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Update Ukraine (XXXVI): Wir können uns alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und nach Deutschland erinnern. Wir leben in Zeiten, in denen die Satire besser informiert als die Nachrichten.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat in den "Tagesthemen" an die Aggression der Sowjets vor über 60 Jahren erinnert.

Herr Jazenjuk spricht über westliche Werte und die Lehren der Geschichte (satire@SpiegelOnline, 08.01.)

"Wir können uns", so Jazenjuk zu Moderatorin Pinar Atalay, "alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und nach Deutschland erinnern."
    Und in der Tat, waren doch ab 1942 sowjetische Truppen gnadenlos nach Westen vorgerückt. Sie schreckten damals nicht davor zurück, den Armeen des demokratisch gewählten Reichskanzlers A. Hitler auch durch ukrainisches Gebiet zu folgen. Die etwas längere Route südlich des Schwarzen Meeres - unter Umgehung der Ukraine - war ihnen offenbar zu beschwerlich.
    Schließlich verletzten die Sowjets die deutschen Ostgrenzen und drangen auf deutsches Hoheitsgebiet vor, wie wir uns mit Herrn Jazenjuk alle sehr gut erinnern.
    Ob das auch auf Frau Atalay zutrifft, wissen wir nicht. Jedenfalls warf der kleine Exkurs in die russische Aggressionsgeschichte bei ihr keinerlei Fragen auf.
= Jazenjuk spricht in der ARD von Sowjeteinmarsch in Deutschland - und die Medien schweigen
Update 12.02.:
+ Die Geschichtsklitterung des Arsenij Jazenjuk, nds 12.01.
+ Jazenjuks neonazistisches Geschichtsverständnis in der ARD, RTdeutsch 09.01.
+ NZZ, 12.01.2015, 14:30
    Vor dem Krisentreffen der Aussenminister aus Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine am Montag wies die deutsche Regierung nun die Forderung aus Moskau zurück, sich von den Äusserungen Jazenjuks zu distanzieren. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte, die Bundesregierung habe keine «Auslegung» abzugeben. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, sagte, Jazenjuk könne «wie jeder Andere» in Deutschland sagen, was er für angemessen halte. Die Haltung der deutschen Regierung zur deutschen Vergangenheit sei klar. Nazi-Deutschland habe im Zweiten Weltkrieg einen furchtbaren Angriffskrieg gegen die Sowjetunion mit bis heute unvergessenen «Schandtaten» geführt, auch auf dem Gebiet der Ukraine.
So meinen sie das nämlich mit dem Wir sind Charlie: Hier kann jeder sagen, was er will. Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen ...


+ Jazenjuk zeigt Berlin, wo es lang geht. Ulrich Heyden, tp 08.01.2015
+ Ukrainischer Premier in Berlin – Er bedankt sich beim deutschen Steuerzahler und will mehr Geld. RTdeutsch 08.01.
+ EU finanziert Ukraine-Krieg mit weiteren 1,8 Milliarden Euro
+ Nachtrag: Über den Ölpreis, den Rubel und das geopolitische Erdbeben (Rainer Trampert am Sa, 03/01/2015)

For more information please reread.

Ober 2015

Herr G. hat uns ein schönes Filmchen zum Jahreswechsel geschickt - und ist einverstanden, das hier weiter zu verbreiten:



Dazu passt sehr schön beim Postillon: 1384 € brutto dank Mindestlohn: Neureiche Friseurin weiß gar nicht, wohin mit all dem Geld
Bielefeld (dpo) - Sabine Gerlach aus Bielefeld ist überfordert. Denn dank dem von der Bundesregierung verabschiedeten Mindestlohngesetz verdient sie sage und schreibe rund 1384 Euro brutto im Monat (8 Euro/Stunde); ab 1. August 2015 sogar 1470 Euro (8,50 Euro/Stunde). Nun muss die 29-jährige Mitarbeiterin von "Eberha(a)rd`s Haar & beauty Salon" überlegen, was sie "mit all der Kohle anfangen soll"...

...

... wie überhaupt der Postillon mittlerweile (abgesehen von der Anstalt) die beste Nachrichtenquelle ist. Jedenfalls gibt es da heute den intelligentesten Kommentar zum Mordanschlag auf die Redaktion von Charlie Hebo:

Anschlag auf Charlie Hebdo ganz großartig für Islamisten und Islamhasser

    Paris (dpo) - Islamisten und Islamhasser auf der ganzen Welt fühlen sich derzeit angesichts eines furchtbaren Anschlags auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo mit mindestens 12 Toten einmal mehr in ihrem Weltbild bestätigt. Während Islamisten vor allem stolz darauf sind, erneut Angst und Schrecken verbreitet zu haben, genießen Islamhasser den perfekten Moment, um in den sozialen Netzwerken gegen Minderheiten und Zuwanderung zu hetzen...
    Einen weniger guten Tag hatte heute die überwältigende Mehrheit derjenigen Menschen, die einfach in Frieden leben und nichts mit derartigen Extrempositionen zu tun haben wollen – darunter Muslime, Christen, Anhänger anderer Religionen, Agnostiker und Atheisten.
Besser kann man das nicht formulieren. Ich kann auch nicht erkennen, dass das Satire ist (wie die NDS meinen).

Ob nun gleich so viele dieser überwältigenden Mehrheit Charlie sein sollten, weiß ich nicht zu sagen. Mir kommt es zuweilen anmaßend anbiedernd oder auch falsch vor ....
Dies hier zB finde ich schlicht widerlich; - wenn Friede Springer, Mathias Döpfner und Kai Diekmann meinen, sie hätten - außer dass sie Papier vollmachen - irgendetwas gemeinsam mit den Herausgebern und Autoren von Charlie Hebdo:

Springer (Berlin) via E.O.M.S. [dort auch ein Link auf Bill Hicks on Freedom of Speech]

Ich glaube auch nicht, dass der Bundespräsident weiß, was das bedeutet, was man ihm da aufgeschrieben hat, geschweige denn, dass er es so meinte, wenn er es wüsste. (Gauck beschwört den Zusammenhalt: "Wir sind Charlie", tagesschau.de)
Hat er jemals ein Exemplar von Charlie Hebdo in der Hand gehabt, das seinen ehemaligen Arbeitgeber unter jeder Gürtelinie gnaden- und geschmacklos bloßstellt, - und wenn ja, hätte er dann öffentlich geäußert, er sei Charlie??
Krokodilstränen - Ein sehr informativer Artikel von Reinhardt Gutsche (Freitag, 08.01.)
    Was ist das eigentlich für ein Blatt, das sich so plötzlich im Spotlight der Weltpresse wiederfindet, und wes Geistes Kind sind seine Macher? Ein französischer Freund und bekennender Charlie-Hebdo-Fan beschrieb heute die Redaktions-Equipe mit den Worten: „Die Journalisten von „Charlie Hebdo" sind allesamt Anarchisten und Libertäre. Sie hassen die Religionen, Mohammed, den Papst und Christus, die Pfaffen, die Rabbiner, die Imame. Diese Journalisten hassen die Rechten, Sarko, die Institutionen des Staates und machen sich unentwegt über Hollande und seine Bande lustig. Und nun wollen sie alle vor ihren Karren spannen. Es ist eine Schande!“ In den Augen des braven französischen Besitzbürgers aus dem Pariser XVI. Arrondissement oder dem Schicky-Micky-Vorort Neuilly-sur-Seine ist "Charlie-Hebdo" eine wöchentlich wiederkehrende systemfeindliche, subversive, links-freche Provokation. ...
+ watson.ch: 10 Heuchler an der Parade für die Meinungsfreiheit + David Pope + Naomi Wolf
http://eddieapons.midiblogs.com/media/02/00/353573932.jpg


Bemerkenswert, wie differnziert bei Telepolis eine Debatte zur Frage Wer ist warum Charlie und wer sollte Charlie sein wollen und dürfen ? geführt wird:
- Selma Mahlknecht 10.01.2015: Ich bin nicht Charlie!
- Harald Neuber 10.01.2015: Das wird man doch wohl noch zeichnen dürfen!
Das Satireblatt Charlie Hebdo ist kein Vorbild für Meinungsfreiheit. Und die demonstrativ zur Schau gestellte Solidarität mit den toten Journalisten ist heuchlerisch
- Markus Kompa 10.01.2015: J'ai été dupé
- Ralf Streck 11.01.2015: - Das muss man sogar zeichnen dürfen!
Kritik am Satireverständnis durch die deutsche Brille? Eine Erwiderung zur Debatte über "Je suis Charlie"
+ Two — but only two — cheers for blasphemy (Vox Thursday, January 8, 2015)
+ Understanding Charlie Hebdo cartoons

+ Titanic - Bitte teilen!
http://www.titanic-magazin.de/fileadmin/content/Newsticker/JeSuis480.jpg

+ Nach dem Charlie-Hebdo-Attentat: Ein hauptverdächtiger Dschihadist und viele Fragen - Thomas Pany. tp 08.01.2015
+ Die französischen Behörden halten zwei Brüder aus Nordostfrankreich für die Hauptverdächtigen im Fall "Charlie Hebdo". Sie waren dem französischen Geheimdienst gut bekannt. Über ihr Leben werden nun Details öffentlich. Doch viele Fragen bleiben. - SPON 08.01.2015 – 19:08 Uhr
+ Chérif Kouachi en 2005 Pièces à conviction sur France3. - Der Uploader weiß aber schon: le 07/01/2015 il tue, avec son frère Saïd, 12 personnes ...

