GBlog&search

 

GBlog&count



GBlog&listen


Van Morrison
Roll with the Punches


Chilly Gonzales und Jarvis Cocker
Room 29


Blackfield (Aviv Geffen & Steven Wilson)
Blackfield V


Jeff Beck
Loud Hailer




Daniel Hope
Escape to Paradise


Daniel Hope
Spheres


Jonathan Rudess
Explorations


Animals As Leaders
The Joy Of Motion


Colosseum
Valentyne Suite


Jack Bruce
Harmony Row


Spooky Tooth
Spooky Two



Utopia
Ra


Richie Havens
Nobody Left to Crown




Dimitri Schostakowitsch, Mariss Jansons
Sinfonien 1-15


Moondog & the London Saxophoni
Sax Pax for a Sax

GBlog&read - Nutzen Sie die Hinweise zur Orientierung und kaufen Sie dann beim Buchhändler um die Ecke



Uwe Timm
Ikarien



Christoph Ransmayr:
Cox oder Der Lauf der Zeit





Steffen Kopetzky
Risiko


José Saramago
Kain


Eva Menasse
Quasikristalle


Roberto Bolaño
2666


Tschingis Aitmatow
Der erste Lehrer


Uwe Timm
Rot


Leonardo Padura
Adiós Hemingway


Antonio Skarmeta
Mit brennender Geduld


Jose Saramago
Die Stadt der Blinden


Edgar Hilsenrath
Nacht: Roman



Rolf Dubs
Lehrerverhalten

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Politik unterrichten

Donquichottisme : Europäische Demokratie : Second Hand Ilusions

Une image choisie dans l'édition 2012 du calendrier Lavazza qui fête ses vingt ans: le mois de mai par le photographe Eugenio Recuenco. Culture et donquichottisme. Lucidité. - par POUR 15 MINUTES D'AMOUR
_______
  • Lucidité: Et les intellectuels ? En France comme ailleurs, tous n'ont pas, loin s’en faut, une pleine lucidité sur cette précarité galopante. Les nuages sociaux qui s'accumulent les requièrent diversement. — (Alexis Lacroix, Quand le justice sociale redevient une idée neuve, dans Marianne, n°665, du 16 janvier 2010)
________

Don-Quichote-2012

Na gut, aus dem Lavazza-Kalender für 2012, aber ich finde, das Photo hat was:
Man sollte schon bedenken, auf welchem Warhorse man sitzt, wenn man seinen Espresso in der Bibliothek der europäischen Aufklärung nimmt, und

man sollte vielleicht besser erst am Ende der Woche kommentieren, sonst geht es einem wie Jakob Augstein und Frank Schirrmacher: Wenn der FREITAG nicht am Donnerstag erscheinen würde, wäre Jakob Augsteins unbedingt lesenswerter Leitartikel Demokratie is coming home - Griechenlands Premier Papandreou gibt seinem Volk die Souveränität zurück, die ihm die europäischen Sparkommissare genommen haben zumindest in Teilen schon am Freitag obsolet gewesen; nicht anders erging es Demokratie ist Ramsch - Wer das Volk fragt, wird zur Bedrohung Europas. Das ist die Botschaft der Märkte und seit vierundzwanzig Stunden auch der Politik. Wir erleben den Kurssturz des Republikanischen. Von Frank Schirrmacher (Chapeau, Herr Schirrmacher! - wie nds richtig bemerkten ...)

Denn wie ging es aus:
Banken gerettet – Bürger zahlen – Krise geht weiter (Gregor Gisy)

Some second hand illusions

- wie die große Marlene sur le plateau de A Foreign Affair/La scandaleuse de Berlin dirigée par le grand Billy Wilder en '48* erklärt:



Want to buy some illusions,
Slightly used, second hand?
They were lovely illusions,
Reaching high, built on sand.
They had a touch of paradise,
A spell you can't explain:
For in this crazy paradise,
You are in love with pain.
Want to buy some illusions,
Slightly used, just like new?
Such romantic illusions -
And they're all about you.
I sell them all for a penny,
They make pretty souvenirs.
Take my lovely illusions -
Some for laughs, some for tears

