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Archäologie (DXXIX): Symbolpolitik und Gitarrenbands (2005 revisited) - Kid Who Stays In The Picture

In meinem Beitrag Symbolpolitik und Gitarrenbands vom 2005/06/28 hatte ich auf die großartige kanadische Indie-Rock-Gruppe HOT HOT HEAT hingewiesen. Ich fand damals (und finde immer noch) das Album Elevator , insbesondere diesen Song (und das Video) ganz großartig:


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Die haben jetzt wieder ein Album veröffentlicht, offenbar ihr letztes. Hörenswert! Vgl. die Rezension bei plattentests.de


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Kid Who Stays In The Picture (?)

http://media.news.de/images/das-bild-babys-armen-sea-watch-helfers_856457288_672x395_4e37bd34dd7fe41a4644557262f7b789.jpg?images/71/79/d323e4a860831eef23706d4fb894.jpg,nopic/no_pic.jpg,672,395,,1,13,0,573,337,,

Wenn ein Millionenheer von Flüchtlingen ... (XXX): Das Massensterben im Mittelmeer wird als Kollateralschaden hingenommen. Und im Juli baden wir da. Am Vorabend. Über Säue und Dörfer.

Aufklärung oder Animationsarbeit? Der deformierte Journalismus ... und die enthemmte Mitte (III)

Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz | CARTA 08.06.2016 |
Aufklärung oder Animationsarbeit? Zur Deformation des Journalismus
Das Geschäftsmodell vieler Medienhäuser basiert längst nicht mehr auf dem Verkauf von Information, sondern auf dem Verkauf von Aufmerksamkeit. Dies zu vertuschen und weiter darauf zu bestehen, hier werde journalistische Arbeit geleistet, liegt im ureigenen Interesse dieser Unternehmen. Desorientierung des Publikums und Ansehensverluste sind die Folge. Neun Thesen über eine Industrie am Scheideweg...
    ... 2. Abgrenzungen zwischen Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Unterhaltung, die mehr als hundert Jahre lang die moderne Öffentlichkeit geprägt haben, büßen ihre Wirksamkeit ein. Unüberwindlich waren diese Scheidelinien nie. Der Boulevardjournalismus beispielsweise setzt auf Unterhaltung und ahmt Methoden der Werbung nach. Die Unterhaltung übernimmt als Kabarett und Comedy journalistische Kontrollfunktionen. Die Öffentlichkeitsarbeit organisiert Werbekampagnen und spannt den Journalismus ein. Die Werbung produziert Unterhaltung in Gestalt von TV- und Kinospots. Das war schon immer so. Seit geraumer Zeit haben wir es aber mit einer grundlegend anderen Situation zu tun: Computer eröffnen auf der Basis der Digitalisierung für die öffentliche Kommunikation neue Dimensionen. Mit der Digitalisierung wird Aufmerksamkeit endgültig zu einem knappen Gut, mit dem sich wirtschaften lässt, während die Information – das ist ohnehin ihr Grundcharakter – beliebig vermehrt werden kann und ja auch – im Dienste der Demokratie – möglichst kostenfrei verbreitet werden soll. Um mit Aufmerksamkeit Geld zu machen, braucht es den Journalismus nicht mehr....
Ein klitzekleiner, aber ekliger Trick, - die feine Drehung der Sprache von der Information zur Propaganda

Über Säue und Dörfer = Animationsarbeit und Aufmerksamkeitsökonomie
vs. Aufklärung

... Die Unterhaltung übernimmt als Kabarett und Comedy journalistische Kontrollfunktionen...
Da ist was dran.
Vgl. z.B. hier: Die Anstalt u.a.: How To Squeeze Greece (The Final Countdown): ”There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” - Warren Edward Buffett
... und hier: Letzter Vorhang für Volker Pispers, - der ja nie wirklich Kabarettist war, sondern immer im Kabarett journalistische Kontrollfunktion übernommen hat: ein wandelndes Archiv nicht verbreiteter, ohne oder im falschen Kontext verbreiteter oder schlicht vergessener Nachrichten. Mit einer Haltung. Und ein paar handwerklich mehr oder weniger gut gemachter Gags, die das Kabarett bedienten. Professionell.


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Was nicht heißen soll, dass es nicht auch noch Journalismus gibt, der journalistische Kontrollfunktionen wahrnimmt ...

Die enthemmte Mitte (II) und das pharmapornografische Regime

Vorbemerkung: Die Zugriffsstatistiken zeigen Dir wie oft die Top 25 Beiträge in Deinem Weblog abgerufen wurden:
Meistgelesene Beiträge
1. 30788 23.05.08 Scham heute III - WEIBLICHER KöRPER

- ein Beitrag, der eigentlich nur aus einem längeren Zitat aus diesem Text bestand (nebst einigen Bildern sowie Links zur Scham(losigkeit)):
Andrea Roedig - Der Himmel ist Phantasie, die Erde Fiktion und im Keller waltet das Reale: Charlotte Roches "Feuchtgebiete", die Tochter von Josef F. und die neuen Louis-Vuitton-Handtaschen (FREITAG, 23.05.2008)

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Im aktuellen FREITAG (Ausgabe 24/16) schreibt Andrea Roedig ihre Suche nach dem Charakteristikum des weiblichen Körpers zu Beginn des 21. Jahrhunderts fort:
Das neue Regime - Welche Geschichte wird eigentlich in der Debatte um die mutmaßliche Vergewaltigung Gina-Lisa Lohfinks erzählt?

Ich vesuche es noch einmal mit einem Impulszitat:
Kreislauf der Erregung
Etwas abseits des Offensichtlichen erscheint der Fall als Paradebeispiel jener Gesellschaftsbeschreibung, die Paul B. Preciado in dem kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch Testo Junkie gibt. Die These des Buches lautet, kurz gefasst, dass wir seit Mitte des 20. Jahrhunderts einem „pharmapornografischen Regime“ unterworfen seien, das die Körper durch und durch reguliere. Preciado wehrt sich gegen die derzeit gängigen soziologischen Analysen, die von „postmateriellem Kapitalismus“, von „immaterieller Arbeit“ oder auch von „Feminisierung der Arbeit“ sprechen. Sie alle, so meint Preciado, drückten sich um „den feuchten Kern“ der Wahrheit herum, dass der postfordistische Kapitalismus wesentlich auf Produktivmachung und Ausbeutung unserer Genussfähigkeit ziele, also auf Erregung beziehungsweise den ewigen Sucht-Kreislauf von Erregung-Frustration-Erregung. Pharmapornografisch nennt Preciado dieses System, weil pharmazeutisch-synthetische Stoffe und die intendierte Lustproduktion die Gesellschaft wie zwei Tentakel im Griff hätten. In dem den Körper durchdringenden Biokapitalismus wird alles zum Artefakt. Von der Botox-Behandlung bis zur Reproduktionsmedizin ist nichts mehr natürlich...


http://assets.vice.com/content-images/contentimage/173287/Screen-Shot-2014-07-29-at-11-16-18.jpg
Sex, Drugs, and Biopolitics in the Pharmacopornographic Era: Meet the 'Testo Junkie' Who Hacks Her Gender with Testosterone (vice August 5, 2014)

Vielleicht reicht das ja wieder, um 30788 Klicks zu kriegen.
Und vielleicht gibt es ja auch einen Zusammenhang zur politisch enthemmten Mitte.
Roedig gibt da einen Hinweis:
    Die eigentliche Frage aber ist: Wieso dachten Sebastian C. und Pardis F. mit ihren Fliegenhirnen, dass sie viel Geld bekommen können für ein Video, das zeigt, wie sie eine ausgeknockte Gina-Lisa Lohfink vergewaltigen? Dieser Porno als Reality-TV bestätigt die alte These, dass sexuelle Gewalt nicht Befriedigung sexueller Triebe will, sondern Macht. Die Gina-Lisa-Subversionspower funktioniert, aber sie provoziert auch Gewalt und die verfickte männliche Freude darüber, eine Frau zu „schänden“, weil es offenbar nicht zu ertragen ist, Frauen nicht zu besitzen...
Vgl. auch: Sex Education (XII): A woman's face with nature's own hand painted, Hast thou, the master mistress of my passion - Nicht nur eine Umdeutung des Verhaltens, sondern auch der Beweggründe

Nachtrag:

Nachdem ich Andrea Roedigs Text gelesen habe, sehe ich My anaconda don't ganz anders ( ... nicht das NATO-Manöver, aber dass eingebette Video) Ausprobieren!

Nachtrag II:

Unser Körper zwischen Lust und Scham - Die nackte Wahrheit
Konrad Paul Liessmann, NZZ, 2.8.2016

2016Update zu: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Die enthemmte Mitte (I)

Oliver Decker, Johannes Kiess, Elmar Brähler (Hg.)
Die enthemmte Mitte
Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland / Die Leipziger Mitte-Studie 2016

Buchreihe: Forschung Psychosozial
Verlag: Psychosozial-Verlag
249 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
Erschienen im Juni 2016
ISBN-13: 978-3-8379-2630-9, Bestell-Nr.: 2630

http://www.psychosozial-verlag.de/catalog/images/products/big/9783837926309.jpg

Eine gute Zusammenfassung von Ulrike Baureithel im akutellen FREITAG.
Vgl. auch: Zwischen Angst und Anspruch: Ein Interview mit dem Münchner Soziologen Stephan Lessenich über eine alarmierte Bevölkerungsgruppe, Abstiegsängste und den Abschied von der besseren Zukunft. (Sonja Zekri, Süddeutsche, 16. Juni 2016)


Das Buch ist - folgt man den tageschau.de-Links - hier auf der Seite der Uni Leipzig als .pdf herunterzuladen!


