Rundgren performs "Hiroshima" Live in Japan 1992. Für mich immer noch ein kathartisch wirkendes Stück Rockmusik(falls es sowas gibt: vgl. 4:51 ff.)
Wollen Sie mehr über Atomwaffen lernen, erfahren, mitgestalten? Schauen Sie die Webseite des Projektkreises "Politische Bildung zu Atomwaffen" an:
» www.atomwaffenlernen.info
Den Hinweis auf der Seite atomwaffen A - Z finde ich problematisch: ich möchte nicht mehr über Atomwaffen mitgestalten!
1
From the once conquered celestial heights
We are descending to earth down the charred stairs
Through the aimed salvos of slander and lying.
We are leaving, leaving, leaving, leaving....
Refrain
Farewell, mountains, you have the better sight
To tell who we were in that remote land,
It is not up to an one-sided judge -
A mere office bureaucrat.
2
Good bye, Afghanistan - the realm of shadowy ghosts
It seems, no memory of you should hold good meaning,
And still, our combat commander is in sadness and grieving,
We are leaving, leaving, leaving, leaving
Refrain
Farewell, mountains, you have the better sight
To judge what makes up our pain and our glory
But how will you, our Great Motherland,
Live down our mothers tears and mourning?
3
Its certain we will never come back,
How many of us fell in this long campaign in that land!
So much has not been accomplished, but still -
We are leaving, leaving, leaving, leaving...
Refrain
Farewell, mountains, you have the better sight
To see what price we have paid and what sorrow,
Which friends we have had to leave behind,
What enemy escaped the finishing blow.
4
My friend, split in three your alcohol draught
So many survived of the daring reconnaissance squad
Third toast - for the dead; and the wind is silently grieving.
We are leaving, leaving, leaving, leaving...
Refrain
Farewell, mountains, you have the better sight
To know what we have had, what gave away,
To deem how our sorrows, hopes and way
Will stamp and form in future peoples mind.
5
Our lives in CV's will be squeezed in few lines
Sociologists are those who are forming opinion.
But the Orient will never be ruled by science
We are leaving from Orient, leaving, leaving...
Refrain
Farewell, mountains, you have the better sight
To tell who we were in that remote land,
It is not up to an one-sided judge -
A mere office-bureaucrat.
Farewell, mountains, you have the better sight
To see what price we have paid and what sorrow,
Which friends we have had to leave behind,
What enemy escaped the finishing blow.
We are leaving the Orient
We are leaving the Orient
We are leaving...
via ronjiort/youtube
Wenn die Bundeswehr nun mit Schützenpanzern, Mörsern und amerikanischer Luftunterstützung in einer Großoffensive mit insgesamt weit über 1000 Soldaten gegen die Taliban vorgeht, dann ist das eine Eskalationsstufe, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht erreicht worden ist. Es ist auch die höchste Eskalationsstufe eines asymmetrischen Krieges: Die Armee packt ihr Arsenal an schweren Waffen aus, um die Aufständischen zu bekämpfen.
schreibt die Financial Times Deutschland!
Ich möchte dem nichts hinzufügen; nur vielleicht noch dies: Ich hatte in Verfolgung meines gesetzlich fixierten Bildungsauftrages im Politikunterricht darauf Wert gelegt, dass zwischen Isaf und OEF getrennt wird. Wenn das nicht mehr gewünscht wird, möge man mir Bescheid geben ...
Sehr schön dazu ad sinistram: Der 18. Brumaire der Wüstenfüchse
... und auch: "Selbstverständlich ist es ein Krieg" - Johan Galtung über den militärischen Einsatz in Afghanistan. Text / Audio
Nach der Rückkehr aus aktuellem Anlass hier noch einmal mein Beitrag vom November 2007 - mit einigen Neuigkeiten:
Er hat seinem Ruf als profitabelster Autohersteller der Welt mal wieder alle Ehre gemacht: Der Sportwagenbauer Porsche hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Vorsteuergewinn auf 5,857 Milliarden Euro nach 2,110 Milliarden Euro im Vorjahr gesteigert. Das teilte das Unternehmen heute nach einer Aufsichtsratssitzung in Stuttgart mit.
Dazu beigetragen haben vor allem die Aktionsoptionsgeschäfte und der erfolgreiche Einstieg bei Volkswagen , die allein rund 3,6 Milliarden Euro vom Vorsteuerergebnis ausmachten. Porsche ist aktuell mit knapp 31 Prozent größter Einzelaktionär von Volkswagen. Es wird erwartet, dass Porsche seinen Anteil an Europas größtem Fahrzeughersteller aufstocken wird. Der Europäische Gerichtshof hatte vor kurzem wichtige Teile des VW-Gesetzes gekippt.
