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Welterklaerung

Wer regiert die Welt? Bilderberger?

In seinem Projekt Power Structure Research beschäftigt sich H. J. Krysmanski schon länger und unter immer neuen Gesichtspunkten mit dieser Frage, zuletzt in einem Interview:
Wenn es die Bilderberger nicht sind, wer regiert dann eigentlich wirklich die Welt?
Auszüge:
Immer wieder wurde in der letzten Krise ein Satz von Ex-Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer zitiert, den er schon 1996 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von sich gab: „Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden."
Der Primat der Politik – so es ihn in der bürgerlichen Demokratie je gab – ist heute praktisch verschwunden. Aber unter welcher Kontrolle stehen dann die Finanzmärkte? Das ist doch die Frage. Wer wen? Märkte und andere Strukturen bedürfen der handelnden Subjekte. Wenn Geld in den letzten Jahrhunderten zur ‚Währung der Geschichte' (Niall Ferguson), zum einzig akzeptierten Medium der Macht geworden ist: wer hantiert dann eigentlich in und mit diesem Medium?

Erstaunlicherweise kommt bei den vielen Antwortversuchen auf diese Frage gerade eine Gruppe nur schemenhaft oder als Karikatur vor: die kleine Schicht der Superreichen. Das sind Personen, Familien, Clans mit einem Geldvermögen ab ungefähr 500 Millionen bis 60 Milliarden US-Dollar. Diese Gruppe umfasst weltweit zwar nur wenige Tausend. Aber sie hat große, bislang kaum ausreichend analysierte und definierte Macht. Und wie einst die Fürsten sind diese Milliardäre von einem Heer etwas weniger Reicher und von hochbezahlten Hilfseliten aus der Konzern- und Finanzwelt, aus der Politik, aus Wissenschaft, Kultur und Medien umgeben. Dieser ganze neo-feudale Machtkomplex einer global vernetzten Geldelite ist in den letzten Jahren trotz aller Krisen gewachsen und zählt inzwischen insgesamt mehrere Millionen. Wir wissen, dass aus diesen Kreisen der Rest der Menschheit sehr genau beobachtet und die Weltprobleme sehr genau analysiert werden, durch Think Tanks, Stiftungen, private Forschungseinrichtungen usw.
...
Schon Mitte des 19. Jahrhunderts sprachen nicht nur Marx und Engels, sondern auch Heinrich Heine dem neu geschaffenen Finanzsystem eine zutiefst revolutionäre Wirkung zu: Das ‚Staatspapierensystem', so Heine, gewähre Menschen wie den damaligen Herrschern der Finanzwelt, den Rothschilds, „die Freiheit, jeden beliebigen Aufenthalt zu wählen, überall können sie von den Zinsen ihrer Staatspapiere, ihres portativen Vermögens, geschäftslos leben, und sie ziehen sich zusammen und bilden die eigentliche Macht der Hauptstädte.“ Eine solche „Residenz der verschiedenartigsten Kräfte, eine solche Zentralisation der Intelligenzen und sozialen Autoritäten“ werde künftige Herrschaftsstrukturen begründen....
Ich würde eine weitere qualitative Bestimmung hinzufügen: Superreiche verfügen über so viel Geld, dass Luxusgüterkonsum auch in seiner extremsten Form irrelevant wird - ob es sich nun um einen privaten Airbus 380 oder ein 30 Mio. Dollar teures Picasso-Gemälde oder einen 26-stöckigen mitten in Mumbai stehenden Privatpalast für 1 Mrd. Dollar handelt. Nein, hier geht es letztendlich um den Konsum von Menschen und Menschlichkeit. Und zwar nicht nur im Sinne von ‚Leibeigenschaft' (wie im Feudalismus) oder von ‚Verwarenförmigung' menschlicher Arbeitskraft (wie im Kapitalismus), sondern im Sinne einer neo-kapitalistischen Biopolitik, die man als neuen Kannibalismus bezeichnen könnte. Ich will dieses Bild jetzt nicht strapazieren. Aber die (post)moderne informatisierte und globalisierte Welt neo-kapitalistischer ‚Wertschöpfung' verlangt immer rücksichtsloser den ‚ganzen' Menschen. Es gibt keine freie Stelle in den Köpfen, die nicht vom Verwertungsanspruch der Renditejäger betroffen wäre. Die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit ist aufgehoben, die herrschenden Produktionsverhältnisse fressen den ganzen Menschen, dem jegliche Fluchtmöglichkeit außer der Hölle der totalen Ausgrenzung abgeschnitten ist....