Die GBlogSuche nach »Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« hat 16 Resultate geliefert.

Update_Archäologie (DXXIV): Vor der Morgenröte - In finsteren Zeiten -

Ich habe den Film heute gesehen und kann nur empfehlen, schleunigst ein Programmkino aufzusuchen, das ihn (vermutlich nur noch kurze Zeit) zeigt. Matthias Dell hat in seiner Filmkritik im FREITAG (Ausgabe 2216 | 03.06.2016) treffend beschrieben, warum Sie das tun sollten:
    Es liegt eine große Freiheit in den Bildern von Schraders Film. Die Figuren hasten nicht von einer Dialogsatzerfüllung zur nächsten dramatischen Wendung, man kann ihnen zuschauen in der Bewegung, beim Schwitzen, Reden, Lächeln. Josef Hader spielt Zweig als dünnen Mann, wie eine Membran, die eben nicht undurchlässig ist, auch wenn die Figur die dauernden Ehrerbietungen der Außenwelt pflichtbewusst entgegennimmt und die persönliche Verlorenheit dahinter zu verstecken sucht.

    Aus dieser Ambivalenz zieht Vor der Morgenröte seine motivisch-zarte Spannung, die den Detailreichtum der quirligen Szenen (eine solche Komparserie hat man lange nicht gesehen) zusammenhält. Hinter dem heißen, schönen, paradiesischen On der südamerikanischen Landschaft steht das Off von Vertreibung und Ermordung der europäischen Juden. Zwischen offiziellen Terminen wie einem Provinzbürgermeisterempfang, auf dem die Kapelle dilettantisch gekonnt inszeniert den Donauwalzer spielt, organisieren die Zweigs – Aenne Schwarz als umsichtig-zurückhaltende Managerin – die komplizierte Logistik der Flucht von anderen. In den großen Bahnhof von Erwartungen beim P.E.N.-Kongress hinein wird Zweig geführt, bis er nach der aufrüttelnd-deutlichen Rede eines unbekannteren Kollegen (Charly Hübner), die der skrupulöse Intellektuelle so nicht hätte halten können, zurückbleibt wie ein Häufchen Scham.

    Das sind die dramatischen Kräfteverhältnisse, von denen Vor der Morgenröte wie beiläufig beherrscht wird. Zu Zweigs Biografie, die in dieser Lesart Verbindungen zum Nachdenken über Migration und Engagement heute herstellt, verhält sich Schraders kluger und zugleich sinnlicher Film wie der Zuckerrohrbauer (Matamba Joaquim): Er springt auf das Trittbrett des Wagens, der dieses Leben ist, um ihn auf einem markanten Stück des Weges zu begleiten.
http://images.derstandard.at/2016/06/09/hader.jpg
Ganz großartig: Josef Hader als Stefan Zweig! Das ist unglaublich, wie Hader in jeder Szene diesen gebrochenen Intellektuellen, gebrochenen Menschen gibt, - und gleichzeitig immer auch sich selbst. Den Zweifler, den Verzweifelten, am Humanismus Verzweifelnden ...

Ansehbefehl!!


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Vgl. auch
- SPIEGEL: Sternstunde des deutschen Kinos
- ZEIT: Brandrodung auf der Seele
- Süddeutsche: Maria Schrader - Dame, die den Widerstand liebt
- derStandard.at: Wie hat Ihnen "Vor der Morgenröte" gefallen?



Nach der Etablierung des austrofaschistischen Ständestaats und einer Hausdurchsuchung floh Zweig im Februar 1934 zunächst nach England, später dann, im Jahr 1940, über New York, Argentinien und Paraguay weiter nach Brasilien...
    Mein literarisches Werk ist in der Sprache, in der ich es geschrieben, zu Asche gebrannt worden, in eben demselben Lande, wo meine Bücher Millionen Leser sich zu Freunden gemacht. So gehöre ich nirgends mehr hin, überall Fremder und bestenfalls Gast; auch die eigentliche Heimat, die mein Herz sich erwählt, Europa, ist mir verloren, seit es sich zum zweitenmal selbstmörderisch zerfleischt im Bruderkriege.
    Stefan Zweig, Die Welt von gestern, 1942
http://kuenste-im-exil.de/KIE/Content/EN/Images/persons/zweig-stefan-en.jpg?__blob=normal&v=2

Stefan Zweig war zu seiner Zeit ein Starautor und gemeinsam mit Thomas Mann der meistübersetzte deutschsprachige Schriftsteller. Bereits 1934 verließ Zweig seine Heimat Österreich, um ins Exil zu gehen aus dem er nicht zurückkehrte. In ihrem ebenso stringenten wie sinnlich-opulenten Film zeigt Maria Schrader den weltberühmten Autor in sechs Episoden seines Lebens – von seinem ersten Aufenthalt in Brasilien und der Teilnahme am PEN-Kongress in Buenos Aires 1936 über den Besuch New Yorks und seiner ersten Frau Friderike im Jahr 1941 bis zu seinem Tod 1942 in Petrópolis. Dort schrieb Zweig sein wohl berühmtestes Werk „Die Schachnovelle“.


Stefan Zweigs Weg in den Suizid


http://www.literaturhaus-muenchen.de/tl_files/GalleryCreatorAlbums/id-2015-stefanzweigausstellung/14_StefanZweigsAbschiedsbrief.jpg

Was Flucht und Exil bedeuten, welchen Mut und welche Kraft es kostet die Entscheidung zu treffen, seine (geistige) Heimat zu verlassen, die sich selbst zerstört, und lange Jahre heimatlosen Wanderns durchzustehen, können wir eindrucksvoll den Dokumenten der deutschen Exilliteratur entnehmen. Vgl. zB Künste im Exil. Brecht weiß - wie immer - Genaueres zu berichten:


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    Von Brecht lernen
    Vielen Flüchtlingen geht es um Rückkehr, nicht um Integration. Darauf sollte die Politik sich einstellen. Von Jürgen Wertheimer

    ... Erst wenn die auch noch so minimale Rückkehroption sich als Unmöglichkeit erweist, kann es - auch bei noch so verlockenden Angeboten der neuen, der Gastkultur - zur Katastrophe kommen: Der Suizid Stefan Zweigs in den ganz und gar nicht "traurigen Tropen" Brasiliens zeigt dies. Als ihm klar wurde, dass nichts von der Welt, deren Chronist er gewesen war, bleiben würde, setzte er seinem Leben ein Ende...
    (Süddeutsche, 15. Juni 2016, 18:50 Uhr - Außenansicht)
Umso beschämender, dass man uns nahelegen - oder darf ich sagen: zwingen - will, diejenigen, die heute ihre Heimat verlassen, um ins Exil zu gehen, nur noch unter Kosten- und möglichen Vernutzungsgesichtspunkten wahrzunehmen.
Vgl. Türkei hindert syrische Akademiker an der Ausreise -Qualifizierte Syrer werden von der Türkei nicht in die EU gelassen. Berichten zufolge will die Türkei diese nicht mehr in den Flüchtlingsdeal einbeziehen. (21. Mai 2016, Quelle: ZEIT ONLINE)
Die ekelhafte (kapitalistische) Vernutzungslogik findet sich dabei ja nicht nur beim Türken, sondern genauso beim Deutsch-Europäer, der anstelle von "schweren medizinischen Fällen" oder "Flüchtlingen mit sehr niedriger Bildung" lieber "syrische Akademiker" eingetauscht bekäme. Wenn ich äußere, dass ich dabei an die Selektion an der Rampe in Auschwitz denken muss, werde ich häufig schräg angesehen. Ich bleibe dabei.

An den Grenzen Europas doppelt zurückgewiesen: Als Menschen und als Wesen, denen Rechte zugesprochen werden.

How To Squeeze Greece (XXIII): Sisyphos, Tantalos und ein Gefangenendilemma

Wenn sich die europäische Politik nicht erheblich ändert, wird Griechenland früher oder später den Euroraum verlassen müssen – die Frage ist nur wann und wie. Ein Kommentar von Frances Coppola. (Makronom, 9. Juni 2016)
    Griechenlands Versuche, das „Felskanten“-Spiel zu spielen („komm schon, stoß mich“) fiel der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras im letzten Jahr auf die Füße, als der Europäische Rat den Bluff aufdeckte. Das Wesen des Felskanten-Spiels besteht darin, dass der Spieler am Rand der Klippe darauf vorbereitet sein muss, tatsächlich heruntergestoßen zu werden – ansonsten ist die psychologische Barriere für die anderen Spieler („wenn du ihn herunterstößt, bis du ein Mörder“) nicht glaubwürdig.

    Aber als der Europäische Rat tatsächlich damit gedroht hatte, Griechenland in den Abgrund zu stoßen („akzeptiert unsere Bedingungen oder verlasst den Euro“), machte Griechenland einen Rückzieher. Nach einer langen und schmerzhaften Verhandlungsnacht akzeptierte Tsipras schließlich die Bedingungen des Europäischen Rates. Seitdem hat Griechenland allem zugestimmt, was die Institutionen verlangt haben. Allem, wirklich allem, egal wie unvernünftig es war.