In diesem Zusammenhang wäre - weinend - zu fragen, warum die Kommentatoren, die wie Augstein, Schirrmacher oder heute Prantl in der Süddeutschen - lobenswerterweise - auf der Idee der Volkssouveränität bestehen, nicht zur Kenntnis nehmen, was Power Structure Research und Systemdesign schon wissen?! Eine Antwort auf diese Frage sucht auch

Colin Crouch: Das lange Leben des Neoliberalismus
… Heute jedoch besteht die Aufgabe nicht darin, den Untergang des Neoliberalismus infolge der von ihm selbst herbeigeführten Krise zu erklären, sondern vielmehr die Tatsache, dass er nach dem Zusammenbruch der Finanzmärkte politisch einflussreicher dasteht denn je. Obwohl die Krise durch das marktwirtschaftliche Agieren der Banken ausgelöst wurde, sucht man ihre Folgen zu bekämpfen, indem man den Sozialstaat stutzt und die Ausgaben der öffentlichen Hand beschneidet. Und da der Neoliberalismus ein internationales, ja sogar globales Phänomen ist, ist das nicht nur in England der Fall. Wir müssen uns also fragen, wie es zu dem überraschenden Ergebnis kommen konnte, dass der Neoliberalismus nicht untergegangen ist.
Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tatsache, dass der real existierende Neoliberalismus bei weitem nicht so sehr auf freie Marktwirtschaft setzt, wie es seine Theorie behauptet. Stattdessen beruht er auf dem politischen Einfluss von Großkonzernen und Banken…
Eine Debatte, die allein um das Verhältnis von Markt und Staat kreist, verfehlt daher die entscheidenden Fragen...

Quelle: Blätter für deutsche und internationale Politik via nds

... siehe z. B. die Liste der G20-Sponsoren - Quelle: G20-G8 France 2011 ebenfalls via nds
oder auch: Wer regiert die Welt? Bilderberger?

___________
* "The Screen Guild Theater" broadcast a 30 minute radio adaptation of the movie on March 9, 1950, die allerdings dort nicht zu finden ist, stattdessen aber - als No 125: Casablanca - Es lohnt sich hier weiter reinzuhören ....

Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi (VI): Reinhard Merkel - Die Intervention der NATO in Libyen. Völkerrechtliche und rechtsphilosophische Anmerkungen zu einem weltpolitischen Trauerspiel

... Entgegen dem Wortlaut des UN-Auftrages, die Zivilbevölkerung zu schützen, habe die Gewaltanwendung der Nato "Tausende Libyer eben jenes Leben gekostet, das zu schützen der Auftrag gewesen ist". Es sei illegal, illegitim und verwerflich, jedes politische Ziel, das man außer dem autorisierten mit seiner Gewaltanwendung noch verfolgt (und wäre es für sich genommen wünschenswert), unter einen zur Gestaltlosigkeit gedehnten Begriff von "Schutz" zu subsumieren, damit alle Grenzen der erlaubten Gewalt zu sprengen und dies von Tausenden der solcherart "Beschützten" mit dem Leben bezahlen zu lassen. Reinhard Merkel --> Lesebefehl!!

Wir Menschen leben mitunter in ziemlich verschiedenen Welten. Diesen Satz hält man jedenfalls dann für zutreffend, beschäftigt man sich mit zwei aktuellen, aber völlig entgegengesetzten Schlussfolgerungen zur gleichen Sache: dem Nato-Krieg in Libyen. So wertet eine Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (Die Zukunft der "Responsibility to Protect" nach dem Fall Gaddafis) den dortigen militärischen Einsatz "zweifellos" als "Erfolg".
Finsterer Schatten des Zweifels - Rudolf Stumberger tp 29.10.2011

Siehe auch: Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi (V): Visionär und Tyrann - Die zwei Gesichter Gaddafis

CRISIS , WHAT CRISIS ? (XVIII): The network of global corporate control

facpaEs gibt Marktversagen, Marktmacht, Informations- und Anpassungsdefizite sowie zeitliche Zielkonflikte, weil sich einzelne Menschen an kürzeren Perioden orientieren als Gesellschaften. Sie alle provozieren eine Diskrepanz zwischen mikro- und makroökonomischer Rationalität. Daher ist individuelles Entscheiden, Handeln und Streben nach persönlichem Erfolg so zu regulieren, dass daraus auch „überlebensfähige“ Lösungen für die Gesellschaft insgesamt entstehen.
Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), im Gästeblock der ftd