Der Konzernjahresüberschuss verdreifachte sich auf rund 4,2 Milliarden Euro (Vorjahr rund 1,4 Milliarden Euro). Porsche hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 7,4 Milliarden Euro erzielt - damit lagen Umsatz und Gewinn diesmal nicht mehr weit auseinander.
Morgen will Porsche nun die neue Porsche Holding SE in das Handelsregister eintragen lassen, die neben dem Sportwagengeschäft auch den Anteil an VW hält. Sie ist umstritten, weil sich die VW-Betriebsräte für den Fall einer Übernahme von VW durch Porsche im Aufsichtsrat der Holding unterrepräsentiert fühlen. Obwohl wesentlich größer, sollen VW-Arbeitnehmervertreter dann wie Porsche-Arbeitnehmervertreter jeweils drei Aufsichtsräte stellen. Dagegen hatte der VW-Betriebsrat geklagt, war aber zunächst unterlegen. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hatte sich laut der Mitteilung von Porsche in der Aufsichtsratssitzung vom Montag dafür bedankt, dass sich alle Anteilseigner klar für die umstrittene Mitbestimmungsvereinbarung der künftigen Holding ausgesprochen hatten - also auch VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch. "Dieses eindeutige Bekenntnis zeigt mir, dass die Vereinbarung den vollen Rückhalt der Familiengesellschafter Porsche und Piëch hat." SPIEGEL ONLINE
Zur Vorgeschichte:
18.08.2007
"Die Porsche-Holding"
"Die Familien Piech und Porsche bündeln ihre Unternehmensbeteiligungen in der Porsche-Holding, die den Clans zu 100 Prozent gehört. Formal ist die Porsche-Holding ein Fahrzeughändler mit Sitz im österreichischen Salzburg. Inzwischen haben die Familien auch ihre VW-Beteiligungen in die Holding integriert. Gewerkschafter befürchten, dass auf diesem Umweg eines Tages die deutsche Mitbestimmung bei Volkswagen ausgehebelt werden könnte."
RP vom 18. August 2007
18.08.2007
"Das Phänomen Porsche - Rund fünf Milliarden Euro hat der Sportwagenbauer sich die Machtübernahme beim Wolfsburger VW-Konzern kosten lassen. Wie kann Porsche einen fünfzehnmal größeren Konzern in die Knie zwingen? Eine Analyse."
Für ihren Anteil von jetzt über 30 Prozent an Volkswagen hat Porsche insgesamt fünf Milliarden Euro auf den Tisch gelegt. Dafür dürfen die Familien Piech und Porsche, denen der Sportwagenbauer gehört, als größter Einzelaktionär jetzt auch in Wolfsburg nach Belieben schalten und walten.
Woher nimmt ein Stuttgarter Familienunternehmen eigentlich das Geld, einen fünfzehnmal größeren Konzern zu kontrollieren? Die Antwort heißt Wendling Wiedeking. Der Vorstandschef hat aus dem einstigen Sanierungsfall Porsche in den vergangenen 15 Jahren den profitabelsten Autobauer der Welt gemacht. Das Rückgrat von Wiedekings Erfolg ist seine äußerst disziplinierte Markenstrategie. …
Porsche kreiert aus bemerkenswert wenigen Zutaten Modellpaletten, für die andere Hersteller ganze Heere von Entwicklern bezahlen.
Beispiel Porsche 911: Zwei Karosserievarianten (Coupé und Cabrio), zwei Antriebsachsen (Heck und Allrad), vier Performance-Varianten (Carrera, Carrera S, Turbo, Turbo S) ergeben zwölf Modelle, die Porsche zwischen 80 000 und über 150 000 Euro verkaufen kann.