    Nach dem Desaster beim Felskanten-Spiel versucht Griechenland nun zu kooperieren, offensichtlich in der Hoffnung, irgendwann einen Schuldenerlass zu bekommen, begleitet von einer Entspannung der monetären Lage und der Rückkehr der Investoren. Das ist ein ziemliches Glücksspiel – aber weil Griechenland nicht aus dem Euro austreten will, hat es keine Alternative. Das ist eine ziemlich schwache Verhandlungsposition...
http://www.1815.ch/site/assets/files/0/01/40/473/abrissstelle_fuer_wb.650x0n.jpg


Die GBlogSuche nach »How to squeeze« hat Resultate geliefert.

(We Don't Need This) Fascist Groove Thang - Mit der ZEIT und Kapitän Schwandt auf der Suche nach einem Begriff

(We Don't Need This) Fascist Groove Thang was written by Heaven 17 members Martyn Ware, Ian Craig Marsh and Glenn Gregory and included on their 1981 debut album Penthouse and Pavement. It was the first single released by the band.
In the lyrics fascism and racism are described in an ironic fashion, using the lexicon of funk music. The lyrics of the song also reference the UK and US political leaders of the time, Prime Minister Margaret Thatcher and President Ronald Reagan, respectively, and include denunciations of both racism and fascism. According to the book Banned!: Censorship of Popular Music in Britain, 1967-92, the song was banned by the BBC due to concerns by Radio 1's legal department that it was extremely offensive to Ronald Reagan as he was the new US President at the time of the song's release....
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/e/e9/Penthouse_and_Pavement.jpg


This Fascist Groove Thang: Faschisten Autoritaristen Populisten Reaktionäre Rassisten Nationalisten Rechtsradikale Nazis?

Angela Köckritz und Gero von Randow haben in der ZEIT (Nr. 25/2016, 9. Juni 2016) den Versuch unternommen zu klären, welcher Begriff das Phänomen, das die Gaulands und Hofers, Sarrazins und Le Pens repräsentieren, hinreichend präzise definieren kann, - ausgehend von der Annahme: Eine politische Bezeichnung definiert den Gegner, wendet sich an potenzielle Bündnispartner, plädiert für Debatte oder Abbruch der Verhandlungen, Duldung oder Repression. Und sie gewinnt oder verliert Mitstreiter. Ihre Wahl ist also nicht nur Politologie, sondern auch Politik.

Dabei kann man ihrer Begriffsarbeit weitgehend folgen, wenn sie abgrenzen:
Populismus ist also ein treffender Begriff, allerdings beschreibt er mehr die Methode als die Inhalte, er erfasst den rassistischen und nationalistischen Gehalt nicht. Der Faschismusbegriff wiederum passt zwar zu einigen Methoden der genannten Bewegungen, überzeichnet aber ihre Ideologien und Ziele... und der Begriff des Autoritarismus hat Löcher. Weder der Nationalismus wird mit ihm erfasst noch der Rassismus.

Der Schluss allerdings enttäuscht. Zu kurz gesprungen:
Der Nationalismus ist, neben Populismus und Autoritarismus, ihre dritte Familienähnlichkeit. Aber hat diese Familie auch einen Nachnamen?
Le Pen und Gauland, Trump und Hofer, Putin und Orbán und wie sie alle heißen versprechen den Weg zurück in eine schönere Vergangenheit, die in Wahrheit nie existiert hat. Sie sind also Reaktionäre... Wir haben es mit einer aggressiven, reaktionären Internationale zu tun.


Abgesehen davon, dass der Begriff des Reaktionären nicht weiter definiert wird (... der Vorteil, dass Konservative damit nicht gemeint sind, auch nicht alle, die sich als Rechte einstufen würden. Er ist sozusagen bündnisfähig. - ist ja wohl keine Definition), erfasst er den rassistischen Gehalt ebenso wenig wie der des Populismus! Im Übrigen gibt er nicht viel her, weil er - so wie er hier gebraucht wird - bei genauerer Betrachtung auf Rückwärtsgewandtheit einschrumpelt:

"Ich möchte dieses Land, wie wir es von unseren Vätern ererbt haben. Und so soll es bleiben." (Gauland bei Anne Will)
Kapitän Schwandt hat dazu das Notwendige gesagt: Er ist ein Rechtradikaler schlimmster Prägung.

Das ist auch noch nicht so treffend, aber immerhin präziser als die ZEIT-Begriffseierei, die vielleicht doch mit Rücksichten auf die Leserschaft zu tun hat (so wie Giovanni di Lorenzo und Sebastian Turner den Martenstein dem "Tagesspiegel" eine neue Farbe geben lassen, mit der er den Zuspruch einer wachsenden Zahl von AFD Anhängern finden wird).

Ich fürchte, es bedarf doch noch einiger gedanklicher Anstrengung, einen Begriff zu finden, der sowohl wissenschaftlich haltbar als auch politisch brauchbar ist. Hilfreich bei der Suche (immer noch, obwohl aus dem Jahre 1988):
Rasse, Klasse, Nation - Ambivalente Identitäten: von Étienne Balibar und Immanuel Wallerstein

Vgl. GBlog - define: Rassismus

“Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“

Vgl. auch
Aufklärung in the Slaughterhouse (III): The Hungry Crocodiles Are Dancing in the Light : Sloterdijks Lob der Grenze, Frau von Storchs Annahme, Frauen seien anders als Kinder verständig, - und ein Brief aus dem Flüchtlingscamp (+ updated: Sprache formt Wahrheit)


https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/13407154_952491208182556_5943179357377257879_n.jpg?oh=4fe6425c39bb1dde643bb2d4af77d74f&oe=58004FD7


Nachtrag:

- Die “Neue Rechte” II: Identität und Herrschaft. Paul Simon, in: le Bohémien am 18. April 2016

Archäologie (DXXVIII): Archivfunde: Willy Brandt und die 200.000 Mark, Sigmar Gabriel und VW, Heiko Maas und unsere Werte

Da geht der sogenannten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands nun möglicherweise auch noch ihre Ikone flöten, wenn sich bestätigt, was der SPIEGEL meldete (vgl. auch Peter Mühlbauer, tp 11.06.2016) :
Die US-Regierung hat in der Nachkriegszeit dem aufstrebenden Abgeordneten Willy Brandt geheime Zahlungen zukommen lassen.

Das zu hören wird eher die Reichsbürger und Elsässer freuen als einen notwendigen Diskurs in Gang zu setzen, was genau hier nach 1945 eigentlich los war ...
Dazu sei empfohlen:
Georg Fülberth: Finis Germaniae - Deutsche Geschichte seit 1945


A propos: Die 200 000 Mark haben eine schöne Tradition begründet: Der spätere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat 2003 und 2004 für den größten Autobauer der EU gearbeitet: Volkswagen. Für diese Dienste zahlte VW mehr als 100.000 Euro an "Cones", eine Firma Gabriels. (Die VW-Connection des Sigmar Gabriel, Der STERN, 31. Januar 2008; vgl. auch GBlog-Archäologie CDXLVIII)

A propos Sozialdemokraten: Irgendwie hat die Art, wie sie versuchen, dem, was sie für Volk halten, nach dem Maul zu schreiben und gleichzeitig zu unterstellen, Volk meine im Grunde ja auch das, was sie meinen, etwas Putziges, fast bemitleidenswert Vergebliches. Auch - oder gerade - wenn eine premium Event- und Portraitfotografie-Agentur dem Maas ein so professionell schwarz-rot-gold mehrfach codierendes, gerade deshalb so deprimierendes Photo liefert: Die haben nichts verstanden mit ihrer Premium-Event-Integration. Oder auch: Engagiert bringt die Arbeiterklasse in diesen Tagen wieder ihre Verbundenheit mit der deutschen Fußballmannschaft zum Ausdruck. Großer Beliebtheit erfreuen sich dabei einmal mehr Winkelemente in den Farben unseres Landes....


_____________________________
A propos Archivfunde:
Das löchrige Gedächtnis der Demokratie: Stiftungen und Parteien horten offizielle Akten und geben sie nicht heraus. Eine Historikerin will sie nun vor Gericht dazu zwingen. Von Heribert Prantl (Süddeutsche 10. Juni 2016)
    In dem Rechtsstreit geht es u.a. um Unterlagen aus dem Jahr 1960; sie betreffen Vorgänge im Bundeskanzleramt zu Zeiten von Konrad Adenauer. Das Kanzleramt wurde damals von dem wegen seiner NS-Vergangenheit umstrittenen Staatssekretär Hans Globke geleitet... In den fraglichen Akten sind die Verhandlungen festgehalten, die in Globkes Auftrag der Bankier Hermann Josef Abs mit dem Staat Israel und der Regierung von David Ben-Gurion geführt hat. Es geht dabei um Wiedergutmachungsleistungen an Israel im Allgemeinen und speziell um die Aktion "Geschäftsfreund", in deren Rahmen ein Betrag von insgesamt 630 Millionen Mark an Israel gezahlt worden sein soll, für Projekte in der Negev-Wüste.
    Die Akten dazu sind nach dem Ausscheiden Globkes nicht im Kanzleramt verblieben, sie sind auch nicht dem Bundesarchiv übergeben worden. Sie befinden sich heute im Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Akten des Bankiers Abs wurden gleichfalls nicht dem Bundesarchiv übergeben, sondern befinden sich heute im Historischen Institut und Archiv der Deutschen Bank, deren Vorstandsvorsitzender Abs war - neben seiner Tätigkeit als Verhandlungsbeauftragter der Regierung Adenauer und Vorstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau, einer Staatsbank. ...