We spend billions of dollars trying to understand the origins of the universe, while we still don't understand the conditions for a stable society, a functioning economy, or peace. D. Helbing

FRANKFURT +++ Analysten gehen davon aus, dass die Ratingagentur Fitch auch die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank alsbald herabstuft; via tagesschau.de
Damit das systemrelevanteste aller Kreditinstitute uns durch steigende Refinanzierungskosten nicht mit in den Orkus reißt, empfiehlt sich daher die unverzügliche Zwangsrekapitalisierung (Euphemismus für Verstaatlichung) – aber selbstverständlich entschädigungslos.

chefarztfraulicher:beobachter

Erhellend auch: Schulden-Altmeister im Erregungszustand - von Bankhaus Rott

Ökonomie = Erregung
Chemoelektrische_Ausloesung_einer_Erregung_in_Riechsinneszellen
Modell eines Modells, mit dem Wirtschaftswissenschaftler die mikroökonomische Rationalität individuellen Entscheidens, Handelns und Strebens nach persönlichem Erfolg modellieren ...

Nachtrag: Andererseits kann man offenbar auch intelligent modellieren:
Masters of the Universe
ZÜRICH +++ ETH-Forscher aus dem Bereich Systemdesign haben den globalen Kapitalismus mit den Methoden der modernen Systemtherorie unter die Lupe genommen. Ihr Schluss: Eine kleine Gruppe von 147 Firmen kontrolliert den Grossteil der übrigen Wirtschaft.

nw1Die Forscher filterten aus der Datenbank Orbis – diese enthält die Einträge von rund 37 Millionen Firmen – etwas mehr als 43'000 multinationale Konzerne heraus, welche durch wechselseitige Aktienbesitze vernetzt sind. Gemäss «SonntagsZeitung» stiessen die Systemtheoretiker bei der weiteren Analyse von Besitz- und Machtverhältnissen auf einen Kern von 1318 Firmen, die dank Aktien grosse Teile der Realwirtschaft kontrollieren.

Damit waren die Forscher noch nicht im effektiven Zentrum der Machtkonzentration angelangt. Denn innerhalb des Netzwerkes stiessen sie erneut auf eine Einheit von 147 Konzernen, die noch stärker vernetzt sind. Diese Konzerne haben nicht nur eine fast vollständige Kontrolle über sich selber, sie beherrschen auch rund 40 Prozent der übrigen Wirtschaft...

Ebenfalls spannend: Rund drei Viertel der Mitglieder der Super-Einheit gehören der Finanzindustrie an. Im Zentrum steht der britische Finanzmulti Barclays. Die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse folgen auf den Plätzen 9 und 14. «Wir haben die Daten mit verschiedenen Modellen durchgerechnet und kamen immer zu sehr ähnlichen Ergebnissen», sagt Glattfelder. «Das Zentrum blieb weitgehend stabil.»


Die 19 mächtigsten Firmen
Rang Firma
1 Barclays Plc
2 Capital Group Companies Inc.
3 FMR Corporation
4 AXA
5 State Street Corporation
6 J.P: Morgan Chase & Co.
7 Legal & General Group
8 Vanguard Group
9 UBS AG
10 Merrill Lynch & Co.
11 Wellington Management
12 Deutsche Bank AG
13 Franklin Resources Inc.
14 Credit Suisse Group
15 Walton Enterprises LLC
16 Bank of New York Mellon Corp.
17 Natixis
18 Goldman Sachs Group Inc.
19 T Rowe Price Group Inc.

