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Warum ist eigentlich die Zuwanderung direkt in ein soziales Fürsorgesystem in Europa und in Deutschland so unklar und missverständlich geregelt?
NDS 18. März 2014

Update Italien / Venetien: Sezession als Aufkündigung der Solidarität mit den ärmeren Regionen einer Nation = Wohlstandschauvisnismus

Strange things going on:
Das Schweiz-Magazin meldet: Venedig stimmt über Unabhängigkeit von Italien, EU und NATO ab

Vom Sonntag bis zum Donnerstag wollen die Bürger der Stadt Venedig und der Provinz Venetien über die Unabhängigkeit von Italien, sowie den damit verbundenen Austritt aus EU- und Nato-Mitgliedschaft, abstimmen. Bereits 2006 verabschiedeten die lokalen Behörden das Gesetz über die Abstimmung. Deutschsprachige Medien haben eine Nachrichtensperre über dieses Referendum verhängt. Man fürchtet die "Büchse der Pandora" damit zu öffnen und der Funke der Freiheit und der Freiheitsdrang der Völker Europas, speziell der Deutschen, Schweizer und Österreicher, überspringt. Nur britische Zeitungen berichten daüber und die BBC.

68 Prozent von sechs Millionen Venezianern und die Einwohner anliegender Gebiete (viermal soviel wie die Krim-Bewohner) sollen für die Unabhängigkeit sein. Bei einer Umfrage, die von der Tageszeitung "Corriere della Sera" im September 2012 durchgeführt wurde, betrug der Prozentsatz sogar 80 Prozent Unabhängigkeits- und Austrittswilliger.


Ob es in hier wirklich eine Nachrichtensperre gibt, ist ist noch zu klären (seltsam ja auch, dass der Livestream des staatlichen russischen Senders Russia Today für deutsche Benutzer gestern gesperrt war - nicht aber etwa für Benutzer aus Frankreich), und es fällt schon auf, dass sich bei der Abfrage "Referendum Venetien" bei der Hauptstelle für das Beantwortungswesen kaum deutsche Großmedien finden, die darüber berichten, - mit Ausnahme der Süddeutschen Zeitung vom 17.03.:
Ende der Solidarität

Die Lega Nord fragt die Bürger Venetiens in einer Online-Abstimmung, ob ihre Region unabhängig werden soll. Der Initiator klagt, dass jährlich 20 Milliarden Euro in den Süden Italiens fließen würden.

Genaueres immerhin bei Telepolis:
Venetien soll durch ein Referendum unabhängig werden - Florian Rötzer 17.03.2014

Nochmal SchweizMagazin:
Das Endergebnis am Donnerstag wird mit Spannung erwartet. Womit müssen die Venezianer rechnen? Werden die Amerikaner Kampfjets in Albanien und Österreich stationieren oder vom grössten VS-Militärstützpunkt im Ausland, im Kosovo, Venedig angreifen und zerbomben? Wird die EU wieder massenhaft Politiker entsenden und sie auf dem Mercatao de Rialto zum Staatsstreich aufwiegeln?
Wird die Abstimmung, wie auch auf der Krim, für ungültig erklärt und tritt der UN-Sicherheitsrat zusammen? Und wo ist überhaupt die OSZE mit Bundesrat Burkhalter an der Spitze um die Abstimmung zu beobachten?
Rom hat bereits angekündigt, das Referendum und das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht anzuerkennen und hat Konsequenzen angedroht. Wird Putin dann Hilfe schicken und der neuen Republik Venetien Schutz anbieten wie auch dem Krim-Volk?


Das Problem ist ja ein anderes: Das Phaänomen der Sezession als Aufkündigung der Solidarität mit den ärmeren Regionen einer Nation, hier dem armen Süden, ist ja seit dem Zerfall der UdSSR und - noch markanter - Jugoslawiens, das mithilfe der volkswirtschaftlichen Planungsstäbe der Deutschen Bank filettiert wurde, bekannt. Dass es nun in den Kernstaaten der EU ankommt, ist beunruhigend. Mit einem Selbstbestimmungsrecht der Völker hat das nichts zu tun, eher mit Failing States.

Update Ukraine / Krim (VII): Hurensöhne und das Recht auf Sezession - Self-determination as Great Powers' Rule?

