Gut gesagt: Nacktbaden, Kopftücher, der Rechtsstaat und der Mutationshintergrund
Der türkische Botschafter in Österreich, Kadri Ecved Tezcan, im Interview mit der Presse/Wien (bemerkenswert: bis dato 3001 Kommentare - und in Österreich ein mittlerer Skandal):
... Aber Politiker müssen doch zum Beispiel das Recht haben zu sagen, dass sie keine Zwangsheiraten wollen ...
Natürlich. Wir wollen auch nicht, dass unsere Töchter zwangsverheiratet werden.
Und man kann von Türken auch verlangen, dass sie Deutsch lernen.
Definitiv, ich sage meinen Leuten immer: Lernt Deutsch und haltet euch an die Regeln dieses Landes!
Warum also klappt es nicht?
Sie haben es selbst sehr offen gesagt: Die Leute wollen hier keine Frauen mit Kopftüchern sehen. Ist das denn gegen das Gesetz? Nein, ihr habt da nichts zu sagen. Es steht jedem frei, was er auf dem Kopf trägt. Wenn es hier die Freiheit gibt, nackt zu baden, sollte es auch die Freiheit geben, Kopftücher zu tragen. Wenn jemand die Leute zwingt, Kopftücher zu tragen, dann sollte der Rechtsstaat intervenieren. Dasselbe muss für jene gelten, die sich weigern, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Wir haben ein Problem mit Mädchen, die mit 13 nicht mehr in die Schule gehen.
Sie haben auch das Problem, dass zu wenige Frauen arbeiten gehen.
Sie liegen falsch, die türkischen Frauen arbeiten.
Ja, aber zu Hause. Die Beschäftigtenquote bei türkischen Frauen beträgt nur 39 Prozent.
Hausfrau zu sein ist auch ein Job.
Migranten, die zu Hause bleiben, sind Teil des Integrationsproblems.
Ja, aber wenn Sie mein Freund sein wollen, sollten auch Sie etwas dafür tun...
Fühlen Sie sich zuhause in Deutschland?
In mein Ghetto, normal. Aber wenn ich aus mein Ghetto rauskomme, dann wird’s schwer, weisstu?
Diese Ghettoisierung ist angeblich einer der Hauptgründe für die schleppende Integration. Wo stehen Sie in der Integrationsdebatte?
Äh… vorne.
Der Diskurs richtet sich gegen Leute wie Sie, gegen junge Halbkriminelle mit Migrationshintergrund.
Weisstu, das Ding ist, die Leute mucken alle so auf, sie sagen: ‚Öh, die Jugendlichen mit Mutationshintergrund, die machen den Dicken‘. Die sollen in mein Ghetto kommen und dann machen wir so Backgammon-Abend, weisstu, oder wir spielen Malefiz ohne Würfel. Und dieser Jarrazin … ich sag schon, Jarazin, Sarrazin, Jarrazin …Yarakzin ... Yarakzin, der soll auch kommen, wir machen so Beulerei-Karussell: Kollege gibt mir Faust. Ich geb’ Yarakzin Faust, er gibt Kollegen Faust, er mir, ich ihm, er ihm, er mir, ich mir, er sich. Das Ding ist, Yarakzin, erst so Beulerei, dann Diskussion, dies das, weisstu?!
Was ist Ihre Meinung zur Kopftuchdebatte?
Keine Angst vor Kopftuch, er beißt nicht!
Was halten Sie vom bedingungslosen Grundeinkommen?
Ja, also, jeder braucht ein Grund auf jeden Fall, für alles in Leben, weisstu? Wenn ich, Beispiel, ich komm Party nicht rein, dann gibt es ein Grund dafür, weisstu?! Und Einkommen? Normal! Ohne Einkommen, kein Grund, weisstu, was ich meine? ...
Der zweite Teil (wo beginnt der zweite Teil?): Buddy Ogün im FREITAG-Interview
... Aber Politiker müssen doch zum Beispiel das Recht haben zu sagen, dass sie keine Zwangsheiraten wollen ...
Natürlich. Wir wollen auch nicht, dass unsere Töchter zwangsverheiratet werden.
Und man kann von Türken auch verlangen, dass sie Deutsch lernen.
Definitiv, ich sage meinen Leuten immer: Lernt Deutsch und haltet euch an die Regeln dieses Landes!
Warum also klappt es nicht?
