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»Remember All Those "Pro-Democracy" Protests Last Year? Here's What They Were Really About...«

Business Insider: When food prices hit a certain critical level, Marco Lagi, Karla Z. Bertrand, and Yaneer Bar-Yam show, people tend to turn to violence--because their desperation hits a level at which they have nothing left to lose.

As the chart below shows, the Arab Spring protests, along with earlier protests in the region, coincided with two huge peaks in global food prices.

Food prices have dropped modestly since the spring of 2011, but the long-term trend is up. Lagi, Bertrand, and Bar-Yam plot the long-term trend of rising food prices and conclude that we'll hit the flashpoint again by August of 2013.

Here's the key exhibit from the paper, which plots a measure of global food prices (the FAO Food Price Index) in black and the timing of various protests in red lines. The chart shows how many of the recent protests coincided with the breach of a specific level of food prices. The numbers in parentheses following each country are the number of deaths. (Click chart for larger).


food-prices-riots

But Lagi, Bertrand, and Bar-Yam also plot the long-term upward trend in food prices. They conclude that, on an inflation-adjusted basis, the critical level will be breached again in the summer of 2013.

food-price-projection

Read more: http://www.businessinsider.com/food-prices-and-social-unrest-chart-2012-11#ixzz2Dz37ioEo
via tp: Die einen nennen es Freiheit

... Die Studie wurde i. Ü. im September 2011 veröffentlicht. Ein Update erschien im Februar 2012:

food_spec_2_2012
    Food riots, revolutions, ethnic violence, urban health, fads and panics arise from collective actions. Complex systems science provides new opportunities to understand these collective behaviors by describing the patterns of behavior of individuals interacting through social networks. Predicting collective action is often easier than that of individuals because of the reduced role of individual choice. The role of individuals in the social context, as well as the role of organizational structures—governments, institutions, and corporations—can also be analyzed.
    NEW ENGLAND COMPLEX SYSTEMS INSTITUTE - Social Systems / Economic Systems

P. S.

Ich habe nicht vernommen, dass die Ausrufer der Facebook-Revolutionen in den hiesigen Medien ihren mietmaulmäßigen Unsinn zurückgenommen hätten.
Wahrscheinlich war ihnen eine Deutung, die mit Armut, Hunger, Gewerkschaften und so altmodischem Zeug zu tun hat, einfach zu prollig (chav), zu wenig hip - oder einfach zu schwer zu begreifen ...

Remember: »Früher haben wir hungrige Menschen satt machen müssen, heute müssen wir satte Menschen hungrig machen«

... wird Heinz Hoffmann, Landesinnungsmeister des Bayerischen Bäckerhandwerks und also auf der noch nicht so riot-gefährdeten Seite der global-food-prices-Front, zitiert - in dem sehr lesenswerten Artikel über die dänische Firma Novozymes, die die moderne Brotproduktion mit industriellen Enzymen perfektioniert, im SZ-Magazin vom letzten Wochenende.

Über die Industrialisierung des Brotbackens und die Veränderung der Essgewohnheiten:
... Enzyme sind Katalysatoren, und ihr künstlich verstärkter Einsatz führt innerhalb von kurzer Zeit genau zu demselben Ergebnis, das Heinz Hoffmann erzielt, wenn er die Vorteige in seiner Backstube einen Tag stehen lässt. Ist das Brot schließlich gebacken, sorgen die Zuchtenzyme wieder für einen zeitlichen und damit ökonomischen Vorteil, diesmal aber mit umgekehrtem Vorzeichen: Novamyl hält das Brot länger frisch und minimiert den Warenrücklauf auf Seiten der Großhersteller. Enzyme übernehmen also sowohl die Funktion des Zeitraffers als auch der Zeitlupe, je nachdem, welche Eigenschaft gerade gefragt ist. Sie sind flexible Diener der Marktwirtschaft...
Steen Riisgaard wiederum, der langjährige Direktor von Novozymes, vergleicht die revolutionäre Bedeutung der Industrieenzyme gerne mit der Digitalisierung der Kultur in den letzten zehn Jahren. Vielleicht ist diese Metapher nicht einmal übertrieben: Eine Semmel, aus nichts als Mehl, Wasser und Salz, könnte bald etwas für Liebhaber sein, wie Vinylplatten oder DVD-Editionen. Der Rest lädt sich einfach aus Selbstbedienungs-Regalen seine Teiglinge runter, die ja tatsächlich manchmal so schmecken, als bestünden sie nur noch aus Daten.

CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXVI): How To Squeeze Greece III - oder : Αντώνης Σαμαράς "Η Ελλάδα τώρα ξεκινάει..."



Antonis Samaras: "Jetzt startet Griechenland ..." - Veröffentlicht am 28.11.2012 von Νέα Δημοκρατία [Kommentare sind für dieses Video deaktiviert.]

Griechenland: Hilfe, die Hilfen! Wassilis Aswestopoulos tp 01.12.2012
    ... die Tranchen, die nun, beginnend am 13. Dezember, in drei Raten bis zum Frühjahr 2013 gezahlt werden sollen, waren eigentlich allesamt für 2012 vorgesehen. Von den knapp 10 Milliarden, die vom Staat an Privatunternehmen geschuldet werden, gehen maximal drei Milliarden der ersten Tranche hauptsächlich an internationale Pharmafirmen. Mit 24 Milliarden Euro geht der Löwenanteil der ersten Rate, der Mammuttranche von 31,2 Milliarden Euro, an Banken. Knapp fünf Milliarden sind nötig, damit die aufgrund der steten Verzögerung der Kreditauszahlung für Zwischenfinanzierung notwendigen Kurzanleihen gedeckt werden können. ...
    Dass auch die OECD Griechenland 2014 eine weitere Rezession von mindestens 1,3 Prozent statt des bis zum gestrigen Eurogruppenentscheid angenommenen Minimalwachstums verkündet hat, zeigt, dass das jetztige Programm in der vorliegenden Form ohnehin nicht stehen kann. Denn jede Abweichung von dem aktuellen Rettungsprogramm zu Grunde liegenden Eckdaten hat, gemäß dem nun vereinbartem Automatismus, neue Steuererhöhungen, Renten- und Lohnkürzungen für die Griechen zur Folge...
    Vor allem beim Thema der Rentenkürzungen gibt es jedoch ein technisches Problem. Weitere Kürzungen sind kaum mehr möglich. Vor der Auszahlung des IWF-Anteils der zum 13. Dezember avisierten Gelder hat der IWF eine weitere Bedingung gestellt. Die griechische Regierung soll bis dahin belegen, wie sie den verbilligten Rückkauf von Staatspapieren bewerkstelligen möchte. Mit dem Rückkauftrick soll der erneute Schuldenschnitt als freiwillige Aktion kaschiert werden. Denn die Aktion sieht wie ein Schuldenschnitt aus und wirkt auch so, nur in der deutschen Öffentlichkeit traut man sich bisher kaum, den am Montag vereinbarten Schritt auch beim Namen zu nennen. Ein Schelm, wem dabei Orwellsche Euphemismen einfallen.

    Für ungefähr 35 Eurocent pro Euro, dem am 25.11.2012 gehandelten Kurs für griechische Staatsschuldscheine, soll Finanzminister Yannis Stournaras schlicht die eigenen Schulden verbilligt zurückkaufen. Einen Extrakredit für die Finanzierung dieser Aktion gibt es natürlich nicht. Stattdessen kursieren in Athen Gerüchte, dass zahlreiche Finanzinvestoren bereits vorher von dieser Regelung Wind bekamen und sich für Preise ab 20 Eurocent mit entsprechenden Pfandbriefen eindeckten...
FTD: Hedge-Fonds machen Kasse in Athen (27.11.2012)
    Die Euro-Finanzminister haben vereinbart, dass bei einem Rückkaufangebot der Preis nicht über den Schlusskursen vom Freitag liegen werde. Für den Rückkauf sollen 10,2 Mrd. Euro zur Verfügung stehen. Damit könnte die Gesamtverschuldung Griechenlands um 20 bis 25 Mrd. Euro reduziert werden. Aktuell halten private Gläubiger noch 67 Mrd. Euro. Die größten Bestände haben griechische Banken, die bei einem Verkauf aber starke Buchverluste machen.