NATO-Porn: My anaconda don't My anaconda don't My anaconda don't want none Unless you got buns, hun. - Oder: Wasserschwein staring into the abyss

Erstaunlich: Wenn Sie bei der großen Wahrheitsmaschine "Anaconda" eingeben, bekommen Sie 1A-hardcore-porn angezeigt:
Auf 1 den Focus mit "NATO-Großmanöver „Anaconda“: Jetzt legt der Westen seine Zögerlichkeit ab"
und auf 3 Nicki Minaj performing Anaconda.

Beginnen wir mit 3
, - aber ich schiebe vorsichtshalber mal Fischers aktuellen Kommentar zum aktuellen Bohei um das Sexualstrafrecht ein (Fischer im Recht/ZEIT-Online, 7. Juni 2016); - nicht dass ich mit dem Verweis auf das Video mir noch den Vorwurf einhandle, ich ermutigte Männer - welcher Herkunft ihre Anaconda auch sei - zu sexueller Gewalt. (Pop & Porn ist eigentlich auch ein anderes Problem, seit Cher in den 70ern begann, in Unterwäsche aufzutreten.)


View on YouTube - Sie müssen sich das ja nicht ganz ansehen, - vgl. oben: Die enthemmte Mitte (II) und das pharmapornografische Regime

Es stellt sich also die Frage, welche buns die NATO so heiß machen, dass sie die Anaconda rauslässt
; - zumal: Die Große Anakonda bewegt sich an Land eher träge, ... sie bewegt sich schlängelnd ... und orientiert sich .... mit Hilfe ihrer gespaltenen Zunge.
Womit sich noch die Frage stellt, welcher NATO-under assistant west coast promotional man sich diesen denn doch nicht unproblematischen, wenn nicht sogar verräterischen Namen für das Manöver ausgedacht hat!?!

Das wird nicht zu klären sein. Er wird nicht gedacht haben an Sexarbeit für den Eroberer, aber vielleicht hatte er dieses Bild vor Augen: Anakonda verschlingt Wasserschwein

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9c/Anakonda_verschlingt_Wasserschwein.jpg/640px-Anakonda_verschlingt_Wasserschwein.jpg

Die Antwort findet sich wohl eher bei 1:
NATO-Großmanöver „Anaconda“ - Jetzt legt der Westen seine Zögerlichkeit ab
Mittwoch, 08.06.2016, 19:54 · von FOCUS-Online-Experte Klaus Kelle (Medienunternehmer)


Ein schönes Beispiel für cross-media-fuck (... wie wir es täglich in den Nachrichten erleben: der Rechercheverbund von ..., wie die Funke Mediengruppe berichtet ... ) - wenn der Arsch groß genug ist, in den man kriechen will: :
Der "Medienunternehmer", der einen Blog betreibt (Denken erwünscht – der Kelle-Blog. Bahn frei für gesunden Menschenverstand und ein bisschen mehr Freiheit!), wo er zB Jesse Hughes („Eagles of Death Metal“) für seine rechtsradikale Bratze lobt (Von einem, der aus dem Raster fällt, weil er kein Gutmensch ist), geht als Experte für internationale Beziehungen durch! Das ist immerhin erstaunlich.
Wie gesagt: auf 1 bei der Suchmaschine zum Suchwort Anaconda!
Fuck me running!

Ganz abgesehen vom schmuddeligen NATO-Porn ist es sinnvoll, größere Zusammenhänge in den Blick zu nehmen:
Who is the fucking Wasserschwein??


Anaconda Kill List: Smashing BRICS

1. NATO als Spaltpilz. Ein Blick auf das umstrittene geopolitische Kalkül hinter der Eskalationsstrategie des westlichen Militärbündnisses (Tomasz Konicz, Telepolis 15.06.2016)
2. Smashing the 'R' in BRICS Russland erdrücken (junge Welt vom 08.06.2016)
3. Smashing the 'B' in BRICS (Pepe Escobar, 08.06.2016)

+ "Paramilitary Groups Ready to Defend Poland" (RealClearWorld vom 13.06.2016)
In Polen seien zehntausende Bürger in organisierten paramilitärischen Milizen aktiv, berichtet Monika Sieradzka in ihrer Reportage. Die konservative polnische Regierung betrachte diese Entwicklung positiv. "The government in Warsaw would like to benefit from this patriotic spirit. After all, there are probably thousands of men who could raise a volunteer army 'in an emergency.' That is about a third of the current strength of the Polish army. (...) The ministry plans to support this growing military enthusiasm in Poland. After national defense structures are reformed, every registered volunteer will be eligible to receive the equivalent of 120 euros per month ...

In the meantime in Europe: 'Europe is staring into the abyss'


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The Abyss - Deleted scene


"Es wird böse enden."

guteshoerenistwichtig: Reinhard Mey & Psychic Temple: So viele Sommer - When I Know - Til I Die

Reinhard Mey war mir immer zu süßlich-trivial. Im Alter (unser beider) wird er besser:


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Psychic Temple 'III' completes the transition from avant-jazz solo project to a working band constructed around timeless songs that draw upon the rich history of classic American soul, blues, and folk. Equally immersed in the sound of California's canyons and the swamps of the deep South, Psychic Temple's cult leader/guitarist Chris Schlarb steps out of the shadows and up to the microphone for the first time with astonishing results.


View on YouTube ... und vgl. auch Plays Music For Airports


Zugabe von Chris Schlarb - 'Til I Die (Beach Boys Cover featuring Sufjan Stevens)


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... als tribute anlässlich der Veröffentlichung von The Beach Boys' 'Pet Sounds 50th Anniversary' Box Set

https://1.bp.blogspot.com/-CyUoF9BVQUU/V1nUxh8cEMI/AAAAAAAAHsY/6iL3lTuDjnIV2hfIG0CoBOXIAq8UEjDSQCLcB/s1600/Screen%2Bshot%2B2016-06-09%2Bat%2B3.45.49%2BPM.png

Eine ausführliche Rezension bei Pychobabble.


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Archäologie (DXXVII): Muhammad Ali – A music tribute

Vermutlich findet sich hierzulande noch wieder ein Arschdenker, der zum Tod von Muhammad Ali (* 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky als Cassius Marcellus Clay Jr.) am 3. Juni 2016 anmerken kann, dass das ein toller Boxer war, dass aber viele Leute ihn nicht gern als Nachbarn gehabt hätten; - der war ja schließlich nichtr nur schwarz, sondern auch noch radikaler Moslem! Man kann das auch so ausdrücken:
„Boxlegende Cassius Clay ist verstorben. 1964 bestand Clay darauf, Muhammad Ali genannt zu werden, nachdem er zum radikalen Islam konvertiert war.“ Mit diesen Worten verkündete der französische Sender „France2“ den Tod Muhammad Alis. Es gibt drei Gründe, warum diese Meldung vor Widerwärtigkeit trieft. Zum einen wird Ali, der viel mehr war als eine „Boxlegende“, lediglich zu einer sportlichen Persönlichkeit heruntergebrochen. Zum anderen wird Alis abgelegter Name, Cassius Clay, sein „Sklavenname“ wie er ihn selbst bezeichnete, bewusst hervorgehoben. Zu guter Letzt, und das ist womöglich das Widerwärtigste am Ganzen, wird Alis Konvertierung zum Islam negativ in den Vordergrund gestellt und direkt mit Extremismus und Radikalität in Verbindung gebracht....
Ein etwas anderer Nachruf. Von Emran Feroz. Auf den NachDenkSeiten.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/89/Muhammad_Ali_NYWTS.jpg/614px-Muhammad_Ali_NYWTS.jpg

Der sehr geschätzte Any Major Dude With Half A Heart schreibt:
I rarely post special tributes on the death of non-music public figures. The last time I did that was for Nelson Mandela in 2013 (still available), and, as an anti-tribute, Margaret Thatcher. Here is a tribute to the boxer Muhammad Ali, who has died at 74....
und stellt ein großartiges musical tribute zusammen:
  • 1. Cassius Clay – ‘Rumble – Float like a butterfly, sting like a bee (1963)
    2. The Alcoves – The Ballad Of Cassius Clay (1964)
    3. The Best Ever – The People’s Choice (1975)
    4. Alvin Cash – Ali Shuffle (1976)
    5. Eddie Curtis – The Louisville Lip (1971)
    6. Ali and His Gang – Who Knocked A Crack In The Liberty Bell (1976)
    7. Sir Mack Rice – Muhammed Ali (1976)
    8. Johnny Wakelin – In Zaire (1976)
    9. Faithless – Muhammad Ali (2001)
    10. LL Cool J – Mama Said Knock You Out (1990)
    11. The Fabulous Thunderbirds – Tuff Enuff (1986)
    12. Big Head Todd and the Monsters – Muhammad Ali (Tribute to The Greatest) (2010)
    13. Jon Hardy & The Public – Cassius Clay (2015)
    14. Skeeter Davis – I’m A Lover (Not A Fighter) (1969)
    15. Cassius Clay with Sam Cooke – The Gang’s All Here (1964)
    16. De Phazz – Something Special (2010)
    17. Dennis Alcapone – Cassius Clay (1973)
    18. Mark Foggo – The Day I Met Muhammad Ali (2010)
    19. Verne Harrell – Muhammed Ali (1971)
    20. Nirvana – Watch Out Cassius Clay (1973)
    21. Don Covay – Rumble In The Jungle (1974)
    22. Mister Calypso – Muhammad Ali (1971)
    23. Johnny Wakelin – Black Superman (Muhammad Ali) (1975)
    24. Jorge Ben – Cassius Marcelo Clay (1971)
    25. Ben Folds – Boxing (live, 2005)
    26. Muhammad Ali – ‘I’m the real champion’ (1974)

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Nachträge:
- Burks' Blog - You are the greatest!
- Fight the System: Zum 70. Geburtstag von Muhammad Ali schrieb Martin Krauß in konkret 1/12 über den Boxer mit weltpolitischer Symbolkraft

Forms & Feelings (XVI): Kürzlich am Fenster - My Gate of Dawn



Die GBlogSuche nach »Forms & Feelings« hat Resultate geliefert.