+ Robert Fisk: Charlie Hebdo: Paris attack brothers' campaign of terror can be traced back to Algeria in 1954 (The Independant, 9 January 2015)
Algeria is the post-colonial wound that still bleeds in France. - Fisk, der von der New York Times als „der wohl berühmteste britische Auslandskorrespondent“ bezeichnet wurde, schreibt:
    ... there’s an important context that somehow got left out of the story this week, the “history corner” that many Frenchmen as well as Algerians prefer to ignore: the bloody 1954-62 struggle of an entire people for freedom against a brutal imperial regime, a prolonged war which remains the foundational quarrel of Arabs and French to this day.
    The desperate and permanent crisis in Algerian-French relations, like the refusal of a divorced couple to accept an agreed narrative of their sorrow, poisons the cohabitation of these two peoples in France. However Cherif and Said Kouachi excused their actions, they were born at a time when Algeria had been invisibly mutilated by 132 years of occupation. Perhaps five million of France’s six and a half million Muslims are Algerian. Most are poor, many regard themselves as second-class citizens in the land of equality...
+ Who profits from killing Charlie? By Pepe Escobar (Asia Times, Jan 8, '15)
    Putin did it. Sorry, he didn't. In the end, it was not Russia "aggression" that attacked the heart of Europe. It was a pro-style jihadi commando. Cui bono? ...
    What French President Francois Hollande defined as "an act of exceptional barbarism" - and it is - does not apply when the "West", France in the front line, from King Sarko to General Hollande himself, weaponizes, trains and remote-controls assorted mercenaries/beheaders from Libya to Syria. Oh yeah; killing civilians in Tripoli or Aleppo is perfectly all right. But don't do that in Paris.
    So this, in the heart of Europe, is what blowback feels like.




Was bleibt ...

http://blog.ambassadeursdutarn.com/wp-content/uploads/2008/06/wolinski.jpg
Georges Wolinski
Danke für la rosserie lapidaire, la saveur de ses dialogues, son sens de la formule taillée dans l’aphorisme ont fait de ce bédéiste un observateur aigu de la vie politique et sociale. Georges Wolinski estimait que « l'humour est le plus court chemin d'un homme à un autre ».
En savoir plus sur http://www.lemonde.fr/societe/article/2015/01/07/george-wolinski-dessinateur-erotomane-et-pessimiste_4550894_3224.html#PfzOfw4lo2PZmwJH.99

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(K)ein Kommentar zu "P....da"

Ein schönes Fundstück: Vera Lynn - When I Grow too Old to Dream (A salute to the few who defended Great Britain in its finest hour.)



http://www.taz.de/uploads/images/684x342/140220-picturealliance-geisler-fotopress46312060.jpg

Sir Arthur 'Bomber' Harris talks about the Dresden Holocaust
und
    Es ist warm an diesem Augustabend des Jahres 2005, deshalb tragen die meisten Herren auch kurzärmlige Hemden, als sie sich draussen vor der Gaststätte des Münchner Nockherbergs zum Gruppenphoto versammeln. Die meisten kannten sich vor diesem Treffen nicht, aber nun waren sie zusammen gesessen, hatten die Reden der Prominenten gehört und nichts weniger geplant, als das Wertesystem des Westens zu retten. Hoch waren die Erwartungen im Vorfeld, vielleicht sollte gar eine neue Bewegung, eine neue Partei gegründet werden. Soweit kam es nicht, aber man hatte sich vernetzt, Strategien besprochen und überlegt, wie man im Internet dem damals, in Zeiten des Irakkrieges nicht gerade amerikafreundlichen Mainstream etwas entgegen setzen könnte. Mit dabei bei diesem „prowestlichen Heimatabend“ waren das Autorenduo Maxeiner und Miersch, der Welt-Autor Hannes Stein und der damals für den Spiegel arbeitende Henryk M. Broder. Auf dem Bild sticht er unter all den Recken heraus, denn er ist klein, weissbärtig und trägt eine Kappe. Neben ihm steht ein Mann mit einem blauen Hemd. Auf den Aufklebern steht sein Name; Stefan Herre. Und der Name seines Blogs: Politically Incorrect....
    Versagen im Bett mit Pegida - 24. Dezember 2014 von Don Alphonso/FAZ-Deuts ex Machina
    „Das Vorurteil“, heißt es bei Max Horkheimer, „ist ein Mittel, um eingepresste Bosheit loszulassen“.
    Erst ist der Antisemit da, dann erfindet er „den Juden“. In seinem Galeerentagebuch schreibt Kertész:
    „Zum letzten Mal über meine sogenannte ‚Identität‘: Ich bin einer, den man als Juden verfolgt, aber ich bin kein Jude.“
    Kennzeichen rechtsextremer Bewegungen ist, dass sich die Verfolger aufspielen, als wären sie die Verfolgten.
    Dem kann man nur sehr begrenzt mit aufklärerischen Lobreden auf „unsere ausländischen Mitbürger“ begegnen und
    auch der vielfach geforderte „Dialog mit den Bürgern“ scheint nicht sonderlich erfolgsversprechend.
    Wann wäre je ein Wahn einer vernünftigen Argumentation gewichen? Der ständige Verweis auf die Steuern,
    die die ausländischen Mitbürger zahlen, auf ihrenBeitrag zur Sicherung „unseres Rentensystems“,
    auf den „Fachkräftemangel“, den Zuwanderung beheben könnte, geht ins Leere, weil sie den Ausländerfeind nicht
    wirklich erreicht und er sie mit einem lässigen „Papperlapapp“ vom Tisch wischt.
    Außerdem ist der ständige Verweis auf den hart arbeitenden Ausländer im Sinne Adornos eine
    „Rancune-Argumentation“: Indem man so spreche, sagte er in seinem Vortrag Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute
    aus dem Jahr 1962, begebe man sich selber auf die Ebene des Gegners, auf der man stets im Nachteil sei.
    Weil man selbst glaube, hart arbeiten zu müssen oder es wirklich muss, und weil man im tiefsten wisse,
    dass harte physische Arbeit heute eigentlich bereits überflüssig ist, denunziere man diejenigen, von denen
    zu Recht oder Unrecht behauptet werde, sie hätten es leichter. Man dürfe nicht so tun, als wäre „der Schweiß an sich etwas Verdienstliches und etwas Positives“. Was wäre denn, wenn „Ausländer“ im Sinne eines ökonomischen Effizienz-Begriffs nutzlos wären? Dürfte man sie dann umbringen? ...

    Götz Eisenberg: Platonischer Ausländer-Hass und die Grenzen der Aufklärung (Auswege - Perspektiven für den Erziehungsalltag, 17. Dezember 2014, vgl. auch den Kommentar von Hasso Rosenthal)

Archäologie (CCCLXVI): Une lettre à l'enfant que j'étais

... ein schöner Titel von Rester Vivant - le 49e album studio de Johnny Hallyday. Anregend.

Was schriebe ich in dem Brief an das Kind, das ich war ?



Da könnte man einen Blog draus machen:
Ein Brief an das Kind, das ich war ... Eine Einladung.

Archäologie (CCCLXV): Weselsky - Schlachtvieh - Body Count

Eine echte Spurensuche: Ein Klaus Weselsky hat 1980 eine interessante Platte produziert, - aber das kann nicht der Weselsky von der Eisenbahner-Horrortruppe gewesen sein, - wiewohl den BILD ja auch schon zum Schlachtvieh gemacht hat! - :

Schlachtvieh ‎– Ein Rock-Oratorium Gegen Den Krieg
A bizarre album in the tradition of earlier underground left-field "Polit Rock" Krautrock acts like Floh De Cologne, Lokomotive Kreuzberg, Oktober or Checkpoint Charlie, but given a whole new twist with lots of avant-garde percussives, electronics and mutilated guitars. A surreal piece of theatre with aptly surreal music, and menacing/startling texts delivered by a variety of voices: male, female, spoken, acted, sung and all delivered with a great deal of imagination and originality.
Virtually all the musicians are unknowns, except two. I wondered at first - Is that Bruno Schaab from Guru Guru? It would seem so, as the other known name: Matthias Schäuble is sound-man with Guru Guru (and other related acts) in more recent times. It could all be a coincidence though!


http://cdn.discogs.com/9mBlDYCPI99xkTVBch7F2mpVQu0=/fit-in/600x600/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(96)/discogs-images/R-3560916-1402840627-9408.jpeg.jpg

Aktuell, aber längst vergessen und ohne weitere Spuren, - bei Interesse hier versuchen reinzuhören.
Ansonsten: "We don't do bodycounts." - General Tommy Franks

Iraq Body Count:
During 2014 Iraq Body Count (IBC) recorded 17,049 civilian deaths from violence. This is the third highest civilian death toll after 2006 and 2007, and some months exceeding even those years’.
https://www.iraqbodycount.org/analysis/numbers/2014/images/2014graph.png
http://honestreporting.com/wp-content/uploads/2014/07/NYT-map-syria-causalties-600square.jpg

"Arab spring prompts biggest migrant wave since second world war"

Die Unruhen des Arabischen Frühlings hätten die größte internationale Flüchtlingswelle seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ausgelöst, schreibt Patrick Kingsley. "Wars in Syria, Libya and Iraq, severe repression in Eritrea, and spiralling instability across much of the Arab world have all contributed to the displacement of around 16.7 million refugees worldwide. A further 33.3 million people are 'internally displaced' within their own war-torn countries, forcing many of those originally from the Middle East to cross the lesser evil of the Mediterranean in increasingly dangerous ways, all in the distant hope of a better life in Europe. 'These numbers are unprecedented,' said Leonard Doyle, spokesman for the International Organisation for Migration. 'In terms of refugees and migrants, nothing has been seen like this since world war two, and even then [the flow of migration] was in the opposite direction.'"
(The Observer vom 03.01.2015)

http://cdn.pastemagazine.com/www/articles/bseb_cover.jpg
http://www.belleandsebastian.com/

Perspektiven: Escape to Paradise - Revolution - Hope

Kürzlich auf der Rodenecker Alm:






Vgl. Forms & Feelings (VII): Villanderer Alm


Archäologie (CCCXLI) : Hope - Escape to Paradise - Spheres



Lisa Simone, vocals
Hervé Samb, guitar & arrangements
Reggie Washington, bass & double bass
Sonny Troupé, drums & percs


Rock et cetera - Deutschlandfunk
Aus dem Schatten der Mutter treten - die Sängerin Lisa Simone

Von Christiane Rebmann
"Ich könnte Ihnen einen Konstruktionsplan für die Halle entwerfen, in der wir hier gerade sitzen", sagt Lisa Simone beim Interview hinter der Bühne der Stadthalle Heidelberg, in der sie anlässlich des Enjoy Jazz Festivals aufgetreten ist. In der Tat schlug die Tochter der berühmten Jazzsängerin Nina Simone anfangs eine ganz andere Richtung ein als ihre prominente Mutter. Die heute 52-jährige Lisa arbeitete als Ingenieurin bei der United States Air Force. Doch während ihrer Stationierung in Deutschland entdeckte ein Kollege ihr Gesangstalent. Sie wechselte ins Show-Gewerbe, trat als Musicalstar in Produktionen wie 'Jesus Christ Superstar', 'Les Miserables' und 'Aida' auf und nahm ab 1998 zwei Alben mit der Band Liquid Soul auf, von denen eines für einen Grammy nominiert wurde. Gerade hat die Künstlerin, die weder im Aussehen noch in der Stimme ihrer Mutter ähnelt, ihr Album 'All is Well' veröffentlicht, auf dem sie mit R&B, Blues, Gospel, Jazz und Folk experimentiert. In dieser Sendung geht es um Lisa Simones Musik, aber natürlich auch um das ambivalente Verhältnis zu ihrer Mutter.

