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Politik unterrichten

Zur CeBIT: Designed for the Dump

... weil diese Messe nun gerade mal hier in Hannover stattfindet und gestern auch Frau Merkel da war und Herr Erdogan, der auch noch Herrn Schröder und seine Frau zuhause in Waldhausen mit seiner kompletten Entourage - was ein wenig an Szenen aus dem dem saumäßig schlechten Krimi "Tod in Istambul" von ebenfalls gestern erinnert - besucht hat, wobei eines seiner Begleitfahrzeuge (BKA) bei der Abfahrt einem BILD-Fotografen, den Schröder aber auch kennt, über den Fuß gefahren ist, der sich andererseits aber auch unerlaubterweise auf der Fahrbahn befand - jedenfalls sein betroffener Fuß -, worauf Frau Schröder-Köpf sich eine Jacke angezogen hat und mit Cool-packs wieder aus dem Haus gekommen ist oder so ähnlich, wo doch Erdogan sich eigentlich doch sowieso schon schwer daneben benommen hatte, andererseits als interessanter Partner gilt ... Die Nachrichten sind da heute sehr unübersichtlich, - da passt ein solch eher schwer didaktisiertes Lehr-Video - via keimform.de:

Rewind: Guttenberg-Gambolputty's letztes Interview

Dem auch in meiner Blog-Roll grassierenden Gutt-bye will ich mich nicht verschließen; - hier noch einmal das legendäre letzte Interview (dann soll auch Schluss sein):



... bis auf den schönsten Nachruf - von Volker Pispers:
Terrorgefahr gebannt, Kriegsminister erklärt Kapitulation
via chefarztfraulicher: beobachter




... und doch noch einen Nachtrag:

Dieter Hildebrandt über das Verhältnis von Politik und Lüge bei DRadio Daily Agenda (siehe Sidebar rechts).

... und doch einer:

Georg Seeßlen über Berlusconismus - oder: Der Freiherr als Staubsaugervertreter

Guttenberg geht für den Moment, aber er wird wiederkommen. ­Ein vorläufiger Nachruf auf einen künftigen Politikertypus

Jedes europäische Land auf dem Weg in die Postdemokratie bekommt den Berlusconismus und seine Vertreter, die es verdient. In ihrer äußeren Erscheinung und in ihrer back story mögen sie unterschiedlich sein, die Postdemokraten in Italien, Frankreich, Russland, Polen oder nun eben Deutschland; das Grundmodell ihrer Macht dagegen ähnelt einander verblüffend.

Karl-Theodor zu Guttenberg begründete seinen Rücktritt als Verteidigungsminister mit der veränderten Wahrnehmung seiner Person durch die Medien. Das war keineswegs überraschend: Der berlusconistische Politiker erhält seine Macht nicht so sehr durch die parlamentarisch-demokratischen Institutionen und nicht durch die Hierarchien und Allianzen der Parteien, sondern vor allem durch die Medien. Nicht Wahl oder Diskurs entschieden über seine Macht, sondern seine mediale Präsenz – möglichst überraschend, möglichst „unpolitisch“.

Dementsprechend definiert er sich als meta-parteilich, als unabhängig und solitär. So wird er zur direkten Antwort auf die „Politikverdrossenheit“, die nicht zuletzt eine Parteienverdrossenheit ist: Berlusconismus ist, unter vielem anderen, Politik für Leute, die mit Politik nichts im Sinne haben, sowohl unpolitische Politik als auch politische Un-Politik.

Damit hängt zusammen, dass der berlusconistische Politiker sich nach den Gesetzen der Unterhaltungsindustrie inszeniert. So wie er selber als gecasteter Typus in einer politischen Seifenoper erscheint, verbindet er sich auf einer zweiten Ebene mit dem Entertainment: Der eine heiratet eine Schlagersängerin, der andere lässt sich von Quiz-Kasperles hoffieren, jener unterdrückt und dieser kauft die Zeitungen, die er braucht. Der unsere lässt seine Frau als Pädophilenjägerin im Privatfernsehen auftreten und ist mit eingebetteten Schreibern und Bildermachern unterwegs.

Zur Inszenierung gehört weiter, dass der berlusconistische Politiker Wert auf sein Erscheinungsbild legt, was durchaus karikaturistische Drastik beinhalten kann: Von „Burlesquonis“ Lifting zu Guttenbergs Haargel – stets erscheint eine Art bizarrer, etwas vulgärer Eitelkeit, ein polyvalentes sexuell-ökonomisches Bild. Nicht schön, aber laut....