Wenn man an differenzierten Nachrichten interessiert ist:
Telepolis : Dossier-Übersicht Krimkrise

Ansonsten: Was ja erstaunt in der Angelegenheit ist die auffällige Differenz zwischen veröffentlichter Meinung und Kommentaren/Leserbriefen, was die Bewertung der russischen Position und des russischen Vorgehens angeht. Das möchte einen ja freuen, aber zuweilen ist die Logik der Argumentation doch ein wenig zum Fürchten: Wenn sich die Russische Föderation jetzt der Argumentation bedient, die der Westen betr. Kosovo, Irak und Libyen verwendet hat und die - da sind wir uns doch einig - völkerrechtlich zumindest zweifelhaft war, wird die doch dadurch nicht besser, nur weil die Russen sie jetzt - Chuzpe! - umdrehen = Schadenfreude! Also: nur weil der Feind meines Feindes jetzt meinem Feind (bzw. der mir unsypathischen Regierungschefin und deren noch unsymathischeren Verbündeten) ans Bein pisst, ist das ja völkerrechtlich noch nicht in Odnung!
Da geht etwas durcheinander, das dringend der Klärung bedarf:

Für den Völkerrechtler Michael Bothe ist ... nicht so eindeutig zu beantworten, ob das Krim-Referendum am Sonntag unzulässig ist und eine Mehrheitsentscheidung zugunsten einer Abspaltung nicht anerkannt werden darf. Der ehemalige Frankfurter Professor fordert Gleichheit vor dem Völkerrecht und gibt zu bedenken, dass sich das Kosovo sogar ohne Volksabstimmung für unabhängig von Serbien erklärte und dies den Beifall vieler westlicher Staaten fand. Der Internationale Gerichtshof habe diese Unabhängigkeitserklärung dann 2012 in einem Rechtsgutachten für völkerrechtlich nicht verboten erklärt. Zudem gebe es laut Gericht keine völkerrechtliche Norm, die eine Sezession verbiete... (Tagesspiegel 12.03. - In der Süddeutschen vom 06.03. war sein Beitrag überschrieben Keine Frage der Sympathie!).

Andreas Zielcke argumentiert anders (in der Süddeutschen vom 14.03.): Osttimor, Südsudan, Eritrea: ja. Kurdistan, Tibet, Palästina: nein. Eine erfolgreiche Sezession ist vor allem von der Zustimmung der globalen und regionalen Großmächte abhängig. Juristisch hingegen spricht alles gegen die Rechtmäßigkeit des Krim-Referendums.:

In einem illustrativen Überblick belegt Milena Sterio, Professorin an der Cleveland State University, die These, dass erfolgreiche Sezessionen weniger von der Anwendung des Völkerrechtsprinzips abhängen als von der Zustimmung der globalen oder regionalen Großmächte: "Self-determination as Great Powers' Rule". Das ist ein wenig überraschendes, nichtsdestoweniger elendes Ergebnis, weil es zeigt, wie sehr das realexistierende Völkerrecht bis in seinen Kern an autoritäre Herrschaft gebunden ist. Nichts ist kläglicher und paradoxer als Selbstbestimmung, die der Willkür von höheren Mächten ausgeliefert ist...

Wenn man betrachtet, was Great Powers' Rule in letzter Zeit im Hinblick auf Selbstbestimmung und Responsibility to Protect hervorgebracht hat (jüngst die Zerlegung Libyens in von regionalen Warlords beherrschte Teile) könnte einem die Sicherung von Staatlichkeit - hier zumindest der Krim- durch eine Great Power auch völkerrechtlich fast wünschenwert erscheinen, bevor noch ein failing state in unserer Nachbarschaft aufbricht, d.h. die internationale Staatengemeinschaft weiter in unberechenbare, substaatliche Regionen zerfällt, die von demokratischen Strukturen weit entfernt sind.

putin-soviet-reunion

Zur notwendigen Einordnung in den größeren Zusammenhang nochmals Escobar:
... And here is Russian President Vladimir Putin, already last year, talking about how Russia and China decided to trade in roubles and yuan, and stressing how Russia needs to quit the "excessive monopoly" of the US dollar. He had to be aware the Empire would strike back.
Now there's more; Russian presidential adviser Sergey Glazyev told RIA Novosti, "Russia will abandon the US dollar as a reserve currency if the United States initiates sanctions against the Russian Federation."
So the Empire struck back by giving "a little help" to regime change in the Ukraine...