Zum Fest (III): A Lullaby - Kann Hoffnung enttäuscht werden?

Ich ziehe jetzt hier wieder einen meiner besten, weil anrührendsten Beiträge (vom 18.11.2012) hoch , der ja eigentlich nicht von mir, sondern von Mrs. Mop's Roten Schuhen ist (-ein Blog, der schon seit einem Jahr fehlt!), und mache dann den Laden erstmal zu.

CRISIS , WHAT CRISIS ? (LXIV): Lullaby

The filmmaker Victor Kossakovsky on homeless people sleeping near A.T.M.’s in a bank, a growing phenomenon in Europe. Published: November 14, 2012 by The New York Times

WHEN I was editing my last film, in Berlin, I would usually work at night when no one would call or bother me. Sometimes, in the middle of the night, I would go out for a short walk around my block. I was surprised to find that homeless people were sleeping inside a bank, lying between A.T.M.’s. In my travels, I’ve noticed this seems to be a growing phenomenon throughout Europe, a result of the economic crisis. When the producers of the “Why Poverty?” project invited me to contribute, I decided to make a short film to show what happens in these banks — the sleeping homeless people and the various reactions of those who encounter them...



So, one night in Berlin, I biked around my neighborhood and started filming. In one of my favorite moments, a woman opened a door leading to the A.T.M.’s and, when she realized that there were people sleeping inside, slowly closed the door and tiptoed away, saying, “Sleep well!”

I decided the film needed a lullaby...


Der kurze Film ist - wie Mrs. Mop in Die roten Schuhe schreibt - so subtil, so melancholisch, so berührend und so verstörend, dass man ihn immer wieder ansehen muss ...
Die Frage Why Poverty? beantwortet der Film nicht; - kann er nicht, will er auch gar nicht, er stellt sie nicht einmal. Was er will - to emphasize the social distance between most people and the homeless people they encounter, wherever they are in the world - erreicht er mit nur fünf Einstellungen, wenigen Bewegungen im Bild und durch die gelungene Komposition von Bild, O-Ton (Tür, PIN-Eingabe, Straße) und dem Lied (gesungen von der udmurtischen Sängerin Nadezhda Utkina). Achten Sie mal drauf bei 1'45 ff. !!

Als kleines Präsent zum Fest
noch das wunderbare Lied im Original. Ich empfehle das als Soundtrack zur Jahreszeit, weil es so schön ist. (Schön meint hier wirklich schön, - nicht falsches Gefühl.)



- sowie vom Audioarchiv kritischer Theorie & Praxis die Antrittsvorlesung von Ernst Bloch, die er am 17.11.1961 an der Universität Tübingen gehalten hat. Dort hatte Bloch eine Gastprofessur angenommen, nachdem er in der DDR aus politischen Gründen emeritiert worden war und in die BRD übergesiedelt ist. In der Vorlesung gibt er einerseits einen Überblick über das Vorhaben der Vorlesungsreihe. Andererseits nimmt er die Frage „Kann Hoffnung enttäuscht werden?“ zum Ausgangspunkt, um eine kritische Bestimmung des Begriffs der Hoffnung zu unternehmen – wobei er fundierte, kundige Hoffnung von bloßer Zuversicht oder Schwärmerei unterschieden wissen will. Enttäuschung hingegen ist ein Moment fundierter Hoffnung, indem sie diese mit der Objektivität bekannt und dadurch klug macht. Die Begriffe „konkrete Hoffnung“ und „konkrete Utopie“ korrelieren miteinander in den Ausführungen Blochs. [Download: via Mediafire]


In diesem Sinne: Weiterhin eine gelungene Komposition von Bild und Ton, aber anhaltende Verstörung, anhaltenes Aushalten der Widersprüche und „konkrete Hoffnung“
wünscht GBlog

Zum Fest (II): Fæðingarsaga frelsarans



Björk Guðmundsdóttir las Fæðingarsögu frelsarans við undirleik nemenda úr Barnamúsíkskóla Reykjavíkur, í Stundinni okkar árið 1976.
Björk reading nativity tale in 1976 aged 11 - via Exile In Moan Street

Hier!

Zum Fest: Gotts

Andy Gotts, MBE, Photographer, macht wunderbare Portraits.

http://shop.andygotts.com/lr/gumby3_palin_FINAL.jpg

Hier eine treffende Darstellung des sog. Wutbürgers durch Monty Python.

...

Where’s Ukraine? Each dot depicts the location where a US survey respondent situated Ukraine; the dots are colored based on how far removed they are from the actual country, with the most accurate responses in red and the least accurate ones in blue. (Data: Survey Sampling International; Figure: Thomas Zeitzoff/The Monkey Cage)

Was zeigt die Karte? Die Wahrnehmung der Welt aus Sicht des US-Wutbürgers, wenn er die Ukraine sucht.
Where’s Ukraine? Each dot depicts the location where a U.S. survey respondent situated Ukraine; the dots are colored based on how far removed they are from the actual country, with the most accurate responses in red and the least accurate ones in blue.

The less Americans know about Ukraine’s location, the more they want U.S. to intervene.

(The Washington Post's Monkey Cage)

Man könnte eine Gesetzmäßigkeit vermuten: Je weniger Ahnung, desto lauter der Ruf nach dem Eingreifen des Leviathan ...
Hier PEGIDA, da PAAOR (Patriot Americans Against Occident Ukraine Russification) ... Kann der Sachse auch gut aussprechen: klingt wie boaar ...

Update Ukraine (XXXV): It Was All Planned at Yalta

Zur Frage nach dem neuen Kalten Krieg zwei interessante Artikel bei CounterPunch:

December 09, 2014
Frack the EU! - Washington’s Frozen War Against Russia. By DIANA JOHNSTONE

For over a year, the United States has played out a scenario designed to (1) reassert U.S. control over Europe by blocking E.U. trade with Russia, (2) bankrupt Russia, and (3) get rid of Vladimir Putin and replace him with an American puppet, like the late drunk, Boris Yeltsin.

The past few days have made crystal clear the perfidy of the economic side of this U.S. war against Russia.

It all began at the important high-level international meeting on Ukraine’s future held in Yalta in September 2013, where a major topic was the shale gas revolution which the United States hoped to use to weaken Russia...


Verschwörungstheorie?



June 6-8, 2014
Tightening the U.S. Grip on Western Europe - Washington’s Iron Curtain in Ukraine. By DIANA JOHNSTONE
    In September 2013, one of Ukraine’s richest oligarchs, Viktor Pinchuk, paid for an elite strategic conference on Ukraine’s future that was held in the same Palace in Yalta, Crimea, where Roosevelt, Stalin and Churchill met to decide the future of Europe in 1945. The Economist, one of the elite media reporting on what it called a “display of fierce diplomacy”, stated that: “The future of Ukraine, a country of 48m people, and of Europe was being decided in real time.” The participants included Bill and Hillary Clinton, former CIA head General David Petraeus, former U.S. Treasury secretary Lawrence Summers, former World Bank head Robert Zoellick, Swedish foreign minister Carl Bildt, Shimon Peres, Tony Blair, Gerhard Schröder, Dominique Strauss-Kahn, Mario Monti, Lithuanian president Dalia Grybauskaite, and Poland’s influential foreign minister Radek Sikorski. Both President Viktor Yanukovych, deposed five months later, and his recently elected successor Petro Poroshenko were present. Former U.S. energy secretary Bill Richardson was there to talk about the shale-gas revolution which the United States hopes to use to weaken Russia by substituting fracking for Russia’s natural gas reserves. The center of discussion was the “Deep and Comprehensive Free Trade Agreement” (DCFTA) between Ukraine and the European Union, and the prospect of Ukraine’s integration with the West. The general tone was euphoria over the prospect of breaking Ukraine’s ties with Russia in favor of the West.

    Conspiracy against Russia? Not at all. Unlike Bilderberg, the proceedings were not secret. Facing a dozen or so American VIPs and a large sampling of the European political elite was a Putin adviser named Sergei Glazyev, who made Russia’s position perfectly clear.

    Glazyev injected a note of political and economic realism into the conference. Forbes reported at the time on the “stark difference” between the Russian and Western views “not over the advisability of Ukraine’s integration with the EU but over its likely impact.” In contrast to Western euphoria, the Russian view was based on “very specific and pointed economic criticisms” about the Trade Agreement’s impact on Ukraine’s economy, noting that Ukraine was running an enormous foreign accounts deficit, funded with foreign borrowing, and that the resulting substantial increase in Western imports ccould only swell the deficit. Ukraine “will either default on its debts or require a sizable bailout”.

    The Forbes reporter concluded that “the Russian position is far closer to the truth than the happy talk coming from Brussels and Kiev.”

    As for the political impact, Glazyev pointed out that the Russian-speaking minority in Eastern Ukraine might move to split the country in protest against cutting ties with Russia, and that Russia would be legally entitled to support them, according to The Times of London.