Die-Bilderberger

2011: BILDERBERG TO MEET IN SWITZERLAND - AmericanFreePress.net

BilderbergDer heute in diesem Lande eher wie ein toter Hund behandelte Bernt Engelmann verarbeitete in seinem 1988 erschienenen Roman Hotel Bilderberg den Lockhead-Skandal und die Verstrickungen der Bilderberger. Immer noch lesenswert - wie vieles andere von Engelmann!




Ergänzungen:
Die Reichen wurden 2010 trotz Finanzkrise weltweit reicher - tp
Deutschland bei den Superreichen auf Platz zwei - WELT
Mehr, immer mehr! Junge Welt & Boston Consulting via nds

(Mehr oder weniger hilfreicher) Versuch einer grafischen Darstellung des Problems:
Capitalism
via chefarztfrau

Update:
Bilderberg Meetings
St. Moritz, Switzerland 9-12 June 2011
Final List of Participants
... die geladenen Deutschen: Steinbrück, Peer; Nass, Matthias, Chief International Correspondent, Die Zeit; Löscher, Peter President and CEO, Siemens AG; Enders, Thomas CEO, Airbus SAS; Ackermann, Josef Chairman of the Management Board and the Group Executive Committee, Deutsche Bank AG.

Menschliches Ermessen

Wäre es so, dass es zu Ereignissen, zu denen es nach menschlichem Ermessen nicht kommen kann, nicht kommen könnte, gäbe es keine Geschichte, die ja eine endlose Abfolge von Ereignissen ist, zu denen es nach menschlichem Ermessen nicht kommen konnte. Menschliches Ermessen ist immer Camouflage von Interessen, der Spielraum des Ermessens, bei der Demo wie beim Zwischenfall im Kernkraftwerk, ein Spielraum der Interessen. Alles, was nach menschlichem Ermessen nicht möglich ist, ist möglich.

Hermann L. Gremliza
Suicide A-Bombers - konkret 4/2011

Versuch III: ZUR THEORETISCHEN BEGRÜNDUNG DES ZIVILEN UNGEHORSAMS GEGENÜBER DER ABSCHAFFUNG VON FREIHEIT, GERECHTIGKEIT UND SOLIDARITÄT DURCH FINANZKAPITALISMUS UND POSTDEMOKRATIE

Georg Seeßlen entwirft eine Ideenskizze für ein Projekt, das unmittelbar an den vorigen Beitrag anschließt: Wenn denn eine Einheit der Vernunft begründbar ist, folgt unmittelbar dies:

Für Menschen, die denken und fühlen, können „der Bürger“ und „die Bürgerin“ keine rundum sympathischen Erscheinungen sein. Deshalb sieht man sich gelegentlich gedrängt, das Bürgerliche zu überwinden, in der Welt und in sich selbst. Vermutlich indes gibt es nichts, was so tief bürgerlich ist wie die Sehnsucht nach dem Nicht-Bürgerlichen.

Die Hilfskonstruktion ist bekannt: Wir sprechen einerseits vom „Citoyen“, jenem Bürger des Staates, der diesem Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität abverlangt, wenn es sein muss auch mit den Mitteln des mehr oder weniger zivilen Ungehorsams. Das ist ein hellwacher, kritischer, aufgeklärter, zu Zeiten rebellischer, jedenfalls unruhiger Geist, der den Diskurs selber bestimmen will. Wir stellen uns den Citoyen und die Citoyenne als dynamische, empfindsame eher schlankere Menschen vor, die irgendwie immer mit einem „Projekt“ oder einer „Manifestation“ beschäftigt sind. Ausruhen können sie später, wenn die Welt eine bessere geworden ist.