Der "Hurensohn, aber unser Hurensohn" Turtschinow sollte aufpassen, Hurensöhne werden schnell fallen gelassen: Facie prima - ad sinistram!

+ IFA Wartburg - Das Mauer Power
+ Silly - Hurensöhne

Update Ukraine / Krim (VI): Gouverneur Potemkin - Potemkinsche Dörfer - Odessa Steps - Facades

An Fürst Potemkin war alles echt. Auch die Dörfer - Die WELT vom 28.02.11
potemkinTrugbild, Blendwerk, nur Fassade und nichts dahinter – für all dies gibt es seit mehr als zwei Jahrhunderten ein Synonym: Potemkinsche Dörfer. Kundige wissen, woher der Begriff kommt. Von einer Inspektionsreise, die die Zarin Katharina durch ihre südrussischen Provinzen und die Krim führte. Der dortige Gouverneur, so heißt es, habe bei ihr Eindruck erwecken und umfangreiche Ortschaften seines angeblich blühenden Landes vorführen wollen, die es in Wahrheit gar nicht gab. Nichts als Häuserfronten habe Potemkin, der Hochstapler, errichten lassen – und mit dieser Vorspiegelung die Herrscherin samt großer Begleitung erfolgreich getäuscht.
Die Zarin Katharina, der Gouverneur Grigori Alexandrowitsch Potemkin, die Inspektionsreise im Jahre 1787, all das gab es tatsächlich, auch die Hausfassaden – doch die waren alles andere als Blendwerk. Hinter ihnen verbargen sich sehr solide Gebäude, bisweilen auch Paläste, großartige Kirchen und Verteidigungsbauwerke. Alles errichtet vom überaus rührigen Gouverneur Potemkin. Vertreter aus vielen Ländern, die an der Reise teilnahmen, waren tief beeindruckt.


Und in einer Rezension zu "Simon Sebag Montefiore: Katharina die Grosse und Fürst Potemkin" bei Glanz&Elend - Magazin für Literatur und Zeitkritik finden sich diese interessanten Hinweise auf den Umgang des damaligen Westens mit dem Schöpfer von Südrussland, dem Fürsten Potemkin, der nach dem antiken Namen der Krim auch der Taurier genannt wurde:
    Potemkins tatsächliche „Dörfer“ sind ... real, haben inzwischen eine nach Hunderttausenden zählende Einwohnerschaft und heißen Cherson, Sewastopel, Nikolajew oder Odessa. Als Urheber dieser bis heute sprichwörtlichen negativen Fama nennt der durch seine beiden famosen Stalinbiografien bekannte britische Autor Simon Sebag Montefiore den österreichischen Diplomaten Charles de Ligne. Dieser habe seinem Kaiser [Joesph II.] von leeren Hausfassaden berichtete, die er bei Fahrten über Land bemerkt hatte. Das publizistische Fundament einer erstaunlich langlebigen Diffamierung legte jedoch erst der sächsische Gesandte am Petersburger Hof, Georg von Helbig, der, obwohl selbst nicht Augenzeuge, die gefälschten Ortschaften nicht nur in seiner Korrespondenz regelmäßig erwähnte, sondern auch in seiner später auszugsweise veröffentlichten Biographie über Potemkin.
Was das hilft, die heutige Situation zu verstehen, vermag ich noch nicht genau zu sagen; - interessant scheint mir zumindest der Hinweis zu sein, dass die österreichischen und sächsischen Diplomaten nichts gesehen hatten, aber eine negative Fama in die Welt setzen konnten.

Vielleicht helfen ja solche Bilder weiter : In his ongoing series Facades, photographer Zacharie Gaudrillot-Roy imagines what buildings would look with just their face. These surreal, digitally manipulated images dissect the front doors, windows, and balconies from the rest of their structure and show homes and businesses as having brick-thin widths ... (Surreal Photographs Imagine Buildings as Only Their Facades - My Modern Metropolis)

facade11

Und dann gab es ja auch noch einen Panzerkreuzer Potemkin bzw. Sergej Eisensteins Film mit der legendären "Odessa steps sequence", dessen/deren Betrachtung durchaus zu einer differenzierteren Sicht der aktuellen Situation beitragen könnte:


- Battleship Potemkin (1925) - Full Movie; English
- Battleship Potemkin (Movie with Pet Shop Boys Score)

Ukraine Updates bei BGlog

Update Ukraine (V): Jumpin' Jack Flash: Welche Rolle spielen die Faschisten?