    "Es gab im Sommer Hedge-Fonds - vor allem aus London und aus den USA -, die griechische Anleihen gekauft haben, weil sie der Meinung waren, dass die Papiere zum damaligen Preis unterbewertet waren", sagte Marcus Storr, Hedge-Fonds-Analyst beim Analysehaus Feri. "Diese Fonds würden davon profitieren, falls die Anleihen jetzt zu einem doppelt so hohen Preis zurückgekauft werden." Einige Fonds hätten jedoch zuvor mit Griechenland-Anleihen Geld verloren.

    Wenn alle Investoren, die im Sommer eingestiegen sind, ihre Griechenland-Anleihen bis zuletzt behalten haben, können sie zusammen rund 160 Mio. Euro an Gewinn einstreichen. Bei einem Einsatz von 390 Mio. Euro - so hoch waren die Umsätze mit den Papieren mindestens seit Anfang Juli - entspräche dies einer durchschnittlichen Rendite von 42 Prozent.
Näheres hier (nds) : Griechenland kauft seine Anleihen zurück – europäischer Dilettantismus in Reinkultur


Zusammenfassend: Sahra Wagenknecht im Deutschen Bundestag am 30.11.2012:



Siehe auch: CRISIS , WHAT CRISIS ? : How To Squeeze Greece ...

Interessanter Hinweis: Die oben zu den Hintergründen der angeblichen Facebook- Revolutionen zitierten Autoren haben im September 2012 eine andere interessante Studie vorgelegt:
M. Lagi, Y. Bar-Yam, The European debt crisis: Defaults and market equilibrium. arXiv: 1209.6369, Sept. 27, 2012.

Kernaussage: "The need for austerity or other measures and bailout costs would be reduced if market regulations were implemented to increase market stability to prevent the short term interest rate increases that make country borrowing more difficult..."

Archäologie (CCXXXIV): Die übermächtige Ordnung der Dinge als ihre eigene Ideologie