Betriebswirtschaftlich brillierte Wiedeking, indem er als einer der ersten Kapazitätsrisiken systematisch an Zuliefer-Firmen ausgelagert hat. Denn nichts ruiniert einen Autohersteller schneller als Überkapazitäten: Die teuren Bänder müssen vollständig rollen. Also baut Porsche vereinfacht gesagt nur das selbst zusammen, was so gut wie immer gebraucht wird. Die meist ausländischen Partner „atmen“ hingegen die Kapazität. Geht die Nachfrage nach einem Fahrzeug einmal zurück, bleiben die Partner auf ihren Fixkosten sitzen – nicht aber Porsche. Der Cayenne zum Beispiel wird zu zwei Dritteln im Ausland gebaut. Im Leipziger Porsche-Werk erfolgt praktisch nur die Endmontage. Mit dieser internationalen Arbeitsteilung – dort die Produktion, hier die Veredelung – kann Porsche zudem die Kostenvorteile der Produktionsverlagerung ins Ausland nutzen. … RP vom 18. August 2007 Herr Dudenhöfer hat das mal genau ausgrechnet, sagt aber über den Cayenne-Deal auch nichts. Von dem weiß der ehemalige Chef der Salzgitter-AG, Herr Selenz, was, aber der verklagt immer den Piechund den Wulff und war auch mal bei Schills PRO. Und Schill ist ja auch wieder da, während Marrakesch-Wolfgang längst weg ist (Ende Januar 2007 verließ Bernhard den VW-Vorstand und arbeitet seitdem als Berater für Cerberus Capital Management, das sich im Mai eine 80-Prozent-Mehrheit bei Chrysler sicherte), und Volkerts und Gabriel sind auch weg, während Osterloh noch da ist. Jedenfalls behauptet der Selenz, das Ganze hinge mit dem Cayenne-Deal zusammen:
Osterloh weiß inzwischen, das Geld, mit dem Porsche VW kauft, stammt von VW. Von den VW-Werkern selbst erarbeitet. VW baut für den Konkurrenten Porsche den Geländewagen Cayenne. Für Porsche war dies technologisches Neuland. Neben dem Wissen fehlten 1999 auch
die finanziellen Mittel für ein solches SUV-Projekt. Das gibt Hück offen zu. Der Porsche- Cayenne basiert auf der Plattform des VW-Touareg. Gebaut wird er in Bratislava. Selbstverständlich auf einer VW-Anlage. Nur Reifen und Motor installiert man in Leipzig. Ein gigantisches Täuschungsmanöver - nicht nur für die Porsche-Kunden. Aber extrem profitabel. In der Slowakei zahlt Porsche nur 1/6 der deutschen Löhne. Bei einem Cayenne Turbo S verbleiben somit bis zu 50.000 Euro Profit in der Porsche-Kasse. Osterloh weiß, dass es für VW strategisch sinnvoller und außerdem sehr viel profitabler gewesen wäre, den hochpreisigeren SUV ebenfalls im VW- Konzern zu belassen. Z. B. bei der VW-Tochter Audi. Die Milliardengewinne wären so bei VW geblieben. Nun kauft sich Konkurrent Porsche mit den Milliarden, die von VW stammen, nicht nur bei VW ein. Das Weltunternehmen VW wird sogar zur Porsche-Filiale degradiert. ... Im Aufsichtsrat begleiteten auch die jeweiligen Ministerpräsidenten den für den Konzern extrem schädlichen Cayenne-Deal. Bar jeder Managementerfahrung dürfen sie dort dilettieren.
Find ich spannend: vielleicht kriegt ja noch mal jemand raus, wie die Re-Privatisierung des KdF-Konzerns gelaufen ist und wer alles daran beteiligt war. Immerhin weiß man so schon mal, dass ein mit einem Preis von 61 000 € ausgezeichneter Durchschnitts-Cayenne nach gängigen Kalkulationsmethoden zu Fertigungskosten von 34 000 € hergestellt wird. Da Porsche einen Fertigungsanteil von 12% nennt, kommen also 30 000 € des Cayennes aus Bratislava und 4 000 € aus Leipzig.
Hat Dudenhöfer ausgerechnet, aber wie stellten wir kürzlich fest:
Die Werte der Waren sind direkt proportional den auf ihre Produktion angewandten Arbeitszeiten und umgekehrt proportional der Produktivkraft der angewandten Arbeit: Karl Marx: Lohn, Preis und Profit ...
Aktuell 15.11.:
Volkert sagt im Prozess, was auch schon in der ARD-Dokumentation dazu (wen es interessiert: dort anzufordern: das Sendemanuskript als .pdf!) zu hören war: Piech war's ...
Im Leipziger Porsche-Werk produzieren die Angestellten nach FOCUS-Informationen für einen Hungerlohn den Luxusgeländewagen Cayenne. Ein Porsche-Manager fürchtet um das Image der Nobelkarossen.
Nach FOCUS-Informationen verdienen die rund 140 Mitarbeiter, die die Luxusgeländewagen herstellen, zwischen 750 und 1000 Euro netto im Monat. Sie sind unter anderem für die Logistik in der Fabrik zuständig und unterstehen der Schnellecke-Unternehmensgruppe, die dem Wolfsburger Oberbürgermeister Rolf Schnellecke gehört. Porsche will nun gegen die Firma des CDU-Politikers vorgehen. Der Sportwagenhersteller befürchtet massive Imageverluste durch die Schnellecke-Gruppe, deren Hauptkunde Volkswagen ist und die von Porsche den Logistik-Auftrag für Leipzig erhielt. In Stuttgart ist von „Dumpinglöhnen“ und „Knebelverträgen“ die Rede. Porsche gilt als ein beliebter Arbeitgeber mit den höchsten Gehältern und Erfolgsprämien in der Branche.