... so der Titel eines Panorama-Beitrags gestern - von Johannes Edelhoff, Johannes Jolmes & Nils Casjens.
Gut recherchiert, lesens- und sehenswert! Manuskript-download hier!
Vgl. auch Publikative.org: Maidan: Die Revolution ist vorbei
- u.a. mit Informationen über die rechte Identifikationsfigur Stepan Bandera.
["Er ist ein zäher und verschlagener Kerl, der gefährlich werden kann", urteilte 1944 der SS-Gruppenführer Berger. So der SPIEGEL am 28.10.1959 in einem Bericht über den Tod Banderas in München ...]
SPON am 03.03.2014: Krim-Krise - Die fatalen Fehler der Regierung in Kiew

Es stimmt derzeit dezent hoffnungsvoll, dass das vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk und von Teilen der Presse - wenn auch nicht von der Regierung - dieser Republik inzwischen wahrgenommen wird. In diesem Zusammenhang:
Die angeblich übermächtigen US-Geheimdienste und der Ukraine-Konflikt (Florian Rötzer, tp 07.03.2014)
... allgemein bekannt war auch, dass die Ukraine zwischen Ost und West, zwischen dem ärmeren Westen und dem reichen Osten, in dem der Anteil von Russen und russisch sprechenden Bürgern hoch ist, gespalten ist.
Zudem war bekannt, dass sich im Westen der Ukraine rechtsextreme, faschistische und militante Bewegungen herausbilden, die zusammen mit der Partei Swoboda der nationalsozialistischen Vergangenheit nachtrauern...
Man hätte also vermuten können, dass eine einseitige Stärkung der westukrainischen, mit rechten Nationalisten durchsetzten Oppositionsbewegung zu Problemen mit den Menschen in der Ostukraine und mit Russland führt. Man hätte auch wissen können, dass der junge Staat fragil ist, dass es explosiv wirken könnte, wenn man ihn entweder in den Einflussbereich Russland oder in den der EU zwingt. ..

Update Ukraine (IV): Maidan Snipers = Mercenaries (Ready For War)? ... Nur Olga weiß ...

Update: Der estnische Außenminister äußert den Verdacht, „jemand aus der neuen Koalition“ in Kiew könne die Scharfschützen-Morde auf dem Majdan veranlasst haben, die dem von Berlin massiv vorangetriebenen Umsturz in Kiew unmittelbar vorausgegangen sind. Dies geht aus einem abgehörten und im Internet veröffentlichten Telefongespräch hervor. Demnach hat Außenminister Urmas Paet der EU-Chefaußenpolitikerin Catherine Ashton kürzlich berichtet, eine Kiewer Ärztin sei der Auffassung, tödliche Wunden bei Polizisten und Demonstranten wiesen dieselbe Handschrift auf und könnten von denselben Mördern stammen. Dass die Regierung in Kiew bisher keine Untersuchung eingeleitet habe, wecke den Argwohn, Elemente aus ihren Reihen könnten für die Morde verantwortlich sein. Tatsächlich ist längst durch Videos dokumentiert, dass Scharfschützen auf beide Seiten geschossen haben. In der durch Paets Äußerungen belasteten Umsturzregierung, die weiterhin eine überaus enge Unterstützung durch die Bundesregierung genießt, sind extrem rechte Kräfte stark vertreten - mehrere Politiker von Swoboda, aber auch der Anführer der bewaffneten Milizen auf dem Majdan und der Chef des paramilitärischen „Pravy Sektor“ („Rechter Sektor“). Beide haben höchstrangige Posten erhalten: Sie amtieren heute als Sekretär bzw. als stellvertretender Sekretär im Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, der vom Präsidenten persönlich geleitet wird. (…)
weiterlesen bei german-foreign-policy

Eine interessante Zusammenstellung zur Geschichte der Nachricht vom geleakten Telefongespräch finden Sie bei The Market Oracle: Ukraine and the Paet-Ashton leak. Only Olga Bogomolets knows - if you can find her. Dort auch dieser bedenkenswerte Hinweis:

Remember:
Propaganda is a two-way street.
We are engaged in an intense propaganda war.
Everyone has a piece of the truth but not the whole truth.
Headlines are created to sell newspapers, public policies, conflicts and war.
Dr. Olga Bogomolet is the primary source behind this story, not Urmas Paet (if she can be found).
An investigation needs to be conducted (should the country stabilize and avoid civil war).