    ... Daß Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse
    heute eines seien und man deshalb die Gesellschaft
    umstandslos von den Produktivkräften her konstruieren
    könne, ist die aktuelle Gestalt gesellschaftlich notwendigen
    Scheins. Gesellschaftlich notwendig ist er,
    weil tatsächlich früher voneinander getrennte Momente
    des gesellschaftlichen Prozesses, die lebenden
    Menschen inbegriffen, auf eine Art Generalnenner gebracht
    werden. Materielle Produktion, Verteilung,
    Konsum werden gemeinsam verwaltet. Ihre Grenzen,
    die einmal innerhalb des Gesamtprozesses dessen aufeinander
    bezogene Sphären doch auch voneinander
    schieden, und dadurch das qualitativ Verschiedene
    achteten, verfließen. Alles ist Eins. Die Totalität der
    Vermittlungsprozesse, in Wahrheit des Tauschprinzips,
    produziert zweite trügerische Unmittelbarkeit.
    Sie erlaubt es, womöglich das Trennende und Antagonistische
    wider den eigenen Augenschein zu vergessen oder aus dem Bewußtsein
    zu verdrängen. Schein aber ist dies Bewußtsein von der Gesellschaft,
    weil es zwar der technologischen und organisatorischen
    Vereinheitlichung Rechnung trägt, davon jedoch absieht,
    daß diese Vereinheitlichung nicht wahrhaft rational
    ist, sondern blinder, irrationaler Gesetzmäßigkeit untergeordnet
    bleibt. Kein gesellschaftliches Gesamtsubjekt
    existiert. Der Schein wäre auf die Formel zu
    bringen, daß alles gesellschaftlich Daseiende heute so
    vollständig in sich vermittelt ist, daß eben das Moment
    der Vermittlung durch seine Totalität verstellt
    wird. Kein Standort außerhalb des Getriebes läßt sich
    mehr beziehen, von dem aus der Spuk mit Namen zu
    nennen wäre; nur an seiner eigenen Unstimmigkeit ist
    der Hebel anzusetzen. Das meinten Horkheimer und
    ich vor Jahrzehnten mit dem Begriff des technologischen
    Schleiers. Die falsche Identität zwischen der
    Einrichtung der Welt und ihren Bewohnern durch die
    totale Expansion der Technik läuft auf die Bestätigung
    der Produktionsverhältnisse hinaus, nach deren
    Nutznießern man mittlerweile fast ebenso vergeblich
    forscht, wie die Proletarier unsichtbar geworden sind.
    Die Verselbständigung des Systems gegenüber allen,
    auch den Verfügenden, hat einen Grenzwert erreicht.
    Sie ist zu jener Fatalität geworden, die in der allgegenwärtigen,
    nach Freuds Wort, frei flutenden Angst
    ihren Ausdruck findet; frei flutend, weil sie an keine
    Lebendigen, an Personen nicht und nicht an Klassen,
    länger sich zu heften vermag. Verselbständigt aber
    haben sich am Ende doch nur die unter den Produktionsverhältnissen
    vergrabenen Beziehungen zwischen
    Menschen. Deshalb bleibt die übermächtige Ordnung
    der Dinge zugleich ihre eigene Ideologie, virtuell ohnmächtig.
    So undurchdringlich der Bann, er ist nur
    Bann. Soll Soziologie, anstatt bloß Agenturen und Interessen
    willkommene Informationen zu liefern, etwas
    von dem erfüllen, um dessentwillen sie einmal konzipiert
    ward, so ist es an ihr, mit Mitteln, die nicht selber
    dem universalen Fetischcharakter erliegen, das
    Ihre, sei's noch so Bescheidene, beizutragen, daß der
    Bann sich löse.
T. W. Adorno: Spätkapitalismus oder Industriegesellschaft?
Einleitungsvortrag zum 16. Deutschen Soziologentag

In der Kammermusikkammer finden Sie aktuell einen Überblick über verfügbare Tondokumente:
Theodor W. Adorno - Der Philosoph vor dem Mikrophon
Vgl. auch Archäologie (CCXXIII): Adorno - Rundfunkinterviews

CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXV): AdSense-Krisenlösung

Griechinnen
Ausriss aus dem Griechenland-Blog von heute.

Google AdSense hilft bei der geforderten Exportorientierung: Soll doch der Grieche statt Online-Zockerbuden zu betreiben lieber seine Töchter exportieren. Ist auch bequemer für den deutschen Importeur: muss er nicht nach Thailand reisen, um die Ware zu besichtigen und abzuholen ...

[Sehe nur ich das so, oder ist das alles so widerlich und verkommen??]

Update 1:
Portugal steigert Exporte
Gesteigerte Ausfuhren kompensieren die schwache Inlandsnachfrage nicht, Brasilien warnt Spanien und Portugal, den Sparkurs fortzusetzen (tp)


... Portugal ist es gelungen, die Exporte von Waren und Dienstleistungen von Januar bis August um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu steigern. Das hat die europäische Statistikbehörde Eurostat gemeldet. Die Einfuhren des Landes gingen um fünf Prozent zurück. Ähnlich sah es auch bei den übrigen Krisenländern aus, die allesamt ihre Exporte steigern und die Importe senken konnten. In Spanien fiel der Anstieg mit drei Prozent allerdings relativ gering aus.