Er erhält seine Zustimmung, wie medial diese auch immer manipuliert sein mag, nicht trotz, sondern gerade wegen seiner Verstöße gegen Gesetz und die fundamentalen Regeln von Stil und Anstand. Er ist ein Volksheld auch in dem Sinne, dass er sich scheinbar ehrlich – „Blödsinn“ – zu seinem Verhalten bekennt: Ohne bescheißen kommt man zu nichts. Wesenszug dieses Populismus ist der Anti-Intellektualismus. Insofern geht es in der Zustimmung zum Bescheißen nicht nur ums Akzeptieren unehrenhaften Verhaltens, sondern auch um die Abwertung der akademischen Institutionen.
... weiter im Freitag 9/11

Alter Witz über Gambolputty- oder: The Facebook Revolution

In der DDR gab es immer schöne Witze, z. B. diesen:

Kommt ein Manager aus der BRD (NSW!) zur Leipziger Messe und geht abends in die Oper. Der Tenor ist fürchterlich, dennoch gibt es am Ende der Aufführung für ihn stehende Ovationen. Immer wieder wird der Tenor auf die Bühne geklatscht, muss sich verbeugen ...
Fragt der Westmensch seinen Nachbarn: "Sagen Sie mal, der war doch furchtbar!?"
"Nuu - - -", antwortet der Leipziger, "dess wiss'ma ooch, aber heute machma'n ferrddisch."

Könnte das der facebook-Gruppe Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg mit ihren soeben 301.052 Gefallenden ähnlich sein ... ?

Vgl. z.B diesen Eintrag dort:
gutt-klein87% JA-Stimmen beim BILD-Entscheid :-) Das Volk steht hinter zu Guttenberg! Da ich auf meinem iPad schon die morgige BILD lesen kann, möchte ich euch einfach mal schon jetzt das Ergebnis mitteilen.
Herzlichen Dank und noch einen schönen Feierabend, Tobias :-)


Schöne Satire von Tobias zur facebook revolution: ab 499,00 € mittags schon die morgige BILD lesen können, - harr harr! - Da gibt er's doch mehrfach ironisch gewendet dem Guttenberg und dem Araber!! - Und da liegt der Tobias richtig: Wenn das die facebook-Revolution ist, bin ich geneigt, mit ihm eine Unterstützerseite für Gaddafi einzurichten. Melde dich, Tobias, ich bin dein Freund!

Focus kommentierte 1971:


vgl. Akkerman in der aktuellen Version

Guess Who: ... Straighten Out

1. Guess Who
... hat erneut eine über weite Strecken wirre Rede ans Volk gehalten. In einer Ansprache per Telefon, die vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde, machte er die Terrororganisation Al Kaida für ... verantwortlich.
  • George W. Bush ?
  • Thomas de Maizière ?
  • Muammar al-Gaddafi ?

Die Lösung hier beim Öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Bundesrepublik Deutschland, - das sich in der Radioabteilung auch dies hier erlaubt

2. Guess Who Payed The Bill
Vor seiner umstrittenen Promotion an der Universität Bayreuth war Karl-Theodor zu Guttenberg dort gleichzeitig Student und Sponsor. Die Rhön-Klinikum AG, bei der die familieneigene Beteiligungsgesellschaft derer zu Guttenberg ein dickes Aktienpaket hielt, gehört zu den Stiftern des Lehrstuhls für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, der im Jahr 2000 eingerichtet wurde und bei der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt ist. Nach Tagesspiegel-Informationen fließt dafür pro Jahr von der Rhön-Klinikum AG ein sechsstelliger Beitrag. Zuwendungen dieser Größenordnung seien „eher selten“, heißt es in der AG. Geschäftsführender Direktor des Instituts, zur Zeit aber beurlaubt, ist der renommierte Medizinethiker, Transplantationsmediziner und Theologe Eckhard Nagel, der auch Mitglied im Nationalen Ethikrat ist.
Guttenberg, der an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät studiert und promoviert hat, saß von 1996 bis 2002 im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG. Danach verkaufte die Familie Guttenberg ihre Aktien mit hohem Gewinn an die HypoVereinsbank. Der Börsenwert soll bei 260 Millionen Euro gelegen haben.