    In short, while planning to incorporate Ukraine into the Western sphere, Western leaders were perfectly aware that this move would entail serious problems with Russian-speaking Ukrainians, and with Russia itself. Rather than seeking to work out a compromise, Western leaders decided to forge ahead and to blame Russia for whatever would go wrong. What went wrong first was that Yanukovych got cold feet faced with the economic collapse implied by the Trade Agreement with the European Union. He postponed signing, hoping for a better deal. Since none of this was explained clearly to the Ukrainian public, outraged protests ensued, which were rapidly exploited by the United States… against Russia...
Presidential candidate Sergei Glazyev of the populist-nationalist Homeland Party gestures speaking during taping of the debates in a Russian TV channel 1 studio in Moscow.
Sergei Glazyev compared the situation to Czechoslovakia and Yugoslavia, both of which split in the 1990s

Recherchiert man ein wenig zur 10. Jalta-Konferenz YES (Yalta European Strategy), so findet man keine Hinweise auf Meldungen oder Hintergrundartikel unserer Qualitätsmedien (!), aber immerhin auf der Seite der nationalen ukranischen Nachrichtenagentur Ukrinform die Meldung vom 19. September 2013, dass die Konferenz am Freitag von Staatsoberhäuptern der Ukraine Wiktor Janukowytsch und Litauens Dalia Grybauskait? eröffnet werde, und eine Meldung vom 20.09.: Der ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch nimmt heute an der Sitzung von „Yalta European Strategy“ teil.
Es war also schonmal kein Geheim- oder Phantomevent!
Des weiteren stößt man auf eine interessante Analyse: Zwischen Kalkül, Klientelismus und "Leidenschaft": Ukrainische Oligarchen als Wohltäter und Mäzene - von Stefan Halling, veröffentlicht von der Bundeszentrale für Politische Bildung, u. a. mit dem Hinweis, dass die 2006 gegründete "Viktor Pinchuk Foundation" eine eigene Sparte für global ausgerichtete Projekte aufweist. Hierunter fällt u. a. die Yalta European Strategy (YES), deren Konferenzen in Jalta jedes Jahr hochrangige internationale Gäste zusammenführt und sich dabei sowohl mit ukrainischen als auch europäischen und globalen Zukunftsfragen auseinandersetzt., - auch das also ein Hinweis darauf, dass es die Konferenz gegeben hat! -
... sowie auf allerlei mehr oder weniger obskure Blog-Einträge.
Mit Hilfe anderer Suchbegriffe findet man einen Beitrag von Hans Springstein beim FREITAG vom 30.05.2014, der sehr detailliert auch die Medienberichterstattung zu dem Großereignis recherchiert hat und abgesehen von WELT und NZZ im wesentlich auf die oben von Johnstone zitierte US-Presse verweist, weil ja nichts anderes zu finden ist! Allerdings kann er auch auf einen Bericht über die Konferenz an das Europäische Parlament verweisen und auf den Pintschuk-yes-ukraine.org-Link auf die Seite des 10th Yalta Annual Meeting, 2013 (mit TN-Liste und Photo-Gallerie ...).

Natürlich ist nicht nachzulesen, was in den Pausen und am Rand der Konferenz sowie bei inoffiziellen Begegnungen besprochen und ausgehandelt wurde. Dieser Teil der Veranstaltung in Jalta, der bei allen Treffen dieser Art, ob Bilderberg, Davos oder andere, für die Teilnehmer immer noch der Wichtigste und Ergiebigste ist, bleibt natürlich dem Licht der Öffentlichkeit verborgen und damit tatsächlich geheim., schreibt Springstein und markiert damit genau den Raum, in dem die Verschwörungstheorien wuchern (s.o. die obskuren Blogs, in denen nicht selten die jüdische Weltverschwörung aus den antisemitischen Ritzen kriecht), der aber auch deshalb der imaginäre Raum ist, in dem Ängste und Projektionen sich tummeln, weil die sog. Qualitätspresse da etwas ingnoriert.

Liest man also die wenigen (kaum deutschsprachigen, weil nicht vorhandenen) Analysen, kann man schon zu dem Schluss kommen, das DIANA JOHNSTONE nicht phantasiert und (wie auch Pepe Escobar's Trip Through a World in Turmoil - Empire of Chaos) nicht ganz daneben liegt, was the actual impacts of U.S. geopolitical policy angeht.
Soviel darf man wohl sagen: Man hätte nach dieser Konferenz wissen können, welche Eskalation des Konflikts welcher Schritt des Westens bedeuten musste. - Wer berät eigentlich diese Regierung in außenpolitischen Fragen? Bertelsmanns Venusberg-Gruppe, unser Gegenstück zur "Viktor Pinchuk Foundation"?

Wie ich schonmal probeweise formulierte:

Die anomische Herrschaft der Rackets: The Badass Jihadis in Black und der verwilderte Leviathan aka The Legitimate Racket of the Ruling Class


Update Ukraine

Two Cranes

Etwas Besinnliches von Max Middleton, vielleicht bekannt als Keyboarder der 2. Jeff Beck Group! Never enough Rhodes!



Max Middleton - Two Cranes - 2013

Two Cranes is an intriguing musical voyage combining classical nuances with Max Middleton's inimitable Rhodes keyboard style. Chill-out vibes, driving rhythms and cinematic soundscapes make this his best album to date.
Max Middleton - Keyboards, Piano
Martin Ditcham - Drums, Vocals
Kuma Harada - Bass
Robert Ahwai - Guitar
Maiuko, Richard Bundy - Vocals

+ via Keyboardmag.com:
- Max Middleton exclusive interview
- Ian McLagan on Love, Loss, and Vintage Keyboards

Remembering Ian McLagan, the Small Face With a Big Heart, who died of a sudden, massive stroke at age 69 on December 3rd, 2014.
Not forgetting McLagan's dear friend and bandmate in both groups, bassist-songwriter Ronnie Lane, who had lost a valiant struggle with multiple sclerosis at the age of 51 in 1997.
- Und so lässt sich das Titelstück von Middletons Album auch gut hören in memory of two cranes who migrated over a long distance in the meantime ...

Really rather glorious, this. Rodlington Stewart with Ronnie Lane, Ronnie Wood, Ian McLagan (Fender Rhodes and Hammond B3) and Kenney Jones tearing the arse out of Macca's 'Maybe I'm Amazed' in 1972.

Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi (VII): Die libysche Katastrophe

Wer etwas über den Irrationalismus europäischer Außenpolitik lernen will, muss sich mit Libyen beschäftigen. Ein Rückblick auf Libyen im letzten Jahr der Gaddafi-Herrschaft.
Malte Daniljuk, TELEPOLIS, 21.12.2014
Die libysche Katastrophe
Wirtschaftsboom im Sozialismus
Osama bin Laden in Libyen...
Kollateralschäden: Der talentierte Mister Stevens
Palastrevolte mit islamistischer Unterstützung

Lesebefehl!! ... Wo sonst kann man solch intelligente Analysen finden ?!

fancy-dress-outfits
Bye Bye Mu’ammar Abu Minyar al-Qaddhafi

Archäologie (CCCLXIV)/Regionalgeschichte: Die langersehnte Landung des A400M in Wunstorf. Ein voller Erfolg der Luftwaffe ... Invocación, 1937

    Mit vier Jahren Verspätung ist am Freitag die erste Transportmaschine vom Typ A400M an ihrem neuen Heimatstandort gelandet - dem Bundeswehr-Fliegerhorst in Wunstorf (Region Hannover)... Der A400M sorgte wegen Verzögerungen und Kostensteigerungen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Der Stückpreis erhöhte sich im Laufe der Jahre von 125 auf 175 Millionen Euro... Von voller Einsatzfähigkeit kann keine Rede sein ... Das Schutzsystem für Einsätze in gefährlichen Krisenregionen wird erst 2016 nachgerüstet. Menschen und Material aus der Luft absetzen kann die neue Maschine auch noch nicht.
    Dennoch ist das neue Transportflugzeug gegenüber dem in die Jahre gekommenen Vorgänger deutlich leistungsstärker. In den Rumpf der "Atlas" passt doppelt so viel Material. Auch Hubschrauber und Panzer kann die Bundeswehr zukünftig auf dem Luftweg verlegen...

    Wunstorf wird der Standort von Deutschlands einzigem A400M-Geschwader sowie eines multinationalen Ausbildungszentrums für die Maschine. Der Umbau des in den 1930er-Jahren gebauten Platzes wird auf eine knappe halbe Milliarde Euro veranschlagt und gilt als größtes Infrastrukturprojekt der Luftwaffe.
    (ndr-niedersachsen-nachrichten 19.12. und 27.11.2014)
Wenn ich das richtig sehe, ist der A400M für Out-of-Area-Aktionen der NATO gedacht und Hannover-Wunstorf somit das zentrale Drehkreuz für diese strategische Neuausrichtung! Das kann laut werden.
Und wahrscheinlich müssen wir dann- wenn die 40 x 175 Mio + 500 Mio = 7,5 Mrd. € investiert sind - nicht mehr melden:
Gelungener Tabubruch: Russisch-ukrainische Bundeswehrmaschine mit nicht tödlichen Ausrüstungsgegenständen erreicht Erbil ... - oder Antonow An-124 vs. McDonnell Douglas KDC-10 : " Deutsche Hilfe für Kurden im Irak...."
Möglicherweise wäre die Verlängerung des Leasingvertrags für die russisch-ukrainischen Antonows doch günstiger gewesen ...

Interessant ist die Geschichte des in den 1930er-Jahren gebauten Platzes, wo auch damals schon gern investiert wurde; - startete doch von hier die Legion Condor zu den Angriffen auf Guernica am 26. April 1937 (und am 1. September 1939 zu den Luftangriffen auf Warschau ...)! Darüber wird von der Luftwaffe nicht so gern gesprochen.