Zum Forschungsdesign und zur Methodologie:
the network of global corporate control - revisited
complex systems, vast amounts of data and self-organization...

nwSample of the international financial network, where the nodes represent
major financial institutions belonging to the core and the links give the
strongest existing relations among them; node colors indicate different
geographical areas: EU (red), US (blue), other countries (green); the
width and the darkness of the links show their weight; only the most
prominent links are shown; the network shows a high connectivity,
with many mutual cross-shareholdings as well as longer cycles; this
indicates that the financial sector is strongly interdependent, which
make the network vulnerable to instability
#

The network of global corporate control

The structure of the control network of transnational corporations affects global market competition and financial stability. So far, only small national samples were studied and there was no appropriate methodology to assess control globally. We present the first investigation of the architecture of the international ownership network, along with the computation of the control held by each global player. We find that transnational corporations form a giant bow-tie structure and that a large portion of control flows to a small tightly-knit core of financial institutions. This core can be seen as an economic "super-entity" that raises new important issues both for researchers and policy makers.
Stefania Vitali, James B. Glattfelder, Stefano Battiston
Eine Zusammenfassung der Studie als pdf hier!

Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi (V): Visionär und Tyrann - Die zwei Gesichter Gaddafis

Die mutmaßliche Ermordung eines abstoßenden Diktators bei seiner Verhaftung sorgt für wenig Empörung. Denn „Ihr seid frei, Libyer.“, daher feiert man doch lieber mit, statt sich um die Menschenrechte eines Mörders zu kümmern. Und: Die Scharia soll auch wieder eingeführt werden in Libyen. via Gleisbauarbeiten

muammar_Gaddafi__51406083

Was ermächtigt die NATO, wenn sie denn daran beteiligt war, zur Hinrichtung oder zur Unterstützung der Hinrichtung des Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi??

Was mag die NATO - oder wessen verlängerter Arm sie gewesen sein mag - an Ghaddafis Libyen gestört haben?:


Die Schulbildung war für alle kostenlos. Libyer, die im Ausland studiert hatten, bekamen nach der Rückkehr ins Land einen gut bezahlten Job. Jedes Familienmitglied erhielt einen Zuschuss von 1.000 $ pro Jahr. Arbeitslose erhielten 730 € pro Monat. Das monatliche Gehalt einer Krankenschwester lag bei 1.000 Dollar. Für jedes Neugeborene erhielten Familien bis zu 7000 Dollar. Frisch Vermählte erhielten bis zu 64.000 Dollar, um sich eine Wohnung kaufen zu können. Wenn Libyer ein Unternehmen gründen wollten, dann erhielten sie eine finanzielle Unterstützung von 20.000 $....
Eine erfreulich differenzierte Einschätzung des Wirkens des Revolutionsführers

Die Suche nach »Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi« hat 5 Resultate geliefert.

Update:
SPON: Die Nato verfolgte die Festnahme Gaddafis aus der Luft und gab dem Übergangsrat möglicherweise entscheidende Hinweise. Handyvideos lassen erahnen, wie die letzten Stunden des Despoten verlaufen sind. --> Video

Trauer-um-Gaddafi

Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi (IV): Detention abuses staining the new Libya

Armed militia opposing Colonel Mu’ammar al-Gaddafi have captured and detained about 2,500 people in the capital Tripoli and surrounding areas since the National Transitional Council (NTC) took control of these areas in late August 2011. Those detained include al- Gaddafi soldiers and alleged loyalists, commonly known as the “fifth column”. Among them are members of the Internal Security Agency, Revolutionary Committees and Revolutionary
Guards – bodies associated with the worst repression of Colonel al-Gaddafi’s 42-year-old rule – as well as “volunteers”, including children (under 18 years), who responded to calls by Colonel al-Gaddafi to join his forces. Sub-Saharan Africans suspected of being mercenaries comprise between a third and a half of those detained in Tripoli, its suburbs of Janzur and Tajura, and al-Zawiya, a city about 100km west of Tripoli.
Detainees are being held in former prisons as well as in makeshift detention facilities such as schools, football clubs and apartments. These are not overseen by the Ministry of Justice and Human Rights, but are simply controlled by local councils, military councils and brigades (kataeb), or by the Free Libya Armed Forces (members of the regular armed forces who took sides against Colonel al-Gaddafi and civilians who took up arms).
Beatings and other ill-treatment are common, particularly upon capture and in the first days of detention. Impunity for such abuses remains entrenched. Libyan and foreign detainees have also complained of torture at the hands of their captors and guards. At least two guards in two different detention facilities admitted to Amnesty International that they beat detainees in order to extract “confessions” more quickly. In one detention centre, Amnesty International delegates found a wooden stick and rope, and a rubber hose, of the kind that
could have been used to beat detainees, including on the soles of their feet, a torture method known as falaqa. In another, they heard the sound of whipping and screams.
Detainees are held without legal orders and, with rare exceptions, without any involvement of the General Prosecution, as the justice system remains paralysed. In at least two cases known to Amnesty International in al-Zawiya and Tripoli, officials responsible for detentions ignored release orders issued by the judicial police and prosecution.