Aufgeschreckt wurden die Stuttgarter durch einen Brief der Schnellecke-Betriebsräte aus Leipzig, die sich über „gravierende Probleme hinsichtlich der Mitarbeitermotivation“ beklagten. In dem Schreiben an Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hieß es: „Ausschlaggebender Punkt ist die geringe Bezahlung durch die Schnellecke GmbH Leipzig.“ Festangestellte bei Schnellecke bekämen monatlich zwischen 900 und 1000 Euro, Leiharbeiter zwischen 750 und 850 Euro netto bei einer 38-Stunden-Woche. Einem FOCUS vorliegenden Arbeitsvertrag zufolge beträgt der Stundenlohn für einen Leiharbeitnehmer 5,77 Euro brutto. Durch eine Zulage von 0,84 Euro kommt er auf 6,61 Euro pro Stunde.
via arbeit3000.blog
Und: Porsche stärkt Schnellecke den Rücken
11. Dezember 2008
Die Vorwürfe gegen die Wolfsburger Unternehmensgruppe Schnellecke, die in einem Magazinbericht über Zeitarbeiter im Porsche-Werk Leipzig erhoben wurden, werden von den betroffenen Unternehmen zurückgewiesen. In einem Gespräch mit Rolf Schnellecke, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg und Gesellschafter des gleichnamigen Unternehmens, konnten Porsche-Vorstandsvorsitzende Dr. Wendelin Wiedeking und Konzernbetriebsratsvorsitzender Uwe Hück die Missverständnisse ausräumen.
Wiedeking erklärte, dass die Schnellecke bei Porsche einen guten Ruf genieße und ein verlässlicher Partner sei. Das Vertrauen in die Wolfsburger Logistikfirma sei ungebrochen, weshalb man sich auch von der öffentlichen Diskreditierung des Gesellschafters und Oberbürgermeisters Schnellecke distanziere. Selbstverständlich würden sämtliche Verträge erfüllt.
Der Wolfsburger Oberbürgermeister hat Vorstand und Aufsichtsrat von Porsche eingeladen, die Stadt zu besuchen, um die historische Verbundenheit zwischen Porsche und Volkswagen vor Ort zu demonstrieren.
2009:
Na dann, mal sehen, wer am 23.07. noch alles kommt ....
24.07.09 OKW-Fanfare: Der Konzern, wie der Führer ihn sich vorgestellt hat, ist geschmiedet! Fuck GM and Toyota!
Was die Apologeten der kapitalistischen Weltordnung kalt erwischte, wußte einer ihrer prominentesten Gegner schon zu Beginn unseres Jahrtausends - nachzulesen in KONKRET 01/00:
"Die heute auf unserem Planeten vorherrschende Wirtschaftsordnung wird zusammenbrechen. Das kann sogar ein Schüler begreifen, der gut genug addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren kann, um im Fach Rechnen die Note "Ausreichend" zu erhalten. Aber viele sind derartig infantil, daß sie jene als Skeptikerbezeichnen, die diese Themen ansprechen. Das gegenwärtige System ist unhaltbar, denn es fußt auf blinden, chaotischen, verderblichen und destruktiven Gesetzen der Gesellschaft und der Natur.
Selbst die Theoretiker der neoliberalen Globalisierung, ihre besten Leute, Verkünder und Verfechter des Systems, zeigen sich unsicher, schwankend, widerspruchsvoll. Es gibt tausend Fragen, auf die man keine Antwort hat. Es ist heuchlerisch, wenn gesagt wird, daß die Freiheit des Menschen und die absolute Freiheit des Marktes untrennbare Begriffe sind, so als ob die Gesetze des letzteren, die die egoistischsten, ungleichsten und erbarmungslosesten Sozialordnungen hervorgebracht und den Menschen zu einer bloßen Ware herabgestempelt haben, mit der Freiheit des Menschen korrespondieren würden. Die Millionen Kinder auf der Welt, die gezwungen sind, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten, sich zu prostituieren, Organe zu spenden und Drogen zu verkaufen; die Abermillionen Beschäftigungslosen, die Armut, der Handel mit Drogen und Immigranten sind, wie der Kolonialismus von gestern und seine dramatische Folgeerscheinung heutiger Unterentwicklung, das Produkt von Systemen, deren Fundament die Gesetze des Marktes waren. Es ist unmöglich zu vergessen, daß der Kampf um die Märkte die Ursache für das schreckliche Massenmorden beider Weltkriege dieses Jahrhunderts war.