Und wir sprechen andererseits vom „Bourgeois“, jenem Nutznießer des Kapitalismus, der sich gern dem Gerechtigkeits- und Solidaritätsfimmel des Staates entzieht, der möglichst alles beim alten belässt, es sei denn, es bringt ihm Profit und Vorteil, ein Mensch, der sich nichts daraus macht, zu genießen im Angesicht des Elends, der gleichwohl seine bigotten Rituale der Selbstbeweihräucherung hat, sei es in der Kirche oder vor dem Fernsehapparat, jemand, der sich blind stellt und sich gern verblenden lässt und der fette Speisen in einem fetten Körper begräbt. Bourgeois und Bourgeoise pflegen statt Projekten die kleinen Unterschiede. Insbesondere in ihrer verbreitetsten Form, nämlich als „petit“ bourgeois ist ihre Mischung aus Habgier und Neid, Untertänigkeit und Hang zur ökonomischen Kriminalität einigermaßen unerträglich.

Der Citoyen (die Demokratie) und der Bourgeois (der Kapitalismus) sind nur auf den ersten Blick zwei Figuren in der Comedia dell’arte in unserer Gesellschaft...


Weiterlesen! --> hier: Das Schönste an Deutschland ist die Autobahn - Georg-Seeßlen-Blog

Aus den Kommentaren:
Wundervoller Essay! Am besten hat mir Ihre schöne

Definition von Solidarität als “Verbindung von Zärtlichkeit und Fairness”

gefallen.

Versuch II: Wovon man möglichst einen Begriff haben sollte ...

Ich habe (mir) neulich [2005!] den Vorschlag gemacht, an einer möglichst kleinen (online-) Sammlung grundlegender Texte zum Verständnis der Welt (ojojoj - gemeint ist: bescheidener: wovon man möglichst einen Begriff haben sollte, wenn man den Versuch unternehmen wollte .... oder so ähnlich) zu arbeiten.
Und kürzlich plädierte für mephistophelisches Denken, für negative Dialektik.

Nun kommt mir Reinhart Jellen zu Hilfe, der bei tp ein Gespräch mit Thomas Metscher veröffentlicht über Gehirnforschung, Ideologie, Shakespeare und das menschliche Bewusstsein (Teil I) sowie über Einheit und Differenz menschlichen Bewusstseins, den linguistic turn, Wittgenstein, Hermeneutik und ästhetische Wahrheit (Teil II).

Thomas Metscher ist emeritierter Professor für Literaturwissenschaften und Ästhetik an der Universität Bremen und hat mit dem Buch

Logos und Wirklichkeit

den Versuch unternommen, die widersprüchliche Einheit der Vernunft vom Alltagsbewusstsein bis hin zu Religion, Wissenschaft, Philosophie und Kunst zu erkunden. Metscher gehört zu einer Gruppe von Denkern, die gegen die angebliche oder tatsächliche Misere (derer, die sich zu unrecht dazu zählen, weil sie einfach nur schlecht denken) der Meisterdenker und gegen die tatsächliche Misere der Wirklichkeit die Kraft historisch-materialistischer Dialektik behaupten. Diese Gruppe trifft sich regelmäßig hier:
TOPOS - Internationale Beiträge zur dialektischen Theorie; herausgegeben von Hans Heinz Holz und Domenico Losurdo

Einige Auszüge aus dem Gespräch (als Anregung es - sowie Metscher überhaupt - weiter zu verfolgen):
Zunächst schiebt Metscher den Neurophilosophen einen Boden unter die nicht vorhandenen Füße:

Ich lebe zum Beispiel in einer Weltgegend, in der noch Bäume gefällt werden. Die Menschen, die diese Bäume fällen, müssen darüber sehr gut Bescheid wissen, weil auch heute noch diese Bäume hin und wieder Menschen auf den Kopf fallen. Der Baum hat also im Hirn der Leute seine phänomenologische Repräsentanz, aber diese muss sehr genau die Objektivität, das Ansich des Baumes abbilden können, sonst fällt ihnen der Baum auf den ihn repräsentierenden Kopf und dann ist Schluss. Also ist die von Metzinger vertretene Theorie
  • Vorstellungen vom Ich als einer Ichmaschine, dem Ego-Tunnel, der Wirklichkeit als rein phänomenaler Repräsentanz, mit der Auffassung, dass wir außer uns keinen Zugang zu der Wirklichkeit besitzen, wobei das Ich nur eine Fiktion darstellt
mit dem Ansatzpunkt eines tätigen Umgangs mit der Welt auf allen Ebenen inkompatibel....
Oder ein anderes Beispiel: Die totale Determination von Gerhard Roth und Wolf Singer, die mir auch auf den Keks geht: Es werden hier nicht einmal mehr die Termini erläutert. - Was heißt denn da Willenfreiheit? "Kein Mensch ist für irgendwelche Entscheidungen verantwortlich, weil Entscheidungen nie aus rationalen Erwägungen hervorgehen können", - wollen uns die Herren Roth und Singer damit bedeuten, dass für die Entscheidungen im wirtschaftlichen Bereich, wenn etwa General Motors in Amsterdam die Betriebe schließt und über Zehntausend Arbeitsplätze vernichtet, irgendwelche neuronalen Prozesse verantwortlich sind oder sind das Erwägungen, die sich aus Wirtschaftsinteressen ergeben? Das ist doch viel zu trivial um überhaupt noch ein Wort darüber zu verlieren...
Als Antwort auf diese Thesen, soweit man sie überhaupt philosophisch ernst nehmen kann, schlage ich in meinem Buch den