The Monolith Of Phobos vs The Piper at the Gates of Dawn - The Claypool Lennon Delirium

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Der Phobos-Monolith ist ein Oberflächenmerkmal des Mars-Mondes Phobos, ein helles Objekt in der Nähe des Stickney-Kraters. Er wird als „haushoher“ Fels beschrieben und wirft bei tiefstehender Sonne einen auffälligen Schatten.

Two worlds have collided, and what glorious and odd worlds they are. After a successful summer tour pairing Primus with Ghost of a Saber Tooth Tiger, Les Claypool and Sean Lennon have decided to combine their abstract talents into a project called The Claypool Lennon Delirium.
Interessantes Ergebnis - heute erschienen. So kann man sich 21st-century-psychedelic-rock vorstellen. Wie die Süddeutsche Popkolumne schrieb, produktiv anknüpfend an Syd Barrett-Pink Floyds Piper at the Gates of Dawn. Da ist was dran!
[Sean Lennon on 10 Lost Psychedelic Classics - "It's really my favorite period in rock & roll history". By Rolling Stone May 13, 2014]

Eine treffende Rezension zu Claypool Lennon Delirium hier beim Störfunk (incl. Link auf das offizielle Video).
Das hat in der Tat etwas 21st-century-psychedelic-rock-Neues! Gerade auch dieser einzige Song, der bei utube nicht gesperrt ist: Ich höre King Crimson, Pink Floyd, Beatles und mehr ... - nicht epigonal, sondern so verarbeitetet, dass etwas echt Neues entsteht:


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Für Archäologen:


View on YouTube - Ich hatte es lange nicht angehört: Ein geniales Album!!

Musikalisch ist die Bezugnahme von Les Claypool und Sean Lennon auf dieses Werk von 1967 unschwer rauszuhören. Die Esoterik-Abteilung von GBlog weiß aber noch mehr: Der Phobos-Monolith ist ein Oberflächenmerkmal des Mars-Mondes Phobos (s.o.) und das erste Stück von Piper at the Gates of Dawn, Astronomy Domine, beginnt mit der Stimme des Managers Peter Jenner, der durch ein Megaphon die Namen einiger Sterne vorliest. Im Hintergrund ertönt Barretts E-Gitarre, deren Lautstärke langsam zunimmt, als würde sie näherkommen. Auf der Studioaufnahme werden ab 0:19 min kurze Töne hörbar, deren Abfolge an einen Morsecode erinnert. Einige Sekunden später setzt Nick Mason mit der Bassdrum ein, gefolgt von Barretts E-Gitarre, die sich an das Stück Mars, der Kriegsbringer aus der Holstschen Orchestersuite Die Planeten anlehnt. Im Hintergrund hört man Richard Wrights Farfisa-Orgel, dazu kommt ein sich wiederholendes Bass-Motiv von Roger Waters. Das Lied endet schließlich mit Syd Barretts Gesang, der die Landung des Raumschiffs beschreibt ...

Außerdem befinden wir uns hier in einem historischen Ballungsraum: The Album was recorded from February to May 1967 and released on 5 August 1967 - dazwischen lag der 2. Juni!
Welcher Wochentag war der 2.6.1967?
Der 02. Juni 1967 war ein Freitag, 2.6.1967
Demonstrationen gegen den persischen Schah Mohammed Resa Pahlawi in Berlin (West) führen zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Dabei werden 60 Personen teilweise schwer verletzt, der Student Benno Ohnesorg wird erschossen.
2.6.1967 - Dem Verleger Axel Springer wird in Berlin (West) das Große Verdienstkreuz mit Stern überreicht.
2.6.1967 - Ein gemeinsames Kommuniqué beschließt die zweite Phase der Konzertierten Aktion von Vertretern der Regierung, der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände. Gemeinsam hat man in Bonn über eine Belebung der bundesdeutschen Konjunktur beraten.



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Sind das nicht faszinierende intertextuelle Bezüge (wenn wir jetzt mal von einem weiten Textbegriff ausgehen)?!?

"Es wird böse enden."

Archäologie CLXXXII_update: 2. Juni 1967 - Der Polizeistaatsbesuch und die Ermordung des Studenten Benno Ohnesorg

Update 2016 : 2. Juni 1967: Polizeistaatsbesuch - Mord an Benno Ohnesorg (trueten.de)
Heute vor 49 Jahren wurde in Berlin während der Proteste gegen den Besuch des Schahs von Persien der Student Benno Ohnesorg vom damaligen Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras erschossen. Aus dem Anlass ein Auschnitt aus dem Film Polizeistaatsbesuch und ein Verweis auf das Buch Der 2. Juni 1967. In diesem ist der Film auf DVD enthalten. Der Film zeichnet eine Chronologie einer minutiös geplanten Notstandsübung, die im Tod Benno Ohnesorgs gipfelte.


View on YouTube - Der ganze Film hier:
Zeitdokument: Der Polizeistaatsbesuch – Beobachtungen unter deutschen Gastgebern
Roman Brodmanns später mit einem Grimme-Preis ausgezeichnetes Feature »Der Polizeistaatsbesuch – Beobachtungen unter deutschen Gastgebern« aus der SDR-Reihe »Zeichen der Zeit«

Sehen Sie den Film unbedingt in voller Länge an:
Bilder aus einer völlig fremd gewordenen Zeit
. Aus einer seltsam fremden Zwischen-Zeit, von einem getilgten Zwischen-Ort, als habe es zwischen den bunten Bildern aus Berlin '45 und Berlin '89 grau-grauenhaftes Schwarz/Weiß nur in der DDR gegeben. Hey! Das war die BRD!
Kann es sein, dass es gelungen ist, im neueren deutschen Geschichtsnarrativ diese BRD verschwinden zu lassen?

Und interessante aktuelle Bezüge
, geeignet, dieses Narrativ zu stören:
    Die Abendnachrichten meldeten es: Seine Majestät, der Schah von Persien, hatte höchstselbst Anstoß genommen an den Studenten, die während seines Besuches gegen ihn demonstrierten. In einer offiziellen Note verlangte seine Regierung Strafe und Rechenschaftsbericht.
    Untertänigst leitete das Auswärtige Amt des Sozialdemokraten Brandt die Strafnote des morgenländischen Potentaten an das Justizministerium des Sozialdemokraten Heinemann weiter, und dieses verlangte gehorsam von den Landesministern Bericht, welche Maßnahmen zu der vom Schah angeordneten Bestrafung der schuldigen Demonstranten eingeleitet seien.
    Am gleichen Abend, da diese sozialdemokratischen Bemühungen um die verletzte Schah-Ehre bekannt wurden, duldete der Christdemokrat und Intendant des Süddeutschen Rundfunks, Hans Bausch, daß sein Sender das hochempfindsame Ehrgefühl des persischen Alleinherrschers womöglich aufs neue kränkte.
    "Der Polizeistaatsbesuch" hieß die Sendung, und sie könnte dem Schah deshalb besonders mißfallen, weil ihr Autor Roman Brodmann nicht wie die 58 Millionen deutscher Untertanen des Pfauenthrones per Amtshilfe zur Rechenschaft gezogen werden kann, sondern sich als Schweizer Bürger der kaiserlichpersischen Rechtssuche entzieht...
    Letzte Nachricht aus Bonn: Der Bundespräsident hat inzwischen zwei Manuskriptabzüge der Sendung anfordern lassen.

    Otto Köhler VERWANDTE ZÜGE, DER SPIEGEL, 31.07.1967 (hier als pdf)
Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?


