `Modell Tietmeyer´ steht weiterhin für eine gewisse Anzahl von nicht weiter diskutierten Zielen (wie sie in den augenscheinlich neutralen Konzepten der Theorie stillschweigend niedergeschrieben wurden), als da sind: höchstmögliches Wachstum, Wettbewerb, Produktivität. Außerdem für ein Menschheitsideal, dem nichts Humanistisches eigen ist: das Ideal eines überarbeiteten Managers, auf Kalkül und Karriere bedacht, der je nach Bedarf wohlmeinende Reden über `Verlust an sozialer Bindung´ und die Einsamkeit der `Ausgeschlossenen´halten kann. Er kleidet eine Wirtschaftspolitik in schönfärberische Worte - `Sozialplan´ für Massenentlassungen, `treibende Kräfte´ für die Unternehmerschaft, `Deregulierung´ für einen wilden Kapitalismus -, die, neben anderen Folgen, womöglich eine Zivilisation zerstört, die mit der Entstehung des Staates, dieser entschieden modernen Idee, verbunden ist." (Bourdieu 1997, S. 174f)
BOURDIEU, Pierre 1996: Das Modell Tietmeyer. (Vortrag anlässlich des deutsch-französischen Kulturtreffens an der Universität Freiburg/Breisgau zum Thema "Gesellschaftliche Integration als kulturelles Problem") In: Bourdieu, Pierre 1998: Gegenfeuer. Wortmeldungen im Dienste des Widerstandes gegen die neoliberale Invasion. Konstanz 1998, S. 53-59. Neu aus dem Französischen übertragen von Daniela Böhmler. ISBN 3-89669-511-8

Oder hier mal reinschauen:
Tobias Kröll, Tübingen Mai 2007
Kapitalismus als kulturelles Kapital
Zur Kritik des wirtschaftlichen Liberalismus im Anschluss an Pierre
Bourdieu

... Bei der Analyse des Kapitalismus hat Karl Marx bestimmte Regelmäßigkeiten
festgestellt, so zum Beispiel dass sich die Profitrate nur zu Lasten des variablen
Kapitals, d.h. der „Ware Arbeitskraft“ steigern lässt. Dies geschieht entweder direkt
durch Entlassungen oder Lohnkürzungen (zum Beispiel durch Outsourcing und neue
Arbeitsverträge) oder relativ durch Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich.
Beide Varianten sind zurzeit populäre von Spitzenmanagern angewandte
Maßnahmen.
Mit Pierre Bourdieu kann der Wirtschaftsliberalismus (als Theorie des Kapitalismus1)
– jenseits beobachtbarer gesellschaftlicher und ökonomischer Gesetzmäßigkeiten,
„die nur dann wirksam werden können, wenn man sie gewähren lässt“ (GF 63) – als kulturelles Kapital betrachtet werden.
Nach Bourdieu hat der Wirtschaftsliberalismus im Diskurs zwei Erscheinungsformen. Zum einen als doxa (d.h. als Vorurteil und
Meinung) in einer populärwissenschaftlichen bzw. populistischen Variante und zum
anderen als legitimes wissenschaftliches Wissen bezüglich des
Wirtschaftsgeschehens. In beiden Formen kann er verinnerlicht werden. Diese
zweifache Erscheinungsform, so die These, erschwert Kritikern das Greifen des zu
kritisierenden Gegenstands. Der Wirtschaftsliberalismus immunisiert sich dadurch, er
ist inzwischen zu einem „starkem Diskurs“ geworden (GF 110). Werden die
praktischen Folgen wirtschaftsliberaler Politik kritisiert, so wird von
Wirtschaftsliberalen auf die Theorie verwiesen, deren Modelle nur ceteris paribus
(siehe Abschnitt 5) funktionieren, wenn der Staat nicht eingreift. Dem Staat wird von
Wirtschaftsliberalen immer der Schwarze Peter zugeschoben, sei es, weil es zu viele
Markteingriffe gibt oder weil der Staat Marktversagen nicht angemessen ausgleicht.
Der freie Markt an sich und die Eigentumsverhältnisse im Besonderen werden von
den Wirtschaftsliberalen nicht in Frage gestellt...


Update 18.11.08 - oder hier mal reinschauen:
1. Das Reale dieses Krisenspektakels
Der französische Philosoph Alain Badiou polemisiert gegen die Moral des Kapitalismus: Manager müssten sich wie "Raubtiere" benehmen, die jetzige Ordnung basiere auf "Banditentum". VON ALAIN BADIOU

2.
Diskussionsbeitrag des AK Weltwirtschaftskrise ver.di Baden Württemberg
Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise
Weiter so - oder Krise als Chance?

... Auch was die derzeit auf allen öffentlichen Kanälen geführte gesellschaftliche Debatte über die Krise betrifft, gelingt es den Gewerkschaften nicht, die affirmativen ideologische Kriseninterpretationen, nach dem Muster „ein paar charakterlose Gesellen im Finanzbereich..“ oder „ nur eine Vertrauenskrise auf den Märkten“ zu kontern.
Die große, sich jetzt entscheidende Frage ist, wer in den nächsten Jahren die Folgen dieser Krise zu tragen haben wird. Wird solchen affirmativen Erklärungen das Feld überlassen, präjudiziert dies die Abwälzung der Krisenlasten auf ArbeitnehmerInnen und sozial Schwache und die Einleitung eines neuen kapitalistischen Zyklus bei gleichen Machtverhältnissen. Nach vergleichbaren Krisen sind immerhin Bismarcksche Sozialgesetze, ein New Deal oder ein Rheinischer Kapitalismus rausgesprungen – so wie die Gewerkschaften bisher agieren und so wie die Kräfteverhältnisse heute aussehen, wird dergleichen diesmal nicht gelingen.
Sackgasse Nationalkeynesianismus
Die fast einzige gewerkschaftliche Argumentations- und Handlungsebene ist die Intervention auf der Ebene des Mitdiskutierens in der Wirtschaftspolitik. Grund der Krise ist in der vorherrschenden Lesart das Versäumnis einer nachfragestärkenden nationalen Wirtschaftspolitik. Der gigantische Börsencrash mit seinen absehbaren Auswirkungen auf die Realökonomie sei nicht der eigentliche Krisengrund, sondern nur noch dazu gekommen und diene der Politik jetzt als Ausrede für ihr eigentliches Verschulden, im Aufschwung keine Konjunkturprogramme gefahren zu haben...
Der nationalkeynesianische Ansatz ist der Versuch, eine linke Wirtschaftpolitik aus den Zeiten des rheinischen Kapitalismus unter radikal geänderten Bedingungen fortzuschreiben. Er ignoriert die Realitäten und Erpressungspotentiale des neuen globalisierten Kapitalismus . Er ignoriert, dass sich inzwischen supranationale Strukturen und Regulationen entwickelt haben, die neue Machtzentren bilden. Das aktuellste atemberaubende Beispiel ist, wie sich binnen Wochen globale Handlungsstrukturen der Regierungen und Finanzzentren entwickeln, wo es um die Domestizierung der Selbstdestruktionskräfte des Kapitalismus geht...


Lesenswert!!

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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