Quelle: tagesspiegel.de via nds

3. Guess Who
... hat vor sieben Jahren, 2004, den libyschen Machthaber Gadaffi besucht? Seitdem verbessern sich die schwer belasteten offiziellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Gaddafischroeder

4. Guess Who at Electric Ladyland Studios 1975: Straighten Out

A Libyan Pastoral

Geniale Inszenierung - ich vermute: Monty Python's Flying Circus featuring Salvador Dali hat das libysche Staatsfernsehen gehackt:



Da hat der Vater der Revolution und faktische Chef der Sozialistischen Libysch-Arabischen Volks-Dschamahirija* aber nochmal gezeigt, was eine richtige Revolution ist: Surrealismus + Kampf gegen „Ratten“, „Kakerlaken“ und „Gangs“ von Rauschgiftsüchtigen; - nicht so'n neoliberales Facebook-Soros-Kinderding von wegen (Markt-)Freiheit. Wenn ihm nur nicht die Stämme einen Strich durch die verkommene Revolution machen ... "Demokratie" - was immer das sein mag - scheint nicht in Sicht ...

Stammes- und Clankulturen können wir hier besichtigen: Afghanistan, Kosovo, Kärnten (Die Austria-Connection der Gaddafis) ...

Welcome back to the middle ages!



____________________________________________________________
* Gemäß der Verfassung von 1969 ist Libyen ein basisdemokratischer Staat auf der Grundlage des Islam. Dem Generalsekretär des Allgemeinen Volkskongresses, Muhammad Abu l-Qasim az-Zuwai, steht als Staatsoberhaupt ein siebenköpfiges Generalsekretariat zur Seite. Die faktische Macht liegt jedoch beim Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Oberst Muammar al-Gaddafi. Der Allgemeine Volkskongress, dessen ca. 2.700 Delegierte von lokalen Volkskongressen (rund 600 für je durchschnittlich 10.000 Einwohner), Gewerkschaften, Streitkräften und anderen Massenorganisationen entsandt werden, ist die höchste politische Institution und besitzt sowohl legislative als auch exekutive Funktionen.
Im Jahr 2000 löste dieses Parlament aber auf Vorschlag Gaddafis die Zentralverwaltung des Landes weitgehend auf und übergab sowohl Gesetzgebung als auch Regierungsgewalt an regionale Parlamente und Ausschüsse.
(wiki)

Was die "Jasminrevolutionen" (vgl. die Rosen- Orangen- usw. Veranstaltungen der letzten Jahre**) jetzt bringen sollen, ist dieses Demokratiemodell:

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg entfielen...

* ... 43,0 Prozent aller möglichen Stimmen auf niemanden.
* ... 26,2 Prozent aller möglichen Stimmen auf die SPD.
* ... 11,9 Prozent aller möglichen Stimmen auf die CDU.
* ... 6,1 Prozent aller möglichen Stimmen auf die Grünen/GAL.
* ... 3,6 Prozent aller möglichen Stimmen auf die FDP.
* ... 3,5 Prozent aller möglichen Stimmen auf die LINKE.

Das größte Lager stellen die Nichtwähler - so groß war dieses Lager in Hamburg noch nie. Die absolute Mehrheit der Sozialdemokraten begründet auf etwa einem Viertel aller möglichen Stimmen. Selbst eine (hypothetische) Große Koalition würde nur etwas mehr als ein Drittel aller Stimmen hinter sich vereinen. Die Opposition ist indes ein Gegenspieler, der ebenso nur von einem Viertel aller Wähler installiert wurde.
De Lapuente hat dankenswerterweise wieder gerechnet.

_________________________________________________________
** ... mit diesem idiotischen revolution branding werden die facebook-Revolutionäre vorsätzlich gegen die Wand gefahren, oder sie fahren selbst ... Vgl. dazu auch Lasst sie ihr Ich finden - Mona Sarkis bei tp

Adel V: Pour Gambolputty-Guttenberg: Vian et Gainsbourg: Je bois ...

... systématiquement pour oublier tous mes emmerdements ...


[aus: "Gainsbourg“ von Joann Sfar]

Selbstverständlich seien dem Kriegsminister bei dieser Gelegenheit auch die Ameisen und der Deserteur beigegeben.