Archäologie CLXXXII: 2. Juni 1967 (2012/01/23):
    Willi Winkler gibt sehr gut den aktuellen Ermittlungsstand zur Liquidierung des Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 wieder: Berliner Polizei vertuschte den gezielten Schuss, Süddeutsche Zeitung von heute
    Der letzte Absatz sei hier zitiert:
      Kurras wurde in zwei Verfahren freigesprochen und konnte im Schutz seiner allzeit solidarischen Kollegen den Dienst an der Polizeiwaffe bis zur Pensionierung fortsetzen. In einem Feature für den NDR gab Anfang 1968 eine Journalistin ihre Verzweiflung über den Fall Kurras bekannt:
      "Wo Journalismus nur noch dazu da ist, Polizeieinsätze zu beschreiben, wo Polizeiknüppel, Wasserwerfer und Dienstpistole die logische, die ununterbrochene Fortsetzung von Journalismus sind (...), da hat die Demokratie aufgehört. Da hat der Polizeistaat begonnen." Die Autorin hieß Ulrike Meinhof
      .
    Nachtrag:Füchse jagen - Inzwischen ist erschöpfend geklärt, wer am 2. Juni 1967 in ­Westberlin beim Tod des Studenten Benno Ohnesorg ­die Fäden zog. Die DDR-Staatssicherheit war es nicht. (Rudolf Walther im Freitag)

Archäologie (DXXVI): Für meine Debbie-Harry-Sammlung

'It's Debbie, not Blondie!' – Rising Star a Natural in Front of the Camera in 1979
It was September 1979 and photographer Anthony Barboza was shooting Deborah Harry of the band Blondie at his studio on 10 West 18th St. in New York City. The shoot was for Crawdaddy magazine.
via vintage everyday

https://2.bp.blogspot.com/-UDEO37XbgAY/V0cidiOwsqI/AAAAAAACNlU/21py7Z43_Q8ssh9pRh53JNGTzcBPu95cgCLcB/s640/Debbie-Harry-by-Anthony-Barboza-12.jpg


Meine Debbie-Harry-Sammlung

Wenn ein Millionenheer von Flüchtlingen ... (XXX): Das Massensterben im Mittelmeer wird als Kollateralschaden hingenommen. Und im Juli baden wir da. Am Vorabend. Über Säue und Dörfer.

Mindestens 700 Menschen sind vergangene Woche im Mittelmeer ertrunken. Doch die Europäer berührt das kaum noch. Sie haben sich an das Sterben vor ihren Grenzen gewöhnt.
Ein Kommentar von Maximilian Popp bei SPON, Dienstag, 31.05.2016
In der Woche davor waren es übrigens mindestens 500. Ein Kommentar von Carolin Emcke (SZ vom 23.04.2016) Versunken - Der Untergang der Titanic dauerte zwei Stunden und 40 Minuten, er ist nahezu perfekt dokumentiert. Anders als die Schiffsunglücke dieser Tage.

2400 in den ersten fünf Monaten 2016... Mindestens 30.000 Menschen sind nach Schätzungen in den vergangenen 15 Jahren auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen. Eine Zeitlang hat die EU zumindest noch versucht, den Eindruck zu erwecken, diese Katastrophe würde sie etwas angehen... Inzwischen reicht es nicht einmal mehr für Symbolpolitik... Die Europäer sind abgestumpft. Monatelange Debatten über Asyl-Obergrenzen und Überfremdung, die immer gleichen Bilder von Menschenmassen vor Grenzzäunen und die aggressive Stimmungsmache von Rechts haben jede Empathie mit den Schutzsuchenden aufgelöst. (Popp)

Die Bilder haben sich versendet.
Im vergangenen September hatte ein Foto des ertrunkenen dreijährigen Flüchtlingsjungen Alan Kurdi weltweit viele Menschen erschüttert. Er war in der türkischen Mittelmeerküste an Land gespült worden. Das Foto der Babyleiche, das Sea Watch vorgestern veröffentlicht hat, schafft es nicht mehr auf die Titelseiten, berührt nicht mehr.

Fefe schreibt: Die BBC hat ein paar recht krasse Bilder von den Flüchtlingsbooten im Mittelmeer, - aber vermutlich hilft krass auch nicht mehr. Dennoch: Ansehen!

Der Postillon (28. August 2015) hat es früh erkannt : Alles wieder gut. Österreich versenkt Lastwagen mit 71 toten Flüchtlingen im Mittelmeer

Erinnern Sie sich überhaupt noch an den Lastwagen mit 71 toten Flüchtlingen?


Ein Erklärungsansatz und eine Frage (GBlog 2015-09-21 19:37):
    Die serielle Erregung der Menschen durch ein einziges zentrales Superthema und die darauf folgende serielle Löschung (um einem anderen Super-Thema Platz zu machen) muss nicht unbedingt den Mut zum eigenen Handeln beflügeln, sie kann auch den Unmut und die Erschöpfung aufgeregter Gesellschaften steigern. Denn das Publikum hat es nicht in der Hand, den Zeitpunkt zu bestimmen, wann ein aufrüttelndes Monothema medial durch das nächste abgelöst wird. Es muss jede Wende, jedes abrupte Ende mitmachen. Es muss sich fügen: Okay, dann reden wir ab morgen halt nicht mehr über Flüchtlinge, sondern über den Börsencrash in China. Okay, ich hätte zwar gerne noch länger über den Landesverrat diskutiert, aber das Ober-Thema ist jetzt Syrien. Das heißt, die Menschen werden – ob sie es wollen oder nicht – durch den Emotionskindergarten der Medien gejagt und können nicht mehr selbst entscheiden, womit sie sich befassen wollen. Das ist der Sinn von Monothematik! Das ist ihre autoritäre Schattenseite. - See more at: http://www.wolfgangmichal.de/2015/09/monothematischer-journalismus/#sthash.BuSKhKJz.dpuf

    Über Säue und Dörfer
    ...Was aber geschieht, wenn die Sau das Dorf durchquert hat? Was spielt sich hinter dem Dorf ab? Gibt es dort einen Sau-Stau? Oder sind es immer die gleichen Säue, nur in wechselnder Verkleidung? Brauchen wir das Ritual als Abwechslung? Oder brauchen wir die Abwechslung als Ritual?
    Die in Nachrichten-Überflussgesellschaften entstehende Hassliebe zur Dauer – a) „Ich kann seine Fresse nicht mehr sehen!“ b) „Toll, wie die sich hält!“ – erinnert ein wenig an eine bipolare Störung, die manisch-depressive Züge trägt, mit allen Stimmungsschwankungen, die uns als Wähler, Freunde, Mitarbeiter und bloße Beobachter des Geschehens unberechenbar machen.
    Irgendwann entsteht daraus eine Sehnsucht nach dem einen großen Thema, das auch für alle anderen ein großes Thema ist, und uns aus der Zerstreutheit und Beliebigkeit der Säue herausführt. Historiker ordnen solche Zeitstimmungen gerne unter „Vorabend“ ein.

    - See more at: http://www.wolfgangmichal.de/2013/01/uber-saue-und-dorfer/#sthash.y6isOLk3.dpuf
http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1505916.1358473066/640x360/strassenszene-berlin.jpg


Vorabend

Wie kann man als Zeitgenosse wissen, dass man gerade den Vorabend (einer Katastrophe, des Zusammenbrechens alter Ordnungen, des Hervorkommens neuer Ordnungen) erlebt?

Ein Indiz dafür, dass man einen Vorabend erlebt, könnte das vermehrte Auftreten von dog whistlern sein. Trouble Every Day. So neu ist das aber alles nicht. Zappa 1966:


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    "Trouble Every Day"
    Well I'm about to get sick
    From watchin' my TV
    Been checkin' out the news
    Until my eyeballs fail to see
    I mean to say that every day
    Is just another rotten mess
    And when it's gonna change, my friend
    Is anybody's guess

    So I'm watchin' and I'm waitin'
    Hopin' for the best
    Even think I'll go to prayin'
    Every time I hear 'em sayin'
    That there's no way to delay
    That trouble comin' every day
    No way to delay
    That trouble comin' every day

    Wednesday I watched the riot . . .
    Seen the cops out on the street
    Watched 'em throwin' rocks and stuff
    And chokin' in the heat
    Listened to reports
    About the whisky passin' 'round
    Seen the smoke and fire
    And the market burnin' down
    Watched while everybody
    On his street would take a turn
    To stomp and smash and bash and crash
    And slash and bust and burn

    And I'm watchin' and I'm waitin'
    Hopin' for the best
    Even think I'll go to prayin'
    Every time I hear 'em sayin'
    That there's no way to delay
    That trouble comin' every day
    No way to delay
    That trouble comin' every day

    Well, you can cool it,
    You can heat it . . .
    'Cause, baby, I don't need it . . .
    Take your TV tube and eat it
    'N all that phony stuff on sports
    'N all the unconfirmed reports
    You know I watched that rotten box
    Until my head begin to hurt
    From checkin' out the way
    The newsman say they get the dirt
    Before the guys on channel so-and-so

    And further they assert
    That any show they'll interrupt
    To bring you news if it comes up
    They say that if the place blows up
    They will be the first to tell,
    Because the boys they got downtown
    Are workin' hard and doin' swell,
    And if anybody gets the news
    Before it hits the street,
    They say that no one blabs it faster
    Their coverage can't be beat

    And if another woman driver
    Gets machine-gunned from her seat
    They'll send some joker with a brownie
    And you'll see it all complete

    So I'm watchin' and I'm waitin'
    Hopin' for the best
    Even think I'll go to prayin'
    Every time I hear 'em sayin'
    That there's no way to delay
    That trouble comin' every day
    No way to delay
    That trouble comin' every day

    Hey, you know something people?
    I'm not black
    But there's a whole lots a times
    I wish I could say I'm not white

    Well, I seen the fires burnin'
    And the local people turnin'
    On the merchants and the shops
    Who used to sell their brooms and mops
    And every other household item
    Watched the mob just turn and bite 'em
    And they say it served 'em right
    Because a few of them are white,
    And it's the same across the nation
    Black and white discrimination
    Yellin' "You can't understand me!"
    'N all that other jazz they hand me
    In the papers and TV and
    All that mass stupidity
    That seems to grow more every day
    Each time you hear some nitwit say
    He wants to go and do you in
    Because the color of your skin
    Just don't appeal to him
    (No matter if it's black or white)
    Because he's out for blood tonight

    You know we got to sit around at home
    And watch this thing begin
    But I bet there won't be many live
    To see it really end
    'Cause the fire in the street
    Ain't like the fire in the heart
    And in the eyes of all these people
    Don't you know that this could start
    On any street in any town
    In any state if any clown
    Decides that now's the time to fight
    For some ideal he thinks is right
    And if a million more agree
    There ain't no Great Society
    As it applies to you and me
    Our country isn't free
    And the law refuses to see
    If all that you can ever be
    Is just a lousy janitor
    Unless your uncle owns a store
    You know that five in every four
    Just won't amount to nothin' more
    Gonna watch the rats go across the floor
    And make up songs about being poor
    Blow your harmonica, son!
Die GBlogSuche nach »Wenn ein Millionenheer von Flüchtlingen« hat Resultate geliefert.

