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Dispositiv (VII): Phantasma der Macht - Falscher Populismus

- Die Sarrazin der Linkspartei. Tomasz Konicz, Telepolis 11.08.2016
Wieso es in Deutschland keinen linken Populismus geben kann - erläutert am Beispiel Sahra Wagenknecht

Lesenswert, aber irgendwie zu kurz gesprungen:
    ... Der linke Populismus scheitert hingegen an dieser Krisendynamik, er dementiert sich selbst, indem er zwangsläufig in den eingefahrenen ideologischen Gleisen des öffentlichen Diskurses bleiben muss, der zunehmend verwildert. Wenn nun das "Volk" sich mit Mauer und Stacheldraht von der Krise abkapseln will, dann muss der Populist dem Rechnung tragen. Sahra Wagenknecht muss sozusagen immer mal wieder "unglücklich formulierte" Kommentare zur Flüchtlingskrise publizieren, um überhaupt noch als populistische Größe wahrgenommen zu werden. Den Ressentiments, die aufgrund zunehmender Krisenkonkurrenz rasch anschwellen, wird so mittels kalkulierter "Tabubrüche" Rechnung getragen. Wenn das "Volk" die Grenzen dichtmachen will, dann verspricht ein Oskar Lafontaine schon mal, die Flüchtlingszahlen zu begrenzen.

    Notwendig wäre aber nicht ein Nachplappern der aufsteigenden Ressentiments, die sich aus Verfallsformen kapitalistischer Ideologie speisen, sondern ein klarer Bruch mit der Systemlogik, um eine breite gesellschaftliche Diskussion über Systemalternativen zur kapitalistischen Dauerkrise zu initiieren. Das Festhalten an Kategorien und Begriffen wie Staat, Volk, Nation, Markt, Geld, Kapital, deren reale gesellschaftliche Entsprechungen krisenbedingt in Zerfall übergehen - überdeutlich nachzuvollziehen etwa im arabischen Raum -, kann nur ins Desaster führen. Der radikale Bruch mit dem herrschenden kapitalistischen Krisendiskurs, der rapide verwildert, ist angesichts der Krise eine blanke Notwendigkeit...
Was also tun? - Dem Ressentiment-Volk Staat und Revolution vorlesen??
    Die Linke reagiert darauf zunehmend mit einer Un-Kultur der Belehrung und Moralerziehung sowie einer Vorstellung von Demokratie nach Gutsherrenart. Der italienische Sozialpsychologie Luca Ricolfi bringt diese Haltung auf die Formel: „Souverän ist das Volk, wenn es so wählt, wie es soll“.
    „Tut es das nicht, dann muss man intervenieren bzw., wie es etwa vor ein paar Wochen in einem Zeitungsartikel hieß, „das Volk vor sich selbst schützen“ indem man die gesellschaftlichen Mehrheitsverhältnisse parlamentarisch in die richtige Richtung korrigiert. 

Und, unter Bezugnahme auf Gramsci stellt er fest: „Kulturelle oder politische Hegemonie erringt man mit dieser Haltung in Zeiten des Internets und der sozialen Medien nicht mehr.“ Vielmehr sei nötig: „Ein Ernstnehmen der „einfachen“ Bevölkerung als „Intellektuelle“ ihres eigenen Alltags und die Nutzung des Alltagsverstandes, des „senso comune“ als Sockel eines linken, emanzipatorischen Projekts.
    Die heutige Linke sei davon weit entfernt. Die Legitimität der „Alltagsvernunft“ werde schlicht geleugnet und als falsches Bewusstsein diskreditiert. Damit erkläre man die Wähler für dumm und erhebe sich über sie. Wer sollte so jemanden wählen? Mal ehrlich, wer wäre so dumm?“
    Dem ist wenig hinzuzufügen. Man kann diese Feststellung durchaus für die Situation in Deutschland übernehmen.
- Die Austreibung der Kritik aus der Politik - Lesenswertes Interview mit Klaus-Jürgen Bruder.
    Bruder studierte Psychologie, Soziologie und Politische Wissenschaft in Würzburg und Heidelberg und legte 1972 einen „Entwurf der Kritik der bürgerlichen Psychologie“ an der Universität Hannover bei Peter Brückner als Dissertation vor. Da Brückner wegen des Vorwurfs der Unterstützung der RAF ab 1972 für zwei Semester vom Dienst suspendiert worden war, übernahm Klaus Holzkamp das Verfahren zur Promotion. 1982 habilitierte sich Klaus-Jürgen Bruder mit der Arbeit „Psychologie ohne Bewusstsein: Die Geburt der behavioristischen Sozialtechnologie“. Seit 1971 ist er Hochschullehrer, zunächst in Frankfurt am Main, dann in Hannover und ab 1992 an der Freien Universität Berlin ...
    Texte
„Ein Ernstnehmen der „einfachen“ Bevölkerung als „Intellektuelle“ ihres eigenen Alltags und die Nutzung des Alltagsverstandes, des „senso comune“ als Sockel eines linken, emanzipatorischen Projekts. Ohne dieses Ernstnehmen wird es keinen radikalen Bruch mit dem herrschenden kapitalistischen Krisendiskurs, der rapide verwildert, geben können ...


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Dispositiv: "Unterworfenes, verarbeitetes und aufgelöstes Wissen"

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Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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