Detention abuses staining the new Libya - Amnesty International 2011

Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi: The Frogs Did It">Wie ich seinerzeit schrieb: Da feiern sie den Sieg des Bündnisses von NATO, Taliban, Stammesführern, Sklavenhändlern und neoliberalen Öljunkies - wie weiland, als die NATO die Luftwaffe der UCK machte ...

Siehe auch: ZeitOnline

CRISIS , WHAT CRISIS ? (XVII): Der Euro: Verbraucherpreis- und Reallohnentwicklung in Deutschland nebst Nachrichten aus anderen Gebieten derselben Wirtschaftsordnung

DGB-360

Aufgabe: Euro = Teuro? - Nehmen Sie begründet Stellung.
Zusatzaufgabe: Profitiert Deutschland vom Euro? Wen ja, wer?

Lösungshilfen hier : DGB klartext (via nds) oder hier:
Krise hin, Krise her – die meisten Reichen haben ihre Vermögen im vergangenen Jahr weiter ausgebaut, zudem gibt es in Deutschland 17 neue Milliardäre. [...]
Der Gesamtwert der 100 größten deutschen Vermögen stieg um mehr als sechs Prozent auf mehr als 307 Milliarden Euro.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

+ Nachrichten aus anderen Gebieten derselben Wirtschaftsordnung:

USA in der Krise – Amerikas Reiche – und der große Rest

99 Hundertstel gegen das eine reiche Prozent: Nur noch ein sehr kleiner Teil der US-Bevölkerung profitiert von Wachstum und wirtschaftlichen Wohltaten. Jetzt wächst die Wut im Land. [...]
Der Trend begann in den siebziger Jahren. Von 1970 bis heute haben sich die Gehälter von Amerikas Top-Managern real mehr als vervierfacht; derweil stieg der durchschnittliche Lohn inflationsbereinigt um nur karge 26 Prozent. Wer oben war, bekam immer schneller immer mehr: Das Einkommen des bestverdienenden Tausendstels der US-Gesellschaft stieg von 1970 bis 2008 um 385 Prozent auf 5,6 Millionen Dollar pro Jahr; die zweitbeste Schicht (die Top 0,1 bis 0,5 Prozent) legte um 141 Prozent auf 878.139 Dollar zu. Und die dritte Cremeschicht (die Top 0,5 bis 1,0 Prozent) verbesserte sich um 90 Prozent auf exakt 443.102 Dollar. Jene 137 Millionen Amerikaner, die die unteren 90 Prozent in der Einkommenspyramide ausmachen, haben von 1970 bis 2008 mit einem Realeinkommen von 31.244 Dollar nicht einen Cent dazugewonnen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
banner01

Passend dazu: Die Briten schnallen den Gürtel enger
In Grossbritannien hat unter dem Druck der Schuldenkrise nicht nur der Staat damit begonnen, das Ausgabenwachstum zu drosseln. Auch die breite Bevölkerung schnallt den Gürtel enger. Die realen Konsumausgaben der Privathaushalte, die sich nach dem tiefen Einbruch der Finanzkrise erstaunlich schnell erholt hatten, sind seit einem Jahr wieder am Sinken. Grossbritannien befindet sich längst im «double dip». Die Gesamtwirtschaft ist seit drei Quartalen nicht gewachsen. – Die konsumfreudigen Briten sind durch die Wirtschaftsflaute noch lange kein Volk der Traurigkeit geworden. Zwar wird die Unterschicht durch die Inflation von 4,5% und stark gestiegene Mieten hart getroffen. Doch für jene glücklichen Teile der Mittel- und Oberschicht mit einem Eigenheim und einem Job dürften die Einsparungen durch die rekordtiefen Hypothekarzinsen den Effekt der Inflation weiterhin übersteigen. Sie haben oft mehr Geld zum Konsumieren zur Verfügung als vor der Finanzkrise.
Quelle: NZZ (alle Nachrichten via NDS)

07 On the Sunny Side of the Street by CaptFantastic

Philippe Bas s'est garé avec son piano comme à son habitude (stride) sur la place du musée d'Orsay.