"Es wird böse enden."

We aren't talking about passports. Wir sind Rassisten. Der dog whistler sagt, dass wir das dürfen.

Was den Passport (s. u.) angeht, steht doch wohl außer Frage: Jérôme Agyenim Boateng (* 3. September 1988 in Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler und Brillendesigner.
Sagen Sie jetzt nichts, Jérôme Boateng.

Wenn dann jemand öffentlich äußert (bzw. zitiert wird, womit er rechnen konnte),
der in Berlin geborene und aufgewachsene Fußballspieler, der einen ghanaischen Vater und eine deutsche Mutter hat, [werde] zwar als Spieler in der deutschen Nationalmannschaft geschätzt, doch das bedeute nicht, dass er nicht als fremd empfunden werde und dieser Zeitung sagt: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

... dann ist das eine subjektive Einschätzung eines möglichen Empfindens von kleinen (xenophoben) Teilen der Bevölkerung, die gleichmal mit der gesamten Bevölkerung* gleichsetzt werden, von der er spricht und von der er sich nicht distanziert. Und im Übrigen sagt er auch nicht: "Aber sie wollen Boateng nicht als Nachbarn haben." (- was auch noch keine Beleidigung Boatengs wäre, sondern ggfs. eine derer, die ihn nich als Nachbarn haben wollen.) ... Sondern er sagt: "Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

Was aber ist ein Boateng:
- ein Spieler in der deutschen Nationalmannschaft?
- ein Spieler in der deutschen Nationalmannschaft, der einen ghanaischen Vater und eine deutsche Mutter hat?
- ein Mensch, der einen ghanaischen Vater und eine deutsche Mutter hat?
- ein Schwarzer, der einen ghanaischen Vater und eine deutsche Mutter hat?
- ein Schwarzer?
- einer, der hier nicht hingehört?
- einer, den der Staat uns vom Halse schaffen müsste? Und wenn der das nicht tut:
- einer, den wir schlagen dürfen?
- einer, den wir totschlagen dürfen?

Der so spricht: "Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ hat nicht eine Person beleidigt. Als der hannoversche Gauleiter Hartmann Lauterbacher (der übrigens später lange für den BND gearbeitet hat und dann offizieller Berater des Sultans von Oman, Qabus ibn Said, in Jugendfragen war) so um 1937 sagte, die Leute in Hannover wollen am Horst-Wessels-Platz keine jüdischen Geschäfte, hat er ja auch nicht Juden beleidigt, sondern die Reichspogromnacht vorbereitet.

Und so hat der Gauland mit dem kleinen gemeinen "einen Boateng" dem alltäglichen Rassismus nochmal etwas mehr Legitimation zu verschafft, womit der, der so spricht, zumindest billigend in Kauf nimmt, dass eliminatorischer Rassismus weiter aus dem fruchtbaren Schoß des alltäglichen kriecht. ("Teilverrohung der Gesellschaft" - Gewalt gegen Flüchtlinge wächst weiter, n-tv, 28.05.2016) - Ein klitzekleiner, aber ekliger Trick, - die feine Drehung der Sprache von der Information zur Propaganda.
Andrian Kreye analysiert das (heute in der Süddeutschen: ) sehr differenziert:
    ... Das alles soll nicht die Mehrheit überzeugen, sondern trägt zur schrittweisen Kodierung der Alltagssprache bei, es richtet sich an eine Wählerschaft, die eigentlich zu bürgerlich für die AfD ist, aber prinzipiell empfänglich für die Radikalität. Im englischsprachigen Ausland gibt es längst einen Fachbegriff. "Dog whistle politics" nennt man solche Kodierungen, Hundepfeifenpolitik. Das Bild ist griffig. So ähnlich, wie der Mensch die hohen Frequenzen einer Hundepfeife nicht wahrnimmt, Hunde aber sehr wohl, kann die Mehrheit der Bürger den Subtext vermeintlich harmloser Äußerungen nicht entschlüsseln, sondern nur die eingeweihte Zielgruppe.... Auch die AfD will die politische Mitte nur provozieren, weil das Empörungspotenzial des liberalen Konsenses ein zentrales Element ihrer Strategie ist. Das ist aber nur Teil einer rhetorischen Gratwanderung, bei der sie ihre radikale Haltung bewahren muss, ohne an Legitimität zu verlieren. Erschwerend kommt hinzu, dass radikale Äußerungen in Deutschland strafbar sein können, so eine Volksverhetzungsklage würde viel kaputt machen. Lädt man die Alltagssprache für die Stammklientel allerdings mit Subtexten auf, bleibt man als radikale Opposition glaubwürdig, wird weiter in Talkshows eingeladen und kann rassistische Standpunkte in die politische Mitte bringen...
Vgl. auch: Dispositiv (V): Das neueste deutsche Dispositiv: "Alternativ" ist jetzt rechts
So kann, wer so spricht, sich schuldig machen nach Strafgesetzbuch (StGB) § 130 Volksverhetzung, kann aber vermutlich nicht belangt werden.
    (1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
    1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
    2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet...
Ich bin gespannt, wie die zuständigen Strafverfolgungsinstanzen reagieren. Es kann vermutet werden: Gar nicht.

Man muss wohl feststellen, dass die Strategie der Vordenker der neuen Rechten, sich an Antonio Gramscis Strategie der "kulturellen Hegemonie" zu orientieren, erstmal erfolgreich ist, weil Sie offenbar ziemlich gut sind darin, mit den kleinen fiesen Injektionen in die Alltagssprache Diskurse (die dadurch keine mehr sind) zu verschieben.
Die Linke kann das nicht; - ich vermute oder hoffe - weil sie sich aus guten Gründen und historischen Erfahrungen scheut, Menschen auf diese Weise zu instrumentalisieren.

http://www.ausstellung-rausch.de/Bilder/Underground/Mengele_Ausstellung/Mengele_Sarrazin.jpg
Bernd Rausch: Eliminatorischer Rassismus
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* "Die Leute" - Es sei denn, er meint das wie Werner Enke, als der ein bisschen fummelt und auf Schätzchens Hinweis, da seien Menschen, antwortet: "Das sind keine Menschen, das sind Leute." - Aber das glaube ich nicht.)

"Es wird böse enden."

Der Islam, die Aufklärung und die "christlich-jüdische Tradition" (aka Der Westen)

Der Islam kannte keine Aufklärung, so lautet ein gängiger Vorwurf. Aber er hatte sie auch gar nicht nötig - bis der Westen kam.
- so Frank Griffel, Professor für Islamwissenschaften an der Yale-Universität und derzeit Gastprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung (27. Mai 2016). Seine zentrale These:
    Die oft gehörte Forderung, der Islam müsse sich reformieren und die Werte der Aufklärung übernehmen, ist aus der Kenntnis vormoderner islamischer Gesellschaften heraus sinnlos. Unser Verständnis vom Niedergang muslimischer Gesellschaften nach ihrer angenommenen klassischen Blütezeit - also um 1200 nach Christus - ist verfehlt. Sicher, nachklassische islamische Gesellschaften hatten auch ihre Probleme - autoritäre Strukturen und Mangel an politischer Partizipation etwa -, aber sie waren frei von den Missständen, die in Europa die Reformation und die Aufklärung zur Folge hatten, und damit auch frei von der Gewalt, die diese Umwälzungen erzeugten.
    "Weder gab es einen organisierten Klerus", schreibt Bauer, "noch eine Unterdrückung von Philosophie und Naturwissenschaften und auch keine Ketzerprozesse gegen Rationalisten." Hier hat die westliche Islamwissenschaft der letzten zwei Jahrhunderte einen falschen Eindruck erweckt: Der nachklassische Islam kennt keine Hexenverbrennungen, keinen Index verbotener Bücher und keine Religionskriege - alles Phänomene, die Europa plagten.

    Vielleicht ist dieser neue Blick auf die vom Kolonialismus zerstörten islamischen Gesellschaften nichts als eine andere Art der Verbrämung, im Islam wieder einmal einen Gegenentwurf zu westlichen Gesellschaften zu sehen, diesmal aber einen positiven, in dem die Übel der Moderne vermieden wurden.
    Doch selbst, wenn es eine Romantisierung sein mag, geht sie mit einem kritischen Blick auf das Eigene einher. Es scheint, als habe Europa sein Gegenüber auf der anderen Seite des Mittelmeeres lange missverstanden. Da mag selbst ein idealisierender Blick auf dieses andere - sofern er letztlich der Forderung nach einer Aufklärung des Islam ein Ende setzt - eine willkommene Abwechslung sein.
Lesebefehl!