Begriff der "determinierten Freiheit"

vor. Damit meine ich, dass Menschen in unterschiedlich komplexer Weise determiniert sind, es aber innerhalb dieses Determinationsgefüges sehr wohl Handlungsmöglichkeiten gibt.

Man sollte überhaupt erst einmal klären, von welchen Arten von Entscheidung man spricht. Fälle, bei denen es ums Kaffeetrinken geht oder ob man sich am Hintern kratzt oder nicht, will ich gern dem Herrn Roth und den Seinen zur näheren Untersuchung überlassen. Entscheidungen, die für eine Person, Gruppe und Gesellschaft von existentieller Relevanz sind, deren Folgen für die Betreffenden große Bedeutung besitzen, sind jedoch in der Regel hochkomplexer Natur. Sie ziehen sich oft über einen langen Zeitraum hin und haben, ihre eigene Geschichte...


Den Grundgedanken des Buches entwickelt Metscher aus dem Begriff des elementaren Logos (den durch die Neuros desavourierten Begriff des Bewusstseins hält er für untauglich):

... Der elementare Logos* ist im Arbeitsprozess sedimentiertes Bewusstsein, ihm sind die logischen Grundbestimmungen des Bewusstseins höherer Komplexitätsstufen eingebrannt. Denn mit der historisch-kulturellen Bildung menschlicher Gesellschaft entwickeln sich höhere kulturelle Komplexitätsstufen. Sie bringen die Entwicklung des Logos mit sich - als Voraussetzung und Resultat zugleich und machen dann auch Welterklärungsmodelle notwendig Diese besitzen zunächst den Charakter praktischer Weltorientierung, erweitern sich später jedoch zu umfassenderen Modellen (in Religion, Mythos, Kunst usf.).

Aus dem elementaren Logos gehen auch die Grundlagen symbolischen und später begrifflichen Denkens hervor und damit auch von Religion, Mythos, Kunst, Wissenschaft bis hin zur Philosophie. Auch diese entstehen ursprünglich aus lebenspraktischen Prozessen, aus Lebens- und Überlebensnotwendigkeiten, das wird zu oft vergessen. Sie bilden sich aus und verselbständigen sich im Prozess der Arbeitsteilung, konstituieren sich als ideologische Formen mit der Entwicklung von Klassengesellschaften. In diesem Prozess steht dann auch die Kunst, der mein besonderes persönliches und professionelles Interesse gilt. So schließt das Buch mit einem Teil zum ästhetischen Logos...

Ich entwickle den Gedanken, dass in der Sprache für den Menschen Welterfahrung materiell präsent ist. In gewisser Weise knüpfe ich hier auch an Wittgenstein an. Seine Theorie des Sprachspiels, also eines kulturell geregelten Universums sprachlichen Handelns, in denen sich sprachliches Agieren und kommunikatives Handeln zu einem eigenen in sich geschlossenen Zusammenhang verdichten, ist in der Tat zu gebrauchen, nur liegt Wittgenstein mit seiner These, das Sprachspiel hätte nichts mit der Welt zu tun, falsch: Gerade im Universum der Sprache ist die Welt symbolisch gegeben.