Die heutige Weltordnung ist aus vielen Gründen unhaltbar. Neue und unerwartete Phänomene treten auf, die sich jeglicher Kontrolle seitens der Regierungen und internationalen Finanzorgane entziehen. Es geht bereits nicht mehr nur um die künstliche Schaffung unermeßlichen Reichtums ohne jegliches Verhältnis zur realen Wirtschaft. Allein die Finanzkrise Rußlands, auf das nur zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes aller Länder der Welt fallen, bewirkte ein Sinken des Dow-Jones-Index an der New Yorker Wertpapierbörse um 512 Punkte an nur einem Tag. Panik brach aus, es drohte eine Art Südostasien in Lateinamerika und damit ein großes Risiko für die nordamerikanische Wirtschaft. Mit Mühe und Not konnte bislang die Katastrophe abgewendet werden.
Alle Welt spricht von einer internationalen Finanzkrise. Die einzigen, die noch nichts darüber erfahren haben, sind die nordamerikanischen Bürger. Sie haben mehr denn je ausgegeben und schreiben bereits rote Zahlen. Doch das macht nichts. Ihre transnationalen Konzerne investieren das Geld der anderen. Da der Binnenmarkt groß ist und hier mehr ausgegeben wird, hält sich die Wirtschaft anscheinend gut, wenngleich die Gewinne der Konzerne gesunken sind. Mega-Fusionen, Euphorie: Die Aktienpreise steigen erneut. Noch einmal wird russisches Roulett gespielt. Die Theoretiker des Systems haben den Stein der Weisen entdeckt. Sämtliche Zugänge werden überwacht, damit keine den Traum störenden Gespenster eindringen können. Schon wird das Unmögliche möglich. Krise? Niemals!
Ein Phänomen, das Tag für Tag riesige und unkontrollierbare Ausmaße annimmt, sind die Spekulationsgeschäfte mit Währungen. Sie belaufen sich auf mindestens eine Billion Dollar täglich. Einige behaupten, es seien 1,5 Billionen. Vor knapp vierzehn Jahren betrug diese Spekulationssumme noch 150 Milliarden im Jahr. All das bezahlt die immense Mehrheit der Völker der Welt mit dem stetem Risiko ihres ökonomischen Zusammenbruchs. Bei der geringsten Unvorsichtigkeit entwertet der Ansturm der Spekulanten die Währung eines jeden ihrer Länder. Die Weltordnung hat dafür die Bedingungen geschaffen. Absolut niemand ist sicher oder kann es sein. Die Wölfe, in Rudeln und auf Computerprogramme gestützt, wissen, wo, wann und warum sie angreifen.
Ein Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften schlug vor vierzehn Jahren vor, als die Spekulationen ein Zweitausendstel der heutigen betrugen, jedes Spekulationsgeschäft dieser Art mit einem Prozent zu besteuern. Heute wäre dieses eine Prozent ausreichend für die Entwicklung sämtlicher Länder der Dritten Welt. Es wäre eine Form der Regulierung und Eindämmung der schädlichen Folgen der Spekulation. Doch regulieren? Das kollidiert mit der fundamentalistischen Doktrin und stört den idyllischen Traum vom Paradies des freien Marktes und des privaten Unternehmertums. Im Gegenteil gibt's noch allerhand zu deregulieren, sogar den Arbeitskräftemarkt. Die Arbeitslosenunterstützung ist auf ein Mindestmaß zu reduzieren, um nicht für "Bummelanten" und "Faulenzer" zu sorgen. Das Rentensystem ist zu privatisieren. Der Staat hat sich nur mit Polizei und Armee zu befassen, um für Ordnung zu sorgen, Protestaktionen zu unterdrücken und Krieg zu führen. Es ist nicht einmal zulässig, daß er an der Währungspolitik der Zentralbank teilhat. Diese hat absolut unabhängig zu sein.
Daß die gegenwärtige Wirtschaftsordnung unhaltbar ist, zeigt die Verletzlichkeit und Schwäche des Systems, das unseren Planeten in ein gigantisches Kasino, Millionen Menschen und gelegentlich sogar ganze Gesellschaften in Glücksspieler verwandelt und die Funktion des Geldes und der Investitionen verfälscht hat, denn ihr Streben ist weder auf die Produktion noch auf das Anwachsen der Güter der Welt gerichtet, sondern darauf, um jeden Preis Geld mit Geld zu gewinnen. Eine derartige Deformation führt die Weltwirtschaft unvermeidlich zum Desaster.
Es gibt viele andere Probleme der Weltwirtschaft. Die vorherrschende Ordnung hat zu kämpfen mit Inflation, Rezession, Deflation, möglichen Überproduktionskrisen, einem anhaltenden Sinken der Produkte des Grundbedarfs.