Der Arbeitskreis Regionalgeschichte hat hierzu Bemerkenswertes veröffentlicht:
Hier finden Sie eine Dokumentation zur Ausstellung
und hier den sehr lesenswerten Aufsatz Vom Fliegerhorst Wunstorf auf die Schlachtfelder der Welt von Hubert Brieden. Der Text basiert auf:
Brieden, Hubert / Dettinger, Heidi / Hirschfeld, Marion: „Ein voller Erfolg der Luftwaffe“, die Vernichtung Guernicas und deutsche Traditionspflege, Wunstorf – Pforzheim – Bonn; Neustadt 1997 (vergriffen). Eine Leseprobe:
    26. April 1937: Bodenperspektiven

    „Es war ein wunderbarer (…) Tag, der Himmel war weich und klar. Wir kamen in den Vororten von Guernica gegen 5 Uhr an. In den Straßen war viel Betrieb, es war Markttag. Plötzlich hörten wir die Sirene, und wir bekamen Angst. Die Leute liefen in alle Richtungen davon und ließen alles stehen und liegen, um Schutz zu suchen. Manche rannten auch in die Berge. (…) Kurz darauf sah ich sieben Flugzeuge, auf die sechs weitere folgten, dann kamen noch einmal fünf. Alle waren Junkers-Maschinen. Unterdessen war ganz Guernica von einer Panik ergriffen. Mehr als eine Stunde blieben die Maschinen in einer Höhe von wenigen hundert Metern über Guernica, und sie warfen Bombe auf Bombe. Von dem Lärm der einstürzenden Häuser macht man sich keinen Begriff. Sie flogen über Straßenzüge hin. Sehr viele Bomben fielen. Scheinbar überall, später sahen wir die Krater. Sie hatten einen Durchmesser von sechzehn Metern und waren acht Meter tief. Gegen 7 Uhr flogen die Maschinen ab, und nun kam eine neue Welle, die diesmal in sehr großer Höhe flog. Die zweite Welle warf Brandbomben auf unsere gemarterte Stadt. Das zweite Bombardement dauerte fünfunddreißig Minuten, aber es reichte hin, um den ganzen Ort in einen gewaltigen Feuerofen zu verwandeln.

    Der Angriff und die Zerstörung der Stadt hielten noch weitere zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten an. Als das Bombardement vorbei war, kamen die Leute aus ihren Schutzräumen. Keiner weinte. Verwunderung stand auf ihren Gesichtern. Einfach keiner von uns konnte begreifen, was er das sah.“

    So der baskische Priester Alberto de Onaíndia.

    26. April 1937: Luftperspektiven


    „Die K88 griff im Gruppenkeil Guernica an. Hierbei war meine I./K88 mit dem Kommandeur Fuchs in meiner Führungsmaschine an Bord die Führungsstaffel. Das Ziel wurde in einem Anflug mit 50 kg-Bomben m.V. (enger Reihenabstand) - Angriffshöhe l .500 NN - angegriffen. Wetter: blauer Himmel, Angriffsrichtung: von der Biskaya-Küste eindrehend von N nach S. Durch wohl NO-Schiebewind Verlagerung der Bombenreihen nach Westen, so dass z.T. der Ortsrand des Ortes getroffen wurde.“ So erinnerte sich Oberleutnant von Knauer Jahrzehnte später an seinen Einsatz über Gernika. Vor seinem Einsatz als Kampfflieger der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg war er auf dem Fliegerhorst Wunstorf in der 6. Staffel 154 Kampfgeschwader Boelcke stationiert gewesen. In einem Bericht an den für den Spanieneinsatz zuständigen Sonderstab W. urteilte Oberst Jaenecke: „An und für sich war Guernica ein voller Erfolg der Luftwaffe.“ Und Legion-Condor-Kommandeur v. Richthofen notierte am 30.4.1937 in sein Tagebuch: „Guernica, Stadt von 5000 Einwohnern, buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. Angriff erfolgte mit 250 kg- und Brandbomben, letztere etwa 1/3. Als die 1. Ju’s kamen war überall schon Qualm (…), keiner konnte mehr Straßen-, Brücken- und Vorstadtziel erkennen und warf nun mitten hinein. Die 250er warfen eine Anzahl Häuser um und zerstörten die Wasserleitung. Die Brandbomben hatten nun Zeit, sich zu entfalten und zu wirken. Die Bauart der Häuser: Ziegeldächer und Holzfachwerkhäuser, führte zur völligen Vernichtung. – Einwohner waren größtenteils eines Festes wegen außerhalb, Masse des Restes verließ die Stadt gleich zu Beginn. Ein kleiner Teil kam in den getroffenen Unterständen um. – Bombenlöcher auf Straßen noch zu sehen, einfach toll.“
Vgl. auch: GUERNICA (Alain Resnais, Robert Hessens, 1950)
und: Picasso and Guernica - History of a painting
 "Der Adler": Die deutsche Luftwaffeneinheit "Legion Condor" kämpfte im...

Am Freitagmorgen flog der Leiter des Teams, Oberstleutnant Christian Schott, die Maschine von Spanien nach Wunstorf. Zu dem Empfang in Wunstorf kam auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die sich von Schott das Cockpit zeigen ließ....

Davon gibt es kein Foto (wie dies).

Wenn früher Flugzeuge in Wunstorf starteten, gab es anschließend Fotos wie diese; - mal sehen, was wir in Zukunft zu sehen bekommen ...

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ca/Bundesarchiv_Bild_183-H25224,_Guernica,_Ruinen.jpg
Das von der Legion Condor zerstörte Gernika

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Bundesarchiv_Bild_141-0763%2C_Warschau%2C_Br%C3%A4nde.jpg
Luftaufnahme des brennenden Warschau, September 1939


Pablo Neruda: Spanien im Herzen - ANRUFUNG
(Invocación,1937)
(Übersetzt von Erich Arendt, mit einem Essay von Carlos Rincón, planet lyric)

Um zu beginnen, um über die reine
gespaltene Rose, über den Ursprung
von Himmel und Luft und Erde – hier den Willen eines Gesangs
mit Ausbrüchen, das Verlangen
eines unermeßlichen Gesangs, eines Metalls, das
aufgreift Krieg und nacktes Blut.
Spanien, Kelch-Kristall, nicht Diadem,
aber zermalmter Stein, bekämpfte zärtliche Liebe
von Weizen, Fell und brennendem Tier.

Morgen, jetzt, durch deine Schritte
ein Schweigen, von Hoffnungen ein Staunen
wie eine höhere Luft: ein Licht, ein Mond,
abgenützter Mond, Mond von Hand zu Hand,
von Glocke zu Glocke!
Mutter, heimatlich, Faust gehärteten Hafers,
Planet,
dürr und blutig, der Helden!

Archäologie (CCCLXIII): Lilian Harvey - Irgendwo auf der Welt (1932)

Noch etwas zurück in den 30er Jahren: Das Lieblingslied meines Vaters (1918-1999).
Vielleicht sind ja Lieblingslieder auch deshalb welche, weil sie - unbewusst - mit historischen Augenblicken verknüpft sind, in denen Hoffnung gebraucht wird und noch gerechtfertigt erscheint oder zumindest nicht umsonst war, weil noch nicht durch die Zeitläufte widerlegt ... Auch das ist ein imaginärer Raum (s.u.) ...



Aus dem Film "Die Drei von der Tankstelle" auch diese wunderbare Szene: Liebling, mein Herz läßt Dich grüßen

Wenn Sie noch ein schönes Geschenk für jemanden brauchen, der auf der Suche nach einem kleinen bisschen Glück ist, empfehle ich
Nina Hagen & The Capital Dance Orchestra: Irgendwo auf der Welt

+ Zugabe: Live - Berlinale 2006: Nina Hagen & Capital Dance Orchestra -Irgendwo auf der Welt

CRISIS , WHAT CRISIS ? (XCII): Desintegrationsprozesse - PEGIDA im imaginären Raum?

Abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, wieso man diese popelig klingenden Abkürzungen wählt (die nach DDR-wie-BRD-Muff riechen à la JUMO, DEHOGA, HARIBO, Vokuhila usw.), und ich erstmal dazu neige, das auf der Ebene des Postillon zu erledigen ("Versehentlich mitmarschierender Moslem steckt 52 PEGIDA-Demonstranten mit Islam an "), spricht ja doch einiges dafür, das Phänomen genauer in den Blick zu nehmen (was ja nicht heißt, um Verständnis dafür zu werben). In der Süddeutschen Zeitung von heute findet sich dazu ein Gastbeitrag von Byung-Chul Han: Sehnsucht nach dem Feind:
    Aus der lähmenden Angst, abgehängt
    zu werden oder nicht mehr dazuzugehö-
    ren, befreien sich Menschen, indem sie ei-
    nen imaginären Feind konstruieren. Pegi-
    da - "Patriotische Europäer gegen die Isla-
    misierung des Abendlandes" - eröffnet ei-
    nen solchen imaginären Raum, in dem die
    Angst, die jeder für sich oder um sich hat,
    externalisiert wird und mit einem anderen
    Objekt, hier mit dem Islam, besetzt wird.
    Die externalisierte Angst entlastet die See-
    le. Das Objekt der Angst ist nun benenn-
    und bekämpfbar, selbst wenn es im Imagi-
    nären situiert ist. Vermittels des imaginä-
    ren Feindes erlangen Menschen wieder
    den Zutritt ins System. Über das Imaginäre
    finden sie ins System zurück, von dem sie
    sich abgehängt fühlen. Der Ausschluss des
    imaginären Fremden befreit sie von dem
    Gefühl, nicht dazuzugehören. Er erzwingt
    das Gefühl der Zugehörigkeit ins System.
    Auffallend für die Beteiligten ist, dass sie
    schweigend marschieren. Sie formulieren
    keine Ziele, stellen keine konkreten Forde-
    rungen auf. Sie weigern sich zu reden. Der
    Grund ist offenbar: Sie wollen sich nicht
    aus dem imaginären Raum hinausdrängen
    lassen. Hier hilft es wenig zu versuchen, sie
    auf die Realität zurückzubringen und sie
    darauf hinzuweisen, dass es in Dresden
    kaum Muslime gebe, dass von der Islami-
    sierung nicht die Rede sein könne. Sie ent-
    ziehen sich der Realität, um ihren imaginä-
    ren Raum zu schützen, der für sie befrei-
    end wirkt. Sie werden daher jeden Ver-
    such, sie auf den Boden der Realität zurück-
    zubringen, aggressiv abwehren. Hier liegt
    eine Verneinung vor, zu der nur eine Psy-
    choanalyse Zugang hätte.
    Die Protestierenden externalisieren ih-
    re Angst, indem sie sie auf den imaginären
    Feind beziehen. Hier ist wieder die Logik
    des Sündenbocks am Werk. Früher waren
    es die Juden, nun sind es die Muslime. Die
    Geschichte Wiederholt sich. Die Politiker
    schauen nur zu und begnügen sich mit
    Ferndiagnosen. Oder sie schüren die
    Angst, um politisch daraus Kapital zu
    schlagen. Eigentlich sollten sie froh sein,
    dass die Wut der Protestierenden sich
    nicht gegen sie, sondern gegen den imagi-
    nären Feind richtet. Pegida ist das Zerrbild
    einer Gesellschaft, in der die Politik ver-
    sagt hat. Menschen begeben sich ins Imagi-
    näre, um sich das Gefühl zu verschaffen,
    wieder in die Gesellschaft zu gehören...
Dem Denkansatz liegt zugrunde, was Han schon in seinem (überwiegend verrissenen) Buch "Psychopolitik - Neoliberalismus und die neuen Machttechniken" augeführt (und ebenfalls in der Süddeutschen Zeitung - gegen Negri - in Stellung gebracht) hat:
    ... warum kein Klassenkampf mehr stattfindet. Das neoliberale Herrschaftssystem sei ganz anders strukturiert als die alten systemerhaltenden Mächte – nicht mehr repressiv, sondern seduktiv, also verführend. Dadurch sei die Unterdrückung nicht mehr so sichtbar wie in disziplinarischen Regime. Laut Han formt der Neoliberalismus aus dem unterdrückten Arbeiter einen freien Unternehmer, einen Unternehmer seiner selbst. Jeder sei heute ein selbstausbeutender Arbeiter seines eigenen Unternehmers, jeder sei Herr und Knecht in einer Person. Dadurch verwandele sich der Klassenkampf in einen inneren Kampf mit sich selbst. Und, besonders wichtig: Wer heute scheitert, beschuldigt sich selbst und schämt sich. Man problematisiere sich also selbst statt der Gesellschaft... (WISSEN BLOGGT: Vom Klassenkampf zur Selbstausbeutung)
Dass das Symptome von tatsächlich stattfindenden Desintegrationsprozessen sind (20,3 % der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen), dürfte nicht zu leugnen sein. Insofern halte ich den Deutungsansatz Menschen begeben sich ins Imaginäre, um sich das Gefühl zu verschaffen, wieder in die Gesellschaft zu gehören für durchaus tragfähig. Es lassen sich iÜ Verbindungen herstellen zu Heitmeyers Langzeituntersuchung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit!