Des weiteren wird in der Welt Wissen und Weltverstehen sedimentiert: Ich versuche Wissen und Verstehen auf erkenntnistheoretischer Ebene in Relation und das Verstreute, was in der gegenwärtigen Philosophie vorhanden ist, in einen Zusammenhang zu bringen: Zum Verstehensproblem gibt es die riesige Tradition der Hermeneutik; zum Wissen gibt es das gewaltige Fachgebiet der Epistemologie, aber ihre Spezialisten, so habe ich den Eindruck, nehmen sich nicht einmal mehr zur Kenntnis. Aber im menschlichen Bewusstsein, in der Art und Weise, wie wir Welt haben und uns aneignen, uns die Welt durch Bewusstsein erschließen, gehen Erkennen (als positiver Akt), Wissen (das sedimentierte Resultat von Erkennen) und Verstehen (als eine Deutung von Welt) eine Symbiose ein...

Die Wahrheit der Künste, in letzter Analyse ist kathartisch.

Die ästhetische Wahrheit ist eine Grundfrage der Künste. Dies hat eine objektive Entsprechung in den Werken, wie Wirklichkeit verarbeitet wird, aber Wahrheit in den Künsten läuft letzten Endes doch im ästhetische Erlebnis, das in den Werken kommuniziert und in der kathartischen Erschütterung transportiert wird. Am Ende dieser Kunsterfahrung steht immer Rilkes: "Du sollst dein Leben ändern."

Ich mache die ästhetische Wahrheit an einer Reihe von Kategorien fest, die sowohl die Form wie den Inhalt betreffen, im Kern an der Dialektik beider. Dabei geht es, was die inhaltliche Seite angeht, um die Authentizität der menschlichen Erfahrung, die in den Werken gestaltet ist, um Widerstand, Befreiung, Kritik, Utopie, auch um die Darstellung des Typischen geschichtlicher Erfahrung - also durchaus auch um Dinge, die wissenschaftlich relevant sind. Ja es gibt die Überschneidung mit wissenschaftlicher Wahrheit. Auf der formalen Seite sind es Konkretion, Prägnanz, Intensität der gestalteten Erfahrung, die hier genannt werden können.

Diese formalen Mittel aber haben einen Sinn. Sie bewirken etwas, was keine Wissenschaft erreicht. Es ist der Effekt der Katharsis, an den ästhetische Wahrheit gebunden ist - was sie von aller Wissenschaft unterscheidet: einer leidenschaftlichen Berührung, einer affektiven Betroffenheit, die im Kern der ästhetischen Erfahrung steht, diese zu einem echten Erlebnis werden lässt. Kraft der Form wird der gestaltete Inhalt zur kathartischen Erfahrung, Inhalt und Form sind die Bedingungen der Katharsis. In dieser Trias, und nur in ihr konstituiert sich, was Wahrheit in der Kunst heißen kann. Der Brecht der großen Stücke und späten Inszenierungen hat das durchaus gewusst. Leidenschaft, sagt er, trete an die Seite von Verstand. Sie zusammen erst machen große Kunst - über alle Ideologie hinaus.


Metscher, Thomas
Logos und Wirklichkeit
Ein Beitrag zu einer Theorie des gesellschaftlichen Bewusstseins

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2010. 493 S.
Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte. Bd. 60
Herausgegeben von Thomas Metscher und Wolfgang Beutin
ISBN 978-3-631-52704-7
€ 49,80

TOPOS Sonderheft 1 - 2005
A. Knolle-Grothusen/P. Hartmann:
Umrisse einer ökonomischen Analyse des Kapitalismus heute
pdf-download hier
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*

 

Geschrieben steht: »Im Anfang war das Wort!«
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!
Faust, I, 1232-1235


Zur Aktualität des Faust im Hinblick auf die Analyse des Kapitalismus: hier!
Zur Verbindung zwischen Faust und Don Juan (s.u. - His reckless daughter) : hier!

Hörspiel II: Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten

Wiederum schwer zu loben der Bayerische Rundfunk für das Projekt:
12 Stunden Hörspiel und Download:

arten

Dietmar Daths Roman spielt 500 Jahre in der Zukunft, nach der Befreiung, in einer Welt, in der sprechende und intelligente Tiere, die Gente, den Übergang der Evolution von der Naturgeschichte zur gestalteten Geschichte geschafft haben.

Fähig zur ständigen Verwandlung, bestimmen sie selbst, in welcher Tiergestalt sie auftreten und mit welcher Art sie sexuellen Verkehr pflegen. Kommunikation funktioniert telepathisch über Geruchsstoffe und Foren verbreiten raumübergreifend die aktuellen Nachrichten und Diskussionen. In den drei labyrinthischen Städten Landers, Kapseits und Borbruck sind die wenigen Menschen, die es noch gibt, der neuen Zivilisation Untertan oder letzte zu bekämpfende Spezies.