Sie haben es selbst sehr offen gesagt: Die Leute wollen hier keine Frauen mit Kopftüchern sehen. Ist das denn gegen das Gesetz? Nein, ihr habt da nichts zu sagen. Es steht jedem frei, was er auf dem Kopf trägt. Wenn es hier die Freiheit gibt, nackt zu baden, sollte es auch die Freiheit geben, Kopftücher zu tragen. Wenn jemand die Leute zwingt, Kopftücher zu tragen, dann sollte der Rechtsstaat intervenieren. Dasselbe muss für jene gelten, die sich weigern, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Wir haben ein Problem mit Mädchen, die mit 13 nicht mehr in die Schule gehen.
Sie haben auch das Problem, dass zu wenige Frauen arbeiten gehen.
Sie liegen falsch, die türkischen Frauen arbeiten.
Ja, aber zu Hause. Die Beschäftigtenquote bei türkischen Frauen beträgt nur 39 Prozent.
Hausfrau zu sein ist auch ein Job.
Migranten, die zu Hause bleiben, sind Teil des Integrationsproblems.
Ja, aber wenn Sie mein Freund sein wollen, sollten auch Sie etwas dafür tun...
Fühlen Sie sich zuhause in Deutschland?
In mein Ghetto, normal. Aber wenn ich aus mein Ghetto rauskomme, dann wird’s schwer, weisstu?
Diese Ghettoisierung ist angeblich einer der Hauptgründe für die schleppende Integration. Wo stehen Sie in der Integrationsdebatte?
Äh… vorne.
Der Diskurs richtet sich gegen Leute wie Sie, gegen junge Halbkriminelle mit Migrationshintergrund.
Weisstu, das Ding ist, die Leute mucken alle so auf, sie sagen: ‚Öh, die Jugendlichen mit Mutationshintergrund, die machen den Dicken‘. Die sollen in mein Ghetto kommen und dann machen wir so Backgammon-Abend, weisstu, oder wir spielen Malefiz ohne Würfel. Und dieser Jarrazin … ich sag schon, Jarazin, Sarrazin, Jarrazin …Yarakzin ... Yarakzin, der soll auch kommen, wir machen so Beulerei-Karussell: Kollege gibt mir Faust. Ich geb’ Yarakzin Faust, er gibt Kollegen Faust, er mir, ich ihm, er ihm, er mir, ich mir, er sich. Das Ding ist, Yarakzin, erst so Beulerei, dann Diskussion, dies das, weisstu?!
Was ist Ihre Meinung zur Kopftuchdebatte?
Keine Angst vor Kopftuch, er beißt nicht!
Was halten Sie vom bedingungslosen Grundeinkommen?
Ja, also, jeder braucht ein Grund auf jeden Fall, für alles in Leben, weisstu? Wenn ich, Beispiel, ich komm Party nicht rein, dann gibt es ein Grund dafür, weisstu?! Und Einkommen? Normal! Ohne Einkommen, kein Grund, weisstu, was ich meine? ...
Der zweite Teil (wo beginnt der zweite Teil?): Buddy Ogün im FREITAG-Interview
gebattmer - 2010/11/15 19:49



































































Hier waren noch Semesterferien, die französischen Kommilitonen mussten - schon damals - zu Prüfungen zurück - und so konnte ich mit Leos alter Simca Ariane in der Umgebung von Aix lustwandeln, während Leo seine Prüfungen vorbereitete. Die Ariane verbrauchte mehr Öl als Benzin, aber das Wunderbare, das sie mir eröffnete, war in Dörfern vor der BarTabac zu parken, reinzugehen und ein Bier oder einen Pastis zu bestellen und dann (jetzt bin ich wieder bei Seeßlen), weil man ja draußen meine Ariane mit der 13er Nummer sah, damit fertig werden zu müssen, dass der Wirt oder der Gast neben mir an der Theke die letzten Neuigkeiten aus dem Dorf erzählte. Was ich als erstes lernte, war mein Schulfranzösisch von "oui" auf das provencalische "uoai" zu elaborieren ... Einige Tage später war ich schon in der Lage, mich in der SNCF auf der Rückfahrt von Marseille nach Aix mit einem Schaffner zu streiten, der einen jungen Algerier (wie ich annahm, heute würde man erstmal nur von einem Migrationshintergrund ausgehen) aus dem Zug werfen wollte. Das war keine Großtat und vielleicht auch falsch, weil der Bengel immer schwarz gefahren ist und irgendwann mal lernen musste, dass man Pakete gleich hinter der Tür stapelt und nicht an der Wand. 