Andererseits muss es doch auch so etwas wie schwer blödheitsbedingte Menschenfeindlichkeit geben, sieht man sich das Panorama-Extra Pegida: Die Interviews in voller Länge an.

Politische Motive, hörte man auf Umwegen wieder von Ardisson, ließen sich nicht ausmachen, nichts als fremdbestimmte Wahnideen, manische Verfolgungswahnstimmungen und ein irrationales Verhältnis zur Realität. Auf wen träfe diese vorzügliche Definition nicht zu, bei Lichte betrachtet. (Kieseritzky - Anatomie für Künstler, S. 189)
... oder auch: Human intelligence 'peaked thousands of years ago and we've been on an intellectual and emotional decline ever since'


Dresdner Montagsandacht

= Pegida ist kein Randphänomen, sondern in Deutschland mehrheitsfähig (Florian Rötzer, tp 17.12.2014)

Update Ukraine (XXXIV): Undoing Stalin - Let's call the whole thing off

Pepe Escobar hat einen Vorschlag zur Lösung der Krise:
    Essentially, it's very simple. It's up to Germany. And it's all about undoing Stalin.

    Stalin, at the outset of World War II, took East Prussia from Germany and moved the eastern part of Poland into Ukraine. Eastern Ukraine was originally from Russia; it is part of Russia and was given by Lenin to Ukraine.

    So let's have East Prussia returned to Germany; the eastern part of Poland returned to Poland; and eastern Ukraine as well as Crimea - which Khrushchev gave to Ukraine - returned to Russia.

    Everyone get their share. No more Stalin. No more arbitrary borders. That's what the Chinese would define as a "triple win" situation. Of course, the Empire of Chaos would fight it to death; there would be no more chaos manipulated to justify a crusade against bogus Russian "aggression".
    The ball is in Germany's court. Now it's up to East Prussians to present the facts to Angela Merkel. Let's see if she's able to get the message.

Vgl. unten Update Ukraine (XXXII): Building A New Berlin Wall in Kiev - The Ukraine House of Cards.
Im Übrigen, wenn die UkrainerInnen sich schon nicht auf eine Sprache einigen können (Ukrainisch/Russisch/Surzhyk):
Let's call the whole thing off (George & Ira Gershwin)!



Andererseits: They Can't Take That Away From Me
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+ Tipp für twoday.net-Blogger zum Einbetten von youtube-videos, nachdem die eine Firma keinen alten Code mehr zur Verfügung stellt und die andere keinen neuen akzeptiert:
Generate YouTube embed codes

Archäologie (CCCLXII): El Caliph



In the early 1960's, southern California was taken by storm by a new musical sound, a double-picked, lightning tremelo guitar style unheard of til then. The musician was Dick Dale, and his reverb-drenched playing (known to melt a guitar pick after one tune) fostered a host of imitators like the Chantays, Pyramids, Astronauts, Belairs as well as vocal groups like the Beach Boys and Jan and Dean. And so began the first wave of surf music. In the late 1970's and on into the 1980's, the sound was re-introduced by the likes of Jon & the Nightriders, the Wedge, the Malibooz, the Surf Raiders. The surf sound was back, and I was delighted. Then "Pulp Fiction" helped to kick start what many feel is the third wave, when it showcased Mr. Dale's "Miserlou" to many old and young fans. Surf instrumental music is alive and well, and is represented by one of the finer groups currently out there, The Madeira.
THE MADEIRA "Sandstorm" 2005

A Caliph in a wilderness of mirrors

Was ist heute eingreifendes Denken? (II): Die Macht der Dinge und die Ohnmacht der Menschen als Widerspruchszusammenhang - Alexander Kluge: Jeden Morgen liest Hegel Zeitung

Danke, Herr Kluge: "Widerspruchszusammenhang" erfasst präziser, was ich neulich mit Brecht zu klären versuchte: Begriffe: »Die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann« - Was ist heute eingreifendes Denken?

In seiner Dankesrede zur Verleihung des Heinrich-Heine Preises der Stadt Düsseldorf (- mein Gott, wie schwer hat man sich getan, den Heine als Sohn der Stadt anzunehmen!), die heute in der Süddeutschen Zeitung abgedruckt ist (no link available), finde ich à propos Begriffe eine faszinierende Passage zur alten Frage aus dem Universalienstreit:
    Was war zuerst, die Begriffe oder die
    Dinge? Das Selbstbewusstsein der Men-
    schen oder ihre Ohnmacht? In dieser Frage,
    sagst Du, sei ich kein Nominalist, aber auch
    kein Realist. Ich möchte Dir das bestätigen
    an dem Beispiel, das Du anführst; von den
    Bombenentschärfern im Luftschutzkeller.
    Das sind erfahrene Klempner, selbstbe-
    wusste Fachleute. Sie schrauben jede Bom-
    be auseinander, wenn sie als Blindgänger
    am Boden liegt. Im Moment aber sind sie
    dem Bombengeschwader oben ausgelie-
    fert, das seine Bombenschächte über der
    Stadt entleert. Hier weht kein Weltgeist, son-
    . dem die Dinge schlagen zu. Die Macht der
    Dinge (das Geschwader, die Bombe) und die
    Ohnmacht der Menschen (die Lage der Kel-
    lerinsassen) bilden eine antagonistische Re-
    alität. Alle diese Elemente sind keine Nomi-
    na und sie sind keine Realia. Sie sind ein Wi-
    derspruchszusammenhang, Wir Menschen
    sind deshalb nicht ohnmächtig.
An anderer Stelle in der Rede - im Kontext der doppelten Souveränität, der europäischen und der eigenen, nationalen, von der sein Freund Habermas so gerne spricht - bezieht sich Kluge auf Heine und Marx. Und dass passt nun zu der Rede vom Widerspruchszusammenhang:
    Das ist der Blick
    Heines, wenn er sagt: "Ich bin der inkar-
    nierte Kosmopolitanismus". Er ist einge-
    fleischter Weltbürger und Liebhaber zwei-
    er Länder, über den Rhein hinweg.
    "Wo wird einst des Wandermüden
    letzte Ruhestätte sein?
    Unter Linden an dem Rhein?
    Und als Totenlampen schweben
    nachts die Sterne über mir."
    Diese Verse stellt sich Heine als seine
    Grabinschrift vor.
    In den drei Jahren vor seinem Tod tobt
    1853-1856 der Krimkrieg.
    Die Namen Sewastopol und Krim haben
    für uns eine zeitgenössische Konnotation.
    Es lohnt sich, mit Heines witzerfülltemAu -
    ge den Koalitionskrieg des damaligen Wes-
    tens zu betrachten: England, das theatrali-
    sche Weltausstellungs-Frankreich Napole-
    ons m., Piemont-Sardinien, also der Em-
    bryo Italiens, und das Osmanische Reich
    gegen das Russland des Zaren. Das ist der
    erste moderne Krieg. Anders noch als in
    den napoleonischen Kriegen wird eine
    Massenpresse zum Garanten der Kriegs-
    verlängerung. Erstmals Kriegsfotografie,
    Telegrafie (noch in der Schlacht von Water-
    l00 gibt es nur Brieftauben).
    Karl Marx hat in einer New Yorker Zei-
    tung Tag für Tag über diesen Krieg berich-
    tet. Er beschreibt, wie zaristische Staatsan -
    leihen über die Bankhäuser in Hamburg,
    Wien und London die Börse anfachen. Die-
    se Anleihen gewährleisten die russische
    Rüstung. Der Boom, befeuert durch die ho-
    hen Zinsen der russischen Papiere, finan-
    ziert die Rüstungen der Alliierten gegen
    Russland. Diese ersten Schritte zur Globali-
    sierung der Kriegskosten wird Heine ge-
    nauso beurteilt haben wie Marx.
By the way: hochaktuell und sehr interessant zu lesen, wie Marx als Korrespondent der New-York Daily Tribüne über den Krim-Krieg berichtet. (Nachzulesen in MEW 10, S. 516 ff.)