Politische Verhandlungen gestalten die Libelle Philomena und die Fledermaus Izquierda, militärische Aktionen plant die Dachsin Georgescu, Bankgeschäfte steuert der Fuchs Ryuneke, Kunstfragen behandelt der stotternde Esel Storikal, Forschungsprojekte betreiben der Zander Westfahl und das Laufschwein Herbert Loskauf und diplomatische Reisen unternimmt der junge Wolf Dmitri Stepanowitsch. Dies alles im Dienste des Löwen: Cyrus Iemelian Adrian Vinicius Golden. Er ist auratischer und ideologischer Herrscher und wird gerade deshalb angreifbar. Auf dem ehemaligen Kontinent Amerika stellt sich ihm die Macht der Keramikaner, Wesen zwischen Gente und Maschinen, unter der Führung Katahomenleandraleal entgegen, provoziert innerpolitische Spaltungen bei den Gente und ein gewaltiges Kriegsszenario.

Die Zivilisation der Gente wird vernichtet, unter der Führung der Tochter des Löwen, Lasara, gelingt lediglich ein paar wenigen der Exodus auf Venus und Mars. Die beiden Planeten, auf denen die Neuankömmlinge erst ihren Lebensraum erobern müssen, werden Heimat und Wirkungsstätte der Nachfolgegeneration der Gente, derer sich diese nur noch über tradierte Erzählungen und Legenden erinnert.

Zwei Nachkommen, die Eidechse Padmasambhava und der Prinz Feuer werden auf die Mission vorbereitet, die Überreste der vorhergehenden Population auf der Erde auszukundschaften und dort zueinanderzufinden. Die Geschlechter wandelnd und sich schließlich als Geschwister begegnend, landen die beiden in einer Art Paradies, in dem die Zeit angehalten ist und historische oder evolutionäre Kreisläufe durchbrochen sind.

Dietmar Daths Roman Die Abschaffung der Arten aus dem Jahr 2008 ist ein Hybrid: Fabel, Science Fiction, utopischer Roman, postmodernes Gedankenexperiment, philosophisches Szenario. In der Tradition von Platon, Thomas Morus, Arno Schmidt, George Orwell, H.G. Wells u.a. breitet Dath einen Kosmos aus, der von unzähligen und unergründlichen Figuren bevölkert ist, dessen Handlung sich unüberschaubar verzweigt und in dem er erfindungsreich und politisch zugleich der Frage nachgeht, warum der Mensch sich selbst abgeschafft und seine Umwelt vernichtet hat.

In bester dialektischer Manier spekuliert er darüber, ob eine posthumane Gesellschaft friedlicher und gerechter sein könnte. Gekennzeichnet von einer poetischen wie akademischen, lyrischen wie wissenschaftlichen, reichen wie kryptischen Sprache zugleich fasziniert und überfordert der Roman seine Leser und polarisierte seine Kritiker. Die 12-teilige Hörspieladaption des Bayerischen Rundfunks in der Regie von Ulrich Lampen und mit dem Sound von mouse on mars macht die schillernden Charaktere, die Sprachgewalt des Textes, die oppulente klanglich-musikalische Dimension des Romans und das politische Engagement des Autors akustisch erfahrbar.


30.1.2011 - 18.4.2011, Sonntags 15.00 Uhr / Wdh. Montags 20.30 Uhr [Bayern 2]
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# ↑ "Der Mensch ist eine Erfindung, deren junges Datum die Archäologie unseres Denkens ganz offen zeigt. Vielleicht auch das baldige Ende. Wenn diese Dispositionen verschwänden, so wie sie erschienen sind, [...] dann kann man sehr wohl wetten, daß der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand." (Foucault: Die Ordnung der Dinge, zitiert nach Dath, S.64)

# ↑ "Wenn die Gattung so ist, wie ich sie beschreibe, hat jedes einzelne Exemplar derselben das unbedingte Recht, sein gattungserschaffendes und -überschreitendes Potential zu entfalten, soweit es eben kann. Das Interessanteste, was Menschen herstellen könnten, ist die Menschheit." (S.72)