So unendlich reiche Länder wie Saudi Arabien haben bereits Haushalts- und Handelsbilanzdefizite, obwohl sie acht Millionen Barrels Erdöl pro Tag exportieren. Die optimistischen Wachstumsprognosen lösen sich in Rauch auf. Es gibt nicht die geringste Vorstellung, wie die Probleme der Dritten Welt zu lösen sind. Welches Kapitalvermögen, welche Technologien, Vertriebsnetze, Exportkredite stehen den unterentwickelten Ländern zur Verfügung, mit denen sie sich Zutritt zu Märkten verschaffen, konkurrieren und exportieren könnten? Wo sind die Verbraucher ihrer Produkte? Wie können die Mittel für das Gesundheitswesen in Afrika bereitgestellt werden, wo 22 Millionen Menschen HIV-positiv sind und die Bekämpfung nur dieser einen Krankheit nach dem heutigen Preisniveau 200 Milliarden Dollar jährlich kosten würde? Wie viele werden noch sterben müssen, bis ein schützender Impfstoff oder ein die Krankheit heilendes Medikament zur Verfügung steht?
Sechs Milliarden Menschen leben auf diesem Planeten. Es ist fast sicher, daß es in nur fünfzig Jahren 9,5 Milliarden sein werden. Die Gewährleistung von Nahrungsmitteln, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, Kleidung, Schuhwerk, Wohnraum, Trinkwasser, Elektrizität und Transport für eine derart große Anzahl von Menschen, die ausgerechnet in den ärmsten Ländern leben werden, wird eine kolossale Herausforderung sein. Man wird zuerst die Konsumptionsmuster definieren müssen, denn wir dürfen nicht weiterhin den Geschmack und den Lebensstil des Verschwendungsmodells der Industriegesellschaften nachahmen wollen. Das wäre Selbstmord. Die Entwicklung der Welt darf nicht den transnationalen Konzernen und den chaotischen Gesetzen des Marktes überlassen werden."
- Auszüge aus der Rede des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz anläßlich der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag des Sieges der Revolution in Santiago de Cuba am 1. Januar 1999 -
Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.
Manche mögen sich fragen: Was sind schon die Kosten des Klimawandels gegenüber den Milliarden, die dem Steuerzahler in Rechnung gestellt werden, um Banken vor dem Kollaps zu retten? Diese Rechnung hat einen Haken. Ökologische Schäden sind etwas anderes als ungerecht verteilte monetäre Verluste – es handelt sich um irreversible Schädigungen der Natur mit einem nicht kalkulierbaren Einfluss auf die Evolution. Wir wissen nicht, was wir tun, wenn wir die Aufheizung der Erdatmosphäre fortsetzen.
Vor der UN-Vollversammlung haben die kleinen pazifischen Inselstaaten Palau und Nauru Anfang Juni deutlich gemacht, bei ihnen sei die Katastrophe bereits angekommen. Schon jetzt beantragen die Bewohner Asyl auf festem Land, weil die Inseln in den Fluten zu verschwinden drohen. Es handelt sich vorerst um weniger als 40.000 Menschen. Es könnten mehr werden, wenn der Meeresspiegel infolge des Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten um bis zu sechs Meter steigt. Was ist dann mit Millionen Menschen in Bangladesh, dem Niger-Delta, Manhattan oder Hamburg, Amsterdam und Buenos Aires? Vorsorge gegen den Klimawandel, um ein Inferno zu vermeiden, ist also ein kategorischer Imperativ. Aber schon das Ziel, den Temperaturanstieg auf dem Planeten Erde auf zwei Grad Celsius bis 2050 zu beschränken, ist kaum einzuhalten. Die Emissionen von Kohlendioxid müssten in den nächsten Jahrzehnten radikal gesenkt werden, ab 2015 um jährlich etwa drei bis vier Prozent. Doch was passiert heute? Der Anstieg der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre ist mit 3,6 Prozent etwa vier Mal höher als nach Verträgen zum Klimaschutz zulässig. Wenn weniger CO2 ausgestoßen werden soll, müssen weniger fossile Energieträger verbrannt werden. Diese sind aber unverzichtbar – so das Mantra –, um im globalen Wettbewerb satisfaktionsfähig zu sein.
Eine meiner Lieblingszeitschriften, die ADAC-Motorwelt, kündigt in der aktuellen (nicht Kamera sondern) Ausgabe ein Konzert an:
60 Jahre Deutsches Grundgesetz (??, der Verf.) und 20 Jahre Wiedervereinigung - zwei Gründe, um ... an der ehemaligen Mauer (??, der Verf.) in Hötensleben bei Helmstedt zu feiern. Bei dem Open-Air-Konzert treten unter andem die Scorpions, ... Slade und Sweet auf ...
Dass die Scorpions da spielen, wo sie hingehören, gefällt mir gut, noch besser fast die Liste derer, die da GG und DE feiern: - schade, dass Brian Connolly schon tot ist, der hätte sicher gern mitgemacht und mit Eppelmann einen gehoben...
Noch besser gefiele es mir, wenn die Scorpions im weiteren Programm - evtl. mit ihrem Freund Grobatschow zusammen - auftreten würden ...