Dazu passt: Wie die Philosophie "weißgewaschen" wurde

Vor 200 Jahren wurde am Wiener Kongress der Sklavenhandel abgeschafft. Das lag weniger an der Philosophie der Aufklärung und mehr an politisch-ökonomischem Kalkül. Denn die "großen, weißen Aufklärer" kümmerten sich wenig um die Versklavung Schwarzer Menschen. Das hat Folgen bis heute: Der Kanon der Philosophie wurde "weißgewaschen".
So der Philosoph Nathaniel Adam Tobias Coleman vom University College London im Gespräch mit science.ORF.at Via Burk's Blog


Möglicherweise hat also unser Verständnis von
Aufklärung (mehr als) ein Problem:

1. weißgewaschen; Vgl. Coleman und Das deutsche Dispositiv (III): Die Grundrechte und die Aufklärung: Immanuel Kants Physische Geographie, der Neger und der Vertriebene.

2. mangelnde Ambiguitätstoleranz: "Die islamische Zivilisation war verschiedenen orientalischen, persischen und indischen Einflüssen ausgesetzt und enthielt schon von vornherein eine größere Anzahl von Elementen unterschiedlicher Herkunft als die europäische. In ihrer weiteren Entwicklung hat sie im Fall eines Konfliktes zwischen zwei philosophischen Systemen in der Regel nicht eines davon eliminiert, sondern sie ließ beide - entweder Seite an Seite oder auf verschiedenen Ebenen - bestehen."
Damit gilt für die Philosophie in der islamischen Welt gerade nicht, was Hegel als Regel der Philosophiegeschichte überhaupt postuliert hatte: dass sich nämlich im Konflikt zweier Denksysteme ein drittes, neues durchsetzt, das dann die vorherigen "aufhebt". Diese Hegel'sche "Dialektik" hat Generationen von Wissenschaftshistorikern im Westen beeinflusst.
Sie ist zudem ein Bestandteil der These des Wissenschaftsphilosophen Thomas Kuhn, nach der sich Phasen der Normalwissenschaft mit kurzen, wirkungsreichen wissenschaftlichen Revolutionen abwechseln. All dies gehört heute zum Selbstverständnis des wissenschaftlichen Fortschritts im Westen, den dieser als Fortschritt der Menschheit überhaupt versteht...
(s.o. Griffel)

3. "Christlich-jüdische Tradition", Aufklärung und Auschwitz

4. Dialektik der Aufklärung: Was ist heute eingreifendes Denken?

5. ohne Rhythmusgefühl zu sein: Ein Kommentar von Carlos Santana - Toussaint L'Ouverture


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Archäologie (DXXV): Blog Review - Archäologen

Ich wollte schon immer mal wenigstens zwei bemerkenswerte Musik-Blogs empfehlen.

http://2.bp.blogspot.com/-nqF7NYSCgCg/TxEEC8KjnSI/AAAAAAAADas/WMVI-jvmXK4/s1600/so%2Bmany%2Blogo%2B18.jpg

1. Da gibt es einen Blogger, der über ein unglaubliches Archiv von Soundboard- and FM Live-recordings verfügen muss: Er stellt täglich ein Rock-Konzert vor, das an diesem Tag vor x Jahren stattgefunden hat.
Heute zB die Aufnahmen, die David Bowie am 30.05.1978 in Bremen für den Musikladen gemacht hat:
Soundboard Recording
01. Warsaw
02. Beauty And Beast
03. Heroes
04. Stay
05. Jean Genie
06. TVC 15
07. Arabama Song
08. Rebel Rebel

Gestern Eric Clapton - 1998-05-29 - Anaheim, CA und vorgestern Elton John - 1979-05-28 - Moscow, Russia ...
Sehr empfehlenswert: So Many Roads To Ease My Soul


http://1.bp.blogspot.com/-Ute0P-cG6T0/VOMq53shCKI/AAAAAAAAP5I/bwiCpVl90FE/s1600/wogbloglogo.jpg

2. WogBlog is a blog about all things Beatle. There will be news if we find them attractive, there will also be articles and features about solo- and Beatles activities and projects ...
Heute dort: Six days ago, without any fanfare, The Beatles published eighteen "preview videos" on YouTube, taken from last November's release of the 1 and 1+ video collection. The lengths of the video previews vary from 33 seconds to 47 seconds. Perhaps the publication was done to include the videos on a promotional page, pages over at the Beatles.com website or it may have been done to celebrate that the video collection just won an award.


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Sehr empfehlenswert für Beatles-Afficionados und für die Allgemeinbildung.

Mehrfach empfohlen habe ich bereits:

- Mange mes disques !
- Zero G Sound
- ManyFantasticColors
- Allerlei Buntes aus Deutschland
Unglaublich, was diese Archäologen ausgraben!
Was Sie mit den Download-Links machen, ist Ihre Sache.
The music on these blogs is intended to promote artists and labels and eventually to save the sound for future listening. It is made out of passion, without any commercial purpose. It aims to be a resource and research tool for the exploration of music as a part of cultural and social history, as a form of critique and celebration.
If you like the music, go try and buy the original if available. Support the artists, visit their concerts or do anything else to support cultural activities.

Re: Archäologie CCLXXIII: Michael Chaplin hilft uns zu verstehen, worum es eigentlich geht: "To leave a country is like breaking out of jail and to enter a country is like going through an eye of a needle... We are talking about passports!"

... muss immer mal wieder hochgezogen werden: A clip from the 1957 movie, A King in New York, starring Charlie Chaplin and his son Michael Chaplin.


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https://pbs.twimg.com/profile_images/3486407426/616f850e0aaf8d923c3b2005c25e1344_400x400.jpeg
Toll diese Augen: Der Blick des Kindes ist immer noch da ...

http://1.bp.blogspot.com/_SzbHbpwwO-8/TTdORnOEMDI/AAAAAAAAC_Y/SHY0tLqR9R0/s1600/rupert%2Bmichael%2Bchaplin.jpg

... der das Wesentliche fokussiert:
We are talking about passports!
    Travel around a bit and then you will see how free they are.
    But you didn’t let me finish…
    They have every man in a straitjacket and without a passport he can’t move a toe.
    But if you will allow me to finish…
    If a free world they violate the natural rights of every citizen.
    But you don’t let me fully…
    They have become the weapons of political despots.
    Yes but may I…
    And if you don’t think as they think, you deprived of your passport.
    But, will you allow me…
    To leave a country is like breaking out of jail and to enter a country is like going through an eye of a needle.
    But…
    Am I free to travel?
    Of course, you are free to travel!
    Only with a passport!
    Will you allow me to say some…
    Only with a passport!
    Ba…
    Do animals need passport?
    Ae...ae. Are you finished?
    It’s incorrigible that in this atomic age of speed we are shut in and shut out by passport.
    If you will you shut up and let somebody else talk?
    And free speech, does that exist?
    No you got it all.
    And free enterprise.
    We were talking of passports.
    Today is sole monopoly.
    All right! Now will you…
    Can I go into the automobile business and compete with the other truck.
    If I can get in a word…
    Not a chance. Can ago into the grocery business and complete with the chain store?
    Will you shut up!
    Not a chance. Monopoly is the menace of the free enterprise. As I look back sixty years ago…
    Where were you sixty years ago? [] Very well now, have you finished? Now let me say something. Let me tell you how wrong you are. In the first place…in the first place…now I have forgotten what I wanted to say.
    On the atomic bomb.
    Aha..
    It’s a crime that when the world cries for atomic energy, you want to make atomic bombs.
    Me! I am against atomic bombs.
    You want to wipe out civilization. Destroy all life on this planet. You don’t…
    I lost..I lost my throne because I didn’t want atomic bombs.
    You and your kinds think atomic bombs can solve your problems.
    Listen you little rat…
    Today man has too much power. The Roman Empire collapsed with the assassination of Caesar and why?
    If you…
    Because of too much Power. Feudalism blew up with the French revolution and why?
    aa…
    Because of too much Power.
    And today the whole world will blow up. And Why.
    [Because of Too Much Power]
    The monopoly of power is a menace to freedom. It’s grave and victimizes every individual. And where is the individual.
    I don’t know!
    Locked in terror because he is draped in hate instead of love. If the civilization is to survive we must combat power until peace and dignity of man are restored.
    (Transkript von At The Edge)
Archäologie CCLXXIII: A King in New York = Grundkurs Politik: Aktuell not-wendig


Nachtrag:
Common Sans
Is a typeface that replaces the word refugee with the word human.
http://t3n.de/news/wp-content/uploads/2016/05/common-sans-schriftart-2-teaser-595x341.jpg
Being a refugee is a temporary status, being a human is permanent. Humans are amazing. A stamp on their passport should not let us believe otherwise.

Rewrite, retype, rethink.

Download Common Sans

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

Haftungsausschluss

The music featured on this blog is, of course, for evaluation and promotion purposes only. If you like what you hear then go out and try and buy the original recordings or go to a concert... or give money to a down on his luck musician, or sponsor a good busker, it may be the start of something beautiful. If your music is on this blog and you wish it removed, tell us and it shall be removed.

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