# ↑ "Dem Armen zu verweigern, daß er sich frei aussuchen darf, was er von seinem geldwerten Almosen kauft, kann man zwar despotisch, rassistisch oder kulturalistisch rechtfertigen [...], aber nicht mit der universalistischen Idee einer Menschenwürde vereinbaren [...] Essensgutscheine sind auf dem Stand der großen Industrie und jedem erweiterten Stand, der nach ihm kommen mag, so obszön wie Judensterne, Kastentrennung oder Brandzeichen auf Sklavenstirnen." (S.39)

# ↑ "Wir werden einander ums Nötigste und Einfachste abschlachten; wir werden einander rauben, was wir gemeinsam [...] durch gleichberechtigte Bevölkerungspolitik vernünftig nutzen könnten." (S.118)

# ↑ "Wer Gerechtigkeit nicht als Deutscher oder als Linkshänderin fordert, sondern als Gattungswesen, das allseitigen Reichtum schaffen kann, aber aufgrund der Einrichtung der Gesellschaft davon ausgeschlossen ist, diese Fähigkeit in vollem Umfang zu verwirklichen und zu genießen, begibt sich in den Klassenkampf." (S.27)

Dietmar Dath: Maschinenwinter. Wissen, Technik, Sozialismus. Eine Streitschrift. Suhrkamp Verlag Frankfurt/M 2008

Wenn Sie Lust auf Dath haben und probelesen möchten, finden Sie hier eine weitere Leseprobe:
9783937897363

define: Erinnerung

... eine Eigenschaft unseres autobiographischen Gedächtnisses: die Anpassung der Erinnerung an Bedürfnisse der Gegenwart. Die Psychologie verwendet für solche Vorgänge den Begriff des "Rückschaufehlers".

Dennoch kann die Empfehlung des Momoro-Projekts - mit Einschränkungen - weitergegeben werden ... [darauf zurück kommen]
memoro

vgl. Rühle und Schloemann heute im Feuilleton der sz.

vgl. Archäologie L: 27. Januar 1945 - die Rote Armee befreit das KZ Auschwitz

Nachtrag: 30.12.2010 - Hagen Rether rasiert sich

Jahresendfiguren III: Season's Greetings and thank you for the fish

lennon31

Lennon-Handschrift-happy-xmas

Mit Lennons Zeichnung und dem Faksimile verabschiede ich mich für dieses Jahr, wenn nicht für länger...
Eigentlich ist dies mehr ein (Internet-Lese-)Tagebuch für mich selbst als eine Veröffentlichung (gewesen?). Ob ich das noch brauche, weiß ich nicht nicht mehr so genau...

Wenn es außer mir selbst noch jemand gelesen hat: Season's Greetings and thank you for the fish ...

lennon31_ausschnitt

Jahresendfiguren II: Fatale Sarrazin&Assange-Melange

Kritik und Kunst haben einen schönen Beitrag im SpON-Forum gefunden (es geht um das Glühbirnenthema):

Da oben sitzen, wie man immer wieder feststellen kann, keine Leuchten.
Auch der Biosprit ist so ein Oberschwachsinn. Statt sparsame Autos zu bauen, wird der Urwald vernichtet, und man kann sich gegen diesen absoluten Blödsinn nicht wehren.
Und Deutscher Biosprit ist auch nicht besser.
Schafft diese Oberleuchten ab.
Früher nannte man solche Tölpel Schildbürger.
Sarrazin (wenn ich auch nicht alles akzeptiere)und Wikileaks an die Macht. (User „derletztdemokrat)


Das scheint mir den Wutbürger treffend zu charakterisieren: Ein dumpfes Ressentiment gegen "oben", ein urwaldmäßiges Umweltbewusstsein, entschuldigender Nationalismus gepaart mit einer latenten Gewaltbereitschaft und eine Sympathie für einerseits xenophobe Arschdenker (mit pflichtgemäß-partieller Distanzierung) und andererseits diffuse Öffentlichkeits-wenn-das Volk-alles-weiß-wird-es-schon richtig-entscheiden-Wahnvorstellungen ...

... wie ich schon zitierte: Kieseritzky - Anatomie für Künstler
Politische Motive, hörte man auf Umwegen wieder von Ardisson, ließen sich nicht ausmachen, nichts als fremdbestimmte Wahnideen, manische Verfolgungswahnstimmungen und ein irrationales Verhältnis zur Realität. Auf wen träfe diese vorzügliche Definition nicht zu, bei Lichte betrachtet. >S. 189<

Kein Einzeldenk: da wächst zusammen, was zusammen gehört und schon immer die Grünen oder zuletzt die FDP (und auch die NPD?) gewählt hat ... Vor der möglichen neuen Mehrheit graust es mir wie vor der bisherigen ...