Am 21.02. stellte Alexander Dill bei tp (Öffentliche Morde auf dem Maidan-Platz - Was in Kiew auffällt im Vergleich zu den Protesten auf dem Tahrirplatz in Kairo oder dem Taksim-Platz in Istanbul) die Frage:
Welches Interesse kann ein als "totalitär" bezeichnetes Regime daran haben, derartige Verbrechen unter den Augen der Weltöffentlichkeit stattfinden zu lassen? - Kluge Frage!

Vgl. dazu auch Ukrainisches "Great Game" - Tomas Konicz, tp 06.03.2014
Wer will was erreichen beim geopolitischen Machtkampf um die Ukraine?




Mercenaries are usless, disunited, unfaithful
They have nothing more to keep them in a battle
Other than a meager wage
Which is just about enough to make them wanna kill for you
But never enough to make them wanna die for ya

I'm just another soldier boy
I'm just another soldier boy
Looking for work
Looking for work
Looking for work

My rifle is my friend
My rifle is my friend
I clean my rifle everyday
I clean my rifle everyday
That's why my rifle is my friend

Ready for war, ready for war
Ready for war, ready for war
Ready for war, ready for war
Ready for war, ready for war

Did some work in Zaire, the jolly old Belgian Congo
Went back to Geneva to get paid
Back there in Geneva, that's were the money grows
That's were the money grows, that's were the money flows

They didn't wanna pay me
They didn't wanna pay me, but they did
Try to separate me from my money
is try to separate me from my life

Ready for war, ready for war
Ready for war, ready for war
Ready for war, ready for war
Ready for war, ready for war

Let's go to Moscow, let's go to Moscow
Let's go, let's go, let's go to Moscow
Fight a backdoor to the Kremlin
Push it down and walk on in

5000 feet and closing
Target visibility one nine
4000 feet and closing
Target visibility two six
3000 feet and closing
Target visibility seven nine
2000 feet and closing
Visibility one ten
1000 feet and closing
Visibility seven four
500 feet and closing
Target visibility zero!

Ready for war, ready for war
You better be ready for war
Ready for war, ready for war
Are you ready for war
Ready for war, ready for war

Update Ukraine (III): Spring fails in Ukrainian plunderland

By Pepe Escobar (Asia Times Online)

Here's the US's exceptionalist promotion of "democracy" in action; Washington has recognized a coup d'etat in Ukraine that regime-changed a - for all its glaring faults - democratically elected government.
And here is Russian President Vladimir Putin, already last year, talking about how Russia and China decided to trade in roubles and yuan, and stressing how Russia needs to quit the "excessive monopoly" of the US dollar. He had to be aware the Empire would strike back.
Now there's more; Russian presidential adviser Sergey Glazyev told RIA Novosti, "Russia will abandon the US dollar as a reserve currency if the United States initiates sanctions against the Russian Federation."
So the Empire struck back by giving "a little help" to regime change in the Ukraine.
And Moscow counter-punched by taking control of Crimea in less than a day without firing a shot - with or without crack Spetsnaz brigades (UK-based think tanks say they are; Putin says they are not).

Putin's assessment of what happened in Ukraine is factually correct (*); "an anti-constitutional takeover and armed seizure of power". It's open to endless, mostly nasty debate whether the Kremlin overreacted or not. Considering the record of outright demonization of both Russia and Putin going on for years - and now reaching fever pitch - the Kremlin's swift reaction was quite measured...


When the Empire tries to strike back, geht das aber zuweilen auch so in die Hose:
Hillary Clinton compares Vladimir Putin’s actions in Ukraine to Adolf Hitler’s in Nazi Germany

Also: Escobar lesen!! Ein interessanter Blick auf andere Zusammenhänge als der uns in den deutsch-russophoben Mainstreammedien dargeboten-verordnete! (Mit Ausnahmen: vgl. Die ZEIT Kein Deal ohne Janukowitsch)

Vgl auch Escobar: Carnival in Crimea:
... If the North Atlantic Treaty Organization is a bull, this is the red flag to end all red flags. Even if you're deep in alcohol nirvana dancin' your troubles away at carnival in Rio - or New Orleans, or Venice, or Trinidad and Tobago - your brain will have registered that NATO's ultimate wet dream is to command a Western puppet Ukrainian government to kick the Russian navy out of its base in Sevastopol ...