Nicht im Hinblick auf die Krim, aber am Beispiel eines anderen Konflikts und im Hinblick auf die Wahrnehmung und begriffliche Fassung von Einzelheit, Besonderem und Allgemeinem - denn darum geht es doch wohl - sei hier noch eine Leseprobe von Kluge als literarischem Autor empfohlen:
[Ich gehe davon aus, dass die Veröffentlichung als Leseprobe die Wiederveröffentlichung als Leseprobe erlaubt. Suhrkamp ist vermutlich ja auch mit sich selbst beschäftigt ...]

    Jeden Morgen liest Hegel Zeitung

    Der Philosoph las außer den Berliner Blättern täglich die Edinburgh Review. Er war auf das Detail kapriziert. Das findet sich im Rohmaterial der Nach­richt, nicht in der Meinung. Hegel brauchte mehrere Zeitungen, um unter der Tünche der Meinung die Einzelheiten wiederzuerkennen: Er las nicht, er pro­duzierte. Stets neugierig auf die Wirklichkeit, bestehend aus unbezwinglicher EINZELHEIT (zum Beispiel Familien), dem BESONDEREN und dem ALLGE­MEINEN. Diese Dreiheit ist als Durcheinander und nicht als Nebeneinander wirklich. So zeigt die Wahrheit lange Zeit ihr Medusenhaupt und dann in einem glücklichen Blitz auch ihr Gesicht.
    Während er an Teil IV A seiner Phänomenologie schrieb, fesselten ihn die Be­richte über den Sklavenaufstand in St. Domingue, das wir heute Haiti nennen. Die schwarzen Plantagenarbeiter hatten sich zu Soldaten erklärt und kämpf­ten mit dem Leitsatz: Freiheit oder Tod gegen Franzosen, Briten und Spanier. Die revolutionäre Bewegung hatte 500 000 Seelen erfaßt, die über einen Zeit­raum von hundert Jahren von Afrika in die Karibik geschafft worden waren. Sind sie bereit, ihr Leben für die Freiheit zu wagen, so haben sie den Status von Herren, schloß Hegel. Niemanden aber haben sie zum Knecht, fuhr er in der Rekonstruktion des Rohmaterials der Nachricht fort: die britischen Händler nicht, die Franzosen auch nicht. Er hatte bisher nichts davon gehört, daß diese schwarzen Republikaner ihre eigenen Leute zum Knecht machen wollten, der die Arbeit leistet. Einen Herrenstatus wiederum, folgerte Hegel, konnten sie aus ihrer wilden Heimat in Afrika nicht mitgebracht haben. Er hätte auch nicht ihrer Identität während der Sklaverei entsprochen, die sie doch in jedes neue Leben mitnahmen, weil ein Mensch Identitäten nicht ein­fach ablegen und sich neue aussuchen kann, davon ging Hegel aus. Vielmehr schien ihm die Verwandlung von ehemaligen Sklaven in »Herren« auf einem blitzartigen Impuls des Bewußtseins zu beruhen, der in einer revolutionären Situation entsteht, indem ein Mensch sich am anderen entzündet.
    Währenddessen lieferten die britischen Schiffe weiterhin Zucker nach Euro­pa. Er kam aber von Plantagen auf anderen Inseln als Haiti. Die Revolutio­näre schienen seinerzeit abgeschnitten vom Weltmarkt. Selbst wenn sie auf den großen Plantagen weiterhin gearbeitet hätten (das taten sie aber wohl nicht), hätten sie keine Herrschaft darüber gehabt, wie man das wertvolle Luxusprodukt bis zu den Kaffeetassen von Leipzig und in die Münder der Menschen bringt. Besser, sagte sich Hegel, sie wären wieder Sklaven und hät­ten Arbeit.

    Er schwankte, ob es einen menschlichen Status als Zwitter oder Amphibie gebe, so daß im gleichen Bewußtsein (wie die Köpfe eines Doppeladlers, und wir besitzen zwei Hemisphären des Gehirns) Herr und Knecht zur Kooperati­on kämen. Der eine Teil des Bewußtseins verwandelt sich zu jedem Zeitpunkt in den anderen, und die gegenseitige Anerkennung bringt sowohl den Mut, das Leben einzusetzen, wie die (jetzt aber nicht als Furcht vor dem Herrn be­gründete) Willigkeit zur Arbeit hervor. Das dachte Hegel beim Zeitunglesen, schrieb es aber, so wie er es empfand, nicht ins Manuskript. Ab 11 Uhr, wie es seine Gewohnheit war, begann Hegel mit dem Schreiben. Täglich waren fünfzehn Seiten sein Pensum. An diesem Tage kam er bis zu den Sätzen:
    »Das Individuum, welches das Leben nicht gewagt hat, kann wohl als Per­son anerkannt werden; aber es hat die Wahrheit dieses Anerkanntseins [. . .] nicht erreicht. Ebenso muß jedes auf den Tod des anderen gehen [. . .]. Es verschwindet aber damit aus dem Spiele des Wechsels das wesentliche Mo­ment, sich in Extreme entgegengesetzter Bestimmtheit zu versetzen; und die Mitte fällt in eine tote Einheit zusammen [. . .]. Ihre Tat ist die abstrakte Negation, nicht die Negation des Bewußtseins, welches so aufhebt, daß es das Aufgehobene aufbewahrt und erhellt [. . .].«
    (aus: Alexander Kluge: Das fünfte Buch. Neue Lebensläufe. Suhrkamp Verlag: Berlin 2012, S. 157-158.)
Wie wäre es, wenn Hegel einen Artikel über die Kämpfer des ISIS läse?
Schwankte er, ob es einen menschlichen Status als Zwitter oder Amphibie gebe, so daß im gleichen Bewußtsein Herr und Knecht zur Kooperati­on kämen. Der eine Teil des Bewußtseins verwandelt sich zu jedem Zeitpunkt in den anderen, und die gegenseitige Anerkennung bringt sowohl den Mut, das Leben einzusetzen, wie die Willigkeit zur Arbeit hervor. Hätte Hegel das beim Zeitunglesen gedacht, und hätte er es, so wie er es empfand, abermals nicht ins Manuskript geschrieben, sondern wieder so?
»Das Individuum, welches das Leben nicht gewagt hat, kann wohl als Per­son anerkannt werden; aber es hat die Wahrheit dieses Anerkanntseins [. . .] nicht erreicht.«

Wunderbar, wie Kluge hier erkennbar macht, dass der große Dialektiker hinter den Denkmöglichkeiten von Widerspruchszusammenhängen zurückbleibt und in einem begrifflichen Totalitarismus landet, den auch ein Abu Bakr al-Baghdadi pflegt! Insofern stellt sich nochmal die Frage nach der Bedeutung der Begriffe, aber auch die nach der Berufbarkeit auf eine Aufklärung, die uns - abendländisch - den Anderen so überlegen erscheinen lassen soll ...

Die Herausforderung also: Das was geschieht oder was geschehen ist ("Geschichte") nicht länglich zu denken, sondern als Haufen , - eben als Widerspruchszusammenhang.
Ausgewählte Beispiele:
- Update Ukraine (XXXIII) & Syriana: Staatsattrappen, Rackets, Regime und Milizen - Tomasz Konicz
- Pepe Escobar - The Roving Eye (Das wandernde Auge)
- Georg Seeßlen: Die drei großen Leugnungen. Kleines Statement zur Lage der Dinge

Archäologie (CCCLXI): Für meine Debbie-Harry-Sammlung

As a devotee to Deborah Harry freue ich mich immer, wenn ich neues Altes von ihr entdecke:






Archäologie CCLXXXV: Für meine Debbie-Harry-Sammlung (und andere Archive)

"World War III will be a global information war with no division between civilian & military participation." (Marshall McLuhan) - Zur schleichenden Militarisierung des Zivilen

Ich hätte McLuhans These noch vor kurzem als wenig hilfreich zur Erklärung aktueller Krisen befunden, weil zu sehr befangen im Überbau. Mittlerweile kann man das anders sehen:
Die Militarisierung durch Think Tanks (Bertelsmann und die EU-Osterweiterung - Thomas Barth, tp 13.12.2014) gibt zu denken:

Zur Rolle der Bertelsmann-Stiftung, der Venusberg-Gruppe usw. und der Medien bei der schleichenden Militarisierung des Zivilen ein lesenswertes Interview mit Rudolph Bauer ("Wir sind wieder mitten im Krieg: Militarisierung im Digitalen Zeitalter"):
    Die bestialischen Kriegsverbrechen der IS oder ISIS sind leider eine gute Werbung für den Militarismus, wie ihn Bertelsmann geplant hat und nun in seinen Medien propagiert. Auf dem Gebiet der Kultur ist folgendes festzustellen: Durch ein hohes Maß an politischer Enthaltsamkeit ermöglichen Literatur, Bildende Kunst und Musik, dass die Militarisierung gesellschaftlich ungehindert Fuß fassen kann und ihr kulturell nichts, aber rein gar nichts entgegengesetzt wird.

    Allerdings gibt es seit längerem schon Einfallstore der Militarisierung, beispielsweise in der Popmusik, im Rahmen der Truppenbesuche durch Film- und Fernsehgrößen, in Gestalt der überbordenden Krimi-Gehirnwäsche in Literatur und Fernsehen. Und natürlich durch das Nachrichtenwesen in Bild, Ton und Internet.

    In der Wissenschaft beobachten wir gegenwärtig einen schleichenden Prozess der Militarisierung dergestalt, dass aufgrund der knappen Haushalte an Hochschulen und Universitäten immer mehr Drittmittel für militärisch relevante Vorhaben eingeworben werden, auch Mittel des Pentagon. Eine Gegenbewegung hat es schwer, z.B. mit einer Aufrechterhaltung bzw. Neubelebung der Zivilklausel-Bewegung die Wissenschaften vor dem immer weiter ausufernden Zugriff von Militär- und Rüstungswesen zu bewahren.