Fragiles System - Zur Psychopathologie einer Ding-Gesellschaft

Luhmann: "Es geht immer um die Differenz von System und Umwelt. Wie reagiert eine Einheit auf alles andere, welche Grenzen werden gebildet und wie filtern Grenzen die Information aus der Umwelt, die im System als Information erlebt und verarbeitet werden. Man hat also mit jedem System sozusagen die ganze Welt im Blick, aber immer gespalten durch die Differenz von System und Umwelt."

Ein Gedankenspiel:
In den letzten Tagen drängte sich mir zuweilen die Frage auf, wie es eigentlich kommt, dass ein System, dass sich selbst als "eines der reichsten Länder der Erde"; "Exportweltmeister" usw. charakterisiert, das meint, Weltwirtschafts- und Finanzkrisen erfolgreich mit Schirmen managen zu können, um danach sofort einen "Aufschwung" zu zeigen, sich in vielen Subsystemen als fragil erweist, wenn es durch so etwas wie "Winter" empfindlich gestört werden kann.
Hilfreich fand ich den heutigen ARD-Brennpunkt:
Offenbar wurde diese Sendung aktuell ins Programm genommen , weil man meinte, den Menschen erklären zu müssen, was Winter ist und wie man sich im Winter verhalten sollte. Dass die Annahme, solche Erklärung sei notwendig, nicht ganz blöde ist, zeigten in der Tat einige der eingespielten Clips: Da sind Menschen ausgerutscht und haben sich etwas gebrochen ("Glatteis-Opfer"), da müssen Versicherungsvertreter (in 4erGruppe) versuchen mit der Bahn zu fahren, weil die A7 vereist ist und der Flieger nicht fliegen kann, weil er vereist ist; da steigen offenbar Menschen in T-Shirt und Turschuhen in ihre Autos und Rettungskräfte müssen sie auf der vereisten Autobahn wärmen und die Bahn bleibt stehen, weil die Weichen eingefroren sind!

Erstaunlich: Auf Glatteis kann man ausrutschen, Weichen können einfrieren, im Winter kann es kalt werden? Der Mensch braucht einen (medialen) Life-Coach, um dieses Chaos, gar die Kathastrophe bewätigen zu können?

Das ist offenbar so, weil man annehmen muss, dass da irgendwas verloren gegangen ist, so dass massenhaft Menschen verkindern: ein irrationales Verhältnis zur Realität sich breit macht.
Könnte es sein, dass im „Steigerungsspiel der Moderne“ (Gerhard Schulze) der Just-in-time-Imperativ der Ökonomie und die auf Perfektionierung, Vermehrung, Intensivierung und die Zyklen des Erlebnis- und Warendurchlaufs immer mehr verkürzende permanente Erweiterung der Ding-Welt mittlerweile so auch in die Psyche der Subjekte eingesickert ist, dass System wie Subjekte (als selbstreferentielle Systeme) offenbar von selbst nicht mehr in der Lage zu struktureller Koppelung mit anderen Systemen - hier: der Natur = Winter - sind, um Informationen aus der Umwelt zu entnehmen und zu verarbeiten??

Die Natur, gern erlebt als Gegenpol zum Konsumdasein, bricht da störend in eine Sphäre ein, die doch gar nichts mit ihr zu tun haben soll. Andererseits sind wir nicht ganz sicher, ob es wirklich noch die gute alte Natur ist mit einem Winter, wie ein Winter nun mal ist, oder nicht doch die Zunahme extremer Wetterlagen aufgrund von uns verursachter Klimaveränderung...

Zur Erhellung können zwei Texte hilfreich sein, die zusammengelesen werden müssten:
Georg Seeßlen - Abschied aus dem Paradies - Vielleicht kann man von den drei großen Kränkungen der Natur sprechen – es wären die von uns Menschen selbst
und
Andrea Roedig - Sisyphos ist Konsument - Zur Weihnachtszeit wird deutlich, was sowieso der Fall ist: Die Dinge nehmen überhand.

Nachtrag:
Die Erfindung des Wetters - ad sinistram

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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