03.10.2009 Zum Tag der Deutchen Einheit am Grenzdenkmal Hötensleben Führungen mit Turmbesichtigung und Rundfahrten mit Fahrzeugen DDR Grenztruppen
18.11.2009 Händelkonzert in der evangelischen Kirche mit anschließendem Gedenkmarsch zum Grenzdenkmal und dem Aufstellen von Kerzen
19.-21.11.2009 Festveranstaltungen zum 20. Jahrestag des Mauerfalls und der Grenzöffnung Hötensleben/Schöningen
... z.B. bei den Rundfahrten zur Deutcheneinheit mit Fahrzeugen der DDR Grenztruppen mit Klaus Meine und Rudolf Gorbatschow oder so ähnlich ....
ob sich das ergebnis gestern auch schon alsbodenbildungsehen lässt?
"Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben sich am
Sonntag 56,7 Prozent der Wahlberechtigten nicht an den Wahlen zum
Europaparlament in Deutschland beteiligt.
Für CDU und CSU zusammengenommen entschieden sich 16 Prozent der
zur Stimmabgabe Aufgerufenen. Die SPD kommt nach dieser Zählweise
auf 8,8 Prozent. Von den Grünen möchten 5,1, von der FDP 4,6
und von der Linken 3,1 Prozent der Wahlberechtigten im Brüsseler
Parlament vertreten werden."
ich finde, da ist noch platz nach unten. und generell verweise ich bei
anlässen wie diesen immer gerne wieder auf diesen altenbeitrag, in dem es um den unsinn der einbildung geht, dass sog. "wahlen" irgendetwas verändern würden.
Die Anwendung wahlatlas.net erlaubt die kartographische Darstellung von Wahlergebnissen mit einem Webbrowser. Mit diesem Atlas können Karten interaktiv gestaltet und analysiert werden. Damit wird die politische Situation in den unterschiedlichen Regionen sichtbar.
NRC International hat eine hochinteressante interaktive Landkarte über die Wirtschaftskrise in der EU veröffentlicht: Economic crisis in European Union. Die Karte zeigt
the figures for all the member states by year and
quarter and lets you compare budget deficit, unemployment rate,
national debt and economic contraction.
Sie können die einzelnen Länder anklicken und sich detailliert zeigen lassen, was Sache ist.
Ein Zeitfenster ist ein für ein bestimmtes Ereignis zur Verfügung stehendes Zeitkontingent (maximal verfügbare Zeitspanne).
Zeitfenster existieren in allen Bereichen und Situationen. Der Begriff wird so v.a. in der Technik und in der Betriebswirtschaft verwandt (Arbeits-, Projekt- und Aufgabenzeit).
Das Ereignis, bei dem die Pufferzeit grenzwertig wird, nennt man zeitkritisches Ereignis. Hierdurch entsteht sogenannter Zeitdruck. Die Bemühungen für die Erledigung dieses kritischen Pfades müssen somit forciert werden.
Stimmen zum Zusammenhang von Weltwirtschaftskrise,
Kapitalismus und Krieg
1. Christian Frings: "...Wenn die hier
skizzierte historische Einordnung zutrifft, dann werden wir in den nächsten
Jahren oder vielleicht schon Monaten den Zusammenbruch des Weltwährungssystems
erleben, einen dramatischen Anstieg von Arbeitslosigkeit und Elend, wachsende
Konkurrenz und Rivalität im Staatensystem, den Zusammenbruch ganzer Staaten;
damit verbunden wird die Gefahr steigen, dass die Herrschenden in Kriege als
letzte Ablenkungsmanöver flüchten oder dass selbst kleine Konflikte gewollt oder
ungewollt zum Flächenbrand eskalieren; und wenn diese Phase globaler
Instabilität wie in der Vergangenheit 20 oder 30 Jahre andauert, dann wird sich
mit oder ohne atomare Verseuchung durch Kriege die ökologische Katastrophe
weiter zuspitzen..." den ganzen Artikel lesen:
Die Krise im Lebenszyklus des Kapitalismus (ak - analyse & kritik - zeitung
für linke Debatte und Praxis / Nr. 536 / 20.2.2009).
2.