    Hier zeigt sich eine sekundäre Folge der großen Kampagnen für Privatisierung, maßgeblich auch von Bertelsmann initiiert, die einen "schlanken Staat" propagierten. Der durch die flankierend propagierten Steuersenkungen reduzierte Staatshaushalt vernachlässigte Investitionen in eine friedliche Zukunft, in Gesundheit, Soziales und eben Bildung und Wissenschaft. Nun soll unter dem Schlachtruf der "Sicherheit" militaristisch umverteilt, und die Grundrechte und Zukunftschancen der Menschen sollen noch weiter in den Hintergrund gedrängt werden. Das Trommeln für Aufrüstung dient jedoch keinesfalls der Sicherheit der Bevölkerung, sondern vielmehr der Durchsetzbarkeit größenwahnsinniger Strategien einer Geopolitik im Sinne von Macht- und Wirtschaftseliten...
Man fragt sich ja auch, wer die Ratgeber hinter der bornierten und höchst gefährlichen Ost- und Greater-Middle-East-Politik dieser Bundesregierung sind. Hier finden sich einige wichtige Hinweise!
    Offizielles Ziel der (Venusberg-) Gruppe sollte es sein, über die Zukunft dessen nachzudenken, was europäische Sicherheit heißt, aber militärische Herrschaftssicherung meint. Man kann sich von der militaristischen Stoßrichtung überzeugen, wenn man sorgfältig die Veröffentlichungen der Stiftung liest. Zum Beispiel das Leitlinien-Papier mit dem Titel "Why the World needs a Strong Europe and Europe needs to be Strong". Eine Fortschreibung erfuhren diese Leitlinien jüngst in dem Papier "Neue Macht - Neue Verantwortung", aus dem auch die militaristischen Textbausteine der Reden von Bundespräsident Gauck entnommen sind...
Vgl. BertelsmannKritik
+ Macht? - Power has been called many things. Pretty isn’t one of them
+ Macht (II) - Power has been called many things. Pretty isn’t one of them ...

Folter: "Der Bericht ist voller Scheiße" (Dick Cheney) vs. The General’s Report (Seymour M. Hersh)

Da hat Big Time wohl recht, - aber es ist seine Scheiße!

https://pbs.twimg.com/media/B4cYqR8CQAAgXU4.png
(twitter.com/hashtag/TortureReport)

"Was hätten wir tun sollen? Ihn auf beide Wangen küssen und sagen: 'Bitte, bitte, sag uns was du weißt?' Bestimmt nicht."
Cheney defends CIA interrogation techniques, calls Senate report 'deeply flawed' (FoxNews)

Verantwortlich für die Folterpraxis der CIA (v.l.): Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Ex-Präsident George W. Bush und Ex-Vizepräsident Dick Cheney. (15. Dezember 2006)
    Fefe schreibt dazu: George W Bush ist von der CIA eingeweiht worden. Nachdem sie schon ein paar Jahre gefoltert hatten.

    "By the time the C.I.A. director came in April 2006 to give Mr. Bush the agency’s first briefing about the interrogation techniques it had been using since 2002, more than three dozen prisoners had already been subjected to them. And when told about one detainee being chained to the ceiling of his cell, clothed in a diaper and forced to urinate and defecate on himself, even a president known for his dead-or-alive swagger “expressed discomfort,” according to a new report released Tuesday."

    Da ist es wieder, das "klar haben wir dem Polizeistaat-Gesetz zugestimmt, aber nur mit Bauchschmerzen". Damit reden sich Politiker seit 100 Jahren raus, oder versuchen es. Von Köhler bis Gauck. Alle tun so, als hätten sie Unwohlsein, aber tragen dann doch alles mit. Wieso haben sich da eigentlich seit den Nürnberger Prozessen die Standards so gelockert? Die sind ja auch nicht damit durchgekommen, sie hätten ja Bauchschmerzen gehabt. Die mussten sich noch zusätzlich auf Befehlsnotstand berufen.
Die in dieser Woche vom US-Senat veröffentlichte gut 500-seitige Kurzversion einer 6.700 Blatt umfassenden Untersuchung zu den Entführungen und Folterungen der CIA und die Reaktionen darauf lassen viele Fragen offen, u. a. die Frage danach, was man schon längst wissen konnte:

Annals of National Security June 25, 2007 Issue
The General’s Report
How Antonio Taguba, who investigated the Abu Ghraib scandal, became one of its casualties.
By Seymour M. Hersh


http://www.newyorker.com/wp-content/uploads/2007/06/070625_r16334_p646-320.jpg
Taguba knew his report would make him unpopular: “If I lie, I lose. And, if I tell the truth, I lose.”
Lesefehl!!

Im Übrigen: Jeder dritte Jurastudent befürwortet die Todesstrafe, jeder zweite die Anwendung von Folter !!

Update New York Times December 21, 2014 : Prosecute Torturers and Their Bosses

Der Steuerberater kommt - Oder: The Luxemburg Polka (II): LuxLeaks - zweite Welle

A view of of Luxembourg PricewaterhouseCoopers' HQ in Luxembourg.

Erdogans neuer Palast?

Nee!
Die Gästeliste der abendlichen Gala war erstaunlich: Nicht nur der Luxemburger Premierminister Xavier Bettel und sein Finanzminister Pierre Gramegna hatten ihr Kommen zugesagt - sogar der Luxemburger Kronprinz Guillaume hatte sich angekündigt für diesen Abend Ende November. Es galt die feierliche Eröffnung eines neuen Gebäudes zu begehen, allerdings war es nicht das Gebäude eines Staatsunternehmens, wie man ob dieser Ballung der höchsten staatlichen Repräsentanten vielleicht vermuten könnte. Tatsächlich fuhren die Gäste am hell erleuchteten neuen Hauptquartier der Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers (PwC) vor, wo sie von einer Schar aufgeregter Parkeinweiser ihre Plätze zugewiesen bekamen.
Erstaunlich ist das auch deshalb, weil PwC just jenes Beratungsunternehmen ist, das im Zentrum der Luxemburg-Leaks steht, die das kleine Land Anfang November erschütterten.
(Süddeutsche Zeitung, 10. Dezember 2014)

Den letzten Satz verstehe ich nicht: Ich hatte nicht den Eindruck, dass das kleine Land schwer erschüttert war. Mir war auch gar nicht bewusst, dass die einen Kronprinzen haben:
Guillaume Jean Joseph Marie von Nassau ... ist der älteste Sohn Henris, Großherzog von Luxemburg, Herzog von Nassau. Er trägt die Titel „Erbgroßherzog von Luxemburg“, „Erbprinz von Nassau“ und seit dem 18. Dezember 2000 auch „Prinz von Bourbon-Parma“ und wird auch gerne mal von Joachim Pflugscharen zu Schwertern Gauck von Mecklenburg-Rostock empfangen.

http://www.luxemburg.diplo.de/contentblob/3508450/Galeriebild_gross/2277386/Gruppenbild_in_der_Silberkammer.jpg
Großherzog Henri von Luxemburg (l-r), Bundespräsident Joachim Gauck, seine Lebensgefährtin Daniela Schadt, Großherzogin Maria Teresa von Luxemburg und Prinz Guillaume von Luxemburg stehen am Dienstag (24.04.2012) in Berlin im Deutschen Historischen Museum zusammen.
l-r scheint hier ein wenig verrutscht zu sein, aber ich finde es immer nett, wenn Monarchen und Pfaffen sich gut verstehen.

Im Übrigen ist es - wen's interessiert - lohnend, sich die luxemburgische Verfassung einmal genauer anzusehen:

Kapitel I
Vom Gebiete und vom König-Großherzog

immerhin schon 1998 geändert in
"Kapitel I.
Der Staat, sein Territorium und der Großherzog"


Art. 1. Das Großherzogtum Luxemburg ist ein unabhängiger, unteilbarer und unveräußerlicher und auf ewig neutraler Staat.
Durch Gesetz vom 28. April 1948 erhielt der Art. 1 folgende Fassung:
"Art. 1. Das Großherzogtum Luxemburg ist ein freier, unabhängiger und unteilbarer Staat."
Durch Gesetz vom 12. Januar 1998 erhielt der Art. 1 folgende Fassung:
"Art. 1. Das Großherzogtum Luxemburg ist ein demokratischer, freier, unabhängiger und unteilbarer Staat."


Immerhin: demokratisch schon seit 1998, also noch nicht so lange wie die ehemalige DDR, und die Idee der Volkssouveränität muss man länger suchen.
Und immerhin schon in
"Kapitel II
Die öffentlichen Freiheiten und die Menschenrechte"

geht es um Grundrechte, vornehmlich aber erstmal um die Frage der Eigenschaften eines Luxemburgers, womit nicht etwa Versiertheit in Steuerangelegenheiten, Gier usw. gemeint sind, sondern die Staatsbürgerschaft, die seit 2008 schlicht so geregelt ist:
"Die Eigenschaft eines Luxemburgers erwirbt, erhält und verliert man gemäß den Bestimmungen der Gesetzgebung. "
Interessant ist dann die weitere Arbeit am
Art. 11. Es gibt im Staate keine Standesunterschiede.
... und wenn es da heißt in
(6) Das Gesetz gewährleistet die Freiheit des Handelns und der Industrie sowie die Ausübung der freien Berufe und der landwirtschaftlichen Arbeit, vorbehaltlich der Einschränkungen, welche das Gesetz festlegt.
und das Gesetz halt keine Einschränkungen festlegt, dann ist doch im Sinne der Freiheit des Handelns und der Ausübung der freien Berufe rechtens, was Amazon und Ikea, Deutsche Bank und Eon, Pepsi oder FedEx, Skype, Disney, Bombardier oder Koch Industries und Reckitt Benckiser mit Hilfe von Pricewaterhouse Coopers da machen! (s. o. LuxLeaks 2)

Mit Demokratie hat das allerdings nichts zu tun.

Schüsse in die Luft - "Das klingt nach Kabarett: Gefährlich und trotzdem gewaltfrei"

"Die Anstalt" vom 9.12.2014 mit Christian Ehring, Matthias Egersdörfer, Rainald Grebe, Max Uthoff und Claus von Wagner
feat. Kraftklub



Vgl. Not-wendige Klarstellungen: Nur noch in der Anstalt

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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