_______________________________
* FULL VIDEO: Putin über Ukraine, Yanukovich, Maidan, Crimea (04.03.2014) - Wen es interssiert, hier Putins Ausführungen in voller Länge und ohne tendenziöses Rübergequatsche:




Pepe Escobar bei GBlog

Vladimir Putin bei GBlog

"Was aber macht dieses Denken so attraktiv, das seine Gekränktheit und Krankheit gar nicht verbirgt?"

Georg Seeßlen: German Rechthaberei [Freitag 27.02.2014]
Fallstudie: Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben, das so kalt und weinerlich ist, dass es einem graust. Nicht einmal die eigene Bosheit kann es genießen

Update Ukraine - Unter besonderer Berücksichtigung der 778 Tage deutscher Besetzung Kiews

1. Heiner Flassbecks Analyse der wirtschaftlichen Lage der Ukraine als Beipiel des Scheiterns eines postsowjetischen Transformationsmodells. Lesenswert!

2. Zur Erinnerung und zur Frage nach der Befreiung: Befreite Ukraine - Befreiung zu was?

bahnhof-kiew-1943-ukrainische-frauen-werden-nach-deutschland-deportiert

"Die deutsche Besetzung Kiews hatte am 19. September 1941 begonnen, sie währte 778 Tage. Vor dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion lebten in Kiew 900.000 Menschen. Am Tag der Befreiung waren es noch 180.000; mehr als 100.000 waren als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt worden. Fast 200.00 Kiewer Bürger waren durch Exekutionskommandos und in Lagern durch Hunger und Folter ermordet worden... In Kiew lebten vor der Eroberung der Stadt durch die 6. Armee 160.000 Juden. Etwa 100.000 wurden evakuiert oder konnten flüchten...." (Erich Später über die Befreiung Kiews und Leningrads durch die Rote Armee, KONKRET 3/14)
Babyn Jar (ukrainisch Бабин Яр; russisch Бабий Яр/Babi Jar; übersetzt Weiberschlucht) ist eine Schlucht auf dem Gebiet der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Ursprünglich befand sie sich außerhalb der Stadtgrenzen. Diese Schlucht war 1941 der Schauplatz der größten einzelnen Mordaktion an jüdischen Männern, Frauen und Kindern im Zweiten Weltkrieg, die unter der Verantwortung des Heeres der Wehrmacht durchgeführt wurde. Den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD fielen am 29. und 30. September 1941 mehr als 33.000 Juden zum Opfer. Juden wurden in dieser Phase des Eroberungs- und Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion noch von mobilen SS-Truppen mit Schusswaffen umgebracht, der fabrikmäßige Massenmord durch Gaseinsatz war noch nicht gebräuchlich. Die 6. Armee unter Generalfeldmarschall Walter von Reichenau, die bereits in den Monaten zuvor bei den Judenmorden eng mit dem SD zusammengearbeitet hatte, half bei der Planung und Durchführung der Vernichtungsaktion...

40495_1Von Babi Jar zum €-Maidan (... was nicht unterstellen soll, dass das alles Faschisten sind ; - aber Angst macht dies: Ukrainian rabbi tells Kiev's Jews to flee city - s. u.) :

Dieses Foto
wurde am 2. Dezember 2013 auf der Seite der Partei Bratstwo gepostet. Bei dem schwarzen Zeichen auf der gelben Armbinde handelt es sich um die modifizierte Wolfsangel. Sie war das Symbol der SS-Division "Reich". Von 1991 bis 2003 war es das offizielle Symbol der Sozial-Nationalen Partei der Ukraine (SNPU). Aus dieser Partei ging 2004 die von Oleg Tjagnibok geführte Partei "Swoboda" (Freiheit) hervor.
[Hass auf Moskauer, Juden und "andere Unreine", Ulrich Heyden, tp 04.12.2013]

... Und die sitzt jetzt in der neuen Regierung: Svoboda, the ultra-nationalist party, received several key positions in the government on top of the general prosecutor's office, which it already oversees. [Katya Gorchinskaya: The not-so-revolutionary new Ukraine government; KyivPost Feb. 27, 2014].
Vgl. auch Jazenjuks Kamikaze-Kabinett, Die ZEIT, 27. Februar 2014; - ein Artikel, in dem angedeutet wird, dass sich Frank-Walter in Wahrnehmung der neuen deutschen VerantwortungsWeltmachtrolle eher ins Knie ...