Immanuel Wallerstein: "...Ich denke in der Tat, dass wir seit 30 Jahren
in die Endphase des kapitalistischen Systems eintreten... Für die Kräfte, die
die Lage zuvor beherrschten, wird sie chaotisch und unkontrollierbar. So sieht
man einen Kampf aufkommen, und zwar nicht nur zwischen Herren und Gegnern des
Systems, sogar auch zwischen allen Beteiligten untereinander, um zu bestimmen,
was das System ablösen wird. Das Wort `Krise´ benutze ich ausschließlich für
solche Situationen. Nun gut, wir sind heute in einer Krise. Der Kapitalismus
berührt sein Ende..." den ganzen Artikel lesen: Der Kapitalismus berührt sein Ende | Interview Immanuel Wallerstein,
deutsche Übersetzung | "Le capitalisme touche à sa fin", "Le Monde" 11. Oktober
2008 - dazu auch:
"In 30 Jahren wird es keinen Kapitalismus mehr geben", telepolis, 06.02.2009
3. Historiker
Eric Hobsbawm:
"Es wird Blut fließen, viel Blut"
Die Politiker pumpen Billionen Euro und Dollar in die Wirtschaft, um der
globalen Krise Herr zu werden. Alles umsonst, fürchtet Eric Hobsbawm, einer
der wichtigsten Historiker der Gegenwart. Er hat Angst, dass der Kapitalismus
sich über eine fürchterliche Katastrophe rettet.
Bei der Bewältigung der Finanzkrise geht es um "das Überleben der Menschheit",
sagt der Historiker Eric Hobsbawm in einem Interview in der neuen, am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern. Der 92-Jährige, der als einer der
bedeutendsten lebenden Geschichtswissenschaftler der Welt gilt, fürchtet, dass
die Situation noch dramatischer ist als während der Großen Depression in den
30ern.
Aus der damaligen Krise, die erst durch den Zweiten Weltkrieg beendet wurde,
habe man nichts gelernt. Eine "rationale Analyse des Kapitalismus" sei auch in
den letzten 40 Jahren "systematisch verweigert worden", so Hobsbawm im stern.
Noch immer hänge die Menschheit einer "primitiven Ideologie" an, die nur auf
"Habgier aufgebaut" sei und keine Basis für eine stabile Gesellschaftsordnung
biete. Hobsbawm: "Der Kapitalismus wird verschwinden, früher oder später."
Sogar einen dritten Weltkrieg will Hobsbawm nicht ausschließen und nennt als
möglichen Anlass die wachsende wirtschaftliche Konkurrenzsituation zwischen
den USA und China: "Entweder hören wir mit der Ideologie des grenzenlosen
Wachstums auf, oder es passiert eine schreckliche Katastrophe. ( endlich gefunden: ein link auf das vollständige Interview mit Hobsbawm im stern, Heft 20/2009)
Anmerkung zur Quelle: Lesen Sie nicht die Leser-Kommentare. Es ist unglaublich, wie sich da Menschen entblödenentblößen, indem sie sich über einen "Hobbsi" äußern ...
Interessante Frage zu dem Satz von Wallerstein "Wir befinden uns in einer der seltenen Perioden, wo die Krise und die Ohnmacht der Mächtigen der Willensfreiheit des Einzelnen Raum lassen: heute gibt es ein Zeitfenster, wo jeder von uns die Möglichkeit hat, die Zukunft durch sein individuelles Handeln zu beeinflussen.":
Gibt es einen Zeitpunkt, zu dem Handeln mit der Chance auf eine Beeinflussung der Zukunft noch bzw. nicht mehr möglich ist, und kann der von den potentiell Handelnden oder Handlungsfähigen (einschließlich der teilnehmenden Beobachter) erkannt werden? M. a. W.: Wann kippt eine Krise (Das System kann die erforderlichen Strukturen nicht hervorbringen, alle Krisenlösungsversuche wirken als neue Krisenverursacher.)?*
Wallersteins Formulierung legt ja den Schluss nahe, dass das Zeitfenster irgendwann geschlossen ist (offenbar das Wesen von Zeitfenstern): Ist dann Zukunft durch individuelles Handeln prinzipiell nicht mehr beeinflussbar? Oder müsste nicht nur das Handeln ein anderes sein, weil sich die Bedingungen verändert haben (weil ja nur das für ein bestimmtes Ereignis zur Verfügung stehende Zeitkontingent erschöpft ist - steht jetzt also für ein neues bestimmtes Ereignis wieder ein Zeitkontingent zur Verfügung)? Oder ist Zukunft durch individuelles Handeln grundsätzlich gar nicht beeinflussbar?
Oder könnte es ein, dass "Zeitfenster" ein untauglicher Begriff ist, Bedingungen menschlichen Handelns zu beschreiben ...
* Als Beispiel: Gibt es einen Zeitpunkt, zu dem 1932/33 erkennbar gewesen wäre, dass die Machtübergabe an die Hitlerfaschisten nicht mehr verhinderbar ist? Oder gibt es nur eine Konstruktion ex post eines solchen Zeitpunkts, dass die Machtübergabe nicht mehr verhinderbar war, dass die Krise gekippt war?
"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt."
Charles Lewinsky, Der A-Quotient
Wise Man Says II
"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater."
Frank Zappa
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