Monsieur le Président
Je vous fais une lettre
Que vous lirez peut-être
Si vous avez le temps
Je viens de recevoir
Mes papiers militaires
Pour partir à la guerre
Avant mercredi soir
Monsieur le Président
Je ne veux pas la faire
Je ne suis pas sur terre
Pour tuer des pauvres gens
C'est pas pour vous fâcher
Il faut que je vous dise
Ma décision est prise
Je m'en vais déserter

Depuis que je suis né
J'ai vu mourir mon père
J'ai vu partir mes frères
Et pleurer mes enfants
Ma mère a tant souffert
Elle est dedans sa tombe
Et se moque des bombes
Et se moque des vers
Quand j'étais prisonnier
On m'a volé ma femme
On m'a volé mon âme
Et tout mon cher passé
Demain de bon matin
Je fermerai ma porte
Au nez des années mortes
J'irai sur les chemins

Je mendierai ma vie
Sur les routes de France
De Bretagne en Provence
Et je dirai aux gens:
Refusez d'obéir
Refusez de la faire
N'allez pas à la guerre
Refusez de partir
S'il faut donner son sang
Allez donner le vôtre
Vous êtes bon apôtre
...
dies grundsätzlich und akutell zum Attraktivitätsprogramm des Kriegsministeriums - siehe auch unten Adel IV

Gerade meldet die zuständige Presse, dass Guttenberg gestanden hat und nun sein Amt mit aller Kraft ausüben will.

Das sollte zu denken geben! Mit aller Kraft machen sie alles: Doktorarbeiten, Feldzüge (Von Biggles goes bombing with the RAF), Sozialabbau, Abschiebungen ...

Siehe dazu auch: "Guttenberg und das anti-elitäre Sarah-Palin-Ticket" - bei CARTA

Adel IV: Guttenberg-Gambolputty, Plagiat, Kritische Justiz, Kriegsministerium, Frontex und Exterritoriale Lager

application/pdf icon
Rezension Kritische Justiz 1/2011 (PDF)
linksunten.indymedia.org oder hier.
Siehe auch die Dokumentation der Süddeutschen Zeitung

Doktorarbeit

Wenn man schon seinen Namen
Johann Gambolputty de von Ausfern-Schplenden-Schlitter-Crasscrenbon-Fried-Digger-Dingle-Dangle-Dongle-Dungle-Burstein-von-Knacker-Thrasher-Apple-banger-Horowitz- Ticolensic-Grander-Knotty-Spelltinkle-Grandlich-Grumblemeyer-Spelterwasser- Kurstlich-Himbleeisen-Bahnwagen-Gutenabend-Bitte-Ein-Nürnburger-Bratwustle- Gerspurten-Mitz-Weimache-Luber-Hundsfut-Gumberaber-Shönedanker-Kalbsfleisch-Mittler-Aucher von Hautkopft of Ulm
nur mit copy+paste bewältigen kann, wie dann eine Doktorarbeit?

Im Übrigen ist das ja kein Gambolputty-Problem; - bei jeder Facharbeit, jeder Staatsexamensarbeit, jedem Entwurf für einen Prüfungsunterricht ist es ein Leichtes, eine Textpassage bei einer Suchmaschine einzugeben und das Original zu finden - Stefan Webers GuttenPlag Wiki
Zum eigentlichen Problem lese man bei Stefan Weber:
Das Google-Copy-Paste-Syndrom
Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden


Interessanter eigentlich dieses

Zitat

aus dem Attraktivitätsprogramm des Kriegsministeriums (financial-times-deutschland): «Angesichts der demografischen Entwicklung sowie der anstehenden strukturellen Anpassungen der Bundeswehr werden künftig verstärkt auch junge Menschen mit unterdurchschnittlicher schulischer Bildung beziehungsweise ohne Schulabschluss personalwerblich anzusprechen sein.»
via chefarztfraulicher:beobachter

... die ja dann auch bei Frontex eingesetzt werden könnten, - einer Einrichtung, die die deutsche Öffentlichkeit erst seit kurzem kennt. Es ist erstaunlich - oder bezeichnend -, dass bei der Netzrecherche vor wenigen Tagen (für meinen aktuellen Politikunterricht) zum Problem nur der Hinweis auf ein SWF-NDR-Feature von 2008 gefunden wurde:
FRONTEX und der Krieg im Mittelmeer

Frontex und Exterritoriale Lager

Plötzlich sind der deutschen Mehrheitspresse sogar die exterritorialen Lager der EU bekannt, nach denen man sonst lange suchen musste:
Fortress Europe: Grenze Sahara. Die Inhaftierungslager in der libyschen Wüste

Zum Kotzen! Vgl. Lutz Herden im Freitag von heute:

...Man muss besorgt sein, ob die Revolutionen in Arabien der Rhetorik überhaupt gerecht werden können, mit der sie Politik und Medien im Westen großzügig beschenken. Das wortschwülstige Sympathisantentum mit dem Aufstand in Ägypten scheint sich für nichts zu schade. Ausgenommen die Erinnerung an eigenes Sympathisantentum mit dem per Staatsstreich in die Pension entsandten Präsidenten Mubarak. Es nehmen Leute das Wort Revolution in den Mund, die sich noch vor Tagen beim Wort Kommunismus am liebsten öffentlich übergeben hätten. Dabei ist – nicht nur historisch gesehen – „die Revolution“ häufig auf dem gleichen Parkdeck zu Hause wie „der Kommunismus“. Jener hinterließ im Übrigen nicht nur die vielbeschworene Blutspur, sondern auch einen konsistenten Revolutionsbegriff. Wollte sich die arabischen Realitäten unserer Tage dem andienen, würde den hiesigen Revolutionschronisten vermutlich weniger falsches Pathos in die Feder schießen. Revolutionen bleiben dann im Wort, wenn sie gesellschaftliche Verhältnisse radikal umwälzen wie in Frankreich 1789 oder in Russland 1917...

Um so mehr darf sich Europa glücklich schätzen, wenn ihm unverhofft die Chance in den Schoß fällt, sich auf die Höhe der arabischen Umbrüche zu schrauben und den revolutionären Traktaten nun auch revolutionäre Taten an die Seite zu stellen. Dem alten Kontinent wird eine Art Revolutionsimport aus Nordafrika zuteil. Man muss jetzt nicht mehr für die „Massen auf dem Tahrir-Platz“ schwärmen, sondern kann ganz praktisch der Masse von Flüchtlingen helfen, die an europäischen Küsten stranden. Boatpeople aus Tunesien, die das andere Gesicht des Aufruhrs zeigen und zu verstehen geben, dass nichts ausgestanden, nichts vorbei, nichts wirklich besser ist, wenn sich die alte Macht als neue Regierung verkauft...


Und nun? Ich fürchte, die Angst vor dem Marsch geht um und wird weiter geschührt- oder:
Wer zu spät schießt, den bestraft das Leben... ad sinistram

2011-02-14-lampedusa-b

Definition von Solidarität als “Verbindung von Zärtlichkeit und Fairness”

siehe unten!

und noch weiter unten der

Soundtrack zu dieser Revolution und ihrer Konterrevolution

: Asian Dub Foundation: Fortress Europe

Sorgen um die Eliten

... macht sich angesichts der derzeit unsicheren Lage bei den Arabern der FAZ-blog Stützen der Gesellschaft
... aber ganz witzig:
28jan1
Entsetzliche Szene in Tunis: Präsidenten-Gattin Leila Ben Ali (53) liess auf dem Weg zu ihrem vorläufigen Feriendomizil in Saudi-Arabien (geschätzt 53 Zimmer mit Blick auf romantische Wüsten) bei der Nationalbank anhalten, um anderthalb Tonnen ihres Privatgoldes für die Fortführung ihrer bisherigen karitativen Tätigkeiten abzuheben. Nachdem tunesische Habenichtse den Vorgang jetzt ausnutzen, um einen internationalen Haftbefehl zu erlassen, fragt man sich nicht nur bei der nordafrikanischen Elite, welche Respektlosigkeiten bald auch anderen Stützen der Gesellschaft drohen könnten....

Davos-Babel: "Globaler Selbstmordpakt"

Davos. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das aktuelle weltweite Wirtschaftsmodell in Bezug auf die Umwelt als „globalen Selbstmordpakt“ bezeichnet. Komme es nicht zu einer Reform, werde dies zu einer Katastrophe führen, sagte Ban am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

„Wir brauchen eine Revolution“, um die Umwelt zu retten, erklärte Ban. „Der Klimawandel zeigt uns auch, dass das alte Modell mehr als überholt ist.“ Die Zeit werde knapp, den Klimawandel anzugehen und nachhaltiges Wachstum sicherzustellen, sagte der UN-Generalsekretär...