Naja, wenn man von Ökonomie und Geschichte meint nichts wissen zu müssen und stattdessen geopolitische Spiele meint spielen zu können ... [Vgl. Lutz Herden, Freitag 25.02.2014, Absturz, Sturz, Umsturz?]
    Die deutsche Kriegsmarine entsendet parallel zur Eskalation der Krise um die Krim ein Spionageschiff in Richtung Mittelmeer. Berichten zufolge hat die "Alster", die bereits das syrische Kriegsgebiet ausspionierte, ihren Heimathafen verlassen; ob sie ihre Fahrt durch das Mittelmeer weiter ins Schwarze Meer fortsetzen wird, hält die Bundeswehr geheim. Mit den Auseinandersetzungen um die Krim erreicht der Machtkampf um die Ukraine ein Gebiet von immenser geostrategischer Bedeutung für Moskau. Auf der Halbinsel ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert; die Krim gilt dabei als "Sprungbrett ins Mittelmeer", wo Russland seit 2013 wieder stärkere Aktivitäten entfalten und ein Gegengewicht zu den USA bilden will. Die prowestliche Umsturzregierung in Kiew könne das Stationierungsabkommen kündigen und damit der russischen Stellung eine zentrale Grundlage entziehen, ist zu hören. Moskau hat ohnehin seit dem Kollaps der Sowjetunion 1991 ansehen müssen, wie die NATO ihre Stellung im Schwarzen Meer immer stärker ausgebaut hat - auf russische Kosten und unter Beteiligung der Bundeswehr. Die geostrategische Bedeutung der Krim erklärt, wieso die Bundesrepublik - anders als etwa im Falle des ehemaligen Jugoslawien - versucht, die Abspaltung der Halbinsel und ihre politische Annäherung an Russland mit allen Mitteln zu verhindern....
german-foreign-policy.com

Archäologie CCXC: Deutsche Unternehmer: Heute: Heckler, Koch & Fritz Werner

In den schlimmsten Krisenherden der Welt bringen Gewehre made in Germany den Tod. Dieser Film verfolgt die Spuren der Waffenhändler, spricht mit den Opfern, nennt die Profiteure und deckt die Lücken der deutschen Rüstungsexportkontrolle auf. Jahrelang recherchierte der Filmemacher Daniel Harrich, wie die tödlichen Exporte in die Krisengebiete gelangen. Einer seiner Drehorte ist der mexikanische Bundesstaat Guerrero. Hier tobt seit Jahren ein Drogenkrieg und ausgerechnet hier sollen Waffen aus Deutschland aufgetaucht sein. Nach den deutschen Exportregeln hätten sie niemals in diese Unruheprovinz geliefert werden dürfen. Denn selbst die Polizei ist an dem täglichen Morden beteiligt. Doch die Bilder belegen: Die Polizei setzt im Drogenkrieg auch G36 Sturmgewehre der deutschen Rüstungsfirma Heckler und Koch ein.
Quelle: Das Erste: Waffen für die Welt - Export außer Kontrolle.

Der ungekürzte Film von Daniel Harrich lief auf Arte:


Ab 00:30:00 geht es um die Firma Fritz Werner, die 1966 auf Veranlassung des Bundesschatzministeriums in die Deutsche Industrieanlagen Gesellschaft mbH (DIAG) - zu 90 % in Bundesbesitz - eingeliedert wurde und heute zu Ferrostahl gehört . Lesen Sie einfach mal nach , was im Wikipedia-Eintrag über Tochterfirmen zu erfahren ist und Sie können besser nachvollziehen, was der Film über die Geschichte der illegalen Waffenexporte aufdeckt! Fritz Werner heute.

Deutsche Unternehmer bei GBlog

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

Haftungsausschluss

The music featured on this blog is, of course, for evaluation and promotion purposes only. If you like what you hear then go out and try and buy the original recordings or go to a concert... or give money to a down on his luck musician, or sponsor a good busker, it may be the start of something beautiful. If your music is on this blog and you wish it removed, tell us and it shall be removed.

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