"If I never had a cent, I'd be rich as David Rockefeller
Barry Goldwater at my feet, on the sunny side of the street!"


Der Zynismus der NZZ macht deutlich: Es ist immer eine Frage der Perspektive (früher hieß das Klassenstandpunkt, - aber das hat uns auch nicht wirklich weitergebracht) ...

iOccupy: cops beating people up at occupy wall street



via Der Feuilletonist : Down On Wallstreet

Update: Der Untertitel des Artikels von Tomasz Konicz (tp 11.10.2011) macht die Ambivalenz der Bewegung deutlich:
Eine globale Bewegung entsteht
Die Proteste gegen die Krise des Kapitalismus gewinnen in den gesamten USA an Dynamik und schwappen auf andere Länder über


Proteste gegen die Krise??? - Dann lautete die Forderung: Gebt uns den guten alten Vorkrisenkapitalismus zurück! Die Bewegung ist da offenbar zum Teil weiter:

capitalism-is-the-crisis

Fuck King Leopold's Ghost
wäre auch eine schöne Parole, s. u. ...

Archäologie CLIX: King Leopold's Ghost

Die deutsche Fassung dieses im besten Sinne aufklärerischen Dokumentarfilms war gestern spät abends auf 3Sat zu sehen. - In diesem Zusammenhang muss man unbedingt Claas Danielsen, dem Direktor der DOK Leipzig zustimmen, der in einem Interview für die Beilage des Freitag zum Festival feststellt, dass man mindestens einen Programmplatz in der Woche (im ÖRFernsehen) mühelos mit exzellenten Dokumentarfilmen füllen könnte (- statt mit dem 5. Wochentagstalk), die den Zuschauern Einblicke in eine andere Welt geben. Dies ist zur persönlichen Urteilsbildung in einer Demokratie nahezu unerlässlich. Haltung im politischen Dokumentarfilm bedeute für ihn, einen Standpunkt erkennbar zu machen, mit dem sich er Zuschauer auseinander setzen kann ...

Das leistet King Leopold's Ghost / Schatten über dem Kongo in jeder Hinsicht: der auf Adam Hochschilds Studie Schatten über dem Kongo - Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen beruhende Film verstört den Zuschauer, wenn er das Modell eines profitgetriebenen Massenmords, das die deutschen Faschisten später perfektionierten, am Beispiel der 10 Millionen Menschen vernichtenden Ausplünderung des Kongo durch Leopold-II-Belgien entwickelt, dann aber auch deutlich macht, dass - von der Ermordung Lumumbas über die Installierung Mobutos bis in die Gegenwart - der westliche Imperialismus diese Ausplünderung fortsetzt: Der Film nimmt Partei für die Opfer dieser Politik, die aktuell failed states produziert, um kostengünstig z.B. Coltan zu gewinnen - King Leopold's Ghost ist allgegenwärtig (... und man mag sich fragen, ob Belgien als failing state sich nicht einfach auflösen sollte, weil es vermutlich überhaupt nur exisitiert hat auf der Basis der Ausplünderung fremder Territorien?! - Wenn das freilich das Kriterium für die Legitimität der Existenz von Staaten wäre ...).

Den ersten Teil des Films können Sie hier sehen:

Schatten über dem Kongo Part 1 - MyVideo

... und die englische Originalfassung hier.

... und die ältere, aber ebenso sehenswerte BBC-Dokumentation White King, Red Rubber, Black Death hier oder hier:


Zum Gedenken an Patrice Lumumba
lumumba
Dawn in the Heart of Africa - A poem by Patrice Lumumba.