Der britische Premierminister David Cameron forderte, die Industriestaaten müssten ihr Hauptaugenmerk auf ihre Verschuldung lenken. Die hohen Schulden der reichen Staaten seien ein Hemmnis für Handel und Wachstum. „Unser oberstes Ziel lautet, das Schreckgespenst massiver Staatsschulden zu vertreiben“, sagte Cameron. Europa sei sein eigener schlimmster Feind, weil hohe Schulden angehäuft wurden und zu viele Barrieren den ungehinderte Finanz- und Handelsströme behinderten.


Diese dapd-Meldung findet sich z.B. in der Süddeutschen Zeitung von heute in der Rubrik Politik und Markt auf Seite 27 (= S. 3 des Wirtschaftsteils, randspaltig). Zum einen ein schönes Beispiel für die Freiheit der Presse, vorn das dumme Zeug der Kanzlerin zu berichten und kritisch zu kommentieren (sie zeige zu wenig europäische Führungsstärke) und hinten den immerhin Generalsekretär der VN mit seiner Fundamentalkritik in die Randpalte zu drücken mit einem Agenturmeldungskongressbericht, in dem auf die Wiedergabe der Äußerungen des Generalsekretärs die Wiedergabe der Äußerungen des britischen Premierministers folgt, die eben zum anderen als schönes Beispiel für Babel gelten könnten, insofern dieser Herr Cameron das Modell konsequenter durchzusetzen empfiehlt, das der Generalsekretär gerade eben als Ursache der Katastrophe herausgestellt hatte. - Was beim Lesen der Agenturmeldung auf den kurzen Blick vermutlich nicht auffällt, was evtl. wiederum mit der Freiheit der Presse zu tun haben könnte, das eher hinten in der Randspalte zu entsorgen...

Kosovo revisited: Organhandel. Stille Tage in Rambouillet II

Sonderermittler Marty steht zu seinen Organhandel-Vorwürfen gegen den Kosovo-Regierungschef Thaci. Im Europarat legte er seinen Bericht vor und griff seine Kritiker an. Er hielt ihnen opportunistisches Schweigen vor. Denn Hinweise auf die Verbrechen gebe es seit Jahren.
Es klingt fast zu abscheulich, um es zu glauben: Dass der amtierende Ministerpräsident des Kosovo, Hashim Thaci, während des Krieges eine schwerkriminelle Bande geführt hat. Dass diese Bande Teil der Befreiungsorganisation UCK war. Und dass in deren Gefangenenlagern serbischen Soldaten Organe entnommen wurden, um sie auf dem internationalen Schwarzmarkt zu verkaufen...

Von Martin Durm, ARD-Hörfunkstudio Straßburg

Organhandel_Karte

3er-BandeInteressanter noch als die Frage, wie die BRD, die nach der Islamischen Republik Afghanistan, den USA und der Französischen Republik sich beeilte, die völkerrechtlich zumindest fragwürdige Sezession des Kosovo (Kosovo – eine islamische Parallelgesellschaft wird zum „Staat“) anzuerkennen, damit umgehen wird, ist die danach, was die UCK-Thaci-Freunde von 99, als RotGrünSchröderFischer zum ersten Mal Krieg spielen durften, wissen konnten:

Kosovo revisited - oder: Stille Tage in Rambouillet

Wie heißt es doch in Henry Millers "Stille Tage ...": "Er hat sich in die Patsche gefickt." Wie die albanische Mafia mit deutscher Hilfe zur UCK wurde. Zu Beginn des Krieges behauptete der UCK-Führer... ...
gebattmer - 2008/04/15

Carla del Ponte acusa de tráfico de órganos al líder de Kosovo
Un libro de la ex fiscal de la ONU denuncia que la guerrilla kosovar de Thaçi arrancó vísceras a presos serbios RODRIGO CARRIZO - Ginebra - 13/04/2008 - El PaisEn el verano... ...
gebattmer - 2008/05/15



CIA World Facctbook: Kosovo

Medien, Internet, Krieg. Das Beispiel Kosovo. Ein Beitrag zur kritischen Medienanalyse. Stefan Krempl (2004)

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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