Ob sich der positive Trend bei den Ausfuhren für Portugal so fortsetzt, wird bezweifelt. Niemand glaubt, dass der schwache Binnenkonsum darüber kompensiert werden kann. Deshalb hat auch die portugiesische Zentralbank ihre Prognose für 2013 nach unten korrigiert...


Das ist beim Exportweltmeister wohl nicht anders. Zudem: Wenn alle die Exporte steigern und die Importe senken .... ???? Bezogen auf die Ex- und Importe wickelte die EU im Jahr 2010 knapp zwei Drittel ihres Warenhandels innerhalb der eigenen Grenzen ab! (bpb: Binnenhandel der EU)

Vgl. auch CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXII): Verwirrendes aus den Wirtschaftsteilen

Update 2:
Heiner Flassbeck – Deutschland braucht höhere Löhne

Verbessern die kriselnden Euro-Länder wie erhofft ihre Wettbewerbsfähigkeit, wird der deutsche Export einbrechen. Nur die Inlandsnachfrage kann dann noch helfen. Erstaunlich, dass der Sachverständigenrat dieses Thema links liegen lässt Euroland ist in der Rezession. Da hat sich der deutsche Sachverständigenrat (SVR) gedacht, es sei wohl besser, die Zahl, die Europas Misere am klarsten charakterisiert, erst gar nicht in seinem neuen Gutachten zu erwähnen. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! In der Tat hat es der SVR geschafft, den mit 150 Mrd. Euro extrem und unvermindert hohen deutschen Leistungsbilanzüberschuss des Jahres 2012 einfach zu verschweigen. Auf den 390 Seiten des neuen Jahresgutachtens inklusive der Tabellen kommt diese Zahl nicht ein einziges Mal vor. Immerhin erwähnt der Rat aber, dass das gesamte mickrige Wachstum dieses Jahres (0,8 Prozent) ausschließlich von diesem Überschuss generiert wird – denn der Beitrag der Inlandsnachfrage ist null! Aber klar und deutlich zugeben, dass auch in diesem Jahr die Handelspartner Deutschlands neue Schulden von 150 Mrd. Euro auftürmen (die siechende Euro-Zone davon immerhin etwa 60 Mrd. Euro), das ging dem SVR dann wohl doch zu weit – weil Deutschland ohne die Exportdroge nicht über die Runden kommt.
Quelle: FTD via nds

Archäologie (CCXXXIII): Paris unterm Hakenkreuz - 1941 in Farbe

paris_hakenkreuz

Paris unterm Hakenkreuz: Die Fahnen der deutschen Besatzer wehen auf dieser Aufnahme von André Zucca von den Fassaden der Gebäude an der Rue de Rivoli, direkt gegenüber den Tuillerien. Ich bleibe dabei: auch 71 Jahre später haben die, die Fahnen aufgehängt haben, kein Recht, den Anwohnern Hinweise zu geben, wie eine Volkswirtschaft zu betreiben ist: ... German media reports that Finance Minister Wolfgang Schaeuble had ordered Germany's so-called "Five Wise Men" of independent economic advisors to draw up reform proposals for France
Vgl. auch: Frankreich: Kooperation mit Deutschland auf Augenhöhe (nds/Europe 1)

Archäologie (CCXVI): Innen- und Außenansichten : Deutschland 1929 - 1936 - 1937 - 1945 - 1956

Archäologie (CCXXXII): Unrechtsstaat - Kleinkinder in Kindertagesstätte gefesselt

DDR: In einer Kindertagesstätte in Altenburg (Bezirk Leipzig) sind mehrere Kleinkinder von ihren Erzieherinnen gefesselt worden. Die drei Frauen hätten die Kinder beim Schlafen eingewickelt und zugeschnürt, damit sie ruhig bleiben, sagte die zuständige Fachgebietsleiterin des Landkreises Altenburger Land am Freitag.
Der Träger der Einrichtung, die örtliche Volkssolidarität, zeigte sich bestürzt.

... © 2012 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXIII): Europe’s youth generation – crushed by the euro austerity folly

graph-of-shame

Quelle: Real World Economics Review
via nds: Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte ...

CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXII): Verwirrendes aus den Wirtschaftsteilen

Die Süddeutsche Zeitung meldet am 08.11.2012 um 14:58
Folgen der Euro-Krise: Deutsche Exporte brechen dramatisch ein

... noch ohne die Überschrift der Print-Ausgabe vom 09.11., S. 19:
Magere Zeiten: Die Exporte sinken so stark wie zuletzt im Krisenjahr 2009.
(... die i. Ü. auch deshalb zutreffender ist, weil die Exporte nicht als Folge einer "Euro-Krise" einbrechen ...)

... Die Ausfuhren sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent auf 91,7 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. "Das ist der stärkste Rückgang im Jahresvergleich seit November 2009", sagte ein Statistiker der Nachrichtenagentur Reuters. Verglichen mit August 2012 fielen die Ausfuhren um 2,5 Prozent. Ökonomen hatten für September lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet.
Grund für die schlechten Zahlen ist die Rezession in vielen Euro-Ländern. "Die europäische Schuldenkrise wirft ihre Schatten auf den deutschen Außenhandel", sagte der Präsident des Exportverbandes BGA, Anton Börner. Die Exporte in die 17 Staaten der Euro-Zone brachen um 9,1 Prozent ein, die in alle EU-Länder um 7,0 Prozent. Dagegen legten die Ausfuhren in Drittländer wie die USA oder China um 1,8 Prozent zu...


Ja, haben sie denn immer noch nichts vom neu berechneten Multiplikator derVeränderungen der Staatsausgaben gehört?!
Vgl. auch Rudolf Hickel: Minusmultiplikator Griechenland

DerArtikel in der Print-Ausgabe vom 9.11. verbreitet dann im letzten Absatz Optimismus, weil der Handelsverband Deutschland im diesjährigen Weihnachtsgeschäft mit "so größzügigen Geschenke-Käufen wie noch nie" rechne: "Der Umsatz dürfte erstmals üver 80 Milliarden Euro klettern. Um die vielen Kunden bedienen zu können, wollen die Händler 30 000 zusätzliche Aushilfen einstellen."
    [Zur Erinnerung: Im Einzelhandel arbeiten fast drei Millionen Menschen – und damit jeder zwölfte Arbeitnehmer Deutschlands. Berichte über Stundenlöhne von fünf oder sechs Euro haben in den vergangenen Jahren immer wieder für öffentliche Empörung gesorgt – Die Einführung eines Mindestlohns in der Branche ist im Mai 2012 gescheitert... (FR Mindestlohn adé)
    - Dann werden die drei Millionen + 300000 wohl nicht so sehr stark zum 80-Milliarden-Weihnachts-Nachfrageschub beitragen ... So richtig konsumieren dann wohl andere, es sei denn die 3 Mio machen bei den 6,6 Mio bereits Überschuldeten mit ...]
Auf Seite 29 kassiert der Wirtschaftsteil sowieso den Optimismus, die Binnennachfrage könne es richten, dann wieder, wenn über den Creditreform-SchuldnerAtlas 2012 berichtet wird:

Schuldnerquote bei 9,65 Prozent
Für die gesamte Bundesrepublik wurde zum Stichtag 1. Oktober 2012 eine Schuldnerquote von 9,65 Prozent gemessen. Damit sind rund 6,6 Millionen Bürger über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Im Vergleich zu 2011 hat sich die Zahl der Schuldner um rund 190.000 Personen erhöht (plus 3 Prozent). (08.11.2012)
... Privater Konsum zur Konjunkturstützung überfordert Verbraucher – Überschuldung wird steigen
Der gegenwärtige Anstieg der Überschuldung in Deutschland stellt möglicherweise eine „Nebenwirkung“ der gesellschaftspolitisch durchaus gewünschten Inanspruchnahme des privaten Konsums zur Wirtschaftsbelebung nach sich. Dabei könnte eine Konsumausweitung die ökonomische Situation und Überschuldungslage mancher Verbraucher mittel- bis langfristig schwächen oder gar überfordern. Ein Anstieg der Schuldnerquoten in der nächsten Zeit ist nicht auszuschließen.


Notwendige Nachbemerkung:

Im Freitag dieser Woche rezensiert Michael Jäger (bisher nicht online) Robert Kurz' jetzt posthum erschienenes Werk Geld ohne Wert. Grundrisse zu einer Transformation der Kritik der politischen Ökonomie und nennt im letzten Absatz die drei Argumente, die Kurz für seine - von vielen als grotesk empfundene - These, dass der Kapitalismus die gegenwärtige Krise nicht überstehen werde, ins Feld führt.
Faszinierend finde ich das dritte:
Deutschland tausche mit europäischen Südländern und China mit den USA auf Basis einer "Defizitstruktur", die kein gutes Ende erwarten lasse. Es ist tatsächlich neu in der kapitalistischen Wirtschaftsgeschichte, dass Weltregionen im großen Stil kreditiert werden, obwohl man vorher weiß, dass keine Rückzahlung gelingen kann. ... Womit wir - verschärft - wieder oben angekommen wären ...
Denn wenn unabweislich ist, dass - so Kurz' zweites Argument - die mirkroelekrtonische Innovation nicht zum Sinken, sondern eher zum Steigen der Erwerbslosigkeit geführt hat, mithin immer weniger menschliche Arbeitskraft zur Mehrwert-Produktion notwendig ist, dann kann auch angenommen werden, dass die Kreditierung von Verbrauchern auf Verdacht in den Wind geschrieben ist (ähnlich der ganzer Volkswirtschaften! Was die keynesianisch orientierten NachDenkseiten nicht hören mögen ...).

Von Waldmichelbach nach Zwickau - via Ermreuth

Mario Tal erinnert an die im Oktober 1952 aufgeflogene NS-Untergrundarmee »Technischer Dienst des BDJ«. (»… im Falle X kaltgestellt«, junge Welt 30.10.12)
Tal fragt abschließend: Wie lang war die Leine, an der ein TD, eine WSG Hoffmann, ein NSU liefen? Mehr noch: Wem nutzt eine Leine, ohne die wohl keine dieser Gruppen überhaupt hätte laufen können? Schließlich: Warum sollte heute eine Strategie der Spannung ausgedient haben?

Vgl. auch DER SPIEGEL 42/1952 »PARTISANEN: Alles für Deutschland«
Vgl. auch hagalil.com 03-01-2006 »Vereinigung der Einzeltäter: Wehrsportgruppe Hoffmann«
Vgl. auch Kritische Polizisten: Vorgeschützte Inkompetenz ist die Staatskrise - Ordnende und schützende Hände seitens Beamter ist die noch größere Staatskrise

1. Notwendige Anmerkung - gegen das Vergessen. Oder: Immer gern Ermittlungen im Milieu
Am 19. Dezember 1980 wurden der Verleger Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in ihrem Haus an der Ebrardstraße in Erlangen ermordet, - durch Uwe Behrendt, Mitglied der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Es kam nie zu einer Verurteilung, da der mutmaßliche Täter Selbstmord beging ...
Es hat den Anschein, als seien die Ermittler in diesem Mordfall mit Blindheit geschlagen gewesen. Noch über Monate hinweg suchte die Polizei den Lewin-Mörder keineswegs im Spektrum von Rechtsaußen, sondern unter Angehörigen der jüdischen Gemeinde. (DER SPIEGEL 47/1984 »Chef, ich habe den Vorsitzenden erschossen« Hans-Wolfgang Sternsdorff über Ermittlungsmängel im Fall der "Wehrsportgruppe Hoffmann")

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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