In diesem Zusammenhang auch: Wiedergelesen - Frantz Fanon: "Die Verdammten dieser Erde"

DER SPIEGEL 32/1966: HILFT NUR NOCH GEWALT?
Hebert Kaufmann über Frantz Fanon: "Die Verdammten dieser Erde"

„Verlassen wir dieses Europa, das nicht aufhört, vom Menschen zu reden, und ihn dabei niedermetzelt, wo es ihn trifft, an allen Ecken seiner eigenen Straßen, an allen Ecken der Welt. Ganze Jahrhunderte hat Europa nun schon den Fortschritt bei anderen Menschen aufgehalten und sie für seine Zwecke und seinen Ruhm unterjocht; ganze Jahrhunderte hat es im Namen seines angeblichen ‚geistigen Abenteuers‘ fast die ganze Menschheit erstickt.... Also, meine Kampfgefährten, zahlen wir Europa nicht Tribut, in dem wir Staaten, Institutionen und Gesellschaften gründen, die von ihm inspiriert sind.“

Frantz Fanon 1961, Die Verdammten dieser Erde

frantz_fanon_1925_1961_par_abdelhakimhamitouche_fb

Frida-Hockauf-Methode: So wie wir heute konsumieren, werden wir morgen leben

Frida Hockauf, geborene Kloß, (* 24. September 1903 in Reichenau; † 30. Januar 1974 in Zittau) war eine deutsche Weberin im „VEB Mechanische Weberei Zittau“, dem größten Webereibetrieb der DDR. Sie wurde in der DDR bekannt durch die Verpflichtung zur Planübererfüllung im September 1953 über 45 laufende Meter Stoff bis Jahresende über ihren normalen Plananteil hinaus zu leisten.
Nach ihr ist die so genannte Frida-Hockauf-Methode benannt. Bei ihrer vielzitierten Losung „So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben“ konnte im Nachhinein nicht eindeutig geklärt werden, ob sie von Hockauf selbst kommt oder ihr nur vorgegeben wurde...


Nach Ansicht der Finanzexperten dürften die Schuldenkrise, die wachsende Arbeitslosigkeit in großen Teilen der reifen Volkswirtschaften und ein abnehmendes Verbrauchervertrauen mittelfristig die Konsumnachfrage belasten.

Was also macht meine LieblingsHAZ: sie macht das Neue Deutschland von 1953 und meldet hockaufmäßig groß aufgemacht auf der der Lokalseite mit Riesenfoto von der Konsumfront

HAZ_HP_09

Besser hätte das erste Oktoberwochenende für die Geschäftsleute in der City nicht laufen können: Bereits am Sonnabend drängten sich bei strahlendem Sonnenschein die Einkaufsbummler in der Innenstadt – am verkaufsoffenen Sonntag und bei ebenso schönem Wetter wurde es dann ein zweites Mal so richtig voll. „An jedem der beiden Tage waren das gut und gerne 250000 Passanten“, sagt Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. Und ein großer Teil von ihnen hat nicht nur geschaut, sondern auch gekauft: Die Einzelhändler seien mit den Umsätzen an beiden Tagen sehr zufrieden gewesen, erklärt Prenzler. Am Sonnabend habe sich das Geschäft besonders gelohnt. „Das Wochenende hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Sonja Schneider aus dem Management von C&A. Weil die Bekleidungskette ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, wird derzeit ein Rabatt von 25 Prozent auf das gesamte Sortiment gewährt – das lockte die Käufer zusätzlich an. Am verkaufsoffenen Sonntag, der von 13 bis 18 Uhr lief, hätten die ersten Kunden bereits vor den noch verschlossenen Türen gewartet, berichtet Schneider. Gleich nebenan hatte Karstadt anlässlich der 130-jährigen Firmengeschichte am Sonntag zu Werbeaktionen mit Luftballonkünstlern, Glücksrad oder Modenschauen eingeladen. „Das hat den Kunden richtig gut gefallen“, sagt Geschäftsführer Peter Krause ...

Was ist das? Berichterstattung oder Werbeumfeldpflege durch Namedropping, - das allerdings meines Erachtens schwer nach hinten losgeht, wenn ein Krause von der Pleitebude Karstadt die Kunden beleidigt, weil er meint, ein Glücksrad und einer, der Luftballonwürste zu Pudeln dreht und den er dann Künstler nennt, habe ihnen gefallen ...
Wenn dann noch RTL2-nachmittagsniveaumäßig Menschen vorgeführt werden, die schon mal ohne Hektik bei Wormland nach Winterpullis gucken oder erst die luftigen Sandalen abstreifen und dann hinein in die gefütterten Langschäfte ("Eine Stiefelanprobe bei Sommerwetter") gleiten? machen? wollen?, freut man sich, dass da durch Planübererfüllung im Oktober 2011 über 45 laufende Meter Stoff bis Jahresende über den normalen Plananteil hinaus unter die Leute gebracht wurden oder statt der üblichen 6,3 Kubikmeter (Hauer-Norm) in einer gut vorbereiteten Schicht 24,4 Kubikmeter Kohle gefördert wurden, - oder igendwas oder so ähnlich oder was immer ... Andererseits fragt man sich schon, warum Heidi, Anette und Jana mit ihren Lebensgefährten nichts Besseres zu tun hatten, als über ihren normalen Plananteil hinaus bei 25 Grad in Daunenmodelle mit Pelzkragen, Winterpullis oder Langschäfte zu schlüpfen ...

HAZ_HP_09_2

Bei der so genannten Juliane-Kaune-Methode, - so heißt die HAZ-Redakteurin, die das Ding mit ihrer vielzitierten Losung „So wie wir heute konsumieren, werden wir morgen leben“ losgelassen hat, konnte im Nachhinein nicht eindeutig geklärt werden, ob sie von Hockauf selbst kommt oder ihr nur vorgegeben wurde.

CRISIS , WHAT CRISIS ? (XVII): Ursachen der Staatsverschuldung

FR heute: Der Afghanistan-Einsatz hat Deutschland nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in den vergangenen zehn Jahren 17 Milliarden Euro gekostet. Das ist drei Mal so viel wie die von der Bundesregierung offiziell veranschlagten 5,5 Milliarden Euro.
Bis zum geplanten Abzug der letzten deutschen Kampftruppen Ende 2014 muss Deutschland nach Schätzung der Forscher mindestens fünf weitere Milliarden in den Einsatz investieren...

The costs of the Bush-Obama wars in Iraq and Afghanistan are now estimated to run as high as $4.4 trillion – a major victory for Osama bin Laden, whose announced goal was to bankrupt America by drawing it into a trap.
Noam Chomsky - American Decline: Causes & Consequences

Rüstungsetat verschlingt 4% des Bruttoinlandsprodukts in Griechenland
Auf der anderen Seite ist Griechenland der EU-Staat mit den – auf das Bruttoinlandsprodukt bezogen – höchsten Rüstungsausgaben überhaupt: etwa 4% des griechischen BiP werden für Waffenkäufe verwendet, von denen wiederum gut 30% auf Deutschland entfallen. Paradoxerweise wurde Griechenland jedoch trotz seiner prekären Finanzlage nicht etwa zu einer rigorosen Minderung des nationalen Rüstungsetats, sondern vielmehr direkt oder indirekt zu immer weiteren Waffeneinkäufen gedrängt.
Eine Minderung des griechischen Rüstungsetats sei es auch nur um die Hälfte (womit der Anteil auf das BiP bezogen im EU-Vergleich immer noch der höchste wäre) würde das staatswirtschaftliche Problem Griechenlands mit sofortiger Wirkung nachhaltig lindern. Offensichtlich liegt eine derartige Lösung jedoch nicht im Interesse jener “Partner”, deren eigene (Volks-) Wirtschaft zu einem erheblichen Anteil am Tropf gerade dieser Rüstungsexporte hängt.

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

Haftungsausschluss

The music featured on this blog is, of course, for evaluation and promotion purposes only. If you like what you hear then go out and try and buy the original recordings or go to a concert... or give money to a down on his luck musician, or sponsor a good busker, it may be the start of something beautiful. If your music is on this blog and you wish it removed, tell us and it shall be removed.

Archiv

Mai 2018
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
September 2009
August 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
Juli 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
August 2006
Juli 2006
Juni 2006
Mai 2006
April 2006
März 2006
Februar 2006
Januar 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005

Credits


Aesthetik
Archäologie
Ästhetik des Widerstands
Aus der sozialen Überdruckkammer
Bildung
Futurologie
Kritische Psychologie
Lernen
Literatur unterrichten
Medial
Musik
Musikarchiv
Politik unterrichten
Trash
Unterrichten
Welterklaerung
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren